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29 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schade,...
... dass Pink Floyd Alben immer im Kontext zu den Vorgängeralben bewertet werden. Um es vorweg zu sagen: AMLOR ist auch nicht gerade mein Lieblingsalbum der Band und es erreicht nicht annähernd die Dichte und die düstere Atmosphäre von WYWH oder Animals. Es fehlt auch das Experimentelle, für das Pink Floyd (R.Waters) immer standen. Und...
Veröffentlicht am 17. Januar 2008 von Northstar

versus
20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kreative Rückschau
,A Momentary Lapse Of Reason' ist das erste Werk nach dem Ausstieg von Waters, bei dem Gilmour ganz auf sich selbst gestellt ist und er auch auf die kontinuierliche Unterstützung von Mitkomponist Wright verzichtet. Aufs erste Hinhören gibt es da wenig Neues: dröhnende Keyboard-Sounds, die altbekannten Akkordwechsel, Geräuscheffekte (die bei Pink Floyd...
Veröffentlicht am 6. Oktober 2005 von sevenmileboots


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29 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schade,..., 17. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: A Momentary Lapse of Reason (Audio CD)
... dass Pink Floyd Alben immer im Kontext zu den Vorgängeralben bewertet werden. Um es vorweg zu sagen: AMLOR ist auch nicht gerade mein Lieblingsalbum der Band und es erreicht nicht annähernd die Dichte und die düstere Atmosphäre von WYWH oder Animals. Es fehlt auch das Experimentelle, für das Pink Floyd (R.Waters) immer standen. Und während die Platten bisher (zumindest ab Ummagumma) immer als Gesamtwerk gesehen werden mussten hat man hier einigermassen radiotaugliche Lieder aneinander gereiht. Diese sind aber alles Andere als schlecht. Das muss einfach mal gesagt werden, vor allem mein Liebling Sorrow beschliesst ein perfekt durchproduziertes Album mit der von PF gewohnten Schwermütigkeit.
Dieser Platte 5 Sterne zu geben wäre ungerecht gegenüber früheren Meisterwerken, aber 3 sind einfach zu wenig.
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20 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen klarer ehrlicher sound, 24. September 2011
Von 
Alexander Felke (Stuttgart) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: A Momentary Lapse Of Reason (remastered) (Audio CD)
Ich wollte mir diesmal nicht gleich das gesamte Discovery Album zulegen ohne wirklich reingehört zu haben. Dort gab es zumindest Stimmen die den Remaster ziemlich in Grund und Boden gerissen haben. Basierend auf dem Album, daß mir hier vorliegt kann ich nur Entwarnung geben. Kurz und Gut, der Remaster ist wohl ehrlicher und eindeutiger als manch anderes Album aus der Zeit. Wie kann man eine Rezension schreiben in der davon die Rede ist, daß die Höhen schmerzen. Jungs ich kann euch nicht folgen, auf Burmester Hardware klingt alles so wie es soll. Im Gegenteil erst jetzt erhält die grandiose Musik die Tiefe die wir ihr zuschreiben. Ein Remaster von epischer Qualität. Wer sich wichtig machen will und eine der besten Bands der letzten Jahrzehnte schlechtmacht erwirbt sich in meinen Augen nicht besonders viel Glaubwürdigkeit.
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20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kreative Rückschau, 6. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: A Momentary Lapse of Reason (Audio CD)
,A Momentary Lapse Of Reason' ist das erste Werk nach dem Ausstieg von Waters, bei dem Gilmour ganz auf sich selbst gestellt ist und er auch auf die kontinuierliche Unterstützung von Mitkomponist Wright verzichtet. Aufs erste Hinhören gibt es da wenig Neues: dröhnende Keyboard-Sounds, die altbekannten Akkordwechsel, Geräuscheffekte (die bei Pink Floyd so schon öfter da waren), das Thema Krieg und Zerstörung (wie in den Platten vorher). Die Gesangsmelodien klingen nichtssagend und einfallslos, der Rote Faden (der offenbar vorhanden ist) ist nicht wirklich greifbar. Zeichnet sich dafür wirklich der verantwortlich, der so tolle Songs wie ,Wish You Were Here' und ,Comfortably Numb' mitgeschrieben hat? In weiten Teilen klingt AMLOR nicht einmal so originell wie Gilmours Soloplatten, die ungleich erfolgloser blieben - wahrscheinlich weil dort nicht der Firmenname ,Pink Floyd' auf dem Cover stand. Für einen langjährigen Fan (wie mich) ist die Platte zunächst enttäuschend, trotz einiger toller Momente. Sicher, Gilmour spielt göttlich Gitarre, er war für viele seiner Zunft Vorbild in Reduktion, Sensibilität und Ausdruck - doch kann das reichen?
Nachdem ich mich einigermaßen mit den kreativen Einbußen versöhnt hatte, fand ich doch noch einiges, was mir AMLOR attraktiv erscheinen ließ: die elektronische Perkussion etwa, der Ruderschlag am Anfang, der Einsatz des Vocoders in ,The New Machine'. Allerdings bleiben das alles nur Einzelheiten, die wie Zitate aus früheren Alben der Gruppe wirken. Wie eine kreative Rückschau auf die Zeit mit Waters mutet das an, nicht ohne Wehmut und das Wissen um den Verlust. Würde vielleicht noch das ,Echoes'-Tropfen auftauchen, könnte Gilmour mich davon überzeugen, dass das alles absichtlich und bewusst geschah, etwa als Resümee der Vergangenheit. So bleibt doch alles seltsam unentschieden, irgendwie leer und flach. Entsprechend muss meine Bewertung ausfallen: Ganz nett, doch es reicht irgendwie nicht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gilmour übernimmt das Ruder, 2. Dezember 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: A Momentary Lapse Of Reason (remastered) (Audio CD)
Es war Mitte der 80er. Roger Waters hatte spätestens seit dem Album Animals 1977 die musikalische Kontrolle bei Pink Floyd an sich gerissen. Die Alben The Wall und The Final Cut bestanden hauptsächlich aus seinen Songs. Auf The Final Cut war die Band sogar zur reinen Begleitband degradiert worden und Keyboarder Rick Wright durfte auf der Tour zu The Wall nur noch als Mietmusiker ran. Nach The Final Cut erklärte Roger Waters seinen Ausstieg bei Pink Floyd. Gilmour und Mason wollten aber trotzdem weitermachen. Es kam dann zu einem Rechtsstreit bezüglich der Rechte an der Band und dem Namen Pink Floyd, den Gilmour und Mason gewannen. Grund dafür war auch, dass sie Konzerte als Pink Floyd gebucht hatten. Dazu musste dann noch ein neues Album her. Ursprünglich als Gilmour Solo-Album geplant, wurden die Aufnahmen zu einem Pink Floyd Album umgemogelt, das dann als A Momentary Lapse Of Reason 1987 erschien. Es erzielte solide Verkaufserfolge, war aber kein Megaseller wie die Alben davor ab Dark Side Of Moon oder auch The Division Bell danach von 1994. Im Katalog der Band ist es ziemlich umstritten.

Wenn man die Entstehungsumstände betrachtet, ist es ganz gut gelungen. Mich nerven daran nur die beiden kurzen A New Machine Interludes. Insgesamt ist das Album auch nicht so glattgebügelt wie der Nachfolger Division Bell. Ein Meisterwerk ist es aber nicht, dafür fehlt es an Innovation und außergewöhnlichem Songwriting. Vieles hört sich an, als hätte man auf Biegen und Brechen einen Pink Floyd Wohlfühlsound hinbekommen wollen. On The Turning Away sollte wohl einen Mix aus Wish You Were Here und Comfortably Numb darstellen. Signs Of Life bietet ein ruhiges Intro wie der Beginn von Shine On You Crazy Diamond und die Gitarren von One Slip hatte Gilmour schon so ähnlich zwei Jahre zuvor auf Pete Townshends Give Blood und auch auf Pink Floyds Run Like Hell gespielt.
Mit den düsteren Bombastnummern Sorrow, Yet Another Movie, dem bluesigen Dogs Of War sowie dem eingängigen Learning To Fly geht die Band aber neue Wege, die sie auf The Division Bell seltsamerweise nicht weiter verfolgt hat. Auch merkt man den technischen Fortschritt der Aufnahmetechnik und der Produktion dem Album an. Da war einiges an Elektronik in den 80ern hinzugekommen und das Digital-Zeitalter hatte begonnen.
Der Großteil des Songwritings lag jetzt ohne Waters und Wright auf Gilmours Schultern. Keyboarder Rick Wright kam erst gegen Ende der Aufnahmen als Gastmusiker ins Studio und wurde erst während der Tour wieder vollwertiges Mitglied bei Pink Floyd.
Positiv ist auch, dass Gilmour im Gegensatz zu großen Teilen von Animals, The Wall und The Final Cut wieder den Gesang übernommen hatte.

Das Remastering bietet natürlich den größten Unterschied aller Pink Floyd Remaster-CDs zu den alten CDs, da A Momentary Lapse Of Reason bisher als einziges Pink Floyd Studio-Album -zumindest in Europa- noch nicht als Remaster erschienen war. Das Mastering des Albums hatte auf CD immer noch den Stand seines Erscheinungsjahrs von 1987. Mir gefällt das Remastering ziemlich gut. Es hat immer noch eine gute Dynamik. Da wurde wenig komprimiert. Es klingt aber viel wuchtiger im Bassbereich und teilweise auch klarer. Hier muss man sich nur die Intros von Yet Another Movie oder Sorrow anhören.
Von den billigen Papphüllen der Remaster-Ausgaben mit den eingequetschten CDs im Karton halte ich nichts.

Fazit:
Insgesamt ist das Album für mich nicht auf einer Stufe mit den großen Alben Meddle, Dark Side Of The Moon, Wish You Were Here oder The Wall, sondern höchstens 3,5 oder 4 Sterne wert. Ich finde es aber abwechslungsreicher als The Division Bell. Es hat vor allem noch eine gewisse Härte und ist auch sehr düster ausgefallen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen PF reloaded, 10. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: A Momentary Lapse Of Reason (remastered) (Audio CD)
Vorab: Ja, ich finde THE FINAL CUT klasse. Nein, ich kann mich mit keinem der Waterschen Soloalben anfreunden - bis heute nicht.

Ich erinnere mich noch genau, als ich 1987, nach der Schule, auf dem Weg zum Hauptbahnhof, in die Auslage der Rheinelektra schaute und das tolle Plattencover des Floyd Comeback-Albums entdeckte. Ich hatte damals gesagt ehrlich gesagt keine Ahnung, dass überhaupt noch etwas aus dem Hause Floyd kommen würde. Und sicherlich war das erst kürzlich zuvor erschienene Opus RADIO KAOS (von Roger Waters) weder musikalisch, noch textlich ein Ersatz für die Floyd Alben der Vergangenheit. Punktum: Ich bettelte einige meiner Mitschüler an mir die restlichen Groschen zu leihen, damit das neue Floyd-Album sofort in meinen Besitz überging. Keine Frage: Ohne wollte ich nicht den Weg nach Hause antreten. Es war mir damals nicht mal klar, dass AMLoR ohne Waters eingespielt worden war und die Produktion auch vom Beitrag der vielen Gastmusiker lebte. Das Internet war noch weit weg, und die Informationen diesbezüglich wurden nur spärlich (über die Musikpresse) an Geneigte herangetragen.

Was den ersten Höreindruck anging, war genau das ein Glück für mich - vielleicht auch für viele andere Floyd-Fans. SIGNS of LIFE erleichterte den Einstieg ungemein. Das Album klang vom ersten Moment an nach dem, was ich über viele Jahre kennen und lieben gelernt hatte. Auch der (gemessen an dem typischen Sound der 80er) polierte Klang des Albums wirkte nie störend auf mich. Im Gegenteil. Mit viel Abstand (nach all den Jahren) höre ich AMLoR immer wieder gerne. Es enthält mit LEARNING to FLY, YET ANOTHER MOVIE und SORROW einige der besten Floyd Songs aller Zeiten. DOGS of WAR ist immer noch der definitive Floyd Blues (mit einem Mega Sax-Solo des Supertramp Saxofonisten) und selbst ONE SLIP gehört zu einer der am meisten unterschätzten PF-Nummern aller Zeiten. Zudem ist AMLoR eben das Floyd Album mit Tony Levin am Bass und am Chapman Stick. Davon abgesehen, dass das Album kein Konzeptalbum ist, klingt es trotzdem wie aus einem Guss. Und wer anno 2013 immer noch kritisiert, dass David Gilmour der schlechtere Text-Schreiber sei, der soll sich doch bitte mal die Mühe machen und sich die Texte auf A PROS AND CONS of HITCHHIKING, RADIO KAOS oder AMUSED to DEATH etwas genauer zu Gemüte führen. Diese haben tatsächlich nur noch wenig mit dem feinen Sarkasmus und der ausgeklügelten misanthropischen Doppelbödigkeit von THE WALL oder ANIMALS zu tun - zumal die Musik weitestgehend unausgereift klingt und teilweise erschreckend einfallslos ist. Bis auf THE TIDE is TURNING ist vielmehr kein Song auf den drei Alben zu finden, der wirklich und vor allem auf Dauer unter die Haut geht.

A MOMENTARY LAPSE of REASON, das war nach THE FINAL CUT eben die Gilmoursche Perspektive einer großen Band, die damals ein mehr als würdiges Comeback hinlegte - inklusive dem Floyd typischen Breitwandsound und einiger knisternder und mit Sicherheit leidenschaftlicher Gitarrensoli von David Gilmour. Alles in allem fehlt AMLoR nur ein kleines Quäntchen - nämlich das typische Wechselspiel zwischen dem eher kantigen Sprechgesang von Waters und den immer wieder versöhnenden Refrains Gilmours. Und ON THE TURNING AWAY klingt für Floydsche Verhältnisse a bisserl brav, auch wenn das Solo am Ende ein Hammer ist.

Punktum: AMLoR ist ein rundum gelungenes Floyd Album. Auf alle Fälle (songtechnisch betrachtet) besser als THE DIVISION BELL (das neben einigen großartigen Songs doch teilweise mit einigen schalen Lückenfüllern aufwartet) und ein Floyd-Album, das man am Stück und inklusive dem starken Instrumental TERMINAL FROST immer wieder gerne hört. Der Sound vom Original unterscheidet sich (meiner persönlichen Meinung nach) nur wenig vom Remaster - dessen Stärken sich mir noch nicht ganz erschlossen haben. 5 Sterne gibt es nur nicht, weil DARK SIDE of the MOON, WISH YOU WERE HERE, ANIMALS, THE WALL und THE FINAL CUT eben unschlagbar groß sind. Mit MEDDLE kann AMLoR sicherlich mithalten - trotz ECHOES.
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21 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch ohne Waters schaffen Pink Floyd ein großartig Album!, 20. Juli 2004
Rezension bezieht sich auf: A Momentary Lapse of Reason (Audio CD)
Nach Jahre langer Abstinenz haben uns Pink Floyd 1987 wieder ein Album gezaubert. Es ist das erste Album nach der Waters-Ära und Richard Wright, der bei „The Final Cut" schon gar nicht mehr dabei war, ist wieder mit dabei, allerdings noch richtig in die Band integriert, sondern nur als Gastmusiker. Für mich ist dieses Album zusammen mit „Divison Bell" der Beweis, dass Roger Waters nicht alleine das Mastermind von Pink Floyd war.

„Signs Of Life" entführt den Hörer gleich wieder in floydige Gefilde. Ein tolles Instrumental mit sphärischen Keys und typischer Gilmour-Gitarre, klingt irgendwie wie „Shine On You Crazy Diamond" rückwärts gespielt. Danach das bekannte „Learning To Fly", das einen mit seinem sphärischen Gesang und hervorragenden Gitarrensolo wiederum abheben lässt. „The Dogs Of War" ist dann ne schwächere Nummer, soll wohl düster klingen. Naja, Saxophonsolo entschädigt da ein wenig. „One Slip" klingt dann nach gehobenem 80er-Pop, wieder mit tollen Keys. Mit „On The Turning Away" ist eine mitreißende Ballade vertreten, in der David Gilmour wieder - wie sollte es auch anders sein - mit seiner Gitarrenarbeit glänzt. Es folgen „Yet Another Movie" und „Round And Around"(es handelt sich um einen zusammengehörenden Track), ich gelange immer wieder in andre Sphären wenn ich der Gesang beginnt („One sound, one single sound"). Die beiden „A New Machine"-Teile bieten träumerischen Gesang, der durch Computer-Generation sehr sphärisch klingt. Das ist wirklich sehr professionell gemacht. „Terminal Frost" ist wieder ein Instrumental mit sehr schönem Sax-Solo. „Sorrow" beginnt mit seinem unverkennbaren Gitarreneffekt, der angeblich dadurch zustande kommt, weil man dieses Stück in einer Flugzeughalle aufgenommen hat (das mag glauben wer will, Tatsache ist, dass das Ganze unglaublich faszinierend klingt), und entfaltet sich als Midtempo-Stück, dass durch seine Atmosphäre eine unbeschreibliche Anziehungskraft ausübt.

Fazit: Auch ohne Waters schaffen Pink Floyd einen einzigartigen, unnachahmlichen Sound.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Laut, poppig, unspannend - aber dennoch irgendwie Pink Floyd, 20. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: A Momentary Lapse of Reason (Audio CD)
Roger Waters hatte Pink Floyd mit "The Wall" und "The Final Cut" in eine Sackgasse manövriert. Künstlerisch keine schlechte Richtung, aber mit dem Sound Mitte der 70er hatten diese beiden textlastigen Konzept-Alben längst nichts mehr zu tun. Es ist daher nur verständlich, dass dieses Post-Waters-Werk unter der Regie von David Gilmour ganz anders klingen musste als die beiden vorherigen Studiowerke: wieder mehr Song-orientiert, wieder mit mehr sphärischen Gitarren- und Keyboard-Klangwelten, so wie einst zur Glanzzeit der Band. Leider konnte diese Besinnung auf alte Tugenden nicht verhindern, dass der Band ohne Roger Waters die gesamte Kreativität und das Experimentelle verloren ging.

Man merkt "A Momentary Lapse of Reason" einfach zu deutlich an, dass hier jemand krampfhaft versucht, den Erfolgsweg einzuschlagen. Gilmour hatte damals selbst zugegeben, dass dieses Album ein enormes finanzielles Risiko darstellte - ein Risiko, was man offenbar bei der Umsetzung zu minimieren versuchte. Auch ist übermittelt, dass die Plattenfirma die erste Version der Aufnahmen ablehnte, weil sie nicht "floydianisch genug" klangen. Wie bei keinem anderen Floyd-Album zuvor dirigierte hier also der Kommerz die Musik und blockierte die Angst vor dem Fehlschlag die Kreativität. Und so klingt auch das Ergebnis.

Konzept? Fehlanzeige. Songs? "Learning to Fly" und "On The Turning Away" sind nur nette Radio-kompatible Pop-Songs ohne Tiefgang, "Sorrow" kann immerhin dank Gilmour's Gitarrenspiel punkten. Dazwischen gibt es jedoch nur langweiliges Füllmaterial, teils im kalten 80er-Flair, teils ungewohnt laut, aber vor allem des mehrfachen Hörens nicht wert. Eingespielt wurde das Werk überdies von einer ganzen Reihe Musiker, was die Verwendung des (gerichtlich erkämpften) Bandnamens auch noch zusätzlich fragwürdig erscheinen lässt.

Dennoch: ein Pink-Floyd-Album darf immer noch mit anderen Maßstäben gemessen werden, auch wenn dieser Markenname in diesem Fall äußerst umstritten ist. Daher gibt es von mir 3 Sterne im Sinne von "Sie bemühten sich...". David Gilmour wäre aber besser beraten gewesen, hätte er seine Ideen damals in ein Solo-Album einfließen lassen. Sicherlich, wahrscheinlich wäre der Erfolg ausgeblieben. Aber immerhin hätte das Qualitätsmerkmal Pink Floyd ein paar Schrammen weniger abbekommen.
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26 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich!!!, 12. August 2006
Rezension bezieht sich auf: A Momentary Lapse of Reason (Audio CD)
Endlich! Endlich wieder Floyd-Sound, endlich wieder Floyd-Musik, endlich wieder das Feeling, das man bei Floyd-Scheiben zwangsläufig bekam, bevor...!!!

Nach dem Albtraum *The Final Cut* tat es zunächst ganz einfach mal gut Musik zu hören, bei der nicht jede Stelle von Waters zugetextet wurde. Gilmour, der hier das Szepter allein schwingt, nimmt sich wie früher die Zeit um musikalische Atmosphären aufzubauen, die ihresgleichen suchen. Dazu bedient er sich modernster Mittel und kreiert dabei einen Sound, der noch heute futuristisch klingt. Und da das bei Floyd immer so war, haben sie damit schon das erste Kriterium erfüllt.

Auf diesem Album gibt es ganz einfach richtig gute Musik, und es wird nicht schlechter, weil es keinen roten Faden hat oder weil es nicht wesentlich was neues bringt - wie den üblichen, aber außerordentlich gut gelungenen Einsatz von Effekten. Das gehört zu Floyd wie alles andere, und so kann man natürlich auch bei diesem genialen Album negative Rezensionen heraufbeschwören, wenn man abstruse Erwartungshaltungen konzipiert. Nur die Musik wird davon eben nicht berührt. Angesichts von Waters' Solo-Scheiben (Radio K.A.O.S. erschien gleichzeitig) kann ich mir auch absolut nicht vorstellen, welchen Beitrag er hierzu hätte leisten können. Pink Floyd klingen wie Pink Floyd und Waters ist es, der sich unendlich weit davon wegbewegt hat.

Die Assoziationen, die AMLOR erzeugt, bringen uns direkt zu Meddle oder, wie hier schon mehrfach geschrieben wurde, zu WYWH (*On the Turning Away*, *Dogs of War*), zu DSotM, usw., nur daß es hier in viel dichtere Kompositionen eingebettet und mit modernsten Sounds gestaltet wurde. Sehr viel mehr Pink Floyd kann ich mir kaum vorstellen. Auch Daves Gitarre ist schon beim ersten Ton eindeutig erkennbar und er spielt sie einzigartig wie eh und je. Sowohl diese Gitarre, als auch z.B. die Vovals bei *A New Machine* erzeugen Gänsehaut. Wie sich die Synthie-Fläche bei *Yet Another Movie* scheinbar wie aus dem Erdboden schraubt, ist einfach nur gigantisch. *Dogs of War* hat diesen herrlich bedrohlichen Rythmus und ein absolutes Hammer-Sax. *Learning to Fly* und *Sorrow* stehen für sich ganz allein und wollen gar keinen Vergleich.

Hugh Fielder von *Sounds* sah in AMLOR eine "Rückkehr... über die Mauer in das Land, wo Diamanten verrückt sind, Monde dunkle Seiten und Mütter Atomherzen haben". Endlich, endlich angekommen!!!
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Reifes Spätwerk - musikalisch perfekt, 13. April 2006
Rezension bezieht sich auf: A Momentary Lapse of Reason (Audio CD)
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Offensichtlich haben viele Pink Floyd Fans Probleme mit dem älter werden oder sind musikalisch in den 60/70 er Jahren stehen geblieben.
Natürlich klingt dieses Werk aus der Pink Floyd Spätzeit "grausam" kommerziell. Da hohe Verkaufszahlen und eine gute Vermarktung aber auch für Qualität stehen können, ist dies hier zwingend als Kompliment zu verstehen.
Pink Floyd hatten nie vor, mit diesem Album gesellschaftspolitische Diskussionen anzufechten. Davon hatten wir auch zu Roger Waters Zeiten genug; ohne dabei die musikalische Genialität von Waters bis Ende der 70-er in Frage zu stellen. Hier ging es aber einfach nur um richtig geile Mucke.
Fest steht: Nach dem musikalischem Tiefpunkt auf "The Final Cut" ging es mit Roger Waters LEIDER nicht mehr. Dies muss man zu Kenntnis nehmen, auch wenn es schmerzhaft ist. Um so erstaunlicher, das Pink Floyd hier noch einmal alles aus sich heraus geholt haben was in Ihnen steckte. Überragende Melodien, Gitarrensolis vom allerfeinsten und eine 1a Produktion. Was will man mehr.
Dieses Album befördert einem ohne Nebenwirkungen ins Reich der Träume. Schließlich wären an den Nebenwirkungen Pink Floyd vor Jahren schon einmal fast zerbrochen.
Für mich ist "A Momentary Lapse of Reason" eins der schönsten Rock Alben überhaupt. Auf jeden Fall ein musikalisher Höhepunkt der 80-er Jahre.
Natürlich ist Musik immer Geschmackssache, wer aber für dieses Album nur 2 Sterne verteilt gehört 6 Monate lang eingesperrt und mit Hip-Hop "Musik" gefoltert. Vielleicht steigt so die Bereitschaft sich diesem genialen Album zu öffnen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Enlich wieder Pink Floyd!!, 25. März 2008
Rezension bezieht sich auf: A Momentary Lapse of Reason (Audio CD)
Wenn man bedenkt unter welchen schwierigen Umständen dieses Album entstanden ist, muss man sagen, daß David Gilmour, Nick Mason, und Rick Wright(hier noch als Gastmusiker), das Optimum aus sich herausgeholt haben.
Der jahrelange Rechtsstreit mit Roger Waters über den Namen "Pink Floyd", war für Gilmour und Mason eine sehr schwere Zeit.
Endlich hört man wieder richtige Pink Floyd-Klänge, die man 10 Jahre lang vermisst hatte.
Um es kurz zu machen: Es war wieder richtig Leben in der Bude.
Sicherlich sind auf diesem Album einige Ausrutscher drauf "A new machine Part 1 & 2" aber insgesamt gesehen ist es eine richtig gute Scheibe geworden.
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