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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen198
4,2 von 5 Sternen
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am 25. Februar 2012
Vorbemerkung: Zum Zeitpunkt dieser Kritik zu "The Wall Immersion Box" (6 CDs, 1 DVD) laufen hier die Rezensionen zu allen Fassungen des Albums gesammelt ein, wodurch es so aussieht, als gebe es schon über 100 Rezensionen zur Box, mit einer Durchschnittsbewertung von 4,5 Sternen. Dieser Anzeige-Mix von verwandten Produkten bei Amazon ist manchmal angemessen, oft aber lästig, und in so einem Fall wie hier ist diese Darstellungsweise wie ich finde schon fast unlauter. Bislang gibt es jedenfalls kaum positive Worte zur Immersion-Box - aus gutem Grund: sie ist nicht herausragend genug für ihren stattlichen Preis.

Dass Pink Floyds 1979er Meisterepos "The Wall" als Konzeptalbum ein hinreißender Klassiker ist, der seine Sterne verdient - soll an dieser Stelle als Konsens vorausgesetzt sein. Ich gehe hier nicht auf "The Wall" selbst ein, sondern nur auf das Produkt "The Wall Immersion Box".

Sind die ersten beiden Immersion-Boxen "Wish You Were Here" (2 CDs, 2 DVDs, 1 Blu-ray) und "Dark Side Of The Moon" (3 CDs, 2 DVDs, 1 Blu-ray) auch schon mit sinnlosem Tand gefüllt, so gibt es dort doch für jene Fans, die bislang lediglich die normalen Alben kannten, duchaus Neues, Interessantes, Aufregendes zu entdecken, gerade auch die Surround-Mixe. Man war zwar auch bei den beiden ersten Immersion-Boxen schon hin- und hergerissen zwischen der Begeisterung für die an und für sich edle Aufmachung der festen Box, bei der dann aber doch Kleinigkeiten nicht stimmten, wie etwa die vier Inserts für Silberlinge, die für die Inhalte aber ja gar nicht ausreichten, weshalb dann einige Scheiben doch in Papphüllen in der Box lagen ... am Ende überwog aber bei den beiden Boxsets das Gefühl, ein feines Produkt mit Mehrwert erworben zu haben.

Bei "The Wall" überwiegt leider zunächst das Gefühl, dass man viel zu viel Geld zum Fenster rausgeschmissen hat. Die CD-Inserts auf dem Boden der Box sind diesmal gleich ganz leer geblieben, alle CDs fliegen schnöde in Papphüllen durch die Box. Vermutlich eine Konsequenz aus Problemen mit CDs, die sich beim Transport gelöst hatten. Konsequent also zwar, dennoch erscheint die Box durch solche Kleinigkeiten nicht durchdacht und hinterlässt einen Eindruck von Hastigkeit, den ich bei einem so hochpreisigen Produkt nicht gewinnen müssen möchte. Der obligatorische Schal, die schon von den vorigen Boxen bekannten Murmeln und Bierdeckel - niemand braucht sie, kaum jemanden stören sie ... das ist Müll, über den man beschämt hinwegsehen möchte. Büchlein und Kärtchen und Lyrics-Poster sind hingegen schön, der kleine Kunstdruck nicht mehr so berauschend wie bei den ersten beiden Immersion-Sets, aber doch auch wieder nett.

Vor allem geht es ja aber um die Musik. Aber gerade hier fehlt das Gefühl, im Überfluss schwelgen zu können, was man sich doch hätte wünschen mögen ... so dass jedem, der im Grunde nur Interesse am Remaster von "The Wall" hat, die unverhältnismäßig günstigere The Wall Experience Edition (Digipack, remastered) (3 CDs) ans Herz gelegt sei muss, der neben der Doppel-CD des 2011-Remasters eine CD mit Demo-Versionen beiliegt - eine Auswahl der Fassungen, die in der Immersion-Box auf zwei CDs zu finden sind.

Auf den CDs 5 und 6 finden sich die einzigen bislang unveröffentlichten Stücke diesr Box: viele - immerhin: sehr viele! - teilweise ultrakurze Schnippsel, die teils hochinteressant sind, insbesondere wenn sie stark vom bekannten Album abweichen - so soll es sein, bzw. dadurch ergeben solche Beigaben Sinn und können das Werk in neues Licht tauchen! Immersion at its best. Erwarten Sie aber bitte keine Klang-Sensationen, es handelt sich schließlich um 33 Jahre alte Aufnahmen von Demobändern beziehungsweise Ausschnitten daraus. Dafür klingen für mein Empfinden die Remaster erstaunlich gut, wenngleich es nicht ganz ohne Brummen, Rauschen und Knacksen geht.

Darüber hinaus gibt in der (bei Erscheinen sagenhaften 100 Euro teuren) Immersion-Box keinen Surround-Mix, wie ihn andere Rezensenten ja auch schon schmerzlich vermissen, auch liegt nicht etwa die berühmte Filmfassung etwas als DVD oder Blu-Ray bei, was ja durchaus denkbar gewesen wäre, wenn sich auch in der beigefügten Dokumentation auf der DVD zeigt, dass das wohl nicht im Interesse aller Künstler gewesen wäre :-).

Was es noch alles so rund um dieses Album gibt, nur eben nicht in dieser Box ... das haben andere Rezensenten ja schon geschrieben, ich kann nur bestätigen und unterstreichen: die Box ist schön, bietet aber trotz aller unveröffentlichter Demoversionen verhältnismäßig wenig "The Wall Galore". Warum zum Beispiel gibt es gerade mal einen einzigen anderthalb Minuten langen Live-Auschnitt auf der DVD zu sehen - abgesehen von den Ausschnitten in der - immerhin! - über 50 Minuten langen Dokumentation? Schade, denn die beiden Live-CDs lassen sich hören. Der Klang ist mittelprächtig, aber die Atmosphäre naturgemäß eine andere als auf dem Album. Hardcore-Fans werden die Live-Aufnahmen sicher schon kennen, aber wer bislang nur das Originalalbum kannte, findet hier eine lohnende Interpretation.

Um das Gemaule über das fehlende Bonus-Feuerwerk etwas zurecht zu rücken: Mit den vier Zusatz-CDs kann man so am Ende natürlich schon tiefer in das Werk eintauchen, als es nur mit der ursprünglichen Doppel-LP möglich gewesen wäre.

Aber so gerne man überwältigt wäre von den Bonus-Zugaben: Dafür reicht es nicht ganz. Sorry, Pink. Natürlich ist das Album auch ohne Bonus-Zauber beeindruckend genug. Aber dafür reicht eben auch eine der "kleineren" Ausgaben von "The Wall", das ist der Punkt.

Bei dieser Box beeinflusst der hohe Einführungspreis ganz außergwöhnlich stark die Bewertung, weil das Preis-Leistungsverhältnis nicht stimmt. Zum halben Preis hätte ich 5 Sterne vergeben mögen, so komme ich spontan nicht über drei Sterne (also: "nicht schlecht") hinaus.

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Nachtrag vom 7. März: Gerade sehe ich bei Facebook eine Werbung von whypinkfloyd: "PINK FLOYDs Meisterwerk 'The Wall' im neuen Sound, ein überwältigendes Klangerlebnis! Ein absolutes Muss, nicht nur für Fans."

Was für ein Unsinn! Mit Verlaub, mit normalen Ohren ist unter normalen Hörbedingungen zwischen dem neuen, der Box zugrundeliegenden Remaster von 2011 und der mir zum Vergleich vorliegenden - 18 Jahre alten - CD-Fassung von 1994 KEIN Unterschied zu hören!

In einer lupenreinen Hi-Fi-Umgebung habe ich aber noch nicht verglichen, ob der neue Remaster früheren Abmischungen neue Nuancen hinzuzufügen vermag. Ich freue mich hierzu über Kommentare von Kennern.

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Zum Zeitpunkt des Erscheinens der Box ist hier bei Amazon nicht zu sehen, welche Tracks diese Box überhaupt enthält, daher hier noch eine schnelle Auflistung:

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CD 1 (ca. 39 Minuten) und CD 2 (ca. 42 Minuten):

"The Wall"
(Digitally Remastered 2011)

***************

CD 3 (ca. 54 Minuten) und CD 4 (ca. 51 Minuten):

"Is There Anybody Out There? The Wall Live 1980-81"
(Digitally Remastered 2011)

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CD 5 (ca. 71 Minuten):

"Work In Progress Part 1, 1979"
The Wall album demos (Previously Unreleased, Digitally Remastered 2011)

Excerpts from Roger Waters Original Demo:
1. Prelude (Vera Lynn)
2. Another Brick In The Wall, Part 2
3. Mother
4. Young Lust
5. Another Brick In The Wall, Part 2
6. Empty Spaces
7. Mother
8. Backs To The Wall
9. Don't Leave Me Now
10. Goodbye Blue Sky
11. Goodbye Cruel World
12. Another Brick In The Wall, Part 3
13. Goodbye Cruel World
14. Hey You
15. Is There Anybody Out There?
16. Vera
17. Bring The Boys Back Home
18. The Show Must Go On
19. Waiting For The Worms
20. Run Like Hell
21. The Trial
22. Outside The Wall

23. Prelude (Vera Lynn) (Roger Waters Original Demo)
24. Another Brick In The Wall, Part 1 (Band Demo)
25. The Thin Ice (Band Demo)
26. Goodbye Blue Sky (Band Demo)
27. Teacher, Teacher (Band Demo)
28. Another Brick In The Wall, Part 2 (Band Demo)
29. Empty Spaces (Band Demo)
30. Young Lust (Band Demo)
31. Mother (Band Demo)
32. Don't Leave Me Now (Band Demo)
33. Sexual Revolution (Band Demo)
34. Another Brick In The Wall, Part 3 (Band Demo)
35. Goodbye Cruel World (Band Demo)

36. In The Flesh (Band Demo)
37. The Thin Ice (Band Demo)
38. Another Brick In The Wall, Part 1 (Band Demo)
39. The Happiest Days Of Our Lives (Band Demo)
40. Another Brick In The Wall, Part 2 (Band Demo)
41. Mother (Band Demo)

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CD 6 (ca. 57 Minuten):

"Work In Progress Part 2, 1979"
The Wall album demos (Previously Unreleased, Digitally Remastered 2011):

1. Is The Anybody Out There? (Roger Waters Original Demo)
2. Vera (Roger Waters Original Demo)
3. Bring The Boys Back Home (Roger Waters Original Demo)

4. Hey You (Band Demo)
5. The Doctor (Comfortably Numb) (Band Demo)
6. In The Flesh (Band Demo)
7. Run Like Hell (Band Demo)
8. Waiting For The Worms (Band Demo)
9. The Trial (Band Demo)
10. The Show Must Go On (Band Demo)
11. Outside The Wall (Band Demo)
12. The Thin Ice (reprise) (Band Demo)

13. Outside The Wall (Band Demo)
14. It's Never Too Late (Band Demo)
15. The Doctor (Comfortably Numb) (Band Demo)

16. One Of My Turns (Band Demo)
17. Don't Leave Me Now (Band Demo)
18. Empty Spaces (Band Demo)
19. Backs To The Wall (Band Demo)
20. Another Brick In The Wall, Part 3 (Band Demo)
21. Goodbye Cruel World (Band Demo)

22. Comfortably Numb (David Gilmour Original Demo)
23. Run Like Hell (David Gilmour Original Demo)

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DVD:

1. "The Happiest Days Of Our Lives"
(Pink Floyd The Wall - Earls Court, 1980)
Laufzeit: 1'24

2. Another Brick In The Wall, Part 2
(Promotional Video - Restored in 2011)
Laufzeit: 3'20

3. "Behind The Wall"
(Dokumentation, 2000)
Laufzeit: 50'27

4. Gerald Scarfe Interview
Laufzeit: 17'21
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am 24. September 2011
Die neu gemasterte Version von The Wall lohnt den Kauf. Allerdings darf man nicht erwarten, dass sich der Himmel auftut. Das liegt vor allem daran, dass die Version von 1994 auch schon sehr brauchbar war. Der Unterschied ist also nicht so groß, wie etwa bei den Remasters der Beatles.

Aber: Der Mix ist differenzierter und wirkt räumlicher. Im Hintergrund gesprochene "Source"-Textelemente z.B. sind nun klar und deutlich zu verstehen.

Insgesamt scheinen die PF Remasters ein gelungenes Projekt zu sein. Ein Grund zur Freude.

Beim Packaging hat man sich wohl an den Beatles-Remasters (aus gleichem Hause) orientiert. Ein wenig Retro also. Geschmacksache. Mir sind stabile CD-Boxen eigentlich lieber.

Das Booklet ist identisch mit dem der vorangegangenen Version.
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am 12. März 2008
Ich bin mit meinen 31 Lenzen nicht unbedingt einer, der sagen kann er wäre mit der Musik von Pink Floyd aufgewachsen. Ich höre Künstler verschiedenster Musikrichtungen, die meiner Meinung nach qualitativ hochwertige Musik machen: von Depeche Mode über Kraftwerk zu Underworld, Björk, Radiohead weiter zu Smashing Pumpkins, Massive Attack, Enrique Bunbury und The Doors - um nur ein paar zu nennen. Immer jedoch haben Pink Floyd - und das haben sie mit Yello gemein - bei mir eine ganz besondere Stellung eingenommen!
Diese individuelle Klasse, dieses Gespür für Harmonien und sphärischen, in sich stimmigen Klanglandschaften können mir nur diese zwei besagten Bands geben. Wobei man Pink Floyd sicherlich nicht mit Yello vergleichen kann, aber beide Bands sind völlig losgelöst von irgendwelchen Musikrichtungen eine absolute Ausnahmeerscheinung.
Zugegebenermaßen muss ich gestehen, dass sich dies lange Zeit nur auf "WYWH", "DSOTM", "Animals" und "Division bell" bezog. Mit "The wall" konnte ich lange Zeit nicht viel anfangen. Das Doppelalbum war mir zu unbeständig. Tolle eingängige Songs auf der einen Seite, unnahbare unbequeme Songs auf der Anderen.
Als ich kürzlich die tolle "The wall" - Show von Aussiefloyd live gesehen habe, entdeckte ich die "Wall"-Songs neu. Zu Hause hörte ich dann seit langer Zeit wieder mal das Album an und die Genialität dieses Werkes erschloss sich mir so langsam! Und mittlerweile sehe ich "The wall" als das was es ist: Ein Konzeptalbum von beeindruckender Tragweite hinsichtlich Texte und Arrangements! Und da war sie wieder - die Erkenntnis: So etwas schafft nur Pink Floyd! Und es ist ja nicht umsonst das meistverkaufte Doppelalbum der Welt. Wenn auch verspätet - 5 Sterne.
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TOP 1000 REZENSENTam 29. Februar 2012
schon das remaster auf 180g vinyl von DSOTM und WYWH hat viel spass gemacht.

nun gibt es auch the wall als wertiges reissue und auch hier bin ich erstaunt, dass doch noch hochwertig gemachte sachen um vernünftiges geld zu haben sind.

über den inhalt muß ich vermutlich nicht viel sagen. ich verfolge PF seit den tagen syd barret's und gebe zu, die nachfolgenden phasen der band gefälliger und trotzdem besser zu finden. die wesentlichen alben der band werden jedenfalls für mich immer zu den wichtigsten vertretern der psychedelischen rockmusik gehören.

auch "the wall" habe ich als meisterwerk empfunden, wenn auch als schwächelndes, das durchgängig nicht mehr so hohes niveau wie die in der ersten zeile genannten alben bietet, will sagen, dass ich hier längen geortet habe und - das war meine bisherige, natürlich rein subjektive ansicht - es der produktion besser getan hätte, die genialen momente auf eine LP zu tun und das andere einfach wegzulassen.

dieses reissue erschüttert diese meinung ein wenig. das remaster und die perfekte pressung lassen räume und hintergrundgeräusche hörbar werden, die ich in dieser plastizität bisher nicht wahrgenommen habe und die das durchhören der beiden platten spannender machen. vor allem die kleinen feinen elektronischen geräusche lösen sich völlig von den lautsprechern und entstehen irgendwo im raum.

das ding ist mir trotzdem immer noch zu länglich, aber irgendwie hab ich es in dieser version wieder zum ersten mal gehört und das sehr genossen.

der pappschuber ist von hoher qualität, die platten - mit dem original-label - kommen in schwerer 180g qualität, sind sauber, perfekt entgratet und das mitteloch ist genau zentriert - leider in letzter zeit keine selbstverständlichkeit, daher erwähnenswert. wie beim original sind auch die textblätter dabei und zusätzlich noch ein poster, das meinem original nicht beilag. der transparente sticker ist im gegensatz zu früher bereits aufgeklebt.

viel vinyl und guter klang für's geld, von solchen reissues könnte es mehr geben!
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am 20. September 2014
Ich halte "The Wall" für großartig - genauso ich auch "Dark side of the moon" und Wish you were here" für großartig halte. "The Wall" ist ganz anders als diese Alben, aber meiner Einschätzung nicht schwächer. Roger Waters hat hier, noch mehr als auf dem Vorgänger "Animals", die Vorherrschaft in der Band. Schade, dass Rick Wright und Nick Mason hier von Waters so in den Hintergrund gedrängt wurden, während David Gilmour zum Glück noch einige Songs komponieren durfte und auch viele grandiose Gitarren-Soli eingebracht hat, was er auf dem Nachfolger "The Final Cut", das dann auch schwächer ist, nicht machen durfte. Die Wall ist ein größenwahnsinniges, bombastisches und größtenteils trauriges bis depresieves Werk, dass auf seinen zwei LPs/CDs nicht nur großartige Lieder zu bieten hat. Aber für mich gehört einfach jeder Song zum Album und ich bin noch nie in Versuchung gekommen einen Titel zu überspringen.

Da das Album als Rock-Oper sich die ganze Zeit mit einer Geschichte befasst, fasse ich diese nochmal kurz zusammen: Auf Teil 1 erinnert sich der Musiker Pink an Erlebnisse seiner Kindheit, wie den Tod seines Vaters, seine überfürsorgliche Mutter und an seine Schulzeit und die Lehrer, die ihn sehr schlecht behandelt haben. Alle diese Erlebnisse sind Steine in der Mauer, die Pink um sich herum aufbaut, um sich von allen Gefühlen zu Isolieren. Als ihn seine Frau während einer seiner Tourneen betrügt, hat er den letzten Stein für seine Mauer gefunden und verabschiedet sich von der grausamen Welt. Bei Teil 2 ist er nun hinter der Mauer und sucht zuerst noch Kontakt zum Rest der Welt, bevor er immer mehr in eine Drogen-Welt abdriftet. Damit er seinen Auftritt durchsteht, muss er mit Beruhigungsmitteln behandelt werden und er verfolgt Minderheiten bis er sich selbst den Prozess macht, der damit endet, dass er die Mauer einreißen muss und sich wieder der Welt stellen muss.

Das Album hat, wie bereits gesagt, eigenständige großartige Songs und solche, die das Album zusammenhalten und den Text vermitteln sollen. Alle Titel gehen ineinander über, sodass man wirklich merkt, dass alles zusammen gehört. Die Highlights des ersten Teils sind die beiden recht harten "In The Flesh"-Nummern, die drei "Another Brick In The Wall"-Teile, von denen der zweite ein riesiger Hit wurde, die Akustik-Nummer "Mother", sowie Gilmours Rocker "Young Lust". Auf dem zweiten Teil gefallen mir besonders das melodische "Hey You", die Piano-Ballade "Nobody Home", das grandiose, unvergessliche nächste Gilmour-Stück "Comfortably Numb", bei dem sich Roger Waters und Gilmour beim Gesang abwechseln und er ein fantastisches, langes Gitarren-Solo spielt und "Run Like Hell". Aber auch das Finale mit "Waiting For The Worms" und "The Trial", welches in Richtung Oper geht, finde ich gelungen.

Auch der Film The Wall mit Bob Geldorf in der Hauptrolle und die Tour, bei der eine gigantische Mauer auf der Bühne aufgebaut wurde, sind unvergessen. Leider war The Wall das letzte Album in der legendären Besetzung David Gilmour, Roger Waters, Rick Wright, Nick Mason, da Wright bei "The Final Cut" gar nicht mehr in der Band war und Roger Waters für die letzten beiden Alben nicht mehr dabei war. Von mir gibt es für das meistverkaufte Doppelalbum der Gesschichte 5* Sterne und auch wenn es sicherlich Floyd-Fans gibt, die die Mauer von Waters nicht mögen, ist es doch ein faszinierendes Werk geworden.
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am 9. August 2011
"The Wall" ist ohne Frage ein Monster von einem Album. Mit mehr als 30 Millionen Stück ist es das bis heute weltweit meistverkaufte Doppelalbum. Und es ist jenes Album, welches den klassischen Pink-Floyd-Sound einschneidend änderte. Ausufernde Instrumentaleinlagen waren passé, das Konzeptalbum diente als Sprachrohr für Roger Waters, der die Aussage erstmals vorrangig vor die Musik stellte - das Ergebnis musste zweifelsohne ganz anders klingen. Daher ist es schwer, "The Wall" im direkten Vergleich mit seinen Vorgängern zu bewerten.

Aber die Geschichte, den tiefen Blick in die kaputte Seele des Protagonisten 'Pink', in dieser musikalischen Form umgesetzt, ist wahrlich ein künstlerisches Meisterwerk. Man muss sich mit der Komplexität des Werkes schon beschäftigen, um die zynischen Texte oder die bis ins kleinste Detail durchdachten Soundeffekte zu begreifen. Obendrein ist das Werk Floyd-typisch natürlich perfekt aufgenommen und mit bemerkenswerter Dynamik abgemischt, so dass jeder Hördurchgang ein echtes akustisches Erlebnis ist.

Dennoch: volle Punktzahl bekommt "The Wall" trotz dieser Lorbeeren von mir nicht. Denn hin und wieder erstickt die Story unter dem Bombast, den Roger Waters auffährt. Besonders deutlich wird das bei "Waiting for the Worms" oder "The Trial" gegen Ende des Werkes, wo die Musik kaum noch etwas mit Rock zu tun hat, sondern eher - für mich nur schwer erträglich - Richtung Musical abdriftet. Auch das jedermann bekannte "Another Brick in the Wall (Part II)" ist ein völlig untypischer Floyd-Sound, mit der es die Band zwar sogar bis auf die Disco-Tanzflächen schaffte, manchen Fan aber etwas ratlos zurückließ.

Zum Glück ließ sich der damals sehr dominante Waters aber noch ein wenig in sein Schaffen hineinreden, und so kam David Gilmour dazu, mit seinem melodischen Gespür ein paar Glanzlichter einzustreuen, allen voran natürlich das überragende "Comfortably Numb". Hier wurde besonders deutlich, dass Waters und Gilmour sich musikalisch perfekt ergänzten, und dass es jammerschade ist, dass es nach "The Wall" vorbei war mit dieser fruchtbaren Zusammenarbeit. Weiterhin halte ich "Hey You", "Mother", das Doppelstück "Empty Spaces"/"Young Lust", "One of my Turns" und ganz besonders "Nobody Home" für herausragende Songs, die außerhalb des Konzeptes sogar für sich alleine funktionieren.

Unterm Strich ist "The Wall" eine harte Nuss, die geknackt werden muss - und dafür braucht man Zeit, das Verständnis für die Texte und optimal einen hervorragenden Kopfhörer. Wer Pink Floyd eher für die Frühwerke schätzt oder nur "Another Brick..." aus dem Radio kennt, wird mit "The Wall" vermutlich weniger glücklich werden.
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am 11. August 2002
Die 1979 erschienene Platte "The Wall" nimmt wohl unstrittig eine ganz besondere Stellung in der Geschichte der Rockmusik ein.
Bereits zehn Jahre zuvor hatten The Who eine vollkommen neue Art der Rockmusikinszenierung entworfen. Mit ihrem Werk "Tommy" war es ihnen gelungen, ein Album auf den Markt zu bringen, dass wie aus einem Stück gegossen war. Es beschäftigte sich vom Anfang bis zum Ende mit EINER Handlung. Die Lieder wurden von einem Konzept zusammengehalten und bildeten gemeinsam EIN Werk. Es war das erste Mal, dass so etwas wie eine Rockoper entstanden war.
Genau dies, nämlich das Erschaffen einer Rockoper, gelang Pink Floyd, beziehungsweise Roger Waters, mit "The Wall" in vollendeter Form. Auch hier wird sich thematisch mit dem Erzählen einer einzigen Geschichte befasst. Musikalisch sieht das Ganze dann so aus, dass ein Stück zumeist nahtlos in das nächste übergeht und nur dort Pausen entstehen, wo sie inhaltlich erforderlich sind - wie in einer richtigen Oper also. Dem Komponisten Roger Waters ist dies auf solch eindrucksvolle Art und Weise gelungen, dass ich persönlich selten Lust habe, mir nur ein spezielles Lied des Albums anzuhören, sondern vielmehr meistens das Bedürfnis verspüre, das komplette Werk zu genießen. Das führt dazu, dass ich "The Wall" nicht sehr oft höre. Wenn ich es aber dann tue, dann ist dies mit einem besonders intensiven Erleben der Musik verbunden, welches sich auch nicht abzunutzen droht.
"The Wall" steht in der Form, in der es entstanden ist, schon relativ einsam auf weiter Flur da. Es gibt nur wenige Alben, die solch eine Wirkung und auch Bedeutung für die Rockmusik haben. Es ist tatsächlich ein waschechter Meilenstein der Musikgeschichte, und jeder halbwegs Interessierte sollte dieses Album besitzen.
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am 5. März 2012
"...is this not what you expected to see?"

Um es vorweg zu nehmen: Nein, diese Box ist nicht das worauf man als Fan wirklich gewartet hat.

Nach der relativ gut gelungenen Dark Side Of The Moon Immersion Box und der auch noch akzeptablen Wish You Were Here Box (wer nicht unbedingt Multichannel Mixes braucht konnte hier auch schon zur Experience greifen...) nun die dritte (und vorerst) letzte Box der Immersion Reihe.

Das Album:
Am "The Wall" Album scheiden sich die Geister. Für einige ist es aufgeblähter Bombast, für andere ein Highlight Konzeptalbum bis hin zum Jahrhunderalbum. Für die "richtigen, echten" Pink Floyd Fans war nach "Piper" eh alles nur noch Kommerz...
Egal wie man zu dem Album steht:
Vom Remastering her lohnen sich die ersten 2 CD's dieser Box schon, wenn man noch nicht die remasterte Version aus den 90ern hat. Wer diese hat und sich überlegt die neu remasterte CD von "The Wall" anzuschaffen, wird keinen gravierenden Zugewinn haben. Das neue Remaster kommt etwas druckvoller daher was vor allem im Auto oder auf dem iPod hörbar ist. Ansonsten stellen die Remasters auf den 90ern für mich immer noch die Referenz dar.

Is There Anybody Out There?
CD 3+4 beinhalten das The Wall Live Album "Is There Anybody Out There?" in ebenfalls remasterter Form. Auch hier ist der Klang druckvoller. Das wirklich große Manko ist aber: Die Ursprüngliche Veröffentlichung kam mit einem unangenehmen Rauschen bei vielen Teilen des Konzerts daher (vor allem bei Gilmours Gesangsparts). Dies ist immer noch merklich vorhanden.
Von daher kann hier von einer wirklichen Steigerung im Klang nicht gesprochen werden.

Demos, Demos, Demos...
...findet man dann auf den CDs 5+6. Klanglich super (zumindest für solch alte Demo Versionen), stellt sich aber dennoch die Frage ob dies ein wirklicher Mehrwert ist. Klar ist es mal interessant den Entstehungsprozess verfolgen zu können. Aber ist es wirklich essentiell diese Demos zu besitzen? Wie oft hört man sich diese wohl bewusst an? Ich finde es als quasi einziges Kaufargument (dazu später) etwas dürftig. Vor allem wenn man sieht was andere aus den Archiven so rausholen.

Zu guter letzt (zumindest was die Datenträger angeht) die DVD:
Auch hier stellt sich die Frage ob das wirklich notwendig war (bzw. ob das schon alles sein soll?). Ein nicht mal 2 Minuten "langer" Konzertausschnitt, ein Promo Video (immerhin über 3 Minuten!), eine Doku (ca. 50 Minuten) und ein Interwiev (ca 18 Minuten). Das wars was die Archive zu bieten hatten oder besser was in kürze (denn die Boxen sollten anscheinend möglichst schnell auf den Markt) aufzutreiben war.

Der Rest:
Bierdeckel, Schal, Murmeln etc... Alles was man so aus den anderen Boxen schon kannte findet man hier auch wieder. Ob man es braucht soll jeder für sich entscheiden. Ich finde es eher entbehrlich und sicher kein Kaufargument.

Was fehlt?
Die Box wurde sehr lieblos zusammengestellt. Hätte man sich etwas mehr Zeit gelassen und das Ganze etwas mehr durchdacht hätte man zum Beispiel eine Box zusammen mit "The Final Cut" machen können. Immerhin sind diese Alben von der Entstehung nah beieinander (vgl. When The Tigers Broke Free aus dem The Wall Film jetzt auf der Final Cut CD sowie die Demo von "Teacher Teacher später "The Heros Return" auf the Final Cut).
Wenn schon "Immersion" dann mit:
Vinyl (kann man selbstverständlich zusätzlich käuflich erwerben ;-), dem The Wall Film auf Blu-ray (kann man bestimmt in Zukunft zusätzlich käuflich erwerben ;-), den Film Soundtrack als Audio CD und die Final Cut Video ep (wäre auf der fast leeren DVD dieser Box massig Platz gewesen).

Kaufen oder nicht?
Wenn man wirklich von Pink Floyd alles und wirklich alles besitzen möchte dann sicherlich.
Wenn man The Wall als remaster aus den 90ern hat und Is There Anybody Out There? auch schon sein Eigen nennt wird es schwer sich hierfür Kaufargumente bereitzulegen.
Wer weder das Eine noch das Andere in seiner Sammlung hat kann hier guten Gewissens zugreifen.
Wer an einem wirklichen Mehrgewinn an unveröffentlichen Raritäten interessiert ist wird hier wohl auch eher enttäuscht sein.

Ich kann mir gut vorstellen das die Immersion Box, nachdem man die Demos "mal durchgehört hat", bei vielen käufern sehr schnell Staub im Regal ansetzen wird. Insgesamt kommt die Box mit einer sehr lieblosen Zusammenstellung daher. Und das wo Pink Floyd immer für Perfektion bekannten waren... Schade...
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am 8. November 2002
Ein Album, von dem man sagt es sei eines der besten seiner Schublade muss zuerst einmal die Eigenschaft aufweisen kein schlechtes Lied zu enthalten. Da wären zum Beispiel U2 "Achtung, Baby!", Jewel "Pieces of you" oder Travis "The man who". "The Wall" aber hat sehr viel mehr zu bieten. Es ist mal sanft wie Mozart ("Another brick in the wall Part 1"), mal brachial wie van Beethoven ("The happiest days of our lives"), es gibt auch hin und wieder die gewohnten Gesprächsfetzen, die hier zeigen warum die Hauptfigur langsam total abgeschottet verrückt wird. Damit wären wir beim Inhalt: ein junger Mann, "Pink", Musiker, baut die Mauern um sich herum immer mehr auf. Es gibt wunderschöne Texte, die mal poetisch, mal kraftvoll daherkommen. Man sollte sich wirklich die Mühe machen und versuchen sich alles zu übersetzen.
Ich habe mit diesem Album mein Dasein als Pink Floyd-Fan begonnen und nachdem ich die anderen Werke vor 1985 (da ging Roger Waters) und teilweise die Biographie von Waters kannte, verstand ich das Album komplett. Der Inhalt ist halb autobiographisch (auch Waters Vater starb im zweiten Weltkrieg in der Marine) und halb erfunden.
Gleich zu Anfang merkt man, daß es kein harmonisches, entspannendes Pink Floyd Album ist. „In the Flesh?" läßt gleich einmal zeigen, daß dies ein hartes, verstörtes und persönliches Album ist. Bei „One of my turns" möchte ich immer meine Anlage auf Maximum drehen. „Is there anybody out there?" bietet eine Gitarre die klingt, als sei sie vor ein paar hundert Jahren aufgenommen. „Comfortably numb" ist einfach unbeschreiblich. „The trial" schließlich ist dann der letzte große Knall, bei der Pink vor Gericht steht und seine Mutter, sein alter Lehrer und der Richter sich zu Wort melden. Wenn sein gesamtes Umfeld „tear down the wall" ruft, möchte man am liebsten mitgröhlen" Beim Schluß „Outside the wall" hört man einen simplen Kinderchor, ein Akkordeon und man möchte sich noch einmal den ganzen Streß anhören, den es dann wieder zu verarbeiten gilt.
„The wall" ist ein so komplexes Konzeptalbum, daß es zwei Cds bzum Bannen benötigte (was sonst höchstens Best of Alben haben) und auch als Film rauskam. Der Film ist ohne Kenntnis und Verständnis des Albums völlig uninteressant, aber wenn man die hat, will man unbedingt sehen wie es optisch umgesetzt wurde, sehr gut nämlich. Die Liveauftritte davon (unbedingt das Livealbum von '80/'81 holen) waren ein atemberaubendes Spektakel und wurden leider nie komplett auf Film gebannt (soweit ich weiß). Es würde mich nicht wunder, wenn es auch als Theaterstück veröffentlicht würde, es ist inhaltlich und musikalisch dazu bestens geeignet; und um so mehr man sich diesem Werk zuwendet, umso mehr überlegt man sich, wie hoch denn eigentlich die eigenen Mauern der Persönlichkeit sind.
Und jetzt endlich mein Fazit: Nach diesem Album muß das Wort „Meisterwerk" neu definiert werden.
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TOP 500 REZENSENTam 2. November 2011
EMIs remaster campaign der Pink Floyd Alben trägt den Titel ,Why Pink Floyd`, aber der Hörer fragt sich eher ,Why these remasters?`, denn das remastering der 14 Alben ist für die CD Ausgaben - vorsichtig ausgedrückt - kaum merkbar. Wer die Original Vinyls sein eigen nennt braucht das hier - abgesehen von den Zugaben der Immersions Ausgaben eigentlich gar nicht. Und die Editionen der ,Oh By The Way` Box von 2007 sind den neuen remasters klanglich zumindest ebenbürtig. Von DSOTM gibt's die SACD Version die soundmäßig auch klar besser ist und gerade bei ,The Wall` fällt auf, dass diese neue Version eigentlich flacher klingt als die von 2007. Aber gut - EMI muss die Kassen füllen und dann wird halt der Backkatalog der größten acts neu aufgelegt, aber für die Pink Floyd Liebhaber hätte es mehr gebracht, wenn alle diese Alben nur als SACD oder Audio DVD erschienen wären. Die CD Ausgaben in dieser Form braucht man eigentlich nicht.
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