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79 von 81 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf sicherem Boden gelandet
Nach ,Piper At The Gates Of Dawn' mit Syd Barrett schien die Band darum bemüht zu sein, sich ohne ihren Songlieferanten frei zu schwimmen - was ihr nur manchmal gelang. Die letzten Jahre der Sechziger haben dem Hörer ein paar unvergessliche Songperlen und atmosphärische Instrumentals beschert, die Waters, Gilmour, Wright und Mason aufgenommen haben:...
Veröffentlicht am 9. Januar 2006 von sevenmileboots

versus
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die CD ist wie erwartet gut, aber die Verpackung überraschend sparsam.
Ich wollte meine CD-Sammlung komplettieren und war dann arg überrascht, als die CD in einer Papphülle ankam.
Bei der Bestellung ist mir das nicht deutlich geworden was mich in dieser Beziehung erwartet.
Vor 5 Monaten von Bernd Bartel veröffentlicht


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79 von 81 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf sicherem Boden gelandet, 9. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Meddle (Audio CD)
Nach ,Piper At The Gates Of Dawn' mit Syd Barrett schien die Band darum bemüht zu sein, sich ohne ihren Songlieferanten frei zu schwimmen - was ihr nur manchmal gelang. Die letzten Jahre der Sechziger haben dem Hörer ein paar unvergessliche Songperlen und atmosphärische Instrumentals beschert, die Waters, Gilmour, Wright und Mason aufgenommen haben: ,Remember A Day', ,Set The Controls For The Heart Of The Sun', ,Cirrus Minor', Cymbaline' sind reiner Psychedelic-Pop, ,Careful With That Axe, Eugene', ,A Saucerful Of Secrets' und ,More - Main Theme' eine neue Form von instrumentaler Musik, die weder Klassik noch Jazz ist und Rock erwachsen werden lässt.
Mit ,Meddle' scheint sie einen neuen Schritt für sich zu vollziehen. Die Erfahrung mit dem Orchester-Werk ,Atom Heart Mother' wird mit einem ähnlich angelegten Long-Song verarbeitet: ,Echoes', der eine ganze Vynil-Plattenseite ausfüllt. Um den Kern eines dreistrophigen Songs baut die Band ein experimentelles, episches Stück Musik. Schon das Intro ist fast so lang wie normalerweise ein ganzer Song und dazu noch selbständig und unglaublich atmosphärisch - vor allem durch das markante Keyboard-Tropfen am Anfang (das sich in der Mitte vor der Wiederaufnahme des Songthemas wiederholt). Der Song selbst besitzt zwei einfache Teile und eine ruhige, vor sich hin plätschernde Melodie, die bewusst introspektiv wirken soll. Als Zwischenteil das bekannte Hauptthema mit den chromatisch auf- und absteigenden Basstönen. Im Intermezzo spielen die vier wieder ihren Haupt-Trumpf aus: Sound-Experimente, die Fantasie anregen sollen, bevor sie durch ein ständig wiederholtes Akkord-Riff zum Song zurückkehren. Das Outro versandet als Improvisation über dem Song-Thema.
Bei ,Echoes' bemühten sich die Jungs gezielt um die Geschlossenheit, die ,Atom Heart Mother' nicht hatte, und die Arbeit hat sich auf jeden Fall gelohnt. ,Echoes' ist ein Höhepunkt ihrer Bandgeschichte.
Die andere LP-Seite beinhaltete kürzere Songs und ein Intrumental, mit dem sie eröffnet wird. Die Stürme am Anfang von ,One Of These Days' stellen einen Bezug zu ,Echoes' her, was aber folgt, ist ungleich brachialer und unheimlicher. Auf zwei Akkorden improvisiert die Band eine Fahrt durch die Finsternis. Der Gipfel ist die verfremdete, fast satanische Stimme: ,One of these days I'll come to cut you into little pieces'. Warum denn plötzlich so böse, Jungs? - Vielleicht ist es ja einfach nur ,The Dark Side Of Echoes'?
,Pillow Of Winds' folgt direkt und absichtlich schroff als bewusstes Kontrastprogramm. Schläfrig träumt der Song vor sich hin und scheint irgendwo in den Wolken zu hängen, dem ,Kissen der Winde'. ,Fearless' formuliert als Folk-Song die Band-Philosophie: ,You'll climb the hill in you own way'. Sie haben nie etwas anderes getan. ,San Tropez' zeigt eine jazzige Seite der Band (wie schon ,Biding My Time') und kam deshalb wohl Rick Wright ziemlich entgegen, der im Solo-Teil auf dem Piano improvisieren durfte, für Floyd selten locker-flockig. ,Seamus' mit dem jammernden Hund geht als Musiker-Witz durch, der Blues selbst ist standardmäßig. Man wollte wohl einfach den sich anbietenden Effekt ausnutzen und sich einen kleinen Scherz erlauben. Deshalb darf das kleine Machwerk den Abschluss bilden.
Sagte ich schon, dass ich jedes Stück auf der Platte liebe? Vielleicht sind Floyd nie so konsequent sie selbst gewesen wie auf ,Meddle' - vielseitig, experimentell, humorvoll und atmosphärisch. Zum ersten Mal haben sie kein völliges Neuland mehr betreten, sondern die inzwischen erarbeiteten Erfahrungen ausgebaut. Die üblichen technischen Ausrutscher und Spielfehler treten hier nicht auf oder werden so geschickt kaschiert, dass sie nicht auffallen und wie völlige Absicht wirken. Die Produktion ist sauber und liebevoll, wenn auch ein bisschen basslastig - doch das lässt mit der heutigen Technik leicht durch ein paar Reglerbedienungen ausgleichen.
Ich meine, die Platte wartet noch auf ihre endgültige Entdeckung als Vorläufer der großen Alben aus den Siebzigern, ,Dark Side Of The Moon' und ,Wish You Were Here'. Alles, was dort den Ton angibt, ist in ,Meddle' schon formuliert. Pink Floyd hatten für die nächsten Jahre ihren persönlichen Stil gefunden.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sanft und düster, 11. September 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Meddle (Audio CD)
Zwischen dem großartigen Orchesterexperiment "Atom Heart Mother" und dem großen Floyd-Klassiker "Dark Side of the Moon" lieferten die 4 Engländer Anfang der 70er mit "Meddle" ein Werk, das man über weite Strecken als die Definition des Psychedelischen in der Rock-Musik betrachten kann. Allen voran geht hier das düster-unheimliche Instrumental "One of these Days", bei dem mir bis heute Schauer über den Rücken laufen - vor allem wenn man die Platte nachts auflegt. Mit "Pillow of Winds" und "Fearless" folgen zwei sanfte melodische Akustik-Nummern, deren tiefenentspannte, angenehme Charakteristik später im Hauptteil des Floyd-typischen Longtracks "Echoes" wieder aufgenommen wird. Auf letzterem, der das Album übrigens (im Gegensatz zum Vorgänger "Atom Heart Mother") abschließt statt es zu eröffnen, zeigen die Floyds einmal mehr alles, was sie einzigartig macht: ein überzeugender Hauptteil im Stile eines Songs im "üblichen" Sinne, umrahmt von experimentellen, atmosphärisch dichten und streckenweise unheimlich anmutenden klanglichen Versuchsanordnungen, gepaart mit großartigen Instrumentalpassagen, bei denen sich wie immer vor allem Gitarrist Dave Gilmour besonders hervortut. Dieser Gesamtatmosphäre etwas abträglich sind meiner Meinung nach der lässige Shuffle "San Tropez" und vor allem das wohl lustig gemeinte Mini-Blues-Stück "Seamus" mit dem lauthals jaulenden Hund, der alles übertönt. Nichts gegen humorvolle Elemente in der Rock-/Popmusik, doch diese beiden Songs, insbesondere "Seamus", wirken doch etwas zu "leichtfüßig"; man kann sich dem Eindruck nicht widersetzen, das sie einfach nicht hineinpassen wollen in dieses Ensemble von Stücken, das sich aus der hochinteressanten Vermengung des Düster-Unheimlichen mit dem Tiefenentspannt-Sanften speist. Der humorvolle Part ist hier des Guten, oder besser: des Kontrastiven zuviel. Doch dies ist auch schon der einzige Makel. Insgesamt ist "Meddle" ein typischen Floyd-Album der 70er, ein wichtiger Meilenstein in der Entwicklung dieser großartigen und einzigartigen Band, der in keinem Plattenschrank fehlen sollte.
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26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das letzte Album vor dem Mega-Durchbruch!, 6. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: Meddle (Audio CD)
"Meddle", 1971 aufgenommen, ist das letzte Album von Pink Floyd, das vor dem Durchbruch zur Mega-Gruppe der Rockgeschichte entstand. Verglichen mit den Nachfolgern "The Dark Side Of The Moon" und "Wish You Were Here" wirkt "Meddle" handgemachter und hinsichtlich der akustischen Spezialeffekte zurückhaltender. Die Stücke sind allesamt genial und auf ihre Art einzigartig, einige Male fühlt man sich vielleicht an die 1969 als Filmmusik produzierte "More" erinnert. Während "The Dark Side Of The Moon" und "Wish You Were Here" perfekt durcharrangiert und kristallklar sind, wirkt "Meddle" dagegen etwas experimenteller und mächtig bekifft. Es beginnt mit dem Sandsturm, der 4 Jahre später auch nochmal auf "Wish You Were Here" zu hören ist. Der Einsteiger, "One Of These Days", kommt dann auch ziemlich schrabbelig und kratzig dahergefegt, der Sturm legt sich bei "A Pillow Of Winds" das an einen verkaterten Morgen nach einer durchsoffenen Nacht erinnert. Fearless, Saint Tropez und Seamus sind recht entspannt, der Knaller kommt mit "Echoes". Zu Vinylzeiten habe ich die Platte immer mit Seite B (Echoes) begonnen und dann umgedreht. Zum Titel selbst ist eigentlich schon alles gesagt. Alles in allem eine klasse Scheibe, die Musikgeschichte geschrieben hat - ideal zum entspannen und eine super Alternative zur sogenannten Chill-Out-Musik. Übrigens: Bei "Echoes" haben die tatsächlich ein Klavier unter Wasser gesetzt. Muß wirklich ein gutes Zeug gewesen sein, was es damals so zu rauchen gab. Es kann sich heute wahrscheinlich kaum noch einer vorstellen, daß wir diese Scheibe früher auf Feten haben durchlaufen lassen. Noch ein Tip für die Jüngeren und diejenigen, die nur "The Wall", "The Dark Side Of The Moon" oder "Wish You Were Here" kennen und gut finden: Lieber vorher anhören, damit ihr keine Enttäuschung erlebt! Diese Platte ist anders! Floydianern meiner Altersgruppe erzähle ich nichts Neues, die haben die Scheibe ohnehin im CD- bzw. Plattenregal.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen progressive musik - aber richtig, 23. März 2006
Rezension bezieht sich auf: Meddle (Audio CD)
Dieses album ist für alle die nicht nur an der Oberfläche von Pink Floyd kratzen wollen, sondern die gesamte musikalische genialität von Dave Gilmour, Roger Waters, Nick Mason und Rick Wright hören möchten. Das in großen Teilen Instrumentale Werk der 4 Engländer bringt eine teilweise ruhige, teilweise wilde atmosphäre in Ihr Wohnzimmer. Vor allem der Song "Echoes" der auf der LP die gesammte B-seite in Anspruch nimmt, strotzt nur so vor musikalischer kreativität. Dieses album ist nichts für leute die Pink Floyd nur im Zusammenhang mit "The wall" oder "Dark Side of the moon" kennen. Dieses Album ist, wenn man so will, das krasse Gegenstück zu diesen beiden Stücken!
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44 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich..., 27. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: Meddle (Audio CD)
Meddle von 1971 ist für mich eines der besten Pink Floyd Alben.

One of these Days ist ein faszinierendes (fast-) Instrumentalstück, der Hörer wird perfekt in die Stimmung, ja die Welt von Meddle hineingezogen, um sich dann im wunderschönen "A Pillow of Winds" wiederzufinden. In diesem Stück wird man wirklich wie auf Wolken gebettet und langsam gewiegt. Instrumental fällt da das darauffolgende "Fearless" etwas ab, nicht aber im gesang- und textlichen. Jetzt wendet sich Meddle von den weichen, ätherischen Klängen ab und bietet "San Tropez". Ein vom Zigeunerjazz der 20er inpiriertes, leichtes, erheiterndes Stück. Darauf folgt das - Meiner Meinung nach - schlechteste Lied auf Meddle, wenn man nach normalen Gesichtspunkten geht. Im Grunde ein netter Blues, der von einem rumbellenden Hund und einem quäkenden Roger Waters "verhunzt" wird.

Nach diesem kurzen Intermezzo gelangt der Hörer zum Höhepunkt der Platte: Echoes. Ein unglaubliches Stück, über 20 Minuten lang, von kalten, "entfernten" Passagen bis hin zu klanglichen LSD-Trips reichend. Der Gesang lässt einem wie am Fliessband kalte Schauer über den Rücken laufen...

Ich habe neulich am Vormittag mich an meine Anlage gesetzt, Kopfhörer auf, Raum abgedunkelt und Meddle eingelegt. Nachdem ich durch das gesamte Album "gereist" bin, war ich für den Rest des Tages vollkommen paralysiert, nicht zuletzt wegen Echoes.

Ach ja: Wer 2001: Oddysee im Weltall und Meddle zuhause hat, kann Echoes zum letzten Teil von 2001 laufen lassen... und aus dem Grinsen nicht mehr herauskommen. Dieses Album ist ein Muss für jeden Rockfreund!
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64 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eines der genialsten Stücke der Rock-Geschichte, 29. Juli 2003
Rezension bezieht sich auf: Meddle (Audio CD)
Pink Floyd ist eine der bekanntesten Rockgruppen der 70er Jahre, aber - wie auch bei anderen - sind es die eher unbekannten Alben, die die wirkliche Qualität dieser Band darstellen. Sicher sind "The Wall", "Dark Side of the Moon" und "Wish you were here" Klasse Alben und verdienen ebenso die fünf Sterne. Aber die wirklichen Meisterwerke von Pink Floyd sind für mich "Atom Heart Mother" und eben "Meddle" weil hier Kompositionen zu finden sind, die ein beinahe symphonisches Ausmaß haben - und das ist in der Rockmusik fast einzigartig (mir fällt in diesem Zusammenhang höchstens noch Mike Oldfield ein).
Das Album beginnt mit "One of these Days", einem für Floyd-Verhältnisse sehr harten und Rockigem Instrumentalstück, dass richtig reinhaut und sehr ungewöhnlich rüberkommt. Das letzte Stück auf der CD (den Rest kann man übrigens vernachlässigen) ist das Meisterstück von Pink Floyd. Eine 23-minütige Kurz-Symphonie der Sinne. Es beginnt mit sphärischen Lauten, die an ein Echolot erinnern (haben die vielleicht ein Klavier ins Wasser gestellt und/oder an den Rotationslautsprecher der Hammond-Orgel angeschlossen???) und geht in einen beinahe schwebenden Gesang von Gilmour und Wright über, der für's ganze Leben im Hirn kleben bleibt. Der größte Teil ist jedoch instrumental und wechselt zwishen düsteren Orgelklängen, genialen Bass-Riffs und nie gehörten Gitarren-Parts bis hin zu "unterirdischen" Geräuschen, die an Walgesänge erinnern. Das ganze findet nach einer viertel Stunde zielsicher zum gesungenen Hauptthema zurück und hat dann auch noch ein gelungenes Finale und einen passenden "Ausgang".
Echoes ist das Stück, dass ich in meinem Leben am häuftigsten gehört habe. Es ist fast wie ein kleiner Urlaub vom alltäglichen, den ich mir mehrmals monatlich ganz in Ruhe gönne. Auf einem hochwertigen MP3-Player mit Kopfhörer bei einem Spaziergang im Dunkeln meint man glatt, man schwebt 1 m über der Erde. und im Dunklen auf der Couch liegend fliege ich bei diesem Song - ohne weitere Drogen - wohin ich will.
Ich möchte nur wissen, was für Zeug die damals geraucht haben, um so etwas wundervolles zu schreiben und es auch noch so perfekt zu performen.
Hört euch Echoes einmal ganz in Ruhe an und ihr werdet wissen wovon ich spreche...
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Vorbereitung auf Dark Side Of The Moon..., 29. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Meddle (Audio CD)
Windgeraeusche, wummernder Bass, spannungsgeladene Keyboardakkorde, Soundeffekte, Drumgewitter, Bombast. So beginnt 'One OF These Days', das Eroeffnungsstueck des Albums 'Meddle'. Und dann diese solierende Gitarre. Klasse! Ein Kracher! Sehr starker Opener. Spannung und Bombast ohne Ende. Ein tolles Instrumental. Gehoert eindeutig zu den zehn staerksten Openern der Rockgechichte. Ich las mal etwas von 'Free Rock' in zusammenhang mit 'One Of These Days'. Das ist sehr treffend beschrieben! Das Stueck schreit geradezu nach Freiheit! Doch nachdem 'One Of These Days' uns weggefegt hat, wirds ruhiger und leider auch langweiliger. 'Pillow Of Winds' ist von Akkustischer Gitarre und ruhigem Gesang dominiert. Ich kann mich nach 'One Of These Days' leider nicht auf sowas umstimmen. 'Fearless' - uebrigens wie das vorherige Stueck gesungen von Gilmour - ist da wieder interessanter. Die E-Gitarre gefaellt mir irgendwie. Das fuehlt sich irgendwie wie ein ganz heisser Sommertag an. Am Ende klingt das Stueck mit groellenden Fussballfans aus. 'San Tropez' ist dann nettes bluesiges Geplaenkel mit coolem Klaviereinsatz. 'Seamus' ist nur n Gimmick mit Hundegebelle, Akkustikgeklampfe, Pianogeklimper und noergelndem Gesang. Braucht kein Schwein. Ist aber auch nur zwei Minuten lang.

Doch dann: 'Echoes'! Sonar-artige Klaenge und E-Piano beginnen das Monsterepos. Gilmour-typische, gefuehlvolle E-Gitarre setzt ein, Bass, Orgel und Schlagzeug kommen hinzu. Dann setzt der ruhige, von Wright und Gilmour vorgetragene, einfuelsame Gesang mit sehr stimmigem Text ein. 'And do I take you by the hand - and lead you through the end'. Dazwischen gibts ein Thema, dass sehr starrk an Andrew Lloyd Webbers 'Phantom der Oper' erinnert, welches wohlgemerkt spaeter geschrieben wurde. (Waters wirft Webber auch vor, das Thema von 'Echoes' geklaut zu haben, zu hoeren auf Waters 'Amused To Death'-Solo-Album.) Nach dem Gesangsthema befinden wir uns in einem genialen, befreiendem Gitarrensolo, welches abgeloest wird von einer Art Jam-Session zwischen Orgel, Gitarre, Bass und Schlagzeug. Anschliessend erzeugen Gitarreneffekte und Windgerauesche ganz viel Atmosphaere. Als waere man irgendwo weit weg. Die Sonar-artigen Klaenge erscheinen wieder, Orgelakkorde erzeugen ganz viel warmen Wohlklang. Dazu gibt es eine leise, dezente rhythmische Unterlage(vom Bass?) zurueckhaltendes Gitarren- und Schlagzeugspiel. Der Hoehepunkt dieses Parts sind die Gitarrenklaenge zwischen 18:15 Minuten und 18:45 Minuten. Es folgt wieder das Gesangsthema und anschliessend ein Instrumentales Outro, wo sich Gitarre und Keyboards staenddig abwechseln. Das Stueckt klingt dann mit himmlischen Choeren aus.

Fazit: Nach dem sehr starken 'One Of These Days' bricht die Platte erstmal - auch wenn die Stuecke dazwischen gar nicht uebel sind - ein, um dann mit dem 24-miuetigen 'Echoes' wieder ganz hoch aufzutrumpfen.

Ich geb trotzdem fuenf Sterne, weil die beiden 'Haupttracks' einfach die Platte zu einem Meisterwerk machen.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Homogener Gruppensound, 22. Januar 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Meddle (Audio CD)
1971 schien sich Gitarrist David Gilmour endlich in der Band wohl zu fühlen, in die er noch vor drei Jahren mit gemischten Gefühlen eingetreten war. Inzwischen dominierte er Pink Floyd sowohl durch sein Gitarrenspiel wie durch seinen Gesang. "One of These Days" wurde der Power- opener des Albums. Dann kommen mit "A Pillow Of Winds" und "Fearless" sonnig- entspannte Klänge mit deutlicher Dominanz vom Floyd- Gitarristen. Roger Waters einziger alleiniger Beitrag ist "San Tropez", schwungvoll im Zwanziger Jahre- Stil des Zigeuner- Jazz. Doch das ist alles nur Aufwärmen für das klangliche Vollbad auf Seite 2. "Echoes" beginnt mit einem geisterhaften Leslie- Piano- Intro. Dann steigt Gilmour mit seiner vollmundigen Bluesgitarre ein, während Rick Wright die warmen Orgelsounds im Background liefert und mit Gilmour schließlich in den intimen Fast-Flüstergesang einsteigt. Dann baut sich Gilmours Gitarre dramatisch auf und Drummer Nick Mason und Bassist Waters stimmen zum kraftvollen Hard- Rockjam ein. Gilmours Gitarre ufert schließlich in Geräuschimitationen aus, während Waters den Bass mit einem Bottleneck bearbeitet und wir langsam in einzigartige nächtliche floydianische Spukschlösser geschickt werden. Dieser dreiundzwanzigminütige Song vereint praktisch alles, was Pink Floyd je ausgemacht hat: Die einschmeichelnden Melodien wie die aberwitzigen Klangkombinationen. "Meddle" ist fraglos ein Alltime- Classic von Pink Floyd.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen and you, I take you by the hand ..., 8. August 2000
Rezension bezieht sich auf: Meddle (Audio CD)
... and lead to the land ... of Pink Floyd. Besser geht esnicht. Die CD hat gegenüber der LP nur einen Fehler, man muß/kann sienicht umdrehen. Leider. Denn die bewußte Wahl für Seite eins ODER zwei funktioniert nicht mehr. Seite eins startet mit bestem Hardrock, manch einer wird sich wundern - PINK FLOYD ?? - der Song ist jedem aus diversen TV-trailern bekannt (PLAY IT LOUD). Danach wird es ruhiger, erst mit St.Tropez wird es wieder schwungvoll ... einer der Urlaubssongs überhaupt. Mit dem Cabrio an der Cote d'Azur ... Seamus, erst der Film "in Pompeij" macht klar, warum dieser Song hier auftaucht, ein Kontrapunkt, gute Laune in Blues, sozusagen "you gotta move" à la Pink Floyd. Und dann ... Plink Plink ... the echo of a distant choir ... Echoes - DAS Meisterstück - leider dank CD im scharfen Kontrast zu Seamus, aber ... besser geht es nicht. Nicht kommerziell, teilweise anstrengend - die Lavafelder des Vesuv in Musik dargestellt - der Film gibt sozusagen den Picture-Track ... genießen !!!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen akustischer o(h)rgasmus, 8. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Meddle (remastered) (Audio CD)
Das 1971 erschienene Pink Floyd Album "Meddle" gehört für mich zur besten Musik,die überhaupt jemals produziert wurde;und ich kenne viel.Wie wohl die meisten Hörer,empfinde ich das Album als merkwürdig "zweigeteilt".
Während sich die Tracks 2-5 vom Stil und Aufbau auch auf "More" oder "Obscured By Clouds" gut eingefügt hätten,hat man es mit "One Of These Days" und dem wirklich unfaßbaren "Echoes" (für mich das beste Musikstück aller Zeiten)mit einem Psychedelic-Rausch zu tun,der jeder Beschreibung spottet.Schon das "Pling" am Anfang sorgt bei mir augenblicklich für eine wohlige Gänsehaut,da ich weiß,was mich da noch erwartet.Als Longtrack füllt "Echoes" die gesamte 2.Seite der LP und jede Sekunde ist für mich die Definition von rauschhaftem Glücksgefühl beim Musikhören.Weitere Beschreibungen machen keinen Sinn,man muß es in Ruhe hören,sich "reinhören".
Angelehnt an die hin und wieder gehörte Aussage,daß gute Musik wie guter Sex wirkt,könnte man "Echoes" als multiplen Orgasmus während man verliebt ist,wie noch nie, beschreiben.
Auch klanglich gibt es nichts zu bemängeln.Die Vinyl-Platte aus dem 70ern,die ich besitze,klingt sehr schön räumlich,dynamisch,super.Die erste CD-Serie war dagegen fürchterlich,die 94er Remaster von Doug Sax besser,aber die beste digitale Version ist für mich noch immer die (längst vergriffene) MFSL-Gold CD.Diese klingt aber sehr warm,im Hochton eher zurückhaltend und nicht analytisch.Die 2011er Remaster sind heller,analytischer als die Vorgänger,halt anders,aber nicht besser.Hier entscheidet vielleicht auch das persönliche Hörempfinden.Auch die teilweise(warum auch immer)hochangesehenen Japan-Pressungen können mich nicht wirklich begeistern.
Da die Klang-Qualität der Vinyl-Version bis jetzt für mich auf CD nie erreicht wurde,bleibe ich dabei.
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Meddle (remastered)
Meddle (remastered) von Pink Floyd (Audio CD - 2011)
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