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Im Allgäu treibt seit kurzem ein neuer Kriminalkommissar sein "Unwesen": Kluftinger. Er liebt "Käsespatzen" (in anderen deutschsprachigen Gegenden heißen sie "Kasnock'n", "Käseknöpfle", "Kässpätzle" usw.), seine (etwas "hantige") Ehefrau Erika - und die Landschaft, in der er lebt und arbeitet, das Allgäu.
Diese Idylle gerät etwas ins Wanken (und die Musikprobe muss ausfallen), als ein "Lebensmitteldesigner" (welch schreckliches Wort für Kluftinger!) ermordet wird und er diesen Fall aufklären muss. Aber es bleibt nicht bei dem einen Mord....
Die beiden jungen Allgäuer Volker Klüpfel und Michael Kobr haben einen Krimi geschrieben, der erst einmal unheimlich authentisch wirkt. Man spürt beim Lesen förmlich die Landschaft, erfährt von den Problemen der (kleinen) Milchbauern, den verlassenen Bauernhöfen, den Schwierigkeiten der kleinen Käsereien gegenüber den "Großen"....
Dazu haben die Autoren mit Kluftinger eine Figur geschaffen, die so gar nicht in die moderne Zeit passt: Er verabscheut Flugreisen und Acetato balsamico; am liebsten isst er - siehe oben - und seine Brotzeit mit Weißbier. Da seine Frau genau das Gegenteil von ihm ist, ergeben sich herrliche Differenzen - der Humor kommt also im Buch nicht zu kurz. Also ein "Retro"-Krimi?
Keineswegs, die Probleme sind sehr aktuell...
Wetten, dass es nicht nur weitere Folgen (die 2. ist schon erschienen) mit Kluftinger geben wird, sondern dass irgenwann einmal auch das Fernsehen anklopfen wird?
Summa summarum: Ein sehr gut gelungener (Regional-)Krimi, der locker in der deutschen Krimi-Bundesliga mitspielt!
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am 2. August 2014
Kurz zusammengefasst:
vom Beginn bis zum Schluß - langweilig! Ich kann mich nicht erinnern einen Krimi gelesen zu haben, der weder Spannung aufkommen ließ noch lustig war. Gespickt ist das Werk von Festnahmen ohne erkennbares Verbrechen (wenn das im Allgäu geht), sinnlose Polizei-Großeinsätze und Verhöre ohne Plan und Ziel.

Eines haben Milch und dieser Krimi gemein - das Endprodukt ist KÄSE! Durch die langatmigen Schwärmereien über die Location bestenfalls als Werbeinstrument für den Allgäu zu gebrauchen
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am 21. August 2007
Kommissar Kluftinger wird nicht als Superheld und Alleskönner hingestellt. Genau das macht ihn dem Leser sympatisch. Er flucht viel, teilweise kommt seine Faulheit raus - er hat seine Ecken und Kanten, mag seinen Nachbar nicht. Man kann sich sehr gut in ihn hineinversetzen.
Der Schreibstil ist sehr flüssig, Langeweile kommt nicht auf.
Doch wer Blut und Gewalt sucht ist hier falsch, denn der Krimi ist sehr lustig geschrieben. Oft muss man einfach nur lachen.
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am 15. Februar 2008
Krimis mit Lokalkolorit profitieren allzu oft über Gebühr vom Wohlwollen ortsansässiger Leser; Misstrauen ist daher angebracht -- aber nicht immer berechtigt. Kommissar Kluftingers Einstand in die deutsche Krimiwelt beispielsweise ist tatsächlich viel mehr wert als nur das Milchgeld.
Es geht um den Mord an einem einstmaligen Star der Lebensmitteldesigner-Szene, der nach einem irgendwie unterm Deckel gebliebenen Lebensmittel-Skandal ausgerechnet in seiner Allgäuer Heimat wieder Fuß gefasst hat. Nun liegt er in seiner gediegen eingerichteten Wohnung, erdrosselt mit einer Vorhangschnur von Ikea... (Dass dieser aufschlussreiche Stilbruch aber auch keinem auffällt...). Ein Hightech-Lebensmittelchemiker als Trumpfkarte eines soliden Milchwerks, dessen Firmenchef es nicht mit den Experimenten hält, der sich nicht seines Allgäuer Akzentes schämt und der sich seiner Verantwortung für die lokale Bevölkerung bewusst ist -- auch dieser Zusammenprall fällt lange Zeit nur dem Leser auf. Aber auch wenn zwingende Logik nicht die stärkste Seite der Verfasser ist: "Milchgeld" ist dennoch spannend genug, und vor allem ist es, ich wiederhol's gern, sein Milchgeld mehr als wert.

Die Zutaten für den Plot sind: Ein sensationeller Mord, für den sich zunächst weder Motiv noch dringend Tatverdächtige auftreiben lassen, dafür aber "Weibergschichtn" und nicht allzu harmonische Familien im Hintergrund... Sodann ein nicht allzu pietätvoller Zwischenfall bei einer Beerdigung, und einige tiefere Einblicke in die unappetitlichen Usancen der modernen Milchwirtschaft... Ein vielleicht doch Tatverdächtiger, der aber untergetaucht ist... und noch einiges mehr. So etwas hat man bei der Kemptener Polizei noch nicht erlebt, aber dass bodenständige Provinzler entgegen allem Klischee nicht auf den Kopf gefallen sind, kann man lesend und vor allem auch amüsiert miterleben.
Zwar hat das Autoren-Duo längst nicht alle detektivischen Möglichkeiten dieser Vorgaben ausgereizt, und einiges versickert bedauernswert ungenutzt im Sande, aber "Milchgeld" zieht seinen Reiz aus anderen Zutaten, und deswegen handelt es sich hier auch nicht unbedingt um einen überragenden Krimi, aber allemal um starke Unterhaltungsliteratur vom Feinsten.

Man kann's auch noch deutlicher sagen: Der Roman wär sogar dann noch gut, wenn er überhaupt keine Handlung hätte. Seinen Charakter macht vor allem das liebenswürdig bis spitzfedrig geschilderte Lokalkolorit aus, das so gar nichts mit den üblichen Trachtenklischees gemein hat, auch wenn der Kluftinger für die hiesige Trachtenkapelle die Trommel schlagen muss. Über seine diesbezügliche Qualifikation macht er sich freilich keine Illusionen: Man lobt ihn an die schweißtreibende Großtrommel, "weil sonst niemand diese saudumme Großtrommel spielen wollte".

Neben dem bestechend herausgearbeiteten Lokalkolorit prägt also der Kluftinger das Geschehen. Zwar würde ich ihn nicht mit Columbo vergleichen, aber er ist genauso sympathisch: Er ist bodenständig, kennt seine Landsleute und weiß mit ihnen umzugehen, und auch sein Privatleben ist nicht nur trachtenkapellenbedingt vom Allgäu geprägt. Seine Schwierigkeiten hat er eher mit vor groteskem "Lifestyle" platzenden Möchtegern-KulturträgerInnen, allen voran mit deren lokalem Flaggschiff, dem nicht abzuwimmelnden Doktor Langhammer. Dass der Kluftinger zu allem Elend ausgerechnet auch noch nach Feierabend dessen physische Gegenwart zu erdulden hat, sorgt für einige Slapstick-Einlagen, deren Situationskomik kaum zu schlagen ist. Erfreulich sind auch mehrere sprachliche Slapstick-Einlagen; nicht nur der Begriff "gedankliche Mobilmachung" charakterisiert treffend Kluftingers Denkerpose. Derlei Volltreffer versöhnen einen denn auch mit der "scheinbar/anscheinend"-Seuche und vor allem mit manch heftigem Schachtelsatz, in dem man schonmal gern einen Syntax-Kompass bei der Hand hätte.

Aber nicht nur Kluftinger und seine persönliche Nervensäge Langhammer, sondern auch die andern Figuren werden plastisch-drastisch in Szene gesetzt: Kluftingers Kollegen Strobl, Hefele und Maier haben ihre detailliert gewürdigten, mehr oder minder liebenswürdigen Macken, und vor allem haben sie Charakter. Das gilt auch für Kriminaltechniker und Leichenbeschauer, und ganz besonders gilt es für die propere, dezent sächselnde gewitzte Sekretärin, "das Fräulein Henske". Der niederbairische, weitaus weniger gewitzte Chef Lodenbacher wiederum grenzt schon fast an seine eigene Karikatur, aber zum Glück nur fast. Und sämtliche Dialekt-Einlagen sind gut in die Handlung eingepasst, wirken nie aufgesetzt oder übertrieben, sondern würzen das Lokalkolorit.

Freilich ist der zweite Kluftinger-Krimi, "Erntedank", noch um einiges gelungener -- aber das ist doch auch erfreulich, dass entgegen dem Sprichwort doch einmal "was Bessers nachkommt".
Das "Milchgeld" riecht jedenfalls tatsächlich mehr nach deftigem Handkäs in Buchform als nach "trendy" geschmacksverstärktem Stehempfangs-Geschwurbel, und die Nase trügt einen nicht: "Milchgeld" ist trotz gewisser Schwächen ein gewitzter Krimi, auch wenn oder besser: Obwohl der Krimi selber der amüsanten Landes- und Menschenkunde nie ganz hinterherkommt.
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am 3. September 2007
Kommissar Klupfinger mag Käsespätzle, das Allgäu, Zuhausesein und seine Frau. Etwas weniger mag er, für die Auftritte der Dorfkapelle zu üben, dem Drang der Frau nachzugeben, etwas "zu viert" zu unternehmen, und unvorhergesehene Ereignisse. Er ist ein liebenswerter, leicht übergewichtiger Schrat Anfang fünfzig, der sich in seiner Welt zurechtfindet und einer unspektakulären Ermittlertruppe vorsteht. Dann geschieht ein Mord, ausgerechnet in seinem Heimatdorf. Der Cheflebensmittelchemiker einer Käserei wird stranguliert aufgefunden.
Es liest sich beschaulich, fast behaglich, wie der Kommissar und seine Mitarbeiter von Dorf zu Dorf fahren, Menschen befragen, Beweise sammeln und Verdächtige observieren. Vieles von dem, was geschieht, trägt nicht wirklich zur Handlungsentwicklung bei, und manch einer Passage hätte intensiveres Lektorat gut getan, zudem fehlt es dem im Zentrum stehenden Kriminalfall etwas an Spannung, aber das Lesevergnügen ist ohnehin zuvorderst ein atmosphärisches. Klüpfel und Kobr rücken das Allgäu und seine Menschen in den Vordergrund, in der Hauptsache natürlich den gemütlichen Ermittler, und das ist ein Vergnügen, ein behagliches, wie eine Tasse Kaffee vor dem lodernden Kamin. Hier und da kann man herzlich lachen, etwa wenn Klupfinger bei der Observierung mit Hunger und Harndrang kämpft.

Der erste Roman des seit der Schulzeit befreundeten Autorenteams ist zuerst bei einem kleinen Verlag in Memmingen veröffentlicht worden, wurde dann aber ein so großer bundesweiter Erfolg, dass Piper aufmerksam wurde. Inzwischen gibt es zwei Folgebände.
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am 22. Juli 2009
Auch mir wurden Loblieder auf diesen, ähem, Krimi gesungen, und so machte ich mich mit größtem Wohlwollen an die Lektüre. Aber ...
Ich habe ja nun weiß Gott keinen Thriller erwartet, aber einen spannenden Krimi halt mit originellen Charakteren und ein bisschen Lokalkolorit. Aber das ...?
"Milchgeld" ist einer der langweiligsten Romane, die ich je gelesen habe (und ich habe schon SEHR langweilige Romane gelesen!).
Von Anfang an hat es mich nicht recht interessiert, wer denn nun der Mörder war. Was in erster Linie sicher daran lag, dass mir das Opfer und sein Leben völlig wurscht waren. Aber es machte auch keinen Spaß, dem gar nicht so "kultigen" Kommissar Kluftinger beim Ermitteln zuzuschauen. Denn eigentlich ermittelten er und seine beliebig gegeneinander austauschbaren "Assis" gar nichts. Nichts jedenfalls, was Spannung und Lust zum Weiterlesen geweckt hätte. (Getan hab ich es trotzdem, weil ich dachte, IRGENDWAS müsse da doch noch kommen, das kann doch nicht so weitergehen! Ging's aber ...)
Selten habe ich ein Buch immer wieder so gerne aus der Hand gelegt und widerwillig wieder in dieselbe genommen wie dieses. "Milchgeld" ist einfach nur Käse. Und zwar ein ganz schlechter: schlecht geschrieben, schlecht aufgebaut, schlecht umgesetzt ...
Allerdings, die weiteren Kluftinger-Romane MÜSSEN besser sein. Denn anders hätte die Reihe es nicht auf inzwischen vier oder fünf Bände bringen können.
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am 5. April 2008
"Milchgeld" ist der erste Kriminalfall von Kommissar Kluftinger aus dem Allgäu, in dem ein Mord am Lebensmitteldesigner der Käserei von Altusried geklärt werden muss.

Der Kriminalfall selbst ist solide gestrickt, weist Lokalkolorit auf und hat sympathische Protagonisten. Aber trotzdem finde ich "Milchgeld" überbewertet. Auf mich hat der Roman flach gewirkt. Dass der Leser Kluftingers Vornamen nicht erfährt, ist symptomatisch dafür, dass man eigentlich ganz wenig über die Menschen in dem Buch erfährt, sondern die Figuren wirken auf mich meist wie oberflächliche Abziehbilder. Leider gilt das nicht nur für die Nebenfiguren, sondern auch Kluftinger und seine Frau haben nur ab und zu dreidimensionale Qualitäten. Der Lokalkolorit soll zur Tiefe des Romans beitragen, aber das Allgäu-Spezifische ist bei mir nicht angekommen. Außer bei Kluftingers Flüchen, die ich auch aus meiner oberbayerischen Kindheit kenne, spricht er nie Dialekt, dafür sind die Dialoge oft gestelzt und unnatürlich. Nur die Figur von Kluftingers Chef Lodenbacher trifft voll ins Schwarze, weil er immer niederbayerisch reden darf. Warum gelingt das den Autoren mit dem Allgäuerischen nicht? Überhaupt nimmt das Allgäu in "Milchgeld" keine Gestalt an, Altusried erwacht für mich nicht zum Leben, dafür aber überzeugt die Schilderung des unpersönlichen Allerwelts-Designerbüros von Peter Schönmanger - und wo bleibt das Allgäu?

Vielleicht sind die Folgebände sprachlich besser und überzeugen mich sowohl im Allgäuer Lokalkolorit wie auch in der Gestaltung der Protagonisten mehr; "Milchgeld" hat mich jedenfalls nicht vom Hocker gerissen. 3 Sterne.
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Nach all den Siggi- Baumeister- Krimis aus der schönen Eifel dachte sich die aufgeschlossene Augsburger Krimileserin, man könne es ja mal mit einem der so hochgelobten Kluftinger- Geschichten aus dem nahen Allgäu versuchen. Leider war das aber gar nichts für mich. Es muss kein hyperaktiver Großstadtkasper sein, beileibe nicht, aber mit Ermittler Kluftinger, seinen Kässpatzen, seinem Weißlacker und all seinen seltsamen Ansichten, die er auf seinen Vater selig zurückführt ( Rosa Krawatte? Sein Vater hätte ihn für sowas erschlagen!)kommt der Gute einfach wie ein biederer Stammtischbruder ohne Esprit und Charme daher. Der Fall kommt nicht in die Gänge, es macht keinen Spaß diesem Langweiler zu folgen. Ich kann Frau Kluftinger verstehen, die ihre Koffer packt und ohne ihren dumpfbackigen Mann verreist. Nach der Hälfte des Buches habe ich es beiseite gelegt.
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am 12. Juni 2014
- Hallo,
ich bin der Herr Kommissar Kluftinger oder Klufti, wie mich meine Bekannten - denn Freunde hab i koane, net – nennen, was ich aber gar nicht mag. Meine Frau Erika nennt mich übrigens Butzele, das darf aber keiner wissen, besonders nicht der Dr. Langhammer, dieser Depp. Warum der immer mit mir Zeit verbringen möchte, weiß er selber net, die beiden Autoren könnens auch nicht erklären. Der Martin ist halt einfach ein netter Sidekick, damit ich noch ein bisschen depperter wirke, glaube ich.
Meine Fälle sind gar nicht so schwer, hier passiert ja nicht viel. Ein Verhör hier und da und dann fahre ich immer ein bisschen mit dem Auto rum. Meistens löse ich die Fälle dann aber durch Fallen, also hinfallen. Wenn irgendwo Matsch oder frisch geschaufelte Gräber zu finden sind, ich lieg schon drin. Und wenn das nicht klappt dann komme ich an den Täter eben wie die Jungfrau zum Kinde, oder so ähnlich.
Wenn es drauf ankommt, habe ich auch grundsätzlich nie meine Dienstwaffe oder ein Handy dabei, wegen der Spannung und so. Ein Wunder, dass ich über 30 Jahre im Polizeidienst überlebt habe und hier sogar Führungskraft geworden bin, wir haben eben nicht nur einfältige Polizisten sondern auch ziemlich doofe Verbrecher in unserem schönen Allgäu. Ach ja, das Allgäu, „best place to be“ würde mein studierender Sohn sagen…
Fast täglich bekleckere ich mich mit Essen (Käsezeugs), beim Trinken sieht es nicht viel besser aus. Und wenn ich großes Pech habe, steht mir sogar den ganzen Tag der Hosenstall offen, das ist dann immer peinlich und ich schäme mich ein wenig, aber nur kurz, weil ich dann schon wieder hinfalle und mir irgendwas weh tut.
Und weil ich so ein wandelndes Klischee bin, muss die Erika (meine Köchin, ähhm Frau) im ganzen Haus Zettel anbringen, damit ich nix kaputt mache oder mich und andere verletzte. Herdplatten werden zum Beispiel heiß, Bügeleisen auch! Sogar bei uns im schönen Allgäu, wo die böse Welt doch noch in Ordnung ist.
Hab ich noch was vergessen? Ach ja, die dicke Trommel. Die liegt halt hinten im Wagen.
Hab ich schon erwähnt, dass das Allgäu so schön ist? -

Also, wem's gefällt. Main Fall ist der Herr Kluftinger leider nicht.
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am 4. März 2005
Rezensionen schreibe ich nur zu Büchern, die ich besonders gut oder besonders schlecht fand. "Milchgeld" gehört eindeutig in die erste Kategorie.
Ich habe das Buch zum großen Teil im Flieger gelesen und mir wegen lauten Lachens öfters irritierte Blicke meiner Mitreisenden eingehandelt.
Das Schönste: Der Kluftinger ist so lebendig, so menschlich, so realitätsnah, vor allem auch was sein "Innenleben" angeht - ich fühlte mich sofort mitten ins Allgäu und in die - durchaus spannende - Handlung hineinversetzt. A propos Spannung: die ist vorhanden und eine nette Ergänzung zu den lebendigen Charakter- und Landschaftsstudien. Aber was mich an dem Buch am meisten begeistert, ist der bayerisch-schwäbische Humor. Von daher wundert es mich nicht, dass die bisher schlechteste Rezension (1 Stern bei der anderen - grünen - Ausgabe) aus Berlin kommt - von einem "Preißn" halt. (Nix für ungut liebe Nordlichter).
Ich freue mich schon auf "Erntedank" und auf die hoffentlich noch folgenden vielen Fortsetzungen!
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