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Kundenrezensionen

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am 6. Oktober 2012
Diese Sammlung ist in der Weimarer Republik erschienen, woraufhin man eigentlich eine demokratische Fundierung erwarten hätte können. Aber die Sammlung zeigt schon einige der Probleme der Weimarer Republik auf. Was sich hier als „Gedichte für höhere Schulen“ ausweist, ist teilweise für Schüler absolut ungeeignet. Wenn man ehrlich ist, nicht nur für diese.
Übel stoßen vor allem die militaristischen Gedichte auf, die insbesondere im ersten Drittel der Kollektion konzentriert sind.
"So wahr ein Gott lebt, nicht umsonst gefallen / Seid ihr im Kampf, beseelt von Heldenmut." (Boehnke)
Viel Hurrapatriotisches aus dem Franzosenkampf, insbesondere von Körner: "Ahnungsgrauend, todesmutig / Bricht der graue Morgen an / Und die Sonne, kalt und blutig / Leuchtet unsrer blutgen Bahn."
Die Lieder aus der Schlacht lesen sich häufig, als würden dem Dichter die Kugeln gerade um die Ohren fliegen.
Der Band weist eine Vielzahl lyrisch unbedeutende und verharmlosende Militär- und Heldensagen und üble Schlachtgesänge auf ("Die lieben Waffen glänzen / so hell im Morgenrot / Man träumt von Siegeskränzen / Man denkt auch an den Tod"), und nur wenig Nachdenkliches wie das Gedicht mit den drei im Krieg gefallenen Söhnen von Stieler. Immerhin aber darf auch Gerrit Engelke sein großes Antikriegsgedicht beisteuern, und die Zurückgebliebenen und Opfer des Kriegs werden, das muss man fairer Weise sagen, nicht ganz vernachlässigt.

In diesem ersten Teil insbesondere haben sich auch zweit- und drittklassige Hervorbringungen eingeschlichen. Diese werfen einen merkwürdigen Blick auf das Lyrik- und Literaturverständnis der Weimarer Republik.
Dazu kommt pathetischer Lyrikmüll wie der des Grafen Stolberg, einem Klopstock-Imitator, und die nervenden Heldensagen von Uhland oder Gerok.
Außerdem ist diese Sammlung im ersten Drittel ein wenig einseitig geraten. Zu diesem Zeitpunkt (und teils auch später) kein Dörmann, kein Heym, Trakl, von Saar, kein Ball, keine Expressionisten. Statt dessen das Heinzelmännchen-Gedicht von Kopisch. Was das wohl für höhere Schulen bedeutet?
Die demokratische Dichterschaft wird bis dahin weitgehend ausgespart: kein Herwegh, Freiligrath, kein bissiger Heine oder von Fallersleben. Das ist einer demokratischen Gesellschaft unwürdig.
Frauen sind gleich ganz weggelassen. Hier hätte ja man zumindest mal ein paar der bedeutenden Dichterinnen des 19. Jahrhunderts nennen können. Aber die waren dem Herausgeber wohl zu progressiv.
Auffällig hier auch: Keine Gedichte gegen Krieg, Fürstenherrschaft, Elend, Liebe, nur in stilisierter Form. Die klassische romantische Liebe-Tod-Kopplung, die so abtörnt, nichts von Begierde oder tiefergehender Psychologie.
Kurz und gut: nach dem ersten Drittel war ich versucht, diesen Band zu löschen. Das aber wäre dann doch ein Fehler gewesen.
Erst nach den ersten 30 Prozent nimmt diese Sammlung Fahrt auf. Da gibt es dann werthaltige Sinnsprüche der verschiedensten Dichter en masse (insbesondere tun sich hervor die altbekannten Goethe, Rückert und Schiller).
Ein paar Beispiele:
"Gesell dich einem Bessren zu / Dass mit ihm die besten Kräfte ringen / Wer selbst nicht weiter ist als Du / Der kann dich auch nicht weiter bringen"
"Und wenn der Freund dich kränkt / verzeih's ihm und versteh / Es ist ihm selbst nicht wohl dabei / Sonst tät er dir nicht weh" (Rückert)
"Feiger Gedanken / Bängliches Schwanken / Weibisches Zagen / Ängstliches Klagen / Wendet kein Elend / Macht dich nicht frei.
Allen Gewalten / zum Trutz sich erhalten / Nimmer sich beugen / Kräftig sich zeigen / Rufet die Arme der Götter herbei.“
Darüber hinaus gibt es auch konzeptionelle Werke zu lesen wie Geibels beeindruckene Anleitung zum Dramenschreiben in Gedichtform.
Voss liefert eine eindringliche Choreografie eines 70. Geburtstags im 18. Jahrhundert, wenngleich in bekannt verzopfter Sprache, Lingg sein großartiges "Gegenmächte":
"Wer kühn empor des Lebens Höhen schreitet / Auf Jeden lauert endlich ein Bezwinger /Der klarste Geist, der Wahrheit treuster Jünger / Dringt vorwärts, rastlos, bis er wankt und gleitet ...
Und gab's ein Volk, das, wenn es sich befreite / Nachdem es kaum den Freiheitsrausch gekostet /
Den Kelch, aus dem's geschöpft, nicht auch entweihte?"
Ramler übt in "Der Junker und der Bauer" Gesellschaftskritik, Mörikes "Restauration" geht den verweichlichten Lyrikern an den Kragen: "Das suesse Zeug ohne Saft und Kraft! / Es hat mir all mein Gedaerm erschlafft."
Philosophisch fundiert wird’s auch: Otto Liebmanns "Weisheit der Stoa": "Drum festigt euch! weh den Genußverwöhnten! / Stählt euch im Herzen gegen Wechselfälle / Durch heldenhaftes Tragen und Entsagen."
Allmählich prasselt die Weisheit auch auf den Leser nur so ein. Auch in Liebmanns weiteren Sonetten wie den "Gärten des Epikur": „Schmerzloses Dasein ist das Ziel des Lebens / Das höchste Gut, der Leitstern unsres Strebens / Die Güter und die Übel abzuwägen / Wähl' höhre Lust, auf niedre zu verzichten / Trag kleinen Schmerz, um größren zu vernichten / So lebst du dir und anderen zum Segen."
Chamisso, dem man das so gar nicht zugetraut hätte, widmet dem Pythagoras eine hintersinnige und intelligente Metapher, die noch in dieser Sammlung glänzt.
Fritz Reuter erhält Gelegenheit, sich als plattdeutscher Volksdichter zu beweisen. Seine Gedichte zeigen, was einen echten Volksdichter ausmacht. Selbst in Platt ist die poetische Klasse dieses Dichters präsenter als bei vielen anderen in Hochdeutsch.
Zu Recht einen großen Raum ein nimmt Rückerts "Weisheit des Brahmahnen". Diese Gedichtsammlung gehört zum Erlesensten, was die deutsche Lyrik hervorgebracht hat. Allein die "Parabel" ersetzt ganze Lyrikbände.
Ein guter Teil des Bandes ist am Ende den Würdigungen anderer Dichter durch Dichter (etwa Martin Greifs Würdigung von Oswald von Wolkenstein oder Goethes Verneigung vor Hans Sachs) und schließlich den Hervorbringen von und über Goethe gewidmet. Dieser Teil gibt dem Band einen würdigen Abschluss.
Also insgesamt eine Sammlung, die genügend Stoff für anregende Lektüre enthält, wenn man ein wenig selektiert und das erste Drittel weit gehend links liegen lässt.
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am 1. Mai 2016
Ich kannte die Echtermeyer/von Wiese-Ausgabe nur aus den sechziger Jahren von der Schule her. Diese frühere Ausgabe ist vor allem historisch interessant. Man kann stundenlang in Balladen schwelgen, die teilweise so heldisch und schwülstig sind, dass es großes Vergnügen bereitet. Und das 19. Jahrhundert stellt sich breit und befremdlich dar.
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am 21. Juni 2013
Dieser Gedichtsband gefällt mir deshalb so gut, weil er eine breite Auswahl vieler Gedichte hat. Ich wollte unbedingt noch einmal so einige Gedichte aus der Schulzeit nachlesen, in diesem Band fand ich sie und bin zufrieden!
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am 12. Oktober 2013
die Zusammenstellung hat mir gut gefallen. Ich habe dieses Produkt an Freunde bereits weiter empfohlen. Ich nutze es oft um darin zu lesen
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am 14. Februar 2014
Aus diesem Werk habe ich zu Schulzeiten viel auswendig lernen müssen.
Mein Original finde ich im Moment nicht....was sich aber noch ändern wird.
Echtermeyer ist Grundlagenliteratur.....die man einfach in seinem Bücherschrank haben muß!!!
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am 3. Dezember 2013
Ich lese sehr gerne Gedichte so für Zwischendrin. In der U-Bahn, im Wartezimmer oder wann immer ich kurz Zeit habe. Diese Sammlung hat mir sehr gut gefallen. Man stößt hierin auf altbekannte, aber auch (jedenfalls für mich) neue Gedichte.
Es hat mir Spaß gemacht das Buch zu lesen.
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am 24. April 2012
eine wundervolle gedichte sammlung mit hunderten von gedichten von goethe, schiller, heine und vielen weiteren bekannten und nicht so bekannten persönlichkeiten auf 10.941 seiten (android-kindle-app). und das auch noch kostenlos!!! ich kann es jedem empfehlen der gern (mal) gedichte liest.
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am 13. Januar 2015
Die Ausgabe scheint thematisch geordnet zu sein (zumindest in etwa nach jahreszeitlichem Inhalt). Leider ist die Autorenauswahl recht beschränkt und wiederholt sich. Dafür ist aber eine große Anzahl an Gedichten enthalten.
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am 2. Januar 2013
Alle Gedichte, die in meiner Schulzeit auf dem Plan standen und noch ein paar mehr. Gerne immer wieder gelesen und vor allem nachgelesen, wenn mir die eine oder andere Zeile nicht mehr einfällt.
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am 14. Dezember 2012
Ein abwechslungsreicher Gedichtband. Eine schöne Zwischenmahlzeit beim lesen eines grossen Buches. Macht den Kopf und den Geist wieder frei. Lockert und bringt neue Lesefreude.
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