Kundenrezensionen

31
4,2 von 5 Sternen
Obscured By Clouds (remastered)
Format: Audio CDÄndern
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35 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. Januar 2006
,Obscured By Clouds' war wie schon ,More' eine Soundtrack-Auftrag des Regisseurs Barbet Schroeder. Hier wie dort stehen Hippies im Mittelpunkt, die fernab der Zivilisation ihr eigenes Leben, neue Werte oder was auch immer suchen. Diese Suche nach Alternativen ist auch schon alles, was die Filmhandlung mit Pink Floyd verbindet. Der Film hat in der Geschichte des Kinos keine besondere Rolle gespielt, uns aber ein weiteres schönes Album der Band beschert.
Nach dem ,Zabriskie-Point'-Desaster, ber dem nur ein paar Demo-ähnliche Aufnahmen herauskamen, die von Antonioni zum Großteil nicht für den Film benutzt wurden, befreien sich hier Pink Floyd von allzu festen Vorgaben. Mit Schroeder hatten sie schon gearbeitet, deshalb konnten sie sicher sein, dass er ihre Ergebnisse mögen würde.
Was herausgekommen ist, sind eine Handvoll Instrumentals, die den Film untermalen und eine Menge guter Songs, die alle das Zeug zu einem Hit der Band gehabt hätten. So wurden sie aber zur Zeit der Entstehung nicht allzu sehr geschätzt, weil man von Pink Floyd doch eher Ausflüge ins weite All gewohnt war. Lässt man diese Erwartung einmal hinter sich, erschließt sich ein Juwel von Platte, die auch nach Jahren noch gut und frisch klingt.
Der Opener ,Obscured By Clouds' ist typische Filmusik, die Atmosphäre erzeugen soll. Synthesizer und Gitarre geben den Ton an - typisch Floyd also. ,When You're In' spinnt den Faden weiter, kommt aber rockig und hart daher und beweist, dass die Band auch anders kann.
Die folgenden drei Songs überzeugen durch klaren Aufbau, guten Gesang und saubere Produktion, wenn auch ,Burning Bridges' ein bisschen arg schläfrig daherkommt; ,The Gold Is In The ...' sorgt aber für den nötigen Rock-Kontrast, und ,Wot's ... Uh The Deal' ist schlicht klasse. Hier zeigt Gilmour einmal mehr, dass er auch als Songwriter seinen eigenen, wieder erkennbaren Stil und gute Ideen hat. ,Mudmen' setzt wieder auf den Film-Effekt und dient dazu, eine bestimmte Szene zu untermalen.
Seite 2 der Original LP beginnt mit ,Childhood's End', einem weiteren Gilmour-Song, der gekonnt um wenige Akkorde herum gebaut ist und ein bisschen in die Richtung zeigt, in die sich die Band mit ,Dark Side Of The Moon' bewegte. ,Free Four' von Waters lässt elektronisch verfremdete Country-Music anklingen, und ,Stay' von Wright kommt sanft und poppig.
Der Abschluss ,Absolutely Curtains' mit dem (Eingeborenen-?)Chor im Hintergrund bleibt wohl so lange ein Geheimnis, bis man den Film gesehen hat. Vielleicht ist das Geheimnis als solches aber auch schöner ...
Im Ganzen eine schöne, entspannte Platte, die nicht nur PF-Fans gefallen dürfte.
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43 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Oktober 2001
"Obscured by clouds" erschien 1972 als Musik zu dem Film "La valleé" von Barbet Schroeder - und als solche muß sie auch gesehen werden. Wer den soundtrack, losgelöst vom Film, hört und beurteilt, der wird dieser Platte nicht gerecht. Ich habe den Film gesehen und kann sagen, daß die Musik die Stimmung des Films in geradezu atemberaubender Weise widerspiegelt. Man sehe die weiten Landschaften Afrikas, rot gefärbt vom Sonnenuntergang und höre dazu das Intro "Obscured by clouds"! Eine Wucht! Danach folgt "When you're in" mit mächtigem Trommelspiel und wabernden Keyboards. Im Film geht das richtig unter die Haut! Das gesamte Album zeichnet sich dadurch aus, daß es die jeweiligen Filmsequenzen in beeindruckender Form akustisch umsetzt. Das ist die hohe Kunst der Filmmusik. Selbst die fragilen Gesangsparts atmen die Atmoshäre des Films. Für mich ist dieses Album von Pink Floyd eines der besten überhaupt. Sie zeigen Kreativität und versetzen den Zuhörer in eine manchmal mystisch anmutende Stimmung - genauso, wie die Filmbilder ein opulentes Gemälde der afrikanischen Landschaften entwerfen. Mein Fazit: grandios. Schaut euch mal den Film an!
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Oktober 2011
Zur Musik haben sich schon andere geäußert; ich gehe hier mal nur auf die Klangqualität ein. Von vielen ist das Wort "Remaster" gefürchtet, weil damit heutzutage fast immer eine Dynamikkompression auf ein Niveau eingeht, mit dem die Musik im MP3-Player oder im Küchenradio gut klingt, dafür über eine ordentliche Anlage einfach nur nervig laut; Stichwort "loudness race".
Nicht so hier: Pink Floyd klingen kristallklar und dynamisch wie immer; das Album ist mit einem "dynamic range" von 13 nahezu perfekt. Fünf Sterne!
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. November 2000
Für Pink Floyd - Verhältnisse mit recht kurzen Stücken versehen stimmt die Band 1972 auf ihrem zweiten Soundtrack- Album beschwingte Rock-Klänge an, die relativ leicht ins Ohr gehen. Was einigen Zuhörern nur als Wartezeit auf ihren parallel dazu entstandenen Klassiker "The Dark Side Of The Moon" erschien, war für die Band selber ein Testballon in bezug auf ihre Mainstreampop- Qualitäten. Während das mantrisch wirkende Eingangsstück noch sehr typisch in ihrem Stil ist - es wurde zu einer erstklassigen Live- Nummer - kommt beispielsweise "The Gold It's In The ..." Floyd- untypisch als pulsierender Hardrocker rüber, während Keyboarder Rick Wright mehr seiner romantisch- jazzigen Ader in "Stay" nachgeht. Das balladeske "Wot's Uh The Deal" beweist schließlich, dass Pink Floyd nach den Beatles die Band mit den schönen Melodien an der Grenze zum Kitsch ist.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Mai 2015
Manche Alben sind zu Unrecht vergessen. Erst kürzlich gab es in einem Rock-Magazin einen Artikel zu Pink Floyd. Da wurden nebenbei in einem Kasten sechs Klassiker vorgestellt: "Meddle", "Dark Side of the Moon", "Wish You Were Here", "Animals" und "The Wall". Das sind natürlich alles berechtigterweise Klassiker (wobei "Animals" zwar das Lieblingsalbum vieler Floyd-Fans ist, von der Öffentlichkeit aber nach wie vor übersehen wird). Aber was ist mit der LP zwischen "Meddle" und "Dark Side"? Auf keiner der Compilations "A Collection of Great Dance Songs", "Echoes" oder "A Foot in the Door" sind Songs des Albums "Obscured by Clouds" vertreten, lediglich "Works" enthält "Free Four" (der erste Single-Erfolg in Amerika und damit wichtige Grundlage für den Durchbruch mit "Dark Side"). Die generelle Auffassung ist offenbar, dass "Obscured by Clouds" zu vernachlässigen ist. Dem möchte ich jedoch entschieden widersprechen.

Es handelt sich bei "Obscured by Clouds" um einen Soundtrack. Das ist nichts Neues, Pink Floyd haben an einigen Soundtracks mitgewirkt - die allererste Studioaufnahme der Band ("London 66/67") war für den Film "Tonight Let's All Make Love in London" entstanden. Später kamen "More", "Zabriskie Point", "La Vallée" und "La Carerra Panamericana" dazu. Von diesen sind nur die beiden Barbet-Schroeder-Scores "More" und "La Vallée" als vollwertige Floyd-Alben erschienen. Aber während ich "More" für ein eher uninteressantes Experiment halte, das nur in wenigen Stücken einen echten Fortschritt der Band dokumentiert, ist der Soundtrack von "La Vallée" (von Pink Floyd schließlich in "Obscured by Clouds" umbenannt, was wiederum dazu führte, dass der Film diesen Titel ebenfalls übernahm...) in meinen Ohren ein viel überzeugenderes Album geworden. Interessanterweise hat sich die Band dabei jedoch viel weniger Mühe gegeben - das komplette Album wurde in gerade mal zwei Wochen aufgenommen, und nach den frustierenden Erfahrungen mit Michelangelo Antonioni bei "Zabriskie Point" überließen sie es Schroeder, die richtige Musik für die jeweiligen Szenen auszuwählen. Diese spontane Herangehensweise führte zu einem sehr lockeren Album, das mir mit am meisten Spaß macht.

Interessanterweise sind trotz des Fehlens eines übergreifenden Konzepts und der recht rohen Einspielweise (kaum Overdubs) zahlreiche Parallelen zu "Dark Side of the Moon" feststellbar. Dazu muss man wissen, dass DSOTM bereits Anfang 1972 live gespielt und in Form gebracht wurde, die Aufnahmen jedoch erst nach OBC begannen. Auf OBC kann man denn auch zum ersten Mal das markante Dröhnen des VCS3-Synthesizers hören (Titelsong, Free Four, Mudmen, Childhood's End). Es gibt vier Instrumentals, die restlichen Songs werden zumeist von David Gilmour gesungen (mit Rick Wright im Duett auf "Burning Bridges"), wobei Rick Wright ("Stay") und Roger Waters ("Free Four") jeweils einmal alleinigen Leadgesang übernehmen. Insgesamt klingt OBC schon wie der kleine Bruder von DSOTM.

Die Kürze der Stücke deutet es an: OBC ist eindeutig song-orientiert. Es gibt keine Longtracks wie auf den drei Vorgängeralben. Auch das ist eine Gemeinsamkeit mit DSOTM, wobei man letzteres natürlich auch als eine einzige lange Suite ansehen kann. Was mich immer wieder beeindruckt, ist, dass die Stücke allesamt eine enorme suggestive Kraft besitzen. Genau das fehlt mir bei "More", vielleicht abgesehen von "Cirrus Minor", fast komplett. Ich sehe OBC immer als Album für den Morgen, und kein Stück veranschaulicht das besser als der Titelsong: Langsam, bedächtig schwellen die Synthesizer an, ein langsames Schlagzeug gesellt sich dazu, und David Gilmour lässt einige genial simple Gitarrenlinien erklingen. Der Groove des Stücks ist seiner Zeit weit voraus. Ohne Pause schließt sich "When You're In" in derselben Tonart an, doch das Tempo wird angezogen, und neben der Gitarre ist nun auch eine Orgel zu hören. Das Stück ist ebenfalls sehr simpel und basiert auf einer abgewandelten Bluesform. Kein Zweifel, die beiden Instrumentals gehören zusammen und geben die Stimmung des Albums vor. Mit "Burning Bridges" im ungewöhnlichen 3/4-Takt folgt der erste gesungene Titel. Die getragene Hauptmelodie wird von Gilmour (im linken Kanal) sanft gesungen, bevor im rechten Kanal Rick Wright übernimmt und sich die Stimmung eintrübt. Danach geht es mit einem wunderschönen Gitarrensolo wieder zurück zur anfänglichen, sonnendurchfluteten Stimmung, woraufhin man Wright und Gilmour in perfekter Harmonie gemeinsam singen hören kann. "Burning Bridges" ist für mich eine der schönsten Wright-Kompositionen, gerade wegen der einfallsreichen und eindrücklichen Akkordsequenzen. Es folgt mit "The Gold It's In The..." ein richtiger Gitarrenrocker, an dem ich mich auch nie satthören kann, obwohl (oder gerade weil?) Gilmour eine gefühlte Ewigkeit im Outro vor sich hin soliert und dabei einen gitarristischen Gipfel nach dem anderen erklimmt. So gelöst kann man ihn selten hören. Die ebenfalls wieder gelungene Akkordsequenz tut ihr Übriges. Wobei ich mich wundere, ob Wright hier beteiligt war, denn ich höre keine Keyboards (!). Das etwas merkwürdig betitelte "Wot's... Uh the Deal" ist eine folkige, von Akustikgitarren-Picking geprägte Midtempo-Nummer und enthält eine der besten Melodien, die je auf einem PF-Album zu hören waren. Rick Wright bereichert es durch Klavier und Orgel, während Gilmour ein Slidegitarrensolo einstreut. Gegen Schluss nimmt die Nummer sogar noch etwas Fahrt auf. Nick Masons Schlagzeugspiel ist auch aller Ehren wert.
Die zweite Seite eröffnet mit einer instrumentalen Variation von "Burning Bridges". Anders als "Bridges" ist "Mudmen" jedoch im 4/4-Takt, was für eine sehr interessante Umformulierung des Klaviermotivs sorgt. Die schon in der gesungenen Version vorhandenen Atmosphärenwechsel werden hier noch viel besser herausgearbeitet. Die Dramatik und Intensität von "Mudmen" sind beeindruckend, speziell an der Stelle, wo Gilmours schneidende, verzerrte Gitarre einsetzt und sich auf die von Wrights Orgel gesponnenen Texturen draufsetzt. "Mudmen" wirkt fast, als hätte man die Essenz von Pink Floyd eingefangen und in eine Flasche gefüllt. "Childhood's End" dagegen ist wieder eher untypisch, da recht rockig. Andererseits ist dieser Song - der letzte von Gilmour komplett alleine komponierte bis zu Waters' Ausstieg 1985 - gleichzeitig mit seinem sphärischen Intro, dem pochenden Rhythmus und dem philosophischen Text auch ein direkter Verwandter von "Time" und nicht nur deswegen mein persönliches Lieblingsstück auf dem an tollen Tracks nicht armen Album. Hört man direkt danach Waters' "Free Four", dann ist es fast ernüchternd, wie musikalisch uninteressant das nach "Childhood's End" klingt und wie Waters schon damals zu sehr auf den Text geachtet hat. Der ist in seiner Zynik brillant, kontrastiert Waters doch sein Musikerleben mit dem Tod seines Vaters. Aber "Free Four" ist eine Komposition ohne ordentliche Melodie, ohne Refrain und mit einer lächerlichen Drei-Akkord-Progression. Was es jedoch rettet, das sind wiederum die zwei Gitarrensoli, die nicht anders als "phänomenal" bezeichnet werden können. Gilmour war hier wirklich in Hochform. Wrights "Stay" ist wieder melodischer und hat ähnlich wie "Burning Bridges" tolle Akkordwechsel. Gilmours Gitarrenlick im Refrain bricht einem dann nebenbei noch das Herz. Der Text, von Wright mit sanfter Stimme vorgetragen, behandelt ähnlich wie "Summer '68" vom "Atom Heart Mother"-Album die Groupiekultur oder auch einen One-Night-Stand und die damit verbundenen Gewissenskonflikte. In der letzten Strophe heißt es denn auch mit entwaffnender Ehrlichkeit "I rise, looking through my morning eyes/Surprised to find you by my side/Rack my brain trying to remember your name/Try to find the words to tell you goodbye".
Na ja, und dann gibt es da doch leider einen Schwachpunkt. Das haben für mich praktisch alle Floyd-Alben, nur DSOTM ist m.E. makellos. Hier ist es die Schlussnummer "Absolutely Curtains", deren Instrumentalteile nie so richtig in Fahrt kommen. Am Ende hört man dann die Gesänge der im Film gezeigten Ureinwohner von Papua-Neuguinea (dort befindet sich das im Filmtitel erwähnte Tal - "La Vallée"), was im Kontext des Films durchaus Sinn macht und sogar als frühes Beispiel für "Weltmusik" gelten kann. Nur ist mir diese Passage dann einfach zu lang und eintönig. Ein schwacher Schluss für ein ansonsten wirklich tolles Album.

"Obscured by Clouds" ist weniger ausgefeilt als "Meddle", aber dafür abwechslungsreicher und ausgewogener. Verglichen mit "Dark Side" ist es fröhlicher, leichter, weniger geschliffen, hat aber insgesamt genügend experimentelle Momente, um als sehr wichtiges Album in der Entwicklung von Pink Floyd gelten zu können. Es enthält auch einige der besten Gitarrensolos von David Gilmour, genauso wie die gesamte Band so gut eingespielt ist wie sonst wohl nur noch auf - eben - DSOTM. Mein persönlicher Geheimtipp für alle Fans dieser Phase. (Ich habe die 2011er-Remaster-Version und kann zu früheren Ausgaben nichts sagen, allerdings habe ich gelesen, dass das Booklet der 94er CD schöner sein soll. Seltsamerweise wird hier Nick Mason mit "Drums & Vocals" angegeben.)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
7 Monate nach "Meddle", 9 Monate vor "Dark side of the moon". Das heisst innerhalb von 16 Monaten 3 Alben veröffentlicht. Dass dies damals für mich als 15 jähriger mein Taschengeld sprengte ist wohl klar. Somit verzichtete ich anno dazumal traurig auf eben "Obscured". Denn als ich das Geld endlich zusammen hatte, erschien bereits "Dark side". Und darauf konnte ich definitiv nicht verzichten, denn JEDER besass damals diese Platte. Dies führte dann dazu, dass ich erst die neue Remastered Serie 2011 von PF nutzte, um mir die fehlenden Alben zu kaufen.

Doch was hat dies mit meiner Rezension zu tun? Nun, ganz einfach. Es macht nämlich einen riesigen Unterschied, ob man ein Album mit 15 kennenlernt, oder mit 53. Und heute muss ich zugeben, dass es mir leid tut, nicht früher gekauft zu haben. Denn "Obscured" ist definitiv ein richtig gutes Album. Sicher nicht perfekt, sicher auch nicht PF, so wie die meisten sie kennen, und doch ist jeder Song es wert, intensiver gehört zu werden. 10 Lieder, manchmal "richtige" Filmmusik (und genau dann sind PF am besten, denn instrumental waren sie ja schon immer hörenswert), manchmal verspielt und verträumt. Und im Gegensatz zu "More" sind sie hier auch wesentlich eigenständiger, machen keine so grossen Kompromisse. Kurz: sie sind mehr Pink Floyd.

Es macht auch keinen Sinn, jeden Song jetzt einzeln hier zu beschreiben. Der Titelsong ist sicherlich einfach nur grandios, "Wots...", "Burning bridges" und "Absolutely curtains" sicherlich auch. Doch all das ist für jeden wohl anders. Es ist halt nicht so leicht, wie bei DSOTM, wo eben halt jeder mitgerededet hat, und wo es einfach "chic" war, Pink Floyd zu mögen.

Interessant zu wissen, dass Pink Floyd dieses Album in Frankreich aufgenommen haben. Und dies in der Rekordzeit von 2 Wochen. Ausserdem schafften sie damit in den USA ihren Durchbruch. Denn bis dahin hatten sie dort gar keinen Erfolg verbuchen können. Dass dann "DSOTM" in den Staaten ein Hypererfolg wurde, könnte also wohl diesem Soundtrack zu verdanken sein, oder?
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. März 2008
Skeptik bestimmte den Kauf der Platte "Obscured by clouds". Die Meinungen gehen bei diesem Album ja doch etwas auseinander.
Mein Eindruck ist ganz klar: Es ist ein tolles, recht eingängiges Album, dass durchweg hörbar ist, auch wenn ich die Relation zum Film nicht beurteilen kann, da ich diesen nicht kenne. Keine Ausfälle (Im Gegensatz zu "Meddle", wo außer "Echoes" und dem Opener nicht viel losgeht).

Obscured by clouds: Der Opener ist ein Hammer-Instrumental. Von satten Synthie-Sounds getragen mit schleppendem Beat und Gilmours Klasse-Gitarrenspiel. Wieso bekommt so etwas heute einfach keiner mehr hin...! Allein dafür hat sich das Geld schon gelohnt. 5 Sterne

When you're in: Ein eindringliches gitarrenlastiges Instrumental. Ebenfalls oberstes Level. 5 Sterne

Burning bridges: Ein träger Song, der zwar seeehr gemächlich daherkommt, aber die Arrangements überzeugen einfach. 4 Sterne

The Gold its in the...: Ein eingängiges Rockstück allererster Güte. Der "härteste" Track. 5 Sterne

Wots...uh the deal: Himmlisch diese Harmonien, der schwebende Gesang. 5 Sterne

Mudmen: Die Instrumentalversion von Track 3. Obwohl ohne Gesang gefällt es mir aufgrund des besseren, stimmigeren Arrangements weitaus besser und mitreißender als Burning bridges. Klare 5 Sterne

Childhoods end: Die erste Minute besteht nur aus Synthie-Flächen, dann setzt eine tolle Gitarrenhook ein und der coole Gesang zum melancholischen Thema. Wieder 5 Sterne

Free four: Wahrscheinlich der bekannteste Track des Album. Naive Melodie, die immer wieder durch Synthie-Einlagen verstärkt wird. Klingt etwas wie Beatles als Remix. Klingt einfach klasse. Dazu tolle Soli-Einlagen. 5 Sterne

Stay: Der schwächste Song des Albums. Ein schleppendes pianolastiges Stück, allerdings nicht gerade mitreißend. 3 Sterne

Absolutely curtains: Grandioser mystischer instrumentaler Schlusspunkt. 5 Sterne

Dem Album "Obscured b clouds" ist wahrscheinlich nie die Beachtung entgegengebracht worden, weil es eigentlich kein typisches PF-Album ist.
Kein Stück ist länger als 5 Minuten und es sind immerhin 10 Songs enthalten. Da es meines Erachtens aber durchgehend auf hohem Niveau spielt, gefällt es mir persönlich besser als z.B. "Meddle" oder "Atom heart mother"

Hut ab für diese tolle Leistung vor den vermeintlich "großen" Blockbuster-Alben.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. Oktober 2013
In meiner Jugend war ich begeisterter Pink Floyd Fan, so einer mit T-Shirts und anderen Paraphernalien und natürlich mit allen Alben auf Vinyl. Die Begeisterung für Pink Floyd ist langsam, mit den Erfordernissen des erwachsenen Lebens, ebenso verebbt wie die meisten Alben durch Verborgen und Umziehen verschwunden sind. Irgendwann später kaufte ich mal "The Dark Side of the Moon" und "Wish You Were Here" und dachte, das reicht in einer CD-Sammlung.

Vor wenigen Tagen nun fand ich "Obsucured by Clouds" hier auf amazon wieder - remasterd, satt im Klang, und auf einer ordentlichen Soundanlage ist das ein Klangerlebnis erster Güte. Schon der erste Cut, das Titel gebende "Obsucured by Clouds" fordert Technik und Hörgewohnheiten gleichermaßen, und das ändert sich im Verlauf des Albums nicht. Jede Nummer ist auf ihre Art speziell und kräftig, auch und gerade die leiseren.

Kopfschüttelnd stehe ich vor meiner Vergangenheit als Musikliebhaber und verstehe nicht, wie ich Jahrzehnte ohne dieses Album zufrieden sein konnte. Es ist unverzichtbar.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Dies war Pink Floyd noch als eine Gruppe von Freunden, die Spaß daran hatten, wie 1969 schon einmal geschehen, quasi nebenbei einen Soundtrack für einen unwichtigen Spielfilm zu produzieren. Zehn Stücke, darunter kein einziges wirklich schwaches. Wunderbar entspannte Frühsiebziger-Atmosphäre. Happy hippie days.

Keyboarder Rick Wright durfte damals noch singen. Und Roger Waters' Pop(!)-Song "Free Four" schien von Norman Greenbaums simplem Smash-Hit "Spirit in the Sky" von 1970 inspiriert zu sein.

Nur neun Monate nach OBSCURED BY CLOUDS veröffentlichten Pink Floyd ihren schwergewichtigen, bis ins letzte Detail perfekt produzierten Brocken DARK SIDE OF THE MOON. Immer noch schwer zu glauben, aber wahr.
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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Januar 2004
.... wie gut diese Platte ist, merkt man erst, wenn man versucht, eine eigene Pink Floyd Greatest z.B. für Urlaub oder Auto aufzunehmen! Auf jeder Pink Floyd Platte gibt es Songs, die man weglassen kann, aber hier fällt es extrem schwer. Beim ersten Hören klingt alles sehr monoton, kaum auseinanderzuhalten, nur wenige Melodiefetzen bleiben hängen, aber mit jedem weiteren hören wird das Bild vollständiger, bis ... ja bis man kein Stück mehr missen möchte. Musik zum genießen, Pink Floyd konzentriert auf (ruhige) Stimmungen - ohne Schockeffekte à la Interstellar Overdrive oder Weckerrappeln .... und schon sind 40 entspanne Minuten vorbei ...
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