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26 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schade,...
... dass Pink Floyd Alben immer im Kontext zu den Vorgängeralben bewertet werden. Um es vorweg zu sagen: AMLOR ist auch nicht gerade mein Lieblingsalbum der Band und es erreicht nicht annähernd die Dichte und die düstere Atmosphäre von WYWH oder Animals. Es fehlt auch das Experimentelle, für das Pink Floyd (R.Waters) immer standen. Und...
Veröffentlicht am 17. Januar 2008 von Northstar

versus
19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kreative Rückschau
,A Momentary Lapse Of Reason' ist das erste Werk nach dem Ausstieg von Waters, bei dem Gilmour ganz auf sich selbst gestellt ist und er auch auf die kontinuierliche Unterstützung von Mitkomponist Wright verzichtet. Aufs erste Hinhören gibt es da wenig Neues: dröhnende Keyboard-Sounds, die altbekannten Akkordwechsel, Geräuscheffekte (die bei Pink Floyd...
Veröffentlicht am 6. Oktober 2005 von sevenmileboots


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26 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schade,..., 17. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: A Momentary Lapse of Reason (Audio CD)
... dass Pink Floyd Alben immer im Kontext zu den Vorgängeralben bewertet werden. Um es vorweg zu sagen: AMLOR ist auch nicht gerade mein Lieblingsalbum der Band und es erreicht nicht annähernd die Dichte und die düstere Atmosphäre von WYWH oder Animals. Es fehlt auch das Experimentelle, für das Pink Floyd (R.Waters) immer standen. Und während die Platten bisher (zumindest ab Ummagumma) immer als Gesamtwerk gesehen werden mussten hat man hier einigermassen radiotaugliche Lieder aneinander gereiht. Diese sind aber alles Andere als schlecht. Das muss einfach mal gesagt werden, vor allem mein Liebling Sorrow beschliesst ein perfekt durchproduziertes Album mit der von PF gewohnten Schwermütigkeit.
Dieser Platte 5 Sterne zu geben wäre ungerecht gegenüber früheren Meisterwerken, aber 3 sind einfach zu wenig.
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen klarer ehrlicher sound, 24. September 2011
Von 
Alexander Felke (Stuttgart) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: A Momentary Lapse Of Reason (remastered) (Audio CD)
Ich wollte mir diesmal nicht gleich das gesamte Discovery Album zulegen ohne wirklich reingehört zu haben. Dort gab es zumindest Stimmen die den Remaster ziemlich in Grund und Boden gerissen haben. Basierend auf dem Album, daß mir hier vorliegt kann ich nur Entwarnung geben. Kurz und Gut, der Remaster ist wohl ehrlicher und eindeutiger als manch anderes Album aus der Zeit. Wie kann man eine Rezension schreiben in der davon die Rede ist, daß die Höhen schmerzen. Jungs ich kann euch nicht folgen, auf Burmester Hardware klingt alles so wie es soll. Im Gegenteil erst jetzt erhält die grandiose Musik die Tiefe die wir ihr zuschreiben. Ein Remaster von epischer Qualität. Wer sich wichtig machen will und eine der besten Bands der letzten Jahrzehnte schlechtmacht erwirbt sich in meinen Augen nicht besonders viel Glaubwürdigkeit.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es geht auch ohne Waters!, 19. November 2014
Rezension bezieht sich auf: A Momentary Lapse of Reason (Audio CD)
Genauso wie die beiden vorherigen (von Roger Waters dominierten) Alben "The Wall" und "The Final Cut" ist auch dieses Werk, das erste nach Waters' Ausstieg, ziemlich umstritten. Kreative Wiedergeburt sagen die einen, Fälschung und künstlerischer Ausverkauf sagen die anderen. Ich gehöre zur ersten Gruppe, was aber nicht nur daran liegt, dass ich ein Fan von David Gilmours Gesang und Gitarrenspiel bin (beides war auf "The Final Cut" ziemlich in den Hintergrund geraten). Nein, es geht noch weiter: Schaut man sich die Reihe der Alben ab "Dark Side of the Moon" an, dann hat sich im Verlauf der Jahre 1973 bis 1983 nicht mehr viel im Pink-Floyd-Sound getan: Die Band wurde immer statischer, die Musik immer weniger innovativ (es sei denn, man bezeichnet den vorsichtigen Einsatz von Discorhythmen auf "Another Brick in the Wall (Part 2)" als Innovation). "The Final Cut" war zwar das geschlossenste Konzeptalbum, das Pink Floyd je vorgelegt hatten, doch das ging auf Kosten der musikalischen und instrumentalen Vielfalt. Einst waren Floyd Vorreiter im Einsatz von Synthesizern, elektronischen Effekten und musikalischen Symbiosen aus Rock, Blues, Jazz, Folk und Avantgarde. 1983 war elektronische Musik á la Kraftwerk endgültig im Mainstream angekommen - Bands wie Tears for Fears, Depeche Mode, OMD, Duran Duran etc. etc. bevölkerten die Hitparaden. Und was machte Roger Waters? Ein Album, das so weit von Mainstream weg war wie kein anderes Floyd-Album bis dahin. Danach erklärte er Pink Floyd für "kreativ tot" - was auch immer das heißen soll. Immerhin hatte Waters ja längst die kreative Kontrolle an sich gerissen. David Gilmour fühlte sich unterschätzt: Als Sänger (immerhin war er bis Mitte der Siebziger Leadsänger der meisten Songs), aber auch als Songwriter (mit "Dogs", "Comfortably Numb" und "Run Like Hell" gingen einige der farbenprächtigsten Songs der Waters-Ära zu großen Teilen auf sein Konto).

Der große Verdienst von AMLOR ist, dass es Pink Floyd neu im Zeitgeist der 80er definiert: Die Band hat neue Strömungen aufgesogen und damit dem Album eine neue, kühle, aber schillernde und packende Atmosphäre verpasst. Andererseits gibt es aber auch Rückgriffe auf "Dark Side": Der Einsatz der Backgroundsängerinnen auf "Learning to Fly" erinnert an "Time"; ebenso das Alarmalagen-Intro von "One Slip"; der Blues-Einfluss und die Rhythmuswechsel in "Dogs of War" (vergleiche "Money"); der sparsame, aber punktgenaue Einsatz von Sprechstimmen an verschiedenen Stellen; die musikalischen Übergänge zwischen "Dogs of War" und "One Slip" sowie "Yet Another Movie" und "Round and Around". Doch dominiert wird das Album von dem frischen Wind, den David Gilmour in das alternde Monster Pink Floyd gepustet hat. Die Band klingt teilweise so aggressiv und forsch wie nie zuvor - deutlich wird dies z.B. in den kantigen Beats von "One Slip", "Dogs of War" oder dem brachialen Gitarrensolo von "Yet another Movie". Der Sinn für Experimente, der Pink Floyd nach "Dark Side" abhanden gekommen war, ist wieder da, und macht das Album so faszinierend. Plötzlich gibt es wieder krumme Rhythmen wie in "On the Turning Away" oder "Round and Around", stimmungsvolle, dramatische Instrumentals ("Signs of Life", "Terminal Frost"), viele GUTE Gitarrensolos von Herrn Gilmour (mindestens sieben, auf "The Final Cut" waren es vier...), ein Duett von Gilmour und Rick Wright (auf "Sorrow") und - vor allem - tolle, einfallsreiche Melodien und gelungene Akkordsequenzen. Hier sind besonders "Signs of Life", "Dogs of War", "One Slip", "On the Turning Away" und "Terminal Frost" hervorzuheben. "Dogs of War" besticht mit einer genialen Abwandlung des 12-Takt-Blues-Schemas (C-Moll/Es-Moll/C-Moll/As-Dur) und einem intensiven Gitarrensolo von David Gilmour. "One Slip" klingt wie eine Popnummer, aber auch hier gibt es haarsträubende Akkordsequenzen, die Roger Waters so niemals zustandebringen würde. "Terminal Frost" schließlich ist majestätisch und enthält auch meine Lieblingsstelle des Albums - das zum Niederknien schöne Saxophonsolo ab 2:46.
Musikalisch gibt es absolut nichts zu bemängeln an diesem Album, das mit gelungenen Kompositionen glänzt.
Textlich? Schwierig, immerhin ist Roger Waters einer der besten Texteschreiber der Rockgeschichte. David Gilmour war sich dessen wohl bewusst und hat bei drei Titeln mit Anthony Moore zusammengearbeitet. Der Vorwurf von Waters, AMLOR sei mit einer Vielzahl an externen Textern entstanden, wirkt aber doch übertrieben. Immerhin hat Gilmour fünf der Songtexte im Alleingang erarbeitet. Und auch wenn Gilmours Texte nicht immer so eloquent sind wie die von Waters, so gibt es doch auch (zum Glück!) hier keine hölzernen Umsetzungen von visuellen Symbolen ("still the dark stain spreads between their shoulder blades", Waters' "Southampton Dock") und platte Angriffe auf Politiker ("Oh Maggie, Maggie what did we do?", Waters' "Post War Dream"). Gilmours Texte sind eher assoziativ, metaphernreicher, uneindeutiger - d.h. man kann sie in viele Richtungen interpretieren. Aber auch wenn man AMLOR nicht als Konzeptalbum akzeptieren will (wegen der fehlenden Reprisen? Gilmour hat es nicht nötig, Melodien zu wiederholen!), muss man doch zugeben, dass es Andeutungen eines roten Fadens gibt, der sich durch die Texte zieht, und der - überraschenderweise - durchaus ähnliche Themen anspricht wie "The Final Cut". War es Gilmours Intention, Waters zu zeigen, was aus "The Final Cut" hätte werden können, wenn Waters Gilmour mehr Einfluss eingeräumt hätte?
Dann ist da noch die Produktion, die oftmals bombastisch klingt. Das muss man nicht mögen; es verleiht AMLOR jedoch ein besonderes Flair. Ein Schwachpunkt ist die Abmischung - Gilmours Gitarre ersäuft manchmal ein wenig im Mix - und der teilweise etwas arg dürftige Einsatz von Soundeffekten (nachdem "The Wall" und "The Final Cut" ja vollgestopft mit Hintergrundgeräuschen waren). Hier hätte man gerade den Übergängen in der zweiten Hälfte etwas mehr "Flow" verpassen können.

Doch alles in allem ist "A Momentary Lapse of Reason" ein erfrischender Neuanfang, mit ein paar kleinen Schwächen, doch gerade deswegen ein starkes Album, weil hier eine Band erstmals seit langer Zeit wieder künstlerische Risiken eingeht und damit Pink Floyd auch für eine neue Generation von Musikfans wieder relevant macht. Das ist es auch, was AMLOR seinem Nachfolger, "The Division Bell", deutlich voraus hat - der Wille, dem klassischen Floyd-sound ein Update zu verpassen, ohne dabei zu sehr auf Perfektion zu achten.

Fazit: Eines der spannendsten Alben der Floyd-Geschichte: nicht perfekt, aber immer interessant, und ein kreatives Ausrufezeichen, das es in sich hat.

Übrigens: Etwas mehr als ein Jahr vor "Momentary Lapse" war von Alan Parsons Project das soundmäßig ähnliche "Stereotomy" erschienen. Doch während Parsons & Co. es mit der neuen Digitaltechnik übertrieben, haben Pink Floyd es geschafft, die Technik so zu verwenden, dass man das Album auch heute noch gut hören kann.
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20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch ohne Waters schaffen Pink Floyd ein großartig Album!, 20. Juli 2004
Rezension bezieht sich auf: A Momentary Lapse of Reason (Audio CD)
Nach Jahre langer Abstinenz haben uns Pink Floyd 1987 wieder ein Album gezaubert. Es ist das erste Album nach der Waters-Ära und Richard Wright, der bei „The Final Cut" schon gar nicht mehr dabei war, ist wieder mit dabei, allerdings noch richtig in die Band integriert, sondern nur als Gastmusiker. Für mich ist dieses Album zusammen mit „Divison Bell" der Beweis, dass Roger Waters nicht alleine das Mastermind von Pink Floyd war.

„Signs Of Life" entführt den Hörer gleich wieder in floydige Gefilde. Ein tolles Instrumental mit sphärischen Keys und typischer Gilmour-Gitarre, klingt irgendwie wie „Shine On You Crazy Diamond" rückwärts gespielt. Danach das bekannte „Learning To Fly", das einen mit seinem sphärischen Gesang und hervorragenden Gitarrensolo wiederum abheben lässt. „The Dogs Of War" ist dann ne schwächere Nummer, soll wohl düster klingen. Naja, Saxophonsolo entschädigt da ein wenig. „One Slip" klingt dann nach gehobenem 80er-Pop, wieder mit tollen Keys. Mit „On The Turning Away" ist eine mitreißende Ballade vertreten, in der David Gilmour wieder - wie sollte es auch anders sein - mit seiner Gitarrenarbeit glänzt. Es folgen „Yet Another Movie" und „Round And Around"(es handelt sich um einen zusammengehörenden Track), ich gelange immer wieder in andre Sphären wenn ich der Gesang beginnt („One sound, one single sound"). Die beiden „A New Machine"-Teile bieten träumerischen Gesang, der durch Computer-Generation sehr sphärisch klingt. Das ist wirklich sehr professionell gemacht. „Terminal Frost" ist wieder ein Instrumental mit sehr schönem Sax-Solo. „Sorrow" beginnt mit seinem unverkennbaren Gitarreneffekt, der angeblich dadurch zustande kommt, weil man dieses Stück in einer Flugzeughalle aufgenommen hat (das mag glauben wer will, Tatsache ist, dass das Ganze unglaublich faszinierend klingt), und entfaltet sich als Midtempo-Stück, dass durch seine Atmosphäre eine unbeschreibliche Anziehungskraft ausübt.

Fazit: Auch ohne Waters schaffen Pink Floyd einen einzigartigen, unnachahmlichen Sound.
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19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kreative Rückschau, 6. Oktober 2005
Rezension bezieht sich auf: A Momentary Lapse of Reason (Audio CD)
,A Momentary Lapse Of Reason' ist das erste Werk nach dem Ausstieg von Waters, bei dem Gilmour ganz auf sich selbst gestellt ist und er auch auf die kontinuierliche Unterstützung von Mitkomponist Wright verzichtet. Aufs erste Hinhören gibt es da wenig Neues: dröhnende Keyboard-Sounds, die altbekannten Akkordwechsel, Geräuscheffekte (die bei Pink Floyd so schon öfter da waren), das Thema Krieg und Zerstörung (wie in den Platten vorher). Die Gesangsmelodien klingen nichtssagend und einfallslos, der Rote Faden (der offenbar vorhanden ist) ist nicht wirklich greifbar. Zeichnet sich dafür wirklich der verantwortlich, der so tolle Songs wie ,Wish You Were Here' und ,Comfortably Numb' mitgeschrieben hat? In weiten Teilen klingt AMLOR nicht einmal so originell wie Gilmours Soloplatten, die ungleich erfolgloser blieben - wahrscheinlich weil dort nicht der Firmenname ,Pink Floyd' auf dem Cover stand. Für einen langjährigen Fan (wie mich) ist die Platte zunächst enttäuschend, trotz einiger toller Momente. Sicher, Gilmour spielt göttlich Gitarre, er war für viele seiner Zunft Vorbild in Reduktion, Sensibilität und Ausdruck - doch kann das reichen?
Nachdem ich mich einigermaßen mit den kreativen Einbußen versöhnt hatte, fand ich doch noch einiges, was mir AMLOR attraktiv erscheinen ließ: die elektronische Perkussion etwa, der Ruderschlag am Anfang, der Einsatz des Vocoders in ,The New Machine'. Allerdings bleiben das alles nur Einzelheiten, die wie Zitate aus früheren Alben der Gruppe wirken. Wie eine kreative Rückschau auf die Zeit mit Waters mutet das an, nicht ohne Wehmut und das Wissen um den Verlust. Würde vielleicht noch das ,Echoes'-Tropfen auftauchen, könnte Gilmour mich davon überzeugen, dass das alles absichtlich und bewusst geschah, etwa als Resümee der Vergangenheit. So bleibt doch alles seltsam unentschieden, irgendwie leer und flach. Entsprechend muss meine Bewertung ausfallen: Ganz nett, doch es reicht irgendwie nicht.
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26 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Endlich!!!, 12. August 2006
Rezension bezieht sich auf: A Momentary Lapse of Reason (Audio CD)
Endlich! Endlich wieder Floyd-Sound, endlich wieder Floyd-Musik, endlich wieder das Feeling, das man bei Floyd-Scheiben zwangsläufig bekam, bevor...!!!

Nach dem Albtraum *The Final Cut* tat es zunächst ganz einfach mal gut Musik zu hören, bei der nicht jede Stelle von Waters zugetextet wurde. Gilmour, der hier das Szepter allein schwingt, nimmt sich wie früher die Zeit um musikalische Atmosphären aufzubauen, die ihresgleichen suchen. Dazu bedient er sich modernster Mittel und kreiert dabei einen Sound, der noch heute futuristisch klingt. Und da das bei Floyd immer so war, haben sie damit schon das erste Kriterium erfüllt.

Auf diesem Album gibt es ganz einfach richtig gute Musik, und es wird nicht schlechter, weil es keinen roten Faden hat oder weil es nicht wesentlich was neues bringt - wie den üblichen, aber außerordentlich gut gelungenen Einsatz von Effekten. Das gehört zu Floyd wie alles andere, und so kann man natürlich auch bei diesem genialen Album negative Rezensionen heraufbeschwören, wenn man abstruse Erwartungshaltungen konzipiert. Nur die Musik wird davon eben nicht berührt. Angesichts von Waters' Solo-Scheiben (Radio K.A.O.S. erschien gleichzeitig) kann ich mir auch absolut nicht vorstellen, welchen Beitrag er hierzu hätte leisten können. Pink Floyd klingen wie Pink Floyd und Waters ist es, der sich unendlich weit davon wegbewegt hat.

Die Assoziationen, die AMLOR erzeugt, bringen uns direkt zu Meddle oder, wie hier schon mehrfach geschrieben wurde, zu WYWH (*On the Turning Away*, *Dogs of War*), zu DSotM, usw., nur daß es hier in viel dichtere Kompositionen eingebettet und mit modernsten Sounds gestaltet wurde. Sehr viel mehr Pink Floyd kann ich mir kaum vorstellen. Auch Daves Gitarre ist schon beim ersten Ton eindeutig erkennbar und er spielt sie einzigartig wie eh und je. Sowohl diese Gitarre, als auch z.B. die Vovals bei *A New Machine* erzeugen Gänsehaut. Wie sich die Synthie-Fläche bei *Yet Another Movie* scheinbar wie aus dem Erdboden schraubt, ist einfach nur gigantisch. *Dogs of War* hat diesen herrlich bedrohlichen Rythmus und ein absolutes Hammer-Sax. *Learning to Fly* und *Sorrow* stehen für sich ganz allein und wollen gar keinen Vergleich.

Hugh Fielder von *Sounds* sah in AMLOR eine "Rückkehr... über die Mauer in das Land, wo Diamanten verrückt sind, Monde dunkle Seiten und Mütter Atomherzen haben". Endlich, endlich angekommen!!!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gilmour übernimmt das Ruder, 2. Dezember 2014
Von 
Rezension bezieht sich auf: A Momentary Lapse Of Reason (remastered) (Audio CD)
Es war Mitte der 80er. Roger Waters hatte spätestens seit dem Album Animals 1977 die musikalische Kontrolle bei Pink Floyd an sich gerissen. Die Alben The Wall und The Final Cut bestanden hauptsächlich aus seinen Songs. Auf The Final Cut war die Band sogar zur reinen Begleitband degradiert worden und Keyboarder Rick Wright durfte auf der Tour zu The Wall nur noch als Mietmusiker ran. Nach The Final Cut erklärte Roger Waters seinen Ausstieg bei Pink Floyd. Gilmour und Mason wollten aber trotzdem weitermachen. Es kam dann zu einem Rechtsstreit bezüglich der Rechte an der Band und dem Namen Pink Floyd, den Gilmour und Mason gewannen. Grund dafür war auch, dass sie Konzerte als Pink Floyd gebucht hatten. Dazu musste dann noch ein neues Album her. Ursprünglich als Gilmour Solo-Album geplant, wurden die Aufnahmen zu einem Pink Floyd Album umgemogelt, das dann als A Momentary Lapse Of Reason 1987 erschien. Es erzielte solide Verkaufserfolge, war aber kein Megaseller wie die Alben davor ab Dark Side Of Moon oder auch The Division Bell danach von 1994. Im Katalog der Band ist es ziemlich umstritten.

Wenn man die Entstehungsumstände betrachtet, ist es ganz gut gelungen. Mich nerven daran nur die beiden kurzen A New Machine Interludes. Insgesamt ist das Album auch nicht so glattgebügelt wie der Nachfolger Division Bell. Ein Meisterwerk ist es aber nicht, dafür fehlt es an Innovation und außergewöhnlichem Songwriting. Vieles hört sich an, als hätte man auf Biegen und Brechen einen Pink Floyd Wohlfühlsound hinbekommen wollen. On The Turning Away sollte wohl einen Mix aus Wish You Were Here und Comfortably Numb darstellen. Signs Of Life bietet ein ruhiges Intro wie der Beginn von Shine On You Crazy Diamond und die Gitarren von One Slip hatte Gilmour schon so ähnlich zwei Jahre zuvor auf Pete Townshends Give Blood und auch auf Pink Floyds Run Like Hell gespielt.
Mit den düsteren Bombastnummern Sorrow, Yet Another Movie, dem bluesigen Dogs Of War sowie dem eingängigen Learning To Fly geht die Band aber neue Wege, die sie auf The Division Bell seltsamerweise nicht weiter verfolgt hat. Auch merkt man den technischen Fortschritt der Aufnahmetechnik und der Produktion dem Album an. Da war einiges an Elektronik in den 80ern hinzugekommen und das Digital-Zeitalter hatte begonnen.
Der Großteil des Songwritings lag jetzt ohne Waters und Wright auf Gilmours Schultern. Keyboarder Rick Wright kam erst gegen Ende der Aufnahmen als Gastmusiker ins Studio und wurde erst während der Tour wieder vollwertiges Mitglied bei Pink Floyd.
Positiv ist auch, dass Gilmour im Gegensatz zu großen Teilen von Animals, The Wall und The Final Cut wieder den Gesang übernommen hatte.

Das Remastering bietet natürlich den größten Unterschied aller Pink Floyd Remaster-CDs zu den alten CDs, da A Momentary Lapse Of Reason bisher als einziges Pink Floyd Studio-Album -zumindest in Europa- noch nicht als Remaster erschienen war. Das Mastering des Albums hatte auf CD immer noch den Stand seines Erscheinungsjahrs von 1987. Mir gefällt das Remastering ziemlich gut. Es hat immer noch eine gute Dynamik. Da wurde wenig komprimiert. Es klingt aber viel wuchtiger im Bassbereich und teilweise auch klarer. Hier muss man sich nur die Intros von Yet Another Movie oder Sorrow anhören.
Von den billigen Papphüllen der Remaster-Ausgaben mit den eingequetschten CDs im Karton halte ich nichts.

Fazit:
Insgesamt ist das Album für mich nicht auf einer Stufe mit den großen Alben Meddle, Dark Side Of The Moon, Wish You Were Here oder The Wall, sondern höchstens 3,5 oder 4 Sterne wert. Ich finde es aber abwechslungsreicher als The Division Bell. Es hat vor allem noch eine gewisse Härte und ist auch sehr düster ausgefallen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen PF reloaded, 10. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: A Momentary Lapse Of Reason (remastered) (Audio CD)
Vorab: Ja, ich finde THE FINAL CUT klasse. Nein, ich kann mich mit keinem der Waterschen Soloalben anfreunden - bis heute nicht.

Ich erinnere mich noch genau, als ich 1987, nach der Schule, auf dem Weg zum Hauptbahnhof, in die Auslage der Rheinelektra schaute und das tolle Plattencover des Floyd Comeback-Albums entdeckte. Ich hatte damals gesagt ehrlich gesagt keine Ahnung, dass überhaupt noch etwas aus dem Hause Floyd kommen würde. Und sicherlich war das erst kürzlich zuvor erschienene Opus RADIO KAOS (von Roger Waters) weder musikalisch, noch textlich ein Ersatz für die Floyd Alben der Vergangenheit. Punktum: Ich bettelte einige meiner Mitschüler an mir die restlichen Groschen zu leihen, damit das neue Floyd-Album sofort in meinen Besitz überging. Keine Frage: Ohne wollte ich nicht den Weg nach Hause antreten. Es war mir damals nicht mal klar, dass AMLoR ohne Waters eingespielt worden war und die Produktion auch vom Beitrag der vielen Gastmusiker lebte. Das Internet war noch weit weg, und die Informationen diesbezüglich wurden nur spärlich (über die Musikpresse) an Geneigte herangetragen.

Was den ersten Höreindruck anging, war genau das ein Glück für mich - vielleicht auch für viele andere Floyd-Fans. SIGNS of LIFE erleichterte den Einstieg ungemein. Das Album klang vom ersten Moment an nach dem, was ich über viele Jahre kennen und lieben gelernt hatte. Auch der (gemessen an dem typischen Sound der 80er) polierte Klang des Albums wirkte nie störend auf mich. Im Gegenteil. Mit viel Abstand (nach all den Jahren) höre ich AMLoR immer wieder gerne. Es enthält mit LEARNING to FLY, YET ANOTHER MOVIE und SORROW einige der besten Floyd Songs aller Zeiten. DOGS of WAR ist immer noch der definitive Floyd Blues (mit einem Mega Sax-Solo des Supertramp Saxofonisten) und selbst ONE SLIP gehört zu einer der am meisten unterschätzten PF-Nummern aller Zeiten. Zudem ist AMLoR eben das Floyd Album mit Tony Levin am Bass und am Chapman Stick. Davon abgesehen, dass das Album kein Konzeptalbum ist, klingt es trotzdem wie aus einem Guss. Und wer anno 2013 immer noch kritisiert, dass David Gilmour der schlechtere Text-Schreiber sei, der soll sich doch bitte mal die Mühe machen und sich die Texte auf A PROS AND CONS of HITCHHIKING, RADIO KAOS oder AMUSED to DEATH etwas genauer zu Gemüte führen. Diese haben tatsächlich nur noch wenig mit dem feinen Sarkasmus und der ausgeklügelten misanthropischen Doppelbödigkeit von THE WALL oder ANIMALS zu tun - zumal die Musik weitestgehend unausgereift klingt und teilweise erschreckend einfallslos ist. Bis auf THE TIDE is TURNING ist vielmehr kein Song auf den drei Alben zu finden, der wirklich und vor allem auf Dauer unter die Haut geht.

A MOMENTARY LAPSE of REASON, das war nach THE FINAL CUT eben die Gilmoursche Perspektive einer großen Band, die damals ein mehr als würdiges Comeback hinlegte - inklusive dem Floyd typischen Breitwandsound und einiger knisternder und mit Sicherheit leidenschaftlicher Gitarrensoli von David Gilmour. Alles in allem fehlt AMLoR nur ein kleines Quäntchen - nämlich das typische Wechselspiel zwischen dem eher kantigen Sprechgesang von Waters und den immer wieder versöhnenden Refrains Gilmours. Und ON THE TURNING AWAY klingt für Floydsche Verhältnisse a bisserl brav, auch wenn das Solo am Ende ein Hammer ist.

Punktum: AMLoR ist ein rundum gelungenes Floyd Album. Auf alle Fälle (songtechnisch betrachtet) besser als THE DIVISION BELL (das neben einigen großartigen Songs doch teilweise mit einigen schalen Lückenfüllern aufwartet) und ein Floyd-Album, das man am Stück und inklusive dem starken Instrumental TERMINAL FROST immer wieder gerne hört. Der Sound vom Original unterscheidet sich (meiner persönlichen Meinung nach) nur wenig vom Remaster - dessen Stärken sich mir noch nicht ganz erschlossen haben. 5 Sterne gibt es nur nicht, weil DARK SIDE of the MOON, WISH YOU WERE HERE, ANIMALS, THE WALL und THE FINAL CUT eben unschlagbar groß sind. Mit MEDDLE kann AMLoR sicherlich mithalten - trotz ECHOES.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Es geht auch ohne Roger Waters, 8. Dezember 2007
Von 
Child in time - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: A Momentary Lapse of Reason (Audio CD)
Sehr gut, dass Roger Waters den Prozess verloren hatte und somit die verbleibenden 2 Musiker Gilmour und Mason (Wright war hier noch nur als Gast dabei) weitermachten. Ich kann aber nicht verstehen, warum dieses Album so kontrovers diskutiert wird. Für mich war und ist "A Momentary Lapse Of Reason" ein Ankommen der Band im Jahr 1987. Es hätte irgendwie keinen Sinn gemacht, wenn die Band sich angehört hätte wie 1973. Sie musste und ist mit der Zeit gegangen.

Produziert von Bob Ezrin und David Gilmour war das Album 1987 soundmäßig ganz weit vorne. Super Musiker waren neben Gilmour, Mason, Wright und Ezrin auch vertreten. Ich nenne hier mal nur Tony Levin (Bass), Carmine Appice (Drums) und John Halliwell (Saxophone). Kommen wir zu den Kompositionen. Mir gefallen diese gut bis sehr gut. `Learning to fly`, `On the turning away` und `Terminal frost` sind natürlich nicht mit den Werken aus den 70ern zu vergleichen. Wir hören hier eben Pink Floyd im Jahre 1987, fertig. `Sorrow` gehört sogar zu meinen Lieblingsliedern der Gruppe überhaupt. Das Ganze ist eben moderner und songdienlicher ausgefallen, als im Jahrzehnt zuvor. Zudem spielt David Gilmour einfach göttlich Gitarre. Insgesamt hört man sofort, dass es sich um Floyd handelt, aber die Depri-Phase des Herrn Waters war vorbei.

Für die Höchstnote reicht es nicht ganz. Dafür sind doch einige `nur` gute Songs am Start. Fette 4 Sterne haben sich David Gilmour und Co. aber verdient. Die Legende lebte somit weiter.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Laut, poppig, unspannend - aber dennoch irgendwie Pink Floyd, 20. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: A Momentary Lapse of Reason (Audio CD)
Roger Waters hatte Pink Floyd mit "The Wall" und "The Final Cut" in eine Sackgasse manövriert. Künstlerisch keine schlechte Richtung, aber mit dem Sound Mitte der 70er hatten diese beiden textlastigen Konzept-Alben längst nichts mehr zu tun. Es ist daher nur verständlich, dass dieses Post-Waters-Werk unter der Regie von David Gilmour ganz anders klingen musste als die beiden vorherigen Studiowerke: wieder mehr Song-orientiert, wieder mit mehr sphärischen Gitarren- und Keyboard-Klangwelten, so wie einst zur Glanzzeit der Band. Leider konnte diese Besinnung auf alte Tugenden nicht verhindern, dass der Band ohne Roger Waters die gesamte Kreativität und das Experimentelle verloren ging.

Man merkt "A Momentary Lapse of Reason" einfach zu deutlich an, dass hier jemand krampfhaft versucht, den Erfolgsweg einzuschlagen. Gilmour hatte damals selbst zugegeben, dass dieses Album ein enormes finanzielles Risiko darstellte - ein Risiko, was man offenbar bei der Umsetzung zu minimieren versuchte. Auch ist übermittelt, dass die Plattenfirma die erste Version der Aufnahmen ablehnte, weil sie nicht "floydianisch genug" klangen. Wie bei keinem anderen Floyd-Album zuvor dirigierte hier also der Kommerz die Musik und blockierte die Angst vor dem Fehlschlag die Kreativität. Und so klingt auch das Ergebnis.

Konzept? Fehlanzeige. Songs? "Learning to Fly" und "On The Turning Away" sind nur nette Radio-kompatible Pop-Songs ohne Tiefgang, "Sorrow" kann immerhin dank Gilmour's Gitarrenspiel punkten. Dazwischen gibt es jedoch nur langweiliges Füllmaterial, teils im kalten 80er-Flair, teils ungewohnt laut, aber vor allem des mehrfachen Hörens nicht wert. Eingespielt wurde das Werk überdies von einer ganzen Reihe Musiker, was die Verwendung des (gerichtlich erkämpften) Bandnamens auch noch zusätzlich fragwürdig erscheinen lässt.

Dennoch: ein Pink-Floyd-Album darf immer noch mit anderen Maßstäben gemessen werden, auch wenn dieser Markenname in diesem Fall äußerst umstritten ist. Daher gibt es von mir 3 Sterne im Sinne von "Sie bemühten sich...". David Gilmour wäre aber besser beraten gewesen, hätte er seine Ideen damals in ein Solo-Album einfließen lassen. Sicherlich, wahrscheinlich wäre der Erfolg ausgeblieben. Aber immerhin hätte das Qualitätsmerkmal Pink Floyd ein paar Schrammen weniger abbekommen.
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