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5.0 von 5 Sternen Mickey Jupps Meisterwerk Nr. 3, 12. Mai 2008
Von 
M. Robert Ganser "robertissimo" (Apetlon, Burgenland) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Moonshine (Audio CD)
Es müssen Nerven dazu gehört haben für Mickey und seine drei Mitstreiter, sowie für den damals schon renommierten Producer Tony Visconti, den kommerziellen Flop der zweiten Legend-LP "Legend", wegen des Covers auch immer wieder gerne als "Red Boot Album" bezeichnet, zu verkraften. Immerhin hatte Drummer Bill Fifield etwas davon - er stieg, wohl von Visconti angelockt, unter dem Namen Bill Legend bei T. Rex ein, und Marc Bolan war nun mit der elektrifizierten und namensgekürzten (von "Tyrannosaurus Rex" auf "T. Rex") einer von Viscontis Geldeseln, wozu sich nur ein paar Monate später - man schrieb Ende 1971/Anfang 1972 - auch David Bowie gesellen sollte. Aber Mickey Jupp und Legend waren nie und nimmer Glam, und auch nicht so zu verkaufen. Optisch stets uninteressant, richtige Lads, meilenweit von irgendeinem Popstarimage entfernt, und da konnte nur die Musik überzeugen. Ob nun Visconti oder Vertigo Records (das Label war obendrein ein Hemmschuh, gab es dort sonst doch nur progressiven Rock drauf, und zu Black Sabbath, Beggars Opera oder auch Nucleus passten Legend nie und nimmer) eine weitere Scheibe nicht mehr produzieren wollten oder Mickey & Co. einfach alles in der Hand haben wollten, sei dahingestellt, jedenfalls produzierte die Gruppe ihren Schwanengesang selber. Im Jänner 1972 in den Läden, blieb "Moonshine" bis 1990 das rarste ihrer drei Alben, und wurde (klingt zynisch, ist aber einfach nur wahr) noch weniger beachtet und verkauft als die beiden LPs davor. Womit dann anno 1972 nur die Auflösung blieb, und Jupp sich bis 1975 ganz von der Musikszene zurückzog, bis ihn die Pub Rock-Welle und die erfreuliche Tatsache, dass Bands wie Dr. Feelgood und die Kursaal Flyers einige seiner Songs coverten, wieder in diese zurückbrachten. Aber das war wieder eine andere Geschichte.

Zur Platte selber: "Moonshine" ist mehr als die beiden anderen Legend-LPs eine Gruppenplatte gewesen, und ist auch die ruhigste und balladenlastigste von ihnen. Nicht nur der Umstand, dass Ex-Procol Harum-Organist Matthew Fisher die Streicherarrangements zu verantworten hatte, und auch nicht das Faktum, dass einen Jupp in seinen ruhigen Songs (was immer bei ihm Geltung hatte, man denke nur an das relativ bekannte "Pilot" von "Juppanese"!) oft Gary Brooker recht ähnlich kingt, sondern die schwer beschreibbare Stimmung, die solche zeitlosen Perlen haben, ist hier damit gemeint. Einige weitere der 11 Songs sind eher verspielt bis skurril, aber auf jeden Fall gut und absolut keine Füller, und ein paar Rock & Roll-Fetzer fehlen sowieso nicht, etwa der das Album eröffnende Titelsong oder die Schlussnummer "Just Because". "Moonshine" ist ein hinreißendes, zeitlos gutes Frühsiebziger-Rockalbum, das niemand übersehen sollte, dem Mickey Jupps Musik je etwas bedeutet hat.
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Moonshine
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