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Kundenrezensionen

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am 19. Juli 2004
Als mir dieses Buch das erste Mal empfohlen wurde, dachte ich noch: "Schon wieder eine Empfehlung für einen Krimi aus dem hohen Norden, die können doch nicht alle gut sein." Weit gefehlt. Kannte ich früher vor allem Mankell und Nesser so finde ich inzwischen an den weniger bekannten Autoren (z.B. Indridadson oder eben auch Nesboe) noch deutlich mehr gefallen.
Der Protagonist von Nesboe ist ein alkoholkranker Mitdreißiger bei der Osloer Polizei. Sein Name ist Harry Hole und er arbeitet bei der Abteilung für Gewaltverbrechen. Als er bei einem Besuch des amerikanischen Präsidenten einen Secret Service Mann niederschießt wird er schnell von seiner Position wegbefördert und findet sich plötzlich im polizeilichen Überwachungsdienst. Hier wird er mit einem Bericht über ein Märklin-Gewehr konfrontiert. Eine der beliebtesten Attentatswaffen überhaupt. Die Hintergrundgeschichte bilden einige Norweger die sich freiwillig im zweiten Weltkrieg zur deutschen Wehrmacht gemeldet hatten. Die Geschichte ist bis zur letzten Seite spannend und äußerst eindrucksvoll geschrieben.
Der Erzählstil ist recht außergewöhnlich dennoch aber immer sehr angenehm. Besonders beeindruckt hat mich, wie gut es dem Autor gelingt, die Erzählperspektiven und vor allem die Erzähltechniken zu wechseln, ohne dabei jemals das Gefühl eines Stilbruches zu hinterlassen. Dass dabei natürlich der Erzählfluss nicht unterbrochen wird, braucht bei so viel Lob eigentlich nicht extra erwähnt werden. Der Plot ist hervorragend; Nesboe springt viel zwischen den Zeiten hin und her, das Buch bleibt aber dennoch immer gut lesbar. Sprachlich kann man das Buch eigentlich nur loben, da es sich von der Masse abhebt. Natürlich kann sich Nesboe nicht mit sprachlichen Großmeistern wie z.B. Umberto Eco messen, für einen wundervollen Leseeindruck reicht es aber alle mal. Dieses Buch kann man nur uneingeschränkt empfehlen.
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am 2. März 2008
Die Bücher von Jo Nesbø sind ja schon eine Klasse für sich. Dieser Kriminalroman ist aber wirklich perfekt gelungen.

Anfangs musste ich mich erst damit anfreunden, dass Nesbø zwei Geschichten parallel erzählt - die aktuelle im heutigen Oslo und die historische der Zeit aus dem 2. Weltkrieg.

Das Buch gewinnt jedoch dadurch immer mehr an Fahrt, denn Stück für Stück nähert sich der Leser den einzelnen Figuren die vom Autor wurderbar tiefgründig und interessant geschildert werden.

Bis zum Ende ist nicht klar, wer hier sein Unwesen treibt und wir fiebern mit dem perfekt gezeichneten Hauptdarsteller Harry Hole Zug um Zug der Lösung entgegen.

Als Krimi kommt das Buch ohne reißerische und grausame Details aus. Es lebt vielmehr und einzigartig davon, dass die Geschichte vielschichtig und einfühlsam erzählt ist ohne an irgendeiner Stelle ins Banale zu kommen.

Wer sich also von Jo Nesbø und seinem Protagonisten Harry Hole entführen lassen will, sucht sich ein gemütliches Plätzchen und genießt den Roman bis zur letzen Seite - und klickt danach sicherlich bei Amazon sein nächtes Buch zum Kauf an!
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am 3. Juli 2010
"Rotkehlchen" ist mein drittes Buch von Jo Nesbo und meine Begeisterung für diesen Autor und seine Stories um den Ermittler Harry Hole nimmt von Buch zu Buch zu. Auch diese Geschichte hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Wieder großartig fand ich die Hauptfigur Harry Hole, er macht diese Krimireihe echt besonders.
Die Story wird in zwei Zeitebenen erzählt - im Jetzt und in Rückblenden in die Zeit des zweiten Weltkrieges. Der Autor versteht es gekonnt, zwischen den Erzählperspektiven zu wechseln ohne anstrengend oder verwirrend zu sein. Er verbindet die Handlungen beider Ebenen geschickt miteinander und hält die Geschichte bis zum Schluss spannend.
Interessant fand ich auch die Entwicklung um Tom Waaler, bin gespannt ob und wie das in den nächsten Büchern weitergeht.

Mit "Rotkehlchen" ist Jo Nesbo wieder ein überzeugender und sehr spannender Krimi gelungen. Wieder eine absolute Leseempfehlung von mir.
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am 11. Februar 2009
Der dritte Teil meiner geliebten Harry Hole Reihe.

Anfänglich war ich etwas verwirrt über den Schreibstil des Autors, oder bessergesagt, über den "Zeitwandel" der Kapitel, doch nach einigen Kapiteln, und einigen Malen zurückblättern (...den Namen hab ich doch schon wo gelesen...) war der Lesefluss komplett hergestellt.

Der Autor behandelt hier eine Thematik die alt und neu, Vergangenheit und Gegenwart stark miteinander verbindet.

In diesem Krimi ist einfach nichts so wie es schein und Jo Nesbo hat es wieder hervorragen geschafft, den Leser auf falsche Fährten zu bringen und somit die Spannung bis beinahe zum Schluss aufrecht zu erhalten.

Aber, auch wenn viele behaupten, man könnte die Hole-Reihe in einer beliebigen Reihenfolge lesen, so sei gesagt, die aufeinander Folgenen Krimis greifen immer wieder auf vorhergegangene Folgen zurück.

Übrigens, wer die Bücher sehr genau liest,
wird hin und wieder auf die "Titelfiguren", in diesem Fall das Rotkehlchen, stoßen.
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am 27. Juni 2011
Wenn Bücher in China gescannt, dort per OCR digitalisiert und dann einmal durch den Spellchecker gejagt werden, dann ist das Ergebnis wie hier.
Beispiele: Namensvarianten eines Polizisten, der norwegisch wohl MØller heißt: Möller, Mo11er (2 Einser statt 2x kleinem "L"), Moeller,
Oder die Schwester, wird mal See, mal SØs genannt. Erleichtert die Lektüre anfangs nicht wirklich.

Die Geschichte ist manchmal spannend, wirkt immer wieder konstruiert, immer wieder bemüht, und die häufig ähnlichen Namen machen es nicht einfach.
Für die Story würde ich noch 3 Sterne geben, aber wegen des eBook-Gemurkses nur 2 Sterne.

Den Hurra-Rezensionen traue ich nicht mehr.
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am 5. Oktober 2009
Bevor ich zu "Rotkehlchen" griff hatte ich bereits "Der Fledermausmann" und "Kakerlaken" vom gleichen Autor gelesen. Ein Arbeitskollege meinte, ich solle sie in der Reihenfolge des Erscheinens lesen und darauf gefasst sein, dass sie von mal zu mal besser würden. Bisher kann ich das bestätigen: "Der Fledermausmann" ist ein netter, phasenweise etwas kompliziert geratener Krimi - gut lesbar, nichts bedeutendes. "Kakerlaken" ist ähnlich, nur etwas besser. Oder die Gewöhnung an den Stil.

"Rotkehlchen" hingegen ist aus meiner Sicht nicht nur ein guter Krimi, sondern richtig gute Literatur. Sicher ist Nesbö bei Gott nicht der Erste, der die psychischen Auswirkungen von Soldaten aus dem 2. Weltkrieg zu ergründen versucht. Dennoch sind aus meiner Sicht die verschiedenen zeitlichen Ebenen so intelligent miteinander verwoben, dass sowohl das Nachdenken über das Historische als auch die Spannung hinsichtlich des Kriminalhandlung über das gesamte Buch erhalten bleiben. Über den Schluss mag man denken, was man will. Ich finde ihn nicht wirklich originell, aber er rundet die Geschichte gut ab.

Für jeden Krimifreund absolut zu empfehlen.
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am 21. März 2011
Die Romane von Nesbo vereinen eine ganze Menge Eigenschaften auf sich, die sie fuer mich wirklich lesenswert machen. So auch im Roman "Rotkehlchen", der meiner Meinung nicht ganz an die Erfolge seiner beiden Vorgaenger heranreicht, aber immer noch als ueberdurchschnittlicher Kriminalroman angesehen werden kann. Da sind die wenig konformen Charaktere der Hauptpersonen, allen voran Harry Hole, ein Alkoholiker mit einer ueberdurchschnittlichen Aufklaerungsrate und kriminalistischen Logik, gepaart mit sozialer Kompetenz. Eine Handlung, die vordergruendig ein Kriminalroman ist, der darueberhinaus Informationen und Detailwissen ueber die norwegische Geschichte zu vermitteln weiss. Ein Erzaehlstil, der weit veraestelt verschiedene Perspektiven aus unterschiedlichen Zeitepochen zu vereinen weiss und dem Leser alle Konzentration abverlangt. "Boesewichte", deren Handlungen und Motive dem Leser nachvollziehbar, aber dennoch in ihrer Gesamtheit nicht erklaerbar scheinen. Spannung, die bis zur letzten Seite aufrecht erhalten wird und in der logisch erscheinenden Aufklaerung des Falles ihren Hoehepunkt erfaehrt. Einen Nesbo zu lesen ist ein reines Vergnuegen fast ohne Abstriche. Die Ausbalancierung der Handlung und detailgerechte Beschreibung der Charaktere sind in diesem Genre keineswegs selbstverstaendlich. Fuer Nesbo schon. Daher: Kaufen und Lesen.
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am 26. Juli 2007
Jo Nesboe schreibt und erzählt so packend und dabei sprachlich so gewandt - ich habe seine Bücher verschlungen. Außerdem mag ich parallele Handlungsstränge in unterschiedlichen Zeiten, die Nesboe sehr interessant miteinander verknüpft. Bin zufällig über den Norweger gestolpert und bin sehr glücklich darüber.
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VINE-PRODUKTTESTERam 15. August 2012
Rotkehlchen ist ein sehr spannender Krimi. Dennoch ist das Buch aufgrund seiner Geschehnisse aus dem zweiten Weltkrieg zuerst teilweise schwer zu lesen. Ich habe einige Zeit gebraucht, um in die Geschichte reinzukommen. Da die Handlungsstränge überaus komplex verwoben sind, habe ich zunächst befürchtet, den Faden zu verlieren. Jedoch sind diese Stränge, nachdem sie eine Weile parallel zueinander laufen, mit vielen originellen Ideen sehr geschickt miteinander verknüpft. Die Umsetzung der Grundidee ist dem Autor sehr gut gelungen und die Verknüpfung von Gegenwart und Vergangenheit ist sehr gut dargestellt.

Durch die detaillierte Beschreibung der Charaktere kann man sich bald ein genaues Bild von den Protas machen. Kommissar Harry Hole ist auf seine Art ein Sonderling, jedoch ein sympathischer Protagonist. In Anbetracht der heftigen Erlebnissen in Bangkok und Sydney, die seine ersten Fälle betreffen, ist er anfangs noch sehr labil. Er sucht Vergessen in seiner Arbeit, aber leider auch im Alkohol.
Auch der alte Mann, der hier eine wichtige Rolle spielt, ist manchmal unheimlich und grausam dargestellt. Trotzdem hat man Mitleid mit ihm.

Die Handlung ist sehr spannend. Sie zeichnet sich dadurch aus, dass man zwar viele Informationen bekommt, aber man dem Täter nicht auf die Schliche kommt.

Das Buch ist voller Rätsel und Andeutungen. Die Stärke des Buches liegt in einer gut durchdachten Studie der menschlichen Seele. Der Autor beschreibt auf eine eindringliche Weise menschliche Regungen und Schwächen und er hebt die Auflösung aller Gedanken für den Schluss auf. Stück für Stück lässt er dann die Hintergründe und deren Zusammenhänge durch logische Schlussfolgerungen erkennen, und es kommt durch winzige Hinweise des Kommissars und seines Psychologen zum großen Finale.

Ein gutes Buch, das 4 Sterne verdient.
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am 5. Dezember 2013
Ich frage mich, ob nur Praktikanten mit der Texterfassung der E-Books beauftragt werden. Die redaktionelle Arbeit ist ein Jammer. Sehr ärgerlich.
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