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4.0 von 5 Sternen Anders als das Buch, aber ein guter Film
Wer das Buch kennt, wird möglicherweise zuerst enttäuscht oder verwirrt sein, denn der Film ist weniger eine Verfilmung als eher eine Neuerzählung des gleichen Stoffs. Dürrenmatt selbst und Schell sind aber Garanten dafür, daß dieses Unterfangen wunderbar gelingt. Von den veränderten bzw. neuen Szenen gegenüber dem Buch ist...
Veröffentlicht am 6. August 2003 von Thomas Voigtmann

versus
5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein guter Film, aber keine gute Buchverfilmung
Der Film "Der Richter und sein Henker" basiert auf der gleichnamigen Romanvorlage von Friedrich Dürrenmatt. Im Deutschunterricht bearbeiteten wir - das ist die Klasse 9e des Gymnasiums Walsrode - sowohl das Buch als auch die Verfilmung. Bereits zu Beginn des Films schließt Kommissar Bärlach mit einem Bekannten (Gastmann) eine Wette ab, in der es um den...
Veröffentlicht am 20. Juni 2007 von Felix Stein


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Anders als das Buch, aber ein guter Film, 6. August 2003
Wer das Buch kennt, wird möglicherweise zuerst enttäuscht oder verwirrt sein, denn der Film ist weniger eine Verfilmung als eher eine Neuerzählung des gleichen Stoffs. Dürrenmatt selbst und Schell sind aber Garanten dafür, daß dieses Unterfangen wunderbar gelingt. Von den veränderten bzw. neuen Szenen gegenüber dem Buch ist eigentlich nur eine unsinnig, und darüber kann man getrost hinwegsehen. Neben der nach wie vor großartigen Story beleben den Film ein hervorragend gespielter Kommisär Bärlach, dessen Charakterzüge im Film fast besser als im Buch zum Ausdruck kommen, eine Reihe von skurril-witzig gespielten Dialogen zwischen dem Kommisär und seinem Gehilfen, sowie eine vielleicht etwas zu eitle, aber echt sehenswerte Selbstinszenierung des "aufs traurigste unterschätzten" Dichters "Friedrich"... Fazit: sehenswert!
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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kaufempfehlung für die DVD-Ausgabe!, 9. August 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Richter und sein Henker (DVD)
Friedrich Dürrenmatt selbst schrieb das Drehbuch, Maximilian Schell führte Regie. Ein ausnahmslos hochkarätige Besetzung stand zur Verfügung.
Das Resultat liegt nahe an der Vorlage, lediglich die im Roman im Mittelpunkt stehende Frage des "Warum?" wird dem Film als Prolog vorangestellt.
Interessant auch, daß der Autor bewußt keine 1:1-Umsetzung seiner Romanvorlage für den Film wollte und das so entstandene Meisterwerk (Zitat Dürrenmatt) als
eigenständig gelten darf (zwischen Entstehung des Filmes und des Romanes liegen über 30 Jahre).

Neben der Starbesetzung sind es die Randfiguren, wie der Dorfpolizist Clenin, die Haushälterin Schönler oder die Mietköchin Toni, die ihren Part kongenial
spielen. Den Schriftsteller gibt kein geringener als Dürrenmatt selbst, gedreht wurde diese Szene sogar im Wohnhaus des Autors. Am allermeisten jedoch begeistert die feine musikalische Untermalung ebenso wie die ruhige und klare Kameraführung und eine perfekte Beleuchtung, so wie man sich die Szenen bildlich beim Lesen der Novelle vorstellen mag. Unübertroffen die Überführungsfahrt des Mordopfers Schmied (Donald Sutherland spielt den Toten) durch den Dorfpolizisten vom Tatort nach Bern. Authentisch die Verkörperung des polternden Nationalrates durch Helmut Qualtinger.

Die Restaurierung des Filmes (Kinoformat, keine TV-Sendekopie) ist erstklassig gelungen. Im Anhang wird der Restaurationsprozess mit all seinen Schwierigkeiten (verschollenes Originalnegativ, starke Verschmutzung sowie Lagerschäden der Kopien) beschrieben. Viele Szenen sind mit einem Weichzeichner aufgenommen worden, was dem Produkt eine künstlerisch gewollte Unschärfe verleiht. Rezensenten sollten dies berücksichtigen. Aus diesem Grunde sei vom Kauf des Filmes auf Blu-ray dringend abgeraten, da das bis dato erreichte Resultat an natürlicher Brillianz und optischer Schärfe überdimensional getoppt wird (es lagen beide Ausgaben zum Vergleich vor).

Kein Film für Actionfans! Aber eine Perle für Liebhaber eigenständiger Stoffe.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein guter Film, aber keine gute Buchverfilmung, 20. Juni 2007
Der Film "Der Richter und sein Henker" basiert auf der gleichnamigen Romanvorlage von Friedrich Dürrenmatt. Im Deutschunterricht bearbeiteten wir - das ist die Klasse 9e des Gymnasiums Walsrode - sowohl das Buch als auch die Verfilmung. Bereits zu Beginn des Films schließt Kommissar Bärlach mit einem Bekannten (Gastmann) eine Wette ab, in der es um den Versuch geht, einen nicht nachweisbaren Mord vor den Augen Bärlachs durchzuführen. In den folgenden Jahren versucht Bärlach, Gastmann doch noch den Mord an ihrer Exfreundin Nadine und all die anderen Morde, die er in der Zeit begangen hat nachzuweisen. Jahre später trifft Bärlach, der zuvor seine Wette nicht gewinnen konnte, auf seinen ehemaligen Konkurrenten, immer noch versuchend ihm die Morde nachzuweisen. Doch der alte Kommissar ist gesundheitlich stark angeschlagen. Um die Wette vor seinem kurz bevorstehenden Ableben doch noch für sich zu entscheiden, versucht er nun, Gastmann den Mord an dem Polizisten Schmied nachzuweisen.

Wenn man zuerst das Buch gelesen hat und anschließend den Film sieht, ist man zunächst etwas verwirrst, weil viele Dinge, die im Buch nicht vorkommen im Film in den Vordergrund gestellt werden. Zum beispiel das hinzufügen der Figur Nadine und die in den Mittelpunkt gestellte Figur Anna. Außerdem werden einige Aspekte, die im Buch eine gewisse Bedeutung hatten, im Film nicht so deutlich zum Ausdruck gebracht.

Die zwei Hautpersonen Komissar Bärlach und Gastmannsind im Filmgut dargestellt. Besonders der Komissar wird optisch seiner Rolle gerecht. man kann beide Figuren deutlich als Charaktere aus der Romanvorlage wiedererkennen. Anna ist im Buch als Nebenrolle erwähnt, aber im Film gehört sie zu den Hauptrollen. Allein bei der Rolle des Tschanz waren wir uns nicht einig. Die eine Hälfte der Klasse empfand ihn im Film als aggressicer und selbstbewusster, die andere jedoch empfand ihn in einigen Szenenals sehr verkrampft. Außerdem gefiel uns seine Rolle nicht, da seine nizarre Mimik sehr verwirrend wirkt. Darüber hinaus ist der Film teilweise anders gestaltet als das Buch: Die Beerdigungsszene, der Tatort, an dem Schnied ermordet wurde und auch das Ende wurden stark verändert. Der Mordund dessen Aufklärungsind eher zweitrangig; im Vordergrund steht mehr oder weniger das Privatleben der Charaktere. Übrigens hat der Autor des Buches, Friedrich Dürrenmatt, eine Nebenrolle als Schriftsteller übernommen.

Wir als Klasse sind der meinung, dass der Film in Bezug auf das Buch, die Handlung und der Spannung nicht das Wasser reichen kann. Der Gesamteindruck des Films ist zwar sehr positiv, da die Atmosphäre gut rüberkam, jedoch wurden einige Details aus dem Buch nicht in den Film übernommen (gelbe Brieftasche) und andere neu hinzugefügt (wie z.B. die zweite Pistolenkugel). Dadurch wurden einzelne Szenen und somit auch einige Teile des Buches in geänderter Reihenfolge dargestellt. Im Allgemeinen weicht der Film sehr vom Buch ab. Wie jedoch schon erwähnt, hat uns der Film dennoch gefallen. Wir geben ihm drei Sterne.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Dem Buch nicht gerecht, 8. September 2004
Für eine wöchentliche Krimiserie wie „Tatort" wäre die Verfilmung des Buches „Der Richter und sein Henker" ja ganz gut, aber dem Buch von Friedrich Dürrenmatt wurde sie leider nicht gerecht.
Es gibt zwar viele dem Buch gerecht werdende Dialoge, die auch von den Schauspielern Dürrenmatt entsprechend interpretiert wurden. Einige Szenen jedoch wurden hinzugefügt oder Dialoge neu geschrieben, um dem Zuschauer die Atmosphäre des abendlichen Standard-Fersehkrimis etwas zu vermitteln, wie z.B. der Tod des Nationalrat von Schwendi am Flughafen oder die Liebesszenen zwischen Tschanz und Anna.
Das Buch dreht sich hauptsächlich um die Frage, ob man einen perfekten Mord begehen kann, wobei im Film auch die Frauen, Anna und Nadine, eine große Rolle spielen, die im Buch nur kurz erwähnt werden.
Auch die Essensszene lässt zu Wünschen übrig, der Regisseur John Voight versucht zwar mit besonderen Kameraeinstellungen Bärlach dämonisch wirken zu lassen, was aber der Essenesszene im Buch kaum das Wasser reichen kann.
Ob nun der Film zum Buch „Der Richter und sein Henker" Zustimmung finden wird oder genau wie Tschanz am Ende des Films abstürzen wird bleibt dem Zuschauer überlassen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Maximillian Schell's Meisterwerk - Ein wahres Juwel endlich auf DVD, 2. November 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Richter und sein Henker (DVD)
Maximillian Schell's kongeniale Verfilmung des Dürrenmatt-Romans "DER RICHTER UND SEIN HENKER" ist ein wahres Juwel des 70iger-Jahre-Romanverfilmungen !

Ein Polizist, der undercover ermittelt hat, wird tot aufgefunden.
Alle Spuren scheinen zu einem mysteriösen Gangster zu führen, dem bisher nie etwas nachzuweisen war, und auch diesmal scheint er davonzukommen.
Der ermittelnde Kommissar kennt ihn von früher und weiß, wie gerissen und verschlagen sein Gegenspieler ist.
Unterstützt von einem jungen und ambitionierten Kollegen des toten Polizisten macht der alte Kommissar sich auf die Suche nach einem Weg, diesen Bösewicht endlich zur Strecke zu bringen.
Zudem hat er noch eine dreißig Jahre alte persönliche Rechnung mit ihm offen - und die will er unbedingt beglichen wissen, bevor seine eigene Zeit abgelaufen ist ....

Grandios besetzt mit Jon Voight ("DELIVERANCE - Beim Sterben ist jeder der Erste") als Ermittler mit geradezu kindlichem aber dubiosen Eifer, Martin Ritt (eigentlich selbst Regisseur (u.a. "NORMA RAE" mit Sally Field), brilliert er hier als Schauspieler) als herrlich-grummeligen aber todkrankem Kommissar, Robert Shaw ("JAWS - Der weiße Hai") als aalglattem und fies-kultiviertem Bösewicht von Welt mit einem Faible für Psychospiele und der wunderschönen Jacqueline Bisset ("BULLITT") als Dame zwischen den Betten.
Nicht zu vergessen Donald Sutherland ("DON'T LOOK NOW - Wenn die Gondeln Trauer tragen") als Polizistenleiche mit Kopfschusswunde zu Anfang des Films, der auf seiner Fahrt zum nächsten Polizeirevier auf dem Beifahrersitz jedes Schlagloch und jede Kurve nutzt, um ein sehr lebendiges Eigenleben nach dem Tode zu entwickeln, das Damen in anderen Fahrzeugen, die überholt werden, schon 'mal einen Schrei entlocken kann - herrlich skurill und amüsant zugleich.

So in etwa könnte man den ganzen Film bezeichnen : Auf eine skurille Art und Weise amüsant, leicht theatralisch überzeichnet mit surrealem Touch, doch nie die Ernsthaftigkeit des Verbrechens und die gefährliche Hinterlistigkeit des Bösewichts in Frage stellend.
Genau wie der Roman aus der Feder von Friedrich Dürrenmatt - nicht umsonst war der Autor von der Verfilmung begeistert (er selbst hat einen herrlich schrägen Auftritt im Film).
Somit hat Regisseur Maximillian Schell etwas erreicht, wovon viele Regisseure einer Romanvorlage nur träumen können : Sein Film ist dem Roman absolut ebenbürtig, auch wenn aus erzähltechnischen Gründen ein paar Veränderungen vorgenommen werden mußten, die dem Film aber zu Gute kommen (übrigens schrieb Schell das Drehbuch selber und ließ es von Dürrenmatt bearbeiten).
Außerdem beweist er ein außerordentlich gutes Gespür für das Visuelle im Sinne der Bildkomposition mit Einbindung der Umgebung und vor allem der Landschaft - manche Einstellungen sind schon fast poetisch.
Zudem gibt es noch einige hervorragend herausgearbeitete Spannungsmomente, wie z.B der nächtliche Mordanschlagsversuch auf Bärlach (Ritt) und die Sequenz auf dem Flughafen, wo Gastmann (Shaw) Bärlach eine besondere Überraschung versprochen hat ....

Nun zum technischen Aspekt der DVD.

Das Bild : Ein hervorragendes Bild im Format 1:66, mit sehr vielen Szenen in Weichzeichner-Optik und anderen künstlerisch beabsichtigten Besonderheiten (die Schell verwendete, um z.B. das Surreale zu unterstreichen), die die Restauratoren vor eine schier unglaubliche Herausforderung gestellt haben : Man muß sich nur das wirklich interessante Making-Of der Restaurierung im Bonusmaterial anschauen !
Der Ton : Ein leicht knistender Mono-Ton in Deutsch und Englisch (wobei die Stimmen im Deutschen klarer herüberkommen, aber im Englischen klingen sie satter).
Das Bonusmaterial : Ein wie bereits erwähnt äußerst interessantes Making-Of in Bezug auf die Restaurierung und ein hervorragendes, 2011 produziertes, und sehr informatives Interview mit Maximillian Schell, in dem er sich an die Dreharbeiten und die Vorbereitungen dazu erinnert.
Und natürlich noch ein paar Trailer von anderen Filmen wie z.B. "KUSS DER SPINNENFRAU" (Hurt/Julia/Braga), aber leider nicht der zu "DER RICHTER UND SEIN HENKER".

Wie gesagt : Dieser Film ist ein wahres Juwel und wir dürfen uns glücklich schätzen, ihn endlich in seinem ursprünglichen Glanz genießen zu können !
Der Film sei allen an's Herz gelegt, die Unterhaltung mit dem besonderen Etwas bevorzugen !

Eine absolute Empfehlung !
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Doppeltes Spiel nach Emmentaler Art...., 19. September 2011
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Richter und sein Henker (DVD)
Istanbul 1946: Der damals junge schweizer Polizist Hans Bärlach geht mit seinem damaligen Freund Richard Gastmann eine fatale Wette über ein perfektes Verbrechen ein.
Gastmann behauptete, dass er dieses Verbrechen in Anwesenheit von Bärlach begehen könne, ohne dass dieser ihm den Mord nachweisen könne.
Tatsächlich stürzt Gastmann die junge Nadine (Rita Calderoni), für die beide Männer schwämen, von der Brücke ins Wasser. Die junge Frau ertrinkt, weil sie nicht schwimmen kann.
30 Jahre sind beinahe vergangen, Gastmann (Robert Shaw) behielt Recht und aus ihm wurde ein Verbrecher, aus Bärlach (Martin Ritt) ein versierter Kriminalkommissar in Bern.
Sein bester Mitarbeiter, Ulrich Schmied (Donald Sutherland spielt die Leiche), wird auf einer Landstrasse von Twann nach Lamboing erschossen aufgefunden. Bärlach leitet zwar die Ermittlungen, aber seine schwere Krankheit, die wohl zum Tod führt, hindert ihn an einem vollen Einsatz in diesem Fall. Daher überträgt er den Hauptpart dem jungen, extrem ehrgeizigen Assistenten Walter Tschanz (Jon Voight).
Tatsächlich finden die beiden Krimialbeamten sehr schnell heraus, dass Ulrich Schmied bei dem inzwischen schwerreichen Gastmann ermittelte.
Doch Gastmann hat in höchsten Kreisen politische Gönner und auch Schmieds Verlobte Anna Crawley (Jacqueline Bisset) spielt eine dubiose Rolle in dem verzwickten Fall, denn sie scheint bei Gastmann ein und aus zu gehen.
Bei der Beerdigung von Schmied geschieht ein sonderbarer Vorfall mit einem vertauschten Kranz. Danach steigt Anna mit Walter Tschanz ins Bett...
Der Film von Maximilian Schell entstand 1975 nach dem gleichnamigen Roman von Friedrich Dürrenmatt, der sogar am Projekt mitarbeitete und gemeinsam mit Schell das leicht veränderte Drehbuch verfasste.
1978 hatte der Film auch im Kino Premiere und schaffte es sowohl ein Filmband in Gold (bester Schnitt) als auch in Silber (bester Film) zu erringen.
Für die Filmmusik zeichnet Ennio Morricone, was man sofort erkennt.
Auch Schauspielgrößen wie Lil Dagover oder Helmut Qualtinger sind in Nebenrollen zu sehen.
Dabei ist der Film durch die vorzügliche Vorlage natürlich sehr interessant und spannend. Auch die Schauspieler, allen voran der Hollywood-Regisseur Martin Ritt und Robert Shaw als Kontrahenten, agieren klasse.
Dabei spielt die Geschichte geschickt mit seinem doppelten Boden, man erahnt zwar etwas, aber erst am Ende fügt sich das letzte Puzzleteil logisch ins Gesamtbild.
Schön, dass diese etwas in Vergessenheit geratene Romanverfilmung nun auf DVD veröffentlicht wurde. "Der Richter und sein Henker" ist für ein typisches gutes Beispiel für die hohen Thrillerqualitäten der 70er Jahre. Hier stehen noch die gute und komplexe Geschichte und die differenziert gezeichneten Figuren im Mittelpunkt.
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4.0 von 5 Sternen Das alte problem, 25. Oktober 2010
Es ist immer dasselbe alte problem bei der verfilmung von literarischen stoffen. Friedrich Dürrenmatt bleibt ein erzähler ersten ranges, und das wird auch immer wieder in seinen dramatischen werken deutlich. Also muss man es den "transponenten" seiner stoffe ins visuelle nachsehen, wenn sie, wie der autor auch, ihre fantasie gewähren lassen und die vorlage - hier übrigens unter mitwirkung des autors - verändern.
Das ist leider nicht zur vollen zufriedenheit gelungen. Passagen, die den grundgehalt, die grundaussage des werkes ausmachen, wurden verkürzt (die wette Gastmann-Bärlach, Tschanz' motiv usw.) dargestellt oder bleiben ganz im unklaren. Einige unwesentliche datails, im buch kaum erwähnt, wurden vordergründig ins licht gerückt. Die sprachlich- atmosphärischsten und dichterisch- philosophischen, schönsten sequenzen des romans ( wie z.b. die fundamental wichtige Bosporus- szene mit Gastmanns erstem verbrechen und der wette, das abendessen ... ) kann man dem zuschauer wohl kaum filmisch nahebringen, denn das gesprochene wort verfliegt, sobald es gesagt wurde; das gelesene aber kann man immer wieder abrufen. Ausnahmen: Der filmbeginn mit der auffindung der leiche, das "schachgespräch" mit dem dichter (F.D. als selbstdarsteller) oder auch die begegnung Bärlach- Gastmann in dessen haus. Wobei alle dazugeschriebenen szenen (Gastmanns mutter, Gastmanns geliebte ...) überflüssig sind und wohl nur den publikumsgeschmack bedienen sollen.
Trotz allem ein sehr gelungener film, nicht zuletzt wegen der darstellerischen brillanz der schauspielerInnen.
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12 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Lieber das Buch lesen., 19. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Der Richter und sein Henker (DVD)
Wer zuerst das Buch gelesen hat, wird vom Film, vor allem als jüngerer Zeitgenosse, etwas enttäuscht sein. Der Film ist ein Produkt seiner Zeit, gedreht 1975, jetzt technisch digital gut restauriert. Dass die Geschichte in die erste Hälfte der 1970er transferiert wird, ist nicht das Problem. Auch die Schauspieler nicht. Bärlach ist sehr gut getroffen. Aber die Dramaturgie der Filmgeschichte ist wesentlich unspannender und wirkt weniger geschlossen als das gedruckte Original. Auch wurden Abweichungen eingefügt, insbesondere am Anfang des Filmes und die Bettszenen von Tschanz und Anna, die der begeisterte Leser nicht versteht. Insgesamt für mich eher enttäuschend. Der Film, der beim Lesen in meinem Kopf entstand, war wesentlich spannender. Aber: Wer Dürrenmatt nicht nur lesen möchte, sondern auch sehen will, kommt hier auf seine Kosten. Noch ein Aber: Wer denkt, mit dem Film kann man/frau sich das Buch sparen, verpasst die interessantere und bessere Geschichte, den eigentlichen Dürrenmatt.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Mein persönliches Urteil: wird dem Buch nicht ansatzweise gerecht, 9. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Richter und sein Henker (DVD)
Ich habe den Film im Anschluss an das Lesen des Buchs angeschaut und bin ziemlich enttäuscht. Wieso Dürrenmatt dazu sein OK gegeben hat und gar mitgespielt hat - mir ein Rätsel.

Unglücklich finde ich schon die Anfangsszene, die einiges an Spannung vorwegnimmt, da im Buch der Sachverhalt rund um die Wette erst viel später zur Sprache kommt. Auch wird meiner Meinung nach schon viel zu plump deutlich, was es mit Tschanz auf sich hat, was ja auch sein vollkommen unmotiviert entstehendes Bettverhältnis zu Schmieds Freundin unterstreicht, was im Buch viel subtiler dargestellt wird. Dazu kommen noch diverse andere Änderungen zum Buchverlauf, zum Beispiel die Flughafen-Szene, das alberne Dreier-Verhältnis Gastmann-Freundin-Tschanz und auch der Dialog mit Dürrenmatt (im Buch ist es ja ein "Trialog" war enttäuschend: Dürrenmatt wirkt hier selbstverliebt, wie ein gepaucpinselter alter Kater, der platte Dialog hat nichts (!) mit der Szene im Buch zu tun, die viel raffinierter ist.

Die Musik war außerdem grauenhaft (!!), aber gut, da liegt eben auch viel Patina drauf. Das Schweizerdeutsch wirkte in weiten Strecken unglaubwürdig, dafür bin ich allerdings kein ausgewiesener Experte.

Die beiden Pünktchen gibt es für die immerhin bessere Buchvorlage, die ja in minimalen Ansätzen sichtbar ist, sowie für partiell vorhandene Komik, beispielsweise bei der Auffindung des Ermordeten.

Mein Partner hat den Film mitgeschaut und ist nach kurzer Zeit eingeschlafen, was ich durchaus nachvollziehen kann.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen gute verfilmung, 22. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Richter und sein Henker (DVD)
Dieser mit dem deutschen Filmpreis ausgezeichnete Film ist wirklich empfehlenswert. Als Nachtrag nach der Lektüre und zum Erarbeiten der Unterschiede Film-Buch geeignet.
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Der Richter und sein Henker
Der Richter und sein Henker von Jon Voight (DVD - 2011)
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