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89 von 94 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannung und (!) Lesegenuss für Liebhaber nordländischer Kriminalkommissar-Melancholie.
Das Umschlagklappen-Zitat von Anne Holt kann ich guten Gewissens unterzeichnen. In Sachen Skandinavien-Krimis dieser Krimi ein ab-so-lutes (!) Highlight. Trüb- bis tiefsinnig skandinavische Melancholie prägt die Handlung. Ein Hauptkommissar, der alles andere als "einfach gestrickt" und dennoch sympathisch wie kaum ein anderer ist. Ein Mörder, der bereits...
Veröffentlicht am 26. September 2008 von Apicula

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die ersten 5 waren besser ...
Der Autor gehört aktuell zu meinen Favoriten. "Der Erlöser" ist nun das erste der Reihe, das einige Längen hat. Zudem wirkte die Geschichte zu sehr konstruiert. Hoffe die nächsten sind wieder besser.
Vor 11 Monaten von Juri veröffentlicht


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89 von 94 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannung und (!) Lesegenuss für Liebhaber nordländischer Kriminalkommissar-Melancholie., 26. September 2008
Von 
Apicula (Apiculis) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (#1 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Der Erlöser. Kriminalroman (Taschenbuch)
Das Umschlagklappen-Zitat von Anne Holt kann ich guten Gewissens unterzeichnen. In Sachen Skandinavien-Krimis dieser Krimi ein ab-so-lutes (!) Highlight. Trüb- bis tiefsinnig skandinavische Melancholie prägt die Handlung. Ein Hauptkommissar, der alles andere als "einfach gestrickt" und dennoch sympathisch wie kaum ein anderer ist. Ein Mörder, der bereits entlarvt, dennoch kaum zu fassen ist um nicht zu sagen (spoilern!): Ein Unsichtbarer. Schließlich noch die Opfer, die als Figuren in einem undurchsichtigen Spiel langsam Konturen gewinnen, jedoch ebenso schnell "erlöst" werden. Sie alle haben etwas mit der Heilsarmee, oder deren Realitäten (Immobilien und Finanzen) zu tun.

Aber es ist besser Sie wissen vorher so wenig wie möglich über den Verlauf der Handlung. "Der Erlöser" ist nun wirklich kein Krimi, bei dem man anfangs auch nur irgendetwas ahnt, noch vorhersehen kann.

Nicht zuletzt eine etwas ausführliche Bemerkung zum "Leseerlebnis". Dieser Autor, also Joe Nesboe, besitzt das seltene Talent den Leser so tief in die Geschichte hineinzuziehen, dass man - mitten im Sommer! - beinahe anfängt zu frösteln. So eindrücklich schildert er die Kälte, die zur Zeit der Handlung von "Der Erlöser" in Oslo das Geschehen prägt. Genauso eindrücklich erinnere ich mich noch - nach weit mehr als einem Jahr - an den Vorgänger-Roman "Das fünfte Zeichen". Damals spielte die Handlung im Sommer - und die Bilder sich bei mir eingebrannt haben, zeigen mir noch immer eine Szene, die sich auf einer heißen Dachterrasse abspielt.

In "Der Erlöser" herrscht jedenfalls eisige Kälte vor. Nicht nur in der Stadt! Auch zwischen Harry Holes neuem Chef und ihm herrscht eine Art Eiszeit. Dabei hat Harry seine Trennung von Rakel (die man nun getrost als "Ex" bezeichnen darf) beinahe schon verarbeitet. Alkohol spielt zwar auch noch eine Rolle in seinem Leben, aber meist nur, wenn er bei den AA's über seine Vergangenheit redet. Oder wenn er mit seinem Ex-Chef, dem sympathischen Bjarne Moeller zu tun hat.

(Achtung! Die Handlung knüpft einige Monate nach den Geschehnissen von "Das fünfte Zeichen" an. Es ist aber nicht zwingend notwendig diesen Vorgänger-Roman zu kennen. Nur wenn Sie "Den Erlöser" gelesen haben, ist die Spannung für "Das Fünfte Zeichen" vermutlich futsch.)

Joe Nesboe erschuf wieder einmal einen Norwegischen Kriminalroman von Gottes Gnaden, der genau diese Bezeichnung verdient. Es handelt sich tatsächlich um einen Krimi UND um einen Roman. Spannender Lesegenuss für Fans der norwegischen oder schwedischen Kriminalkommissar-Berufs-Melancholiker.

Die aktuell (Juni 2011) komplette Harry Hole-Serie erschien in der folgenden Reihenfolge:
Der Fledermausmann
Kakerlaken
Rotkehlchen
Die Fährte
Das fünfte Zeichen
Der Erlöser
Der Schneemann
Der Leopard (Gebunden)
Die Larve (2011)
Koma (2013)
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bring sie ins Loch, Dirty Harry ..., 3. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Erlöser. Kriminalroman (Taschenbuch)
Man laeuft Gefahr, sich bei der Rezension eines Nesbo Krimis zu wiederholen. Ich moechte im vorliegenden Fall auch gar nicht explizit auf den Inhalt eingehen, denn das ist schon (zu) ausfuehrlich an anderen Stellen geschehen. Deshalb nur so viel, um den Appetit anzuregen: Intelligent sind die Romane von Nesbo. Und spannend. Und ungewoehnlich. Ohne Ausnahme. Und dennoch frage ich mich jedes Mal, wenn ich einen Nesbo ausgelesen habe: Lohnt es sich, den naechsten auch zu lesen. Ja, verdammt, es lohnt sich. Denn es gibt immer wieder neue Formen der Spannung, andere Aspekte des Verbrechens, zuvor nicht wahrgenommene Facetten der Persoenlichkeiten, anders ausgerichtete Betrachtungsweisen des Verbrechens, die Nesbo dem Leser von Fall zu Fall offeriert. Keiner seiner Romane ist wie der andere, jeder scheint den Leser aufs neue in seinen Bann zu ziehen und man moechte keinen der bisher erschienenen Faelle missen. Denn neben dem Verbrechen/den Verbrechen, um deren Aufklaerung willen wir uns durch die Seiten hecheln, sind es die hervorragend gezeichneten und teilweise abgrundtief empfundenen Charakere mit all ihren menschlichen Staerken und Schwaechen, die einen Nesbo ausmachen. Das die Handlungen nicht gradlinig verlaufen und uns alle Aufmerksamkeit abverlangen, wenn sie sich wieder einmal zur Erhoehung der Spannung verzweigen, ist typisch fuer Nesbo. Gradlinig ist hier gar nichts. Auch nicht bei den "Guten", den Gesetzeshuetern, bei denen es keine Zweifel daran gibt, dass es sich um Menschen mit Ecken und Kanten handelt, die genauso wie du und ich versuchen, dem taeglichen "Wahnsinn" zu trotzen. Neben den klassischen Elementen des Krimis mengt Nesbo seinen Geschichten Informationen unter, die zusaetzlich fuer Bereicherung sorgen. Im vorliegenden Fall ist es die Heilsarmee, deren Auslaeufer wir in Deutschland zwar kennen, deren tatsaechliche Strukturen uns jedoch erst nach dem vorliegenden Fall ein Stueck naeher gebracht wurden. Und im Nachspann unbedingt noch zu erwaehnen: die geniale Uebersetzunsarbeit von Guenther Frauenlob, der aus einem daenischen Kriminalroman einen deutschen Lesegenuss macht. Also: Kaufen und verschlingen.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unter Schatten, 14. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Der Erlöser. Kriminalroman (Taschenbuch)
Selten entgehen Serienhelden einer gewissen Langeweile, weil sie sich Fall für Fall durchs Leben kämpfen und einem zu vertraut werden. Jo Nesbos Harry Hole gehört nicht dazu. Dass verdankt er einem Autor, der ihn nicht nur mit einem schillernden Charakter ausgestattet hat, der sich vielmehr darauf versteht, die Verbrechen so geschickt zu verschlüsseln, dass sie, selbst wenn es an die Aufdeckung geht, überraschende Haken schlagen. Niemand kann ein Ende wie hier so überzeugend vertreten wie Nesbos Harry Hole. Dass er nicht nur vom Alkohol gezeichnet ist, sich Anweisungen seiner Vorgesetzten durch stoisches Überhören zu widersetzen weiß, kennt man aus früheren Romanen. In Der Erlöser verliebt er sich beinah wieder, widersteht der Versuchung jedoch im letzten Moment, weil er einen Schatten zu spüren glaubt. Die persönliche Tragödie geschieht nebenher. Harry Hole schwimmt die ganze Zeit gegen den eigenen Strom an. Er weiß, wenn er sich nicht mehr bewegt, wird er untergehen. Das dunkle Geheimnis einer Vergewaltigung, die am Anfang beschrieben wird, wächst zum bleiernen Gefühl der Erniedrigung an, mit dem sich die Opfer durchs Leben schleppen. Nesbo braucht die Tat nicht auszustellen, um Gewalt an sich zu stilisieren. Er beschreibt sie als ein Verbrechen, von dem man nicht erlöst wird. Dass er die Handlung ausgerechnet ins Milieu der Heilsarmee verlegt, verschafft ihr zusätzliche Brisanz. Unter den scheinbar Gutmütigen toben sich die Abgründe ebenso aus, wie in der normalen Welt. Auch hier geht es um Einfluss, Macht, lässt man sich bestechen. Mit Der Erlöser wirft Jo Nesbo wiederum einen scharfen Blick auf seine Welt. Seine Antwort ist nicht unbedingt konsensfähig, bei weitem nicht Besserwisserisch. Sein Harry Hole ist zu schwach, um sich zum Helden aufzuschwingen. Er lebt von Tag zu Tag. Wie wir mit Nesbo von Fall zu Fall.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vom Allerfeinsten, 8. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Der Erlöser. Kriminalroman (Taschenbuch)
Okay, ich lese nicht allzu viele Thriller. Die von Simon Beckett haben mir ganz gut gefallen. Von Joe Nesboe war ich bislang eher enttäuscht. Einen der Vorgängerromane, die den Schwerstalkoholismus in Südostasien thematisiert haben, konnte ich nur die ersten 30 Seiten durchhalten.

Aber: "Der Erlöser" ist eine Klasse für sich. Nüchtern. Intelligent. Ein Plot, der sich zu lesen lohnt. Und dann dieser Spannungsaufbau: Je mehr man liest, desto mehr wird man hineingesogen. Spätestens nach der Hälfte wird das Lesen jeder Seite zum schmerzhaften Empfinden, dass man dieses Buch irgendwann durchhaben wird.

Genießt jede Seite! Wegen der geschilderten klimatischen Bedingungen am besten in der kalten Jahreshälfte. Zur Not könnt Ihr alle anderen Thriller verheizen. Denn das ist der beste aller Zeiten! (meines Erachtens)
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Harry Hole's sechster Fall - Spannende Unterhaltung, 27. August 2007
Von 
G. Bogner (Nürnberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Als der junge Heilsarmee Offizier Robert Karlsen aus offener Straße erschossen wird, wird bald klar dass es sich hier um die Tat eines Profis handelte. Durch einen Zufall findet der Killer heraus, dass er das falsche Opfer erschossen hat und ist fortan wild entschlossen seinen Auftrag doch noch auszuführen. Harry hat nicht nur mit dem Führungsstil eines neuen Vorgesetzten zu kämpfen, sondern auch mit dem Ende seiner Beziehung zu Rakel. Da ist es schon sehr erfreulich als er bei den Ermittlungen einer jungen Frau aus der Heilsarmee näher kommt. Leider wird dann sein Partner Halvorsen schwer verletzt und Harry erleidet bei Nachforschungen in Kroatien wieder mal einen Rückfall in die Alkoholsucht. Dennoch schafft er es am Ende die wahren Hintergründe der Tat aufzudecken.

Sehr spannend und wie immer flüssig geschrieben, verfolgt man Harry gerne dabei wie er seine Arbeit macht. Eine interessante, hintergründige Story die bis zuletzt fesselt und am Ende noch ein Überraschungsmoment bietet.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannender Lesegenuss für Fans der norwegisch oder schwedischen Kriminalkommissar-Berufs-Melancholiker!, 10. September 2007
Von 
Apicula (Apiculis) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (#1 REZENSENT)   
Das Zitat von Anne Holt kann ich guten Gewissens unterzeichnen. In Sachen Skandinavien-Krimis ist der "neue Nesboe" ein _ab-so-lutes_ Highlight. Trüb- bis tiefsinnig skandinavische Melancholie prägt die Handlung. Ein Hauptkommissar, der alles andere als "einfach gestrickt", und trotzdem sympathisch wie kaum ein anderer ist. Ein Mörder, der bereits entlarvt, dennoch kaum zu fassen ist um nicht zu sagen (spoilern!): Ein Unsichtbarer. Schließlich noch die "Opfer", die als Figuren in einem undurchsichtigen Spiel langsam Konturen gewinnen, aber ebenso schnell "erlöst" werden. Sie alle haben etwas mit der Heilsarmee, oder deren Realitäten (Immobilien und Finanzen) zu tun. -

Aber es ist besser Sie wissen vorher so wenig wie möglich über den Verlauf der Handlung. "Der Erlöser" ist nun wirklich kein Krimi, wo man anfangs auch nur irgendetwas ahnt, noch vorhersehen kann.

Nicht zuletzt eine etwas ausführliche Bemerkung zum "Leseerlebnis". Dieser Autor, also Joe Nesboe, besitzt das seltene Talent den Leser so tief in die Geschichte hineinzuziehen, dass man - mitten im Sommer! - beinahe anfängt zu frösteln. So eindrücklich schildert er die Kälte, die zur Zeit der Handlung von "Der Erlöser" in Oslo das Geschehen prägt. Genauso eindrücklich erinnere ich mich noch - nach weit mehr als einem Jahr - an den Vorgänger-Roman "Das Fünfte Zeichen". Damals spielte die Handlung im Sommer - und die Bilder sich bei mir eingebrannt haben, zeigen mir noch immer eine Szene, die sich auf einer heißen Dachterrasse abspielt. - - - In "Der Erlöser" herrscht eine eisige Kälte vor. Nicht nur in der Stadt, weil tiefster Winter! Auch zwischen Harry Holes neuem Chef und ihm herrscht eine Art Eiszeit. Dabei hat Harry seine Trennung von Rakel (die man nun getrost als "Ex" bezeichnen darf) beinahe schon verarbeitet. Alkohol spielt zwar auch noch eine Rolle in seinem Leben, aber meist nur, wenn er bei den AA's über seine Vergangenheit redet. Oder wenn er mit seinem Ex-Chef, dem sympathischen Bjarne Moeller zu tun hat.

(Achtung! Die Handlung knüpft einige Monate nach den Geschehnissen von "Das Fünfte Zeichen" an. Es ist aber nicht zwingend notwendig diesen Vorgänger-Roman zu kennen. Nur wenn Sie "Den Erlöser" gelesen haben, ist die Spannung für "Das Fünfte Zeichen" vermutlich futsch.)

Joe Nesboe erschuf wieder einmal einen Norwegischen Kriminalroman von Gottes Gnaden, der genau diese Bezeichnung verdient. Es handelt sich tatsächlich um einen Krimi UND um einen Roman. Spannender Lesegenuss für Fans der norwegisch oder schwedischen Kriminalkommissar-Berufs-Melancholiker!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weltklasse-Krimi!, 6. Mai 2010
Rezension bezieht sich auf: Der Erlöser. Kriminalroman (Taschenbuch)
"Der Erlöser" ist für mich der bisher beste Krimi aus der Feder Jo Nesbøs. Zum einen, weil die Story ungemein gut erfunden ist (um es mit Harry Holes eigenen Worten zu sagen: "Stell dir eine Schlange vor, die ihren Schwanz frisst, eine sich selbst vernichtende Konstruktion, am Ende ist alles verschwunden, ohne irgendwelche Spuren zu hinterlassen.").
Zum anderen, weil Nesbø seinem Helden in diesem Buch eine persönliche Entwicklung gönnt; Harry wird - kurzgefasst - teamfähiger und insgesamt "kompatibler", ohne seine (liebgewordenen) Ecken und Kanten zu verlieren (mehrfach stellt Harry fest, dass das wohl am Alter liegen müsse...). Daher kann auch im vorliegenden Fall (jedenfalls im Schwerpunkt) "normale" Polizeiarbeit als Teamarbeit geschildert werden, während Harry in den vorangegangenen Bänden überwiegend als Alleingänger aufgetreten war - aus meiner Sicht bekommt das dem Buch außerordentlich gut.

Dass Harry am Ende doch wieder den (bzw. eigentlich - ohne dadurch zuviel zu verraten: - die) Täter ganz alleine stellt, ist bei dessen Persönlichkeitsstruktur allerdings dann doch unvermeidlich; ebenso wie der Umstand, dass er den jungen Kollegen, den er in die Lehre genommen hat, in diesem Fall verliert, oder dass seine Liebesbeziehung(en) auch in diesem Buch unter einem unglücklichen Stern stehen.

Wie immer bei Nesbø ist der Weg bis zur Auflösung von vielen, auch abrupten, Perspektivwechseln gekennzeichnet, die dem Leser ein gewisses Maß an Konzentration abverlangen (denn nicht immer erkennt man auf den ersten Blick, aus welcher Perspektive gerade erzählt wird; und manches Mal führt Nesbo den Leser sehr geschickt in die Irre...).
Der Spannung tut das nach meiner Bewertung keinen Abbruch, wenn das Buch auch nicht ganz ohne Längen ist, so die dem eigentlichen Fall vorgelagerten Ermittlungen zu einem Drogentoten, bei dem der "Schwarze Metzner" - eine von Nesbo wohl erfundene Hunderasse - eine Rolle spielt, der dann wiederum aber später im Buch eine Spur zum gesuchten Auftragskiller liefert.

Ferner gibt es auch einige Dinge, die nicht so ganz plausibel sind. Ein Beispiel: Für den kroatischen Auftragskiller stellt der der Duft von WC-Steinen "das Aroma der Freiheit" dar, weswegen er ständig welche bei sich trägt - und damit riskiert, am spezifisch aufdringlichen Geruch (wieder-)erkannt zu werden. Und das, obwohl er die 'visage du pantomime' (auch eine Erfindung von Nesbo?) besitzt, also selbst von der Spezialistin Beate Lønn nur schwer identifiziert werden kann.

Aber das sind nur marginale Kritikpunkte an einem wirklich hochkarätigen Krimi, der vorbehaltlos zu empfehlen ist.

Hinweis zum Schluss: Ich empfehle dringend, die Bände 3 (Rotkehlchen), 4 (Die Fährte) und 5 (Das fünfte Zeichen) vor dem Erlöser (Band 6) zu lesen, denn ohne diese Lektüre bleiben zwei Nebenstränge des Erlösers unverständlich.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr komplex und super spannend, 24. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Der Erlöser. Kriminalroman (Taschenbuch)
Das Buch ist zu jeder Zeit spannend, es gibt keine Phase, in der irgendwie Langeweile aufkommt. Zu Beginn wechseln oft, auch innerhalb des Kapitels die Szenen und Akteure, daher komplex aber extrem gut geschrieben.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nesbøs bester Hole - bislang, 19. Mai 2008
Mit diesem Buch setzt sich Nesbø einen neuen Maßstab. Waren seine Romane bisher mal sehr gut, mal eher mäßig, so hat er sich nun eindeutig übertroffen und ein Meisterwerk vorgelegt.

In Oslo wird ein junger Mann erschossen. Sehr schnell bemerkt der Auftragsmörder, dass er den Falschen erwischt hat und bricht nicht zu seinem Rückflug auf. Schnell kommt Harry Hole dem Täter auf die Spur und ein Wettrennen beginnt.

Extrem spannend beschreibt Nesbø den nunmehr fünften Roman des schwierigen Kommissars Harry Hole. Sprachlich konnte man Nesbø nie etwas vorwerfen, in manchen Romanen fehlte es ihm an der nötigen Spannung. Aber hier stimmt einfach alles, der Ton, das Tempo, die Charaktere. Wenn er in diesem Stil weitermacht - was ich natürlich hoffe -, dann wird er einen Platz unter den Top-Autoren aus Skandinavien einnehmen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Harry Hole, der unsympatische Held, den man einfach lieben muß, 2. November 2007
Wenn möglich, würde ich 10 Sterne geben. Der sechste Band der Harry Hole Serie ist sehr gut, genau wie seine Vorgänger. Vielleicht sogar besser. Harry wird menschlicher, weicher. Der Satz an Beate, "ich habe es für meinen Seelenfrieden getan " läßt einen schauern, zustimmend nicken. Das ganze Buch schafft eine Atmosphäre, wie wenn man dabei wäre.
Man spürt die Eiseskälte, die beschriebenen 18 minus Grade kriechen einem in die Knochen.
Der starre, sture, aufrechte Harry ist ein Mensch,den man gern als Freund hätte.
Hoffentlich hört Harry Hole noch lange nicht auf zu ermitteln.
Und Nesboe nicht zu schreiben!
Unbedingt Lesen!
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