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am 3. August 2007
In Kürze soll der vierte Band des Autorenpaares Klüpfel und Kobr erscheinen - gut so!
Eine Wohltat für jene die drohen zu versumpfen - in all den depressiven Thriller der Neuzeit, wo kein Ermittler ohne gestörtes Persönlichkeitsbild mehr auskommt. Gut, der dritte Roman "Seegrund" verdient meiner Meinung nach das Prädikat Thriller nicht - ein gut durchdachter Krimi ist er jedoch allemal.

Obwohl alle Geschichten abgeschlossen sind, sollte man sie in chronologisch richtiger Reihenfolge lesen ("Milchgeld" --> "Erntedank" --> "Seegrund") - nur dann ergeben die "Running Gags" um "Klufi" und seinen Intimfeind Langhammer, sein wenig pragmatisches Verhältnis zum technischen Fortschritt Sinn und Spass.

Zur Geschichte selbst: An einem mysteriösen See wird scheinbar ein Mordopfer gefunden. Schon bald erkennen die Ermittler, dass sie hierbei auf etwas Größeres gestoßen sind, in denen sich bald ehemalige WK-II Veteranen, BKA und diverse Wissenschaftler tummeln. Die Lösung dieses Rätseln soll am Grund des Sees zu finden sein. Doch die Hoffnungen um was es sich hierbei konkret handeln soll, gehen weit auseinander...

Da die Geschichte diesmal zur Winterzeit spielt schaffen es die Autoren eine z.T. gespenstische Atmosphäre herauf zu beschwören. Zur Verstärkung werden dazu in kurzen kursiven Einschüben immer wieder Gedankenfetzen in umgekehrter chronologischer Reihenfolge eingestreut - um das Puzzle zu komplettieren. Der letzte Einschub ist somit auch der erste: Die letzten Monate des Zweiten Weltkrieges. Die Stimmung dieser damaligen "Endzeit" wird gekonnt, klischeefrei und ohne Moralkeule eingefangen.

Auf der privaten Seite (die mehrseitigen Einschübe zwischen der eigentlichen Kriminalhandlung) sollten folgende Stichworte für alle "Klufi"-Kenner genügen:
- die neue Freundin des Sohnemanns ist Japanerin
- mit den Langhammers geht es zum gemeinsamen Skifahren
- der Kommissar sucht ein "passendes" (?) Weihnachtsgeschenk für die Gemahlin

Fazit: Meiner Meinung nach der bisher beste Kluftinger: Spannender als die Vorgänger - gepaart mit dem einzigartigen und bewährten Scharm des Hauptprotagonisten und seines Allgäuer Umfelds.
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am 21. April 2011
Wer einen guten Krimi erwartet, der sollte sich ein anderes Buch suchen.
Hier geht es im wesentlichen um die Macken eines Kommissars. Und zwar so plump und dämlich, dass man bereits auf den ersten paar Seiten sich schämt. Die neue Freundin des Sohnes ist Japanerin und natürlich springt der Herr Kommissar sofort ins Fettnäpfchen. Sein Englisch scheint noch schlechter zu sein als das mancher Fünftklässler.
Generell scheint das Buch aus zwei Handlungssträngen zu bestehen. Der eine ist der Kriminalfall. Vom Hintergrund her hätte das ein durchaus spannender Fall werden können, aber wenn man sich rein darauf beschränkt wäre das Buch in 120 Seiten abgehandelt gewesen. Also wird zu Handlungsstrang zwei gegriffen. Fremdschämen für Fortgeschrittene. Der zweite Handlungsstrang beschäftigt sich mit dem Kommissar und all seiner dämlichen Eigenheiten. Dieser Handlungsstrang ist lose mit dem Kriminalfall an sich verzwirbelt und bläst das Buch auf die Seitenzahl auf.

Ich habe drei Anläufe gebraucht um es zu schaffen das Buch fertigzulesen. Bei den ersten beiden Anläufen habe ich das Buch irgendwann zur Seite gepackt, weil mir das ewige Fremdschämen für den Kommissar zu doof wurde. Beim dritten Anlauf habe ich es fertiggelesen, in der Hoffnung, dass es irgendwo besser wurde. Nein. Wurde es nicht. Immer wenn der Fall mal ein wenig spannend wird und Fahrt aufnimmt kommt wieder so ein Fremdschäm-Moment des Herrn Kommissar wo man das Buch am liebsten verbrennen würde.

Natürlich machen Macken und Eigenarten einen Charakter erst zu dem was er ist. Aber so trottelig wie hier der Hauptcharakter dargestellt wird, ist es eigentlich eine Parodie. Oder so. aber kein Buch. Jemand so trottelig toffeliges der so dämlich ist kann ich als Kommissar nicht für voll nehmen. Das geht einfach nicht. Da kauft man eher einem 6-Jähringen glaubhafte Ermittlungserfahrung ab. Hier zieht sich die Hauptperson nur selbst in den Dreck oder wird in den Dreck gezogen, was die ganze Geschichte noch unglaubwürdiger macht. Wenn ein Kommissar so dämlich ist, wie kann er es dann schaffen einen verzwickten Fall zu lösen? Diese Frage stellt sich einem. Denn der Kommissar hat hier entschiedenes "Dschungel-Camp"-Niveau allerunterster Schublade.
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am 27. August 2007
Das ist der spannenste aber auch komplizierteste Fall Kluftingers, den man aber durch seine witzigen und humorvollen Art lieben und schätzen gelernt hat. Ein Muß wenn man die ersten beiden Bücher ( Milchgeld + Erntedank) gelesen hat. Spannung Pur im Krimi, bei gleichzeitigem ausspannen nach einem hektischen Alltag, gibt einem Muse. Sehr guter Kriminalroman mit viel Witz und Humor gespickt,der den Alltag für einige Stunden vergessen läßt. Sehr Empfehlenswert!
Ein neuer Fall Kluftinger ist in Vorbereitung, und ich freue mich schon sehr auf das neu Buch.
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am 25. Januar 2007
Worum es geht...

Kommissar Kluftinger findet während eines Familienausfluges einen schwer verletzten Taucher am Ufer des Alatsees. Was anfangs wie ein einfacher Routinefall erscheint, wird bald immer komplizierter und Kluftiger muss erkennen, dass der Taucher nur die Spitze des Eisberges darstellt. Seine Ermittlungen führen ihn in die Welt der Sagen (z. B. spukender Mönch vom Alatsee), der Biologe und in die Zeit des Nationalsozialismus. Abwechslung ist also geboten.

Spannend ist es auch in Kluftingers Privatleben: Sein Sohn Markus stellt seiner Familie seine neue Freundin vor. Eine Asiatin. Wie die Fans von Kluftiger sicherlich ahnen, hält dieser Umstand alle möglichen Fettnäpfchen für den Kommissar bereit.

Die Allgäuer...

Ich stamme selbst auf dem Allgäu und muss sagen, dass Kluftinger in seinen Wesenszügen stark überzeichnet ist, beinahe satirischen Charakter ausweist. Schade, dass das Autorengespann die Macken des Kommissars derart übertrieben hat - darunter leidet die Glaubwürdigkeit des Kommisars ein wenig.

Was ich denke...

Wer auf etwas gemächlichere Krimis mit einem liebenswerten, schrulligen Protagonisten steht, für den ist Seegrund" genau das richtige.
Ein bisschen Tempo hat für meinen Geschmack gefehlt - lesenswert fand ich den neuen Kluftinger aber allemal.
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VINE-PRODUKTTESTERam 11. August 2011
Dieser Band hebt sich deutlich von den Vorgängern ab: Zum einen erhält Kluftinger weibliche" Unterstützung und Friedel Marx ändert das Klima der Ermittlungen schon immens, zum anderen ist dies ein Kriminalroman ohne Leiche und zunächst gar der Gewissheit, dass überhaupt ein Verbrechen geschehen ist. Dies kann man ohne Frage positiv sehen, da Abwechslung in die Reihe und in das Krimigeschehen an sich gebracht wird, mir jedoch ist es eher negativ aufgefallen: Die Ermittlungen gingen nach meinem Gefühl schleppender voran und Frau Marx ist zwar ohne Zweifel ein interessanter Charakter, allein schon deshalb, da sie so gar nicht weiblich wirkt, doch die ständigen Anspielung ihres Rauchens und ihr bewusstes Provozieren mit ihren Zigarillos haben mich schnell gestört. Erst gegen Ende wird der Charakter annähernd sympathisch.
Dem gegenüber steht die wirklich interessante Idee, dem Fall einen historischen Hintergrund zu geben und so die düsterste Zeit Deutschlands wieder präsent werden zu lassen. Dieser Aspekt hat mir wirklich gut gefallen, wenn es auch etwas dauerte, bis dieser im Buch zum Tragen kam.
Neu ist auch, dass Kluftingers Sohn Markus nebst japanischer Freundin Yumiko eine ganze Weile in Altusried weilen und daher im Roman stark eingebunden sind in die privaten Teile Kluftingers Alltag. Aufgrund dessen sprudelt es auf einmal nur so von japanischen Nippes und Anspielungen auf knipsende Touristen und dergleichen. Ich bin einmal gespannt, ob Markus durch seinen Berufswunsch (Profiler) später ausführlicher in die Serie eingebunden wird.
Ansonsten zeichnet auch dieses Buch aus, was ich an den anderen so mochte: Der Humor kam wieder einmal nicht zu kurz und ich konnte sehr oft herzhaft lachen, einen interessanten - wenn auch diesmal nicht ganz so spannenden - Fall, bei dessen Aufklärung auch nicht das Privatleben Kluftingers zu kurz kommt, geschildert mit sehr viel Lokalkolorit und der richtigen Prise Mundart. Das erwarte ich bei einem Kluftinger-Roman und das habe ich mit Seegrund auch bekommen.

Fazit: Aufgrund der vielen Neuerungen (Frau Marx, Markus, Yumiko) in Kluftingers Umfeld für diesen Fall wirkt das Buch so, als wollten die Autoren auf einmal zu viel, zudem kam der Fall aufgrund des Fehlens einer Leiche recht schwerlich in Gang. Dennoch hat der Fall einen wirklich interessanten historischen Hintergrund, der mir sehr gut gefallen hat.
Das Buch bleibt jedoch was den Lokalkolorit, Charme und Humor betrifft der Tradition seiner Vorgänger treu und ist daher jedem zu empfehlen, der auch schon Spaß an den Vorgängern hatte. Wer diese noch nicht kennt, sollte besser mit Teil 1 anfangen um besser in Kluftingers Welt eintauchen zu können. Ein Quereinsteig mit Teil 2 oder 5 ist auch gut möglich.
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Tauchverbot im sagenumwobenen Alatsee. Als Kluftinger die japanische Freundin seines Sohnes mit einem beschaulichen Spaziergang mit den Naturschönheiten des Allgäus beeindrucken will, ahnt er nichts von dem grauseligen Anblick, der sich seiner Familie bald bieten wird. Denn im Schnee am Seeufer liegt ein lebloser Taucher in einer roten Lache. Der Kommissar checkt die Lage und stellt gleich zu Anfang fest: Bei seinem neuen Fall ist nichts so wie es erscheint und um die Lösung des Rätsels zu finden, muss er buchstäblich dem See auf den Grund gehen.

Der Kultkommissar von Kempten ist nach seiner Rettungsaktion am See ziemlich verschnupft, aber er lässt nicht zu, dass eine kleine Erkältung sein Hirn verkleistert oder ihm seinen bärigen Humor nimmt. Der Taucher, der mit eingedelltem Schädel gerade noch so mit dem Leben davon gekommen ist und nun im Koma liegt, hatte ein rätselhaftes Zeichen in den Schnee gemalt. Was wollte er damit sagen? Gar nicht begeistert ist er von der weiblichen Unterstützung, die sein Team bekommt. Die kettenrauchende Friedel Marx hatte ihm gerade noch gefehlt. Allerdings stachelt sie seinen Ehrgeiz an und dank des auffallenden Zeichens im Schnee, verfolgen die Ermittler bald eine heiße Spur, die zu einer seltsamen Vereinigung ehemaliger Kameraden einer Einheit aus dem zweiten Weltkrieg führt. Was ist in den 40er Jahren wirklich am Alatsee geschehen? Den See selbst erforscht gerade ein wissenschaftliches Forscherteam. Ergeben sich hierbei neue Erkenntnisse? Doch dann wird die Ausrüstung der Wissenschaftler mutwillig zerstört und das wichtigste Gerät geklaut. Wer steckt hier dahinter? Viele Fragen und keine Antworten, aber das Polizeiteam aus dem Allgäu gibt nicht auf.

Der Klufti von Volker Klüpfel und Michale Kobr ist richtig knuffig. Der brummige Kommissar mit der Vorliebe für deftiges Essen und mit den flinken Gehirnzellen, tappt im persönlichen Umfeld gerne mal ins Fettnäpfchen. Das macht ihn um so sympathischer. Seine Fehde mit dem aufgezwungen Bekannten Doktor Langhammer sorgt für einige Lacher (Beste Szene: Sonntäglicher Skiausflug). Da wird es wohl noch weitere Entwicklungen geben und so bleibt der Leser seinem Serienermittler treu und greift gerne zum nächsten Roman.
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am 1. Dezember 2009
Nachdem der 2. Klufti ("Erntedank") m.E. eine gewisse Steigerung der Qualität mit sich brachte, fiel Seegrund dann doch wieder ein wenig ab.

Positiv fällt auf, dass die Autoren nicht einfach die gleich Handlung und Struktur an einen anderen Ort verlegen, was mir z.B. extrem negativ beim neuen Dan Brown aufgefallen ist, sondern versuchen andere Ideen zu entwickeln. So finde ich den Rahmen mit der Nazivergangenheit und den rückwärts laufenden Einschüben gelungen umgesetzt. Klar ist das hier kein Thriller, aber baut doch einen vernünftigen Spannungsbogen auf. Die Wirrungen und Irrungen sind genau so plausibel wie die Auflösungen.

Nun wird aus einer Reihe keine Reihe, wenn es nicht wiederkehrende Elemente gibt. Hier halt das Privatleben des Protagonisten. Und viele die über das konservative Familienbild, die Peinlichkeiten etc. schimpfen sollte sich 2 Dinge vor Augen halten: 1) Kluft ist über 50, d.h. sein Lebensstil entspricht dem der Generation Wirtschaftswunder. Wir sind hier in der Provinz, wo ist die Überraschung. Das sehe ich so oder ähnlich zu Hauf ... 2) Wie immer in der Fiktion werden Figuren überspitzt dargestellt. So auch hier. Das ist keine Dokumentation des Allgäuer Lebensstils.

Letztendlich ist der große Kritikpunkt, das im 3. Band die Peinlichkeiten einfach nur noch peinlich sind. Es sind zu viele und sie wiederholen sich. Dazu kommt noch, dass Klufti sich nicht weiterentwickelt. Warum kann er nicht mal 'ne Stunde mit Frau Henske PC-Übungen machen und vor dem Maier prahlen? Warum nicht alle auf eine Fortbildung schicken?

Alles in allem ein sehr solides Buch. Wenn Erntedank eher zu 4 Sternen tendiert ist es hier eine 3+. Ich habe schon deutlich schlechtere Bücher gelesen und mich auch weit weniger amüsiert. Wenn man den eher gemächlichen Verlauf eines "Landkrimis" mag, kann man mit den 8,95€ fürs Taschenbuch nicht viel falsch machen.
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am 24. Juni 2016
»Mit einem Schlag schien es kälter als zuvor. Sein Blick wurde ebenso starr wie der von Yumiko. Er schluckte, schloss für einen Moment die Augen, öffnete sie wieder - was er sah, war real: Etwa zehn Meter entfernt, nur wenige Schritte vom Seeufer, lag ein Mann im Schnee. Er steckte in einem eng anliegenden schwarzen Anzug und lag auf dem Bauch, die Arme weit vom Körper weggestreckt. Er war nicht besonders groß, wirkte aber muskulös. Der Kopf lag so, dass der Kommissar das Gesicht nicht sehen konnte. Dunkelblondes Haar klebte nass am Schädel des jungen Mannes. Doch Kluftigers und Yumikos Aufmerksamkeit wurde von einem anderen Detail gefangen genommen: In einem Radius von beinahe zwei Metern um den Körper hatte sich der Schnee dunkelrot verfärbt. Offensichtlich lag der Mann in einer unvorstellbar großen Blutlache.«

Eigentlich sollte der Familienausflug der Kluftingers nach Neuschwanstein gehen, doch Kluftinger, den es vor den Touristenscharen dort grauste, überredete Frau, Sohn und dessen neue Freundin, doch stattdessen zum malerischen Alatsee zu fahren. Natürlich konnte er nicht ahnen, welche schockierende Entdeckung dort auf sie warten würde...

Unversehens hat Klufti also wieder einen verzwickten Fall zu lösen. Dabei spielen die ökologischen Besonderheiten des Alatsees eine große Rolle und Klufti muss bei seinen Ermittlungen zudem weit in der Vergangenheit forschen. Und als wenn das noch nicht schwer genug wäre, plagt er sich mit einer schweren Erkältung rum und muss mit einer Kollegin aus Füssen zusammenarbeiten. Und diese Kollegin ist noch mal ein Charakter für sich!

Auch dieser Klufti-Krimi gefiel mir sehr! Wie schon in den Vorgängerbänden (Milchgeld, Erntedank) wird reichlich Lokalkolorit geboten und Kluftinger brilliert als Allgäuer Original. Faszinierend fand ich zudem die Infos rund um den Alatsee, von dem ich noch nie zuvor gehört hatte, der jetzt aber auf der Liste der Orte steht, die ich unbedingt noch bereisen möchte. Einiges an geschichtlichen Ereignissen und Mythen rankt sich zudem um den See, was im Buch in einer spannenden Handlung umgesetzt wird. Beim Krimi selbst stimmt auch alles, es wird logisch ermittelt, die Auflösung ist schlüssig und die sich durchs Buch ziehenden Rückblenden, die sich chronologisch immer mehr in die Vergangenheit bewegen, machen neugierig und erhöhen die Spannung.

Normalerweise ist mir bei einem Krimi immer wichtig, dass nicht zuviel Privates rund um die Ermittler präsentiert wird. Ich gestehe, dass es mir bei Kluftinger anders geht und ich jeden Abschnitt, in dem er eins seiner ewigen Duelle mit seinem schnieken und intellektuellen Nachbarn ausficht, genieße. Wenn er sich dann noch der Freundin seines Sohnes zuliebe in ein japanisches Restaurant wagt oder an seiner "chronischen Leichenunverträglichkeit" laboriert, hab ich beim Lesen ein breites Grinsen im Gesicht. Eine Zeitung bezeichnete Kluftinger mal als „den Columbo von Altusried“ – dem mag ich mir nur anschließen.

Fazit: Erneut ein toller Regionalkrimi mit einem richtigen Ermittler-Original.

»Hm, wieder so ein Rätsel«, knurrte der Kommissar. »Wär ich an diesem Sonntag doch bloß nach Neuschwanstein gegangen ... Kruzifix!«
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Am Rande eines Sees wird ein Taucher gefunden, angeblich blutüberströmt, doch Blut ist es nicht, sondern Algen. Diese besonderen Algen machen den Seegrund so unpassierbar, denn es scheint sich dort etwas zu befinden, welches man seit über 60 Jahren gerne hätte. KLUFTINGERS NEUER FALL ein Krimi im bayrischem Stil, mit viel Sinn für Humor und dem notwenigen Akzent.

Der Fall ist spannend aufgemacht, überraschende Wendungen führen in die Zeit des 3.Reichs und zu einem Blitzkommando, welches im See Kisten versenkte - Gold, Geld, Schmuck oder Juwelen? Niemand scheint Genaues zu wissen oder es preisgeben zu wollen.

Kluftinger mimt den schwerfälligen Polizisten, kabbelt und neckt sich mit einer Kollegin aus einem benachbarten Distrikt und doch weis er genau was vor sich geht. Seine Kombinationsgabe ist hervorragend entwickelt und somit kommt er einer Riege aus nunmehr alten Herren auf die Spur, welche den Schatz selbst heben wollen.

Volker Klüpfel und Michael Kobr lesen KLUFTIGER gekonnt und lassen den Zuhörer eintauchen in einen spannenden Kriminalfall, welcher seines Gleichen sucht.

Ein kniffliger Fall, welcher mit bayrischer Grantigkeit und bayrischem Charme auf unkonventionelle Weise gelöst wird. Ein wahrer Columbo im Allgäu...

Sehr Empfehlenswert!
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am 23. Mai 2007
Seegrund war mein erstes Buch von dem "erfolgreichen Allgäuer Autoren-Duo"-wie es auf dem Buchrücken so schön steht.

Da ich schon Gutes von den beiden gehört hatte, hatte ich natürlich auch schon entsprechende Erwartungen an das Buch. Diese wurden auch auf jeden Fall erfüllt, wenn nicht sogar übertroffen.

Ich persönlich bin begeistert von dem Buch und dem unglaublichen sympatischen Kommisar Kluftinger. Neben der eigentlich ganz interessanten Geschichte (gerade für Taucher recht nett) ist für mich hauptsächlich der Kommisar, der immer wieder in für den Leser äußerst ammüsante Situationen gerät, der Hauptgrund warum ich diese Buch mit so viel Spaß gelesen habe.

Und nebenbei kann man auch gleich noch seine Kenntnisse über die heimischen Seen auffrischen...

Wer also gerne mal-wie ich selbst- Tränen über ein Buch lachen will, dem kann ich Seegrund nur wärmstenst empfehlen!

Herr Kluftinger- sie haben einen neuen Fan.. =D
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