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am 15. Februar 2009
Ich gehöre auch zu denen, die das Twilight- Fieber voll erwischt hat. Ich habe die Bücher nur so verschlungen. Sicherlich ist daher meine Bewertung etwas milder und positiver mit Rücksicht darauf, dass eine Autorin es geschafft hat mich zu begeistern und mit in ihre Welt zu nehmen. Egal wie gut oder schlecht sie schreibt.
Denn zugegebener Maßen muss ich den negativ Kritiken, die laut wurden Recht geben. Stephenie Meyer ist eine mittelmäßig untalentierte Autorin. Sie hatte nur das Glück eine gute Idee zum rechten Zeitpunkt zu haben, mit der sie den Nerv einer Generation getroffen hat.

Es tut natürlich schon ein bisschen weh, wenn man in einer Geschichte, die einen so fasziniert seitenweise Belanglosigkeiten lesen muss und Dialogen lauscht, die einem die Nackenhaare sträuben lassen. Gerade die Dialoge sind teilweise so peinlich, dass man sie in die Kategorie "Fremdschämen" einordnen kann.

Während ich das alles im ersten Band verschmerzen konnte wurde es im Fortlauf der Bücher nur schlimmer (zusammen mit der Tatsache, dass die Hauptfigur Edward nur noch zum jämmerlichen Statisten degradiert wurde). Bei den vorab negativen Kritiken zu hier besprochenem Band 4 hatte ich die Sorge, dass Stephenie Meyer mit diesem Buch den Abschluss und damit das Gesamtbild der Reihe komplett beschädigen würde. Ich bin daher mit recht niedrigen Erwartungen ans Lesen des Buches gegangen.

Letztlich hat sich für mich bestätigt, was ich ohne den vierten Band zu lesen nicht aussprechen wollte: Es wäre besser gewesen, nach dem ersten Band keine Fortsetzung zu schreiben.
Mir hat der vierte Band nicht sonderlich gefallen und ich möchte kurz erklären warum.

Es ist nicht die Geschichte an sich. Daraus hätte was werden können.

Das größte Manko ist, dass dieses Buch ohne Höhepunkte dahinplätschert. Es wird zweimal ein Versprechen eines großen Konfliktes gemacht, das dann nicht eingehalten wird. Zunächst der Kampf des Wolfsrudels mit den Cullens und dann der Kampf zwischen den Volturi und den Cullens. Die einzigen Momente in denen Spannung aufgebaut wird und dann zieht die Autorin den Schwanz ein und lässt alles friedlich verpuffen. Dabei wird solang darauf hin gearbeitet. Manche mögen sagen, das sei mal was anderes, oder das ist doch "moralisch toll", aber als Leser interessiert mich das nicht. Ich bin enttäuscht. Das ist schriftstellerisch einfach schlecht.
Zumal das Buch so keine Auflösung erfährt. Die Entscheidung bzw der Konflikt ist vertagt, nicht beseitigt. Als Leser frage ich mich, warum dann überhaupt die letzten 300 Seiten??

Man merkt es auch an Einzelpassagen, dass die Autorin scheinbar Angst vor direkten Konflikten hat. Sie zeigt kaum ernsthafte Auseinandersetzungen. Man erfährt sie nur im Dialog oder in der "was wäre wenn" Perspektive.
Als Leser will ich aber Auseinandersetzungen nicht beredet bekommen, sondern gezeigt. Konflikte rein auf Dialoge beschränkt wirkt sehr Soapopera- artig.
Beispiel: Die erste Sexszene. Man sieht wie Bella zum Strand hoppelt, dann kommt der Schnitt alles ist vorbei und Edward macht sich Vorwürfe nach dem Schema:
"Ich bin so schlimm."
"Nein bist du nicht."
"Doch bin ich wohl."
"Nein bist du nicht" usw. (Leicht überspitzt.)

Warten im Buch ist genauso wie im wahren Leben: Langweilig.
Erst wird endlos auf die Geburt gewartet, dann ist das Buch schon halb rum.
Dann wird endlos auf die Volturi gewartet. Das einzige weswegen man die lahme Warterei erträgt, ist der spannenden Kampf am Ende. Aber der kommt nicht. Stattdessen... Sie ahnen es: endloses Gerede. Konflikt beschränkt auf Dialog.
Wozu brauche ich da zwei faszinierende Vampirarmeen? Konflikt nur im Dialog bekomme ich bei meinem Nachbarn. Zähnefletschende, augenblendende, blutige und wie sonst auch immer vampiristisch geartete Auseinandersetzung kann mir mein Nachbar nicht bieten, das hätte das Buch tun sollen. Verschenktes Potential.

Zweite große Manko verstößt gegen die Regel: Kein Held ohne Opfer.
Die Autorin scheint nicht nur Konflikten aus dem Weg zu gehen, sondern sie scheint auch Angst zu haben ihre Helden leiden zu lassen (Mit Ausnahme der zeitlich begrenzten Schmerzen durch Schwangerschaft und Umwandlung).
Wirkliche alle Bedenken, jedes Opfer, das Bella aufbringen muss um mit Edward zusammen zu sein wird glatt gebügelt.
Sie ist ein "lieber" selbstbeherrschter Vampir.
Wölfe und Vampire versöhnen sich.
Jakob ist nicht mehr in sie verliebt.
Sie muss nicht auf Nachwuchs verzichten.
Die Trennung von Charlie wird umgangen und und und.
Das war es doch, was die Liebe von Edward und Bella ausgemacht hat. Liebe gegen jede Vernunft, trotz aller Unmöglichkeiten. Das lässt Liebe groß erscheinen und erst das Opfer macht die Sache zu etwas Besonderem.
Dass den beiden jetzt nichts mehr im Wege steht zum vollkommenen Glück ist zwar schön und man wünscht es sich als Leser auch, aber es ist schlichtweg langweilig.
Allversöhnung mag im wahren Leben eine nette Vorstellung sein, in der fiktionalen Literatur ist sie fehl am Platz.

Die Magie aus dem ersten Buch fehlt völlig. Damals als Edward noch etwas Besonderes war. Als ihre Beziehung noch etwas Intimes hatte. Der Reiz des ersten Buches war hauptsächlich Edward und das leicht Mysteriöse. Doch Edward ist nur noch Teil eines großen ganzen. Vampirismus, die Cullens sind nichts Besonderes mehr. Als Handelnder ist Edward im Buch kaum noch zu sehen, er ist Statist, mehr nicht. Sowohl das Unschuldige, als auch die Faszination der Beziehung zwischen Edward und Bella ist in diesem Buch nicht mehr gegeben. Zumal Bella auch ein völlig neuer Charakter ist. Nicht mehr das hilflose tolpatschige Mädel von nebenan.

Der einzige Lichtblick für mich ist der Anfang des dritten Teiles: die Verwandlung Bellas in einen Vampir. Ziemlich gut beschrieben. Man fühlt mit Bella mit, sieht alles neu durch ihre Augen.

Ansonsten wie in den vorigen Büchern: Zu viel Belangloses, was man hätte verdichten können, nein, müssen.

Wie man dieses Buch bewertet liegt sicherlich daran, was man für Erwartungen hat.
Wenn man einfach nur mehr von Bella und Edward haben will, dann kann man zugreifen und wird mit einem mittelprächtigen Buch bedient.
Wenn man auf ein ähnliches Gefühl wie beim Lesen des ersten Bandes hofft, sollte man besser die Finger weglassen. Dieses Vorhaben ist zwangsläufig zum scheitern verurteilt denke ich. Da hätte Stephenie Meyer schreiben können was sie wollte.

Daher vergebe ich trotzdem noch drei Sterne, da ich Bella und Edward bewerte und nicht Band 4 als allein stehendes Buch.

DIes ist eine schreib-wish.de Rezension
[...]
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TOP 1000 REZENSENTam 30. Dezember 2011
Ich habe dieses Buch schon vor Jahren gelesen. Deshalb hatte ich also viel Zeit mir eine Meinung zu diesem Thema zu bilden.
Auch ich habe mich in das erste Buch verliebt, auch ich habe dann sofort die Folgeromane gekauft und praktisch verschlungen wie so viele andere Mädchen und Frauen vor und nach mir.

Trotz des ganzen Fankults um Bella und Edward muss es aber doch möglich sein, sich hier auch kritisch zu äußern, denn man kann die Mängel in den Romanen ja nicht wegleugnen bloß weil man sich in die Protagonisten verliebt hat.

Nach den ersten Bänden hatte ich schon im dritten das Gefühl, dass hier etwas künstlich am Leben erhalten wird, das längst klinisch tot ist.
Hier nun kommt es zum fulminanten Ende: endlich schaltet Frau Meyer die Aparate ab!

Edward:
Ich finde nichts mehr interessant an Edward, der hier zu einer ziemlich weichen Nebenfigur verkommt. Er jammert etwas rum und hat Angst um Bella (ist ja nichts neues mehr). Er wird in den Hintergrund gestellt, obwohl er doch die eine Figur ist, die jeder Leser gerne im Mittelpunkt haben möchte, ja der Grund für all die schmachtenden Teenager und höher schlagenden Frauenherzen! Wir haben uns NICHT in die gottgleiche Bella verliebt.

Jacob:
Ich mag Jacob, aber wozu wird ein Teil dieses Buches aus der Sicht von Werwolf Jacob erzählt, wenn jeder einmal so gerne lesen würde, was denn Edwards Gedanken sind, während seine Frau stirbt oder sein Kind geboren wird? Jacobs Geschichte wurde im dritten Roman erzählt, eigentlich ist er hier nicht mehr relevant - jedoch kann sich Frau Meyer nicht von ihrem heimlichen Liebling trennen und so gibt es hier mehr von - tatatata - Jacob.

Sex:
Nach drei Büchern, in denen Erotik ein Fremdwort ist, haben sich millionen Fans auf der ganzen Welt auf die Hochzeitsnacht von Bella und Edward gefreut. Als es dann endlich soweit ist, bin ich mit offenem Mund vor dem Buch gesessen und musste herzhaft lachen! Wow, ich habe selten eine größere Enttäuschung erlebt wenn ich mich auf ein Buch gefreut habe!

die Schwangerschaft und Renesmee:
Warum ein Teenager nach der Hochzeit gleich schwanger werden muss sei jetzt dahingestellt. Ob das wirklich nicht schädlicher für jugendliche Leserinnen ist als ein bisschen ordentlicher Sex mit Verhütung in einem Roman ;-) möchte ich jetzt nicht diskutieren. Edward hat mich hier so sehr enttäuscht: Von Vaterfreuden spürt man hier nicht viel, denn Edward hat sein Kind höchstens zwei mal im Arm und ist jetzt nicht nur ein Weichei, sondern auch ein Weichei mit den falschen Prioritäten. Denn wenn Frau Meyer schon Schwangerschaft und Mutterschaft mit in diese Geschichte schmeißen muss, warum dann nicht richtig? Sie ist doch selbst Mutter und könnte so viel echte Emotionen hier einfließen lassen....

Aber auch das wird hier nebensächlich, denn nun ist die fabelhafte Bella:
endlich kein kleiner Tollpatsch mehr, sondern nach einer Mörderschwangerschaft und ihrem eigenen Tod eine sexy Topmodel-Supermegaheiße-Obervampirtussi!

Zum Glück ist Bella megatalentiert und kann sich so mit ihrem Papi versöhnen, eine tolle Mutti sein, ihren Mann sexuell befriedigen, ihren besten Freund in die Familie aufnehmen, ihre ganze Sippschaft vor dem sicheren Tod bewahren ohne einen Finger zu krümmen und dabei immer eine schicke Frisur haben.
Am Ende gibt es hier keine Verlierer, nur Gewinner. Alles geht gut, alle sind happy, alles ist einfach genauso perfekt wie pretty Bella.

Ja ich bin begeistert und wünsche jedem viel Spaß beim Lesen dieses genialen Werkes, und wem das nicht genug ist, der kann sich das Ganze dann a detail im Kino anschauen (oder auf DVD) und sich an diesem preisgekrönten Kunstwerk erfreuen, das gleich auf zwei Filme ausgedehnt wurde, damit auch ja keine Sekunde der spannenden Handlung verloren geht. Jippie ich freu mich soooo.
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am 19. Februar 2011
Mit der Biss-Reihe (Biss zum Morgengrauen, Biss zur Mittagsstunde, Biss zum Abendrot) hat Stephenie Meyer schnell eine treue Fangemeinde gefunden. Jedes Jahr erschien ein Band um die Liebe zwischen Bella Swan und dem Vampir Edward Cullen. Mit dem Band Biss zum Ende der Nacht findet die Reihe nun ihren Abschluss.
Das Buch beginnt, wie andere aufhören, nämlich mit der Hochzeit der Protagonisten.
Schon da beschleicht einen das Gefühl, dass sich dieser Band von der bisherigen Liebesgeschichte unterscheidet. Bella fährt schon auf den ersten Seiten einen sündteuren, von ihrem Verlobten finanzierten Wagen und trägt Designerkleidung, die ihre beste Freundin ausgesucht hat.
Wie passt das zu der liebenswerten, ungeschickten Bella, die sich so gar nichts aus solchen Sachen macht? Gar nicht, aber das ficht die Autorin nicht an.
Sie beschreibt einfach weiter, wie reich und wie toll Bella und Edward nun sind und was sie nicht alles können, zum Beispiel in den Flitterwochen auf einer Privatinsel mit viel Sonne.
Macht Sinn, wenn der Bräutigam untot ist und funkelt.
Bella ist also nun reich und schön und schön und reich und während Stephenie Meyer noch mal erklärt wie schön die reiche Bella nun ist, geht irgendwie Edward verloren. Nicht in der Handlung, aber sein ohnehin nicht sehr lebendiger Charakter tritt völlig in den Hintergrund. Einzig als Stichwortgeber scheint er noch zu agieren, immer darauf bedacht, vielleicht noch ein Opfer für seine Bella zu bringen. Was will man auch machen, bei einer so schönen Frau?
Mittlerweile ist man dann auch wieder in Forks und der Leser wartet mit Spannung auf, nun ja, Spannung.
Es gäbe ja durchaus einen Grund für die Werwölfe jetzt auszuflippen und die Vampire zu bekämpfen.
Da aber in Meyers Universum alles so harmonisch ist, reden sie einfach mal drüber.
Kann man ja auch verstehen, Mensch.
Wo doch alle so o.k. sind.
Macht ja auch nichts, denn mit den Volturi gibt es ja noch einen Gegner und der Showdown schleicht näher.
Und dann schleicht er weg und nichts ist passiert.
Die Liebenden haben kein Opfer bringen müssen, nicht eins.
All die Sorgen, die Tragik die in einer solchen Liebe liegt, alles löst sich in Wohlgefallen auf.
Bella muss nicht auf ihren Vater, ihre Freunde verzichten, es gibt keine Konflikte, nirgends und es hätte mich nicht gewundert wenn auch noch alle übersinnlichen Wesen einen Stuhlkreis bilden und sich mal richtig aussprechen.
Es ist so schade, Stephenie Meyer hätte eine wirklich einzigartige Reihe schaffen können.
Dann hätte sie nur dieses Buch nie schreiben dürfen.
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am 3. März 2011
Hier haben wir nun den abschließenden Teil der Twilight-Saga und ich muss sagen, dass dieser Band der mieseste von allen ist.
Die Charaktere und die Handlungen im Buch sind dermaßen realitätsfern, dass man sich fragt, ob die Autorin manchmal in der Schule gemobbt wurde und sich im kleinen Kämmerchen ihre pefekte Traumwelt geschaffen hat, dabei aber Dinge wie Beziehungen, Liebe, Sex, Reichtum, Erfolg niemals selbst erlebte, um zu wissen, wie das alles in der Wirklichkeit abläuft.
Zunächst wird Bella ja als tollpatschige, immer von allem und jedem genervte Unerfahrene dargestellt, die nicht gern im Mittelpunkt steht und es lieber einfach mag. Trotzdem wird sie von allen angehimmelt und verfolgt. Man fragt sich, wieso? Und auch der unnahbare Edward steht natürlich auf Bella. Die verkrampfte Beziehung geht einem schon von Anfang an auf die Nerven. Man hat das Gefühl, die beiden könnten niemals glücklich sein, weil sie sich nicht einigen können, wer dem anderen am meisten Leid zufügt und wer an irgendwelchen Nichtigkeiten mehr Schuld hat.

Doch plötzlich, im 4. Teil, fährt sie mit einem Mercedes mit raketensicherem Glas durch die Gegend, welchen ihr Edward einfach mal so, ohne Einkommen, finanziert hat. Dieser ist natürlich "noch nicht mal in Europa erhältlich!" Bella ist, nach eigenem Empfinden, das einzige Gesprächsthema der Stadt, da sie jetzt ihren Verlobungsring trägt, der jedem auf 500m Enfernung sofort auffällt. Die Hochzeit ansich wird relativ kurz abgehandelt, wobei hier wieder eine der furchtbarsten Eigenarten der Autorin zutage tritt: Alles, wirklich alles, ist bereits erledigt! Das, was einen guten Roman ausmacht, nämlich lebensnahe Details, die nicht unbedingt immer etwas mit dem Fortgang der Geschichte zu tun haben müssen, werden einfach weggelassen.
Die Feier ist in gefühlten 2 Stunden von anderen organisiert worden, das von Alice ausgesuchte und gekaufte Kleid passt wie angegossen und Bella wird fertig angezogen, geschminkt und halb zum Altar getragen. Auch im weiteren Verlauf des Buches wird alles aus der Luft gezaubert. Die Flitterwochen finden, klar, auf einer bisher unbekannten Privatinsel mit eigenem Personal statt. Als Bellas Risikoschwangerschaft ansteht, hat Carlisle zufällig eine kleine Intensivstation in seinem Arbeitszimmer, Bella und Edward bekommen ein Haus geschenkt, welches schon perfekt und vollständig eingerichtet ist (mit von Alice mit neuen Designerklamotten gefülltem Kleiderschrank, versteht sich). Und, oh Gott, immer diese ganzen Seidenkleider und Dessous, das ist doch alles gaaar nicht Bellas Ding (aber Wunschtraum der Autorin anscheinend)! Allgemein scheinen die Cullens einen unerschöpfbaren Geldvorrat zu haben, denn sie können es sich leisten einen dekandenten Lebensstil zu führen, der so gar nicht zu den Beschreibungen des mitfühlenden Carlisle und der fürsorglichen Esme passt (Klamotten nur einmal tragen und dann wegschmeißen, Spenderblut missbrauchen, teure Geschenke an die undankbare Bella etc.) Die Höhe ist, als Bella zur Hochzeit eine Kette von den Volturi geschenkt bekommt, was von den anderen nur beiläufig mit "Ach, jetzt ist klar, wo ein Teil der Kronjuwelen hin verschwunden ist" kommentiert wird. Wie lächerlich.

Auch Versuche einen Aha- Effekt zu erzeugen, gelingen Stephenie Meyer nicht. Oh Mann, was könnte der Fötus halb Vampir, halb Mensch wohl als Nahrung brauchen? Auf Blut, kommen die Cullens allerdings erst sehr spät, obwohl sich ihre Gedanken ja permanent um ihren "Durst" drehen müssten. Weiterhin schafft die Autorin es immer wieder Probleme an den Haaren herbeizuziehen, die völlig übertrieben dramatisiert werden und dann einfach verpuffen. Bella süffelt in ihrem ramponierten und schutzlosen Zustand Blut aus der Tasse und keinen der Vampire interessierts. Aber EIN Tropfen Blut aus Bellas Finger bringt im zweiten Teil alle zum Ausrasten. Außerdem ist sie plötzlich die disziplinierte Supervampirfrau, die Edward nur noch in den Schatten stellt. Er spielt in diesem Teil eine reine Nebenrolle, so wie alle anderen auch. Bella ist stärker, schöner und lernfähiger als alle anderen und das Treffen mit Charlie läuft ohne Probleme ab. Das Kind Renesmee Carlie Cullen (kein Kommentar), kann ebenfalls alles und ist einem schon vom ersten Lebenstag an unsympatisch.

Ok, hier höre ich auf, ich denke, den Rest und die endlosen Sinnlosdialoge kann man sich sicherlich vorstellen. Diese Bücherreihe, hat ihren Erfolg einzig und allein der guten Idee zu verdanken, deren Potential die Autorin allerdings mehr als verschenkt hat.
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am 29. August 2010
Normalerweise schreibe ich keine schlechten Rezensionen, aber dieses Buch als Abschluss einer so schönen Saga liegt mir dermaßen auf der Seele, dass ich mal meinen Unmut hier äußern muss.

Nichts gegen Twilight: Ich habe Band 1 und 2 verschlugen und mir dann direkt den schönen 4-Bände-Schuber zugelegt, weil ich so richtig im "Fieber" war. Nach Band 3 dachte ich, naja vielleicht ein Durchhänger vor dem großen Finale, aber Band 4 wird sicher wieder top...
Weit gefehlt!
Was HÄTTE man nicht alles aus diesem tollen Setting machen können! Sympatische Charaktere, tiefe Gefühle, spannende Konflikte - alles da! Und dann kommt Frau Meyer und schreibt DAS ...

1. Inhalt:
Der totale Schwachsinn, und das auch alles noch in epischer Breite! Kitschige Traumhochzeit, Bella wird sexsüchtig, Horror-Schwangerschaft im Zeitraffer, Verwandlung in "Super-Bella" - eine Peinlichkeit nach der anderen! Von Logik-Patzern (die man verzweifelt versucht dem Leser plausibel zu machen) will ich mal gar nicht anfangen.

2. Spannungskurve:
Am laufenden Band werden Probleme aufgepustet die sich jedesmal (meist schon nach 20 Seiten) in Luft auf lösen. Zwischendurch immer wieder seitenweise langweiliges "Füllmaterial", das sich zieht wie Kaugummi. Man wartet und wartet um hinterher zu erfahren dass es gar kein Grund zur Sorge gab. Alle bekommen immer was sie sich wünschen und sind ja so glücklich.

3. Charaktere:
- Bella&Edward. "Wir sind jetzt reifer und erwachsener" schön und gut, aber wenn jemand so urplötzlich alle seine Ideale über Bord wirft um den anderen zu gefallen, kommt das ziehmlich unglaubwürdig. Bella wird sowas von selbstbewust und dominant, dass Edward total in ihrem Schatten versinkt.
Noch unsymatischer als die "neue Bella" ist dieses unglaublich süße Kind, das ja soo unglaublich süß ist.

- Die Wölfe. Jacob schnallt einfach nicht dass er nichts zu wollen hat, und läuft immer und immer wieder in die selbe Sackgasse ohne Verstand und Selbstwertgefühl. Das Wolfs-Rudel läuft arbeitslos durch die Gegend und alle fallen sich gegenseitig auf die Nerven.
Hinterher darf man dann auch noch erfahren, dass es gar keine Werwölfe sind.

- Die Cullens. So spannend wie jede Durchschnitts-Familie. Dass etwas gefährliches und mythisches an ihnen ist, hat man schon auf den ersten paar Seiten vergessen.
Stattdessen laufend dieses "wir sind ja so herzensgut"-Getue. Dann verprassen sie wieder Unsummen für ihren verschwenderischen Lebensstiel: Edel-Klamotten, Luxus-Autos, Insel mit Personal, Bestechungsgelder,... also da wird einem echt übel.
Achja, Spender-Blut (welches jawohl für kranke Menschen gedacht ist) kann man übrigens auch mit soviel Geld kaufen und die Kleine damit verwöhnen. Moralisch ist was anderes.

Ansonsten läuft jedes Aufeinandertreffen der Charaktere gleich und vorhersehbar ab - keine Entwicklungen, keine Überraschungen, nichts. Handlungen und Ansichten sind nur selten nachvollziehbar und gehen total am bislang gezeichneten Charakter vorbei. Sehr unglaubwürdig.

Fazit:
Dieses Werk hat durchgängig das Niveau eines Groschenromans oder schlechter Fan-Fiction. So etwas in Buchform zu bringen, einem Millionen-Publikum als "das große Finale" vorzusetzen und dafür auch noch (soviel) Geld zu verlangen ist schon eine ziehmliche Frechheit.
Hätte Teil 4 lieber nicht gelesen und Twilight in guter Erinnerung behalten. Sehr schade.
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am 12. Oktober 2009
...und der lautet: Biss zum Ende der Nacht.

Und da es hier Beschwerden gab: ACHTUNG SPOILER!!! Los gehts...

Ich muss gestehen, dass mich das erste Buch wirklich gefesselt hat. Nicht unbedingt wegen des grandiosen Schreibstils (denn der ließ ehrlich gesagt von Anfang an zu wünschen übrig) sondern wegen der wirklich süßen Geschichte. Ich meine wir Frauen stehen ja auf sowas: Liebe gegen alle Regeln und gegen jede Vernunft und so...

Ich habe also den Fehler gemacht, die anderen drei Bücher auch zu lesen. Und es war wirklich ein Fehler, denn von Buch zu Buch wurde die Story dünner, langweiliger und erreichte schließlich in Band vier den Höhepunkt des Schwachsinns. Schon der Anfang klingt wie aus einer schlechten fanfiktion von wegen Bella heiratet Edward (obwohl das überhaupt nicht ihrer Überzeugung entspricht) und schmeißt mal eben ihre ganze Emanzipation über Bord.

Auch die ganze Sache mit der Hochzeit trieft nur so vor Schmalz. Das alles passt einfach so gar nicht. Die Hochzeitsreise wirkt dann auch sehr insziniert ich meine klar jeder hat mal eben so ne schnuckelige kleine Insel mit weißem Sandstrand etc. Es wirkt einfach unglaubwürdig.
Auf dieser Super-duper-tollen Insel haben Edward und Bella dann ihr "erstes Mal"... Die Szene auf die wir alle gewartet haben endet mit einem Absatz, punkt punkt punkt der nächste Morgen. ich meine Hallloooo? ich seh ja ein dass Miss Meyer nicht vorhatte eine erotische Geschichte mit allen schmutzigen Details zu schreiben und das hatte ich auch gar nicht erwartet aber ein bisschen mehr hätte da schon sein dürfen. Außerdem nervt Edward schon da, also relativ am Anfang des Buchen enorm mit seinem Jammerlappen-gehabe und Bella wird total Sexsüchtig.
"Ahhh ich bin so böse, ich tu dir weh."
"Nein du bist nicht böse, ich bin zwar schwer verletzt will aber trotzdem plötzlich den ganzen Tag Sex"

Das ist mehr als nur OOC...

Der absolute Super-gau war jedoch diese Schwangerschafts-Geschichte. Ich mein, ich konnts fast nicht glauben. Da wird die schwanger (klar wer braucht denn schon Verhütung) und zwar unter sehr mysteriösen Umständen (Mal scharf nachgedacht: Ein Vampir ist erstarrt und blutleer, richtig? Wenn man also ein Kind machen will wozu braucht man da Blut? ;-)) Das beste ist, die hat schon nach ein paar tagen mega Schwangerschaftsgelüste und überhaupt läuft das ganze in Turbo-geschwindigkeit ab (klar, sonst hätte uns Miss Meyer nochmal tausend Seiten drauf packen müssen wenn das länger gedauert hätte, gott bewahre...)

Der Rest ist meiner Meinung nach wahnsinnig langatmig und auch Jacobs Sicht konnte daran nicht viel ändern... Es passiert nicht wirklich was und man hätte mal locker zweihundert Seiten rauskürzen können ohne dass großartig was gefehlt hätte...

Außerdem strotzt das ganze Buch nur so vor Fehlern. Einerseits diese "Vampire sind doch eigentlich blutleer"- Geschichte, andererseits die Sache dass Bella, die sich ihrem ungeborenen Kind zur Liebe von Blut ernähren muss das einfach aus der blutbank bekommt (wieso gehen die cullens dann bitte tiere jagen)

Das dümmste ist jedoch, als bella dann endlich zum Vampir wird (was meiner meinung nach die einzige, wirklich gute Szene in diesem Buch ist) und -oh wunder- so gar keine Probleme damit hat keine Menschen zu töten und schon nach kurzer Zeit ein Pläuschchen mit ihrem Dad im Wohnzimmer halten kann. (Nächster fehler: Bella verbraucht ständig ihren Atem. Seit wann atmen vampire?) Charlie ist natürlich nicht die Bohne verwundert, dass sein Töchterchen ein wenig blass um die nase ist und Renee kommt eigentlich gar nicht vor. Ist ja auch alles ganz normal dass die Tochter plötzlich zum Vampir wird...

Bei dieser ganzen Umwandlungs-Aktion kommt dann auch das Kind mit de schrecklichen namen zu Welt, der offensichtlich vom grenzenlosen Einfallsreichtum der Autoren zeugt. Ich meine RENESMEE!! Hallo?? Sind der die Namen ausgegenagen oder wie? Wohl kaum, denn sooo viele hatte sie zu dem Zeitpunkt ja noch gar nicht verbraten.

Das kam kurz danach also die ganze Vampir-Meute ( so viele namen kann sich keiner merken man hätte die hälfte streichen sollen) bei den Cullens aufläuft um zu bezeugen dass das Kind mit dem schrecklichen namen kein mordendes Monster ist wie das die Volturi denken. Da bahnt sich dann langsam mal sowas wie action an nach dem ganzen rumgelaber und ich muss zugeben, ich war zuversichtlich dass da noch irgendwas großartiges passiert.

Pustekuchen...Nix is passiert. Und zwar weil Bella plötzlich zu Superwoman mutiert und alle mit ihren übernatürlichen Fähigkeiten beschützt sodass die bösen Volturi keinem was anhaben können. Das war ehrlich gesagt der Punkt wo ich das Buch am liebsten in die Ecke gepfeffert hätte aber 25 euro sind ja viel Geld...

Der ganze Konflikt der sich da ewig anbahnte und auf den man sich schon gefreut hat weil endlich mal was passiert wird dann einfach weggelabert... Und zwar auf nicht enden wollenden fünfzig Seiten... Man hätte sich auch kürzer fassen können.
Ich meine es passiert rein gar nichts. Es wird nicht mal jemand verletzt oder so. Man hätte auch jemand "unwichtigen" sterben lassen können wie emmett oder jasper (auch wenn ich die beiden echt mochte). Jemanden den alle mögen der aber keine Hauptperson ist. Dass Bella oder Edward nicht sterben war ja eh klar... Bei Harry Potter oder Herr der Ringe sterben auch Leute, man trauert mit aber das bringt einem das Buch näher. Nicht dieser Friede-freude-eierkuchen Mist wie hier...

Der Gipfel der Perversion ist dann jedoch als jacob auf das Kind mit dem schrecklichen Namen geprägt wird. Sag mal gehts noch? Nur damit der arme Junge nicht alleine bleibt aber jemand anderen darf er auch nicht haben er muss schon in der Familie bleiben. Wie lächerlich. Hätte er sich nicht einfach in jemand stinknormales verlieben können und gut ists?

Aber gut, genug der schlechten Kritik (und ich könnte noch ewig so weiter machen) ich empfehle allen, denen das erste Buch gefiel es dabei zu belassen. So groß die Verlockung auch ist die anderen drei zu lesen (denn man möchte ja wissen wies weiter geht) LASST ES!! Das ist ein gut gemeinter Tipp. Sonst macht ihr nämlich den ganzen Zauber des ersten Buches kaputt. Hätte die Autorin sich mit den anderen drei büchern etwas mehr zeit gelassen wäre vielleicht auch was besseren rausgekommen. Bin gespannt wies weiter geht denn irgendwann geht ihr sicher das geld aus...

Biss zum Ende der Nacht ist meiner meinung nach nur was für hartgesottene fans.
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am 30. März 2009
Ich habe die ersten beiden Bände dieser Reihe verschlungen und mich sofort in die Geschichte verliebt! Beide Bände hatte ich in jeweils 4,5 Stunden durch und konnte es kaum erwarten weiterzulesen...
Hätte ich das besser mal gelassen...Band 3 ging gerade noch so, aber Band 4 hat wirklich alles kaputt gemacht.
Edward (der uns doch alle fasziniert hat) ist nur noch am Rande präsent und steht irgendwie als nebensächliches Würstchen da. Die überirdische Liebe zwischen Bella und Edward, die man mit soviel Hingabe in den ersten Büchern begeistert gelesen hat, ist hier nicht mal mehr ansatzweise zu erahnen.
Der gesamte Zauber der Geschichte wird mit Biss zum Ende der Nacht völlig zerstört.
Alleine, dass Bella schwanger ist und diese ganz Bohei um ihre Tochter klingt total lächerlich und meiner Meinung nach, ist diese Wendung der Dinge voll daneben. Auch dass Bella quasi der Supervampir ist, der doch alles hat, was eigentlich nicht sein kann (Kontakt zu ihrem Vater, keine Gier nach Menschenblut, ein Kind, Jakob, der sie auf einmal nicht mehr liebt und jetzt der best friend der Vampire ist und ihren super duper Schutzschild...oh bitte....)
Muß ehrlich sagen, dass ich fast aufhören wollte zu lesen, dann aber durchgehalten habe, in der Hoffnung: Da kommt vielleicht noch was??? Fehlanzeige. Biss zum Ende der Nacht erweckt eher den Eindruck, dass hier ganz schnell ein Abschluß der "Saga" hermußte, solange alle noch in dem Hype sind.
Es ist echt eine Schande. Wenn man noch in den ersten beiden Bänden mit offenem Mund die einzigartige Geschichte zwischen Bella und Edward liest, kommt es einem vor, als wäre Biss zum Ende der Nacht total lieblos von irgendwem dahin geklatscht worden...einfach nur sehr sehr traurig, dass diese so schöne Geschichte zum Abschluß so verkorkst wurde.
Auch finde ich, dass sich Stephenie Meyer's Schreibstil total zum negativen verändert hat und es meiner Meinung nach jede Menge Ungereimtheiten und Unstimmigkeiten gibt. Es hat echt kaum Spaß gemacht, dieses Buch zu Ende zu lesen...
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am 21. Februar 2009
Auch ich gehöre zu der Personengruppe, die altersmäßig eigentlich schon über Twilight-artiges hinaus ist. Im Kino bevorzuge ich jedoch leichtere Kost und weil mir die Baumkletterszenen gefielen und das Buch dann anschließend im Supermarkt billig zu haben war, hab ichs gekauft. Band 2 und 3 gabs dann günstig bei einem Auktionshaus. Daß ich nun aber Band 4 für teuer Geld gleich nach dem Erscheinen gekauft habe, dafür hab ich keine Entschuldigung mehr außer der, daß an den Büchern immerhin soviel dran ist, daß ich nun doch tatsächlich wissen wollte, wie die ganze hanebüchene Geschichte zuende geht.
Daß alles sowas von gut ausgeht, daß man schon vom Lesen Karies bekommt, das darf man der Autorin nicht ankreiden, das ist das Vorrecht von Fantasy. Oder will hier irgendjemand behaupten, er hätte damals ernsthaft befürchtet, Harry würde am Ende heulend den Zauberstab hinschmeißen und sich freiwillig nach Askaban einliefern lassen? Nö, oder? Immerhin gabs dort aber Figuren, denen die Autorin mit mehr oder weniger Zeilen eine Persönlichkeit angedeihen ließ und über deren Motive und Schicksal das Nachdenken lohnte. Wenn überhaupt, dann war die unglückselige Gestaltwandlerin Leah, die im letzten Band ihren Platz im Twilight-Unversum sucht, die einzige, die ein ganz klein wenig an der allgemeinen Glückseligkeit kratzt. Der Snape von LaPush, sozusagen.
Ansonsten? Fehlanzeige! Da ist Bella, die bei jedem männlichen Wesen in ihrer Umgebung nichts als Liebe erzeugt, und ihre beiden omnipotenten Gefährten. Bella, die, obwohl Liebhaberin von Shakespeare und Jane Austen, zu keinem anderen Gedanken fähig ist, als daß der Edward so schön ist. Hatte sie irgendwelche Ängste auszustehen, als abzusehen war, daß sie ihr eigenes Leben für das ungeborene würde hingeben müssen? Ach nee, da waren wir ja dummerweise gerade in Buch 2, Jacobs Sicht, und der kann ja genau so wenig in Bellas Kopf gucken wie irgendein anderer, Frau Meyer eingeschlossen. Oder später, als Vampir, ob es ihr da wohl zum Beispiel was ausgemacht hat, den Puma zu töten, ihre erste Mahlzeit als Untote? Denkt sie darüber nach, daß sie dies jetzt bis in alle Ewigkeit tun wird? Man weiß das nicht, weil, das Mädchen das klassische Literatur liest, ist mehr damit beschäftigt, ob das gerade vom Puma zerrissene Kleid jetzt noch sexy oder schon unzüchtig ist. Und was ein Glück, daß sie als neugeborener Vampir diese Selbstbeherrschung an den Tag legt. Das Verlangen nach Blut nur ein gut zu händelndes Brennen in der Kehle? Jeder Frau, die schon einmal versucht hat, sich noch kurz vorm Urlaub in eine Bikinifigur zu hungern, fällt mehr dazu ein, was wirkliche GIER bedeutet.
Und Edward? Grübel ... ach ja, jetzt fällts mir ein, Edward war schön. Da ist Jacob schon interessanter. Immerhin wächst er. Und manchmal wächst er über sich hinaus für die Bella im sexy zerrissenen Kleid. Aber das Problem löst sich ja dann auch auf, denn er wird - geprägt und somit muß hier niemand niemandem einen Korb geben, keiner hat Liebeskummer und alle können sich nun in alle Ewigkeit liebhaben. Wie praktisch. Und wie wünschenswert, wenn man praktizierende Angehörige einer Glaubensgemeinschaft ist, zu deren Dogmen die männliche Monogamie nun gerade nicht gehört ...
Daß die Autorin im letzten Band über sich hinauswachsen und eine ausdifferenzierte Geschichte in einem unverkennbaren eigenen Stil erschaffen würde, das hatte ich nicht erwartet. Manchmal, so ganz kurz, da gibt es dann aber auf einmal so Sätze, da hat man das Gefühl, sie könnte mehr, wenn sie wollte. Aber vielleicht will sie ja gar nicht. Denn genau so, wie es ist, funktioniert es doch ganz grandios für die Zielgruppe. Das plumpe Mädchen als Identifikationsfigur, der bleiche, hingebungsvolle Edward mit den viktorianischen Manieren, und die ethnische Minderheit mit den (zumindest anfangs) langen Haaren. Besser hätte es auch der Diedäää nicht zusammencasten können. Dazu eine so simple Schreibe, daß die 750 Seiten einfach jeder mühelos durchhalten kann. Und damits keinen Ärger mit der Elternschaft gibt, verschwindet der Sex in nebulöser Ekstase. Und promiskuitiv ist ja hier sowieso keiner. Auch wenn er wollte, könnte er ja gar nicht. Daß die ganze etwas unappetitliche Prägenummer und die in Ewigkeit aneinander gebundenen Vampirpaare irgendwie auch etwas von reaktionärer Fremdbestimmung haben, würde die Autorin sicherlich weit von sich weisen. Hier geht es nur um immerwährende Hingabe von Männern, von denen das in der realen Welt so wohl kaum anzunehmen wäre. Schön, stark, mutig, so einen will jede. Kriegt sie aber nicht. Nur Bella. Und damit es pädagogisch abgerundet ist, kriegt Bella dann auch ihre Superkräfte verpaßt. Denn Mädchen können alles was Jungs können, sogar besser. Und ganz ohne Studium und jahrelange unbezahlte Praktika.
Was mich als einziges aber wirklich geärgert hat, sind die vielen Fehler, die in dem Buch auftauchen. Nicht so sehr die Frage, weshalb männliche Vampire noch zeugungsfähig sind ist es, die mich beschäftigt, sondern vielmehr, ob es da nicht etwas mehr oder weniger lange vor der Zeugung gibt, für das der menschliche Mann dringend Blut benötigt. Und wie der Edward das wohl löst? Aber es gibt noch mehr Ungereimtheiten, deshalb will ich mich hierauf mal nicht allzulange versteifen. Hüstel.
Weitere Beispiele: Weshalb braucht Bella beim ersten Zusammentreffen als Vampir mit ihrem Vater ständig ihren Sauerstoff auf? Und wieso machen sich die Volturi solche Gedanken darüber, daß die, äh, Muggel, durch das halbuntote Kleinkind von ihrer Existenz erfahren könnten, wo sie selbst doch in Band 2 oder 3 oder wo das war ganze Touristengruppen auf einmal aufsaugen? Fragen über Fragen. Auf die meisten Fragen dürfte die Antwort wohl lauten: Keine Zeit für sorgfältige Ausarbeitung. Das Buch muß auf den Markt, solange der Hype anhält.
Und trotz allem muß ich 2 Punkte geben - auch wenn wohl kaum zu befürchten ist, daß diese Bücher mich geprägt haben, aber immerhin haben sie mir in mehreren Wochen Lesevergnügen bis spät in die Nacht beschert und ich finde es direkt ein bißchen schade, daß es nun zuende ist. Schon wegen Leah. Aber wie las ich anderswo: Wie es mit Jacob, dem Kind mit dem unsäglichen Namen und dem Rest der Bande weitergeht, das erfahren wir dann, wenn Frau Meyer das Geld ausgeht.
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am 5. April 2009
Tja, was soll ich sagen. Als glühender Fan des 1. Bandes musste ich auch die Nachfolger lesen, wurde jedoch von Mal zu Mal mehr enttäuscht. Band 4 war dann der Gipfel.

SPOILER-WARNUNG------------------------------------------------------------

Bella lässt sich, Gott sei Dank, nach 3 Bänden Rumgeheule endlich verwandeln. Und, oh, welch Überraschung, wer hätte gedacht, dass sie eine Vampir-Mary-Su wird, die ganz dolle Superkräfte hat und sich ja trotz ihres jungen Alters in Menschennähe beherrschen kann? Na sowas aber auch. Aber Hauptsache Mrs. Meyer hat 3 Bände darauf rumgeritten, wie schwierig das dann wird.
Und so geht es das ganze Buch weiter, Handlungsstränge, die ihr nicht mehr in den Kram passen, werden von Meyer einfach fallen gelassen:

Bellas Dad wird gerade so das Nötigste erklärt, er findet zwar alles etwas komisch, findet sich dann aber mit Jacob als Wolf und Bella als Vampir ab (wer würde da nicht völlig cool bleiben?). Bella hat keinen Kontakt mehr zu ihrer Mutter, aber das ist ja nicht weiter tragisch (auf einmal?). Im finalen Endkampf entwickelt Bella auf einmal wieder neue Vampirsuperkräfte (wow. Was die alles kann..). Zu ihren Freunden hat Bella auch mit einem Schlag keinen Kontakt mehr (klar, wer braucht schon Freunde, wenn er die Cullens hat?).

Genauso geht es umgekehrt weiter, die Dinge, die Meyer braucht um ihre Geschichte (wie es schneint schnell und schmerzlos) zu einem Ende zu bringen, wirken gelinde gesagtso, als hätte sie sich die aus den Haaren gezogen:

Bella wird schwanger, aber mysteriöserweise wächst das Kind ja megaschnell und kann innerhalb von 1 Monat reden und laufen, und auch die Schwangerschaft läuft in Rekordzeit ab (logisch. Is ja n Vampirkind.)

Und so geht es das ganze Buch weiter. Es ist zum Nervenzerfetzen.
Dass der Endkampf keiner ist, und das Ende für Jacob eigentlich irgendwie doof ausgeht tun dem Spaß dann noch mehr Abbruch.

SPOILER ENDE------------------------------------------------------

Fazit: Meyer lässt Handlungsstränge eigentlich willkürlich fallen, nur weil sie nicht in den Kram passen. Daneben wirkt das ganze Buch eigentlich so aus dem Haaren gezogen, die ganze Gesichte so zwanghaft konstruiert, dass es schon fast wehtut.
Für absolute Fans der Reihe, und jeden der wissen will, wie es ausgeht ein Muss. Aber bloß nicht zuviel erwarten.
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am 23. Juni 2009
Ich bin geschockt, dass dieses Buch eine Gesamtbewertung von 4 Sternen doch noch geschafft hat... Stephenie Meyer hätte sich dieses Buch wirklich sparen können! Wie schön wäre der dritte als letzter Teil gewesen. Eine unsterbliche Liebe zwischen Bella und Edward und eine tragische Figur in Form von Jacob Black, der sich aus Liebeskummer in einen Wolf verwandelt und umherstreift *träum*
STATTDESSEN:
Eine wanhsinnig schlechte und hingeklatschte Story. Die Hochzeit nervt schon direkt zu Beginn des Buchs - aber wenigstens geht dieser Abschnitt noch halbwegs schnell vorbei! Schlimm fand ich dann schon die Flitterwochen in denen sich aus der kleinen doch immer so ernsthaften Bella eine Nymphomanin entwickelt! Plötzlich zählt nur noch Sex, der eher triebgesteuerte als zauberhafte Elemente trägt. Nicht das so etwas schlimm wäre... aber Ms. Meyer hätte sich vielleicht eher wieder an ihre naive und doch so zauberhaft schüchternen Liebe erinnern sollen. Das Ergebnis folgt ja auf dem Fuße: Bella ist schwanger. Ab da fand ich es nur noch schlecht. Nicht nur die schon ätzend wirkende aufopfernde Art von Bella sondern auch Edwards Gejammer! Mein Gott, der war ja nur noch ein kleines Häufchen! Wo war der coole, starke und beschützende Vampir geblieben, der im dritten Teil noch Victoria "zerstückelt" hat (um ihn selbst zu zitieren). Jacob scheint der einzig vernünftige und war mir in diesem Teil um so sympathischer - bis er auf das Kind Renesmee (von der Qualität und dem Einfallsreichtum dieses Namens sprechen wir besser nicht) geprägt wurde. Da ergab die Schwangerschaft dann wenigstens Sinn: es musste etwas hinkonstruiert werden, damit Jacob auch noch glücklich wird und eine Erklärung dafür da ist, warum er vorher so an Bella hing. Grausam!!!
Bella als Supervampir ist auch einfach nur lächerlich! Das die eigentlich zerstörerische Natur des Vampirs in dieser Reihe nur eine geringe Rolle spielt, ist ja in Ordnung - aber einen neu geborenen Vampir als so gesittet darzustellen ist einfach FALSCH! Ebenso die schnelle Zusammenführung mit ihrem Vater wirkt einfach erzwungen. Alles muss gut werden und Friede, Freude, Eierkuchen sein *würg*. Es heißt drei Bücher lang sie müsse sich für eine Welt und eine Familie entscheiden und dann bekommt die kleine Bella doch alles!
Am Ende freut man sich wenigstens auf einen schönen actionreichen Showdown, wo doch so viele Vampire zusammen gekommen sind. Es wird ein riesen Bohei gemacht, dass die Volturi kommen um sie zu töten und dann passiert nichts außer einer netten Talk-Runde *haarerauf*!

Alles in allem einfach nur enttäuschend! Nicht weiter zu empfehlen - ich versuche mir jetzt einfach vorzustellen, dass der dritte, der letzte Teil war!
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