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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meister der Nebenwelten
Das erste, was ich von Neil Gaiman in die Finger bekam, war die Kurzgeschichte "Babycakes". Auf nur ein paar Seiten entfaltete er eine wahrhaftige Vision, die den Namen Horror verdiente, in seiner ursprünglichen Bedeutung. Fortan las ich alles, was ich von Gaiman vor die Netzhaut kriegen konnte.

"American Gods" nun ist etwas länger als "Babycakes". Was jeoch...

Am 18. März 2005 veröffentlicht

versus
1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nette Idee, aber etwas fehlt
Am Anfang ist die Geschichte noch einigermassen interessant und fluessig, die Idee Gottheiten mit ihren Glaeubigen wandern und sterben zu lassen ist wohl nicht ganz neu oder furchtbar originell, aber hier durchaus interessant umgesetzt.
Leider wirkt die Hauptfigur auf mich leer, uninteressiert und teilnahmslos, und diese Unbeteiligtheit hat sich auch auf mich...
Veröffentlicht am 2. Juni 2004 von Sebastian Meckesheimer


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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meister der Nebenwelten, 18. März 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: American Gods (Taschenbuch)
Das erste, was ich von Neil Gaiman in die Finger bekam, war die Kurzgeschichte "Babycakes". Auf nur ein paar Seiten entfaltete er eine wahrhaftige Vision, die den Namen Horror verdiente, in seiner ursprünglichen Bedeutung. Fortan las ich alles, was ich von Gaiman vor die Netzhaut kriegen konnte.

"American Gods" nun ist etwas länger als "Babycakes". Was jeoch auch hier wieder zu Tage tritt, ist Gaimans fast unheimliches Talent dafür, den Leser unmerklich zu einem Teil der Geschichte werden zu lassen. Ihm gelingt es meisterlich, wie schon in "Neverwhere" eine neue Welt erstehen zu lassen. Er breitet vor unseren staunenden Augen eine Nebenwelt der urbanen und ruralen amerikanischen Sagen- und Götterwelt aus, die zu beschreiben ich hier gar nicht erst versuche.

Wo ich anfangs noch über den Namen des Protagonisten ("Shadow") schmunzelte, merkte ich bald, dass ich längst wusste, warum dieser Mann "Shadow" ist, weit bevor das im Buch explizit thematisiert wird. Und das trifft auf viele Gegebenheiten im Buch zu.

Gaimans Stil ist nie bemüht oder effekthascherisch. Der Autor scheint sich gar keine Gedanken über Struktur und Erzählstrategien gemacht zu haben. Er erzählt einfach. Es scheint so, als habe Gaiman die Geschichte ganz einfach heruntergeschrieben. Leicht, manchmal etwas schwelgerisch, immer detailliert und oft einfach nur atemberaubend.

Wenn etwas so leicht wirkt, dann war es meist sehr schwer! In diesem Fall hiesse das, dass Gaiman sich beim Schreiben von "American Gods" das Herz herausgerissen haben müsste.

Glücklicherweise hat er das nicht getan. So können wir uns alle auf "Anansi Boys" freuen, den Folgeroman.

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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Head and shoulders above the rest, 15. Januar 2002
Rezension bezieht sich auf: American Gods (Gebundene Ausgabe)
Gaiman legt hier seinen bislang umfangreichsten Roman vor - und es war natürlich spannend, ob er, der bislang eher (exzellente!)Kurzgeschichten und kurze Romane geschrieben hat, seine Stärken auch in der großen Form zeigen würde. Natürlich: die Sandman-Saga war vom Umfang auch schon mehr als episch angelegt.

Also diesmal ein großer Roman. Das Genre ist, wie nicht anders zu erwarten war, (Dark) Fantasy. Und eines ist dem Leser ziemlich bald klar: eine derartig innovative, phantasievolle, unkonventionelle Stimme wie die Gaimans hat das Genre schon sehr lange nicht mehr hervorgebracht.

Der Roman ist erfrischend klischee-arm. Während z.B. Tad Williams in Otherland nur altbekannte Muster des Fantasy-Romans aneinander reiht, gelingt es Gaiman, aus den engen Grenzen der Fantasy auszubrechen und eine absolut eigenständige Gegen-Welt zu entwerfen, die ihre Wurzeln jedoch fest in unserem Alltag hat.

Einige der Motive und Themen des Romans sind zutiefst verstörend und beschäftigen den Leser noch lange nachdem er das Buch geschlossen hat. Obwohl es ein Buch über Amerika ist, regt es zur Beschäftigung mit europäischen Mythologien an. Gaiman gibt sich hier nicht mit einem oberflächlichen Niveau zufrieden, sondern greift tief hinein in die Welt der Mythen. Wichtiger aber noch ist ihm die Frage, was uns diese Mythen heute noch zu sagen haben. Und was die Sprache Gaimans angeht: die ist über jeden Zweifel erhaben (wenn irgend wie möglich, im englichen Original lesen!)

Fazit: Das Buch, das Tad Williams immer schon gerne geschrieben hätte. Spannend, klug ... und sogar ein bißchen weise.

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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Ideenfeuerwerk in der Götterwelt, 20. November 2002
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: American Gods (Taschenbuch)
Es ist diese elegante Verquickung von Roadtrip, Göttersage und Mystik, verbunden mit einem ganz neuen Blickwinkel auf das nordische Götterpantheon, die Amercan Gods so einzigartig macht.
Bei diesem Buch hat sich der Autor wieder selbst übertroffen! Die Geschichte, die anfangs noch so ziellos erscheint, gewinnt schnell an Fahrt, und der Leser möchte
nicht mehr aussteigen. Besonders hervor zu heben sind die unheimlich vielen cleveren Ideen, mit denen er schon bekannt geglaubten Sagenfiguren neues Leben einhaucht und sie so perfekt in die heutige Zeit transferiert!
Dieses Buch kann man einfach nicht mehr aus der Hand legen! Wer auf abgefahrene, neu interpretierte Götter und Sagen steht,dem sei gesagt: Zugreifen!!!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Götter auf dem Abstellgleis der Konsumgesellschaft., 14. September 2005
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: American Gods (Taschenbuch)
Was passiert mit Göttern, an die die Menschen nicht mehr glauben? Genau diese Frage hat sich Neil Gaiman gestellt. Und die Antwort ist simpel. Sie schlagen sich durch, so gut es eben geht. Und Amerika ist der denkbar schlechteste Platz für Götter, denn die Menschen beten lieber das Geld, das Fernsehen und den Konsum an. Dinge die sich als neue Götter entpuppen, schreckliche Götter die keine Konkurenz dulden. Und genau in diesen Daseinskampf der alten Götter gerät Shadow, der gerade aus dem Knast entlassen worden ist und feststellen muss, dass sein altes Leben nicht mehr existiert. Ein Fremder entpuppt sich als Odin und wird zu Shadows neuem Arbeitgeber. Es kommt zu einer Götterschlacht und alles scheint sich nur um Shadow zu drehen, der im Laufe der Story seine Wurzeln entdeckt und auch sich selbst.

Münztricks, Götter und Betrügereien die dem Leser wirklich Spaß machen.

Eine Geschichte die nur Neil Gaiman so schreiben konnte. Man will das Buch einfach nicht mehr weglegen, und merkt meist erst im Morgengrauen, dass die Nacht wie immer viel zu kurz war.

Süße Träume

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Neue und alte Gottheiten, 21. Juli 2002
Von 
Abby Normal - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: American Gods (Taschenbuch)
American Gods ist das zweite Buch, das ich vom Autor Neil Gaiman gelesen habe. Das erste war: „Don't Panic", eine Biografie über Douglas Adams. Dort überzeugte er mich durch eine gründliche Recherche, eine außergewöhnliche Beobachtungsgabe und einen amüsanten, guten Schreibstil.

Nachdem er mit American Gods (628 Seiten) seinen bisher längsten Roman veröffentlicht hat, wollte ich mich überzeugen, ob er im Bereich Fiktion die gleichen Qualitäten besitzt. Außerdem gab es für dieses Buch eine Gefallen-oder-Geld-zurück-Garantie vom Verleger: "As good as Stephen King or your money back." Ich konnte also nichts falsch machen... :)

Schon nach wenigen Seiten wusste ich, die Geldzurückgarantie werde ich nicht brauchen. Gaiman hat einen herrlichen Schreibstil mit Gedankensprüngen, die fast schon Douglas Adams würdig sind. Die Geschichte entspricht wohl dem "üblichen" Mystery-Fantasy-Genre von Gaiman:

Shadows Frau kommt zwei Tage vor seiner Entlassung aus dem Gefängnis bei einem Autounfall ums Leben. Ein seltsamer Mann, Wednesday, der alles über Shadow weiß, bietet ihm einen Job als seinen Beschützer an. Shadows Lage zwingt ihn, den Job anzunehmen. Von da an geschehen lauter skurrile Dinge. Nach und nach wird klar, dass Shadow es mit Göttern, Halbgöttern und Fabelwesen zu tun haben muss. Etwas unheimliches steht bevor. Nur was? Das bleibt dem Leser lange Zeit verborgen. Denn Shadow wirkt apathisch. Er interessiert sich nicht für die Hintergründe und Zusammenhänge der Aktionen, in die ihn Wednesday immer wieder bringt. Er versucht noch nicht einmal herauszufinden, wer dieser absonderliche, unheimliche Wednesday überhaupt ist, sondern folgt ihm bedingungslos. Dabei scheint sich Shadow noch nicht einmal über die merkwürdigen Vorkommnisse zu wundern.

Das treibt den Spannungsbogen im Mittelteil des Buches in die Knie. Nach einer kurzweiligen und originellen Einleitung, dröppelt die Geschichte vor sich hin. Trotz des sarkastischen Humors, Gaimans einzigartigen Einfallsreichtums und meisterhaften Umgang mit der Sprache in den einzelnen Episoden, zieht sich die Hauptgeschichte in die Länge. Das Buch ist meiner Meinung nach zu lang geraten. Zu lange bleibt Shadow (und damit der Leser) ahnungslos und kann die Zusammenhänge nicht erkennen.

Gaiman nimmt sich die Zeit, um eine neue, surreale Welt inmitten von Amerika zu schaffen. Dabei führt uns Gaiman unsere heutigen Werte und unseren Wertewandel auf amüsante Weise vor Augen.

Auf den letzten ca. 100 Seiten geht es dann endlich zur Sache. Endlich kommt die Mystery-Geschichte voll in Fahrt und die Fäden laufen zusammen. Jetzt, wenn man beginnt die Zusammenhänge zu erahnen und Theorien entwickeln kann, steigt auch wieder die Spannung auf höchstes Niveau, die sich bis zum überraschenden Ende konstant steigert.

Fazit: Über weite Strecken ist die Story zwar nicht besonders spannend, doch Gaimans Fantasie und Schreibstil machen manche inhaltlichen Schwächen im Mittelteil wett.

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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fesselnd, 14. April 2002
Rezension bezieht sich auf: American Gods (Taschenbuch)
Ich habe dieses Buch erst vor kurzem gekauft, es in einem Rutsch durchgelesen und bin nun restlos begeistert... und traurig, dass es zu Ende ist. Da fuer mich Buecher gar nicht genug Seiten haben koennen, war ich froh, daß dieses Buch von Neil Gaiman diesmal laenger geraten war. Es hat mich nicht eine Minute gelangweilt !
Einige Kapitel des Buches ("Coming to America") regen zum Nachdenken an und am erschreckendsten sind meist die Stellen, bei denen man weiss, dass es so etwas tatsaechlich gegeben hat.
Doch hin und wieder gab es auch lustige Stellen, bei denen ich laut gelacht habe. Die Mischung aus Spannung, Humor und Nachdenklichkeit hat mich fasziniert. Ausserdem mochte ich die handelnden Personen, besonders Shadow.
Die Erzählweise ist anschaulich, lebendig und bildhaft.
Lesen !
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nordische Götter in den USA, 1. September 2009
Von 
G. Meyer-Bender "Gießkanne" (München Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: American Gods (Taschenbuch)
Ein großartiges, wenn auch sehr anspruchsvolles Buch. Neil Gaiman ist einer der kreativsten, witzigsten und virtuosesten Fanatsy-Schriftsteller der Gegenwart -ja natürlich, meiner Meinung nach! Er lässt Welten entstehen, zeichnet mit Sprache Stimmungen wie kein zweiter und sorgt so dafür, dass man das Buch nicht mehr aus der HAnd legen will. Selbst wenn man im Moment nicht ganz versteht, worauf das alles rauslaufen soll, Neil Gaiman bietet für jedes Detail eine völlig einleuchtende Lösung. Sehr hoher Suchtfaktor für Fantasy-Fans.
Einziger Nachteil an diesem Buch: man sollte sich in der Nordischen Götterwelt etwas auskennen, sonst geht die Hälfte an einem vorbei. Im Internet werden aber auch speziell für dieses Buch Personenverzeichnisse angeboten.
Fazit: Großartig, aber nicht leicht!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Hochinteressant, genial und manchmal schwierig, 2. Mai 2004
Von 
B. Preuschoff "preuschoff" (Buchfeld) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: American Gods: A Novel (Taschenbuch)
Alleine die Idee ist schon von solcher Genialität: Alte und neue Götter kämpfen gegeneinander, weil sie befürchten, zu sterben, wenn kein Mensch mehr an sie glaubt...diesen Gedanken in all seiner Komplexität sich erarbeitet, alle Facetten von Moderne bis Naturglaube beleuchtet und durchdacht zu haben, dies ist dem Autor gelungen. Man mag ihm verzeihen, daß das Buch mithin Züge eines etwas wirren Stephen King-Buches annimmt; dies tut dem Gesamtwerk keinen Abbruch. Wer über die Welt, ihren Weg und sich selbst nachdenken möchte, ohne dies gleich zu bemerken, dem sei dieses Buch wärmstens ans Herz gelegt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein weiteres Meisterwerk, 11. März 2004
Rezension bezieht sich auf: American Gods (Taschenbuch)
Neil hat es mal wieder geschafft. Es ist unglaublich, was für eine reiche Phantasie dieser Schriftsteller hat. In American Gods wird eine Geschichte von alten, von Einwanderern importieren Göttern aus allen Teilen Europas und Asiens erzählt, welche im Amerika des 20. Jahrhunderts ihre alten Spiele von "Macht und Intrige" mit den Sterblichen spielen. Doch um die Götter steht es schlecht. Die Menschen auf dem neuen Kontinent verlieren den Glauben an die alten Religionen, so dass sich die einst stolzen Gottheiten mit Durchschnittsjobs durch das Leben schlagen müssen. Doch die Götter haben einen Plan um den Glauben der Menschen zu erneuern. Ein Plan, der für die Menschen selbst nicth ganz ungefährlich ist... und so beginnt das Ganze mit einem Sterblichen..... aber kauft das Buch und lest es selbst nach!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mysterious, enlightening, 10. Januar 2004
Rezension bezieht sich auf: American Gods (Taschenbuch)
A fabulous book. I couldn't put it down. The characters are multi-faceted, engaging and unique. The plot twists and turns. If you ever felt that your dreams were something more than your brain trying to make sense of the previous day, this book will offer you a facinating interpretation. American Gods made me want to read up on anchient myths, just to make sure I'm not annoying the hell out of a long forgotten spirit/god/demon. Thumbs up!
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