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Kundenrezensionen

3,6 von 5 Sternen65
3,6 von 5 Sternen
Plattform: PC|Ändern
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am 9. Februar 2012
Was bei Fable 3 und Dragon Age 2 eher verhalten geklappt hat, wurde bei KoA:R fast perfektioniert. Wer bei beiden genannten Titeln enttäuscht war, wird an KoA:R seine Freude haben.

Da viele Kunden nur das wesentlichste wissen wollen, hier gleich mein Fazit nach 2 Tagen testen mit der (PC)U.S. Version:

Pro:
- sehr schnell zu erlernendes Gameplay (30 Minuten maximal), alles in allem ist sehr gut erklärt
- eine sehr hübsche, frei begehbare Welt sobald das Tutorial abgeschlossen wurde
- eine für RPG Verhältnisse sehr große Welt, wo man bei oben genannten Titeln schon nach 10-15 Stunden durch war, hat man hier gerade einmal an der Oberfläche gekratzt wenn man nach 10-15 Stunden auf die ingame Map schaut
- viel Inhalt, an jeder Ecke gibt es irgendetwas zu sehen und zu erleben, meist in Form von Quests und Events
- absolute Freiheit, man kann spielen wie man will in allen Belangen, z.B. kann man, nachdem man eine Quest beendet hat in der man ein Item finden soll, sich zurück zum Questgeber begeben und sich weigern das Item herauszugeben und einen Kampf auf Leben und Tod mit dem Questgeber anzuzetteln, man kann gut oder böse spielen, ganz wie man will
- sehr schöne Talentbäume und Skill Effekte, wer auf Effektegewitter steht kommt hier aus dem staunen nichtmehr heraus, Im aktivierten Soulweaver Modus versinnbildlicht man das man das Schicksal des Gegners zerstört, und das auf eindrucksvolle Weise, man muss es gesehen haben da es sich unmöglich beschreiben lässt
- ein HAUFEN Items zum entdecken, in manchen RPGs braucht es bis zum Ende das man mal etwas 'episches' findet, hier hat man gleich zu Beginn die Chance in jedem Dungeon und bei jedem Gegner darauf, habe in geschätzten 10 Spielstunden schon verschiedenste Teile von diversen Itemsets gefunden, auch wenn diese natürlich noch Lowlevel sind
- sehr gut funktionierendes Crafting System, es gibt hier Alchemie, Schmieden und Gemming(Edelsteine schleifen), alles funktioniert makellos und es gibt bestimmt tausende verschiedene Kombinationen, vermutlich wird man auch nach mehrmaligen durchspielen nie alles gecraftet haben
- hübsches Design von Rüstung, wer auf übertriebene funkelnde, leuchtende, blinkende Rüstungen und Waffen steht wie es sie in WoW zu Hauf gibt, ist hier im Paradies angekommen, jedes neu gefundene Itemsetteil sieht schärfer aus als das vorherige, Sammelwahn PUR im Sinne von ...MUSS HABEN... :-P
-alles in allem sehr bugfrei

- Spieldauer schätze ich auf mindestens 150 Stunden ein[Sidequsts eingeschlossen), aber wahrscheinlich mehr, in Sachen Inhalt steht es Skyrim in nichts nach

Contra:
- die Kameraführung wenn man mit einem Controller spielt, einfach nervig da diese selbst auf dem höchsten Kameraempfindlichkeitsgrad noch zu langsam ist, aber man kann locker mit leben [die Kameraführung mit der Maus ist hingegen sehr genau und nahezu perfekt]
- teils zu leichte Gegner, selbst auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad sind die Gegner noch zu einfach(wie in Skyrim), vielleicht werden sie im Spielverlauf noch schwerer, aber die Gegner in den ersten 10 Stunden sind zu einfach obwohl schon dicke Brummer und Minibosse auftreten

Zusammengefasst:

Wer auf RPGs und Adventures steht MUSS KoA:R kaufen! Das könnte DER Überraschungstitel in den ersten Monaten von 2012 sein.

Viel Spaß, wir sehen uns in Amalur. :-]
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am 22. Februar 2012
EDIT: Ich bewerte hier das Produkt an sich. Natürlich könnte ich auch hier viele schlechte Worte über den "netten" Publisher EA oder über "Origins" verlieren, von denen ich ungefähr so viel halte wie von Ungeziefer in der Wohnung: Nämlich gar nichts! Allerdings denke ich, dass hier die Bewertung des Spieles im Vordergrund steht. Leider meinen viele Leute sofort "EA/Origins = doof, also ist das Spiel auch doof!", bewerten es schlecht oder geben ihm keine Chance. Wie gesagt, leider. Denn so ist dieses Meisterwerk auch untergegangen. Und nur weil man "dem Publisher" damit ein Zeichen setzen möchte, mit Boykott und ähnlichem schön und gut. Nur dann kann es so tragisch enden wie hier, wo das Entwicklerstudio dicht machen musste und somit außer den 2 erschienen DLCs kein Content mehr für KoA:R erscheinen wird und ein schon in der Entwicklung befindlicher Nachfolger auch eingestampft wurde. Ich finde es schade, wenn oftmals grandiose Spiele einfach untergehen...

Nachdem ich nun selber viele Stunden in der Welt von Amalur verbracht habe, möchte ich hier auch einmal meine Meinung zu dem Spiel kundtun:
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Grafik:

Sehr oft wurde schon gesagt, dass Amalur optisch ein "World of Warcraft-in-HD“ sei. Irgendwie stimmt es auch, bei der Grafik und Präsentation existieren ziemliche Ähnlichkeiten. Doch, meiner Meinung nach, muss das nichts schlechtes sein. Klar, viele Leute werden sich an der Grafik stören, sie erwarten "realistischere" Grafiken á la 'The Witcher 2', 'Skyrim' und Co. und "verreißen" dieses Spiel deshalb gleich. Vielleicht liegt es auch an Vorurteilen und einer gewissen Antipathie gegenüber 'WoW', ich weiß es nicht. Ich bin allerdings der Meinung, dass die Grafik wirklich sehr ansprechend ist und mit dem Comic-Artigem Touch und der Stil mit vielen bunten, leuchtenden und doch auch düsteren Farben genau meinen Nerv trifft. Die Umgebungen sind wunderschön gestaltet, sowohl märchenhaft als auch verzaubernd. Das Startgebiet zum Beispiel ist ein riesiger, wunderschöner Wald, in welchem in vollster Farbenpracht Blumen und Blüten die Wege säumen. Später streift man durch weite bevölkerte Grasebenen, staubige, verlassene Einöden und Wüsten, dunkle Sümpfe und durch viele weitere Gegenden. Jede einzelne ist wirklich einzigartig gestaltet und strotzt nur so vor kleinen Details, sei es aufwirbelnder Staub, leuchtende Blätter in der Luft oder die Fische, welche unter Wasser ihre Bahnen ziehe. Sowohl die schönen Lichteffekte als auch die prachtvollen Umgebungen und Bauten verleihen der Welt von Amalur den Anschein eines Gemäldes – wunderschön und verzaubernd. Zwar könnten die Charaktere detaillierter, die Mimik in Gesprächen passender oder einige Texturen schärfer sein, aber mich hat die Grafik vollkommen überzeugt und mir gefällt sie unglaublich gut. Es gibt genug "realistischere" Rollenspiele, da kann gerne auch mal eins mit solch einer märchenhaften, "comicartigeren" Grafik auf den Markt bringen. Vor allem wenn diese vor Details nur so strotzt und man an jeder Ecke merkt, wie sehr sich die Entwickler doch bemüht haben.

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Sound:

An sich schöne, melodische Klänge, die die Situation meistens sehr gut einfangen. Auch sind einige wirkliche Ohrwurmmelodien dabei. Die durchgehende Synchronisation (d.h., dass jeder NPC vertont ist) ist mir als gut bis sehr gut aufgefallen, vor allem die Wissenssteine, bei denen Teile einer Ballade bzw. einer Geschichte vorgesungen oder erzählt werden, bewegen sich auf extrem hohem Synchronisationsniveau. Die Sprecher überzeugen, überbringen Emotionen und Gefühle und schönerweise hat nicht jeder Charakter die gleiche Stimme.
In den Kämpfen erklingen die Geräusche der Waffen, die Effekte der Zauber und natürlich das Schreien/Brüllen/Kreischen der Monster. Die Kampfgeräusche, beziehungsweise generell Geräusche in der Umgebung, sind wirklich sehr gut gemacht und tragen zu einer dichteren Atmosphäre bei. Auch in den Städten und Dörfern gibt es vieles zu hören, seien es die Verkäufer, die ihre Waren anpreisen, Soldaten, die sich über ihren Job beschweren oder einfache Bürger, die ihrer Arbeit nachgehen und sich miteinander unterhalten.

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Charaktererstellung und -Entwicklung:

Am Anfang erstellt man sich, wie immer halt eben, seinen eigenen Charakter. Aus 4 Rassen ( jeweils männlich und weiblich ) darf man sich seine Wunschrasse auswählen, während man danach noch einen Gott aussucht, dem man folgen möchte. Die Rassen selbst unterscheiden sich durch ihr Aussehen und ihre Anfangswerte auf Talente wie 'Schlösserknacken', 'Handel' oder 'Alchemie'. Bei den Göttern hat man die Wahl zwischen 5 Göttern, welche sich pro Rasse unterscheiden ( wobei einige bei zwei Rassen auftauchen ) und verschiedene dauerhafte Effekte wie 'Leben +10%', 'Volltrefferschaden +8%, Volltrefferchance +1%', oder 'Rüstung +5%, körperlicher Schaden +5%' liefern. Als 6. 'Gottheit' hat man die Möglichkeit, die Welt als Atheist zu durchstreifen, was einem einen permanenten Erfahrungsbonus +1% verleiht. Nachdem man sich soweit entschieden hat, darf man anhand von verschiedenen Reglern das Aussehen des Charakters bestimmen. Die Auswahl an Gesichtern variiert je nach Rasse und Geschlecht, so hat man manchmal nur 4 Gesichter zur Auswahl und manchmal 8. Damit nicht überall 'Klone' herumlaufen, kann man sich natürlich durch verschiedene Haare, Bärte oder Bartstoppeln, Augenbrauen und Tattoos 'verzieren' und mehr oder weniger 'individualisieren'. Sehr schön finde ich auch die Möglichkeit für 'Schmuckstücke' am eigenen Charakter, wie z.B. Ohrringe oder Piercings. Falls einem der hier erstellte Charakter irgendwann nicht mehr gefällt ist man nicht verloren, man hat die Möglichkeit sich später am „Spiegel“ im eigenen Haus um zu modellieren. Das einzige was permanent vorgegeben ist, ist die Rasse und die Gottheit.

Soviel zur Erstellung, jetzt zum Charakter an sich. Bei jedem Levelaufstieg (Das maximal Level ist 40) bekommt man 3-Fähigkeitenpunkte und 1-Talentpunkt. Die Talentpunkte lassen sich in Fähigkeiten wie 'Alchemie, 'Schmiedekunst, 'Scharfsinn' oder 'Bannen' investieren. Insgesamt gibt es 9 Fähigkeiten mit insgesamt 10 Ausbaustufen, wobei alle paar Punkte ein 'Meilenstein' existiert, durch den spezielle Bonis freigeschalten werden. Auf einer gewissen Stufe des Talentes 'Händler' erhält man z.B die Möglichkeit beim Zerstören von Gegenständen Geld zu erhalten, oder als Meisterschmied Zugriff auf mehr Komponenten bei der Rüstungserstellung zu erhalten. Fähigkeitspunkte investiert man in die Fähigkeitenbäume der Kategorien 'Raffinesse' (Schurke), 'Macht' (Krieger) und 'Zauberkraft' (Magier) um weitere Combos, neue Fähigkeiten, Verbesserungen oder passive Kräfte zu erhalten. Die drei Bäume kann man beliebig kombinieren und so den Charakter erschaffen, der zu der eigenen Spielweise passt. Basierend auf der Anzahl der vergebenen Punkte pro Baum, kann man sich danach für eine 'Schicksalskarte' entscheiden, die weitere Verbesserungen mit sich bringt. Diese gibt faktisch eure Klasse an, z.B. 'Assassine' (reiner Schurke) oder 'Tausendsassa' (eine Mischung aller drei Bäume).Durch sie erhält man spezielle passive Bonis, wie z.B. reduzierte Manakosten oder die Chance Angriffen auszuweichen. Ich hatte mich im Spiel für einen Schurkenmagier entschieden, aber man kann sein 'Schicksal' auch jederzeit neu wählen und seine Punkte neu verteilen.

Kleine Anmerkung: Das Feature "Schicksal-ändern-und-Punkte-neu-vergeben" gefällt mir mit zunehmender Spielzeit immer besser. Hat man keine Lust mehr einen Magier zu spielen? Kein Problem, Punkte neu vergeben und schon ist man ein Krieger und der spielt sich eben komplett anders. So kann man, falls einem der Kampfstil im Moment nicht zusagt, gegen einen kleinen Obolus sich flott neu orientieren und geht die Sache halt anders an. Wirklich klasse, so kann man sich immer danach richten, wonach man gerade Lust hat und muss keinen neuen Charakter erstellen. Das ist nämlich ein Problem, dass ich zu gut kenne. Bei vielen anderen Rollenspielen mit vorgefertigten Klassen verschwende ich viele Stunden damit, erst einmal auszuprobieren und "Was-wäre-wenn-ich-diesen-Charakter-genommen-hätte?"-Szenarios durchzuspielen.

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Kampfsystem:

Zuallererst: Das Kampfsystem lässt sich eher mit "God of War" oder mit "Devil May Cry" beschreiben als mit Skyrim, welches m.M.n. (leider) einfach eines der langweiligsten Kampfsysteme der RPG-Welt besitzt. Ich liebe das Kampfsystem hier. Es macht einfach Spaß mit akrobatischen Tricks um die Gegner herum zu „tänzeln“ und dann mit den Dolchen anzugreifen, oder seinem Krieger zu zu schauen, wie er mit seinem gigantischen Hammer die Feinde zu 'Klump' verarbeitet. Das Kampfsystem ist schnell, unglaublich schön und macht meiner Meinung nach einfach Laune. Durch die vielen Skills, die Möglichkeit Angriffe aufzuladen, Auszuweichen bzw. zu Teleportieren, sowie durch Abblocken und Parieren ist auch für Abwechslung gesorgt. Auch kann man im Kampf einen fliegenden Wechsel zwischen den 2 ausgerüsteten Waffen machen. Pro Klasse stehen drei Waffen zur Verfügung: Der Krieger greift auf 'Schwerter', 'Großschwerter' und 'Hämmer' zurück, der Magier auf 'Stäbe', 'Zepter' und 'Chakrams' (fliegende, um ihn herum wirbelnde Klingenscheiben) und der Schurke auf 'Dolche', 'Bögen' und 'Feienklingen' (große 'Doppeldolche' mit denen man besonders effektiv mehrere Gegner gleichzeitig bekämpft). Auch gibt es natürlich die Möglichkeit als Schurke zu 'meucheln', zu schleichen und sich zu verstecken und als Magier bekommt man sogar die Fähigkeit die Ausweichrolle gegen einen 'Kurzstrecken-'teleport einzutauschen.

Im Kampf füllt sich der sogenannte Schicksalsbalken, welcher einem, bei voller Aufladung, erlaubt die Zeit zu verlangsamen. Aktiviert man die Fähigkeit wird alles Dunkel, die Augen des Charakters beginnen zu leuchten und man verursacht gewaltigen Schaden während die Gegner sich langsamer bewegen. Hat man das Leben eines Gegners stark gesenkt besteht in diesem Modus die Möglichkeit für einen effektiven Finishing-Move, wo mit sehr 'radikalen' Methoden das Leben des Gegners ausgelöscht wird. Es gibt mehrere unterschiedliche Sequenzen, welche auch je nach Gegner variieren. So kann der Gegenüber von einer leuchtenden Lanze durchstoßen werden, mit einem Hammer pulverisiert oder mit riesigen Kampfhandschuhen einfach zu 'Mus' verarbeitet werden. Bei Aktivierung des Finishing-Moves kommt ein Quick-Time-Event, welches einem, bei erfolgreichem Abschluss, einen Erfahrungsbonus (+25%, +50%, +75%, +100% je nach Erfolg) beschert. Auch kann man einen Kampf des Öfteren durch ein geschickt geplantes Attentat bzw. einem, sehr hübsch präsentierten, unbeobachteten Meucheln umgehen. Diese "Mord"-Sequenzen unterscheiden sich auch je nach Gegner, was die Atmosphäre fördert. Bei menschlichen Gegnern gibt es z.B. 4 unterschiedliche „Meuchel-Sequenzen“, was bei längeren „Assassinen“-Touren dafür sorgt, dass nicht jeder Stealth-Kill gleich aussieht. Das gesamte Kampfsystem ist mit einem Controller, beziehungsweise einer 'besser' belegten Tastatur, als die Standardeinstellung, sowohl einfach als auch eingängig und geht nach minimaler Einübungszeit leicht von der Hand.
Die Anzahl an aktiven Skills ist auch in einem gesunden Mittelmaß zwischen "Masse" und "Klasse": Diese sind sehr schön dargestellt und schönerweise auch sehr unterschiedlich. Als 'Schurke' kann man z.B. einzelne große Eisfallen legen, das Schlachtfeld großflächig 'verminen' oder mit einer Rauchbombe sich für kurze Zeit unsichtbar machen, während man als Magier klassischerweise Kugelblitze abfeuert oder einen riesigen Meteor einschlagen lässt. Die Skills sind jeweils ausbaubar und durch spezielle Erweiterungen noch zu verändern bzw. zu verstärken, so kann man seine Rauchbomben als Schurke zusätzlich noch mit einem Gifteffekt versehen. Alles in Allem ist die Charakterentwicklung und -Individualisierung sehr gut gelungen und macht Spaß. Das maximale Level ist bisher übrigens 40, wodurch man auch abwägen muss, wie man jetzt skillen möchte: Im Gegensatz zu Oblivion/Skyrim und Co. kann man nämlich nie Meister in allen Disziplinen sein.

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Die Welt von Amalur:

Wie schon Anfangs gesagt: Mir gefällt die Grafik. Mir gefällt auch die Welt. Sie ist märchenhaft, magisch, verträumt und doch an vielen Stellen düster. Seien es mythische Wälder, große Ebenen, zerstörte Dörfer, Wüsten, oder von Spinnen übernommene Ruinen, mir macht es Spaß die Welt zu erforschen und zu erkunden. Zu entdecken gibt es genug: Von den Unmengen an alchemistischen Pflanzen denen man an jeder Ecke begegnet, über die Schatztruhen, verlassene Ruinen und Höhlen, zu den Wissensteinen, bis hin zu unzähligen Dörfern und Städten mit ihrer ganzen Bevölkerung. An allen Ecken und Enden warten Questgeber, Verkäufer und Monster auf einen. In Amalur gibt es drei große Hauptstädte: Ysa, welches tief im Wald verborgen liegt und eher nicht gebaut, sondern „gewachsen“ ist, ist die Hauptstadt der Sommerfeien, Adessa, die gnomische Hauptstadt in der sengenden Hitze der Wüste sowie Rathir, die Stadt der Menschen, welche sich bis hoch auf einen Berg erstreckt.
Jede einzelne Stadt und auch jedes noch so kleine Dorf wimmelt nur so von Bürgern, Soldaten, Händlern, (begehbaren) Häusern, Tieren, NPCs, Geheimnissen, Ausbildern und Questgebern. Das Gesamtbild ist schön designt, wirkt liebevoll und steckt voller Details und Feinheiten: die Bevölkerung hat einen Tages-/Nacht-Rhythmus, hier und dort prasseln Kaminfeuer, brodeln Tränke und spielen Barden. Das erzeugt eine tolle, dichte Atmosphäre. Dazu tragen auch noch kleine Feinheiten bei, wie das man auch die 'normale' Bevölkerung (aus Langeweile, Mordlust oder Gier) dezimieren kann, Taschendiebstahl und Verbrechen begehen kann und bei einem Fehlschlag (bzw. bei 'Erwischt werden') ins Gefängnis wandert. Dort kann man dann seine Strafe absitzen, was einen Erfahrungspunkteverlust mit sich bringt oder versuchen auszubrechen (Die „The Elder Scrolls“-Reihe lässt grüßen!)
Kurz zur Geschichte: Neben den normalen Völkern existieren in der Welt von Amalur noch die „Feien“, besondere, magische und mythische Kreaturen die eng mit der Natur und der Welt verbunden sind. Sie teilen sich in die Sommer- und die Winterfeien auf. Gadflow, der ehemalige Hofnarr am Hof des Winters, erlangt plötzlich unbeschreibliche Kräfte und schwingt sich zum Tyrannen auf. Es stellt sich heraus, dass seine Kräfte von der Gottheit „Tirnoch“ stammen, mit deren Hilfe er alle anderen Völker dieser Erde versklaven und unterjochen möchte. Ausgestattet mit diesen unheiligen Kräften und den magischen Prismeren übernehmen er und seine Armee, die Tuatha Deohn, immer größere Teile von Amalur. Man selbst spielt am Anfang noch gar keine Rolle, denn man beginnt das Spiel als eine Leiche, die plötzlich von den Toten erwacht. Ohne Erinnerungen und Gedächtnis an das Vergangene findet ihr heraus, dass ihr der erste erfolgreiche Versuch eines gnomischen Forschers wart einen Menschen wiederzubeleben, wieso es aber gerade bei euch funktioniert hat bleibt ein Rätsel. Gerade als euch Hughes, der Erfinder des Seelenquells und somit euer „Wiederbeleber“ weiter aufklären möchte wird sein geheimes Labor auch schon von den Tuatha Deohn überrannt. Ihr könnt gerade so fliehen und werdet in eine Welt geworfen, die ihr einst kanntet, aber die für euch nun fremd ist. Eure Aufgabe scheint vorerst zu sein herauszufinden wer ihr seid, doch das gestaltet sich schwieriger als gesagt, vor allem, da ihr im Gegensatz zu allen anderen Bewohnern Amalurs kein vorherbestimmtes Schicksal mehr habt. Euer Schicksal ist unklar, ihr seid der/die Schicksalslose und könnt als einzige Person vorherbestimmte Grenzen übertreten und das Schicksal anderer verändern.

Die Hauptgeschichte des Spiels, ist nun an sich nichts unglaublich besonderes sondern wirkt teilweise ein bisschen Klischeehaft, hat mir aber sowohl durch Setting als auch durch Charaktere und den 'Schicksalsaspekt' sehr gut gefallen. Auch merkt man in der Welt immer mal wieder die Reaktionen auf Rasse, Geschlecht oder Erfolge des Charakters. So sehen zum Beispiel die meisten Feien unseren Helden, beziehungsweise alle Nicht-Feien, als niedere Wesen an und bezeichnen sie als 'Kinder des Staubs'. Hat man für eine Fraktion die Fraktionsquests abgeschlossen und einen hohen Rang bei diesen eingenommen, reagieren die Mitglieder auch dementsprechend, bewundern den Charakter und sind geehrt, dass man sich mit ihnen unterhält.

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Quests:

Die, so oft genannten, vielen 'generierten' Quests empfand ich auch nicht als Weltuntergang. Sie sind meistens schön verpackt in interessante Begebenheiten, wodurch man dies schön verschleiert.

Auch gibt es einige wirkliche tolle Quests, so muss man zum Beispiel einem Wolf helfen, der von Elfen in einen Mensch verwandelt wurde, seine Gestalt wieder zu erlangen, für einen Alchemisten, der eigentlich keiner ist, einen Trank stehlen, damit er nicht immer dümmer wird oder Adlige in den Königspalast eintreten lassen, wobei jeder bei seiner Positionierung unterschiedliche Vorlieben besitzt. Die Geschichten sind ziemlich unterhaltsam und auch die vielen längeren Questreihen und Fraktionsquest unterhalten. An deren Ende wartet meist ein (Zwischen-)Bosskampf auf einen. Diese Bosse sind meist sehr imposant in Szene gesetzt und sorgen für beeindruckende Momente.
Ein besonders toller Zwischenbosskampf war zum Beispiel im Rahmen der Fraktion der 'Reisenden' ( die Diebe und Gaukler in Amalur ): Die Aufgabe war, die Stiefel des "Herren der Jagd" zu besorgen. Klingt leicht, doch es steckte mehr dahinter. Am Ende der Suche befand man sich in einer Höhle, in welche sich der neue Besitzer der Stiefel, ein ehemaliger Volksheld, selbst eingesperrt hatte. Damit wollte er verhindern, dass Menschen Leid geschieht, denn die Stiefel verfluchen ihren Träger und verursachen einen unbändigen Durst nach Blut und nach dem Jagen von Beute. So ist man nun in dieser düsteren verwinkelten Höhle, während man nur aus dem 'Off' die Stimme des neuen 'Herren der Jagd' vernimmt, der unsichtbar an einen heranpirscht und immer wieder verschwindet. Unterlegt war dieser Kampf von einer treibenden Musik, welche die Atmosphäre in weiter vertiefte. Obgleich der Kampf leider recht leicht war, ist er mir aufgrund des Settings, der Charaktere und der Musik doch in Erinnerung gelblieben.
In den Gesprächen mit den Questgebern und vielen NPCs erwarten einen oft 'Multiple-Choice'-Antworten. Diese haben meist Auswirkung auf die Questbelohnungen wie Gegenstände und Gold, aber des Öfteren auch auf den kompletten Verlauf oder das Ende der Quest. So kann man zum Beispiel entscheiden, ob man einem Jungen, der seinen Tod vortäuschen will, hilft mit einem Schiff in die Freiheit zu fliehen, oder, wie seine Mutter möchte, ihn auf ein anderes Schiff bringt, welches ihn in das Kriegsgebiet zum Militärdienst bringt. Je nach Entscheidung endet der Jüngling also in Freiheit oder als Soldat. An sich nichts unglaublich besonderes, aber schön, dass man so etwas implantiert und somit oft unterschiedliche Questenden erlebt. Erhöht den Wiederspielwert natürlich auch.
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Fraktionen:

Im originalen Spiel gibt es fünf Fraktionen.

Die Kriegsgeweihten: Praktisch die Kriegergilde, eine Ansammlung von Kriegern und Söldern, welche Aufträge der Bevölkerung übernehmen – Natürlich nur gegen Bares. Sie bevölkern riesige Festungen und haben eine große Sammlung antiker magischer Artefakte, welche in Sachen Macht, Wert und Seltenheit ihres gleichen sucht. Als plötzlich Diebe versuchen ein besonderes Artefakt zu stehlen und es zu Verrat innerhalb der Gilde kommt stellt sich heraus: Ein alter Feind ist zurück. Und er führt nichts Gutes im Schilde…

Die Scholia Arcana: Die Magiergilde Amalurs mit Hauptsitz hoch oben auf dem Berg „Nadelspitze“ in Rathir. Angeführt vom Erzweisen beschützt und lehrt sie das magische Wissen. Hier befinden sich riesige Bibliotheken und Forschungseinrichtungen zu welchen nur wenige Auserwählte Zugang haben. Doch was nur wenige wissen: Die Scholia Arcana wurde noch für einen weiteren Zweck gegründet. Etwas zu bewachen. Etwas, dass tief im Inneren der Nadelspitze gefangen ist. Etwas, dass so alt ist, dass es bis zur Gründung Rathirs zurückreicht. Etwas das frei kommen möchte um jeden Preis. Und etwas, das kurz davor steht dies zu erreichen…

Die Reisenden: Die Diebe und Gaukler Amalurs. Von der Gesellschaft verstoßen suchen sie in Lagern Zusammenhalt und Hoffnung. Geführt werden sie von dem „Hierophanten“ einem mächtigen, übernatürlichen Wesen, welches durch eine Statue zu den Untergebenen spricht. Doch dessen Aufträge scheinen in der letzten Zeit nichtmehr dieselben zu sein. Als auch noch jede Person, die Kritik an der Führung übt, verschwindet, scheint klar zu sein, dass der Hierophant eigene Zwecke verfolgt und diese den Untergang der Reisenden besiegeln könnten …

Das Haus der Balladen: Eines der Häuser der Sommerfeien. Die Feien denken nicht so über den Tod wie die „normalen Sterblichen“. Sie kehren in den großen Kreislauf zurück um Wiedergeboren zu werden. Im Haus der Balladen hat jedes Mitglied seine eigene Geschichte und sein eigenes Lied voller Heldentaten, dass er in jedem seiner Leben wiederholt. Doch als plötzlich sich die Geschehnisse und somit die Ausgänge der Balladen verändern scheint der Tod des Helden und Führers des Hauses „Sir Sagrell“ nur der Anfang einer Reihe von Katastrophen zu sein…

Das Haus der Sorgen: Ein weiteres Haus der Feien. Die Mitglieder des Hauses der Sorgen folgen der Tradition des „Trauernden Königs“, welcher vor Jahrhunderten die Sorgen der Feien in sich aufnahm um sein Volk zu entlasten. Doch vom alten Glanz des Hauses ist nichtmehr viel übrig: Von Zwist und Missgunst ist es verseucht worden, Angst lauert an jeder Ecke. Ein geheimer Attentäter der Tuatha Deohn, ein Taktisches Genie genannt „Satyrnin“, scheint das Haus untergehen lassen zu wollen. Obwohl ihn nie jemand gesehen hat und keiner seine wahre Identität kennt verschwinden immer mehr Mitglieder, bis nur noch ein kümmerlicher Rest des Hauses um seine Existenz kämpft…

Die Fraktionen sind wirklich sehr unterschiedlich und haben tolle Questreihen zu bieten, bei welchen natürlich exklusive Belohnungen sowie Schicksalswendungen winken. Besonders hervorzuheben ist allerdings, dass das Ende der Fraktionen nicht fest vorgegeben ist: Man hat am Ende immer die Wahl: Heldenhaftigkeit und Ehre oder Gier, Rache und Verrat? Je nachdem reagieren auch (eventuell) überlebende Mitglieder nach Abschluss der Questreihe anders auf den Hauptcharakter je nach Wahl am Questende.
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Gegenstandsvielfalt:

Wohl der wichtigste Punkt für jeden Sammelwütigen. Klassischerweise gibt es mehrere Gegenstandwertigkeiten, welche sich nach der Namensfarbe orientieren. Die normalen 'weißen' Gegenstände, die leicht verzauberten 'grünen', die stark verzauberten 'blauen' Gegenstände', die 'lilanen' Uniques mit eigenem Namen und großer Macht und die 'gelben' Setgegenstände. Die Vielfalt ist groß, die Verzauberungen unterschiedlich. Gleichzeitig gibt es noch die Möglichkeit, sich durch Zerlegen und Neuschmieden, anhand vieler Materialien selber Gegenstände zu erschaffen. Diese darf man als nettes Gimmick sogar selbst benennen. In vielen Gegenständen existieren auch noch 'Fassungen', in welche man 'Gemmen' einschmieden kann. Diese Juwelen kann man in der Spielwelt finden oder auch selber herstellen und seine Gegenstände so noch vielfältiger verzaubern. Alles in allem ist die Vielfalt an Gegenständen riesig, die Rüstungen sehen auch meistens sehr 'schick' aus ( Manche Rüstungen sind natürlich Ausnahmen ... )und es besteht auch die sehr schöne Möglichkeit, seinen Helm auszublenden, wenn man das Antlitz seines Charakters sehen möchte, aber nicht auf die Werte verzichten will. Eine sehr schöne Sache, von der sich einige Spiele eine Scheibe abschneiden können ( Ich sage nur: Magierhüte in Dragon Age *hust hust hust* )

Als kleine Anmerkung noch: Ich habe in anderen Rezensionen gelesen, dass die Roben, Rüstungen etc. alle gleich aussehen. Das kommt daher, dass bei diesen Stücken das "Grundmaterial" dasselbe ist. So sind verzauberte Lederrüstungen immernoch Lederrüstungen und haben deren Optik. Es ist wie in Oblivion oder Skyrim, eine verzauberte Leder/Ketten/Glasrüstung oder ähnliches ist immernoch eine Leder/Ketten- oder Glasrüstung und sieht dementsprechend aus. Bisher habe ich aber schon mehrere unterschiedliche "Materialien" gefunden / gesehen, womit mir die mangelnde Aussehensvielfalt nicht wirklich auffiel. Gleichzeitig ist es so, dass jede einzelne Unique Waffe/-Rüstung oder Setrüstung eine eigene Optik hat. Und da es an Uniques und Sets in diesem Spiel nicht mangelt, kann man nicht sagen, dass alles 'gleich' aussieht.

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Schwierigkeitsgrad:

Nun, vielleicht liegt es auch daran, dass ich hiervor 'Dark Souls' gespielt habe, aber mir kommt das Spiel viel zu einfach vor. Die meisten normalen Kämpfe werden ohne Probleme gewonnen, nur bei manchen Auseinandersetzungen mit vielen (starken) Gegnern oder in Bosskämpfen waren überhaupt einmal Heiltränke von Nöten. Durch die vielen Tränke zum "Aufboosten" des Charakters, sei es den erlittenen Schaden zu verringern oder den ausgeteilten zu erhöhen, kann man sich auch für jede Situation wappnen. Der Schwierigkeitsgrad "Schwer" ist also keine wirkliche "Herausforderung", unfair oder schwer schon gar nicht. Meiner Meinung nach hätten sie gerne noch einen Schwierigeren einbauen können.

EDIT: Für Spieler der PC-Version empfehle ich ein Installieren des "Heart-Core-Mods", welcher den erlittenen Schaden erhöht, den ausgeteilten Schaden verringert und alles in allem das Spiel wirklich sehr schön anspruchsvoller macht!

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Alles in allem: Ich liebe das Spiel. Mir gefällt sowohl die Grafik, als auch die Welt und ihre Geschichte(n) und die Sammelwut hat mich gepackt. Natürlich gibt es einige kleine Schnitzer, die die Atmosphäre und das Feeling ein wenig trüben, doch meiner Meinung nach sind das nur wirklich marginale Punkte. In mir hat das Spiel nämlich einen Fan gefunden und ich genieße jede Spielstunde. Diese können sich hier rasend schnell ansammeln, denn für genügend Spielzeit und Spielspaß ist gesorgt. Hier sieht man, was durch die gute Kombination, von vielen Elementen anderer Spiele entstehen kann: Ein Spiel, dass das Beste vereint und seinen Zweck absolut erfüllt: Spaß machen!

EDIT: Nachdem ich das Hauptspiel nun fertig habe, jeden Winkel erkundet habe und jede normale Quest beendet habe, habe ich eine Spielzeit von 95 Stunden und 41 Minuten auf meinem Zähler. Ja, ich habe mir Zeit gelassen und natürlich geht das Durchspielen bei weitem schneller. Nur ich habe es genossen, die Welt auf mich wirken lassen und bin in sie eingetaucht. Und ich muss dazu sagen, ich habe keine Minute Spielzeit bereut oder mich gelangweilt!
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11 Kommentar|17 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. Februar 2012
Bewusst habe ich die Überschrift "Rollenspiel" gewählt. An anderer Stelle lese ich häufig von Genremixen, der Schwerpunkt vieler Rezensionen liegt gerne auf Worten wie "Hack and Slay", Diablo und anderem. Ich empfinde das nicht so. Natürlich gibt es eine Menge Action und die angenehmen Seiten eines Diablo, nämlich das "kämpfen, sammeln und skillen" gibt es hier in feinster Art. Dennoch, alles was ein Rollenspiel braucht, ist hier vorhanden. Aber dazu gleich mehr.

Installation bei Origin:
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äusserst simpel und komfortabel, der erste Patch wird automatisch mitinstalliert, nach einigen Minuten kann es losgehen. Origin mag umstritten sein, mir gefällt es auch nicht, aber ich bewerte jetzt einfach mal das Spiel und lasse diese Diskussion aussen vor, das muss jeder selbst entscheiden und kann sich hinreichend informieren.

Einstellungen:
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wieder äusserst komfortabel und unkompliziert, was gleichzeitig ein wenig zum Manko wird. Bei der Grafik gibt es wenige manuelle Regler, wie man es immer öfter heute sieht, aber letztlich ist das kein Grund zum Meckern.

Grafik:
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Zuerst habe ich die Demo gespielt, allein aus dem Grund, um Bonusitems für Mass Effect 3 zu erhalten. Anfangs hat mich die sehr bunte Bonbon-Grafik, ein wenig im Comic-Stil, abgeschreckt. Auch sieht man, dass es sich nicht gerade um HD-Texturen handelt, ein typischer Konsolen-Port (übrigens auf der Havok-Engine basierend).

Inzwischen habe ich einen wohlwollenderen Blick auf das Ganze. In sich ist die Grafik einfach stimmig und zieht zumindest mich nach einer Weile immer mehr in den Bann. Aus anfänglichem Widerstand und Ablehnung ist echte Zuneigung geworden. Die Farben sind sehr gut und stilvoll abgestimmt. Die Grafik selbst ist wunderschön entworfen. Umgebung sieht teils nicht gerade komplex aus, das wechselt aber immer wieder ab mit sehr hübschen Landschaften, Surroundings und Höhlen, offen, mit Schluchten, Höhenunterschieden, coolen Elementen, teils im Detail so schön, wie es mir noch bei keinem Spiel aufgefallen ist. Das darf man bei erster Kritik nicht übersehen.

Es gibt viele Details, die einfach wunderschön sind, wie z.B. die Bäume, auch das Aussehen des Helden, Rüstungen und Waffen, viele der Magieeffekte, usw. Es gibt pro und contra, dennoch bin ich inzwischen - habe ich mich auf das ganze eingelassen - ehrlich absolut glücklich und sehe das ganze als in sich stimmig und mal was anderes. Respekt jedenfalls an die Künstler.

Sound:
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Musikalisch hält man sich eher zurück, aber streut zuweilen sehr stimmungsvolle Musik ein, die mich sehr berührt bisher und super zum Rollenspiel passt. Kein Meisterwerk, aber anrührig und zielführend.

Die komplett deutsche Synchronisation der NPC ist wirklich sehr sehr gut gelungen in meinen Augen. Es gibt einige Stimmen, die weniger überzeugen. Aber viele der Sprecher machen einen echt guten Job, an wenigen Stellen ist das Niveau sogar referenzwürdig.

Der Held bleibt komplett stumm. Erst ist mir das sehr negativ aufgestossen, aber inzwischen habe ich mich total daran gewöhnt. Bei verschiedenen Rassen hätte man die Texte mehrfach in unterschiedlichem Stil einlesen müssen. Auf diesen Aufwand hat man verzichtet. Bei einer ansonsten aufwändigen und sehr gelungenen Synchro kann man das letztlich gut verschmerzen. Und jeder will sich mit seinem Helden identifizieren. Wenn man dann die Stimme nicht gemocht hätte, wäre eh wieder alles im Eimer gewesen.

Der Spieleinstieg:
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Das Spiel startet genau gleich wie die Demo. Es gibt ein ausführliches Tutorial, wo man sehr simpel startet, erste Gegenstände sammelt, den Kampf beigebracht bekommt, die drei Hauptklassen Krieger / Schurke / Magier vorgestellt bekommt, die Basis für die Hauptstory wird gelegt, und man begegnet einem ersten kleinen Bossgegner. Wenn man dann ins Spiel entlassen wird, fühlt man sich als könne man nun das Spiel beherrschen, ein gutes Gefühl für mich.

Man wählt übrigens unter vier Rassen aus, zwei menschlichen (ein gebräunter Krieger und ein nordischer Piratentyp) und zwei exotischen Spitzohren (eine aus dem Norden mit blauer Haut, die andere eher von heller Haut). Das Aussehen kann man individuell und detailliert gestalten, sogar mit Tattoos und Schmuck. Gelungen.

Kampfsystem, Aufstieg, Skillen:
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Kämpfe gehen (in Echtzeit) recht simpel von der Hand. Die Steuerung mit Maus und Tastatur ist optimal und präzise. Zauber liegen auf den Zahlentasten und werden mit rechter Maustaste aktiviert. Will man komplexer spielen, wird es etwas fummelig. Mit Lieblingswaffe und favorisiertem Zauber ist es simpel und komfortabel. Die Kämpfe sind übrigens eher in einem leichten Bereich. Selbst die Stufe schwer macht ihrem Namen eher wenig Ehre. Daran mag sich mancher stören. Für mich ist es perfekt. Besser als wenn man an einer Stelle nicht weiterkommt und total gefrustet ist. Ab und an ist letzteres bei mir schon vorkommen, wenn auch zum Glück selten. Profis mit Anspruch werden hier wohl etwas enttäuscht sein.

Die Waffenauswahl finde ich sehr reichhaltig. Es gibt (Zauber-)Stäbe, Zepter, Chakrams (magische Boomerangs mit Klingen für den Nahkampf, sehr cool), Schwerter, Hämmer, Zweihandschwerter, Schilde, Bögen, Assassinendolche und die Feienwaffen (Zweiwaffenkampf, mittig gegriffen, jeweils 2 Klingen). Für jeden dürfte etwas dabei sein und die magischen Effekte erhöhen Auswahl und Unterhaltungswert. Ausserdem kann man sie, sofern sie Slots haben, aufwerten.

Bei den Rüstungen gibt es optisch nicht sehr viel Auswahl. Man sieht zwar gut aus, aber es gibt optisch nur wenige Sets. Etwas schade. Aber spielerisch sieht es besser aus. Zahllose Rüstungsteile wandern in den eigenen Rucksack und buhlen um Aufmerksamkeit. Teile aus Rüstungssets geben gestaffelte Boni, je nachdem, wieviele der zusammengehörigen Teile man besitzt. Das macht grossen Spass, ist durchdacht und stachelt richtig zum sammeln an. Wieder gibt es Slots für Aufwertungen. Zudem gibt es auch Anforderungen für die Nutzung, aber dazu später mehr.

Man kann übrigens 70 Items schleppen. Für Edelsteine, Kräuter und Werksgegenstände (Schmieden) gibt es allerdings einen Beutel bzw. eine Box, wo alles automatisch reinwandert und keinen weiteren Itemslot belegt. Mehrere Tränke gleicher Sorte belegen auch nur einen Platz. Beim Aufstieg steigt der Wert "70" nicht. Man kauft hierfür bei Händlern in der Welt (streng limitiert und verteilt) Rucksäcke, die jeweils die Grenze um 10 Items nach oben schrauben. Das klingt erst etwas finster, aber man kommt nach ner Weile gut klar, vor allem, weil man die Items komfortabel verwalten kann und eine Plunderkategorie hat, wo man alles bei Händlern, was man als solches deklariert hat, mit einem Klick verkaufen kann. Super!

Der Aufstieg dauert etwas länger als in anderen Spielen. Nach einigen Spielstunden war ich gerade mal frisch auf Stufe 3. Da es eine Levelbegrenzung auf Level 40 gibt, finde ich das aber durchaus sinnvoll. Steigt man auf, erhält man Leben und Mana dazu. Dann wählt man aus einem Talentbaum eines aus, welches man je Stufe um einen Punkt steigern darf. Gemeint sind Dinge wie Schlösser öffnen, Schmieden, Tränke brauen, Überzeugen, Handeln, usw. Da man maximal 40 Punkte im Spiel erhält, sollte man sich gut überlegen, was man steigert. Es gibt zwar auch in der Welt bei NPC die Möglichkeit, dass sie einen unterrichten, aber das ist wirklich sehr teuer und kommt eher selten vor somit. Aber auch Bücher können einem in die Finger geraten, die einem hier helfen.

Nun verteilt man drei Punkte auf drei Bereiche, wie man möchte: Krieger, Magier oder Schurke. Das tolle ist, man ist völlig frei, kann so viel einer Klasse sein, wie man eben möchte. Jede Kombination ist nach Laune möglich. Manche Rüstungsteile oder Waffen benötigen allerdings eine gewisse verteilte Punktzahl in einem der drei Bereiche, damit man sie benutzen darf. Aber das ist nicht sehr streng. Man kann also ohne weiteres als nahezu reiner Magier auch tolle mächtige Rüstungen tragen und nahezu jede Waffe führen.

Zuletzt wählt / bestätigt man beim Aufstieg sein(e) Schicksal(skarte). Das ist ein weiterer Akzent des Spiels, die Klassenfreiheit zu leben. Ähnlich den Schutzgottheiten, die Boni gewähren, wählt man hier in Form einer Art Klasse oder eben Mischklasse sein Schicksal und erhält resultierend daraus Boni wie Gesundheit, Mana oder Regeneration derselben, Resistenzen usw.

Alles in allem ist das Aufstiegssystem, wenn auch leider begrenzt auf 40 Level, sehr gelungen und engt einen wahrlich nicht ein. Das Skillen ist toll und motiviert deutlich. Angst vor dem "verskillen" muss man nicht haben, denn es gibt Schicksalsweber, bei denen man für Gold all seine Punkte neu verteilen darf. Mal wieder sehr komfortabel.

anderes Gameplay etc.
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Die Welt ist frei begehbar, ich liebe es. Man hat versucht, den ganzen Bereich zu strukturieren und dadurch entstehen viele kleinere Bereiche, die zusammenhängen. Das mag dem einen ein wenig wie ein enges Korsett vorkommen, aber es erhöht erstens die Übersichtlichkeit und ausserdem macht es das Erforschen viel leichter, damit man nichts übersieht. Ich jedenfalls fühle mich sehr frei und finde es optimal sich die Welt zu erschliessen.

Auch ist die Map extrem gut gelungen. Zwar ist die grafische Qualität simpel, aber für jedes bisschen existiert ein Mouseover-Effekt, der einem anzeigt, wenn bereits erkundet, was genau sich wo befindet. Einmal erkundet gibt es auch ein Schnellreisesystem. Das verhindert frustrierendes unnötiges Gerenne für Quests. In erforschten Siedlungen werden Händler und Dienstleister angezeigt auf der Map. Wirklich alles extrem durchdacht und komfortabel. Quests kann man aktivieren, Questziele werden auf der Map eingezeichnet, man sucht sich also nie tot, sondern weiss, wohin man soll. Vielleicht finden das einige schon zu einfach, ich finde es in der riesigen Welt wiederum extrem komfortabel und toll.

Das Questsystem erfindet das Rad nicht neu. Man muss allerlei typische Aufgaben erfüllen, Lieferungen, Kämpfe, all das. Dennoch macht das gesamte System einen sehr homogenen und stimmigen Eindruck auf mich. NPC haben etwas zu erzählen (für manchen gar zu viel), es gibt zahllose Nebenquests. Mir macht es sehr viel Spass. Auch kann man sich Gruppierungen anschliessen, dafür gibt es eigene Questreihen.

Nach einer Weile bekommt man sein eigenen Haus, welches man erweitern kann in mehreren Schritten. So erhält man sein eigenes Heim mit Alchemielabor, Edelsteinschleiferei, einem Bett zum Ruhen (Heilung), und, was ich am coolsten finde, einem "Schminktisch". Dort kann man seinen Helden umstylen und so auch nachträglich die Frisur ändern, seine Haare färben oder sonstiges. Ganz ehrlich, das gab es meines Wissens noch nie und ich finde, es spricht einmal mehr dafür, dass sich die Jungs Mühe gegeben haben und es sich hier wirklich um ein Rollenspiel handelt. Mir macht es jedenfalls Freude. Auch erhält man nun eine grosse Truhe für ich glaube 135 Items. Die kann man als Lager fortan nutzen, wie genial.

In der Welt findet man neben Questgebern, Orten und diversen Wesen und Tieren viele Truhen und Behälter mit Schätzen, diverse Dungeons, und auch Altäre, die einem verschiedene Boni gewähren. Ganz stimmungsvoll finde ich die Wissenssteine, bei deinen einem bei Aktivierung eine musikalisch untermalte Ballade, ein Gedicht oder ein Teil einer kleinen Geschichte erzählt wird. Das erhöht zusätzlich die Atmosphäre, wieder eines dieser tollen Rollenspieldetails.

Die gesamte Spielatmosphäre empfinde ich als stimmig und dicht. Aber das hängt sicherlich damit zusammen, dass ich mich erstens positiv auf das Spiel eingelassen habe und es genau meinen Nerv trifft, wie man so sagt. Die Hauptstory ist sehr interessant und macht Laune, wobei ich die nur tröpfchenweise konsumiere, da ich die ganze Welt durchstreife und auskoste.

Es gäbe noch so viel zu sagen, aber die Rezension ist bereits sehr lang geworden. Es fällt mir zugegebermassen ein wenig schwer, die Kurve zu bekommen.

Alles in allem hat mich dieser Spieletitel in höchstem Maße positiv überrascht und hinter vielen kleinen Schwächen (die vielleicht der ein oder andere nicht verzeihen kann, es gibt ja für jeden so "no-go's") verbirgt sich ein waschechtes und mit sehr viel Liebe erstelltes Rollenspiel. Nach den ersten 20 Spielstunden wage ich diese Rezension und es wird noch etliche weitere 20 Stunden geben, denn ich habe erst einen kleinen Teil der grossen Welt erforscht.

Meiner Meinung nach kann Kingdoms of Amalur einem Dragon Age, welches ich wirklich mag, das Wasser reichen und überflügelt es sogar. Skyrim habe ich mir noch nicht gekauft, vermute aber, dass Skyrim noch besser sein wird. Ich habe jedenfalls den Eindruck, dass KoA nicht die Aufmerksamkeit und Wertschätzung erhält, die es verdient. Für mich ist es ein TOP-Titel. Und es gibt extrem viele positive Details zu entdecken, aber ich habe das Gefühl, soweit kommen viele gar nicht.
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am 11. Juli 2014
Zufälligerweise habe ich KoA in einem Let's Play von Gronkh gesehen und war sofort interessiert. Ich bin seit einiger Zeit auf der Suche nach einem stimmigen RPG, welches mir eine tolle Spielwelt bietet, abwechslungsreiche Kämpfe liefert und mich einfach nur begeistern kann, weil das Gesamtpaket stimmt. In den meisten Fällen braucht man nicht lange, um zu spüren, ob ein Spiel einen verzaubert oder nicht. Bei Kingdoms Of Amalur: Reckoning war ich sofort angefixt. Wieso? Hier sind die Stärken des Games, die mich am Anfang euphorisch werden ließen:

+ Liebevoll gestaltete Level, bei denen ich ins Staunen geriet (war absolut gespannt, was noch kommt)
+ Gut designte NPCs, denen ich anfangs ihr virtuelles Leben abkaufte
+ Voll vertone Dialoge; und das Zuhauf! Die NPCs quatschten einen förmlich an die Wand! Juhu!, dachte ich mir - genau das, was mir bei vielen MMOs fehlt
+ All dies erschaffte eine sehr dichte Stimmung, in die man wundervoll abtauchen konnte
+ Das Skillen des Charakters erschien ziemlich vielfältig und abwechslungsreich

Und nun etwas sehr Wichtiges, was vielen RPGs fehlt - vor allen Dingen im MMO-Bereich:

+ Gegner verhielten, kämpften und bewegten sich sehr individuell. Jeder Kampf gestaltete sich daher ein wenig anders. Monotone Klopperei war hier nicht gegeben; Aiming, Movement und Grips gefragt. Eine Art softes Dark Souls!
+ Das Kampf-System: Endlich! Blocken, Dodge-Rollen, Ausweichen! Dazu diverse Skills, die man in verschiedenen Situationen am besten einsetzt. Das Ganze wirkte so verdammt erfrischend, dass ich mich fragte, warum ich es geschafft habe, bei Spielen wie World Of Warcraft nicht ständig einzupennen.

Sicher erfand KoA nichts neu. Alles gab es schon mal irgendwo. Und ich hatte mir mehr Open-World und RP gewünscht, so wie es Fallout: New Vegas vormacht. Auch an die limitierte Kamerafreiheit musste ich mich gewöhnen.
Die Charaktere waren zwar etwas cartoonish, aber erinnerten eher an die Models aus RIFT oder Neverwinter. Nicht zu bunt. Ganz nach meinem Geschmack! Sie wirkten weitaus ernster und erwachsener als bei WoW oder Allods.
Mit einigen Spielen hat mein etwas älterer Laptop Probleme. Doch KoA schien eine tolle Engine zu haben: Alles sah erstaunlich gut aus und es lief flüssig.
Anfangs dachte ich: Wer die Schnauze voll hat, in gewöhnlichen MMO-RPGs herumzugrinden und ständig farblose Mobs per langweiligem Kampfsystem zu zerprügeln, der ist hier - mit verdammt hoher Wahrscheinlichkeit - goldrichtig.

Wie ihr seht, habe ich alles in der Verangenheitsform geschrieben. Das waren die Eindrücke der ersten 20 Spielstunden. Danach stellte sich ein altbekanntes Gefühl ein: Das Spiel reizte mich nicht mehr. Plötzlich erwiesen sich viele Pluspunkte als leere Gebilde:

- Das Leveldesign war zwar hübsch, aber wiederholte sich ständig. Außerdem kam eine gewisse "Leere" und "Unlebendigkeit" auf. Alles wirkte eher statisch. Obwohl die auf der Map verteilten Gegner ihre eigenen Marotten haben: Sie schlafen, trainieren, beten oder laufen Routen; mit der Zeit wirkte alles aufgesetzt und tot. Leider.
- Die NPCs nervten nach einer Weile. Sie erzählten zwar viel, aber das Meiste erwies sich als verdammt uninteressant. Das galt besonders für Dorfbewohner; Erzähltes besaß kaum Überraschungen und ausgefallene Ideen. Alles platt und ausgelutscht.
- Die Atmosphäre zerstörte sich allein durch diese zwei Minuspunkte von selbst.
- Auch das Skillen entpuppte sich als ziemlich schwach. Besonders die Skilltrees boten kaum Möglichkeiten; viel Trash dabei und teilweise muss man diesen Trash hochlevlen, um an gute Skills zu kommen. So kennt man es auch aus Diablo 2.
- Traurigerweise nutzten sich auch die Gegner schnell ab. Bestimmte Typen tauchten an jeder Ecke auf und respawnten ständig. "Nicht schon wieder" war kein seltener Gedanke.
- Auch das Kämpfen machte nicht mehr so viel Spaß wie anfangs und man sehnte sich nach mehr Fähigkeiten und neuen Gegnern.
- Nach und nach merkte ich, wie wenig Musik in den Zonen gespielt wird. Ich liebe RPG-Musik. Ich wollte mehr!
- Einer der Hauptkritikpunkte: Die Quests. KoA sollte anfangs ein MMO werden und das merkt man an den Quests. Viele sind unfassbar stumpf. Teilweise fragte ich mich "Und das soll es jetzt gewesen sein?"

Die Hauptstory schien interessant zu sein, doch sie ging in all den Nebenquests unter.

Um es auf den Punkt zu bringen: KoA besitzt tolle Ansätze und ist für seinen Preis sicherlich eine Investition wert - trotz all den Kritikpunkten. Ich bringe es nicht übers Herz, nur 3 Sterne zu geben. Dafür ist das Spiel mit zu viel Liebe gefertigt worden und bietet mir Dinge, die andere RPGs nicht aufweisen. Nach 30 Stunden Spielzeit verließ mich die Lust, doch ich habe vor, bald erneut nach Amalur zu reisen. Ich verbinde mit diesem Spiel eine merkwürdige Mixtur aus Begeisterung und Enttäuschung. Aber trotzdem kitzelt es mich wieder in den Fingern. Es gefällt mir trotzdem immer noch sehr gut!

Wer sich nicht sicher ist, ob Kingdoms of Amalur sein Zwergenbier ist: Einfach mal bei Gronkh zuschauen und entscheiden!
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am 7. September 2013
Dies ist meine erste Bewertung zu einem PC-Spiel überhaupt,hätte nicht gedacht das sich das so schnell mal ändert!
Wie so oft,ach komm 10Euro den Titel nimmste mit,falls es nix ist,ab auf den Gamingfriedhof wo schon einige hochgelobte Gamingtitel ihr dasein fristen!
Ich spiele Rollenspiele plus die ganzen Unterkategorien schon lange,angefangen von Gothic 1 bis Witcher,Risen, Fallout und Oblivion um einige zu nennen oder auch Titel wie Torchlight,Diablo etc.
Alles was das Rollenspielspektrum abdeckt hab ich mehr oder weniger schon probiert aber was um Himmelswillen macht Kingdoms of Amalur so besonders?!

Wichtig!

Ich spiele das Spiel mit den beiden Modifikation:
-->WidescreenFixer (mehr Übersicht)
-->Heartcore V6-Standalone (Schwierigkeit höher,besseres Balancing)

der WidescreenFixer ist nicht unbedingt Pficht,aber sinnvoll vorallem für eine erhöhte Übersicht in den Kämpfen die durch den Heartcore-Mod,genau so sind wie sie meiner Meinung nach sein sollten!
Richtig Schwer,Taktik ist Pflicht,jeder Kampf kann dein Ende sein,alles was in der Welt gesammelt,gekauft,gebaut werden kann wird dadurch nur nutzvoller und quasi Pflicht!

Jetzt sind wir auch schon beim absoluten Highlight des Spiels,dass Kampfsystem!
Das Kampfsystem ist das bis dato Beste was ich jemals gespielt hab,dagegen sind Kämpfe in Skyrim und Risen absolut langweilig,erfüllen zwar ihren Zweck aber mehr halt auch nicht!
Keine Ahnung ob die Art der Kampfsysteme auf den Konsolen schon in ein oder anderen Form zum tragen kam,auf dem PC jedenfalls ist es meiner Meinung nach *das beste*
Folgende Gründe:
- Taktik ist Pflicht:Blocken,Parieren,aus dem Block angreifen...
- Haufenweise Spezialangriffe: aufladbare Schläge,Kombos,Techniken
- Schicksalsmodus: der Wahnsinn!!! so schnell wie möglich,alles vernichten und zum Schluß nen Finish-Kill,Sensationell!
- Verstohlenheit: lautlos mit verschieden Techniken einzelne Gegner entschärfen,sehr Brutal aber spitze inszeniert!

Kommen wir zu den sonstigen Rollentypischen Dingen:

Riesige Welt,mit Liebe zum Detail,Höhlen,Wälder,Berge alles da,alles passend und stimmig!
Quest und Aufgaben,viel vorhanden,typisch Rollenspiel-like,da was holen,da was killen,da Entscheidungen treffen!Wie es sein sollte!brauch ich nicht drauf weiter einzugehen,Reckoning kann diesbezüglich nicht's neu erfinden,muss es auch nicht,es deckt die Möglichkeiten bestens ab!
Sammeln,Bauen,Brauen.Pflanzen sammeln,Teile zerlegen,neues Schmieden,Verbesserungen in Waffen,Rüstungen einschmieden,einsetzen,Tränke experimentieren,mischen nach Rezept!Alles vorhanden!
Grafik,Inzenierung,Sprachausgabe.Geile Fantasiewelt,Spiel läuft super flüssig,hab nur nen Dual-Core und eine Geforce 9600GT!Sprachausgabe sehr gut!

Bin grundsätzlich auf die Rollentypischen Aspekte nicht so ausführlich eingangen,da meiner Meinung nach dieser Tiel in Hinsicht auf Spiele wie Oblivon,Fallout oder anderen Titeln diesbezüglich typische Rollenspielkost bietet,das sind Kleinigkeiten,die dem ein oder anderen da besser oder schlechter gefallen!
Ich kann das Spiel jedem ans Herz anlegen,der sich für diese Art Spiele interessiert,es fesselt mich jetzt schon mehr als Fallout 3/New Vegas/Oblivion und Co!

Mit dem Heartcore-Mod eine richtige Herausforderung und für nen Rpgler Plficht!
Fragen zu den Mods,per Email!

Kingdoms of Amalur hat meiner Meinung nach etwas zu wenig Aufmerksamkeit bekomm,warum ist mir ein Absolutes Rätsel!Für mich ganz klar,eines der Spiele 2012/2013!

NACHTRAG:11.09.13
Nach nun ca 40h mit dem Mod (von 7 möglichen *immer* 6 Aktiv,der letzte 7 scheint nicht aktivierbar)
Super Spielerlebniss,Schwierigkeit dauerhaft hoch und Orange-Gegner *Bockschwer*!
Wer ne Herausforderung sucht ist damit prima bedient!Flüchten,Ausrüsten und später wieder kommen hat mir lange mal gefehlt!Auf keinen Fall was für Neulinge die Modifikation!
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am 19. Februar 2012
Vorab muss ich sagen, dass ich dieses Spiel bewusst einfach mal ausprobieren wollte, nachdem ich zuvor das hochgelobte "Skyrim" gezockt hatte. Anfangs war ich gegenüber "Kingdoms of Amalur - Reckoning" etwas skeptisch, da die Tests in diversen Fachzeitschriften lediglich "ok" waren.

Kurzum: Ich wurde äußerst positiv überrascht!

Zu den positiven Aspekten, die ich besonders hervorheben möchte:

- Kampfsystem: Ich habe selten so ein actionreiches, aber auch taktisch anspruchsvolles Kampfgeschehen in einem Rollenspiel erlebt wie hier. Actionreich bedeutet, dass sehr viel Tempo vorhanden ist. Folglich muss man immer auf der Hut sein, damit man sich der Gegner erwehren kann. Es ist aber keinesfalls ein doofes "Rumgedresche", vielmehr müssen die eigenen Aktionen auch überlegt sein. Zudem funktioniert die selbe Strategie nicht bei jedem Gegner. Ein Beispiel: Gegnerischen Bogenschützen begegnet man am besten mit einem Schild, hinter dem man sich verbigt. Macht man das aber gegen einen anstürmenden Troll, so wird man blitzschnell zermalmt. Umgekehrt bietet sich gegen diesen vielleicht der Bogenschuss aus der Ferne an, während man sich bei Wachen eventuell von hinten anschleichen und meucheln kann.

- Einstieg in die Story: Unterstützt durch nett gemachte Videosequenzen wird man sofort gefesselt. Ohne zu viel verraten zu wollen, wird man gleich wissbegierig, wie denn das so kommen konnte und wie alles genau zusammenhängt. Das ist sehr motivierend, auch wenn im weiteren Verlauf, der ein oder andere nervige Nebenquest zustandekommt.

- Atmosphäre der Spielwelt: Zwar besticht diese grafisch nicht durch die topmodernsten HD-Auflösungen, aber dennoch ist diese stimmig. Die Figuren sind im Comicstil gehalten, was aber nicht heißen mag, dass man sich nicht in eine der "süßen Elfinnen" vergucken könnte. Auch der Sound ist wirklich passend, vor allem während den Kampfsequenzen.

- Charakterentwicklung: Diese finde ich sehr gelungen. Man kann diverse Skills aus den Bereichen Zauberer,Magier,Schurke wählen, ist dabei aber nicht festgelegt. Vielmehr muss man eher aus allen Bereichen kombinieren, um bestehen zu können. Daher muss man schon überlegen, was man denn nun als Nächstes auswählen möchte.

- Items: In vielen Truhen finden sich einfach viele nette Items. Auch hier kann man beliebig kombinieren, auch um seine gewünschte Taktik durchführen zu können.

Zu den negativen Aspekten: (die man auch zugeben muss!)

- Detailtiefe: Gerade im Vergleich zu "Skyrim" muss man natürlich zugeben, dass man nicht diese Möglichkeiten hat. "Kingdoms of Amalur" liefert keine Welt, in der man sich stundenlang verlieren oder vertiefen kann. Das ist aber auch gar nicht deren Anspruch bzw. Ziel.

- Entscheidungsmöglichkeiten: Man kann die Dialoge nur bedingt steuern, eben nicht so wie es etwa bei "Witcher 2" der Fall ist.

Fazit: Das Spiel macht einfach Spaß - Punkt. Daher eine klare Kaufempfehlung für all diejenigen, die eine taktische Herausforderung lieben. Rollenspieler a la "Skyrim", die eher ihre Freiheit und die Spielwelt an sich genießen wollen, sind vielleicht bei anderen Titeln besser aufgehoben.
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am 13. Februar 2012
Kingdom of Amalur wurde ja im Gegensatz zu Titel wie Skyrim oder Risen 2 nicht in unzähligen Previews beleuchtet und so waren meine Erwartungen eher gering und ich wurde positiv überrascht.

Die Welt ist bunt und comichaft und vielleicht nicht ganz auf dem neuesten Stand. Dies hat allerdings den Vorteil, dass KoA auf meinem 2 Jahre alten Billigrechner super läuft und auch viel besser aussieht als z.B. Witcher 2, da konnte ich nur in Minimalqualität spielen. Das Design der Spielwelt wirkt sehr stimmig und ist ein schöner Kontrast zu der sehr realen Darsteung in Skyrim.

Der Spielablauf ist sehr actionreich, gleichzeitig wird auch immer eine Story miterzählt. Die Handlung ist nicht so dramatisch wie in Bioware Titel aber im Vergleich mit anderen Actionrollenspielen wie Titan Quest oder Sacred 2 ist die Leistung hier wirklich gut!

Auch das Charaktersystem gefällt mir gut. Ich kann Kämpfer, Magier und Schurke beliebig mischen und ob ich Talente wie Schmieden, Sinnesschärfe oder Überzeugung ausbaue hat tatsächlich einen großen Einfluss auf den Charakter. Man muss sich hier auch entscheiden. Im Skyrim war es ja mehr oder minder möglich alles zu maximieren was man wollte. Mein Held war irgendwann Meisterkämpfer, Meistermagier, Meisterschmied, Meisteralchemist ...
Das klappt in KoA so nicht, die Zahl der Stufenaufstiege ist begrenzt auf 40 und so muss ich mich hier wirklich entscheiden.

In den ersten 10 Spielstunden lief das Spiel bei mir auch völlig fehlerfrei.

Bisher habe ich erst 2 echte Kritikpunkte gefunden.

a) Die Dialoge laufen ähnlich ab wie in Dungeon Siege 3, die Dramturgie in den Szenen erinnert an die Augsburger Puppenlkiste. Die Sprecher sind zwar gut und man kann sie vieles fragen, 90% davon ist aber uninteressnt und irrelevant für das Spiel. Schlechter als die drögen Dialoge in Skyrim ist das hier aber auch nicht.

b) Rüstungen und Roben sehen alle gleich aus! Zumindest ist das bis Stufe 8 so. Jede Robe ist optisch gleich, selbst die Farbgebung, das nagt etwas an der Atmossphäre!

Das wars bisher, im Gegensatz zu anderen Spielen ist die Zahl der Macken wirklich gering.

Der Umfang des Spiels scheint enorm zu sein, wenn ich so auf die Karte schaue, man bekommt sehr viel fürs Geld.

Insgesamt viel Licht und extrem wenig Schatten! KoA ist zwar nicht genial aber ein tolles Spiel ohne echte Schwächen!
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am 19. Juni 2012
Für mich eine echte Überraschung.
Ich spare mir den Vergleich mit Skyrim. Ich denke man kann es nicht vergleichen.
KOA entführt einen in eine knallbunte Märchenwelt. Die Grafik ist erstmal gewöhnungsbedürftig, aber dann einfach nur schön und macht gute Laune.

Das Kampfsystem macht riesig Spaß. Man hat viele Möglichkeiten den Char individuell zu skillen. Eine Flut von Gegenständen lässt jedes Sammlerherz höher schlagen.

Eine riesige Welt mit unzähligen Dörfchen und Aufgaben.

Warum 4 Sterne?
1. der eigene char hat keine Stimme
2. man kommt nur bis Level 40
3. teilweise viel zu leicht (gerade in den höheren Levels)
4. man kann die Kamera nicht rauszoomen. Die Kamera ist recht nah am char (gewöhnungsbedürftig)

Alles in allem ein sehr schönes, abwechslungsreiches, spannendes Spiel mit sehr guter Vertonung.
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am 15. März 2012
Actionreich, hübsch anzusehen, spannend, umfangreich, coole Moves und ein gutes Konzept ... ABER
hält leider nicht was es Verspricht, ist keinesfalls ein Skyrim killer (so wie es beschrieben wird)
und die Grafik ist zwar gut, aber ich hätte viel mehr erwartet ...
trotzdem Spielenswert
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am 6. Februar 2016
Das Spiel habe ich nur durch Zufall entdeckt- um ehrlich zu sein habe ich davor keinerlei Erfahrungen mit Computerspielen gehabt und war unsicher ob ich es beherrschen würde. Das stellt jedoch keinerlei Problem dar, weder für Anfänger, noch für leidenschaftliche Zocker- die leichte Einstellung ist zugegebener Maßen lediglich für Story-Interessierte und wenig ansprucsvoll, der Normal-Modus ist auch für Einsteiger machbar und bleibt durch die Möglichkeit im eigenen Tempo in schwerere Gebiete vorzudringen auch für Erfahrene noch spannend. Der schwere Modus ist (zumindest für mich) ziemlich frustrierend und macht hauptsächlich Geübten und/oder sehr ehrgeizigen Spielern Spaß.

Obwohl es schon etwas älter ist, haut die Grafik gut rein und wer es gerne fantasy-lastig und farbenreich mag, kommt hier voll auf seine Kosten.
Die Welt bietet in jedem Abschnitt immer neue Landschaften und Gegner, man wird mit optinalen Quests und einer Unmenge an Loot überhäuft (was leider manchmal für einen Messi wie mich frustrierend ist, wenn die 20ste Waffe einfach nicht mehr ins Inventar passt...).
Glücklicherweise erhält man die Möglichkeit der Schnellreise zu jedem entdeckten Ort, was sonst in der riesigen Welt zu viel Frustration führen könnte. :D
Etwas, dass von vielen als Manko gesehen wird, von mir jedoch als Vorteil, ist vermutlich die eingeschränkte Möglichkeit der freien Bewegung: Es ist in der Tat ein Open-World Spiel und niemand zwingt einen die Aufgaben zu einem bestimmten Zeitpunkt zu erledigen, doch man kann nunmal nicht von jeder Ecke aus überall hinspringen, sondern hält sich auf der vorgesehenen Fläche auf.
Es gibt genug zu entdecken und auch an der Geschichte und ihrem Plot gibt es nichts auszusetzen.
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