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31 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spurlos, überraschend und absolut spannend
Schnell, rasant und schnörkellos - bei Hanna Winter ist man direkt mitten im Geschehen. Ohne großes Geplänkel bringt sie es auf den Punkt und nimmt den Leser von Anfang an mit auf eine rasante Fahrt der Gefühle, mit wenigen, aber eindringlichen Worten schafft sie eine Atmosphäre, die alles beinhaltet - Angst, Qual, Trauer, Verzweiflung und Liebe...
Veröffentlicht am 6. August 2010 von Patricia Twellmann

versus
27 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schaler Thriller
Ich weiß nicht, ob es an meiner Auswahl liegt, oder ob das Thema gerade tatsächlich sehr in Mode ist - wie auch immer: "Die Spur der Kinder" ist bereits das dritte Buch zum Thema entführte Kinder und Jugendliche, das ich innerhalb kürzester Zeit gelesen habe. Leider war es auch das schlechteste.

Natürlich haben die beiden anderen...
Veröffentlicht am 22. Juli 2010 von Ligeia


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27 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Schaler Thriller, 22. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Spur der Kinder (Taschenbuch)
Ich weiß nicht, ob es an meiner Auswahl liegt, oder ob das Thema gerade tatsächlich sehr in Mode ist - wie auch immer: "Die Spur der Kinder" ist bereits das dritte Buch zum Thema entführte Kinder und Jugendliche, das ich innerhalb kürzester Zeit gelesen habe. Leider war es auch das schlechteste.

Natürlich haben die beiden anderen Bücher ("Ein einziger Blick" von Michelle Richmond und "Pretty little Things" von Jilliane Hoffman) sich anderer (für mich interessanterer) Herangehensweisen, Perspektiven und Handlungsabläufen bedient, so dass ein Vergleich für "Die Spur der Kidner" negativ ausfallen muss. Aber auch für sich betrachtet weist "Die Spur der Kinder" einige Mängel auf.

Der Roman erinnert mich ein bisschen an die alten Horrorfilme aus den 70er und 80er Jahren. Wie in diesen Filmen so wird auch hier versucht, die Spannung allein über gruslige bzw. blutige Bilder aufzubauen. Die einzelnen Szenen - zumindest diejenigen, in denen der Entführer vorkommt - erscheinen allzu vorhersehrbar: die junge Frau irrt durch den Wald, glaubt in einer Hütte ihre Rettung zu finden und trifft das pure Grauen usw. Das allein wäre aber gar nicht so schlimm, wenn diese Szenen in einen überzeugenden Rahmen eingebaut wären. Aber das ist meiner Meinung nach nicht der Fall. Zwar wird die Frage, was mit den entführten Kindern und vor allen Dingen mit Fiona Seebergs Tochter passiert ist, erst relativ spät geklärt und ein Überraschungseffekt ist durchaus gegeben. Aber der Weg dahin lässt zu wünschen übrig.

Die Charaktere des Romans bleiben hölzern und leider oftmals sehr klischeebehaftet: da ist die Kindergärtnerin, die Birkenstocksandalen und Nickelbrille trägt; die Sozialarbeiterin mit den schlechten Zähnen und strähnigen Haaren und das betuchte ältere Ehepaar, das nur des Geldes wegen zusammen ist und sich auch um nichts anderes kümmert, menschliche und soziale Belange sind ihnen fremd. Die Gefühle und Gedanken der Personen werden, wenn überhaupt, dann nur sehr plakativ dargestellt. Wirklich sympathisch oder nachvollziehbar ist keine der Figuren.
Hinzu kommen kleinere logische Fehler im Aufau der Geschichte.

Der Roman lässt sich leicht und schnell "herunterlesen", da er keine großen Ansprüche an den Leser stellt. Die Lösung ist immerhin einigermaßen überraschend, aber Spannung will sich auch nicht wirklich einstellen. Vielleicht, weil man sich in keine der Figuren einfühlen kann und daher auch nicht "mitfiebert"; vielleicht, weil die einzelnen Szenen zu abgedroschen wirken.
Alles in allem kann man sagen, dass das Buch leichte Unterhaltungskost ist. Wer psychologische Rafinesse und hohe Erzählkunst erwartet, ist allerdings hiermit schlecht beraten.
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31 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spurlos, überraschend und absolut spannend, 6. August 2010
Von 
Patricia Twellmann "literatopia" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Spur der Kinder (Taschenbuch)
Schnell, rasant und schnörkellos - bei Hanna Winter ist man direkt mitten im Geschehen. Ohne großes Geplänkel bringt sie es auf den Punkt und nimmt den Leser von Anfang an mit auf eine rasante Fahrt der Gefühle, mit wenigen, aber eindringlichen Worten schafft sie eine Atmosphäre, die alles beinhaltet - Angst, Qual, Trauer, Verzweiflung und Liebe. Zwei Jahre nach dem Verschwinden ihrer kleinen Tochter sind weitere Kinder verschwunden, die die gleiche Tagesstätte besucht haben, in die auch Sophie gegangen ist. Den Eltern wurde anschließend eine weiße Lilie geschickt, die Kinder nie gefunden. Fiona zerbricht fast an dieser Ungewissheit, sie sucht ihren Trost im Alkohol. Vorher war sie eine erfolgreiche Schriftstellerin, jetzt ist sie blockiert und hat seit Sophies Verschwinden keine einzige Zeile mehr geschrieben. Ihr Verlobter Adrian, der mit Sophie auf dem Spielplatz war, als sie verschwand, vergräbt sich in seine Arbeit, er führt ein erfolgreiches Restaurant. Wird es mit den weiteren entführten Kindern neue Hinweise geben? Fiona klammert sich an die Hoffnung, endlich zu erfahren, was mit ihrer kleinen Tochter geschah.

Man mag gar nicht glauben, wie viel in dieser Geschichte enthalten ist. Immer wieder gibt es neue Handlungsstränge, sobald die Ermittlungen sich in eine Richtung drängen, gibt es neue Erkenntnisse und unerwartete Ergebnisse. Die Anzahl der mitwirkenden Personen ist überschaubar, ihre Hintergründe allerdings sind tiefe Seen, auf deren Grund schmutzige Geheimnisse lauern. Durch wechselnde Perspektiven bekommt man einen guten Einblick in die Gedanken einiger anderer Personen, auch der Täter darf sich äußern. Und jedes Mal werden neue Zweifel gestreut, wieder neue menschliche Abgründe offenbaren sich, und das alles auf eine unnachahmliche spannende Art und Weise. Kein Wort zuviel, aber die wenigen dafür umso aussagekräftiger. Viele lose Fäden werden geknüpft und zum Schluß zu einem logischen Ganzen verknüpft, wobei hier noch ein bisschen an Aufklärung fehlt. Ganz zum Schluß offenbart sich der Täter, leider wird das Motiv zu oberflächlich abgehandelt.

Ihre Charaktere hat Hanna Winter sehr vielschichtig angelegt, unterschwellig entwickelt man ein Gespür dafür, wer alles etwas zu verbergen hat. Und das sind einige, die im Zuge der Ermittlungen ihre Geheimnisse offenbaren müssen und ihre Handlungen haben mittelbar alle mit Sophies Verschwinden zu tun. Was sich Fiona da noch einmal offeriert, ist schwer zu verdauen und man hofft, dass sie stark genug ist, um diese ganzen Ereignisse zu überleben. Geschickt streut die Autorin immer wieder Hinweise ein, dadurch wird jeder Charakter immer undurchsichtiger.

Trotz der Komplexität der Story verliert man nie den Überblick, nie hat man den Eindruck, überflüssige Handlungsstränge zu verfolgen. Alles passt zusammen und durch die Vielseitigkeit bleibt es durchweg spannend, hinter jedem Satz lauern neue Hinweise und man kann nie erahnen, wo die Geschichte hinführt. Lesen, lesen, lesen ' mehr will man nicht mehr, nachdem man das Buch erst einmal angefangen hat und schnell ist die Welt um einen herum vergessen. Das angenehm große Schriftbild liest sich entspannend und das Cover ist dazu hervorragend gewählt. Reliefstruktur auf der Oberfläche sprechen zusätzlich zum Lesespaß auch noch den Tastsinn an, man nimmt das Buch einfach aus jedem Grund gerne in die Hand.

Fazit

Mit ihrem großartigen Debütroman hat Hanna Winter einen wahren Pageturner geschaffen. Kurz und knapp bringt sie alles Wichtige ohne Geplänkel auf den Punkt, die Spannung bleibt gleichmäßig hoch während der ganzen Geschichte. Ein überraschender Täter und nicht vorhersehbare Wendungen entzünden ein Feuerwerk an Gefühlen, nie kann man sich seiner Sache sicher sein. Bis zur allerletzten Seite bleibt es überraschend, selbst da zaubert die Autorin noch ein Kaninchen aus dem Hut.
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27 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannung bis zum Schluß, 12. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Spur der Kinder (Taschenbuch)
Schon die Leseprobe fand ich überaus fesselnd, so dass mir klar war, dieses Buch mußt du unbedingt lesen. Ich hoffte nur, dass die anfängliche Spannung nicht nachlässt, und da kann ich mit Sicherheit sagen: Nein, das tut sie nicht!!! Ich habe das Buch angefangen zu lesen, und konnte es einfach nicht mehr aus der Hand nehmen. Nur noch ein Kapitel habe ich mir immer gesagt und dann hatte ich es plötzlich an einem Tag fertiggelesen. Das ist mir wirklich schon lange nicht mehr passiert, dass ich ein Buch in einem Rutsch ausgelesen habe.

Ein sehr angenehm geschriebener Thriller. Läßt sich gut und flüssig lesen.

Sophie, die Tochter der Schriftstellerin Fiona Seeberg wurde entführt und ist seitdem spurlos verschwunden. Nun, zwei Jahre später werden wieder Kinder vermisst. Einzige Gemeinsamkeit ist eine weiße Lilie, das Symbol für Reinheit und Tod, die der Täter den Eltern zukommen läßt. Kommissar Piet Karstens nimmt die Ermittlungen wieder auf.... Ich möchte hier nicht zuviel vorweggreifen, nur soviel: Im Laufe der Handlung tauchen zahlreiche Verdächtige auf, die alle irgendwie etwas mit den Entführungen zu tun haben könnten. Trotz der vielen Personen, kommt man nicht durcheinander oder verzettelt sich. Erzählt wird einmal aus der Perspektive von Fiona Seeberg, die auf ihre Weise versucht, den Fall zu lösen, einmal aus der Perspektive der ermittelnden Polizisten und einmal aus Sicht der Opfer.

Stets haben sich meine Verdächtigungen als falsche Spur erwiesen und ich war wirklich gespannt wie ein Flitzebogen, bis zur letzten Seite. Dann klärt sich aber alles auf und es bleiben auch keine Fragen zurück. Nach meinem Geschmack ein sehr schöner Schluß.

Wie gesagt, auf die einzelnen Personen und ihre Geschichte möchte ich gar nicht so genau eingehen, das finde ich in diesem Fall auch sehr schwierig, ohne hier möglicherweise die Spannung wegzunehmen.

Die Spur der Kinder" war mein erster deutscher Thriller den ich gelesen habe und ich kann sagen, dass er anderen wie z. B. von Jilliane Hoffmann oder Karin Slaughter in nichts nachsteht.

Ich kann diese Buch auf jeden Fall mit gutem Gewissen weiterempfehlen
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unerträglich, 17. Mai 2011
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Spur der Kinder (Taschenbuch)
Hanna Winters Schreibstil ist für mich unerträglich. Ihre Charaktere sind hölzern und klischeehaft. Eher erinnert mich das Buch an den Schulaufsatz einer 13 jährigen als an einen Krimi. Das Thema hätte man mit etwas mehr Gefühl für Sprache und Spannungsaufbau wirklich zu einem Thriller machen können. So aber hat es für mich den Wert und die Spannung eines Groschenromanes. Schade ums Geld!
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Literarisches Fast-Food - schwer verdaulich, 28. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Spur der Kinder (Taschenbuch)
Während man Hanna Winters Spur der Kinder" liest, zieht sich ein bestimmter, zum Ende noch zunehmender Eindruck durch den ganzen Roman: Die Autorin hat ihren schriftstellerischen Fuß in einen Schuh gesteckt, der ihr eine Nummer zu groß ist. Nun rutscht sie dort von Kapitel zu Kapitel ein bisschen verloren darin herum, ohne auch nur einmal mit einem gewaltigen literarischen Tritt auf den Boden zu stampfen.

Vermisste Kinder und offensichtlich dahinter steckende Verbrechen der grausamsten und höchst makabren Art sind ein belletristisch (generell künstlerisch) gern genutztes Thema, allerdings auch schwer zu bearbeiten. Dafür braucht es neben Einfühlsamkeit und einer absolut sicheren Schreibe vor allem auch Insider-Kenntnisse, sowohl aus kriminalpsychologischer und kriminalistischer Sicht, als auch in Bezug auf das Erleben und Fühlen der Eltern der verschwundenen Jungen und Mädchen. Hanna Winter hat uns davon zu wenig gezeigt und sich damit für ihren Roman zu viel vorgenommen. Ihr erster Thriller, der im August 2010 erscheint, beleuchtet das komplexe Thema zu oberflächlich und leider auch zu klischeebeladen.

Zunächst: Das 343 starke Taschenbuch liest sich flüssig und in einem Rutsch weg, die Handlung ist logisch aufgebaut, die Struktur simpel, sie orientiert sich an üblichen Vorgehensweisen, die sich schon millionenfach in der Schriftstellerbranche bewährt haben. Winter wagt einen rasanten szenischen Einstieg und stellt recht gekonnt zwei konträre Szenen einander gegenüber: das Erleben einer Jugendlichen, die nach einem Streit mit ihrem Freund in einem dunklen und menschenleeren Wald in einer verlassenen Hütte von einem Unbekannten gefangen genommen wird und das Gespräch von Polizisten mit einer Mutter, deren Tochter bereits vor zwei Jahren spurlos verschwand. Gleich in Folge wird eine Reihe von möglichen Verdächtigen präsentiert, die alle in Frage kommen könnten - der Freund der Mutter, der Besitzer eines verdächtigen Lieferwagens vor dem Kindergarten, ein Rentner, der eine kindefreundliche Neigung erkennen lässt. Dieser Wechsel zwischen Sicht der Angehörigen und der Polizei sowie den Opfern wird durchgehalten und erzeugt durch den ein oder anderen kühn platzierten Cliffhanger eine gewisse Grundspannung.

Allerdings schmälern zwei Makel den Leseeindruck. Zum einen stützt sich Hanna Winter bei der Entfaltung ihrer Geschichte auf jedes auch noch so platte Klischee, dessen sie habhaft werden konnte: Es werden ausgerechnet Lilien an die Eltern der vermissten Kinder geschickt - todesblumiger geht es wohl kaum. Im Bezug auf den / die mögliche/n Täter werden bewusst falsche Fährten gelegt, die aber so unausgegoren und durchsichtig sind, dass sie wie lieblos ins Buch geworfen wirken. Man bekommt den Eindruck, Winter hätte streng nach Liste geschrieben: Verdächtigen vorstellen, Verdächtigen etwas Merkwürdiges" tun oder sagen lassen, Verdächtigenpool auf dem Lesezenit aufmarschieren lassen, Pool wieder leeren und einen Verdächtigen nach dem anderen wieder wegstreichen, bis nur noch eine Person übrig bleibt. Klar, dass diese Struktur in der Regel so häufig in einem Buch zu finden ist - die grundlegenden Wege, Spannung zu erzeugen, sind nun mal begrenzt - aber diesem Roman nimmt das klassische Katz- und Mausspiel viel von der Ernsthaftigkeit und Betroffenheit, die das Thema eigentlich vermitteln sollte. Weitere Klischee-Lesekiller: eine Liebesgeschichte, so trivial, dass sie nur schwer zu verdauen ist und ein Ende, das den anfänglich nicht negativen Leseeindruck ins Gegenteil verkehrt.

Der zweite Mangel der durchaus unterhaltsam zu lesenden Geschichte ist der Hauch von Unglaubwürdigkeit, der den Roman durchzieht, ihm sogar teilweise den Eindruck abstoßender Distanz verleiht: Die handelnden Personen werden in all ihren Facetten, Regungen, Gefühlen und Handlungen abgefrühstückt wie ein Fast-Food-Menü. Die Gefühle, die ein Elternteil empfindet, nachdem sein Kind spurlos verschwunden ist, werden nicht annähernd nachvollziehbar geschildert - zu viel Tamtam auf dem Plateau der Pauschalannahmen. Weder kommt Mitleid, noch Schrecken, noch Betroffenheit auf - nichts von dem kann die Autorin, obgleich eifrig bemüht, mit ihren Schilderungen beim Leser hervorrufen. Das Gleiche gilt sowohl für den ermittelnden Polizisten mit seinem ganz eigenen Trauma als auch für die nach der aufgedeckten Täterschaft dargelegten Beweggründe für die Verbrechen. In Windeseile wird die Erklärung für die Tat hingeworfen, offensichtlich ohne jemals mit einem einzigen Kindesentführer oder Kriminalbeamten auch nur gesprochen zu haben. Das Gefühl: die Autorin zimmert sich eine Geschichte aus eigenen Vorstellungen, so in etwa könnte der oder die in einer solchen Situation empfinden". Dieser Eindruck wird noch dadurch verstärkt, dass sie sich auch sprachlich einer ziemlich abgenutzten Form bedient - ausgediente Metaphern werden halbherzig wiederbelebt, sie sind auch so ziemlich die einzigen literarischen Stilmittel, die Verwendung fanden. Ausgelutschtes wird wieder aus der Mottenkiste des literarischen Plunders gekramt, kann sein altes Kleid aber nicht wirklich verbergen.

Der Roman könnte durchaus als passables Unterhaltungsstück dienen - er liest sich wirklich recht angenehm. Aber - und das ist das Prekäre daran - das Thema selbst ist für bloße Unterhaltung einfach zu schwer. So fehlt dem Buch leider die Stoßkraft eines Dramas, es ist aber auch nicht der Thriller, der es gern sein möchte. Schon gar nicht eignet es sich für Leserinnen und Leser, die solide Recherchen schätzen und sich gern auf etwas mehr stürzen, als bloße Handlung in schnellen Szenefolgen. Die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele von Menschen, die sich an Kindern vergreifen, werden als schnell abgehaktes Spektakel inszeniert, die Emotionen von Müttern und Vätern, denen ein Kind genommen wird, verharren an der Oberfläche. Das Fazit: schlecht gewähltes Thema, vor allem für einen Erstling, angenehme Schreibe mit eher geringem Anspruch, ein simpel gestricktes Werk, das sicherlich auch Anhänger finden wird. Denn wer sich mit dem fehlenden Tiefgang anfreunden kann, wird sich durchaus für den Roman begeistern. Leserinnen und Leser, die komplizierte Seelenkämpfe lieber leicht verpackt genießen wollen, werden es sicherlich mögen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Stets bemüht..., 20. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Die Spur der Kinder (Taschenbuch)
...ist Note 6.
Selten habe ich solch ein schlechtes Buch gelesen. Ich kann mich allen Rezensenten nur anschließen, die nur einen Stern vergeben haben. Die Geschichte hätte eventuell spannend sein können, ist aber nur abgedroschen und oberflächlich. Sämtliche Charaktere werden nur kurz "angekratzt" beschrieben, alle sich durch "zufällig" ergebenes Kennenlernen gebildete Beziehungen sind voraussehbar und abgedroschen. Dass am Ende des Buches 2 Personen sterben, wird kurz abgetan und dann ist das Buch auch schon vorbei. Dieses kurze Abtun sämtlicher Begebenheiten, gerade im Falle der verschwundenen Kinder, lässt überhaupt keine Spannung, geschweige denn Interesse am weiteren Ausgang aufkommen.
Warum das Buch einen Sticker auf dem Cover mit "VOX Top Thriller" bekommen hat, ist mir ebenso ein Rätsel, wie diesem Werk überhaupt die Bezeichnung Thriller zu geben.
Mir zeigt es einmal mehr, dass man keine Thriller oder Krimis deutscher Autoren lesen sollte, alle die ich je gelesen habe, waren eine ähnliche Enttäuschung wie das Buch von Hanna Winter.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Klischees, soweit das Auge sieht, 6. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Spur der Kinder (Taschenbuch)
Aufgrund der positiven Rezensionen und des vielversprechenden Klappentextes habe ich mich sehr auf "Die Spur der Kinder" gefreut.

Leider hielt die (Vor-)Freude nicht lange an: Das Buch wirkt so konstruiert, als hätte man eine Liste abgearbeitet.

Was braucht man für einen Thriller? Man nehme:
- ein Verbrechen
- einen traumatisierten Kommissar
- eine Partnerin des Kommissars, die vom Ehrgeiz zerfressen ist
- eine Affäre
- eine Prise Sex
- 5.184 falsche Fährten
- ein paar Leichen
- ein paar dunkle Geheimnisse
- einen auf eigene Faust ermittelnden Zivilisten
- Kommissar Zufall
- und eine "überraschende" Auflösung

Insofern ist alles in diesem Buch enthalten ;-)

Das Buch wirkt schon fast komisch, so überzogen ist es in meinen Augen. Da das Buch sehr groß geschrieben ist, kann man es sehr schnell durchlesen. Spannung kam für mich zu keinem Zeitpunkt auf. Die Charaktere wirken unauthentisch und oberflächlich . Eine mögliche Lösung kam mir bereits sehr früh in den Sinn, die sich dann auch als richtig herausstellte. Das Verbleiben von Sophie ist einfach nur hanebüchen. Leider ist der Thriller desöfteren auch unlogisch, was jedoch wieder mit "zufälligen Zufällen" wettgemacht wird.
Meine Lieblingsstelle: Die Auflösung (keine Angst, ich spoilere nicht): "Jetzt können Sie es doch sagen!" und zack - packt der Mörder / die Mörderin aus ;-)

Daher vergebe ich leider nur einen Stern!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr gut, 29. August 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Spur der Kinder (Kindle Edition)
Auch dieses Buch hat mir sehr gut gefallen.Einwandfrei geschrieben,spannend und fesselnd.
Deswegen fünf Sterne.Ich würde es jedem weiterempfehlen..
Schönen Abend noch
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannende angelegenheit, 13. März 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Spur der Kinder (Kindle Edition)
Zwar etwas vorhersehbar aber doch gut zu lesen und recht spannend. Lediglich das Ende der Story fand ich etwas kurz geraten und die Hintergründe für die taten waren etwas nebulös.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen tolles buch, viel handlung - deshalb nicht langweilig, 16. Februar 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Spur der Kinder (Taschenbuch)
wenn ich 5 sterne vergebe dann muß das buch spitzenmäßig sein , und das ist es auch !!!
kann ich nur empfehlen, mach die glotze aus und fang an zu lesen, 10 mal besser als jeder krimi im fernsehen
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Die Spur der Kinder
Die Spur der Kinder von Hanna Winter
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