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32 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hoch lebe das eigene Körpergewicht!, 1. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Convict Conditioning: How to Bust Free of All Weakness-Using the Lost Secrets of Supreme Survival Strength (Kindle Edition)
Guten Tag,

Convict Conditioning ist das Buch auf das ich lange gewartet habe - ich habe vorher vieles gelesen und vieles probiert.
Irgendwann habe ich festgestellt, dass es mich stört von Gewichten/einem Fitnessstudio/den Öffnungszeiten usw. abhängig zu sein.
Also begann ich mit dem Training mit dem eigenen Körpergewicht.
Ich habe You Are Your Own Gym von Mark Lauren probiert und verschiedene andere "Systeme" z.b. von Sealgrinderpt.com oder Stew Smith.
Das hat mir wirklich Spaß gemacht und mich weiter gebracht, nur ich habe mich öfters überfordert - vor allem das Training nach Mark Lauren sieht z.T. viele viele Wiederholungen von einzelnen wenigen Übungen vor als Einstieg.
Coach Wade geht anders vor: er sieht Leibesübungen als reine Kraftübungen - kurzum geht es darum nicht hunderte Liegestütz oder Klimmzüge zu machen, sondern darum möglichst schwierige Leibesübungen zu beherrschen wie Handstandliegestütz, einarmige/einbeinige Übungen (Liegestütz/Kniebeugen usw.).

Dieses Buch ist anders - wer Fan von Krafttraining mit Hanteln im Studio ist wird hier einiges zu hören kriegen - Coach Wade basht Krafttraining mit Gewichten aufs härteste. Seiner Meinung nach ist das alles Zeitverschwendung und in erster Linie Geldverschwendung.
Seiner Meinung nach ist das Training mit Leibesübungen das einfachste und beste - da jede Übung mehrere Muskelgruppen zusammen erfordert und keine Muskeln isoliert werden wie bei vielen Kraftübungen mit Hanteln/Maschinen im Studio.

Um letztlich zum Inhalt zu kommen:
Coach Wade stellt sich vor als einer der irgendwie irgendwann einige Zeit (ca. 19 Jahre?!) im Gefängnis gesessen hat.
Er ist in den Knast gekommen als Schwächling und hat angefangen zu trainieren um zu überleben und über die Jahre verschiedene Ideen, Konzepte und Trainingssysteme andere Häftlinge gesammelt und selber dieses System entwickelt.

Ziel ist es 6 Master-Übungen zu beherrschen.
- den einarmigen Liegestütz
- die einbeinige Kniebeuge
- das hängende Beinheben (langsam!)
- den einarmigen Klimmzug
- die stand-to-stand Bridge
- den einarmigen Handstand-Liegestütz (!!)

Das System sieht vor insgesamt pro Master-Übung 10 Übungen zu erlernen. Beispiel: man beginnt bei Übung 1 mit Liegestützen im stehen gegen die Wand und arbeitet sich bis Übung 10, den einarmigen Liegestütz vor.
Für die Übungen benötigt man insgesamt eigentlich nichts.
Man brauch genug Raum um sich hinzulegen, eine Möglichkeit Klimmzüge zu machen (Tür, Reck, Baum, Wasser/Gasrohr usw.) und eventuell einen Basketball und einen Baseball (das wird im Büchlein alles erklärt wozu).
Zu jeder einzelnen Übung ist angegeben wie viele Wiederholungen und Sätze man können sollte bevor man zur nächsten Übung übergeht.
Dazu ist zu beachten, dass klar gesagt wird, das jemand der z.b. die ersten leichteren Übungen übergeht, da er schon eine der "höheren" Übungen beherrscht bei den härteren Übungen schnell an seine Grenzen stoßen wird. Es geht um langsamen ruhigen Aufbau - und das funktioniert.
Der Übergang von Übung zu Übung ist allerdings letztlich eine ganz idnividuelle Sache - man soll sich Zeit lassen, damit man Erfolg hat. Wer nur schlampig durch die Übungen "rusht" wird keinen Erfolg haben.

Es werden auch verschiedene Trainingspläne vorgegeben nach denen man trainieren sollte. Abgesehen vom Anfängertrainingsplan ist es meiner Ansicht (so mache ich es von Anfang an) durchaus möglich 2x pro Woche alle 4 Startübungen zu trainieren ohne Probleme zu haben (sofern man bereits sportlich ist).

Ich bin begeistert von diesem Buch - das beschriebene Trainingssystem ist einfach zu verstehen und einfach umzusetzen. Man kann es überall und jederzeit machen, sofern man pro Trainingseinheit ca. 45-60 min Zeit mitbringt, wenn man zuerst weniger Sätze macht auch weniger.
Hier geht es nicht darum schnellst möglich fit zu werden und gigantische Muskelberge aufzubauen - Coach Wade schreibt oft von "putting strength in the Bank" was so viel bedeutet wie "ruhig angehen, hart und präzise arbeiten und die Erfolge werden sich zeigen".

Was fehlt: es wird nicht eingegangen auf Ernährung (was bei jemandem der im Knast saß vielleicht kein Wunder ist, bei dem monotonen Essen) und der Autor selber zeigt kein Bild von sich und berichtet nur von seinen angeblichen Erfolgen (z.b. 12 einarmige Handstand-Liegestütz am Stück).
Auch wenn man durchaus Zweifel an seiner Person haben kann, ändert dies nichts an dem Inhalt. Ich danke dem Autor für dieses wichtige Buch - es macht Schluss mit dem Fitnesswahn unserer heutigen Zeit und zeigt z.T. uralte Alternativen auf.

MfG E.S.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Guter Einstieg ins Bodyweighttraining für AnfängerInnen und leicht Fortgeschrittene, 4. Juni 2014
Rezension bezieht sich auf: Convict Conditioning: How to Bust Free of All Weakness-Using the Lost Secrets of Supreme Survival Strength (Kindle Edition)
Ich habe "Fit ohne Geräte für Frauen" von Mark Lauren und "80/20-Fitness" von Christian Zippel gelesen. Von diesen drei Büchern ist Paul Wade mit Abstand das stimmigste und für Einsteiger und leicht Fortgeschrittene das sinnvollste.

Paul Wade definiert sechs Basisübungen (Liegestützen, Klimmzüge, Bein-Heber (Sagt man das so auf Deutsch?), Brücken, Kniebeugen und Handstände).

Jede der sechs Basisübungen hat 10 Stufen von sehr leicht bis sehr, sehr, sehr schwierig (einhändiger Handstandstütz... für mich wahrscheinlich in diesem Leben nicht mehr erreichbar *g*).

Die erste Stufe ist immer sehr leicht und auch für AnfängerInnen und Übergewichtige schaffbar. Jede Stufe ist sehr gut erklärt und anschaulich bebildert. In jeder Stufe gibt es drei verschiedene Sets und Wiederholungszahlen. Z.B. Anfänger 1 Set mit 10 Wiederholungen, Fortgeschrittene 2 Sets mit 20 Wiederholungen, "Profis" 3 Sets mit 50 Wiederholungen (so oder so ähnlich bei jeder Übung). Dann kann man zur nächsten Stufe aufrücken. Die Stufe 10 ist dann die Master-Stufe. Der Autor meint, es sollte grundsätzlich für jeden das Ziel sein, Stufe 10 in allen Übungen zu erreichen. Für mich persönlich eher unrealistisch - ich wäre schon mit Stufe 5 zufrieden, aber jeder wie er mag...

Der Autor betont, dass JEDER IMMER in Stufe 1 anfangen soll - selbst wenn man schon die Kraft für höhere Stufen hätte. Warum? Zunächst soll man nicht einfach irgendwie möglichst viele Liegestützen, Klimmzüge etc. runterhudeln und runterreißen, sondern sich auf die perfekte Form, langsame und konzentrierte Ausführung und dazupassende Atmung konzentrieren (hat schon fast etwas Yoga-mäßiges). Es ist natürlich leichter, sich auf eine gute Form usw. zu konzentrieren, wenn man nicht schon hart an der Leistungsgrenze ist.

Zweitens betont der Autor, dass es eben nicht um möglichst schnellen Muskelaufbau für den Sommer-Strand-Body geht, sondern darum langfristig(!) gesund, fit und stark zu sein. Dabei kommt es eben nicht auf das Hochtrainieren einzelner Muskeln an, sondern auf den gesamten Bewegungsapparat. Es kann nun sein, dass Muskeln zwar relativ schnell wachsen, aber Gelenke und Bänder nicht gleich schnell "mitkommen" und sich nicht gleich schnell an die Bewegungen gewöhnen! Ich bin (laienhafte) Sportkletterin und kann diesen Ansatz vom Klettern nur bestätigen: wenn man als Anfänger zu schnell zu hohe Schwierigkeitsgrade klettert, kann man wirklich gesundheitliche Probleme mit Bändern und Gelenken bekommen.
Hier erklärt der Autor, dass Menschen, die geduldig, langsam und konsequent trainieren, kurzfristig vielleicht nicht so schnell Riesen-Muckis bekommen, aber langfristig mehr Erfolg haben. Er nennt es: "putting strength in the bank".

Bei jeder Übung sind auch noch Varianten und Alternativen angegeben (leider nicht bebildert). Diese stellen aber nur eine Ergänzung zum "eigentlichen" Training dar. Das Hauptaugenmerk liegt auf den Big Six. Ich werde trotzdem die Übungen variieren, weil es sonst auf Dauer sicherlich etwas fad wird und man dann wohl auch die Motivation verliert.

So nun zu den Schwachstellen:

1.) das erste Kapitel besteht einzig und allein aus Fitness-Center-Bashing und Lob der Eigengewichtsübungen. Wer bereits von Eigengewichtsübungen überzeugt ist, kann dieses Kapitel getrost überspringen!

2.) Typisch amerikanischer Ratgeberstil: das Buch ist seeeeehr repetitiv! Mir ist klar, dass das wohl ein beabsichtigtes pädagogisches Konzept ist, die zentralen Informationen ständig zu wiederholen und in die Köpfe reinzuhämmern. Ich persönlich mag diesen Stil nicht so. Mir geht's da als Leser immer so: "Jaaaa, das hast du jetzt schon 5x erwähnt - ich bin nicht deppert, ich hab's schon beim ersten Mal kapiert!". Ist einfach nicht mein Geschmack.

3.) Die vorgeschlagenen Trainingspläne find ich jetzt nicht soooo prickelnd. Der Anfänger-Trainingsplan ist etwas lasch (vielleicht für Menschen, die Verletzungen haben oder wirklich überhaupt keine Zeit). Die anderen Trainingspläne etwas schwer zu kombinieren, wenn man noch anderen Sport macht (Für mich ist das Krafttraining nur Zusatz und Ausgleich zum Klettern). Ich werd mir da wohl was eigenes zurecht zimmern.

4.) Bei den Kniebeugen ist die Stufe 1 eine "Kniebeuge" in Kerzenhaltung (also quasi Beine in der Luft beugen und strecken). Jetzt weiß ich aus dem Yoga, das Kerzenhaltung für Anfänger gar nicht soooo ohne ist. Ich schaff eine wirklich formschöne Kerze leider nicht. Außerdem ist die Kerze nicht gerade gut für den Nacken. Bitte wärmt euch immer gut auf davor - ganz besonders den Nacken! Und wenn ihr in Kerzenhaltung seid: den Kopf nie drehen, immer gerade halten! Ich persönlich finde diese Übung sehr unangenehm und ich werde wahrscheinlich in diesem Fall die Stufe 1 ausnahmsweise weglassen.

5.) Empfindliche Männer kurz mal wegschauen: Ebenfalls aus dem Yoga weiß ich, dass für menstruierende Damen die Umkehrhaltungen (Kerze, Handstand, Kopfstand) während der Periode angeblich nicht gut sein sollen. Ich weiß nicht, ob das Esoterik ist oder eine tatsächliche medizinische Grundlage hat (könnte mir vorstellen, es ist nicht angenehm, wenn das "Zeug" zurückfließt). Sollte frau eventuell bedenken...

6.) Der Autor schreibt immer wieder von den SixPacks und Abs. Auch hier der Hinweis von mir: liebe Frauen, bitte keinen sichtbaren SixPack anstreben! Wir haben von Natur aus einfach einen höheren Körperfettgehalt und wenn man als Frau sichtbare Abs möchte, muss man sich in sehr ungesunde Körperfettbereiche hinunteranorexieren!

7.) Das Buch enthält keinerlei Ernährungshinweise. Angeblich im zweiten Band enthalten, den ich noch nicht gelesen habe.

8.) Das Buch ist etwas vage bzgl. Stretching. Z.B. wenn man bei Kniebeugen die Fersen abhebt, "solle man halt einfach die Waden ein bisschen stretchen" oder wenn man beim Beinheben es nicht schafft, die Beine rechtwinklig zum Oberkörper zu heben, "solle man halt einfach die Hamstrings ein bisschen stretchen". Leider ist diese Hamstring-Geschichte eine ziemliche Schwachstelle von mir (und ich habe in Yoga-Kursen viele Leute gesehen, die genau damit Probleme haben!). Ich mache seit ca. 2 Jahren regelmäßig Stretching und Yoga und es wird nur seeeeehr langsam besser. Ich weiß nicht, ob ich diese "Beugebewegungen" jemals perfekt hinbekomme. Mit "ein bisschen stretchen" ist es da wohl für viele noch nicht getan. (Das Stretching-Buch von Suzanne Martin ist übrigens ganz wunderbar!)

Fazit: schöne, gut beschriebene und stimmige Übungen mit ein paar Schwachstellen, über die ich hinwegsehen kann.

PS: Ob nun der ganze Knast-Mythos stimmt oder nicht, ist für das Buch eigentlich völlig unerheblich. Ist es nicht wahr, so ist es gut erfunden. Ich denke die Kernaussage ist einfach: man braucht nicht viel Platz, Geld oder Ausrüstung, um fit zu werden.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein "must have" für Bodyweight-Training-Begeisterte, 10. August 2013
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Erster Eindruck
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Offen gestanden war ich bei diesem Buch am Anfang etwas skeptisch, weil mich der Knacki-Hintergrund gestört hat. Zumindest hat mich das zunächst an Knast-Filme erinnert, in denen Muskelberge mehr oder minder actionreich versuchen, sich gegenseitig den Garaus zu machen.

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Zum Autor
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Es scheint unklar zu sein, ob der Autor, "Coach Wade", nun eine fiktive Figur oder ein durchtrainierter Ex-Knacki ist. But, who cares? I mean, on the Internet, nobody knows who's a dog and who's not. Warum sollte das im Printbereich so grundsätzlich anders sein? So ist das halt mit "Tele"-Medien. Aber der Autor (oder vielleicht auch ein Autorenkollektiv) weiß, wovon er spricht!

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Inhalt
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Das Buch stimmt das hohe Lied der Körperkultur aus der Zeit "vor" der Fitness-Studio- und Fitness-Maschinen-Welle an - und überzeugt in dieser Hinsicht völlig. Dass es damit an einem anderen aktuell grassierenden Fitness-Hype (Bodyweight-Training) partizipiert, ist klar.
Die zu trainierenden sechs Bodyweight-Kraftübungen (one arm push ups, handstand push ups, pullups, hanging leg raises, bridges und pistols) sind allererste Fitness-Sahne. Und die zugehörigen Trainingsempfehlungen (also: wie man diese Übungen bei steigendem Schwierigkeitsgrad trainieren sollte) sind überzeugend ausgearbeitet.

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Empfehlungen
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* Wer z.B. ein Bodyweight-Aufbauprogramm (wie es in den anfänglichen Trainingsplänen von Mark Lauren, "You're your own gym" / "Fit ohne Geräte", dargelegt wird) erfolgreich hinter sich gebracht hat, sollte sich einmal auf diese bodyweight master exercises konzentrieren. Die Herausforderung ist dabei enorm, aber die Befriedigung, wenn man solche anspruchsvolleren Übungen gemeistert hat, ist gleichfalls groß!
* Tip: "You're your own gym" und "Convict Conditioning" (CC) ergänzen sich dabei vorzüglich: Bei ersterem sind die Trainingspläne und gerade die Periodisierungsempfehlungen klasse. Wie die oben erwähnten schwierigeren Bodyweight-Übungen am besten zu trainieren sind, wird von Mark Lauren allerdings eher unzureichend erklärt. Letzteres ist die Stärke von CC, das freilich auch Trainingspläne enthält.
* Das Lauren-Buch würde ich dabei verwenden, um mich allgemein in Sachen Bodyweight-Training fit zu machen - gerade die Anfänger-Trainingspläne sind gut, um Muskelausdauer zu entwickeln und die Sehnen / Bänder an die Belastung zu gewöhnen.
Sobald man sich aber an Laurens fortgeschrittene Trainingspläne wagt, sollte definitiv das CC-Training berücksichtigt werden.
* CC ist allerdings auch schon im Anfängerstadium hilfreich, wenn es darum geht, "spezifische" Übungen wie pushups, pullups, hanging leg raises, etc. von Grund auf zu erlernen. Lauren ist in dieser Hinsicht für Anfänger/-innen dagegen ein kleiner "Info-Knauser" [sorry, Mark :-)].

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Fazit
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CC ist ein Top-Buch für alle Bodyweight-Enthusiast/-innen. Definitiv ein "must have" für diese Zielgruppe!

Have fun & stay healthy
~PB
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Viel Licht aber auch Schatten, 15. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Convict Conditioning: How to Bust Free of All Weakness-Using the Lost Secrets of Supreme Survival Strength (Kindle Edition)
Das Buch hat mir gut gefallen, und gut finde ich auch, dass es sich auf die großen sechs Übungen beschränkt und Progessionsstufen beschreibt, wie man zu diesen Übungen gelangen kann.
Die großen sechs Übungen sind:
- Pistols
- Einarmliegestütze
- Einarm-Handstandpumper
- Einarmklimmzüge
- Brücke aus dem Stand und zurück in den Stand
- Hängendes Beinheben bis zum Anschlag an der Stange

Ganz sicher sind das die wichtigsten Übungen, und ganz sicher sind BWE`s ein hervorragender Weg!

Ferner ist das Buch sehr gut geschrieben und überzeugt. Es liefert hervorragende Argumente, warum ein Körpergewichtstraining einem gängigen Studiotraining überlegen ist. Sehe ich genau so und habe keine Kritik daran.
Auch sehr gut ist die Idee, dass zu jeder der sechs Endübungen 10 Progessionsstufen angegeben werden.
Genau an diesem Punkt beginnt dann meine Kritik:
1. Die Steigerungssprünge zu den Pistols sind alles andere als kontinuierlich. Da wären mir persönlich bessere Zwischenlösungen eingefallen. Der Sprung von beidbeinigen Kniebeugen zu einbeinigen Kniebeugen ist deutlich zu groß.
2. Für die einarmigen Liegestütze gilt das gleiche. HIer ist ein deutlicher Sprung in der Progression, an dem wahrscheinlich viele Übende aussteigen. Hier fehlen mir adäquate Progressionen, die ich selbst verwendet habe, um mich zu den Einarmern hin zu trainieren. Ich meine zum Beispiel das Drücken mit dem Hauptarm, während der unterstützende Arm auf einem Tuch gleitet.
3. Einarmige Handstandpumper sind für die absolute Mehrheit der Trainierenden ein unrealistisches Endziel. Hier wäre meiner Meinung nach der vertiefte Beidarmpumper ein besseres und ralistischeres Ziel.
4. Die Brücke aus dem Stand: das wiederum ist ein Endziel, das nun sehr leicht zu erreichen ist. Hier wäre wohl der "Flip" das adäquatere Endziel gewesen.
5. Das hängende BEinheben: ebenfalls leicht, da man nicht sehr viel Training braucht um das zu schaffen.
Hier wäre das Endziel wohl eher gewesen, dass man einen Prallelklimmzug schafft, ohne dabei die Beine aufzulegen.

Das ist meine Hauptkritik am Programm: bei den wichtigsten Übungen sind die Endziele ausgesprochen verschieden im Schwierigkeitsgrad. Während die meisten Menschen auf der Welt niemals einen einarmigen Handstandpumper schaffen werden, ist es ein Klacks die Brücke zu meistern.
Wichtige und notwendige Steigerungsstufen werden bei gut der Hälfte der Übungen nicht angeboten.
Grundsätzlich ist es eine prima Idee, die Hauptübungen in 10 Zwischenetappen zu unterteilen, so dass man sich von einer Stufe zur nächsten hocharbeiten kann ... wenn dann die Progressionen stimmen würden, und die stimmen leider nicht. Gute und zielführende Zwischenschritte werden komplett übersprungen, so dass plötzlich ein gewaltiger Sprung entsteht: gestern war es noch einfach, und heute ist es unmöglich. Das gilt nicht für alle Übungen, aber es gilt für die Hälfte.

Der nächste Knackpunkt sind die Trainingspläne. Hier hatte ich wirklich mehr erwartet. Da hat mir eine vernünftige Aufteilung gefehlt. Wo ist ein vernünftiger Ganzkörperplan, den man zwei bis drei Mal pro Woche trainiert? Statt dessen werden die Übungen so aufgeteilt, dass man zum Beispiel an sechs Tagen pro Woche jeweils eine Übung trainiert. Da muss ich aus der Erfahrung eines Menschen, der seit über 25 Jahren trainiert sagen: ein drei maliges GK Training pro Woche ist sinnvoller - sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene.
Die ersten Trainingspläne sind wirklich zu kurz. Dafür kommt dann der unrealistische Sprung zum letzten Trainingsplan: auch der ist wieder gesplittet, aber hier werden 10 - 50 Sätze pro Übung empfohlen. Was soll das bitte bringen?

Zusammengefasst: die Übungen sind gut! Die Progessionen sind zum Teil gewollt aber nicht gekommt - entweder zu viel Steigerung oder zu wenig.
Die Trainingspläne halte ich für den größten Schwachpunkt des Buchs. Hier fehlen einfach Kenntnisse. Es bringt einem Anfänger nicht viel, seine Übungen so zu splitten, dass er eine Übung pro Woche macht.
Umgekehrt bringt es auch dem Profi nicht viel, wenn er eine Übung pro Woche macht, sich aber bei dieser mit Sätzen zwischen 10 und 50 verausgabt.
Da habe ich dann auch Zweifel am Hintergrund des Autors. Splitroutinen kamen eigentlich erst mit dem Bodybuilding der 60er und 70er in Mode, also zu einer Zeit als es möglich wurde Muskeln durch entsprechende Medikamente zu erhalten.
Vorher wurde drei Mal pro Woche ein Ganzkörpertraining absolviert.

Ein gescheiter Ganzkörperplan wäre sinnvoller gewesen, den man 2 bis drei Mal pro Woche ausführt.

Ich weiß nicht, ob diese Gefängnisgeschichten wahr sind, glaube es aber nicht. Das war mir persönlich aber auch egal und tut dem Buch keinen Abbruch. Das kritisiere ich nicht. Mir kam der Autor etwas zu gebildet vor, für jemanden, der 20 Jahre im Bau saß. Auch dass die Inhaftierten so eisern trainieren glaube ich nicht. Wenn sie diese Motivation tatsächlich hätten, ein solch schlauchendes Training über so lange Zeit zu absolvieren, dann hätten sie genau die Qualitäten gehabt, die einen Menschen davor bewahren jemals im Bau zu landen.

Alles in allem ist das ein guter Versuch das Körpergewichtstraining populär zu machen.

Dabei sind die Endziele der Übungen viel zu unterschiedlich: während das Endziel "Brücke" jeder Anfänger in kürzester Zeit erreichen kann, die Pistols nach etwas Training ohne Probleme möglich sind, ist das Endziel "einarmiger Handstandpumper!" unrealistisch - genau so wie der einarmige Klimmzug.

Das Konzept ist also noch nicht rund und wird die Trainierenden etwas in die Sackgasse führen.
Die Trainingspläne sind unnötig gesplittet. Eine Übung ein Mal pro Woche zu absolvieren bringt eindeutig zu wenig.

Auch wenn ich die Idee gut finde, und auch wenn ich überzeugter Vertreter von BWE`s bin, ziehe ich einen Stern ab. Es ist einfach in wichtigen Punkten noch nicht ganz rund.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hab ich schon lange gesucht, das ..., 8. Mai 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich hab mir beide Bücher gekauft:
"Convict" und "Convict 2".
Beide sind m.E. jeden Cent wert.

Schon lange suche ich Trainingsprogramme, die mit möglichst kleinem Geräteeinsatz absolviert werden können.
Gut und logisch aufgebaut und so organisiert, dass keine Langeweile aufkommt und ich aber auch nicht ausbrenne.

Aus folgenden Büchern baue ich mir meine Programme mittlerweile zusammen:
- Core Performance Essentials: The Revolutionary Nutrition and Exercise Plan Adapted for Everyday Use
- The Core Performance: The Revolutionary Workout Program to Transform Your Body & Your Life
- Fit ohne Geräte: Trainieren mit dem eigenen Körpergewicht
- und eben den beiden oben.

Core Performance ergibt ein gutes und umfassendes Warm Up, Stabilität in der Körpermitte, Flexibilität, Explosivität, Cardiotraining.
Leider werden mit zunehmendem Level immer mehr Geräte gebraucht.
Aber Übungen, Abfolge und Periodisierung halte ich für vorbildlich.
Die Hinweise zur mentalen Einstellung und der Ernährung FUNKTIONIEREN wirklich!

Aus "Fit ohne Geräte" - von dem ich aber eher die originalsprachliche Ausgabe empfehle (You Are Your Own Gym: The Bible of Bodyweight Exercises) - kommen einzelne Übungen sowie Periodisierungsvarianten. Dazu gibt es eine separate Rezension von mir.

Alle Übungen aus dem Core Performance Programm, die mit Geräten absolviert werden sollten, ersetze ich durch welche aus den anderen Büchern.
Und mit der "Convict"-Philosophie ist das problemlos möglich.

Hätte ich "Convict" und "Convict 2" früher gefunden, wäre mir sicher mancher (schmerzhafte) Umweg / Erfahrung erspart geblieben.
Die Kritik am Gewichttraining (Bodybuilding) im Buch kommt auf den ersten Blick ein bissel harsch.
Meiner Erfahrung nach trifft sie aber zu großen Teilen zu. Ich hab es prinzipiell auch so erlebt.

Wenn Du wirklich in Form kommen willst und rohe, brutale Kraft entwickeln,
wenn Du zur Kraft eine gute Flexibilität entwickeln willst,
brauchst Du nicht mehr als die beiden Convict- Bücher.

6 zentrale Übungen..
10 Progressionsstufen für jede dieser Übungen.
Keine Ausreden mehr: JedE und JedER kann damit beginnen, der körperlich und geistig halbwegs gesund ist.
Alles andere gibt sich.

Fang an, geh langsam Schritt für Schritt und halt durch.
Was dann passiert, ist einfach nur geil.

Ach ja --- schau Dir dazu auch mal Al Kavadlo in der Tube an - noch Fragen??

Ganz viel Erfolg !!!
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5.0 von 5 Sternen Systematisches Bodyweight Training, 29. August 2014
Von 
G. Beckmann (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Convict Conditioning: How to Bust Free of All Weakness-Using the Lost Secrets of Supreme Survival Strength (Kindle Edition)
Das Buch setzt ein fast schon banales Konzept noch konsequenter um als die meisten anderen Bücher zum Thema Bodyweight Training: Progressive Steigerung der Trainings Belastung. Dabei ist der Autor wirklich kreativ geworden und hat sich ein schlüssiges Gesamtkonzept erarbeitet. Die lockere Schreibweise motiviert zum lesen. Super.
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5.0 von 5 Sternen Super Buch., 24. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Convict Conditioning: How to Bust Free of All Weakness-Using the Lost Secrets of Supreme Survival Strength (Kindle Edition)
Hierin findet man wirklich alles, was gutes Training ausmacht. Mit einfachen und klaren Worten erklärt.
Kommt vielleicht auch in Deutsch sehr gut an.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das beste Buch über bodyweight Training!, 10. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Jeder der diese Art des Trainings ausprobieren will kann ich dieses Buch nur Nahe legen. Es gibt bei jeder Trainingsübung 10 unterschiedliche Schwierigkeitsstufen. Anfänger bis Superstark. Es werden auch Trainingsplätze erläutert.

Ich folge dem Programm nun fast ein Jahr und bin mit meinen Fortschritten sehr zufrieden.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein sehr gutes Buch, 29. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Convict Conditioning: How to Bust Free of All Weakness-Using the Lost Secrets of Supreme Survival Strength (Kindle Edition)
Der Inhalt des Buches überzeugt voll und ganz. Besonders die Beispiele alter Athleten, die nur mit dem Körpergewicht trainierten motiviert sehr. Auch der Schreibstil ist sehr angenehm, auch wenn Stellenweise ein wenig zu lang. Aber das Buch liest sich sehr flüssig und wird nie langweilig. Die Übungen machen Spaß und bringen Resultate.

Insgesamt ist es ein sehr überzeugendes Werk, mit einem klaren Programm.

Es ist sogar so überzeugend, dass ich wie der Autor rät ganz vorne mit den einfachsten Übungen begonnen hab. Normalerweise undenkbar, aber der Autor hat mit seiner Begründung absolut recht. Man merkt selbst bei leichten Übungen wie sich der Körper verändert.
Beeindruckt war ich, das nach 4 Wochen Training meine Rückenschmerzen und meine Haltung besser wurden.
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5.0 von 5 Sternen Excellent source of information, well detailed and explained!, 28. November 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Excellent source of information, definitive the kind of information I was looking to improve my training. Very well detailed and explained!
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