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am 20. Oktober 2011
Die klassische "Liebeshandlung" wie in den von Madeline so heiß geliebten englischen Romanen des 19. Jahrhunderts, scheint es in der heutigen Literatur, ja im heutigen Leben, nicht mehr zu geben. Was tut Eugenides? Er erzählt genau das, die Geschichte der jungen Literaturstudentin Madeline, die - ganz verkürzt ausgedrückt- zwischen zwei Verehrern, Mitchell und Leonard, zu wählen hat. Schauplatz ist ein mittelprächtiges amerikanisches College in den 1980er Jahren. Madeline wirkt zunächst recht oberflächlich, untentschlossen, verwöhnt und naiv, wird aber im Verlauf des Romans unter dem Eindruck ihres Studiums, den Irrläufen der Gefühle, feministischem Zeitgeist und der Lektüre französischer Dekonstruktivisten noch reifen. Mitchell ist ein eher unauffälliger Typ, jedoch offenbar ziemlich begabt, sensibel, und spirituell auf der Suche. Leonard kommt aus einem schwierigen Elternhaus und ist psychisch krank, fasziniert aber als "womanizer" und brillianter Unterhalter, mit klugen, oft auch altklugen Gedanken sein Umfeld. Das ist die gegebene Konstellation. Von hier aus entwickelt Eugenides seine Charaktere, manövriert sie durch wichtige Jahre, in die er sich offenbar besonders gut hineinversetzen kann (wie schon bei "Middlesex"): Jahre, in denen man die Macht und Faszination des Wissens entdeckt, sich aus dem schulischen Wissenskanon emanzipiert und seine eigenen Interessensgebiete erforscht. Jahre der Selbstfindung, der gesunden kritischen Distanzierung vom Elternhaus, der sexuellen Identitätsfindung, der Suche nach dem Lebenssinn usw. Am Ende dieser jugendlichen Selbsterforschung steht Madelines Entscheidung - welche, wird hier natürlich nicht verraten.

Eugenides outet sich mit der "Liebeshandlung" endgültig als Nostalgiker: Er schwelgt. In den 1980er Jahren, in seiner eigenen Studienzeit, seinen eigenen Jugend- und Reisejahren - in einem Interview hat er "bekannt", sich am stärksten mit Mitchell identifizieren zu können; auch er ist durch Indien gereist, auch er hat im Stift von Mutter Teresa Freiwilligenarbeit geleistet -; und er bemüht sich, ein bedrohtes literarisches Motiv wiederzubeleben. Das ist alles sympathisch, flüssig geschrieben und fesselnd: Auch die Leser werden sich gern durch dieses Milieu jugendlicher Leidenschaft bewegen.

Und trotzdem kam mir beim Lesen immer wieder der Gedanke: Das ist trivial! Nach "Middlesex" hatte ich so viel mehr erwartet. Natürlich hat da schon allein das "exotische" Thema Hermaphroditismus fasziniert, aber es war auch gut unterfüttert, mit der genetischen Geschichte Calliopes, der Vernichtung der Stadt Smyrna, dem griechischen Erbe der Familie, der Geschichte Detroits, und und und.... All diese Handlungsfäden wurden am Ende aufgenommen und hatten Bedeutung für Calliopes Geschichte. Anders in der "Liebeshandlung":

Alles, womit Eugenides hier "Fleisch bei die Fische bekommt", wirkt aufgesetzt. Weder Madelines Semiotikseminar, noch Mitchells religiöse Studien, Leonards Genexperimente mit Hefe oder aber die Analyse seiner Krankheit werden ausreichend in die Entwicklungsgeschichte der drei Protagonisten eingeflochten. Diese Themen haben zwar eine offensichtliche, oberflächliche Symbolik, aber Eugenides macht sie nicht wirklich zu seinen Themen bzw. zu denen seiner Figuren. Klar, dem Leser soll auch noch Raum zur eigenen Interpretation bleiben, mich hat das aber nicht überzeugt. Auch die nicht-lineare Erzählweise - Eugenides springt in regelmäßigen Abständen ein paar Schritte nach vorn, um dann anschließend die Handlung von hinten aufzurollen - wirkte auf mich sehr mechanisch und diente weder der Handlung noch den Figuren. Und dann der Schluss! Spätestens im letzten Drittel ist Madelines Entscheidung vorauszusehen. Die Wendung, die Eugenides noch auf den letzten Seiten hineinbringt, ist aus der vorangegangenen Figurenzeichnung heraus überhaupt nicht schlüssig. Das hätte XY nie getan! Da kommt plötzlich ein Edelmut ins Spiel, den es seit Jane Austen wohl tatsächlich nicht mehr gibt.
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"One of the nice things about being twenty-two, or about being Madeleine Hanna, was that three weeks of romantic anguish, followed by a night of epic drinking, didn't do much visible damage" (8f.). Hoffnungslos romantisch, fasziniert von dem ewigen Auf und Ab in den Romanen Austens, der Brontes, Elliots oder Dickens; das ist die Literaturstudentin Madeleine Hanna, die sich zu Beginn der achtziger Jahre ihrem eigenen "Marriage Plot" ausgesetzt sieht. Auf der einen Seite der genialisch veranlagte, manisch depressive Leonard Bankhead, auf der anderen Seite der sinnsuchende Student der Religionen Mitchell Grammaticus (!!), der in Madeleine die Perfektion des Weiblichen an sich verkörpert sieht. Diese Dreierkonstellation bildet die Grundlage von Jeffrey Eugenides lange erwarteten neuen Roman.

Und was auch leicht zu einer klischeeüberladenen kitschigen Verkuppelungsromanze hätte verkommen können, gerät bei Eugenides zu einem witzigen, intelligenten, anspielungsreichen und sprachlich hervorragenden page-turner, bei dem sich die deutsche Leserschaft wieder einmal fragt, warum wir eigentlich keine begnadeten Geschichtenerzähler mehr hervorbringen, sondern dieses Feld schon seit Jahrzehnten der anglo-amerikanischen Literatur überlassen. "The Marriage Plot" ist zum einen eine herrliche campus novel, die mit viel Witz und einem Hauch Nostalgie das Klima an den amerikanischen Universitäten in den achtziger Jahren, hier am Beispiel der Brown University, einfängt. Zu den absoluten Höhepunkten gehören die Passagen, in denen der Roman mit ein bisschen Wehmut und ein bisschen Spot den Einfluss der französischen Poststrukturalisten und Dekonstruktivisten rund um Barthes, Loytard oder Derrida darstellt und auf die Schippe nimmt: "College wasn't like the real world", muss Madeleine feststellen. "In the real world people dropped names based on their renown. In college, people dropped names based on their obscurity" (29). Zum anderen gelingt es Eugenides, durch wechselnde Erzählperspektiven, das Innenleben seiner drei Charaktere überzeugend und mitreißend darzustellen. Hierbei gehören vor allem die unterschiedlichen Wahrnehmungen der manisch-depressiven Schübe Leonards zu den absoluten Highlights.

"The Marriage Plot" hat überwiegend positive (ernstzunehmende) Kritiken erhalten. Trotzdem ließ so mancher Rezensent durchblicken, dass Euginedes ersten beiden Romane höher einzuschätzen seien. Richtig ist, dass "The Marriage Plot" nicht das Tragische und die symbolische Aura des Untergangs von The Virgin Suicides besitzt. Richtig ist auch, dass Middlesex sicherlich epischere Ausmaße aufweist und dabei drei Generationen und fast ein gesamtes Jahrhundert amerikanischer Geschichte umfasst. Doch sollte man sich von dem Witz und der überwiegend heiter-leichten Atmosphäre nicht täuschen lassen: "The Marriage Plot" steht ohne Zweifel in einer Reihe und auf derselben Stufe wie Eugenides anderen beiden Romane.
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am 12. Januar 2012
Middlesex is one of my favourite novels, so I've been waiting ages for a new Eugenides to come out. While the Marriage Plot is certainly highly readable, well-crafted, intelligent and charming, it just doesn't quite live up to his last book. Let's face it - the subject just isn't as interesting. It is still good, I've just not been forcing all my friends to read it like I did with the last one.
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Mein erster Eugenides-Roman. Die beiden früheren wurden im Lesekreis vorgestellt und kamen mir damals etwas zu reißerisch daher, habe sie darum nicht gelesen. Bei der Lektüre dieses Romans habe ich wie so oft festgestellt, dass ich mich von Vorurteilen leiten lasse. The Marriage Plot hat mir sehr gut gefallen, es ist ein sehr engagiert konstruierter intellektueller Roman, der sich zwischen den Polen des klassischen viktorianischen Liebesromans und des Dekonstruktivismus (Roland Barthes Fragmente einer Sprache der Liebe) bewegt. Mich hat auch sehr die detailgenaue Darstellung von Leonard Bankhead interessiert, der manisch-depressiv ist und sich mit einem Leben als psychisch Kranker auseinandersetzen muß. Einige Beobachtungen und Formulierungen sind so treffgenau, dass ich mir kaum vorstellen konnte, dass sich Eugenides das Wissen um diese Krankheit "nur" angelesen hat.
Auch die Autorenlesung in Hamburg hat mich beeindruckt. Im gescheiten Plauderton sprach Eugenides über sein Buch und die Protagonisten.
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am 26. Juni 2013
tolle Story, toll geschrieben!!! Auf Englisch schon recht anspruchsvoll, nichts für Anfänger.

Entgegen der romantischen Vorstellung von Madeleine verläuft ihre Liebesgeschichte ganz anders als in den von ihr so geliebten Romanen des 19. Jahrunderts. Sie verliebt sich zwar in Leonard, die beiden kommen auch zusammen, haben aber eine schwierige Beziehung, da er psychisch krank ist. Die Krankheit bestimmt ihren Alltag und verhindert, dass die beiden eine ganz normal junge Liebe leben können.

Jeffrey Eugenides beschreibt die Höhen und Tiefen einer Depression sehr authentisch und eindrucksvoll. Man leidet als Leser mit Madeleine.

Einen Stern Abzug gibt es allerdings für die sehr unhandliche Größe des Buches...
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am 16. Juni 2014
Mich hat besonders die Persönlichkeit und die Handlung um Mitchell überzeugt. Er ist einer der drei Protagonisten dieses Romans um eine Dreiecksbeziehung junger College-Absolventen. In die Figur des Mitchell hat der Autor offenbar viele eigene Lebenserfahrungen einfließen lassen. Auf mich wirkt dieser Charakter deshalb besonders lebendig. Ich werden den Roman jetzt einer jungen Uni-Absolventin schenken und bin gespannt, wie sie ihn findet.
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am 29. August 2013
If you've read Middlesex and the Virgin suicides, well this may not live up to your expectations. But it's still a pleasant book to read.
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am 25. August 2012
"The Marriage Plot" handelt in seiner Haupthandlung vom Jahr der drei College-Absolventen Madeleine, Leonhard und Mitchell nach deren Abschluss. Madeleine und Leonhard ziehen zusammen. Leonhard ist jedoch manisch depressiv, und die Krankheit wird zur Belastung ihrer Beziehung. Zur gleichen Zeit reist Mitchell mit dem Rucksack durch die Welt. Er liebt Madeleine und hält sie und ihn für einander bestimmt. Auf seiner Reise beschäftigt er sich mit religiösen und philosophischen Fragen über sich, das Leben und die Welt. Die Charaktere werden erwachsen und erkennen immer mehr, was und mit wem sie ihr Leben leben möchten.

Die Figuren sind auffallend gut geschrieben. Das Buch ist gut zu lesen, an einigen Stellen durchaus auch sehr lustig. Es geht um Beziehungen. An wenigen Stellen könnte die Handlung durchaus etwas mehr Tempo aufnehmen.
Die Sprache ist auf einem gewissen Niveau, für wenig-geübte Englisch-Leser ist somit die deutsche Ausgabe zu empfehlen.

Insgesamt ein schöner Roman über die schönen wie auch traurigen Seiten von Liebesbeziehungen junger Leute.
Wer Jonathan Franzen mag, wird auch diesen Roman gerne lesen, auch wenn Eugenides meiner Meinung nach nicht ganz an Franzens Glanzleistungen herankommt.
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am 10. April 2015
This novel has a fabulous group of characters and I could not wait to find out the destinies of each and every one. Incredibly well written, I could not put it down and am now sad that the journey has ended.
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am 21. Januar 2013
It's really shocking to me that this book was even published. Of course, the reason is that Eugenides has written good, popular books in the past. And with all of the publicity (undeserved) that this has gotten, I'm sure it has sold well, too. Only someone doing a PhD in English could possibly understand all of the literary references in this book. Brilliant writers don't write books that only a few can understand. The plot line is actually quite good - a skilled writer would have made it accessible to more than a select few.
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