Kundenrezensionen

141
4,4 von 5 Sternen
The Divison Bell (remastered)
Format: Audio CDÄndern
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113 von 121 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. November 2005
1994 brachten Pink Floyd mit „The Division Bell“ ihr letztes Studio-Album heraus und leider sieht es nicht so aus, als ob sich dies noch einmal ändern würde. Vielfach kritisiert, fußen die Vorbehalte gegenüber diesem Album meiner Meinung nach eigentlich nicht auf dessen musikalischer Qualität, sondern auf der Tatsache, dass es von vielen durch die leidig-nervende „Waters-ist-nicht-mehr-dabei“-Brille gesehen wird und daher von vornherein nicht vorurteilsfrei bewertet wird. „The Division Bell“ zeigt jedoch keine besonderen Schwächen. Im Gegenteil verleihen die Synthesizer, Gilmours prägnante Gitarre und seine charakteristische Stimme den Stücken eine warme, entspannende und stellenweise melancholische Atmosphäre. Natürlich waren Alben wie Dark Side Of The Moon (mein persönlicher Floyd-Favorit) oder Wish You Were Here und Animals progressiver. Und natürlich ist dieses Album auf den Massengeschmack zugeschnitten, Mainstream eben. Aber, liebe Kritiker, verdammt guter Mainstream! Selbst Take It Back, welches als Erkennungsmelodie eines VW-Werbespots missbraucht wurde, reiht sich nahtlos ein in ein starkes Album. Einzelne Favoriten zu nennen fällt mir persönlich schwer, da dies wiederum die anderen Stücke als mittelmäßig stigmatisieren würde. Jedes Stück ist wunderbar. Wright sorgt für berückende, berauschende Klangteppiche, Gilmour glänzt an der Gitarre, vor allem während seiner Soli und über allem schwebt dessen warme Stimme, derer wir, einer meiner Vorrezensenten erwähnte es bereits, auf vergangenen Alben viel zu selten lauschen durften. Der Höhepunkt ist aber das Lap-Steel-Solo am Ende von High Hopes, das mit zum besten zählt, was Gilmour je für Pink Floyd geschrieben hat. Es wäre auch Quatsch gewesen, krampfhaft progressiv zu sein oder sich gar wieder zu den psychedelischen Wurzeln des ersten Albums zurückzubegeben und, um einen vielgenannten Kritikpunkt an diesem Album aufzugreifen, sich damit wirklich in die Gefahr zu begeben, sich selbst zu kopieren,. Und auch wenn die thematische und textliche Schärfe früherer Tage mit Waters verlorenging, die wunderbaren psychedelischen Charakteristika von früher fehlen, so meine ich dennoch, dass The Division Bell sicher nicht das beste, aber auf jeden Fall das schönste Werk der Floyd darstellt.
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70 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. April 2014
...ist es jetzt her, dass ich dieses Album zum ersten Male gehört habe. Ich war 19 und hatte nur Slayer und Motörhead im Kopf und im CD-Player.
Mein Firmpate lud mich mal wieder übers Wochenende zu sich nach Stuttgart ein, ein Bio-Prof und Pink Floyd- Fanatiker, mit dem ich bis dahin als einzigen musikalischen Schnittpunkt Bruce Springsteen hatte, und er hörte sich meinen Bericht über ein neues Album von Iron Maiden an, und dann legte er The Division Bell in den CD Player und meinte: "Hör's Dir einfach mal an!".
Ich kannte bis dahin von Pink Floyd genau einen Song: Another Brick in the wall pt.2. Und ich lehnte mich in grausiger Erwartung zurück und dachte, es möge nicht gar so grausam werden und schnell vorbeigehen.
Und dann begann diese CD.
Die erste Minute hört man ja nichts, aber irgendwann setzt die Musik dann doch ein und ich war vom ersten Moment an verzaubert. Ich kann gar nicht beschreiben, wie sehr die Gitarre von Gilmour in mich drang, es immer noch tut, bei jedem Song, ob elektrisch oder akkustisch, es war wie eine Offenbarung für mich! Diese wunderschönen Melodien, das Gitarrensolo bei Take it back, die Erotik von Talk to me, die Erlösung bei Coming back to life, das kinderchorartige "Disch, aaadisch!" bei Take it back, die Saxofone, all die Instrumente, so präzise, so unglaublich genial eingesetzt und zu Melodien gezaubert, und dann das Schlussstück High Hopes, bei dem ich fast weinen könnte...
Dieses Album ist vielleicht das beste Album, das ich insgesamt besitze. Es ist Musik in einer Genialität, wie ich sie bei keiner anderen Band kennengelernt habe.
Seither habe ich mir noch andere PF CDs gekauft, aber - mag es an der Erfahrung des ersten Kontaktes mit dem spez. Album oder einfach nur an der Eingängigkeit der Musik liegen - mein Favourit ist und bleibt The Division Bell.
Motörhead und Slayer laufen übrigens nach wie vor in meiner Anlage. :0)
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46 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. April 2003
Beim erstmaligen Durchhören musste ich zunächst einmal beruhigt feststellen: Wie alle Floyd-Alben ist selbiges mit keinem seiner Vorgänger direkt zu vergleichen, abgesehen davon, dass es wie „A momentary lapse of reason" kein unmittelbar erkennbares Konzept hat (bei ausführlichsten Hören und interpretieren wird man den Schwerpunkt „Kommunikation" erkennen können). Stilistisch gesehen ist das Album vielleicht das ruhigste, dass die Floyds je veröffentlicht haben, eher konventionell mit wenig Experimenten aber nach wie vor auf einem sehr hohen Niveau. Viele Songs wirken wie Seitenhiebe auf ältere Stücke. Keyboarder Richard Wright hat erstmal seit langen wieder an einigen Songs mitgeschrieben, wie beispielsweise beim ersten Titel „Cluster One", einem verträumten, an „Shine On..." erinnernden Instrumental. In „What Do You Want From Me" wird im musikalischen Stil von „Have A Cigar" über das Ikonendasein eines Rockstars und die Erwartungshaltung der Fans philosophiert, in „Poles Apart" noch einmal auf die Trennung von den beiden Bandmitgliedern Barret und Waters eingegangen. Marooned baut als zweites Instrumental auf einem recht simpel gestrickten Spiel zwischen Keyboard und Gitarre auf, erzeugt aber wunderbar maritime Urlaubsstimmung. Der Track „A Great Day For Freedom" wirkt wie eine seltsame, mainstreamige Mischung aus Rückblick auf dem Mauerfall (vielleicht auch den Fall der von Waters aufgebauten Mauer) und dezentem Lovesong, ich persönlich kann damit eher wenig anfangen. „Wearing The Inside Out" handelt von Rick Wrights Problemen in den 80ern, wobei er von Soulsängerinnen und Dick Perry am Saxophon treffend unterstützt wird. Aus der VW-Werbung bekannt ist „Take It Back"; leichte aber angenehme Kost, bei der David Gilmours Stimme vollen Einsatz zeigt. „Coming Back To Life" kommt sogar leicht rockig daher und ist einer meiner Höhepunkte des Albums, thematisch geht es hier um Befreiung von Unterdrückung (von Waters?). Erfrischend experimentell kommt „Keep Talking" daher, David Gilmour duelliert sich gesanglich mit Soulsängerinnen und der Stimme von Steven Hawking und entlockt seiner Gitarre „affige" Töne, während Wrigth ein mitreißenden Keyboardsolo abliefert. „Lost for Words" kommt ganz ohne E-Gitarren aus (gaaanz leicht an die Art von „Wish You Were Here" erinnernd) und ist eine eher gemütliche Ballade. Und nun der Hammer: „High Hopes" ist meiner Meinung nach einer der besten Floyd-Songs überhaupt, eine faszinierend wehmütige Melodie mit textlichen und musikalischem Rückblick auf die eigene Vergangenheit (man beachte am Anfang die Glocken aus „Fat Old Sun" und die Fliege aus „Grandchester Meadow"), und spätestens beim abschließenden langen Gitarrensolo stehen einem die Tränen in den Augen.
Wehmütig auch mein Resümee: Trotz aller Unkenrufe ein hervorragenden Album, an den Kompositionen gibt es nichts auszusetzen, die Texte sind passabel (wenn auch nicht ganz auf Waters-Niveau) , die Gitarren-Solis sind einmalig, aber man hat irgendwie das Gefühl zu hören, dass die Band älter wird und vor allen Dingen, dass „The Division Bell" als Abschiedsalbum gedacht war. Anzuraten ist der Kauf allen Fans, die die Alben und Songs im Stil von „Wish you were here" mochten und auch bereit sind, sich floydbezogen auf etwas Neues einzulassen. Fans von „The Wall" und „Final Cut" werden mit dem Album eher unzufrieden sein. Neueinsteigern bezüglich Floyd möchte ich raten, sich zunächst mit den klassischen Alben (wie „Dark Side") zu befassen und sich dann später auch der „ Division Bell" zu widmen.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Wie vermutlich viele andere leidenschaftliche PF Schallplatten-Sammler habe ich sehnsüchtig auf diese VÖ gewartet!

Zumal die bisherigen TDB Vinyl-Ausgaben nur in gekürzter Fassung zu bekommen sind und teils katastrophal gepresst wurden. Des Weiteren sind die Preise für gebrauchte Scheiben meist unverhältnismäßig hoch.

Heute nun kam die 20th Anniversary per Post.

Die Aufmachung ist sehr gut. Das Cover in sehr gutem Zustand, hervorragender Druck. Die Innenhüllen sind ebenfalls sehr wertig, trotzdem würde ich mir wünschen, dass vor Allem hochwertige Vinyls statt in Papier-/ lieber in antistatischen Innenhüllen geliefert werden.

Die Vinyls selber sind in der versprochenen 180g Qualität und zum Glück völlig kratzerfrei und Rückstände aus dem Presswerk sind auf den ersten Blick nicht zu erkennen (eigentlich Selbstverständlichkeiten, die aber heutzutage leider nicht immer der Fall sind). Allerdings sind beide Scheiben leider nicht ganz plan und der Tonarm fährt leicht Achterbahn - schade! Bei der Scheibe mit der C und D Seite ist außerdem das Zentrierloch nicht sauber gestanzt, man benötigt sogar etwas Kraft, um die Platte auf den Teller zu bekommen.. Bei dem Preis darf das alles eigentlich nicht sein!

Mit leichtem Herzklopfen und großer Vorfreude dann die erste Hörprobe (auf einer durchweg hochwertigen Kette). Ich mache es kurz: ich hatte viel mehr erwartet und bin enttäuscht. Es ist schwer zu beschreiben, ich versuche daher die Einzelheiten zu erörtern.

- es fehlt etwas die Klarheit, Reinheit und feine Differenziertheit, die vor Allem PF so berühmt gemacht hat
- die für Vinyl bekannte und gegenüber einer CD zumeist größere "Klang-Wärme" und vielschichtige Dynamik fehlt nahezu
- manche lautere Passagen (z.B. bei Keep Talking) sind teils richtig "schrill"
- manchmal klingt es, wie durch einen Vorhang, leicht dumpf und manchmal sogar übersteuert(zu viel Loudness beim Remaster?)

Ich hatte noch die Idee, dass meine Nadel vielleicht in die Nähe Ihres Endalters gekommen sein könnte .. fast wäre ich dann sogar froh gewesen, denn dieses Problem wäre einfach lösbar gewesen. Doch ein Test mit 2 meiner audiophilen Lieblingsscheiben bestätigte den nach wie vor einwandfreien Zustand der Nadel.

Weil es mir keine Ruhe ließ, habe ich meine 1994er Version der CD zum direkten Vergleich aufgelegt und die klingt ("leider") besser, sauberer, klarer, differenziert - insgesamt mehr Dynamik und feiner abgestimmt.

Fast alle meine Vinyls habe ich auch als CD Version (gehabt) und fast ausnahmslos höre ich erheblich lieber die Schallplatten-Version. TDB 2014 wird das (vorerst) nicht schaffen :(

Fazit: vielleicht hatte ich auch nur Pech und habe eine "Montags-Scheibe" erhalten. Insofern wäre ich sehr dankbar, wenn Ihr die Kommentarfunktion benutzt, um meine Eindrücke entweder zu bestätigen oder um mir ggf. zu schreiben, ob sich ein Umtausch lohnen würde (Amazon ist da ja recht unkompliziert).

Nachtrag vom 29.06.2014:

Das Ganze hat mir keine Ruhe gelassen, da nahezu alle meine Scheiben von PF in sehr guter Qualität sind. Habe die Scheiben gestern Abend noch mit der Knosti und frischer Reinigungsflüssigkeit intensiv gereinigt. Offenbar waren doch nicht sichtbare Rückstände vom Presswerk in den Rillen. Nun klingt es, wie es soll :) ... Während ich das hier schreibe, läuft gerade High Hopes - Klasse und bin im Glück!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 6. März 2014
"The Division Bell" war schon das zweite Studioalbum der "Post-Waters-Phase", und wurde in der Besetzung David Gilmour (Gitarre, Keyboard, Gesang, Bass), Nick Mason (Schlagzeug und Percussion), Richard Wright (Keyboard und Gesang), Jon Carin (Keyboard), Guy Pratt (Bass), Garry Wallis (Percussion), Tom Renwick (Gitarre), Dick Parry (Tenorsaxophon), Bob Ezrin (Keyboard und Percussion), Sam Brown (Backgroundgesang) und Michael Kamen (Orchester Arrangements) eingespielt. Einen Gastauftrifft absolvierte Stephen Hawking.
Im Gegensatz zu vielen Rezensenten hier, bin ich nach wie vor der Meinung, dass sich Pink Floyd in ihren Grundmanifesten treugeblieben sind, die Zeit schritt nur voran, und so auch die Gruppe. In Sachen Professionalität und Sound hatte sich aber - zum Glück - nichts verändert; im Gegenteil. Alles klingt im Gegensatz zu den ersten, unausgewogeneren Studioalben - klangtechnisch gesehen - viel transparenter, fast schon audiophil, obwohl das immer noch weit entfernt von Wohklang ist. Das Schlagzeug klingt teilweise nach Drumcomputer, ja, aber das gehört zum Sound und tut den tollen Songs keinen Abbruch.

Die elf Songs umfassende LP beginnt mit dem sehr verträumten, vielleicht schönsten Pink Floyd Song überhaupt. Die tiefgründige Stimmung wird von der Tatsache unterstrichen, dass man es hier mit einem besonderen Sahnestück der PF-Instrumental-Theke zu tun hat. Klavier und - nachfolgend - Schlagzeug-Hi-Hats wechseln sich mit einem hörspielartigen Geräusch ab. Zu Beginn bedrohlich, dann aber ruhig, gelassen und wunderschön. Übergeleitet wird dann in "What do you want from me", einem tollen Song mit cleanen Gitarren und einem starken Gilmour am Gesang. Weiter geht es mit "Poles Apart", dass die ruhige Grundstimmung weiter vorantreibt und den Charakter des Albums unterstreicht. Toller Song, bei dem die Stimmung gut nachvollziehbar ist, wie auch beim folgenden "Marooned". Dieser Song hätte zur "Darkside of the Moon" irgendwie besser gepasst, dennoch wurde hier alles ausgeschöpft und rausgeholt, was man nur rausholen konnte. Es folgt "A Great Day for Freedom" mit einem entspannten Gitarren-Lead (Riff), und einer betont aussagekräftigen Rhytmik, ehe sich "Wearing the Inside Out", ein weiterer guter Prog-Song anschließt. Nach den ersten sechs hochkarätigen Krachern eine kleine Verschnaufpause, da mich dieser Track schon immer in seinem professionellen Sound beeindruckt hat, aber irgendwie wirkt hier alles zu "glattgebügelt". Dennoch ein guter bis sehr guter Song des Werkes. "Take it Back" schließt sich - fast achtminütig - an, es verbleibt aber - wie auch bei dem folgenden "Keep Talking" - ein bitterer Nachgeschmack, obwohl auch dieser Song grundsätzlich nicht schlecht ist, abr es fehlt etwas. "Coming Back to Life" dann (nicht chronologisch gesehen) und auch das überlange, wenn auch für Pink Floyd-Verhältnisse eher durschnittlich lange "High Hopes". Viel zu diesem Song zu schreiben wäre, wie Eulen nach Athen zu tragen. Die akustische Nähe ist hier aber vorhanden, und es gibt richtig guten Prog-Rock auf die Ohren, ehe das Album nach fast sechsundsechzig Minuten endet, und der geneigte Hörer "eigentlich" nur zu dem Schluss kommen kann, dass Pink Floyd von ihrer ursprünglichen Kreativität und Power nichts eingebüßt haben, und dass das Songwriting noch richtig gut funktionierte. Eine zweite "The Dark Side of the Moon" hatte man hier zwar nicht geschaffen, aber wer hatte das erwartet, immerhin hatte man schon mehrere Werke abseits des einfätligen Mainstreams und Radiogebrauchs abgeliefert, und mit "The Divison Bell" ein weiteres, richtig starkes Prog-Album vorgelegt.

Somit dann trotz drei kleinerer, nicht relevanter, trotzdem durchschnittlicher, nicht schlechter, Songs auf jeden Fall 5 Sterne. Die neuaufgelegte Version dieses Klassikers kommt nun in einem dünnen, aber dennoch stabilen Digi-Pack daher, und bei dieser Musik kann man da ohnehin nichts falsch machen, selbst dann, wenn die elf Tracks nur Durschnittsware wären, was sie aber beileibe nicht sind. Auf jeden Fall eines DER Alben von Pink Floyd und leider das bis dato Letzte der Gruppe um David Gilmour. Hier hatten er und seine Männer aus englischen Landen einen weiteren Klassiker geschaffen. Der Sound ist zudem doch sehr gut remastered worden, obwohl er bereits auf der Erstfassung schon gut festgehalten wurde.

Fazit: Musikalischer Höhepunkt? Darüber kann man nur spekulieren. In jedem Fall ist das hier vorliegenden Album ein klarer 5 Sterner. 5 Sterne!
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Eines vorweg. Ich bin 55 Jahre alt und seit meinem 14. Lebensjahr Fan dieser einzigartigen und außergewöhnlichen Band. Deshalb gibt es für mich bezüglich im offiziell herausgegebenen Gesamtwerk von Pink Floyd keine richtig schlechten Alben. Einige gefallen mir besser, andere weniger gut. Aber allesamt sind sie absolut hörenswert. Die Alben sind geprägt von der Zeit in der sie erschienen sind. So hört man auf "A Momentary Lapse Of Reason" zum Beispiel sehr deutlich den musikalischen Zeitgeist der achtziger Jahre heraus und deshalb gefällt mir dieses Album eben nicht so gut. Mit "Division Bell" machten die waterlosen Floydmitglieder aber wieder einen Schritt nach vorne bzw. ließen alte Qualitäten wieder aufblitzen. Dies wird auch in den vielen positiven Rezensionen über "Division Bell". Besonders gefällt mir die Kritik von "S., Kay "Plagegeist". Deshalb werde ich hier nicht auf die einzelnen Songs des Albums explizit eingehen. Aber ein paar Songs, die meinem Erachten nach herausragen, möchte ich doch erwähnen. Hier ist zunächst "Poles Apart". Wenn jemand sagt, dass sei Poplala, dann ist dies ein der Beweis für das Gegenteil. Hier sind psychodelische Klänge im mittleren Teil zu hören und David Gilmour steuert seine Gitarre mit seinen langgezogenen Tönen zum Ende wunderbar bei. "Marooned" ist ein äußerst gelungenes Instrumentalstück, wie man es von den frühen Floyds kennt und schätzt. Zum Ende der CD sind die beiden absoluten Perlen des Albums zu hören. "Lost For Words" wurde in all den Jahren, seit ich diese CD genieße, zu einem meiner Lieblingsleder von Pink Floyd und hat für mich fast den musikalischen Stellenwert wie der Song "Wish You Were Here". Der wunderbare Übergang mit einem summenden Insekt und der Glocke bereitet in den Übergang zu "High Hopes". In all den Jahren, die seit dem Erscheinen der CD vergangen sind, hat dieser Song immer mehr an Bedeutung gewonnen. Dies wird ja auch deutlich, wenn man sich David Gilmours Livekonzerte zu Gemüte führt.
Es wurde schon mehrmals angesprochen, dass "The Division Bell" das letzte Album von Pink Floyd sein wird. Pink Floyd wäre durch den Tod von Richard Wright zudem auch leider nicht mehr in der Lage komplett eine CD einzuspielen. Auch wird die musikalische Bedeutung von Richard Wright für Pink Floyd oftmals nicht ausreichend gewürdigt. Und betrachtet man "The Division Bell" nun als das letzte Album von Pink Floyd, so muss man doch anerkennen, dass es ein würdiges Werk wurde. Respekt, ich ziehe meinen Hut und gebe satte fünf Sterne für dieses wundervolle Album.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. November 2014
ich habe lange mit mir gerungen, ob ich diese box lediglich wegen der blu ray disc kaufen soll.

schlussendlich wurde ich schwach und habe es nicht bereut, auch wenn ich die enthaltenen vinyl platten nie abspielen werden kann.
dafür sehen die einwandfreien vinyl platten richtig klasse aus und die laser prägung der 12 zoll single macht was her ;-)
ausserdem ist es für mich, der noch vinyl aus alten tagen kennt, fast schon erotisch die 180g der 12 zöller in den händen zu halten. sammlerstücke eben :-))

das gesamtpaket einfach genial:

die box im 12 zoll format und schlappe 5 zentimeter tief!

super artwork im 12 zoll hochglanz format, dazu noch artwork im postkarten format.
die vinyl verpackungen ganz edel.
auch gibt es noch ein hochwertiges 12 zoll booklet.

dann noch die möglichkeit die 5.1 version der blu ray als 24/96 download (wav files) zu erhalten, ebenso die mp3 files der 2011 remaster ausgabe.

also mein sammlerherz schlug hier höher ...

ok ... einen wermutstropfen gibt es ... dieser total überflüssige und nicht lösbare fsk-flatschen auf der vorderseite !! so etwas muss man nicht verstehen ...
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. September 2014
"The Devision Bell" ist das zweite Album von Pink Floyd nachdem Roger Waters aus der Band draußen war. Während "A Momentary Lapse Of Reason" eigentlich fast vollständig von David Gilmour geschrieben wurde, so durften/konnten hier besonders Rick Wright und auch Nick Mason wieder mehr mitarbeiten. Das Album klingt modern und gleichzeitig eindeutig nach Floyd. Wie schon auf dem Vorgänger sind einige Songs eingängiger und teils sogar radiotauglich und die Band erfindet sich auch nicht neu, aber die Devision Bell ist einfach tolle Scheibe mit guten Songs geworden. Das Album hat ein Thema, das sich immer wieder in den Texten findet, nämlich Kommunikation bzw. Kommunikationsstörungen.

Die Musiker machen hier einen wirklich guten Job: David Gilmour ist einfach ein exzellenter Gitarrist und spielt wieder mal einige großartige Solos. Es macht einfach immer wieder Spaß dem mann zuzuhören, und auch seine Stimme ist gut und passt wieder mal perfekt zu den Songs. Rick Wright gehört mit seinem Keyboard ebenfalls einfach zur Band und spielt ebenfalls schön und entspannt. Und auch singen durfte er endlich wieder mal. Nick Mason ist nach wie vor kein ganz großer Technicker am Schlagzeug, aber er spielt hier ebenfalls gut und musste nicht wie auf den beiden Vorgängern teilweise ersetzt werden. Außerdem ist er der einzige der Pink Floyd-Musiker, der auf allen Alben der Band zu hören ist und mir ist er einfach symphatisch.

"Cluster One" (5:58) ist ein schönes, entspanntes Instrumental, bei dem sich Gitarre und Klavier wunderbar abwechseln. Ein atmosphärisches Stück, das einfach nach Pink Floyd klingt und gleich von Anfang an überzeugt.

"What Do You Want From Me" (4:22) ist dann etwas bluesiger und aufgewühlter. Der Titel hat tolle Melodien, tollen Chor und eine tolle Gitarre zu bieten. Gefällt mir ausgesprochen gut

"Poles Apart" (7:05) ist als Akustik-Ballade dan schon eines meiner Lieblingsstücke auf dem Album. Zwischendrinne hat der Titel einen psychedelischen Teil zu bieten, in dem diverse Geräusche heraushören kann. Dann geht es etwas flotter weiter und am Ende gibt es wieder ein großartiges Gitarren-Solo.

"Marooned" (5:28) ist das nächste Instrumental und ist erstmal ahnlich wie das erste. Gitarre und Keyboard super und am Ende kommt dann auch noch Nick's Schlagzeug dazu. Ebenfalls sehr entspannt.

"A Great Day For Freedom" (4:19) ist dann eine Klavier-Ballade, die mir gefallen hat. Geht unter die Haut und hat sehr schöne Melodien, ist allerdings für manche Fans etwas zu kitschig und radiotauglich.

"Wearing The Inside Out" (5:47) ist der Song auf dem wir endlich Rick Wright als Sänger hören und man freut sich als Floyd-Fan einfach über seine Stimme. Der Titel ist typisch für Wright, ruhig, leicht melancholisch und einfach schön.

"Take It Back" (6:12) ist dann wirklich so ein Radio-Song und ist eigentlich gar nicht schlecht. Die Meodie ist gut, aber irgendwie finde ich den Rest des Albums besser, aber das kann jeder für sich entschieden.

"Coming Back To Life" (6:12) beginnt ruhig mit wunderbarer Akustik-Gitarre bis er wieder flotter wird. Auch wieder ein tolles Stück, wurde auch später von der Australien Pink Floyd Show gespielt.

"Keep Talkin'" (6:11) enthält wieder das zentrale Thema das Albums und ist rockig mit schönem Soul-Chor und einem klasse Keyboard. Zwischendrinnen hören wir die Computerstimme des Physikers Stephen Hawking über die Wichtigkeit von Sprache.

"Lost For Words" (5:15) ist wieder ein Akustik-Song. Hat eine gute Melodie, die wirklich ins Ohr geht, ist aber nicht der ganz große Kracher geworden..

"High Hopes" (8:32) ist dann als längster Song des Albums, das Highlight und auch einer der besten Songs von Pink Floyd überhaupt. Hier werden viele Soundeffekte aus früheren Alben der Band verwendet. So die Hummeln aus "Grantchster Meadows" (Ummagumma), die Glocken aus "Fat Old Sun" (Atom Heart Mother) und das Schlagzeug in der Mitte aus "Bring The Boys Back Home (The Wall). Auch textlich blickt das Stück zurück, ist sehr atmosphärisch, hat geniale Melodien, hymnischen Refrain und ein einfach geniales Gitarrensolo. Perfekt!

"The Devision Bell" ist ein klasse Album geworden und das bis heute letzte von Pink Floyd. Allerdings soll tatsächlich ein Neues mit dem Namen "The Endless River" kommen, auf dem Songs, die während der Aufnahmen zu Devision Bell entstanden sind, enthalten sein sollen. Man darf also gespannt sein und bis dahin noch schön dieses großartige Album anhören. Ich habe nachdem ich erst 5* Sterne gegeben hatte, doch auf 4* Sterne, da man ja sonst nicht wüsste, was man "Dark Side Of The Moon" oder "Wish You Were Here" 'geben soll. Empfehlung an alle, die die eben genannten Meisterwerke mögen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Am 31.3.1994 lief im ehemaligen SDR3 (gab 2-3 wirklich gute Sendungen) , heute SWR3 (eindeutig schlechter) gerade das Radio. Auch damals schon eine Seltenheit bei mir... Der Moderator kündigte die Kritik zum gerade erschienen Album von Pink Floyd an.
Ich erinnere mich noch (sinngemäß):
- warme Gitarre von Gilmour
- deutlicher Einfluss von Wright
- hörbar als Band entstanden im Gegensatz zur AMLOR
und "die Songs sind Klasse"

Ja, Pink Floyd sind etwas poppiger geworden, ja und? Sind schließlich auch schon gestandene Herren gewesen
Ja, es gibt keine langen Songs mehr, ja und? Der letzte (über 10 Minuten) war Dogs von Animals. 1977. 17 Jahre her...
Und ja, wieder ohne Waters. Der letzte Kontakt war 1982/3 zur Zeit der Final Cut. Danach nur noch per Anwalt. Erst 2005 kam man sich wieder näher. Und schätzungsweise 2008 bei der Beerdigung von Wright.

Fairerweise muss man sagen, es ist ein Floydalbum. Nicht wie Final Cut ein Albumvon Waters mit Beteiligung von Gilmour und Mason.
Nicht wie AMLOR ein Gilmour Album mit Beteiligung von Mason und (! additional fürs Foto) mit Wright (der war am Anfang der Tour 87 wie bei der Wall Tour nur bezahlter Musiker, wie die anderen auch!)

Ein tolles Album, allen Unkenrufen zum trotz. Trotz U2 ähnlichem Sound bei 1,2 Songs...

(Im Oktober 2014 kommt das "neue" Album heraus. Basierend auf Aufnahmen der Bell Sessions)
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Dezember 2014
Dem 2.Pink Floyd Album ohne Roger Waters muss man zugute halten,dass Nick Mason und vor allem Rick Wright wieder zu gleichberechtigten Bandmitgliedern werden.(Wright komponiert erstmals seit 1975 wieder mit und steuert mit Wearing the inside out wieder seinen Leadgesang seit sehr langer Zeit bei.Das Album wirkt jedoch sehr in die Länge gezogen,11 Songs bei einer Spielzeit von 66 Minuten ist recht ausufernd was mir persönlich jedoch gefällt.Gilmours Gitarrensoli waren nie perfektionierter und von der Aufnahmequalität besser,Wrights Klangteppiche entfachen stellenweise sogar den alten Zauber (z.B.Keep talking Solo welches etwas an welcome to the machine erinnert) Nick Mason spielt langsam und einfach wie eh und je (vom U2 ähnlichen Take it back mal abgesehen) What do you want from me erinnert an Have a cigar,Lost for words sogar ein kleines bisschen an wish you were here und mit High hopes ist mit Sicherheit der einzige wirkliche perfekte Floyd Klassiker der Nach Waters Ära auf dem Album.Die Platte ist auch sehr fliessend und dynamisch.Im Intro von Coming back to life beweisen Pink Floyd dass sie Meister darin sind mit nur einem Akkord starke Emotionen auszulösen (Das langgezogene C Dur am Anfang sorgt für Gänsehaut noch vor dem 1.Akkordwechsel.Natürlich kann es den 70 er Jahre Werken nicht das Wasser reichen aber 4 Sterne sind definitiv drin.
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