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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragend konstruierter Krimi
Dieses war mein erstes Buch von Anne Holt. Obwohl ich die Leseprobe schon sehr überzeugend fand, hatte ich doch einige Bedenken, so mittendrin einzusteigen, da ich gern chronologisch lese und die Yngvar Stubø-Reihe mir völlig unbekannt war - von Hanne Wilhelmsen, die am Rande ja auch ihren Einsatz hat, habe ich zumindest vorher schon mal gehört. Diese...
Veröffentlicht am 14. September 2010 von alter.haudegen

versus
17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Gut gemeint, leider daneben
Leider kann ich mich den guten Rezensionen nicht anschließen. Mag sein, dass ich die Ausnahme bin, aber bei aller Sympathie für die diversen Ermittler spezielle in skandinavischen Krimis: Warum wird deren Privat-und Familienleben denn nun wirklich bis ins letzte Detail ausgetreten? Wollen die Leser wirklich wissen, wie Yngvar pinkelt? Sich Gedanken über...
Veröffentlicht am 17. April 2011 von Paula Jakob


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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragend konstruierter Krimi, 14. September 2010
Dieses war mein erstes Buch von Anne Holt. Obwohl ich die Leseprobe schon sehr überzeugend fand, hatte ich doch einige Bedenken, so mittendrin einzusteigen, da ich gern chronologisch lese und die Yngvar Stubø-Reihe mir völlig unbekannt war - von Hanne Wilhelmsen, die am Rande ja auch ihren Einsatz hat, habe ich zumindest vorher schon mal gehört. Diese Bedenken waren jedoch völlig unnötig, man "freundet" sich schnell mit der sympathischen Familie Yngvar Stubøs an und ich hatte bei der Lektüre auch nicht das Gefühl, irgendeine Information zu missen.

Im Mittelpunkt steht der rätselhafte Mord an der Bischöfin Eva Karin Lysgaard, für den sich so scheinbar gar kein Motiv finden lässt; die möglicherweise wissenden Angehörigen stehen Stubø bei den Ermittlungen zunächst auch nicht gerade hilfreich zur Seite. In weiteren Erzählsträngen wird über andere, unklare Todesfälle berichtet, die aber keinen Zusammenhang mit dem Tod der Bischöfin erkennen lassen.

Schon lange habe ich es aufgegeben, selbst darüber nachzugrübeln, was wohl dahinterstecken mag. Oft meint man schon eine Ahnung zu haben und dann war doch alles ganz anders, so auch hier. Ich lasse mich gern vom Einfallsreichtum des jeweiligen Autors überraschen und bin bei diesem Buch dabei voll auf meine Kosten gekommen. Eine sehr gut und glaubwürdig konstruierte Geschichte, bei der zuletzt doch alles irgendwie zusammengepasst hat und die mich sehr kurzweilig unterhalten hat. Freue mich schon auf den nächsten Fall Stubøs mit der tatkräftigen Unterstützung seiner Ehefrau!
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Auch die Guten werden ermordet", 11. September 2010
Von 
Kalamaria - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Das sagt Kriminalkommissar Yngvar Stubo zu seiner Frau Inger Johanne, als beide spät am Heiligabend von dem Mord an der sympathischen Bischöfin Eva Karin Lysgaard erfahren. Doch was verbindet die gütige Bischöfin, die sich sowohl für Homosexuelle als auch gegen den Schwangerschaftsabbruch einsetzt, den Strichjungen und den drogensüchtigen "Penner, beide am unteren Ende der sozialen Hierarchie stehend, den egozentrischen Künstler und die gutaussehende Australienreisende? Sie alle werden ermordet, möglicherweise von ein und demselben Täter. Wer sind hier die "Guten", wer hat hier Deck am Stecken und wie, um Himmels willen, fügen sich all die Lebensläufe, die uns von der Autorin vorgesetzt werden, zusammen?

Anne Holt legt mit "Gotteszahl" den vierten Krimi mit Ermittler Yngvar Stubo vor. Er ist nicht nur im Hinblick auf die Spannung, sondern auch auf die sprachliche und stilistische Gestaltung ein wahrer Lesegenuss. Die Autorin ist eine Meisterin der Übergänge: Humorvoll die Überleitung von der schaurigen Beschreibung der Bergung einer aufgedunsenen Wasserleiche zum Weihnachtsessen bei Kommissar Stubo und seiner Familie: vom Gruselfisch, der aus dem Auge der Leiche in den Mund des schockierten Augenzeugen fällt, leitet die Autorin nahtlos über zum Kabeljau-Augen essenden Kommissar und dem familiären Geplänkel am festlich gedeckten Tisch. An anderer Stelle werden Gedanken über das Nicht-Wissen, die ein Kapitel abschliessen, zu Beginn des nachfolgenden wieder aufgenommen. Die doch sehr vielschichtigen und weitläufigen Handlungsstränge werden so ineinander übergeleitet und der Leser hat angesichts der spannenden Handlung kaum eine Chance, den Faden zu verlieren.

Yngvar Stubo und seine Frau Inger Johanne, von Yngvars Kollegen als "the reluctant detective", die widerwillige, zögernde Ermittlerin bezeichnet, sind eine originelle und warmherzige Bereicherung der ermittelnden Teams der Krimi-Szene. Ihr Leben als Patchwork-Familie mit den beiden Töchtern Kristiane und Ragnhild, Kristianes Vater Isak, den Eltern/Schwiegereltern und Yngvars Enkel, wird immer wieder aufgegriffen und in die Handlung eingefügt und hat sich so als fester Bestandteil dieser Krimireihe etabliert. Diesmal spielt Kristiane im aktuellen Kriminalfall sogar eine entscheidende Rolle.

Anne Holt schreibt für ihre Fangemeinde - als langjähriger Leserin und Kennerin ihres Gesamtwerks fällt es mir schwer zu sagen, ob es ebenso leicht fällt, der Handlung zu folgen, wenn man vorher keines ihrer Werke gelesen hat, doch die vielen Bezüge auf frühere Werke legen die Empfehlung nahe, sich zunächst einmal mit den vorhergehenden Bänden der Stubo-Reihe auseinanderzusetzen.

Keine Sorge, es lohnt sich auf jeden Fall! Wen die teilweise doch etwas düstere, eben nordische Atmospäre bei Anne Holt, die doch immer wieder von humorvollen Elementen - sei es in Form von skurrilen Figuren, sei es durch das Einfügen einer heiteren Episode - durchsetzt wird, nicht schreckt, der könnte rasch zum Anne-Holt-Fan werden und in Zukunft wie ich jedem neuen Krimi dieser Autorin entgegenfiebern!
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Gut gemeint, leider daneben, 17. April 2011
Von 
Paula Jakob (Augsburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Leider kann ich mich den guten Rezensionen nicht anschließen. Mag sein, dass ich die Ausnahme bin, aber bei aller Sympathie für die diversen Ermittler spezielle in skandinavischen Krimis: Warum wird deren Privat-und Familienleben denn nun wirklich bis ins letzte Detail ausgetreten? Wollen die Leser wirklich wissen, wie Yngvar pinkelt? Sich Gedanken über sein Gewicht macht? Oder, während die Schwiegermutter über das unangemessene Weihnachtsessen lamentiert, den Kabeljau die Augen aussaugt? Wollen wir dabei sein, wie die Ehefrau die Unterhose des Gatten inspiziert, um dort eine nicht ermittlungsrelevante Bremsspur zu finden? Die gefühlt wichtigste Figur des Buches ist nicht etwa die ermordete Bischöfin, auch nicht der gute Yngvar und seine über 100 Kilo Gemütlichkeit oder seine an der Grenze zur Hysterie lavierende und diskret nervende Ehefrau Inger Johanne, sondern Tochter Kristiane. Wenn Kristiane hustet oder mit einem Fremden über den Gartenzaun hinweg redet, dreht Inger Johanne jedesmal vollkommen durch und der Leser muss mit. Wozu nun genau?
Um wirklich, wirklich, wirklich verstanden zu haben , wie außerordentlich wundervoll, unschuldig, schön dieses Kind ist? Das steht circa auf jeder dritten Seite. Und irgendwann, wie gesagt, bei aller Sympathie auch für Kristiane, ging mir das unsagbar auf den Keks. Wenn mir nebenbei noch jemand schlüssig erläutern könnte, wieso Inger Johanne dem Mann, der ihrer Tochter das Leben gerettet hat , aus lauter Dankbarkeit eine reinhaut, wäre ich auch echt froh. Abgesehen davon bombardiert Anne Holt den Leser auf den ersten 150 Seiten mit einer schier unüberschaubare Masse an Opfern, Zeugen, Angehörigen, Verwandten, Bekannten und deren möglichst kompletter Lebensgeschichte seit der Geburt oder wenigstens Konfirmation. Etliche Male muste ich zurückblättern, um mich wieder zu orientieren, wer denn nun wer war und wenn man es gerade einsortiert hatte, verschwand diese Figur für den Rest des Buches im Nirvana. Nebenbei ermittelt Yngvar unendlich zäh und ergebnislos an Ehemann und Sohn der ermordeten Bischöfin herum. Es passiert immer das Gleiche, nämlich nichts. Seine Frau tauscht derweil lange mails auf Englisch mit einer alten Studienkollegin und spätestens nach dem zwanzig Seiten langen Abendessen mit dieser Karen ist die Auflösung der Mordfälle ziemlich klar, okay, eine kleine Überraschung hat Holt noch. Nur hat das Buch dann noch 200 Seiten. Da ist eine einzige kleine Überraschung ziemlich wenig. Was dem ganzen Elend dann aber die Krone aufsetzt, ist der Epilog/ Prolog. Das war ja gut gemeint, aber - ich will ja nicht spoilern!- etwas weniger Kinderbibel-Ambiente wäre wohltuend gewesen.
Fazit: Der langweiligste und misslungendste Holt- Krimi und ich möchte bitte Hanne und Billy wiederhaben!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Mühselig, 23. Juni 2011
Dies ist der erste Krimi von Anne Holt, den ich gelesen habe, und vermutlich wird er erst einmal für längere Zeit der letzte gewesen sein.

Die Geschichte um die Gotteszahl und um die Gotteskrieger liest sich sehr mühselig und konstruiert. Schuld daran sind die mindestens fünf Erzählstränge, die Holt in ihrem Roman beginnt, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben, dann aber zum Ende(!) langsam zusammen geführt werden. Mehrere Todesfälle, bzw. Morde erschüttern die norwegische Hauptstadt Oslo, darunter auch der Mord an einer angesehenen Bischöfin der norwegischen Staatskirche in Bergen. Wer sollte diese liebevolle Frau getötet haben? Und was hat ihr Tod mit dem Sterbefall eines jungen pakistanischen Stricherjungen zu tun? Auf den ersten Blick nichts.

Gut für den Leser, wenn er wenigstens den Klappentext oder die Buchrückseite gelesen hat. Dann weiß er nämlich, dass dahinter vermutlich eine Gruppe von religiösen Fundamentalisten steckt, die nach einem bestimmten Zahlenprinzip Homosexuelle ermorden. Nur, wer mit dieser Information den Roman zu lesen beginnt, muss bis gut 2/3 des Buches warten, bis diese Spur aufgenommen wird, bzw. bis sie von den handelnden und ermittelnden Personen verfolgt wird. Ernsthaft, wenn bis 100 Seiten vor Schluss, die in den Blick genommene kriminelle Organisation nur als Gegenstand von Spekulation in den Blick genommen wird, kann sich keine rechte Spannung aufbauen. Ja, man fragt sich überhaupt, warum man es dann nicht auch auf dem Buchdeckel bei kryptischen Andeutungen gelassen hat. So wartet der Leser ja eigentlich mehr als 350 Seiten darauf, dass sich der Gegner mal zu erkennen gibt.
Das Lesevergnügen wird damit jedenfalls deutlich geschmälert.

Ja, überhaupt, werden hier mal wieder gerne Klischees gegen religiöse Fundamentalisten bedient. Die Vorstellung, dass islamische und christliche Fundamentalisten über ihre vermeintlichen Hass auf alles Homosexuelle zu Verbündeten werden, ist schon an sich eine sehr krude Vorstellung. Dieser ganze klischeehafte Hintergrund führt den Roman deshalb nicht über die Qualität eines Groschenromans hinaus. Und es verwundert nicht, dass Frau Holt eine so extrem lange Zeit braucht, bis sie die Stränge zusammenführt.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ein nordischer Krimi, der mich nicht überzeugt hat, 4. Oktober 2010
Von 
Monika Schneider (Reutlingen-Betzingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Ein neuer nordischer Krimi um den Ermittler Yngvar Stubo und seiner Frau Inger Johanne. In diesem geht es um eine Hassgruppierung aus den USA, den 25-ern", die sich der Beseitigung Homosexueller verschrieben hat.

Auch in Norwegen schlagen sie zu. Anfangs scheint es keinen Zusammenhang zu geben zwischen den Opfern, doch dann entdeckt Yngvar Stubos Frau, eine Kriminologin, Zusammenhänge, die schließlich zur Auflösung des Falles führen.

Selten hat mich ein Krimi so enttäuscht wie dieser, zumal der Klappentext sich sehr vielversprechend last. In der ersten Hälfte werden unzählige neue Erzählstränge begonnen, die mehr verwirren als Klarheit in die Geschichte bringen. Von Spannung keine Spur, auch in der zweiten Hälfte besticht der Roman eher durch derbe Dialoge und persönliche Einblicke, auf die der Leser sicher gerne verzichten mag (Sag mal, pisst du, während wir miteinander telefonieren?", Beschreibung der Bremsspuren in der Unterhose eines der Charaktere). In der zweiten Hälfte finden die angefangenen Handlungsstränge zwar langsam zueinander, dennoch gelingt es der Autorin nicht, Spannung zu erzeugen.

Schade, denn dieser Roman wird mich sicher nicht dazu bringen, noch mehr von der Autorin lesen zu wollen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Motiv Hass, 9. Dezember 2010
Düster ist sie, die Atmosphäre in Anne Holts neuem Kriminalfall. Düster und weitverzweigt.

Ein Betrunkener fällt ins weihnachtlich eiskalte Hafenwasser, bei der Rettung durch einen jungen, mutigen Mann wird eine ganz andere Person noch mit aus dem Wasser gefischt. Diese aber ist bereits seit längerem Tod und in entsprechendem Zustand.

Bereits schon die Schilderung dieses ersten Leichenfundes zeigt auf, wie intensiv Anne Holt es versteht, eine dichte Atmosphäre durch ihre bildhafte und direkte Art der Beschreibung aufzubauen. Sind es hier die klaren und direkten Sätze, die in den Bann ziehen, ist es im weiteren Verlauf die Fülle von nur angedeuteten Hintergründen, die zunächst viele lose Stränge des Falles vermeintlich unverbunden in den Raum setzen.

Kommissar Ingvar Stubo feiert mit seiner Patchworkfamilie Weihnachten, da erfährt er, dass Bischöfin Lysgaard in der Nacht des heiligen Abends bei einem Spaziergang ermordet wurde. Umgehend wird er zur Untersuchung des Falles nach Bergen beordert.
Was aber führte überhaupt dazu, dass die Bischöfin alleine unterwegs war?
Ein heranstrebender Künstler, kurz vor seinem zumindest nationalen Durchbruch wird diesen ebenfalls nicht mehr erleben.

Während Ingvar versucht, Licht in das mysteriöse Dunkle der Morde zu bringen, für die er beim besten Willen kein Motiv erkennen kann, beschleicht seine allein zurückgebliebene Frau das Gefühl, dass ein Fremder ihrer Tochter nachstellt. Als dann noch eine höchst konservative christliche Vereinigung ins Spiel gerät, die den liberalen Ideen der Bischöfin zutiefst hasserfüllt gegenübersteht, wird die Verwirrung zunächst noch größer, bevor dann im zweiten Teil des Buches all die vermeintlich losen Fäden der verschiedenen Morde und Bedrohungen sich zu einem unerwartetem Bild verknüpfen und langsam die Hintergründe der Morde und damit der mögliche Täter in den Blick geraten.

Leger könnte man sagen, dass es gilt, den ersten Teil des Buches als Leser zu überstehen. Die einerseits fremden, nordischen Namen, die andererseits alle irgendwie ähnlich klingen macht es nicht leicht, jederzeit auf der Höhe der gerade handelnden Personen zu bleiben. Die vielen Perspektivwechsel, vor allem das doch für längere Zeit Verlassen des ermittelnden Kommissars zugunsten seiner Frau und einer anderer Nebenfiguren führt zu einer Vielzahl von unverbunden wirkenden Ereignissen, vor allem aber dazu, dass auch die Ermittlungen im eigentlich hauptsächlichen Mord an der Bischöfin ebenso sehr aus dem Blick genommen werden.

Das Ertragen dieser leichten Verwirrung aber lohnt sich durchaus, wenn zur Mitte des Buches hin sowohl die Stringenz als auch die Erzählweise der Autorin Fahrt aufnehmen und Seite für Seite klarer wird, wie all die unverbunden wirkenden Geschichten und Ereignisse des ersten Teil des Buches miteinander in Beziehung stehen. Natürlich wäre Anne Holt nicht Anne Holt, wenn das ganze Bild samt dem tatsächlichen Täter bereits vor den letzten Seiten allzu deutlich im Raume stehen würde. So gelingt es ihr tatsächlich im intensiven Finale des Buches alle Fäden zusammen zu weben und einen Täter zu präsentieren, der eine tatsächliche Überraschung darstellt. Ein fast Nebenprodukt der vielfachen Verästelungen und Personen ist, dass Anne Holt wie nebenbei ein prägnantes Bild ihrer Protagonisten erstellt und diese damit dem Leser in ihren unterschiedlichen Persönlichkeiten durchaus nahe bringt.

Ein intelligent konstruierter Kriminalroman, der nach bedächtigem und leicht verwirrendem Beginn durchaus fahrt aufnimmt und mit so manchen überraschenden Wendungen aufwartet, die die Spannung hoch halten.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen eine nervige Lektüre, 14. Oktober 2010
Eine nervige und mühselige Lektüre. Alle zwei oder drei Seiten ( manchmal schon nach einer halben Seite!) wird das Thema gewechselt und eine neue Handlung angerissen. Nach hundert Seiten weiß man überhaupt nicht mehr, worum es eigentlich geht. Von einem Zeugen, der nur einmal vorkommt, und keine Rolle in der Geschichte spielt, erfahren wir alle Lebensumstände seit dem ersten Milchzahn. Die Lösung erwächst komplizierten und fragwürdigen Überlegungen Inger Johann.
Mir hat dieser Roman überhaupt nicht gefallen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein mitreißend-spannenden Krimi mit facettenreicher Story, 25. September 2010
Anne Holts neuer Krimi "Gotteszahl" mit dem Ermittler-Ehepaar Yngvar und Inger Johanne Stubø sowie der Osloer Kripobeamtin Silje Sörensen kommt zunächst nur etwas langsam in Schwung. Viele scheinbar unzusammenhängende Fäden verwebt sie, bis daraus ein raffiniert gesponnenes Netz entsteht und in steigendem Tempo immer weiter ausgedehnt wird. Angereichert mit vielen Infos über die Mechanismen des Hasses und die falsch verstandene, fanatische Religiosität christlicher Fundamentalisten, wird "Gotteszahl" so trotz einiger kleiner logischer Fehler zu einem mitreißend-spannenden Krimi mit facettenreicher Story und sprachlich überzeugenden Kapiteln ' insbesondere die Übergänge erfreuen durch kleine Augenzwinkereien. Anne Holt fängt die nordisch-winterliche Atmosphäre Skandinaviens authentisch ein und gibt uns einen weiteren Einblick in die Patchwork-Familie von Yngvar und Inger Johanne samt Töchtern, Ex-Mann und nörgelnden Großeltern. Auch Hanne Wilhemsen, die viele Fans ins Herz geschlossen haben, bekommt einen neuen kleinen Auftritt. Und: Man muss die vorherigen Bände nicht kennen, um Anne Holts gelungenen neuen Fall zu genießen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Zum Weiterempfehlen, 30. Januar 2012
Es war für mich der erste Krimi, den ich von Anne Holt gelesen habe. Aber da ich ein Fan skandinavischer Krimis bin, wird dieses Buch sicher nicht das letzte gewesen sein, dass ich von ihr gelesen habe.

Man ist vom ersten Augenblick an mitten in der Geschichte und hat erst einmal etwas Schwierigkeiten zu verstehen, wie die unterschiedlichen Handlungsstränge zusammen gehören. Der ganze Krimi ist sehr gut aufgebaut und super spannend geschrieben. Und das Ende hat mich wirklich überrascht.

Ich kann dieses Buch nur weiter empfehlen. Es lohnt sich. Ich wollte es keinen Moment aus der Hand legen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gotteszahl, 11. Januar 2012
...heißt der neue Kriminalroman von Anne Holt. Es ist der 4. Fall für den Osloer Kommissar Yngvar Stubø und seine Frau Inger Johanne, einer Kriminologin und Psychologin.

Eigentlich mag ich die Hanne Wilhelmsen-Reihe ja lieber (sie hat hier eine kleine Nebenrolle), Yngvar und seine Frau sind mir irgendwie unsympathisch.

Es geht um gleichgeschlechtliche Partnerschaft. Am Anfang fand ich die diversen Handlungsstränge, die scheinbar keine Verbindung zueinander haben, etwas verwirrend, aber ab der Hälfte des Buches wurde es dann klarer und auch spannender.

Yngvar und seine Frau ermitteln quasi parallel und letztlich ist es eine Jugendfreundin von Inger Johanne, die nun in den USA lebt, die ihre Freundin auf die erste, brauchbare Spur bringt: Die "Gruppe 25" ist eine religionsübergreifende Bewegung, die von gemeinsamem Hass getrieben, in den USA bereits mehrere Morde an Homosexuellen begangen hat. Ihre Rechtfertigung finden sie in der Bibel und im Koran.

Warum nun diese Gruppe in Norwegen aktiv wird, erfährt der Leser zwar erst ganz zum Schluss, aber überzeugt hat mich das nicht wirklich, war mir zu konstruiert und an den Haaren herbei gezogen.

Gut gelungen fand ich dagegen das stilistische Element, Verben aus einem Absatz im nächsten zu wiederholen, jedoch in einem gänzlich anderen Zusammenhang und in einem anderen Erzählstrang.

Anne Holt, die mit einer Frau verheiratet ist und eine Tochter hat, hat in diesem Roman wohl eigene Erfahrungen mit eingebracht und verarbeitet.

Insgesamt bekommt Gotteszahl von mir 3 von 5 Sternen.
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