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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Ich liebe sie ... aber sie kann unmöglich meine Mutter sein"
... dies sagt zu Beginn der sechzehnjährige Hubert in die Kamera. Mehrfach taucht diese (Selbst-)Interview-Szene im Film auf, in der Hubert versucht sich über das ambivalente Verhältnis zu seiner Mutter klar zu werden: Es ist eine äußerst spannungsgeladene Hassliebe, die von beiden Seiten mit vielen emotionalen Ausbrüchen und Wortgefechten...
Veröffentlicht am 17. Juli 2011 von Martin Ostermann

versus
2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Abgrundtiefe Hassliebe
Eltern sucht man sich nicht aus. Kinder aber auch nicht. Hubert ist 17 Jahre, eine Zeit, in der mal eigentlich mit sich selber beschäftigt ist. Er lebt nach der Trennung seiner Eltern bei seiner Mutter und verstrickt sich mit ihr in heftige und lautstarke verbale Schlachten. Dabei sind es gar nicht so die großen Konflikte, sondern eher die Hilflosigkeit im...
Veröffentlicht am 7. März 2012 von Joroka


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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Ich liebe sie ... aber sie kann unmöglich meine Mutter sein", 17. Juli 2011
Von 
Martin Ostermann "ostermannm" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: I Killed My Mother (DVD)
... dies sagt zu Beginn der sechzehnjährige Hubert in die Kamera. Mehrfach taucht diese (Selbst-)Interview-Szene im Film auf, in der Hubert versucht sich über das ambivalente Verhältnis zu seiner Mutter klar zu werden: Es ist eine äußerst spannungsgeladene Hassliebe, die von beiden Seiten mit vielen emotionalen Ausbrüchen und Wortgefechten ausgelebt wird. Erzählt wird ein Zeitraum von ein- bis eineinhalb Jahren, in denen der Betrachter Zeuge wird, wie Hubert, der in einer ersten Beziehung mit dem etwas älteren Antonin steckt, versucht, sich von zu Hause abzunabeln und seine geschiedene Mutter ihrerseits versucht zu verstehen, was aus ihrem einstmals so lieben Sohn geworden ist.
Das Thema - ein klassischer Pubertätskonflikt - ist universell, eine Coming-of-Age-Geschichte der ernsteren Art, die aber überwiegend leicht und mit vielen witzigen und originellen visuellen Einfällen inszeniert wird. Huberts Homosexualität ist dabei eigentlich kein Problem. Nur dass seine Mutter erst zufällig davon erfährt, lässt den Dauerstreit noch weiter eskalieren. Neben der Mutter Chantale (der getrennt lebende Vater hat einen Kurzauftritt), Hubert und seinem Freund Antonin spielt Huberts Kunstlehrerin Julie eine kleinere Hauptrolle, da sie zum Zufluchtsort wird und Verständnis für die literarisch-künstlerische Veranlagung ihres Schülers und dessen Andersartigkeit aufbringt. Fortan nimmt sie (zeitweise) die Rolle der Mentorin ein.
Xavier Dolan war siebzehn, als er das Drehbuch schrieb, und gerade einmal neunzehn Jahre als er als Autor, Regisseur und Hauptdarsteller den Film realisierte. Aus diesem Grund heraus kann man ihn durchaus als Wunderkind bezeichnen. Mittlerweile ist sein zweiter Film gedreht (Herzensbrecher) und sein dritter in der Entstehung.
Umso mehr erstaunt sein souveräner Umgang mit filmischen Mitteln: die Bilderserie einzelner Details in Großaufnahme zur Kommentierung von Stimmungen, das Zitieren von Lyrik (vor allem Rimbeau) mit Einblendung des Textes, Zeitlupen, Untersicht- und Nahaufnahmen. Die einzige Schwäche dieses hervorragenden Debüts liegt in der Dramatisierung, denn der (Dauer-)Streit zwischen Mutter und Sohn, die Vorwürfe und Liebesbezeugungen, die Missverständnisse und Versöhnungen, die Fluchten, Trennungen und Wiederbegegnungen wiederholen sich zunehmend, so dass der Film in der zweiten Hälfte nicht mehr recht zündet, gleichwohl bis zum Schluss interessant anzuschauen bleibt. Gerade das Ende vermag noch einmal durchaus zu berühren.
Insgesamt ist es ein origineller, schauspielerisch und inszenatorisch hervorragender, dramturgisch uneinheitlicher Film über das Heranwachsen, die Loslösung von den Eltern und die Suche nach Glück und dem eigenen (Lebens-)Weg. Für Cineasten unbedingt, ansonsten als Erfahrung der anderen Art sehenswert!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen authentisch und nah., 25. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: I Killed My Mother (DVD)
Ein wirklich sehr authentischer Film über das Erwachsenwerden und die inneren Konflikte in jungen Schwulen. Sehr feinfühlig und realitisch umgesetzt. Eine Perle der Filmkunst.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Thema, dass eigentlich jeder durchlebt hat, 11. März 2013
Rezension bezieht sich auf: I Killed My Mother (DVD)
Der Film 'I killed my mother' handelt in erster Linie von dem zerütteten Verhältnis eines Jugendlichen zu seiner alleinerziehenden Mutter. In dem Film wird, typisch für die Pubertät, viel gestritten. Die Mutter hat es scheinbar aufgegeben sich in Ihren Sohn hineinzufühlen. Der Sohn gibt sich nicht wirklich Mühe mit Mama klarzukommen und hat entsprechend kein Bedürfnis sie im Bezug auf seine sexuelle Orientierung einzubeziehen. Das macht das Verhältnis zwischen den Beiden nicht einfacher... Man kann sich als Zuseher in beide Charaktere gleichermaßen gut hineinversetzen, finde ich. Insgesamt ist es ein kurzweiliger Film, der zum Nachdenken anregt und einem hier und da unter die Haut geht. Fazit: Ein kurzweiliger Film, französischer Machart in dem sich eigentlich jeder im Ansatz wiederfinden dürfte, denn die Homosexualität des Hauptprotagonisten ist eigentlich nur Randthema. Wer einen temporeichen Film oder einen emotionsüberladenen Kitsch-Film sucht, wird enttäuscht sein.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was machst Du, wenn ich heute sterben würde?, 6. April 2012
Rezension bezieht sich auf: I Killed My Mother (DVD)
Einer der tiefsten und schmerzhaftesten Momente dieses großartigen Films von Xavier Dolan ist der, wenn er in der Rolle des Hubert bei einem Streit aus dem Wagen seiner Mutter springt und sie anschreit: "Was machst Du, wenn ich heute sterben würde?" Und ohne ihre Antwort abzuwarten, knallt er die Tür zu, und kann nicht mehr hören, wie sie leise antwortet: "Dann sterbe ich morgen."
Hubert ist 16, lebt bei seiner allein erziehenden Mutter Chantal, er ist mitten in der Pubertät, auf dem Wege zu sich selbst inmitten sich fließend ergebender Begegnungen und Erfahrungen. Seine Mutter sei tot, erklärt er seiner Lehrerin. Er ist, natürlich, unfähig zu einer klaren Erkenntnis, zerwühlt und aufgebrochen im Wahnsinn des sich windenden und sich aufbäumenden Kindes, das erwachsen wird.
Er hasst seine Mutter, kann ihre Einrichtung genauso wenig ertragen wie ihren Kleidungsstil oder ihr Schmatzen bei Tisch. Er liebt seine Mutter, er kocht für sie, macht den Abwasch, er umsorgt sie nachsichtig und liebevoll. Er sieht sie zärtlich an, dann wieder tötet er sie mit Worten. Als wäre dies in seinem Alter verwunderlich?!
Die Geschichte geht an die Nieren, sie ist nervenaufreibend, herzzerreißend, amüsant, wild und leidenschaftlich, geistreich, nach feinen Vorbildern gebaut, mir fallen die Filme von Ozon ein oder Sautet.
Xavier Dolan war 17 , als er das Drehbuch zu seinem Film fertigstellte, es sei nicht ausschließlich autobiografisch, sagte er in einem Interview.
Dolan hat den Film mit 19 gedreht, er gilt als Wunderkind. Er hat einen scharfen Blick, wenn er Gefühle in Bilder taucht und spielt mit Andeutungen und Symbolen; die Darsteller überzeugen allesamt, nichts lässt einen Film mit kleinem Budget vermuten.
'I killed my mother' ist ein Trip durch das sich zerreibende Innere eines Jungen, der seine eigene Homosexualität zu erkennen beginnt, ein Trip, der nicht immer leicht zu ertragen ist, aber zeigt wie nah Hass und Liebe, zu sich selbst als auch zu Anderen, bei einander liegen.

Spielzeit: ca. 95 Minuten
Extras: Trailer
Region: 2
Sprachen: Deutsch, Französisch
Untertitel: Deutsch
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Beziehungsdrama in berauschender Umsetzung, 22. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: I Killed My Mother (DVD)
Während sich sein zweiter Spielfilm "Les Amoures Imaginaires (Herzensbrecher)" zur Zeit in hiesigen Kinos großer Beliebtheit erfreut, erscheint auf DVD das Debut des heute 22-jährigen Frankokanadiers Xavier Dolan, der nur als Ausnahmetalent bezeichnet werden kann. Schon in frühen Jugendjahren schrieb er seine ersten Geschichten und Drehbücher und wirkte in einigen Filmen als Schauspieler mit, u.a. in "Martyrs", in dem sein Charakter jedoch nur einige Minuten überlebte. In "J'ai tue ma mere" verband er nun alle seine Talente, schrieb das Drehbuch, führte die Regie und übernahm kurzer Hand auch noch die Hauptrolle, in einem Film, der wohl so einiges an eigener Biographie zu verarbeiten versucht. Und in all diesen Disziplinen überzeugt das "Wunderkind" auf ganzer Linie, auch wenn einige Szenen für meinen Geschmack dann doch ein wenig zu theatralisch und überzogen rüberkommen. Die unglaubliche Ideenvielfalt, die kreative Umsetzung und das filmische Auge, welche diesen Film über die volle Strecke tragen, überbrücken und entschuldigen die kleine dramaturgische Ungenauigkeiten und Inszenierungsschwächen, insbesondere bei Teilen der Dialoge zwischen Mutter und Sohn. Und die Versuche miteinander "in Kontakt" zu treten, gibt es mehrfach, sind jedoch zum scheitern verurteilt und enden zumeist in wilden und von gegenseitiger Verachtung geprägten Streitereien. Manchmal mit anschließendem Geständnis über die gleichsam vorhandene Zuneigung und Liebe, die allerdings nur selten Stabilität aufweist.

Hubert ist 16 Jahre alt und befindet sich mitten in der Adoleszenz, er entdeckt seine kreative, künstlerische Ader und seine Sexualität. Er lebt mit seiner Muter, nachdem der leibliche Vater die Familie in frühen Jahren verliess und nur selten den Kontakt zu seinem Sohn sucht. Den sucht die Mutter zwar, allerdings auf eine eigenartige und stellenweise kaum nachvollziebaren Art und Weise. Sie wirkt verbittert, kauft Lappenschirme aus Leopardenfellimitat und "brezelt" sich unverhältnismäßig übertrieben auf, wenn sie das Sonnenstudio besuchen fährt, sie scheint nicht oft unter Menschen zu kommen. Sie schwelgt in Erinnerungen alter, füherer Zeiten, als der Sohn noch klein war und die Mutter - Sohn - Beziehung noch nicht aus dem Ruder lief. Hubert verbindet eine Hassliebe zu seiner Mutter. Er hasst ihre Pullover, die Krümel die am Mundrand zurückbleiben, wenn sie gegessen hat, ihre Routinen, die Art wie sie ihm mit Gleichgültigkeit begegnet und ihre Vergesslichkeit. Während sie an einem Abend dem Auszug in die erste eigene Wohnung zustimmt, scheint sie sich am nächsten Tag an nichts mehr zu erinnern und hält es für vollkommen ausgeschlossen, dass ein "16-jähriger Junge" ein eigenes zu Hause beziehen soll. Ob sie wirklich an Vergesslichkeit leidet, oder ob diese nur als Mittel zur Aufrechterhaltung der unüberbrückbaren Differenzen zwischen Mutter und Sohn benutzt wird, bleibt bis zum Ende unklar. Hubert verbringt einen Großteil seiner Freizeit bei seinem besten Freund, mit dem er ein sexuelles Verhältnis hat und dessen Mutter exakt das Gegenteil seiner eigenen ist, oder bei seiner Klassenlehrerin, zu der er ein freundschaftliches Verhältnis aufbaut und die ihm zuhört.

Huberts Mutter entscheidet, dass der Unruhe in den vier Wänden am besten damit begnet wird, dass Hubert nach der 10. Klasse in ein Internat geschickt wird. Zu diesem Zeitpunkt meldet sich sein Vater wieder einmal bei ihm, um gemeinsam angeblich einen schönen Abend zu verbringen, dabei ist er Teil des "Internatkomplotts" und spielt sich als erziehenden Vater auf. Ein Patriach, der seiner Ex-Frau zitierte, lateinische Sprichwörter übersetzt.

Wie weiter oben bereits erwähnt, sind es neben den unterschieliche Beziehungsebenen insbesondere die zahlreichen Ideen, die diesen Film sehenswert machen. Dolan arbeitet mit Rückblenden, mit schwarz - weiss Bildern, immer dann wenn Hubert sich introspektiv auf Kamera festhält, kleinen farbenfrohen Bilder der inneren Gefühlswelt, Zeitlupensequenzen und mit einer großartigen, filmischen Umsetzung der Nähe- und Distanzverhältnisse einzelner Beziehungen zueinander. Während sich "intakte Beziehungen" auf der Dialogebene im Kamerabild dicht beianander befinden, werden die "gestörten Beziehungen" an den Rand des Bildes gedrängt, was eine Menge über die verschiedenen Zuneigungsgrade aussagt. Es sind kleine Drehbuchfeinheiten, wie zum Beispiel der kurze Auftritt des Vaters und die Inszenierung des Aufeinanderprallens unterschieldlicher Sichtweisen und Bedürfnisse, die "J'ai tue ma mere" ihren Stempel aufdrücken.

Nicht selten erinnerte mich der Film an Das Vaterspiel, auch wenn es hier u.a um die Beziehung zwischen Vätern und ihren Kindern geht und auch thematisch eine andere Richtung angesteuert wird. So sind es die Probleme die unerschiedlichen Generation per se schon einmal miteinander haben, als auch die unbewusste Erkenntnis darüber, dass man der eigenen Sozialisation nicht entfliehen kann, auch wenn man sich noch so sehr darum bemüht, die diese beide unterschiedlichen Filme verbindet. Und zwar mittels "schräger Geschichte", visuellem Feuerwerk und überschwänglicher und aufgeregter Konzeption.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mutter und Sohn..., 26. Oktober 2012
Von 
Ray "rayw260" (Rheinfelden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: I Killed My Mother (DVD)
Der in Montreal geborene Regisseur Xavier Dolan ist erst 23 Jahre alt, hat aber bereits im Alter von 19 Jahren seinen ersten Spielfilm "I killed my mother" realisiert, das Script dazu hat er zwei Jahre vorher schon verfasst. Der zweite Film "Heartbreaker" wurde ebenso gelobt.
In seinen Filmen, die auch autobiographische Züge haben, spielt er auch die Hauptrolle.
Vor allem für Francois Truffaut Fans wird Xavier Dolan eine Offenbarung sein, denn es sind Ähnlichkeiten in der Machart der Filme zu beobachten, auch wenn Xavier Dolan - anders als Truffaut - schwule Themen in seinen Geschichten verarbeitet.
Der 2009 entstandene "I killed my mother" ist eigentlich ein Drama über die Komplexität und Ambivalenz einer engen Mutter-Sohn Bindung.
Hauptfigur ist der junge 16jährige Hubert Minel (Xavier Dolan), der zur Zeit einen starken Konflikt mit seiner Mutter austragen muss. Er liebt sie, aber er kann es nicht ertragen, dass ausgerechnet er ihr Sohn sein muss. Früher, so meint er, war alles besser - damals als er klein war.
Und tatsächlich hat es die alleinerziehende Mutter Chantale (Anne Dorval) nun wahrlich nicht leicht mit dem rebellischen Sprössling, der inzwischen mit seinem Schulfreund Antonin Rimbaud (Francois Arnaud) eine 2 Monate bestehende Beziehung hat. Die Mutter des Freundes (Patricia Tulasne) weiß von dieser Liason und geht sehr liberal damit um. Sie ist es auch, die bei einem Besuch im Sonnenstudio dies ganz beiläufig beim Small-Talk mit Chantal erwähnt.
Die Kluft wird immer größer, denn selbst bei seiner Lehrerin Frau Cloutier (Suzanne Clement) gibt Hubert an, dass seine Mutter bereits verstorben sein. Vater Richard (Pierre Chagnon) macht sich rar, was die Situation auch nicht leichter macht.
Als Hubert eine eigene Wohnung haben will, gibts erneut Zoff..
Sehr stilsicher und mit viel Gespür für Poesie erzählt "I Killed My Mother" von der höchst problematischen Beziehung zwischen Sohn inmitten vom Coming Out und seiner Mom. Das Ende der Adoleszenz, also an der Schwelle zum Erwachsenwerden zeichnet der bereits als "Wunderkind" bezeichnete Autorenfilmer als Schlachtfeld, bei dem sich das ganze Spektrum an Gefühlen entlädt, Hass und Liebe liegen dabei dicht nebeneinander.
Ein sehr schöner Film, der von einem äusserst interessanten und Hoffnungsvollen Jungregisseur realisiert wurde, von dem sicherlich noch weitere sehr gute Filme zu erwarten sind.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mord in Gedanken, 11. Februar 2012
Rezension bezieht sich auf: I Killed My Mother (DVD)
Der eigenwillige Vorspann weckt neben dem Titel das Interesse und man bleibt dran. Die permanenten Auseinandersetzungen mit heftigsten Streitereien zwischen Mutter (Anne Dorval) und Sohn (Xavier Dolan) wirken echt und sind durchaus überzeugend. Der Hammer für die Mutter ist aber, dass sie von Fremden erfahren muss, dass ihr Sohn schwul ist. Wir sehen eine ganze Palette von Gefühlen, die die Mutter nach dem Schock durchlebt, ebenso wie die Schwierigkeiten, des Sohnes. Es wird weder für sie noch für ihn Partei ergriffen in dieser Schilderung einer phasenbedingten Hass-Liebe. Und auch das Umfeld wird eindrucksvoll geschildert. Vor allem die Lehrerin (die ihn nicht verführt!) und der Direktor der Schule, dem nach einer anklagenden Bemerkung gegenüber der Mutter von dieser aber so was von tüchtig der Kopf gewaschen wird, dass die Telefonleitung glüht.
Das Mutter-Sohn Verhältnis verdeutlichen zwei Aussagen. 'Wären meine Mutter und ich Fremde, würden wir uns mögen'. Und am Ende einer lautstarken gegenseitigen Beschimpfung fragt Hubert sie 'Was tust du, wenn ich heute sterbe?' Er geht, ohne die Antwort abzuwarten, hört also nicht, dass sie sagt 'Dann sterbe ich morgen'.
Ein erstaunliches Erstlingswerk, das emotional beeindruckt, filmtechnisch überraschend überzeugt und dabei auch noch ein heikles Thema angeht.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Abgrundtiefe Hassliebe, 7. März 2012
Von 
Joroka (Darmstadt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: I Killed My Mother (DVD)
Eltern sucht man sich nicht aus. Kinder aber auch nicht. Hubert ist 17 Jahre, eine Zeit, in der mal eigentlich mit sich selber beschäftigt ist. Er lebt nach der Trennung seiner Eltern bei seiner Mutter und verstrickt sich mit ihr in heftige und lautstarke verbale Schlachten. Dabei sind es gar nicht so die großen Konflikte, sondern eher die Hilflosigkeit im Umgang miteinander und das fehlende Verständnis füreinander, welche ein Streit nach dem nächsten vom Zaun brechen. Jeder hat seinen Anteil daran und auch am Öl, dass wohldosiert immer wieder in die Flammen geschüttet wird. Doch völlig lossagen kann man sich auch nicht. Eine tiefe emotionale Verbundenheit oder ist es vielmehr eine Verstrickung bleibt als konstante Größe bestehen. Als Hoffnungsschimmer erscheint die räumliche Trennung durch den Internatsaufenthalt Huberts. Doch bei den Besuchen zuhause beginnt die alter Leier wieder von vorne....

Xavier Dolan führt Regie und spielt selbst die Hauptrolle in seinem tragischen Erstlingswerk. Der Kanadier gilt ein wenig als vielseitiger 'Wunderknabe'. Man merkt dem vorliegenden Werk auch an, dass Potential in ihm steckt. Doch jeder muss für sich selber entscheiden, ob er diesen Dauerkonflikt zwischen Mutter und Sohn sehen möchte. Ist zwar von den Beteiligten eindrucksvoll gespielt, aber zum Teil auf einer Stelle tretend, d.h. in einer Art Endlosschleife sich beständig wiederholend.
Huberts Homosexualität ist nur ein Randthema im Handlungsverlauf und zusätzliches Sprengmaterial für die Mutter, die erst über Umwege davon erfährt.

Anne Dorval als Mutter von Hubert kann einem zum Teil doch heftigst leid tun. Sie spielt für mich am besten. Mit Suzanne Clement, Francois Arnaud und Niels Schneider holte Dolan junge Schauspieler an seine Seite, die er auch wieder in seinem nächsten Film "Herzensbrecher" besetzte.

Extras: Leider nur Trailer

Fazit: Die Sternebewertung fiel mir schwer. 3 Sterne bedeuten so auch nicht Durchschnitt für mich sondern eher Unentschlossenheit.
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5.0 von 5 Sternen Klasse Film!, 31. August 2012
Von 
Rezension bezieht sich auf: I Killed My Mother (DVD)
Selten habe ich einen Film gesehen, der mich nachhaltig so beeindruckt hat wie "I killed my Mother".

Klasse Schauspieler, ein gutes Drehbuch - mehr braucht man eigentlich nicht um einen guten Film zu schaffen. Das Verhältnis von Mutter und Sohn hat mich doch sehr an eigene Erfahrungen erinnert. Ich konnte mich sehr gut mit dem der Figur des jungen Hubert identifizieren. Und das Thema Coming Out wird auch nur sehr dezent - aber wirkungsvoll inszeniert.

Hoffentlich hört man noch mehr von dem sehr talentierten Schauspieler / Drehbuchautor / Regisseur!!!
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen I killed my Mother, 21. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: I Killed My Mother (DVD)
Einfach nur toll. Ich liebe die Zeitlupenaufnahmen, die Schauspieler...
Ich musste mir die DVD kaufen nachdem ich den Film gesehen hatte.
Empfehle sie allen die ich kenne.
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I Killed My Mother
I Killed My Mother von Anne Dorval (DVD - 2011)
EUR 12,99
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