Fashion Sale Hier klicken Strandspielzeug b2s Cloud Drive Photos Alles für die Schule Learn More sommer2016 designshop Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Summer Sale 16

  • Saga
  • Kundenrezensionen

Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
15
4,7 von 5 Sternen
Format: MP3-Download|Ändern
Preis:7,19 €
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 23. November 2001
In ihrem Debütalbum zeigen Saga ihr Konzept, aus guten Rocksongs durch melodische Ausarbeitung musikalische Kunstwerke zu machen, wohl am deutlichsten. Anspieltip: "Ice Nice". Ein nettes Liedchen, bis Bass und Synthesizer den Hörer in eine Traumwelt entführen... Mit "Climbing The Ladder", "Perfectionist" und "Give'em The Money" sind noch drei weitere Stücke dieses Kalibers an Bord, nebst den vielleicht bekannteren Klassikern "How Long" und "Humble Stance".
"Tired World" am Ende will gar nicht mehr aufhören, läßt den Hörer nicht los aus seiner Umklammerung grimmiger Gitarrenriffs, bis es am Ende das Thema aus "How Long" aufnimmt und so den Kreis schließt.
Fazit: Eine runde Sache, dieses Debütalbum, und noch besser ist, daß Saga später auch hielten, was sie mit dieser Platte versprochen haben. 5 von 5.
0Kommentar| 9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 31. März 2014
Eines vorweg:
"Saga" ist mein Lieblingsalbum der gleichnamigen kanadischen Band und für mich eines der besten überhaupt.
Nie mehr klangen Saga so ungeschliffen und doch perfekt,so direkt und und doch verspielt,so abgefahren und "space"ig,
so rockig und doch emotional.Ein unglaublich gelungenes Werk!
Sich langsam aufbauende Longtracks,bombastische Höhepunkte,eingängige Ohrwürmer,längere Instrumentalparts;
Sadlers rockig-gefühlvoller Gesang,Negus`druckvolles Schlagzeugspiel,Ian Chrichtons krachende E-Gitarre,der perfekte Baß seines Bruders Jim und...die atemberaubenden Keyboardklänge des Peter Rochon,der danach die Band wieder verließ.
Für das,was Rochon hier leistet,kann man ihn gar nicht genug loben;er spielt virtuos,verleiht dem Album einen ganz eigenen "Weltraum"-Sound,es schwebt,es kreischt,es verzerrt (angenehm)....wow!
Das Ergebnis von all dem ist Rock in einer Qualität von geradezu epischer Größe.
Wieviel Adrenalin hat diese Musik wohl schon in mir freigesetzt?
Falls es in dem Text noch nicht so richtig rübergekommen ist ;-) : Ich bin verrückt nach dieser Scheibe!
Nachdem diese Rezension,ich konnte nicht anders, in eine einzige Lobhudelei ausgeartet ist,noch dies:
Die Klangqualität ist ok,mit Abstand am Besten klingt die gute alte Vinyl-Schallplatte.
Wer sich die Musik auf CD holen will,ist für mich ganz klar mit der Polydor-Version am besten bedient.
Zum Schluß jeder Saga-Rezension weise ich nur kurz darauf hin,daß sämtliche Remasters schlechter klingen,als die "normalen" CDs.Hier werde ich mal konkreter.
Die SPV/Steamhammer (Import)-Veröffentlichungen sind mehr Desaster als Remaster.
Schon der schwache,minderwertige Druck des Covers deutet auf Lieblosigkeit hin.
Die Überarbeitung hat zu einem vordergründigeren,aufdringlicherem Klang geführt;es klingt geradezu "billig".
Hätte man mir beide CDs als Test vorgeführt,wäre ich sicher gewesen,daß die Polydor-Version die remasterte CD ist,da sie klanglich dichter am Vinyl ist und einfach "echter" daherkommt.
Höhepunkt ist dann ein fetter,wirklich FETTER Drop-Out (kurzer Abfall der Lautstärke) zum Ende hin von "Tired World".
Dieser ist weder auf der Platte noch auf der Polydor CD vorhanden.Überhaupt scheint man andere Master (Copy-?)-Bänder genutzt zu haben,da sich zB eine Stelle auf "Don`t Be Late" von "Silent Knight" deutlich von der Schallplatte und der Polydor CD unterscheidet.Wenn die vorhandenen Bänder soooo schlecht sind,daß man selbst mit moderner Studiotechnik nichts mehr machen kann,sollte man sich,falls noch existent,andere besorgen oder es einfach lassen.
Auf einem 200 Euro-Brüllwürfel mögen die Import-CDs ihre Vorzüge haben (oder auch nicht),aber auf einer einigermaßen anständigen Anlage sind die Remasters ein Total-Flop.
Bei jemandem,der den Vinyl-Klang dieser Musik gewohnt ist,löst die Remaster-CD Fluchtreflexe aus.
Dennoch weise ich darauf hin,daß es Leute gibt,die vom Klang der SPV/Steamhammer-CDs schwärmen;ich kann das nicht nachvollziehen.
Aber,um einen positiven Abschluß zu finden:
Saga haben sich mit ihrem Debut selbst übertroffen.
Eine klare Kaufempfehlung ist für mich selbstverständlich.
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. Juni 2013
Genesis und Uriah Heep machten Popmusik, Yes, Emerson Lake & Palmer, Jethro Tull und den anderen waren die Ideen ausgegangen, Deep Purple gab's nicht mehr und wer etwas auf sich hielt, hörte Punk. Dann kam Saga.
Der Saga-Erstling schlug in diesem Prog-müden Jahr 1978 ein wie eine Bombe. Bandgründer Jim Crichton und seine ambitionierten Leute (damals noch mit dem Studio-Keyboarder Pete Rochon) verstanden es, eine Vielfalt an musikalischen Ideen in eine radiotaugliche Songlänge zu bringen; die Ergebnisse waren gleichsam eingängig und komplex - man muss sich nur den ersten Single-Hit "How Long" mit seiner unverwechselbaren Hookline anhören. Dieser Titel gehört noch heute (neben "Humble Stance") zum festen Live-Repertoire.
Mit den geheimnisvollen "Chapters", die in einer merkwürdigen Reihenfolge erschienen, erzählt die Band einen Fortsetzungsroman. Die Chapters sind gewissermaßen Bestandteile eines Konzeptalbums, die über mehrere Veröffentlichungen hinweg verteilt wurden. Bereits 1978 muss also die komplette Geschichte schon "da" gewesen sein, der letzte Chapter befindet sich auf "Marathon" von 2003. Die genaue Bedeutung kennt wahrscheinlich nur der Ideengeber selbst, Jim Crichton. Auf jeden Fall spielt der "Golden Boy", der auf dem Cover von Saga I abgebildet ist, und der später im Artwork immer mal wieder erscheint, eine zentrale Rolle.
Bei den Instrumentalparts tauchen diese pfeilschnellen "Dialoge", dieses Frage- und Antwortspiel zwischen Gitarre und Keyboards auf, das bis heute ein unverkennbares Markenzeichen von Saga ist. Der Neo-Progresssive-Rock war geboren, dieses Album und die folgenden drei waren die Wegbereiter für Bands wie Marillion, IQ, Pendragon, Arena, Pallas und viele andere, wobei Saga und Marillion die einzigen Neo-Prog Bands waren, die namhafte Single Hits verzeichnen konnten (Saga vor allem in Kanada, USA und Deutschland).
Michael Sadler und auch Ian Crichton waren hier noch nicht ganz auf dem Zenith ihres Könnens (wie bei World's Apart oder Heads Or Tales), deshalb nicht die fünf Sterne, aber für Saga Fans zählt "Saga I" definitiv zu den "großen Fünf".
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 31. Oktober 2015
"Saga" erschien im Juni 1978 und ist das erste Studioalbum der kanadischen Rockband. Eingespielt wurde es von Michael Sadler (Lead Vocals & Keyboards), Jim Crichton (Bass Guitar & Keyboards), Ian Crichton (Electric and Acoustic Guitars), Peter Rochon (Keyboards, Moog Synthesizer & Vocals) und Steve Negus (Drums & Percussion). Produziert wurde "Saga" von Paul A. Gross. Alle Titel stammen von Saga, auf Coversongs wurde verzichtet.

"Saga" war damals etwas ziemlich neues. Der Prog Rock von der Gruppe kommt etwas leichter rüber, als von den englischen Kollegen wie Yes, Pink Floyd oder Genesis. Der Gruppe gelingt es direkt von Anfang an, Prog mit Pop und Rock zu mixen. Griffige Gitarrenriffs, fette Keyboardteppiche und tolle Melodien und fertig ist der Saga-Sound. Auf dem Debüt sind nur Hits, alle 8 Titel können überzeugen. `Humble stance` wird bis heute auf jedem Konzert der Gruppe gespielt. `How long?` ist auch ein wahrer Klassiker und sowas wie ihr erster Hit. Mit `The perfectionist`, `Ice nice` und `Tired world` sind richtig anspruchsvolle, tolle Tracks am Start. Ich höre das Album bis heute sehr gerne. Mit Michael Sadler hat die Gruppe auch einen charismatischen Frontmann mit toller Stimme. Und der Gitarrensound von Ian Crichton ist auch einmalig.

Saga haben 1978 eine Marktnische entdeckt. Prog Rock, der auch mal etwas poppiger sein darf und trotzdem knackig ist, Saga standen und stehen dafür. Alle 8 Titel sind hier hervorragend. Ach was labere ich noch lange, 5 Sterne für "Saga".
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Mundpropaganda aus Kanada importiert werden musste und schliesslich danach einen offiziellen
Vertrieb in Europa erhielt und speziell in Deutschland ein Renner wurde.
Die Band setzte ganz neue Massstäbe in Puncto "eingängigem" Prog-Rock der komplexe Melodiebögen
mit wahnwitzigen Breaks, Heavy-Anleihen und der markanten Stimme Michael Sadlers zu einem
einzigartigen Mix brachte.
Sie machten anfangs live den Support für "etablierte" Rockgrössen wie z.B. "Styx" und spielten
nicht nur diese an die Wand.

"How Long"(4:01) startet mit Synthesizer-Trigger von einem markanten Rock-Riff untermalt und
öfter gebreakt durch Synthie/Gitarren-Melodien in Parallel-und Doppelparts.

Sphärisch, rhythmusbetont und eingängig folgt "Humble Stance" (5:50)ebenfalls abwechselnd
mit allerlei Melodie- und Soundeinlagen.

"Climbing the Ladder" (4:45)überzeugt in gleicher Weise mit starkem Rock-Riff und
starken Synthie-Parts.

Noch mehr Abwechslung wird mit "Will It Be You?" (Chapter Four 7:13)gegeben in dem
das Stück noch mehr Atmosphären und Instrumental-Arrangements sowie unvorhersehbare
Breaks anbietet.

Lyrisch-atmosphärisch und trotzdem treibend kommt der "Perfectionist" (5:46) so was
von eingängig rüber, dass er nie mehr aus dem kopf geht.

Anfangs düster-sphärisch wird "Give 'Em the Money" (4:25) auf den Weg gebracht bevor
es auch hier wieder vor Synthie-und Gitarreneinlagen nur so kracht.

Ruhig geht es an mit "Ice Nice" (6:55) bevor ein dichter Rhythmus-Teppich die Basis
für Synthie-und Gitarrensoli schafft.

In ähnlicher Weise bringt "Tired World" (Chapter Six 7:06) die Platte zum Schluss.

Auch nach nunmehr 33 Jahren ist die Scheibe immer noch ein Knaller und das wird
sie auch immer bleiben.

- Ian Crichton / guitar
- Jim Crichton / synthesizer, bass, guitar (bass), Moog synthesizer
- Peter Rochon / keyboards, vocals, Moog synthesizer
- Steve Negus / percussion, drums
- Michael Sadler / guitar (bass), keyboards, vocals
66 Kommentare| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 23. Januar 2016
SAGA
hab ich als Part-Time-Tramper zum ersten Mal 1985 auf dem Weg von Kiel nach Neumünster im Auto des mich freundlicherweise mitnehmenden Autofahrer's Frank W. gehört. Das ist nicht nur lange, SEHR lange her, sondern auch ganze sieben Jahre nach Veröffentlichung der hier zu besprechenden ersten SAGA! Vielen Dank also nochmal an den furchtlosen Frank für jenes SAGA-Intro/die Möglichkeit, eine der eigenständigsten, innovativsten, langlebigsten, versiertesten, zähesten Bands der Rock-Geschichte kennenlernen zu dürfen.
.
.
DIE MUSIKER/DIE PERFORMANCES (5 Sterne)
Ian CRICHTON (guitars), Jim CRICHTON (bass, keyboards), Steve NEGUS (drums), Peter ROCHON (keyboards, vocals) und Michael SADLER (lead vocals, keyboards) kannte damals in Deutschland kein Mensch - woher auch? Genauso unbekannt wie die Musiker selbst waren auch ihre instrumentalen/gesanglichen Fähigkeiten: Wo hatten alle Beteiligten bloß ihr Hand- und Fußwerk gelernt, wieso konnten die selbst damals schon so gut spielen und singen (siehe auch*) und wo genau kamen die eigentlich her (also auch musikalisch)?

Als kanadischer Import machten es sich SAGA im Gegensatz zu ihren Landsleuten RUSH ungleich leichter, indem sie gar nicht erst anfingen, instrumentell, kompositorisch, produktionstechnisch, soundmäßig derart abzudrehen, dass nur noch eine Handvoll Freaks folgen konnte. Beim Vergleich von RUSH's ebenfalls 1978 erschienener, extrem verfrickelter (dennoch essentieller) HEMISPHERES mit der ersten SAGA sind mehr Gegenteile als Parallelen erkennbar. Und genau aus diesem Grund würde ich SAGA auch nicht zwingend als Prog-Rock-Kapelle bezeichnen (als die sie immer noch und immer wieder gerne hingestellt werden), sondern eher als „Sophisticated Rock-Band mit Mass-Appeal“ (oder so ähnlich).
.
.
DIE MUSIK/DIE KOMPOSITIONEN (4-5 Sterne)
HOW LONG, HUMBLE STANCE, CLIMBING THE LADDER, WILL IT BE YOU?, PERFECTIONIST, GIVE 'EM THE MONEY, ICE NICE, TIRED WORLD kann man im Nachhinein wohl fast alle als SAGA-Klassiker bezeichnen. Das konnte man damals bei Veröffentlichung selbstverständlich nicht ahnen, aber allein die Tatsache, dass selbst heute noch so einige davon live (nicht zwangsweise besser) gespielt werden, zeugt von deren Popularität/Qualität. Hier haben wir also die Ur-Versionen und die zeichnen sich natürlich durch einen gewissen BEGINNER'S-Charme aus, was weniger bedeutet, dass die Jungs in irgendeiner Weise amateurmäßiger, schlechter, unbeholfener performed hätten als später, sondern vielmehr, dass sich die Songs durch permanentes Spielen im Laufe der Dekaden schlicht verändern haben, wie gesagt nicht immer zum Guten. So gesehen (oder besser gehört) gefallen mir z.B. HOW LONG oder HUMBLE STANCE oder PERFECTIONIST im Vergleich mit neueren Live-Versionen dieser Songs deutlich besser, weil sie noch akkurater, frischer, genauer, unverbrauchter, zackiger gespielt werden.

Die prototypischen SAGA-Zutaten sind dennoch bereits alle vorhanden: abgehackte Bass/Guitar-Unisono-Läufe über stehenden Keyboard-Teppichen kommen selbst hier schon wie aus dem Maschinengewehr - sowas hatte die Welt in dieser Ausprägung noch nicht gehört! Dazu diese unbeschreiblichen/unerhörten/unvergleichlichen (und unvergleichlich attraktiven, gleichzeitig aber auch anspruchsvoll-technisch-virtuosen) Gitarren/Keyboard-Duelle, mal auseinander hin und her, mal mehrstimmig zusammen – nicht einfach nur schnell, sondern auch einfach grandios, IMMER NOCH!

Dann Bass und Schlagzeug: Die fallen genau dadurch auf, dass sie scheinbar nichts oder nicht viel machen, kann doch jeder, haha – ja, denkste! Steve NEGUS möchte ich als Trommler bei SAGA beispielsweise mit John BONHAM bei ZEPP oder Nick MASON bei FLOYD oder Ringo STARR bei den BEATLES vergleichen – bei allen galt/gilt: WENIGER ist MEHR (abgesehen von den elementaren/grundsätzlichen/zweifellosen Unterschieden bezüglich Attitüde/Sound/Technik, versteht sich!). Wie meinte irgendein Zeit-Zeuge in irgendeinem Interview zum Thema „Musikalische Reduktion“ doch mal so treffend: „It's not what he's actually playing, it's more what he doesn't“ – wohl wahr! Abgesehen davon ist er ja wohl einer der groovensten Shuffler auf diesem Paneten (zumindest gewesen).

Die Keyboards waren bei/für SAGA von Anfang an schon immer essentiell wichtig, SAGA in den Augen und Ohren vieler Konsumenten eine Keyboard-Band mit ansprechenden (obwohl anspruchsvollen) Arrangements, exhibitionistscher E-Gitarre, gewöhnungsbedürftigem Gesang, mitreißenden Melodien, reduzierten (aber rigorosen) Rhythmen, sensationellen Soli und und und. Wenn man sich Band-Fotos der Anfangstage anschaut, kann man darauf CRICHTON am Bass-MOOG, ROCHON an diversen 70er-Jahre-Keyboards und SADLER ebenfalls an den Tasten erblicken – alle in einer Reihe SITZEND(!) und im Falle von SADLER noch mit Löwenmähne und Rauschebart! Naja, das sollte sich wenig später (und zugunsten einer deutlich größeren Publkums-Attraktivität) ändern.

*SAGA's Gesang ist eine Sache für sich: Was Mr. SADLER (hier auf diesem Erstlings-Werk von Keyboarder ROCHON unterstützt) gesanglich abliefert, lässt zwar schon den selbstbewussten, sympathischen, unterhaltsamen Michael späterer Tage erkennen, wirkt aber noch leicht affek- und exaltiert, künstlich, operetten- und zaghaft, auf gar keinen Fall funky oder heavy oder poppy oder rocky. Nein, der Klang, der Umfang, das Vibrato, das Volumen seiner Stimme, die Art und Weise wie SADLER sie einsetzt, sind hier noch oder schon ziemlich speziell. Manche liebten früher genau diese neue Stimme, andere überhaupt nicht. Das hat sich bis heute kaum geändert (genau wie auch seine Stimme selbst).
.
.
DIE ARRANGEMENTS/DIE EXPERIMENTE/DIE INNOVATIONEN (5 Sterne)
Der prototypische SAGA-Sound wird auf dieser Scheibe zwar gerade erst definiert, klingt aber bereits ganz und gar erwachsen. Die Jungs scheinen eben schon damals ziemlich genau gewusst zu haben, was sie wollten, vor allem auch, was sie KONNTEN. Nichts klingt hier wie ein ängstliches, halbherziges, unentschlossenes Debut, sondern stellt eher die Frage, warum denn erst 1978? Naja, gut Ding wollte wohl Weile haben...
.
.
DIE PRODUKTION/DER SOUND (4 Sterne)
dieser 78er-Platte war selbstverständlich 100% ANALOG. Alles Hörbare wurde tatsächlich noch von Menschen aus Blut und Fleisch mit deren Füßen und Händen direkt, live oder auch nacheinander auf ein rotierendes Analog-Tape gespielt. OK, das Intro des ersten Song's der ersten Seite des ersten SAGA-Album's HOW LONG könnte unter Umständen bereits ein Sequencer gewesen sein, aber eigentlich „eiert“ der dafür zu sehr, was wiederum auf tatsächliches Spielen hindeutet.

Apropos spielen: Alles und Jeder ist immer gut bis sehr gut zu hören: Ian's Klampfen braten, koppeln, singen ohne jeglichen metallisch-modischen Anflug, Jim's Bass/sein Bass-Synthesizer verdienen ihre tieffrequente Bezeichnung tatsächlich, Michael's Gesang wird leicht mittig/nasal in Szene gesetzt, Peter's Keyboards fauchen/flangen/flöten, quäken/quieken/quietschen, wabern wohltuend und Steve's Becken klingeln und zisseln silbrig/seine (noch nicht E-)Drums bollern bis auf die Snare authentisch/old-fashioned/voluminös – alles in allem ein durch und durch angenehmer, ausgewogener, organischer, voller, warmer Wohlfühl-Sound. Ach ja, von den drei mir vorliegenden Versionen (Original-LP, erste CD-Ausgabe von BONAIRE, neuerlich remasterte CD von JVC) klingt die alte Platte erwartungsgemäß am besten.
.
.
DAS COVER/DER UMSCHLAG (2 Sterne)
war damals eine simple LP-Papp-Hülle in Weltraum-Optik mit dem SAGA-Symbol auf der Vorderseite (diese güldene Libelle, dieses Space-Insekt) und der Tracklist auf der Rückseite. Innen dann die eigentliche LP in standardisierter, unbedruckter, weißer Papier-Tüte – das war's. Keine Fotos, keine Klappung, kein Poster, keine Texte, noch nicht mal Credits! Die bisherigen CD-Ausgaben orientieren sich ganz offensichtlich an dieser Spartanität, zu Deutsch: auch hier bekommen wir außer der originalen Musik (abgesehen von mehr oder minder sinnfreien Boni) quasi nichts weiter – sehr schade, da wäre deutlich mehr drin gewesen, z.B. die schon seit Dekaden überfällige Deluxe-Edition!
.
.
THE BEGINNER'S GUIDE TO SAGA
Jaja, die erste Platte: charmant/eigenständig/innovativ, kraftvoll/mutig/selbstbewusst, stilsicher/trend-setting/überaus überraschend. HOW LONG gedachten die kanadischen Perfektionisten Ian CRICHTON, Jim CRICHTON, Steve NEGUS, Peter ROCHON und Michael SADLER damals wohl, ihre Musik genau so weiter machen zu können - 3 Jahre, 5 Jahre, vielleicht sogar 10? Nun, mittlerweile sind bekanntermaßen mehr als TEN THOUSAND DAYS rum, Michael wieder und SAGA immer noch da, hey-hey!

Zum Zeitpunkt ihres Erscheinen's hat die Platte keinen nennenswerten Eindruck auf mich gemacht, heute dafür umso mehr – welch ein Wahnsinns-Debut, qualitativ vielleicht vergleichbar mit den jeweils ersten Scheiben von EMERSON, LAKE & PALMER (self-titled/1970) oder GENESIS (TRESPASS/1970) oder KING CRIMSON (IN THE COURT OF THE CRIMSON KING/1969) oder JETHRO TULL (THIS WAS/1968) oder SUZI QUATRO (self-titled/1973) oder UK (self-titled/1978) oder oder oder. Alles Scheiben mit extrem eigenem Gesicht, ein eigenes/neues Genre definierend, bereits damals schon und auch jetzt immer noch: überzeugt und überzeugend!
.
.
HAAX/Kiel
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. Mai 2007
Kaum ein pluggerndes Synthesizerintro hat sich so eingeprägt wie Saga`s Opener "How Long", kein Schlagzeug leistete perfektere Rythmusarbeit und keine Gitarre krachte so knackig mitten hinein ins Herz des Rockfans. Eine perfekte Kanadische Rockmaschinerie walzte 1978 auf die Fans zu und hinterlies auch noch Jahre danach ihre Spuren in der Musiklandschaft.Musikalische Fabelwelten wie" Tired World" oder auch ""Will it be you"(geniale Musikalische Drehungen und Wendungen),wurden durch grandiose Keyboards und Gitarren miteinander verschmolzen und Michael Sadlers Stimme verknüpfte die grandiosen Soundcollagen mal melancholisch(Humble Stance)und(Ice Nice) aber auch zupackend und kernig(Climbing the Ladder/Give èm the Money) miteinander.Bei "The Perfectionist" lassen es Saga nach allen Regeln der Kunst krachen. Ein zeitloses Debut nach Maß.
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. Dezember 2012
zugegeben- ein glänzendes debut! aber sie wußten sich noch zu steigern (siehe silent knight)
die fast schon klinisch sterile perfektion (die einer band wie saga durchaus steht),wird hier noch nicht ganz erreicht.
dennoch sind hier zumeist meilensteine vertreten,die bis heute gültigkeit haben.
die produktion ist für die damalige zeit echt ok und das artwork spricht für sich
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. Juli 2012
Ich glaube diese "Scheibe" umschreibt SAGA voll und ganz: Perfektionistisch, melodisch, experimentell und dennoch rockig. Nicht schlecht seinen Stil mit der ersten Veröffentlichung so heraus zu stellen!
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 12. Mai 2013
Sehr gutes Konzeptalbum von Saga mit interessanten Texten. Reisst einen in eine andere, in meinen Augen futuristische Welt. Man kann sich die sphärischen Synthesizerklänge wirklich bildlich vorstellen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen