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58 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Man kann ihn lieben oder hassen. Ich bin ihm jedenfalls verfallen...
...dem norwegischen Autor Jo Nesboe und seinem kaputten Ermittler Harry Hole.
"Harry Hole am Ende.", so steht es im Klappentext. Wer Jo Nesboes Anti-Held, bereits aus den anderen Romanen kennt wird damit wohl wahrlich nicht hinter dem Ofen hervorgelockt. Konnte es denn noch schlimmer kommen als im Schneemann? (*1) - Ich verrate es Ihnen: Ja! Sehr viel schlimmer...
Veröffentlicht am 22. Oktober 2011 von Apicula

versus
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mund auf, Augen zu
Dass Äpfel nicht nur gesund sein können, wissen wir spätestens seit Schneewittchen. Gelinde gesagt, es ist schon etwas kompliziert, exotisch und auch sehr kostspielig, wie der mutmaßliche Serienmörder seine Opfer ins Jenseits befördert. Es dauert auch eine erkleckliche Weile - für den Leser einige längere Abende - bis der aus dem...
Vor 21 Monaten von Dr. Peter Joham veröffentlicht


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58 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Man kann ihn lieben oder hassen. Ich bin ihm jedenfalls verfallen..., 22. Oktober 2011
Von 
Apicula (Apiculis) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (#1 REZENSENT)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
...dem norwegischen Autor Jo Nesboe und seinem kaputten Ermittler Harry Hole.
"Harry Hole am Ende.", so steht es im Klappentext. Wer Jo Nesboes Anti-Held, bereits aus den anderen Romanen kennt wird damit wohl wahrlich nicht hinter dem Ofen hervorgelockt. Konnte es denn noch schlimmer kommen als im Schneemann? (*1) - Ich verrate es Ihnen: Ja! Sehr viel schlimmer.

Nicht nur der Ermittlungen wegen, sondern weil es auch privat für Holy, wie ihn seine Kollegen aus Australien nennen, ans Eingemachte geht. Und wenn ich auch das noch vorwegnehmen darf: Harrys Schicksal kann einem ganz schön nahe gehen. Vor allem, weil er in Sachen Sterbehilfe in der LEOPARD gleich zwei Mal mit hammerharten Entscheidungen konfrontiert wird.
Da ist es schon beinahe banal, wenn es in dem Thriller ja um die Aufklärung von äußerst perfide ausgeführten Serienmorden - wieder einmal in und um Oslo herum - geht. Nesboe schafft es wieder einmal die Spannung gleich an mehreren Fronten aufrecht zu erhalten und ich mag's kaum so platt ausdrücken: Gegen Ende sogar ins Unermessliche zu steigern.

Die Spur zum Täter führt in öde, verschneite Berglandschaften in Norwegen, sowie zu heißen Vulkan-Szenarien in Afrika. Viele Spuren zum Täter werden jedoch über relativ simpel anmutende Internet-Recherchen aufgedeckt --- was den Leser zuweilen etwas zu verunsichern vermag. Das alles ist heutzutage also möglich? Merke! Niemals unter eigenem Namen irgendwo einchecken, Tickets kaufen - nicht einmal Baumaterial im Baumarkt.

Einen Haken habe ich für mich in LEOPARD übrigens entdeckt. Der Streit um die Zuständigkeit bei Mordermittlungen. Kennt man das nicht aus amerikanischen Filmen zur Genüge? Dass es neben solchen Idealisten wie Harry Hole einer ist noch aalglatte über Leichen gehende Karriere-Typen wie Mikael Bellmann gibt - tat es Not eine solche Situation in die Handlung einzuflechten? Zumal dieser Handlungsstrang mir am Ende nicht sonderlich schlüssig erschien.
Das ist allerdings immer so eine Sache mit dem Ende von Jo Nesboes Thrillern. Die sind niemals ganz glatt schon gar nicht schwarz oder weiß. Mörder werden nicht, wie man es aus landläufigen Krimis so kennt, ordentlich verhaftet und verurteilt, da wird sehr viel nach menschlichem Ermessen gehandelt. Der dabei entstehende Konflikt beschäftigt nicht nur den fiktiven Ermittler - nimmt mich als Leser ebenso mit (ins Boot). Verflixt geschickt wie der Nesboe das immer macht und irgendwie alles ganz arg realitätsnah.

Schwer zu sagen, ob es jemals weiter gehen wird mit Harry Hole. Nach diesem Ende ist nicht alles vergeigt, jedoch vieles verändert. So richtig weiß man bei Harry Hole ja ohnehin nicht, ob er jetzt noch immer und offiziell oder wieder Polizist ist. Ich weiß nur eines: Der kaputte Typ kennst sich und seine Fehler dramatisch gut und wirkt vielleicht gerade darum trotz seiner vielen Macken so sympathisch auf mich.
Ich hoffe und bete, dass ihm nicht eines Tages ein TV-Sender ein Gesicht gibt. Für mich ist Harry Hole eines der besten Ermittler-Mysterien die ich in Roman-Form kenne.

Sollten Sie Neueinsteiger in Sachen "Harry Hole" sein, so lesen Sie sich am besten auch die negativen Bewertungen in Ruhe durch: Es ist wie ich eingangs erwähnt habe, so eine Sache mit ihm:
"Man kann ihn lieben oder hassen. Ich bin ihm jedenfalls verfallen."

(*1) Tipp: sollen Sie in Erwägung ziehen mehr Bücher aus dieser Serie lesen zu wollen, oder gar ein Ermittler-Serie-Fan sein, dann lesen Sie zumindest den Thriller DER SCHNEEMANN vor LEOPARD.

Die aktuell komplette Harry Hole-Serie erschien in der folgenden Reihenfolge:
Der Fledermausmann
Kakerlaken
Rotkehlchen
Die Fährte
Das fünfte Zeichen
Der Erlöser
Schneemann
Der Leopard
Die Larve (erschien Oktober 2011)
Koma (2013)

Wenn Ihnen Meine Bewertung(/Rezension) gefallen hat, oder bei der Entscheidung geholfen hat, würde ich mich über eine Bewertung sehr freuen.
Nur auf diese Art kann der Rezensent erfahren, ob die Mühe sich gelohnt hat. (Dankeschön ;-)
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101 von 114 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Komplex und genial, 26. Januar 2010
In Oslo wird eine Frau auf besonders grausame Weise ermordet, und sie bleibt nicht das einzige Opfer. Hier ist Harry Hole gefragt, doch der steht nicht zur Verfügung: Völlig zerrüttet nach seinem letzten Fall mit dem ,Schneemann' hat er sich nach Hong Kong geflüchtet, und dort in Alkohol und Drogen. Harry ist am ziemlich am Ende, er hat Spielschulden und Probleme mit der dortigen Mafia.
Nur weil sein krebskranker Vater im sterben liegt, folgt er der jungen Kommissarin Kaja Solness, die ihn dort aufspürt, zurück nach Norwegen.

Sein Vater ist nicht sein einziges Problem. Behördeninterne Intrigen, ein ehrgeiziger und skrupelloser Gegenspieler aus dem Kriminalamt und Harrys labile Verfassung verkomplizieren die Sache noch zusätzlich.
Doch er beißt sich durch, hin- und her gerissen zwischen verschiedenen Fronten arbeitet sich Harry langsam voran, aktiviert alte Kontakte und schafft es auch, erste Zusammenhänge zu erkennen. Aber für jeden kleinen Erfolg gibt es herbe Rückschläge. Ein Verräter macht dem Team das Leben schwer, Harry wird ausgebootet und leistet sich einige Irrtümer, doch der Fall nimmt immer mehr Gestalt an. Trotzdem gelingt es ihm nicht so richtig, die einzelnen Puzzlestücke zu einem stimmigen Ganzen zusammenzusetzen, irgendwo hakt es immer. Als Harry gar nicht mehr weiter weiß, bittet er den ,Schneemann' um Hilfe ...

Jo Nesbo ist hier ein unheimlich beklemmender Thriller gelungen. Es beginnt bereits im ersten Kapitel mit der Beschreibung der Mordwaffe und des unglaublich grausamen Todes des ersten Opfers, eine Schilderung, die auch abgebrühtere Leser durchaus schockieren kann.
Auch die durchgängig dichte Beschreibung und Entwicklung der ganzen Problematik, in der Harry steckt, vermittelt sehr gut nachvollziehbar, wie Harry sich fühlen muß.
Perfekt dazu passend geht die Handlung voran: Neue Ereignisse tröpfeln zäh und als zunächst unverdauliche Brocken herein, die erst einmal aufbereitet werden müssen. Jedes Steinchen wird gedreht und gewendet, es wird überlegt und diskutiert, bis man, sehr zögerlich, die ersten Schlüsse zieht, wohin das neue Puzzlestück passen könnte.

Von den vielen Rückschlägen sind einige vorhersehbar, die meisten nicht. Jedes Mal, wenn man als Leser denkt, gut, das klingt jetzt plausibel und müsste eigentlich stimmen, bringt eine neue Wendung das ganze Indiziengebäude wieder zum Einsturz. Sehr gut hat mir dabei gefallen, dass keine dieser Wendungen unlogisch oder an den Haaren herbeigezogen erscheint. So nach und nach wird das Bild von Täter, Opfern und Motiv immer klarer; doch wenn man meint, jetzt hat man endlich den Durchblick, ist dann doch wieder alles ganz anders.

Es ist ein überaus komplexes und kompliziertes Geflecht, in das immer mehr Menschen hinein verwoben werden, doch es ist so gut geschrieben, dass man problemlos den Überblick behält.
Genauso wie mit den vielen Indizien verhält es sich mit der Tätersuche. Im Laufe des Buches kommen so einige Kandidaten in Frage und als Leser findet man sich da nicht nur einmal auf dem Glatteis wieder. Bis dann etwa 100 Seiten vor dem Ende wirklich alles geklärt scheint, doch dann startet es erst richtig durch zu einem furiosen Finale.
Beeindruckend fand ich, dass so einige unbedeutend erscheinende Details wie z.B. Harrys gebrochener Kiefer oder auch die zum Opiumschmuggel zweckentfremdete Plastikflasche an bestimmten Stellen noch sehr wichtig werden.
Nesbo handhabt alle großen und kleinen Einzelheiten wirklich so gekonnt, dass am Ende ein rundherum stimmiges Ganzes herauskommt.

Das Buch handelt sehr viel von Vergangenheitsbewältigung, jeder der Protagonisten hat ein persönliches Monster im Keller, mit dem er sich mehr oder weniger stark herumschlagen muß. Ein ebenfalls wichtiger Punkt befasst sich mit der Prägung eines Menschen, wie stark ein einziges Erlebnis in der Jugend sein ganzes späteres Leben beeinflussen kann. Es geht überhaupt um starke Gefühle, um Rache und Vergebung, um Abschied und Neubeginn. Und darum, wohin Haß einen Menschen treiben kann, oder was er aus Liebe bereit ist, zu tun.

Der Schreibstil liest sich ansprechend und lebendig und wartet mit Beschreibungen auf, die perfekt Stimmungen vermitteln und den Leser eine Szene direkt miterleben lassen. Die Charaktere sind in sich stimmig und mit viel psychologischem Gespür erstellt. Vor allem handeln sie gemäß ihrer jeweiligen Mentalität (für mich in Romanen ein extrem wichtiger Punkt), was auch in den abwechslungsreichen Dialogen zum Ausdruck kommt.

Ein klein wenig störend fand ich, daß Harry trotz seiner mehr als desolaten Verfassung alles so gut auf die Reihe bekommt. Ich hatte mich dabei gefragt, wie er dann wohl erst loslegt, wenn er 100%ig fit ist. Aber das sind Peanuts, die einem keinesfalls den Lesegenuß verderben.

Ein Actionfeuerwerk ist ,Leopard' keines, da bleibt Nesbo der Linie seiner skandinavischen Kollegen treu. Doch er zeigt sehr anschaulich, dass man Spannung durchaus auch anders erzeugen kann. Wenn man als Leser atemlos so Sachen wie die Analyse eines kleinen Gesteinsbrocken verfolgt, würde ich sagen, dieser Autor versteht sein Handwerk!
,Leopard' war mein erster Nesbo und wird garantiert nicht der letzte bleiben.

Kurz und knapp ein Fazit: Für Liebhaber komplexer Krimis in skandinavischem Stil ein absolutes Highlight und ein must-read!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Knallhart und grausam, 3. November 2011
Harry Hole, der Kommissar und Held von Neboes Kimis hat mich sofort an Daniel Craig als geschundenen James Bond erinnert.
Und ebenso wie Bond Filme immer brutaler werden, so versuchen sich auch die skandinavischen Thriller Autoren mit der abartiger Grausamkeit ihrer Mörder zu übertreffen. Nesboe hat da mit Harry Hole den Vogel abgeschossen: die Verbrechen des Leopard sind so schräg und von so subtiler Grausamkeit, dass man schon fast Mitleid mit dem Autor, dessen Gehirn sie entsprungen sind, haben muss.
Nun Harry Hole ist der Härteste der Harten nimmt den Leser mit auf einen exzessiven Trip durch finstere, norwegische Alpträume.
Dabei schont er weder sich selbst noch seine Gegner. Und weil Harry Hole ein richtiger Kerl ist, gibt's auch noch Sex, Drugs and Rock'n'Roll.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Mangelhafte Kindle Version, 14. August 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Leopard: Harry Holes achter Fall (Ein Harry-Hole-Krimi) (Kindle Edition)
Spannender Roman, der einen von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. (5 Sterne)

Was aber total daneben gegangen ist, ist die Umsetzung zum Ebook.

Statt einer tiefschwarzen Schrift gibt es nur ein schlecht lesbares mittelgrau.
Es wimmelt voller Fehler: Leerzeichen mitten in den Wörtern, fehlende Absätze, teilweise scheinen auch komplette Teile zu fehlen.

Durch diese Fehler wird der Lesefluss gewaltig gestört. Ich habe noch nie so viele Abschnitte doppelt lesen müssen um den Inhalt zu verstehen wie bei dieser Kindle Version.

Da dieses Buch von einem renommierten Verlag herausgegeben wurde, kann die Bewertung nur mangelhaft heißen.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Mund auf, Augen zu, 17. Juli 2012
Von 
Dr. Peter Joham "pjoham" (Klagenfurt, Kärnten) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Dass Äpfel nicht nur gesund sein können, wissen wir spätestens seit Schneewittchen. Gelinde gesagt, es ist schon etwas kompliziert, exotisch und auch sehr kostspielig, wie der mutmaßliche Serienmörder seine Opfer ins Jenseits befördert. Es dauert auch eine erkleckliche Weile - für den Leser einige längere Abende - bis der aus dem von süsslichem Opiumduft geschwängerten Hongkong nach Oslo heimgeholte Harry Hole dem Täter und seinen Motiven langsam auf die Spur kommt. Nebst einer (etwas illegalen) Dienstreise in den Kongo hat unser lieber Harry noch einige berufliche Intrigen (hie Leiter des Kriminalamtes, dort alteingesessenes Morddezernat), einen Lawinenabgang und einen Explosionsanschlag und privat eine Affäre mit einer nicht unattraktiven Kripobeamtin zu meistern. Ein bißchen zu dick aufgetragen und ein wenig an den Haaren herbei gezogen ist der Plot schon. An dessen Logik sollte man überdies keine überhöhten Anforderungen stellen. Unspannend ist die Geschichte nicht, die Übersetzung stilistisch ausreichend. Mehr Literatur gibt wohl das Original nicht her. Eher etwas für unbeirrbare Fans.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ein echter Harry, 21. November 2011
Eine Rezension hier titelt mit "time to say good bye". Soweit wuerde ich hier noch nicht gehen. Aber man glaubt Harry am Ende. Ich finde dieses Buch etwas konfus, wieder muss Harry quer ueber den Erdball einen Fall zusammenløsen. Mir kommt es so vor, als versucht Jo Nesbø mit aller Macht das vorhergegangene Buch zu uebbertrumpfen, nur gelingt es nicht. Manche Dinge find ich einfach ueberfluessig, am Ende komme ich mir vor wie im Film der 80er, wo der Tote immer wieder aus der Badewanne steigt. Nur hier ist es der Tæter, der immer wieder und wieder und ... wieder entkommt. Das strengt mich nach einiger Zeit doch etwas an. Immer wieder habe ich es weggelegt. Ein paar weniger, wirklich brutale (!) Morde hætten es fuer mich auch getan. Das scheint jedoch der neue ? Stil zu sein, mir nur noch nicht aufgefallen. Schien als kønnte sich Jo Nesbø nicht entscheiden, welche Morde er verøffentlichen wollte und hat deswegen einfach "alle" genommen. Naja. Ein sicherlich spannender Krimi, sicher nicht Herrn Nesbøs bester... Wer JN noch nie gelesen hat, empfehle ich lieber den Schneemann (auch nicht unblutig!) oder tatsæchlich Rotkehlchen. Grundsætzlich finde ich die Romane die tatsæchlich nur in Oslo spielen, die besseren !
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Diamant zwischen Glasscherben, 1. Januar 2013
Vorab: Lassen Sie sich nicht von dem nichtssagend-bezugslosen Titel (Original: Panzerherz) irritieren, den der deutsche Verlag im plakativen Zusammenspiel mit dem Coverfoto dem Roman aufgepfropft hat. Solche Marketingmätzchen hat dieser Thriller nicht nötig.

In Oslo ermordet ein als Serienkiller eingestufter Mörder mit teilweise ausgeklügelter Foltermechanik seine Opfer, zwischen denen es keine Verbindung zu geben scheint. Grund genug für das ratlose Kommissariat, den ehemals besten Mann zu reaktivieren, Harry Hole, der den - letztlich fremdbestimmten -Täter nach einer Jagd bis ins Herz Afrikas zur Strecke bringt.

Ähnliches haben in anderen Romanen aus der Ikea-Ecke des Bücherregals andere Polizisten natürlich auch schon geschafft, aber eben nicht so konsequent wie der überzeugte Alkoholiker Hole, der oft mehr auskotzt, als er vorher gesoffen hat, der aber, wenn es darauf ankommt, auch einen nur mäßig Schuldigen mit erschießt, wenn er nur so den wahren Schweinehund erledigen kann, und zur Rettung des eigenen Lebens auch vor Selbstverstümmelung nicht zurückschreckt. - Soweit ein Krimi der Extraklasse.

Doch leider schenkt sich auch Nesbo nicht den für einen Spannungsroman ausgesprochen verzichtbaren Trip in die Familienverhältnisse (Vater liegt im Sterben) und Amouren (alte Liebe steht der neuen im Wege) seines Protagonisten. Und so hätte der Rezensent vielleicht zu einem anderen Zeitpunkt nur 4 Sterne vergeben, hätte er sich nicht kurz zuvor mit einem üblen Langweiler (international) und mit schlimmem Regioschrott (national) herumquälen müssen. Deshalb sind hier 5 Sterne dringend vonnöten, allein um die Distanz zu verdeutlichen, mit der sich Nesbo über die Konkurrenz erhebt, die faktisch gar keine ist: lieber einen betrunkenen Hole als zehn dauergreinende Walander und hundert verpennte Van Veeteren, von den verpilcherten einheimischen Jammerlappen gar nicht zu reden.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leopard oder - Panzerherz?!, 31. Januar 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Leopard: Harry Holes achter Fall (Ein Harry-Hole-Krimi) (Kindle Edition)
Ich lege den Roman beiseite und denke mir: Endlich!
Nicht, weil ich weiß, wer der Täter ist, sondern weil ich es geschafft habe. Zugegeben, Jo Nesbo kann erzählen. Sein "Schneemann" hat mich beeindruckt. Aber hier ist alles zu lang und zu breit und auch zu gewollt. Leider empfinde ich gerade hier sehr viele Klischees, die mir bei anderen Krimi-Stoffen dieser Art schon begegnet sind. Der angeschlagene Kommissar, das Sterben des Vaters(habe ich doch erst einen Wallander-Film darüber gesehen), die Begegnung mit Frau oder Lebensgefährtin und Tochter/Sohn bei der Beerdigung. Der Sohn, der dem sterbenden Vater so vieles erzählt oder erzählen will. Und es doch nicht kann.

Die eigentliche Schwäche vieler Kriminalromane ist der Schluss oder die Auflösung. Da wird spannend und verstörend ein Plot aufgebaut (hier sehr gelungen)und das Thema abgearbeitet. Das geschieht für mich im "Leopard" sehr mühevoll. Dazu kommen Nebenhandlungen, die nicht immer gewinnend sind. Ganz verstanden habe ich auch den Titel nicht. Kann es sein, dass der Originaltitel des Buches "Panzerherz" heißt? Mit diesem Wort endet auch der eigentlich Roman (vor dem Epilog). In dem genannten Zusammenhang wäre das auch verständlicher.

Ich lese gern auf meinem Kindle. Halte auch viel aus - hier war aber auch für einen duldsamen Geist die Grenze überschritten. Die Formatierung des Textes war mir lieblos und ärgerlich. Natürlich kann dafür Jo Nesbo nichts. Es sei aber genannt.

Alles in allem eine manchmal anstrengende Unterhaltung. Dagegen wäre nichts zu sagen. Sie nimmt sich aber eine Spur zu ernst. Leider. Denn auch dieser Roman bleibt was er ist: Nur ein Krimi.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen So viele Rechtschreibfehler, 25. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Leopard: Harry Holes achter Fall (Ein Harry-Hole-Krimi) (Kindle Edition)
Ein spannendes Buch - der Thriller wurde von Jo Nesbo wieder routiniert in Szene gesetzt und ist gut zu lesen. Allerdings ärgere ich mich über die vielen Rechtschreibfehler in der E-Book-Version. Das darf nicht passieren.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen "Leopard", eigentlich passender "Panzerherz", 22. Juli 2011
Von 
€nigma - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Nachdem sich Harry Hole im Vorgängerband "Schneemann" von seinem Mittelfinger und von Rakel, seiner großen Liebe, trennen musste, hat er sich nach Hongkong abgesetzt, wo er seinen Kummer wieder einmal mit Alkohol hinunterspült und außerdem noch Opium und Pferdewetten für sich entdeckt. Dort spürt ihn die junge Ermittlerin des Osloer Morddezernats Kaja Solness auf: in Oslo ist wieder ein Serienkiller unterwegs und der Leiter des Morddezernats glaubt ohne Harry nicht weiterzukommen. Harry ist zunächst unwillig, aber die Tatsache, dass sein krebskranker Vater im Sterben liegt, führt ihn dann doch nach Oslo zurück.

Es folgt eine rasante Jagd auf den Killer, die Harry sowohl psychisch wie auch physisch alles abverlangt. Seine Ermittlungen führen ihn von den "Eiswüsten" Norwegens bis nach Schwarzafrika. Gleichzeitig ist er noch so oft wie möglich am Krankenbett seines Vaters. Zu allem Überfluss ist jedoch nicht nur der Serienmörder sein Gegner, sondern auch Mikael Bellman, der Leiter des Kriminalamts. Offenbar besteht schon seit langem (Vorgängerbände?) eine erbitterte Rivalität zwischen dem Morddezernat und dem Kriminalamt. Statt zusammenzuarbeiten rivalisieren und behindern sich diese beiden Institutionen, was den Ermittlungen nicht gerade förderlich ist.

Die Konflikte zwischen den rivalisierenden Ermittlungsteams beleben allerdings die Handlung sehr, besonders die Figur des Mikael Bellman, eines typischen Alpha-Männchens, ist gut ausgearbeitet, ebenso wie die seines treuen Anhängers "Beavis", eines typischen Losers, der im Windschatten eines erfolgreichen Machtmenschen segelt.

Des Weiteren thematisiert Nesbö in seinem Roman auch die Vater-Sohn Beziehung und ihre Auswirkung auf die Entwicklung des Söhne.

"Leopard" - der Originaltitel "Panzerherz" erscheint mir wesentlich passender - ist ein unglaublich spannender, intelligenter und rasanter Thriller, der keinen Augenblick langweilt. Der einzige Kritikpunkt ist die - nicht mehr glaubwürdige - Übermenschlichkeit Harry Holes, der Belastungen erträgt und Kräfte mobilisiert, die kein normaler Sterblicher zustandebringt, ganz besonders kein Alkoholiker. Wie er sich immer wieder dem unmittelbar drohenden Tod entzieht, ist hochspannend zu lesen, aber zu dick aufgetragen.

Wer sich daran nicht stört, kann sich auf ein Buch freuen, das er bis zum fulminanten Showdown wohl kaum mehr aus der Hand legen wird. Von mir erhält "Leopard" 4,5 Sterne.
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