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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein guter Western, eine Blu Ray mit einer sehr guten Bildqualität
Eine miese Verbrecherbande, eine entführter kleiner Junge und John Wayne in einer seiner typischen Rollen. Action, Spaß, Spannung, und das alles auf einer Blu Ray mit einer sehr guten Bildqualität.

Zum Inhalt: Der Wilde Westen im Jahre 1909. Unter der Führung des Ex-Soldaten John Fane (Richard Boone) überfällt eine Bande von...
Veröffentlicht am 14. Juli 2011 von S. Ewald

versus
3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Für Wayne-Fans ohnedies ein Muss
"Big Jake" ist ein John-Wayne-Western von 1971, also ziemlich spät in seiner Karriere. Er drehte danach noch sieben Filme. (Davor drehte er 162.)

Er handelt davon, wie im Jahr 1909 der jüngste Spross einer reichen Rancher-Familie im immer noch ziemlich "wilden" Westen der USA von einer Gruppe Banditen entführt wird und seine Großmutter, die...
Veröffentlicht am 9. April 2010 von Dave Evans' Nachfolger


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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein guter Western, eine Blu Ray mit einer sehr guten Bildqualität, 14. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Big Jake [Blu-ray] (Blu-ray)
Eine miese Verbrecherbande, eine entführter kleiner Junge und John Wayne in einer seiner typischen Rollen. Action, Spaß, Spannung, und das alles auf einer Blu Ray mit einer sehr guten Bildqualität.

Zum Inhalt: Der Wilde Westen im Jahre 1909. Unter der Führung des Ex-Soldaten John Fane (Richard Boone) überfällt eine Bande von Verbrechern die Farm von Jakob MacCandle. Sie töten einige Farmarbeiter, verletzen ein Mitglied der Familie schwer und entführen den kleinen Little Jake MacCandle. Martha MacCandle (Hollywood-Grande-Dame Maureen O Hara)beschließt, die Sache ihrem Mann Jakob MacCandle (John Wayne) regeln zu lassen. "Big Jake" ist ein Mann der härteren Art und macht sich zusammen mit seinen Söhnen auf, seinen Enkel zu retten. Denn "Ein Mann muss tun, was ein Mann tun muss.

Zur Kritik: "Big Jake" ist ein toller "Spätwestern", und das im wahrsten Sinne des Wortes. Nicht nur, das der Film im Jahr 1909 spielt und das Aufkommen der modernen Technik in Form von Automobilen und Motorädern auch "Big Jake" einholt, er muss sich auch in so manchen humorvoll angehauchten Szenen mit diesen Dingen auseinandersetzen. Action, ein bisschen Spaß, emotionale Momente (die erste gemeinsame Szene zwischen "dem Duke" John Wayne und der Hollywood-Grande-Dame Maureen O Hara in der Bahnhofstation war für mich ausserordentlich ergreifend!) und Spannung machen "Big Jake" zu einem Western der besonderen Güte!

Zur Blu Ray: Die Bildqualität der Blu Ray gestaltet sich sehr gut. Die Gesamtschärfe hält sich während des ganzen Filmes auf einem sehr hohen Niveau. Besonders die Gesichter der Schauspieler werden oft so scharf wiedergegeben, das es eine Freude ist. Aber auch andere Konturen werden jederzeit sehr scharf gezeigt. Die Farben werden frisch und knackig wiedergegeben. Panoramaaufnahmen und Hintergründe sind immer wieder durch eine sehr gute Detaildurchzeichnung geprägt. Filmkorn und Filmrauschen zeigen sich des öfteren, besonders in dunklen Szenen, aber so diskret, das es überhaupt nicht stört. Die Bildqualität der Blu Ray ist wirklich gelungen!! So sollte jeder Western aus dieser Zeit aussehen.

Eine klare Kaufempfehlung!!
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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassisches Entertainment, 30. August 2005
Rezension bezieht sich auf: Big Jake (DVD)
"Big Jake" mag man wohl als eine Auftragsarbeit des Drehbuch-Ehepaares Harry Julian Fink und Rita M. Fink betrachten, überwiegen in diesem Film doch die komischen Elemente (John Wayne wird verhauen und löst den Konflikt mit witziger Bemerkung). Irritierend, wenn man an Finks frühere (z.B. "Major Dundee") oder seine späteren Arbeiten (z.B. "Dirty Harry") denkt, verzichten diese doch gänzlich auf Ironie. Stattdessen machten sie durch Radikalität der Aussagen den Zuschauer eher nachdenklich und betroffen (Selbstjustiz als Reflex eines durchsetzungsschwachen Rechtsstaates; "Dirty Harry"). Doch die Kernbotschaft bleibt in allen genannten Filmen dieselbe: Die Unfähigkeit der legitimen Ordnungsmacht, Unrecht wirkungsvoll zu bekämpfen.
Hier agiert John Wayne als Patriarch, dem die Würde abhanden gekommen ist, weil er ohne trifftige Gründe jahrelang seiner Frau, seinen Kindern und seinem Hof fernblieb (erkennbare Drehbuch-Schwäche). Doch der Raub seines Enkels durch feige mordende Banditen gibt ihm Gelegenheit, seinen Respekt gegenüber Frau und Kindern wiederzugewinnen - und nach Hause ehrenvoll zurückzukehren. Dabei wird eindeutig die eigenständige, konventionelle Verbrecherverfolgung (Pferd, Gewehr, Pistolen-Kampf) als effektiver geschildert gegenüber der modernen Form mit Automobil und viel Besatzung (die Geschichte spielt 1909). Schießen doch die Banditen die Autos zu Schrott und machen damit die Ordnungsmacht handlungsunfähig. Daß der Sheriff bei dieser Wüstenjagd sein Wasser vergißt, rundet diese Unfähigkeit nur ab. Konsequenz: Vertraue nicht auf den Staat, vertraue nur dir selbst. Ein Credo, was John Wayne immer glaubhaft verkörperte und so zur Galionsfigur des konservativen Amerika werden ließ. Folgerichtig ziehen deshalb nur Wayne, seine Söhne und der beste Freund in den Kampf, den sie am Schluß auch erfolgreich bestehen. Alles andere wäre bei diesem "Familienfilm" eine Überraschung.
Doch das archaische Familienpathos mit dem überragenden Vater war 1971, als der Film in die Kinos kam, schon weitgehend überholt. Ein Umstand, dem der Film unaufdringlich, aber dafür umso menschlicher Rechnung trägt. Zudem wird der alte Haudegen Wayne mit der modernen Technik, die seine Absolutheit in Frage stellen kann, letztendlich versöhnt. Trotz langjähriger Überlebenserfahrung erleidet er eine Schußverletzung und die Treffsicherheit eines Präzisionsgewehrs mit moderner Zieloptik rettet ihm sogar noch das Leben.
Mehr ist auch nicht dazu zu sagen: Halt die alten Werte hoch, pass dich an, aber nicht verbiegen und geh heim. Genau damit endet dieser Film, mit der Äusserung, nach Hause zu gehen und einem eingefrorenen Schlußbild.
Insgesamt bleibt festzustellen: Ein unterhaltsamer Film, der sämtliche Erwartungshaltungen eines "unpolitischen" John Wayne-Films bestens erfüllt.
Angenehme 105 Minuten!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "A manŽs got to do what a manŽs got to do", 3. Dezember 2011
Von 
SAINT (South Of Heaven, West Of Hell) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Big Jake [Blu-ray] (Blu-ray)
Big Jake gehört zu meinen Favorites was das Westernbusiness betrifft. Sicher der Schwarze Falke wird er nicht den Rang ablaufen, aber er hat seinen eigenen Reiz. Vor alles das Setting gefällt mir, der den Westen zeigt, der im Sterben liegt. Motorräder, Autos und ein senierender Cowboy, der bei dem guten alter Pferd bleibt und komischerweise der Technik noch was vorraus hat ;)... Das Szenario der Entführung ist grundsolide, und errinnert an andere Western und scheint für mich Mittel zum Zweck zu sein.
Der wahre Kern zeigt sich in dem veränderten Westen, wo Zynismus und Humor nicht zu kurz kommen, ebenso Vater Sohn Spannungen. Der Gewaltgrad ist im Gegensatz zu einigen Genre Kollegen etwas höher, was sich gleich schon in der Anfangssequenz bemerkbar macht.
Die BluRay bietet ein wirklich schönes Bild, die Farben wirklich frisch und scharf. Es hat auf jeden Fall was nostalgisches, den Film zu in diesem Bild zu erleben. Der Ton ist eher Mau, aber mit der richtigen Anlage und dem passenden Fernseher zaubert der Film ein tolles Westernerlebnis auf den Bildschirm, sowohl für die Augen als auch Ohren.
Ein Wendecover ist auch enthalten, was mich sehr positiv gestimmt hat.

Best Regards
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen GOOD BUT NOT GREAT......, 12. März 2005
Rezension bezieht sich auf: Big Jake (DVD)
This film is one of the better later-day John Wayne films, though strangely violent for a Wayne film. The Duke stars Jacob MacCandles (maybe a reflection of his real life family situation) as a tough man, estranged from his wife and grown sons. Bobby Vinton gives a quickie performance as Wayne's eldest son, shot when (the great) Richard Boone and his band of cutthroats nearly slaughter all on Jacob's ranch in the kidnapping of his grandson (played by Wayne youngest son Ethan). Patrick Wayne, his real son, plays second eldest son and youngest son, Michael, is played by Christopher Mitchum (Robert Mitchum's son!).
In tow are Wayne regulars, Harry Carey (disgusting tobacco chewing baddie), Bruce Cabot as the Indian tracker showing age with Jacob, Glen Corbett as breed the fast gun that faces off against Patrick Wayne in a gun fight, the most natural actor to ever grace the screen, the late Richard Boone, and a lovely appearance by the eternally beautiful Maureen O'Hara, once again playing John's long suffering wife whot loves him, but cannot live with him.
It is super to watch Wayne with Cabot, Carey, Boone and O'Hara, and Jim Davis (later rose to fame once more as Jock Ewing of Dallas) and though the film is intensely violent, I don't see it was gratuitous. The violence came from the end of a very violent era, times were changing, but not fast enough. The violence of the kidnappers had to be there to show Wayne's to-the-wall rescue of his small grandson was called for. Wayne's character was a violent man when the times called for it, but it was just as willing to let things go - if ONLY the other person walked away.
He worked well with his sons and Mitchum, and the interaction between Jacob and his two sons provides the Wayne brand humour in the film.
The times were changing for the code of the old west, and in the same way, times were changing for John Wayne....
I give Wayne credit for not pulling punches in a film that does him credit
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Rundum gute Unterhaltung, 8. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Big Jake (DVD)
Der Westen kurz nach 1900. Eine Bande überfällt die Ranch von Maureen O'Hara und entführt den kleinen Enkel von John Wayne, der Mann von O'Hara, die er seit einiger Zeit verlassen hat. Die Bande fordert ein Lösegeld für den Jungen und obwohl sie von anderer Seite Hilfe angeboten bekommt, entscheidet sie, dass für die Übergabe des Geldes nur ein Mann in Frage kommt, natürlich der alte Haudegen Wayne.

"Big Jake" zählt nicht zu den größten Western von John Wayne oder überhaupt, deshalb kann man im Vergleich keine fünf Sterne vergeben, aber er ist rundum gute Unterhaltung. Einen Teil seines Reizes bezieht er aus der Tatsache, dass auch der Westen moderner geworden ist und so fahren auch hier Autos und Motorräder herum. Außerdem gibt es modernere Waffen.

Die Filmsöhne Waynes (von denen einer sein richtiger Sohn Patrick ist und der Enkel ebenfalls ein Sohn Waynes ist - namens Ethan nach Waynes Figur in "The Searchers") fahren voll auf das moderne Zeug ab. Natürlich zeigt Wayne denen auf altmodische Art, wat 'ne Harke ist und verkloppt die beiden erst einmal.

Wayne machte hier aus seinem Alter keinen Hehl und hat zum Lesen schon mal eine Brille auf der Nase. Außerdem wählt er wie sein alter indianischer Kumpan als Waffe lieber eine Schrotflinte, weil er nicht mehr so gut sieht.

In einer gewissen Art und Weise ist "Big Jake" ein Vorläufer des modernen Actionfilms: Trotz etlicher Toter - es müssten so um die zwanzig sein - sind die Dialoge locker und der Film größtenteils humorvoll angelegt. So gibt es den Running Gag, dass Wayne immer wieder Leute begegnen, die ihm (Jake) sagen: "Ich dachte, du wärst schon längst tot", bis es ihm so auf die Nerven geht, dass er droht: "Dem nächsten, der das sagt, jag' ich eine Kugel in den Bauch." Der nächste, der es sagt, ist der Chef der Entführer.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Rachewestern Anno 1909, 19. Februar 2005
Von 
Lars Hermanns (Karben, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Big Jake (DVD)
Eine Gruppe Banditen überfällt in Südtexas die Farm der Familie McCandles, tötet eiskalt die meisten der Angestellten und entführt den Enkel Jake (John Ethan Wayne). Martha Wayne (Maureen O'Hara „Der Glöckner von Notre Dame"), die das Massaker mit ansehen musste, erhält vom Anführer der Bande, John Fain (Richard Boone), einen Zettel mit Anweisungen, wie die eine Million Dollar Lösegeld zu übergeben sei. Nach Rücksprache mit den Rangers und der Army beschließt sie jedoch, diesen Auftrag einem harten und unangenehmen Mann zu übergeben, der dieser harten und unangenehmen Aufgabe gewachsen sei: ihrem Mann Jakob McCandles (John Wayne „El Dorado"). Dieser macht sich nach seiner Benachrichtigung sogleich mit Pferd und Maultier auf die Suche nach seinem Enkel, widerwillig unterstützt durch seine beiden Söhne James (Patrick Wayne) und Michael (Christopher Mitchum „Rio Lobo"), die ihrerseits die Rangers per Auto und Motorrad begleiten und die Vorhut bilden. Als diese jedoch in einen Hinterhalt der Banditen gerät, schließen sich James und Michael letztlich doch ihrem Vater und dessen Freund Sam (Bruce Cabot „Chisum"), einem Indianer, an, die den Banditen auf die altmodische Art und Weise nach Mexiko folgen. In einem kleinen Dorf kommt es schließlich zum blutigen Showdown.
Bei Big Jake handelt es sich um einen meiner Lieblingswestern mit John Wayne. Dies liegt zum einen an der Tatsache, dass dieser Western in einer Zeit spielt, in der der Wilde Westen sichtlich am Abnehmen ist; zum anderen aber auch an der Tatsache, dass John Wayne einen sichtlich gealterten Helden spielt. Gleich zu Beginn rügt er sich selbst, dass er zu alt sei. Ständig hört er überall, dass man ihn für schon längstens verstorben hält. Und zum Lesen bedarf es seit einiger Zeit einer Brille und zum Schießen einer Schrotflinte, da die Augen nicht mehr die schärfsten sind. Erinnern wir uns dann an Klassiker wie „El Dorado", „Rio Bravo" oder „Rio Lobo", in denen er stets flott mit dem Peacemaker war, so kann man diesen Spätwestern beinah schon als Selbstironie bezeichnen.
Im deutschen Fernsehen wird Big Jake oftmals gekürzt ausgestrahlt, da gerade der Überfall zu Beginn des Films ziemlich brutal verläuft. Wehrlose Menschen werden erschossen und mit der Machete abgeschlachtet, nur um die Entschlossenheit der Entführer zu demonstrieren. Doch ist eben diese Brutalität zu Beginn wichtig, um die daraus resultierende Gnadenlosigkeit der McCandles zu erklären. Und diese Gnadenlosigkeit trifft auf alle Mitglieder der Familie zu. Doch zunächst gilt es, die Familie nach beinah 10 Jahren der Entfremdung wieder zusammen zu führen. Jakob McCandles hat all die Jahre in der Wildnis verbracht, während seine Frau Martha die Ranch leitete. Nun soll er mit seinen erwachsenen Söhnen auf die Jagd nach den Entführern seines Enkels gehen, von dem er bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal wusste. Dass dadurch gewisse - teils amüsante - Situationen entstehen, versteht sich von selbst.
JOHN WAYNE spielt den gnadenlosen, knallharten Jakob „Big Jake" McCandles, der von allen respektiert und gefürchtet wird. Er mimt einmal mehr den zähen Einzelgänger, dessen beste Freunde ein alter Indianer und ein Hund sind. Einen Mann, der die Indianerkriege mitgemacht hat und nach wie vor auf Pferd und Maultier setzt. Nun darf John Wayne zudem einen alternden Helden spielen, der es nicht nur mit skrupellosen Banditen zu tun bekommt, sondern der sich auch mit seinen nun erwachsenen Söhnen auseinander setzen darf. Und gerade diese Situationen mit seinen Söhnen sind es, die diesen Film so besonders amüsant machen.
MAUREEN O'HARA spielt zum fünften Mal an der Seite John Waynes und ist in der Rolle der harten Geschäftsfrau Martha McCandles zu sehen, die sich nahezu wehrlos den Banditen ausgeliefert sieht und miterleben muss, wie ihr Sohn Jeff (Bobby Vinton), Jakes Vater, bei dem Überall schwer verwundet wird. Sie weiß um die Risiken bei einer Entführung, sie weiß aber auch, dass sie sich auf ihren Mann Jakob verlassen kann. Ihr Auftritt ist nur recht kurz (sie ist nur in den ersten drei Kapiteln zu sehen), doch wirkt sich ihre Rolle bis zum Ende des Films aus. Eine tolle Besetzung, da man sich noch sehr gut vorstellen kann, wie hübsch sie als junge Frau gewesen sein muss. Und wie sehr Jakob McCandles seine Frau immer noch liebt, ist im Film deutlich zu sehen.
RICHARD BOONE spielt den Anführer der Bande, John Fain, und ist wirklich die ideale Besetzung. Er spielt zwar einen skrupellosen Killer, doch mimt er ihn nicht auf eine Art, wie man es von solch einem Verbrecher erwarten würde, sondern er verleiht ihm fast so etwas wie eine freundschaftliche Ader. So klingt er eigentlich sehr nett und entgegen kommend, ehe er den Colt zieht und zum eiskalten Killer mutiert. Seine Stimme - vor allem in der deutschen Synchronisation - wirkt sehr freundlich und warm, sodass man ihm den Killer nicht immer abnehmen möchte. Doch blickt man ihm in die Augen, dann sieht man dort die ganze Härte ausstrahlen. Boone spielt einen sehr ehrgeizigen und intelligenten Charakter, der sich von den üblichen Bösewichten absetzt. Den unmittelbaren Vergleich hat man mit den übrigen acht Mann seiner Bande, die schon her in das Schema des typischen Banditen und Revolvermannes passen. Eine sehr überzeugende Darbietung, die bei so mancher Szene nicht zu ersetzen gewesen wäre.
PATRICK WAYNE ist in Wirklichkeit einer von John Waynes Söhnen und ist in Big Jake nun ebenfalls als einer seiner Söhne zu sehen. Er spielt James, der sich anfänglich immer wieder mit seinem Vater Jakob anlegt, da dieser sich all die Jahre nicht hat blicken lassen. Aufständisch und beleidigend („Opa!"), muss er sich zunächst erst einmal von seinem Vater versohlen lassen und einsehen, dass dieser auf die Beleidigung mit „Opa" allergisch reagiert. James ist mit den modernen Errungenschaften des frühen zwanzigsten Jahrhunderts aufgewachsen und schwört zunächst auf die Automobile, mit denen sich die Rangers auf die Suche nach den Banditen machen. Doch während des Films ist sehr schön mit anzusehen, wie sein Verständnis für seinen alten Herrn von Mal zu Mal zunimmt und der sich ihm aber auch immer mehr als ein ebenbürtiger Nachfolger beweisen kann. Vor allem im Umgang mit der Pistole (einer achtschüssigen Halbautomatik, an deren Entwicklung die McCandles beteiligt seien).
CHRISTOPHER MITCHUM ist der Sohn von Robert Mitchum („El Dorado") und hat bereits in „Rio Lobo" mit John Wayne zusammen gespielt. Nun sieht man ihn in der Rolle des Michael McCandles, der die Gegend mit einem Motorrad unsicher macht, ehe auch er mit in den Hinterhalt der Banditen gerät. Michael bewundert vom ersten Moment an seinen Vater und hat daher auch nicht ganz so die Schwierigkeiten, wie sie James hat. Dennoch muss auch Michael sehr früh schon erkennen, dass sein Vater eine ziemliche Kelle austeilen kann. Doch auch Michael kann seinem Vater sehr bald zeigen (nach einem anfänglichen - äußerst amüsantem - Missverständnis), was in ihm steckt. Während James nämlich sehr gut im Umgang mit Revolver und Pistole ist, hat sich Michael auf das Schießen mit einem Gewehr spezialisiert. Mit aufgesetztem Zielfernrohr verfehlt er sein Ziel nicht und spielt daher beim Showdown eine tragende Rolle. Seine Rolle ist mit Christopher Mitchum erstklassig besetzt, da dieser zum einen den jugendlichen Charme mit einbringt, zum anderen aber auch gleichzeitig hart und berechnend sein kann.
BRUCE CABOT ist mir vor allem noch als verräterischer Sheriff aus „Chisum" in Erinnerung. Nun spielt er Jakob McCandles' indianischen Freund Sam, der ihn bei dieser Menschenjagd begleitet. Bruce spielt dabei eine ernste und zugleich auch amüsante Rolle. Sam ist nämlich - wie auch Jakob McCandles - im Laufe der Jahre nicht jünger geworden. Dennoch bringt er die Eigenschaften eines Indianers mit, wie man sie aus zahlreichen Western kennt. So wirkt es fast ein wenig befremdlich, wenn der alte Mann erklärt, dass er Verfolger ganz leicht umbringen könne. Und dies muss er auch das eine oder andere Mal tatsächlich tun. Dabei wird einmal mehr deutlich, wie skrupellos auch Jakob McCandles ist, wenn er Sam nur kurz anweist „Leg sie um". Eine knallharte Rolle... aber amüsant zugleich, wenn er den beiden McCandles Söhnen erklärt, wieso sie auf ihren Vater hören sollen (und sich dann wundert, dass er noch nie soviel auf einmal gesagt habe).
Allein schon bei der kurzen Charakterisierung der wichtigsten Darsteller wird klar, dass man es bei Big Jake nicht mit einem 08/15 Western zu tun hat. Die Themen sind ein bisschen moderner, die Waffen und Fahrzeuge lassen zudem deutlich spüren, dass der Wilde Westen nicht mehr allzu lange Bestand haben wird. Dazu trägt auch die kurze Einleitung des Films bei, die nämlich die Entwicklung im Osten und Westen kurz und amüsant gegenüber stellt. Aber sie zeigt auch kurz, wie die moderne Technik nach und nach Einzug erhält und somit einen erheblichen Einfluss auf die Kolonialisierung im Westen nimmt.
Die Filmmusik ist diesmal den jeweiligen Situationen angepasst und klingt zum einen typisch nach „Western" (die eigentliche Filmmelodie)... andererseits gibt es aber immer wieder kurz eine poppiger wirkende Melodie zu hören, die ein wenig nach Zirkusmusik klingt (wenn Michael mit dem Motorrad rumfährt). Die Landschaftsaufnahmen sind natürlich, wie bei Western typisch, faszinierend und bilden eine eindrucksvolle Kulisse. In den Städten hingegen, sieht man immer wieder Kleinigkeiten, die den Einzug der Moderne aufzeigen (und seien es nur die „neumodischen" Duschkabinen).
Der Showdown ist dann zwar einerseits wieder typisch für einen Western, aber andererseits fast schon wieder atypisch, da es sich nicht um klassische Duelle handelt. Hierbei kommt vielmehr zum Tragen, dass beide Seiten über Scharfschützen verfügen und dass beiden Seiten klar ist, dass sie keine Gnaden zu erwarten haben würden. Jeder Einzelne ist bei diesem Showdown auf seine Art gefordert. So kommt es auch zum klassischen Revolverduell, wenn James auf den Revolvermann O'Brien (Glenn Corbett „Chisum") trifft.
Bild- und Tonqualität sind bei dieser DVD ausgezeichnet. Bedauerlicherweise wird Dolby Digital 5.1 nur auf der amerikanischen Tonspur geboten, doch kommt die deutsche Sprachausgabe bei Mono dennoch sehr gut rüber. Die Qualität reicht hierbei beinah schon an den guten, alten Stereosound ran. Der Genuss der Originalfassung ist dann natürlich ein wahrer Leckerbissen (vor allem beim Showdown), da man nämlich auch die Originalstimme von John „The Duke" Wayne zu hören bekommt.
Das Menü enthält lediglich das Bild des DVD-Covers als Hintergrund und bietet nur die Möglichkeit, die Sprache oder ein Kapitel auszuwählen, oder eben den Film zu starten.
Die Unterteilung in nur 11 Kapitel ist bei der Gesamtspieldauer natürlich ziemlich schwach, da somit jedes Kapitel auf fast 10 Minuten kommt. Hier hätte ich es für deutlich besser gehalten, doch zumindest 25 Kapitel anzubieten. So wird das Heraussuchen bestimmter Szenen nämlich wirklich fast zu einem Akt der Grausamkeit.
Apropos Kapitelanwahl: Beim DVD-Inlay ist die Kapitelübersicht zu sehen. Und diese enthält einen gravierenden Fehler! Kapitel 1 heißt hier nämlich „Verführung"! Man sollte den Übersetzern bei Gelegenheit doch mal den Unterschied zwischen einer „Verführung" und einer „Entführung" erklären!!!
FAZIT
Der Film ist ein wahrer Leckerbissen für alle Western-Fans. Hier kann man wirklich nur von einem „sehr gut" sprechen. Die Qualität der DVD hingegen lässt an manchen Stellen zu wünschen übrig. Bild und Ton sind zwar für die jeweiligen Formate als „sehr gut" zu bezeichnen, doch hätte man zum einen das Menü etwas liebevoller gestalten können (statt nur das DVD-Cover als Hintergrundbild zu nehmen), und zum anderen hätte man auch die anderen Tonspuren in Dolby Digital 5.1 umsetzen können. Die nicht vorhandenen Extras sind dann ein weiteres Manko, das mich bei dieser DVD ein bisschen enttäuscht hat. Dies hat zur Folge, dass ich dieser DVD als Gesamtnote nur ein „gut" zuteil kommen lasse, wenn auch mit einer uneingeschränkten Empfehlung.
© 2005 Lars Hermanns
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5.0 von 5 Sternen Einer der besten Western, 7. Februar 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Big Jake (DVD)
Das ist meiner Meinung nach einer der besten Western, die je gedreht wurden, mit DEM Westernhelden, John Wayne in der Paraderolle des alternden Revolverhelden, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts bereits Dinosaurierstatus erlangt haben.
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5.0 von 5 Sternen A man and his dog, 16. Dezember 2004
Rezension bezieht sich auf: Big Jake [UK Import] (DVD)
Everyone thought he was dead "Not Hardly". John Wayne and his dog make a classical Wayne entrance as Jacob McCandles, one of the last indestructible cowboys. When bad people that misjudged their advantage ransom his son, Jake is summoned to do the retrieval. The family reunites to accomplish the task and they must learn to cooperate with each other and in the process becomes a tight family again.
Even thought this is pretty much a Wayne formula there are plenty of surprises and lots of action. And my favorite bad guy is my favorite good guy from television Richard Boone.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Für Wayne-Fans ohnedies ein Muss, 9. April 2010
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Big Jake (DVD)
"Big Jake" ist ein John-Wayne-Western von 1971, also ziemlich spät in seiner Karriere. Er drehte danach noch sieben Filme. (Davor drehte er 162.)

Er handelt davon, wie im Jahr 1909 der jüngste Spross einer reichen Rancher-Familie im immer noch ziemlich "wilden" Westen der USA von einer Gruppe Banditen entführt wird und seine Großmutter, die Clanchefin, daraufhin ihren vor vielen Jahren abgehauenen Mann Jake McCandles (J. Wayne) zur Hilfe ruft. Der ist noch ein Kerl vom alten Schlag, auch wenn er mittlerweile Brillen braucht und nicht mehr aus jeder Schießerei unverletzt hervorgeht, während die anderen Helfer sich auf moderne Technik (Autos) verlassen. Natürlich zeigt sich bald die Überlegenheit der lange erprobten Methoden und "Big" Jake McCandles zieht mit seinen beiden Söhnen sowie einem Indianer zu Pferd und Muli weiter, um das Lösegeld zu überbringen, während die in einem Hinterhalt zerschossenen Autos zurückbleiben müssen.

Der Film macht Spaß, vor allem wegen John Wayne, der besonders in seinen späteren Western immer sehenswert war. Er mag zwar kein ausgebildeter Schauspieler und Künstler gewesen sein, aber er war durch seine immense Erfahrung ein solider Handwerker, dem zuzusehen Vergnügen bereitet.

Wer den Film wegen John Wayne sehen will, bekommt hiermit eine Kaufempfehlung und kann den nächsten Absatz überspringen.

Schwächen:
* Warum Jake McCandles seine Familie damals verlassen hat, wird nicht erklärt
* Der übliche Konflikt Abgehauener Vater/Verlassener Sohn wird etwas zu hurtig und ohne eine Schlüsselszene, die das Umdenken erklären würde, aufgelöst
* Die schauspielerischen Leistungen sind nicht hervorragend. Ausnahmen: John Wayne, Richard Boone.
Außerdem wird in dem Film mit dem Tod m.E. sogar für einen Western ziemlich leichtfertig umgegangen. Überspitzt formuliert etwa so: "XXX ist tot." - "Schade."

Zur Bewertung: Der Film hat nicht Klasse eines Rio Bravo (Premium Edition, 2 DVDs) oder John Ford`s Stagecoach - John Wayne Collection, auch die herausragende Größe von Spätwerken wie Der Marshall (1969) oder Die Cowboys (1972) wird nicht erreicht. Deshalb für den Film nur vier Sterne.

Und auch wenn Ton und Bild m.E. sehr gut sind und mehrere Sprachversionen mit Untertiteln sowie ein Filmposter vorhanden sind, ziehe ich noch einen weiteren Stern ab für fehlende Extras wie Interviews mit John Waynes mitwirkenden Söhnen oder dem ebenfalls mitspielenden Sohn von Robert Mitchum. Auch ein Audiokommentar von denen wäre schön gewesen. Da wurden wir bei den Editionen in der John Wayne Collection (Special Edition, 5 DVDs) schon ein wenig verwöhnt.
Deshalb bloß drei Sterne, aber wie gesagt: Für Fans vom Duke dennoch ganz klar zu kaufen.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vor allem ist diese Fassung UNCUT / UNGEKÜRZT, 29. Juni 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Big Jake (DVD)
Ich vergebe hier mal 5 Sterne, da die DVD Veröffentlichungen von Big Jake, im Gegensatz zu den VHS Veröffentlichungen, in Sachen Schießerei und Gewalt ungekürzt veröffentlicht worden sind. Bis auf eine alte Tele 5 Fernsehfassung sind sämtliche Fernsehausstrahlungen ebenfalls geschnitten. Wer noch die alte VHS sein Eigen nennt und im Besitz der DVD ist, kann die Schnitte bei der ersten Schießerei auf der McCandles Farm sehr schön miteinander vergleichen. An dieser Stelle mal ein großes Lob an Paramount!
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Big Jake [Blu-ray]
Big Jake [Blu-ray] von George Sherman (Blu-ray - 2011)
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