Fashion Pre-Sale Hier klicken Jetzt informieren BildBestseller Cloud Drive Photos Learn More HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic NYNY

Kundenrezensionen

3,6 von 5 Sternen19
3,6 von 5 Sternen
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

Makler sind Zeitgenossen, die über zu viel Zeit verfügen. Sie müssen schließlich nur darauf warten, dass ihr Telefon klingelt und ein Interessent ihre Aufmerksamkeit beansprucht. Um die Zeit zwischen Telefonaten und Besichtigungen totzuschlagen, entdecken einige von ihnen das Schreiben, und durch die Schrankenlosigkeit des elektronischen Publizierens erblicken manche Ergüsse auch das Licht der Welt.

So kommt es dazu, dass »Kalle« Lenz erzählt, wie er als Schichtarbeiter des Hamburger Springer-Verlages, bei dem mehr gesoffen als gearbeitet wurde, auf die Idee kam, sich als Makler selbständig zu machen. In seinen unlektoriert veröffentlichten, ideologisch stark gefärbten Erinnerungen wettert er heftig gegen die 68er, von denen viele Richter (das sind Figuren, die per se gegen Makler eingestellt sind) »werden mussten«, weil »es zum eigenen Rechtsanwaltsbüro nie gereicht hatte« (tatsächlich ist es genau umgekehrt). Er musste sich in einer Zeit behaupten, wo »Typen wie Trittihn, aus der dunkelsten Ecke des Kommunismus« die Grünen »unterwanderten« (gemeint ist wohl Jürgen Trittin), während »Rummelpuppen wie Claudia Roth« angeblich sogar »elektrisch beheizte Sitzkissen bei Demonstrationen« benutzten.

Glücklicherweise brachte es der Autor dann trotz der »linken Neidszene« dazu, eine Prüfung als »Fachwirt der Grundstücks- und Wohnungswirtschaft« zu bestehen, indem er clever die Bücher seines Lehrmeisters kaufte. Mit dem Abschluss wurde er im zweiten Anlauf sogar in in den RDM (Ring Deutscher Makler) aufgenommen. Künftig fiel es ihm leichter, an den einen oder andern Alleinauftrag zu kommen und damit 34 Berufsjahre als Immobilienvermittler zu bestreiten. Dies erfahren wir im ersten Teil der dürren Autobiographie.

Im zweiten Teil des Werkes gibt der Autor Kundengeschichten zum Besten. So durfte er eine Wohnung vermieten, aus der die bisherigen Bewohner, »drei Asylbewerber aus Afrika« verschwunden waren. Sie hatten in der Mitte des Wohnzimmers eine gemütliche Feuerstelle eingerichtet und den Parkettfußboden verbrannt. Weitere Schrecknisse bescherten ihm Sozialhilfeempfänger, deren Müll sich »bis unter die Decke« stapelte und der Kammerjäger, dessen Einsatz gegen die folgende Rattenplage auch noch vom Vermieter bezahlt werden musste. Obwohl Lenz auf dem Land aufgewachsen war und noch immer Schafe und Hühner hält, war ihm »so ein Gestank noch nicht vorgekommen«.

Einem anderen Eigentümer, dessen eigentlich unvermietbare Wohnung er einer afrikanischen Familie aufs Auge drückte, ging es kaum besser: »Nächtelang wurde getrommelt und gesungen … Beschwerte sich ein Nachbar, so wurde dieser als Nazischwein beschimpft und sogar angespuckt«. Der Makler musste sich als Tatorteiniger verdingen, seinen Job konnte er offenbar nur mit Kotztüte und Atemschutz versehen. Der Leser leidet mit, wenn Makler Lenz über die dunklen Seiten seines schweren Berufes spricht. Die Welt der Wohnraumvermittlung ist böse, zumal wenn eine »Krähe« (Maklerin der lokalen Sparkasse), »Parasiten« (Menschen, die keine Courtage zahlen wollen), »Kotzbrocken« (ein Kaufinteressent), gierige Pastoren oder eine der »vielen dunklen Gestalten«, die es in den Maklerberuf zieht, das Leben erschweren. Am schlimmsten sind jedoch Richter, die ständig gegen ihn entschieden, obwohl er »wie immer im Recht war«. Wen wundert es da, wenn die Mächte der Finsternis alles zur »Verlängerung des Kriegszustandes« zwischen ihm und dem Staat beitrugen.

»Der kleine Makler« will als »amüsante Ergänzung« zu Fachbüchern gelten. Wer mehr lesen möchte, greift vielleicht noch zu »Die Gully-Ratte oder Kalles linke Spinner«. In diesem »Roman« dürfte der Autor kaum weniger wortmächtig gegen alles, was ihm sein Dasein erschwert, zu Felde ziehen.

Der Rezensent bittet: Hab Sonne im Herzen und bewerte diese Besprechung
1414 Kommentare|17 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Juli 2012
Ich kann mich Ulli nur anschließen. "Unausgegorener Meinungsbrei" trifft den Nagel auf den Kopf! Das Buch ist weder unterhaltsam, noch in irgendeiner Weise witzig. Raus geworfenes Geld, schade!
11 Kommentar|11 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. April 2012
Dieses Buch ist eine echte Enttäuschung. Soviel unreflektierter Meinungsbrei ohne Ambition. Wenn man Mitte fünfzig ist, sollte man souveräner mit den Umständen umgehen, sowohl im täglichen Geschäft, als auch in der Bewertung von Mitmenschen oder Parteipolitik. Aus meiner Sicht absolut verzichtbares Geschreibsel. Vielleicht ist Herr Lenz ja ein besserer Selbstversorger.
0Kommentar|13 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. Mai 2014
Eine sehr unterhaltsame Lektüre. Erzählt den Werdegang eines Maklers mit humorvollen, teils witzigen und manchmal auch nachdenklichen Anekdoten. Absolut lesenswert!
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. April 2014
Die Art und Weise wie Herr Lenz seine Bücher schreibt, gefällt mir. Das entspricht ganz genau wie es der Bürger mit Genehmigungsbehörden ergeht.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. September 2013
dieses tagebuch vergangener zeiten hat mir absolut keinen mehrwert erbracht! ich würde es niemanden empfehlen …

es steckt so viel negative energie zwischen diesen zeilen.
0Kommentar|5 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. Juli 2012
Ein amüsantes und kurzweiliges kleines Buch, von einem originellen Zeitgenossen geschrieben. Der 'kleine' Makler ist ein Ehrenmann, ein Glück für die Zunft, die ansonsten eher für andere Dinge bekannt ist, und er scheut sich nicht, üble Zeitgenossen und Zeitgenossinnen anzuzählen und Missstände und Fehlentwicklungen zu benennen, und zwar deutlich. Das Büchlein hat neben vielen Geschichten und Schnurren aus dem Leben etliche Informationen und Denkansätze zu bieten und ist zu empfehlen!
11 Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. Juni 2014
Glücklicherweise war dieses Buch umsonst!
Habe es komplett durchgelesen und fand es zwar an einigen seltenen Stellen witzig, allerdings ist das eher ein Maklerbuch ohne Charme des Verfassers!
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. April 2011
Wieder hat Karl-Heinz Lenz ein kleines Buch veröffentlicht. Ich habe es wie auch die beiden ersten Bücher, "Kalles Koppel" und "Kalles linke Spinner" gerne gelesen. Herr Lenz beschreibt in diesem Werk zahlreiche autobiografische Episoden aus dem Leben eines Maklers. Es ist schon erstaunlich, was es für Zeitgenossen gibt und was sich ein Teil unserer Mitmenschen so einfallen läßt um Courtage zu sparen, um andere "übers Ohr zu hauen" oder was es einfach für absurde Vorstellungen gibt, wenn es um Immobilientransfer geht.

35 Kapitelchen auf 141 Seiten; Episoden aus Norddeutschland in humorvoller Weise aufbereitet und zugleich Lehrstückchen für Jemanden der sich näher für die Makelei interessiert oder einfach kurzweilige Leseunterhaltung sucht.
Sicher ist das Buch kein Exemplar der großen Weltliteratur aber gut und unkompliziert wegzulesen, mit lockeren Sprüchen und vielen Tips gewürzt. Es ist sicher auch sehr gut geeignet als kleines Mitbringsel für Häuslebauer und Wechselwillige auf dem Wohnungsmarkt.

Für dieses kleine Gesamtkunstwerk in der Klasse "kurzweilige Unterhaltung und Ratgeber" kann ich problemlos 5 Sterne vergeben.
11 Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 7. April 2012
Das Buch ist auf alle Fälle lesenswert. Es ist lustig und beschreibt die Erfahrungen eines Marklers. Was allerdings einen Stern abzug gibt sind die ständig wiederkehrenden Ausführungen das Autors darüber wie schlecht die Grünen sind. Ich persönlich finde dass solche Diskussionen nicht in dieses Buch gehören. Davon abgesehen gibt das Buch schöne Einblicke in die Marklerwelt und erzählt von üblen Tricks und auf welche Dinge man achten sollte wenn man einen Markler beauftragt oder wenn man von einem Markler etwas kauft.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Gesponserte Links

  (Was ist das?)