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am 6. September 2011
Mick Harvey, Gitarrist von 'The Birthday Party' und 'Nick Cave and The Bad Seeds' ließ vor nicht langer Zeit das Weltbild von Nick Cave-Fans aus aller Welt zusammenbrechen:

Blixa Bargeld war ausgetreten bei den Bad Seeds, doch nie, niemals würde auch Mick Harvey dieses tun, Jugendfreund und Coautor zahlreicher Caveklassiker wie 'The mercy seat'.

Aber wie Blixa Bargeld tat er es, und auch aus ähnlichen Gründen: er hatte nicht mehr genug Einfluss auf die Musik der Bad Seeds, den hatten nunmehr nur noch Nick Cave am Piano und Warren Ellis an der Geige (und an zahlreichen anderen besaiteten, häufig zur Unkenntlichkeit verzerrten Instrumenten) inne. Und überhaupt schienen sich viele Klassiker wie 'The weeping song' unter dem neuen Vorreitergespann in laut Harvey "stupide Rocksongs" zu verwandeln.

Naja, wie auch immer man Nick Caves neue Schaffensperiode bewerten mag, sie hat dem geneigten Hörer vor allem eins beschert: die vielleicht beste Platte Blixa Bargelds seiner Karriere in dem Duo ANBB und vor allem Mick Harveys erstes Soloalbum!

Nick Caves Stimme ist sicherlich stärker, wenn es ums melodramatische geht, aber Mick Harvey kommt ohne das (häufig bei Cave etwas dick aufgetragene) Pathos aus und lässt das hervortreten, was die Bad Seeds so stark gemacht hat auf Alben wie 'The Boatmans Call' oder 'Your funeral my trial'. Reduzierung auf das Wesentliche. Den Mut haben, von sich selbst zu erzählen anstatt von Monstern, die Herr Cave so gerne in seinen Murder Ballads erschuff.

Und bei vielen Takten des neuen Mick Harvey Albums denkt man: oh, da saß ja wohl Nick Cave am Piano. Ähnlich ging es mir bei der grandiosen Platte 'Let England shake' von PJ Harvey, bei der ebenfalls Mick Harvey am Piano wichtige Akzente setzte.

Alle, die Nick Cave gerne mögen, müssen unbedingt 'The book of the Dead' kaufen.

An dieser Stelle möchte ich mich gleich beim Songwriter Mick Harvey entschuldigen, da ich so häufig von Nick Cave gesprochen habe. Aber wenn man diese Musik hört, fragt man sich wirklich, wer eigentlich maßgeblich war für die großen Nick CDave Alben? Das betrifft nicht das Songwriting an sich (Mick Harvey spielt nicht in der gleichen Liga wie PJ Harvey oder Nick Cave), aber die Art und Weise wie die Musik instrumentiert wird. Mick Harvey sagte in einem Interview, er sehe sich nicht als Songwriter sondern als einer, der vorhandene Songs besser macht.

Man höre das unglaublich schöne 'How would I leave you' an und erstaune! Oder das Rowland S. Howard gewidmete Stück 'October Boy' (Rowland S. Howard war übrigens der geniale Gitarrist bei 'The Birthday Party', mit dem Mick Harvey bis zu Howards viel zu frühen Tode eine tiefe Freundschaft verband.) Mick Harvey lässt in seinen zahlreichen Geschichten/Balladen die Toten wiederauferstehen, ohne in Schmerzenspathos abzutriften. Die Musik ist teilweise überraschend leicht, die Texte humorvoll und ironisch, mit 'Famous last words' ist sogar ein wirklich starker Rocksong entstanden, bei dem man einfach automatisch mittanzen muss.

Abschließend kann man nur sagen:
kaufen! Anhören, genießen... Dieses Album ist genau das richtige für die nahenden Herbsttage.
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