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am 31. Oktober 2006
Der Spätwestern RIO LOBO zählte als die fünfte Zusammenarbeit zwischen John Wayne und Meisterregisseur Howard Hawks innerhalb von 22 Jahren. Mit einer spannenden Story aus der Feder von Burton Wohl und Leigh Brakett, fesselnder Actionszenen, glänzend dosiertem Humor und einem schauspielerisch in Bestform agierenden Duke, konnte mit dieser Produktion anno 1970 ein letztes Mal an die großen Western-Klassiker früherer Jahrzehnte angeknüpft werden. Wie schon bei RIO BRAVO oder EL DORADO stehen auch hier Aufrichtigkeit und Männerfreundschaft im Mittelpunkt der Handlung.

John Wayne wieder einmal in der Paraderolle des Blaurocks. Als Colonel Cord McNally muß er sich mit einem spektakulären Überfall der Konförderierten auseinandersetzen. Durch Verrat in den eigenen Reihen kann der Feind einen geheimen Goldtransport der Nordstaaten aus einem Eisenbahnzug erbeuten. McNally gelingt es schließlich, zwei der gegnerischen Anführer, Capt. Pierre Cordona (Jorge Rivero) und Sgt. Tuscarora Phillips (Christopher Mitchum) dingfest zu machen. Als der Bürgerkrieg etwas später endet, schließt er Freundschaft mit den beiden ehemaligen Feinden und begibt sich – inzwischen selber wieder Zivilist – mit deren Unterstützung auf eine gnadenlose Jagd nach den Verrätern. Ein sehr bleihaltiges Showdown bahnt sich an................................

Die DVD ist erschienen in der Paramount Widescreen Collection, bietet für das Alter des Streifens ein noch recht gutes Bild. Die Tonspuren sind ebenfalls ohne Beanstandung, vorhanden in den Sprachen Englisch (5.1), Deutsch, Französisch, Italienisch und Spanisch (1.0 Mono). Der deutsche Ton ist mit der Originalsynchronisation aus dem Jahre 1971 vertreten, John Wayne hier mit der Stimme von Arnold Marquis zu hören. Ansonsten keine Extras, nicht einmal den US-Trailer. Selbst im Cover keine Kapitelübersicht, gähnende Leere bis auf den Silberling selbst.

Fazit: Trotz der puritanischen Ausstattung von DVD und Cover volle 5 Sterne für 110 Min. Western-Vergnügen vom Feinsten. Einer der letzten großen Filme seines Genres. Empfehlung: Aufsatteln und kaufen.
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TOP 1000 REZENSENTam 1. April 2016
"Rio Lobo" (1970) ist ein Remake ! Und zwar von zwei der bekanntesten Western der Geschichte, von "Rio Bravo" (1959) und von "El Dorado" (1966).

In der Tat ist "Rio Lobo" etwas Besonderes. Doch dazu später mehr. Zunächst zur DVD und seinem Inhalt : Bild und Ton wurden nicht extra überarbeitet. Sie entsprechen nicht den heutigen Ansprüchen, sind aber letztlich noch okay und sehenswert, also nicht störend unscharf oder verwaschen. Außerdem gibt es kein Menue und keine Extras, sondern der Film fällt gleich mit seiner Tür ins Haus :

Cord NcNally (John Wayne), Offizier der Nordstaatenarmee, wartet auf einen Zug, in welchem Gold transportiert wird. Konföderierte Soldaten, also Südstaatler, fangen den Transport ab. Bei diesem Überfall stirbt ein Freund von Cord NcNally. NcNally nimmt die Verfolgung auf und wird sogar Freundschaft mit den Südstaatlern Pierre Cordona (Jorge Rivero) und Tuscarora Philipps (Chris Mitchum) schließen. Zu diesem Zeitpunkt findet der Krieg sein Ende. Die drei Männer ziehen weiter nach Rio Lobo. Dabei sucht Cord NcNally noch immer nach dem Mann, der den Goldtransport verraten hat. In Rio Lobo trifft er auf durchaus ansehnliche Damen (darunter Shasta Delaney, gespielt von Jennifer O'Neil), den betrogenen Farmer Mr. Philipps (Jack Elam) -- und auf den korrupten Sheriff Blue Tom Hendricks (Mike Henry) und dessen Gehilfen Ketcham (Victor French).

Remakes, also Neuverfilmungen eines bekannten Stoffes, gibt es wie Sand am Meer. Auch dass derselbe Regisseur oder derselbe Schauspieler einen bestimmten Film gleich zweimal verfilmt hat, ist gar nicht mal so selten. Dies geschah schon in den "Wilden (vertonten) Dreißigern", als bekannte Werke aus den "Stummen Zwanzigern" ein weiteres Mal gedreht wurden. Auch so mancher Schwarz- Weiß- Film wurde Jahrzehnte später mit variiertem Inhalt nun in Farbe wiederholt. Auch Altmeister Alfred Hitchcock hat zwei seiner Werke, "Blackmail" ("Erpressung") und "Der Mann, der zuviel wusste", je zweimal selbst verfilmt. Vor allem heutzutage sind Remakes ja mehr als üblich. Immer mehr greift man auf von früher bekannte Inhalte zurück, sogar oft in Form von Mehrteilern.

Das Besondere an "Rio Lobo" ist : Es stammt -- wie auch "Rio Bravo" und "El Dorado" -- von DEMSELBEN REGISSEUR, nämlich Howard Hawks (1896- 1977). Für alle drei Filme griff der Regisseur, der zugleich als Produzent fest mit im Sattel saß, auf DIESELBE DREHBUCHAUTORIN Leigh Brackett (1915- 1978) zurück, die übrigens später noch bei "Das Imperium schlägt zurück" (1980) wesentlich am Script beteiligt war. Und außerdem : In allen drei Western heißt der HAUPTDARSTELLER JOHN WAYNE (1907- 1979). Ein derartiges Dreigestirn ist mir in der Filmgeschichte nicht bekannt. Außer "Rio Bravo", "El Dorado" und "Rio Lobo" drehten Hawks und Wayne noch gemeinsam "Red River" (1948) und "Hatari" (1962). Mit "Rio Lobo" beendete Howard Hawks seine langjährige Karriere. John Wayne hingegen hielt noch durch bis 1976, als er in "Der letzte Scharfschütze" antrat.

Von Beginn an unterscheidet sich "Rio Lobo" von seinen beiden Vorgängern : Das Intro zeigt in Großaufnahme das akzentuierte Saitenspiel einer akkustischen Gitarre, während in "Rio Bravo" eine Wagenkolonne durch das Bild zieht und in "El Dorado" eine bunte Bilder- Show gezeigt wird.

Was die Filmmode betrifft, sind sofort die überlebenslangen, 1970er Jahre typischen Kotelletten auffällig. Zudem heißt es nach 30 Film- Minuten auf einem großen Schild : "War ist over", was eine Anspielung auf die 1960er Jahre Friedensdemonstrationen (u.a. von John Lennon initiiert) gewesen sein dürfte. Darsteller John Wayne muss sich nun ständig mit dem Umkleiden herumplagen. Anfangs hat er Nordstaaten- Uniform zu tragen, danach die Uniform der Südstaaten und anschließend, wie man ihn vielleicht am besten kennt, die zivile Cowboy- Kleidung.

Den Humor der beiden früheren Filme findet man auch bei "Rio Lobo", so heißt es beispielsweise : "Ich hörte den Krach und dachte, dass Sie dabei sind !" Nach 55 Film- Minuten wird zudem ersichtlich, dass der Sheriff jeden überwachen lässt -- genau wie 11 Jahre zuvor in "Rio Bravo".

Überraschungsmomente bei den nächtlichen Patrouillen gibt es auch hier, diesmal gibt es Rabbatz durch einen Hühnerhaufen. Eine abgesägte Schrotflinte mit festgebundenem Gewehrabzug kommt genauso wie bei "El Dorado" zu ihrem fragwürdigen, aber doch wirkungsvollen Einsatz. Natürlich darf der übliche Gefangenenaustausch nicht fehlen. Die "Guten" dürfen hierbei von Glück reden, dass ein rettendes Bächlein an Ort und Stelle rauscht. Nach 73 Minuten erklingt das Spiel einer Maultrommel -- die "Todesmelodie" von "Rio Bravo" lässt nun grüßen. Eine Schussverletzung an der Hüfte wie in "El Dorado" wird John Wayne auch in "Rio Lobo" erleiden, hier jedoch nicht aus dem Hinterhalt, sondern bei offenem Visier. Anschließend wird Dynamit zum Einsatz kommen -- selbstverständlich wie bei "Rio Bravo".

Die beiden Südstaatler Pierre Cordona (Jorge Rivero) und Tuscarora Philipps (Chris Mitchum) ersetzen Dean Martin und Rick Nelson bzw. Robert Mitchum und James Caan. Der Farmer Mr. Philipps (Jack Elam) kommt für Stumpy (Walter Brennan) bzw. Bull Harris (Arthur Hunnicutt).

Die toughe Angie Dickinson aus "Rio Bravo" wurde in "El Dorado" in Charlene Holt und Michele Carey aufgeteilt, für "Rio Lobo" wird sie sich gar dritteln lassen müssen in Jennifer O'Neil, Susana Dosamantes und Sherry Lansing. Die sicherlich Schönste von ihnen darf sich John Wayne für den Schluss aufheben, wenn er sie direkt und kurz und bündig fragen wird : "Wollen Sie mit mir kommen ?"

Insgesamt befinde ich "Rio Lobo" als einen -- zunächst oberflächlich definiert -- leicht überdurchschnittlich guten Western, der vor allem ab seiner zweiten Hälfte kurzweilig ist. An die Aura und den Charme seiner beiden Vorgänger kommt er für mich jedoch nicht heran.

Unabhängig davon -- eine Gesangseinlage wie im Mittelteil von "Rio Bravo" oder beim Intro von "El Dorado" gibt es hier an keiner Stelle. Dafür ist "Rio Lobo" der brutalste Teil, auch gemessen daran, wie John Wayne auf den schnauzbärtigen Mittelschurken einprügelt. Dies dürfte sicherlich als Reverenz an die Italo- Western gemeint gewesen sein. Das Profil des Bösen wiederum bleibt selbst im Filmjahr 1970 wie schon 1959 und 1966 blass. Die Gegenspieler -- hier : der korrupte Sheriff und seine Mittelsmänner -- bleiben in ihrer Wirkung nicht besonders haften, sie erscheinen nicht markant, sind prinzipiell austauschbar. Dies wiederum entsprach nicht dem Zeitgeist, denn spätestens seit den späten 1960er Jahren erhielten die Oberschurken in Western wie auch Agentenfilmen ein bizarres, meist unvergessliches Auftreten, zudem einen größeren Handlungsspielraum. Dass es bei "Rio Lobo" anders ist, dürfte so gewollt sein, denn bei allen drei besagten Western liegt der Schwerpunkt auf der "Männerfreundschaft".

Noch Interessantes zu den Darstellern : Christopher Mitchum (geb. 1943) als Tuscarora Philipps ist der Sohn von Robert Mitchum (s. "El Dorado"). Er spielte mit John Wayne auch in dem Film "Big Jake" (1971). Ebenso in "Big Jake" wirkte "Deputy" Jim Davis mit, der vielen Zuschauern bekannt vorkommen dürfte. Er verkörperte von 1978- 1981 Jock Ewing in der Serie "Dallas".

Auch Robert Donner (als weiterer Deputy) und Edward Faulkner (als Lt. Harris) gehörten zu der Film- Gefolgschaft von John Wayne, sie traten mit ihm in "Chisum" (1970) auf. Der schnauzbärtige Victor French war bereits Gegenspieler von Elvis Presley in dem Western "Charro" (1968). Bei Elvis kam er jedoch glimpflicher davon als bei John Wayne.

Jack Elam als Farmer Philipps war ein vielbeschäftigter Nebendarsteller, in lustigen wie in harten Rollen, meist in Western, allen voran "Zwölf Uhr mittags" (1952) und "Spiel mir das Lied vom Tod" (1968). Die Brasilianerin Jennifer O Neill, die sich von John Wayne abschleppen lassen durfte, drehte überwiegend in Südamerika. Bis mindestens 2013 war sie aktiv, möglicherweise ist sie dies noch heute und ganz nebenbei gesagt -- sie hatte, nach aktuellem Stand, acht Ehemänner.

Für seine Western hatte sich Howard Hawks stets hervorragende Musiker an Bord geholt. Bei "Rio Lobo" ist es Jerry Goldsmith (1929- 2004). Er komponierte schon für den frühen James Bond- Entwurf "Casino Royale" (1954) und für "Der Mann, der zweimal lebte" (1966, mit Rock Hudson), für "Planet der Affen" (1968), "Alien" (1979) und "Rambo 1- 3" (1982, 1985, 1988).

Wie in "Rio Bravo" -- aber nicht in "El Dorado" -- wird John Wayne in "Rio Lobo" von Arnold Marquis (1921- 1990) synchronisiert. Arnold Marquis besprach John Wayne erstmals in "Red River" (1948) und letztmals in "Der letzte Scharfschütze" (1976).

Mit einer Dauer von 110 Minuten ist "Rio Lobo" gegenüber "Rio Bravo" (136 min) und "El Dorado" (120 min) der kürzeste Streifen. Lt. Einspielergebnissen und Filmkritiken gilt er zugleich als der "schwächste" dieser Trilogie. Diesem Urteil muss auch ich mich anschließen. In erster Linie können Dean Martin wie auch Robert Mitchum -- vor allem in ihrem Wechselspiel mit John Wayne -- nicht ersetzt werden.

ABER : Es macht höllisch Spaß, sich alle drei Werke anzuschauen und zu vergleichen. Am besten in der ursprünglichen Reihenfolge 1959, 1966, 1970. In allen drei Filmen ist John Wayne darstellerisch sehr gut in Form. Ja, es gibt so viel Gemeinsames wie auch Abweichendes zu erleben. Das alles im Verlauf von nur elf Jahren.

Reiten wir los !!!
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am 18. April 2014
Rio Lobo - Kurz nach Kriegsende zwischen Nord- und Südstaaten sucht ein Colonel nach zwei Verrätern, die der Gegenseite Informationen über einen geheimen Goldtransport verkauft haben sollen...

Dieser Western mit Legende John Wayne präsentiert sich auf blu-ray in schöner HD-Optik: Die Detailzeichnung fällt dank zahlreicher Natur- und weniger Nahaufnahmen recht großzügig aus. Auflösung und Schärfe bewegen sich meist auf hohem, wenn auch nicht erstklassigem Niveau. Nur selten wird das Bild ein wenig unschärfer. Immer wieder machen einzelne Pixelfehler oder ähnliche Fragmente ein wenig auf sich aufmerksam. Wirklich auffällige Anhäufungen solcher Störungen gibt es glücklicherweise nur eine Hand voll.

Die deutsche Tonspur klingt sauber, Rauschen oder Lautstärkeschwankungen konnte ich nicht feststellen. S- und z- Laute zischen gelegentlich geringfügig - kaum der Rede wert. Bonusmaterial sucht man auf dieser Disc vergeblich.
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am 15. Mai 2004
John Wayne in einer symphatischen, witzigen und klassischen Rolle als rechtschaffender Kavalleriehauptmann, mit coolen Nebencharakteren und einer spannenden Geschichte. Auch die Kulisse vermochte mich zu überzeugen, so dass der ganze Film sehr stimmungsvoll rüberkommt. Meiner Meinung nach besser als zum Beispiel "Der schwarze Falke" oder "Bis zum letzten Mann", die wesentlich bekannter sind als "Rio Lobo". Keine Anti-Indiander-Helden, kein unmenschlich-militärischer John Wayne und mehr Witz als bei den oben genannten Filmen.
Western-Liebhaber wärmstens zu empfehlen, John Wayne-Fans kommen um "Rio Lobo" sowieso nicht herum!
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TOP 1000 REZENSENTam 21. Juli 2007
3. Anlauf...noch einmal lässt Hawks die Idee von Rio Bravo aufleben. Wenn auch nicht so offensichtlich wie im genialen El Dorado.
Rio Lobo ist der schwächste Film dieser Trilogie, aber dennoch gute Westernunterhaltung. Für 1970 kommt der Film im Vergleich zu den damals entstandenen ersten richtig guten Spätwestern noch einmal sehr klassisch daher. Gegen Ende kristallisiert sich wieder mal heraus, was der Zusammenhalt einer kleinen Gruppe gegen eine grössere Übermacht alles bewirken kann. Eben das Hawksche Thema in allen drei Filmen.
Vielleicht ist Rio Lobo auch deshalb der schwächste der Trilogie, weil Wayne zuviele Helfer um sich schart und keiner davon so richtig in der Lage ist den Part von Mitchum oder Dean Martin auszufüllen.
Hoffe auch, dass endlich mal die beiden Wayne Klassiker "Red River" und "Ringo" auf DVD erscheinen - das ist schon seit Jahren überfällig.
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am 12. Mai 2016
"Rio Lobo", der letzte Film von Regisseur Howard Hawks, wird nicht unbedingt als kroenender Abschluss seiner Karriere angesehen. Schon im Erscheinungsjahr 1970 kam der Film bei der Kritik nicht gut an. "Eine weitere Version von "Rio Bravo" und "El Dorado", aber mit vielen schlechten schauspielerischen Leistungen" hiess und heisst es da oft. Ausserdem sei der Film mit zwei Stunden zu lang.

Dem kann ich bedingt zustimmen. Ja, Hawks variert die "Rio Bravo" Story aufs neue - aber ich finds eigentlich ganz gut so eine tolle Story in verschiedenen Versionen zu erleben. Und "Rio Lobo" ist keine schlechtere. Hab mir innerhalb von paar Tagen diesen Film und "El Dorado" angeschaut, und heute gefaellt mir "Rio Lobo" sogar etwas besser! Dazwischen hatte Hawks keinen anderen Film gedreht. Das schlechte Schauspiel - hm, fiel mir nicht auf. Ok, Jennifer O'Neill, noch ganz am Anfang ihrer Karriere, trifft manchmal nicht so ganz die Stimmung. Beispielsweise als sie von ihrer harten Vergangenheit in einem Saloon erzaehlt, das macht sie mit so leuchtenden Augen und so sexy das ich mir nur dachte: Maedchen, ich kann die Maenner aber gut verstehen. John Wayne geht hier in der Rolle des allmaechtigen Vaters auf. Bewundernswert. Die ganze Zeit denkst du dir: Ja, so einen Typ will ich auch an meiner Seite haben. Und zu lang? Nein. Der Film ist keine Minute langweilig, hat ein rasendes Tempo und selbst die Abschweifungen machen Spass. Das war eins von Hawks grossen Talenten: Er schaffte es selbst seine laengeren Filme ohne Durchhaenger zu gestalten, immer mit Tempo, immer unterhaltsam. Von den Screwball Komoedien in den 30ern bis spaeter zu den Western, da hatte er nichts verlernt. Und man bedenke das er bei "Rio Lobo" bereits 74 Jahre alt war. Und dann muss ich natuerlich noch die deutsche Synchro erwaehenen. Die ist toll. Das Who's Who der Synchronsprecher einer ganzen Generation gibt sich hier die Klinke in die Hand. Bis in die kleinsten Nebenrollen hinein, jede Stimme ist mir vertraut. Das ist schoen, gibt dem Film ein Nostalgisches Flair wenn du all die Stimmen mit denen du gross geworden bist hoerst.

Auf Blu-Ray sieht der Film sehr gut aus, da kann man fehlende Extras verschmerzen. Also, ein schoener Spaetwestern, bei dem nur das Entstehungsjahr spaet ist. "Rio Lobo" ist naemlich noch ganz klassisch, aehnlich wie auch die weiteren John Wayne Western, die er in den 70ern noch machen sollte.
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am 10. Dezember 2003
Nach dem Erscheinungstermin des UK-Importes wird auch die deutsche Ausgabe des Films nicht mehr lange auf sich warten lassen.
Das Duo John Wayne und Howard Hawks ist auch hier unschlagbar. Dieser Film, sowie Rio Bravo, Rio Lobo und Hatari, ebenfalls Howard Hawks Produktionen mit John Wayne, begeistern mich immer wieder durch Witz in den Dialogen, hervorragende Schauspielkunst und beeindruckenden Landschaftsaufnahmen aufs neue. Die Filmmusik unterstützt diesen Eindruck noch. Diese Kombination macht diesen Film und die anderen genannten zu einem Kleinod an kurzweiliger Unterhaltung.
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am 2. Februar 2014
Es handelt sich hier um einen typischen John Wayne Film. Er ist der Held , der alle anderen Figuren überstrahlt und der für das Gute steht. Handwerklich ist der Film sehr gut, an seine Meisterwerke kommt er jedoch nicht ganz heran. Dennoch 4 Punkte für einen guten Western.
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am 11. Januar 2013
was gibt es da zu sagen über den Duke. Jeder Film ein Werk den es zu geniessen und erleben gilt. Diese alten Haudegen zeigen Hollywood noch in den Kindesschuhen. zurücklehnen und geniessen, John Wayne ist es wert.
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am 9. Dezember 2014
INHALT.

Zum Ende des amerikanischen Bürgerkriegs fällt ein Goldtransport der Nordstaaten in die Hände des Feindes. Offensichtlich gab es in den Reihen der Nordstaaten einen Verräter. Um einen Freund zu rächen, der bei dem Überfall ums Leben kam, macht sich nach dem Ende des Krieges Nordstaaten-Colonel Cord McNally auf die Jagd nach dem verräterischen Informanten, den er mit Hilfe zweier ehemaliger Soldaten der Südstaatenarmee zu finden hofft. Sein Weg führt ihn nach Rio Lobo, ein Kaff, dass von einem verbrecherischen Sheriff und seinen Komplizen kontrolliert wird, der jedoch auch nur im Dienst eines Spekulanten steht ...

KRITIK:

… und natürlich entpuppt sich der Spekulant als eben jener Informant, der den Goldtransport verraten hat. Aber ‚Rio Lobo’ ist schließlich ein astreiner John-Wayne-Film:Hier wird nicht groß diskutiert, sondern noch gehandelt, dürfen Männer noch Männer sein und ein Mann tun, was ein Mann eben tun muss:Und so wird am Ende die Ordnung wiederhergestellt und die Schurken erschossen - hier werden noch die Richtigen getroffen!

Mit ‚Rio Lobo’ zeigten sich Regiesseur Howard Hawks und Hauptdarsteller John Wayne völlig unbeeindruckt vom seinerzeit aktuellen Italowestern:
Während es heute viele Filmreihen gibt, die zwar noch immer finanziell erfolgreich sind, aber dennoch dem einstigen Ruhm hinterherlaufen, war John Wayne bis zum Schluß dem traditionellen Western treu geblieben. Mag John Waynes Spätwerk auch nicht mehr die epochale Breite früherer Filme haben, so sind sie dennoch niemals schlecht. John Wayne und Howard Hawks ließen sich nicht auf irgendwelche Experimente ein, sondern boten eben das, was man erwartete, und liefen nicht irgendwelchen Trends hinterher. Von den Produzenten diverser langlebiger Reihen wünsche ich mir den gleichen Mut:Die ‚James Bond’-Reihe hat kaum noch etwas mit den ersten Filmen oder gar der literarischen Vorlage gemeinsam, auch die neue "Star Wars"-Trilogie wird wohl nur noch entfernt etwas mit den ersten Filmen gemeinsam haben und selbst die Filme eines Quentin Tarantino haben nicht mehr den gleichen Kultfaktor wie seine ersten ...

Dennoch sind die Veränderungen im Westerngenre und in der amerikanischen Gesellschaft auch in ‚Rio Lobo’ erkennbar:
War in ‚Rio Bravo’ noch John Wayne der integre Sheriff, so war in ‚El Dorado’ Robert Mitchum ein bereits angeschlagener Gesetzeshüter. In ‚Rio Lobo’ stehen die angeblichen Gesetzeshüter nun gänzlich auf der Seite des Schurken, so dass John Wayne und seine Mitstreiter die Ordnung wiederherstellen müssen.

‚Rio Lobo’ ist ein John-Wayne-Film, aber der augenrollende Jack Elam stiehlt dem Duke dann doch hin und wieder die Show. Überhaupt wartet die Besetzung mit Darstellern auf, die später noch von sich Reden machten:Jim Davis war in den ersten Folgen der Soap Opera ‚Dallas’ als Jock Ewing zu sehen, Victor French war der Assistent von Michael Landon in ‚Ein Engel auf Erden’, und David Huddleston war der echte Mr. Lebowski.

Für mich ist John Wayne seit meiner Jugend mein liebster Schauspieler, auch weil er derart authentisch war:Er stand zu dem, was er auf der Leinwand verkörperte und versuchte, dem auch im wirklichen Leben zu entsprechen. John Wayne war keiner dieser Maulhelden und Drückeberger, er war keiner, der sich dauernd für alles Mögliche entschuldigte, sondern war schon zu Lebzeiten eine Institution und Legende – was auch daran ersichtlich ist, dass sich bisher kein Nachfolger finden ließ, der diese Lücke füllen konnte, obwohl solch ein Charakter heute fehlt!

‚Rio Lobo’ ist klasse - die DVD ist eine Frechheit:
Zugegeben gibt's an Bild und Ton nichts auszusetzen, die DVD hat verschiedene Synchronfassungen und auch Untertitel in verschiedenen Sprache, aber keinerlei Bonusmaterial, nicht mal ein simpler Trailer, kein Poster und Werbematerial in Dateiform.
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