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11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Historischer Roman Made in Germany
Einen historischen Roman zu schreiben ist an sich ja schon eine stolze Leistung, aber einen so guten wie "die Wanderhure" praktisch "nebenbei" (neben einem Fulltime-Job als Programmiererin in einer Münchener Versicherung) der pure Wahnsinn!
Marie, eine Bürgerstochter im Konstanz des 15. Jahrhunderts, wird geschändet und muss ihren Unterhalt seitdem als...
Veröffentlicht am 1. Januar 2005 von Thomas BTF

versus
125 von 139 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Das tut weh. Sprachlich, inhaltlich, charakterlich.
Au weia.
Selten habe ich eine hanebüchenere Geschichte gelesen, plattere Charaktere gesehen und haarsträubendere Klischees bedient gesehen.
Tenor: Alle Frauen sind entweder madonnenhaft gut oder gnadenlos geldgierig, alle Männer entweder andauernd notgeil, strudelblöd oder tot (wobei sich diese Eigenschaften gegenseitig nicht...
Veröffentlicht am 31. August 2011 von Krapfenlyra


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125 von 139 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Das tut weh. Sprachlich, inhaltlich, charakterlich., 31. August 2011
Au weia.
Selten habe ich eine hanebüchenere Geschichte gelesen, plattere Charaktere gesehen und haarsträubendere Klischees bedient gesehen.
Tenor: Alle Frauen sind entweder madonnenhaft gut oder gnadenlos geldgierig, alle Männer entweder andauernd notgeil, strudelblöd oder tot (wobei sich diese Eigenschaften gegenseitig nicht ausschließen).
Selbst Freunde und Helfer können sich nicht beherrschen und machen sich über die dauernd bestiegenen Frauen her. Zum Glück lässt einen die Geschichte durch ihre vorhersehbare Handlung und die zutiefst billige Sprache dermaßen kalt, dass selbst die zahlreichen und ausgedehnten Vergewaltigungsphantasien nur einen schlechten Nachgeschmack hinterlassen.
Erfreulicherweise haben die Mädels ein paar Tinkturen, da sind sie schnell wieder flott und können wieder seitenweise Freier bedienen und Geld zählen. Nachhaltige seelische Schäden scheinen die zahlreichen Vergewaltigungen nicht zu hinterlassen, schwanger wird man in dem Gewerbe wohl auch nicht.
Die Ausführlichkeit und dauernde Wiederholung gewalttätiger oder im besten Fall gleichgültiger Sexszenen legt die Vermutung nahe, den Autoren bereite dies eine gewisse Freude. Hätten sie lieber mal ein paar Zeilen für die Charaktere verwendet, die völlig entwicklungsfrei zu einem schematischen, klischeehaften Leben verdonnert wurden.
Fazit: Eine Beleidigung für jeden normalen Mann, eine Unverschämtheit gegenüber jedem Menschen, dem tatsächlich einmal Gewalt angetan wurde und eine Zumutung für jeden Leser mit einem Minimum an Anspruch und Niveau.
NICHT kaufen! Wenn zu spät, Schiffchen draus falten.
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen "Pretty Woman" im Mittelalter, 14. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Wanderhure (Taschenbuch)
Ein bis dato unbescholtenes bildhübsches Mädchen wird vergewaltigt und mich Schmach aus der Stadt verjagt. Sie macht als Hure "Karriere" und kehrt schliesslich zurück um ihre einstige Peiniger zu rächen. Mit Hilfe einflussreicher Gönner gelingt ihr das schliesslich. Sie wird rehablitiert und rettet dabei sogar noch ihre Cousine vor einem ähnlichen Schicksal wie sie es seinerzeit erdulden musste. Zuletzt heiratet sie ihren Jungendfreund, der sie immer noch anbetet. Die Geschichte ist klischeehaft bis an die Schmerzgrenze (und darüber hinaus). Das Lebens auf der Strasse tut der Schönheit der Heldin keinen Abbruch - im Gegenteil. Und obwohl sie sich ständig irgendwelchen Männern hingibt bleibt sie "rein wie ein Engel" und verliert sie nie ihre "innere Unschuld". Die Huren sind natürlich allesamt selbstbewusste unabhängige Frauen, die erfolgreich auf eigene Rechnung arbeiten. Und wie sie da so von Jahrmarkt zu Jahrmarkt ziehen und ihre Zelte aufstellen hat das eher was von einem netten Campingausflug als vom harten Strassenleben. Die meiste Freier verhalten sich auch sehr anständig, manche sind sogar zärtlich und alle zahlen gut. Vom Elend wird zwar viel geredet, aber so wirklich spürbar ist es nicht. Dass man einen gut kalulierten Bestseller in Händen hält, wird von der ersten Seite an deutlich. Die Guten sind durchweg gut und die Bösen sind durchweg schlecht, und am Ende siegt natürlich die Gerechtigkeit. Eine verklärte Welt so prickeln wie ein zwei Tage abgestandener Prosecco. Den realen Lebensumständien geächteter Frauen dieser Zeit wird dieses naive Märchen mit Sicherheit nicht gerecht. Aber das ist wohl auch gar nicht der Anspruch eines Unterhaltungsromans. Dass das Konzept aufgeht zeigen die zahlreichen Fortsetzungsroman der "Wanderhure", die ich mir allerdings ersparen werde.
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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Langatmig, 1. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Wanderhure (Taschenbuch)
Beim lesen dieses Buches ist mir sehr oft aufgefallen wie modern die Silhuetten der Charackter agieren , denken und handeln . Die Atmosphäre einer Mitteralterlichen Umwelt kommt somit gar nicht auf. Ledigliches Schubladendenken rundet diese Sache ab, es gibt nur gut und böse , nichts dazwischen. Die Handlugsstränge hätte ein guter Autor spannender auf 100 Seiten gepackt. Sprachlich war das leider auch nichts, hätte doch etwas anspruchvolleres erwartet. Schade um die schöne Zeit in der ich einen guten Roman hätte lesen können, aber ich kann leider kein Buch weglegen, auch wenn es die Wanderhure von Iny Lorentz ist.
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420 von 492 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schlecht, schlechter, Wanderhure, 22. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Wanderhure (Taschenbuch)
Als Historiker wundere ich mich (mittlerweile) nicht (mehr) über schlecht recherchierte Mittelalter-Romane, in denen Protagonisten agieren, die neuzeitlich denken und handeln, dies aber vor einem mittelalterlichen Hintergrund tun. Solche ahistorischen Darstellungen sind der Regelfall, weil den meisten Autoren einfach der Einblick fehlt, mittelalterliches Denken und Fühlen darzustellen. So auch im vorliegenden Fall. Sämtliche Protagonisten der "Wanderhure" sind modern denkende Menschen, die in ein mittelalterlich aussehendes Sujet eingebunden wurden, in ihrem Denken und Handeln findet sich praktisch nichts "typisch spätmittelalterliches." Wäre dies der einzige echte Fehler, den dieser Roman enthielt, befände er sich in bester Gesellschaft und könnte immer noch zu einer insgesamt positiven Bewertung gelangen.

Doch ein positives Gesamturteil ist nicht möglich, denn das Produkt von Frau Lorentz gelangt nie über das Niveau billigster Groschenromane hinaus:

Die klischeehafte Darstellung fast sämtlicher Protagonisten ist schon beinahe übelerregend. Alle Schurken sind durch und durch böse (und fast immer männlich), alle Guten sind durch und durch gut (und sehr häufig weiblich); es gibt nur Schwarz oder Weiss, aber keinerlei Grautöne. Es fehlt den Protagonisten fast jeder charakterliche Tiefgang, Einblicke in das Seelenleben - zum Verständnis mittelalterlichen Denkens absolut unverzichtbar - gibt es nicht. Protagonisten verkommen hier zu zweidimensionalen Karikaturen ihrer selbst.

Die Handlung ist eine einzige Abfolge abenteuerlich dümmlicher Ereignisse, Vergewaltigungen, Morde, Intrigen und dazwischen immer wieder die unwahrscheinlichsten Zufälligkeiten, um der Handlung ihre vorhersehbaren Wendungen zu geben. Es grenzt schon an vorsätzliche Verdummung der Leser, wenn eine Autorin solch wild zusammengewürfelte Ereignisabfolgen als stringente Handlung verkaufen will. Sex sells, das ist sicherlich richtig, aber in der "Wanderhure" scheint die Handlung - wenn sie denn eine solche Bezeichnung überhaupt verdient - nur als Vorwand für die Schilderung sadistischer Sexualphantasien zu dienen.

Passend dazu sind auch Sprache und Stil von Frau Lorentz, und damit sind wir beim dritten Schwachpunkt - wobei das gesamte Buch eigentlich nur als eine einzige Ansammlung von Schwachpunkten verstanden werden kann. Die "Wanderhure" strotzt vor sprachlichen Klischees und abgenutzten Redewendungen und bestätigt damit den miserablen Gesamteindruck des Lorentzschen Machwerks.

Zusammenfassend läßt sich sagen, dass Frau Lorentz so ziemliche jede schriftstellerische Todsünde begangen hat, die sich denken läßt:
Oberflächliche und zweidimensionale Charaktere bewegen sich vor einem Zerr- und Abziehbild des späten Mittelalters, wobei die Handlung trotz reisserisch dargestellter Freveltaten klischeehaft, langweilig und vorhersehbar ist. Das niedrige sprachliche Niveau bestätigt eigentlich nur, dass sich die "Wanderhure" wohl besser zur Veröffentlichung als Fortsetzungsroman in irgendwelchen Druckerzeugnissen der Regenbogenpresse geeignet hätte.

Schade ist es eigentlich nur um jeden Baum, dessen Holz zur Herstellung des Papiers verschwendet wurde, das für den Druck der "Wanderhure" eingesetzt wurde und noch immer wird. Wäre es bei der Bewertung möglich gewesen, null Sterne zu vergeben, so wäre dies mein abschließendes Urteil. Denn die "Wanderhure" ist weder ein historischer Roman, noch vermag das Buch den Leser wenigstens halbwegs anspruchsvoll zu unterhalten. Im Grunde ist es nicht mehr als sadistische Pornographie mit künstlich aufgepfropftem Happy Ending.
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50 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Schlechter historischer Roman!, 13. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Wanderhure (Taschenbuch)
Die Geschichte vom Leiden der jungen Marie S. zeigt sich brutal, voller ungerechtigkeit und einer Anreihung widerlicher Vergewaltigungsszenen.

Ein Spannungsaufbau kommt aber dennoch nicht zustande. Die Handlung verfolgt keinen roten Faden, und der Racheplan gegen ihre Peiniger ist schlichtweg lächerlich. Obwohl sich viele Möglichkeiten geboten hätten listige Intrigen zu spinnen folgt das ganze eher einem plumpen Schema-F.

Die Darstellung des Mittelalters ist teilweise recht authentisch, teilweise ein wahres Ärgernis. So schienen damals alle Männer dauergeile Vergewaltiger zu sein, die jedes weibliche Wesen ab 11 Jahren, dass sie in die Finger bekommen brutalst Schänden und dann töten.

Fazit: Bei einem guten historischen Roman (z.B. von Rebecca Gablé) finde ich es meist schade wenn ich nach über 1000 Seiten zum Ende komme.

Bei diesem Buch war ich nach den knapp 700 Seiten froh dass es zuende war.
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54 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kurzweilige Unterhaltungsliteratur, 4. Juni 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Wanderhure (Taschenbuch)
Marie, Bürgerstochter aus Konstanz, wird von ihrem Verlobten Anno 1410 unschuldig der Hurerei beschuldigt, verurteilt, misshandelt und vertrieben und muß ihr Überleben mit dem Verkauf ihres Körpers als Wanderhure sichern. - Kein schlechter Stoff für einen historischen Roman. Das Buch ist spannend geschrieben. Wer eine leichte Urlaubslektüre sucht, die in die romantische Zeit des Mittelalters entführt, ist mit diesem Buch nicht schlecht beraten. Wem Anne Golon und ihre Angelique gefallen hat, dem dürfte auch dieses Buch von Iny Lorentz gut gefallen. Auch hier hat man eine kühne, durchsetzungsstarke Heldin, der eine himmelschreiende Ungerechtigkeit widerfährt. Sie meistert die Situation und gibt nicht auf, bis sie sich am Ende... nee, verrate ich jetzt nicht !

Wenn man einen historisch fundierten Roman über das Leben der Wanderhuren im Mittelalter erwartet, ist man allerdings sehr enttäuscht. Die Handlung ist leider teilweise vorhersehbar und realitätsfremd. Bestimmt hat Iny Lorentz nicht viel Zeit mit Recherchen "vertrödelt", Aspekte wie Geschlechtskrankheiten, ungewollte Schwangerschaften und die damit verbundenen Probleme, Rechtsprechung und Rehabilitationsmöglichkeiten (besonders wenn das Urteil von einem bischhöflichen Gericht verhängt wurde) u.a. fehlen, bzw. werden romantisiert.
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30 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Also nein, das ginge wirklich besser..., 19. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Wanderhure (Taschenbuch)
Das Buch ist leider sehr unrealistisch geschrieben, die genutzte Sprache ist unausgegoren, die Handlung ist vorhersehbar und die Charaktere wirken irgendwie flatterhaft, dumm und wecken auch keine Sympathie, indem sie dauernd mit vulgärer Sprache um sich werfen wie mit faulen Tomaten, sie besitzen kaum "Farbe" oder charakterliche Stärke.
Es hätte eine recht interessante Geschichte werden können, denn das, was Marie am Anfang passiert, die Verleumdung durch ihren Zukünftigen, ist noch glaubhaft. Doch was nach der Anklage passiert, wirkt schon an den Haaren herbeigezogen. Da wird zB nicht nach nach anderen Schmuckstücken der vermeindlichen liebhaber gesucht, sondern sich mit einem einzigen zufrieden gegeben. Danach wird Marie eingesperrt, und kein anderer außer ihrer Verwandten und der Ankläger weiß etwas davon, sie wird vergewaltigt und dann vor Gericht gestellt, wo alles gegen sie ist, und auch keiner ihrer Verwandten sich für sie einsetzt. Aber statt logisch zu handeln lässt sie alles über sich ergehen, zeigt kein bisschen Überzeugungskraft und zieht auch nicht in Erwägung, einmal den Beweis ihrer Misshandlung (den blutigen Stoffstreifen oder ihre Wunden, Schamgefühl hin oder her.) vorzuzeigen. Dann kommt, was kommen muss, sie wird bestraft und vertrieben, aber statt zu versuchen, einen ehrbaren Lebenswandel einzuschlagen oder in ein Nonnenkloster einzutreten, wird sie Wanderhure, überlebt allein getrieben vom Verlangen nach Rache, wie könnte es anders sein. Darauf folgt eine Reihe unmöglicher Zufälle und Geschehnisse, meist zu ihrem Vorteil, und sie findet natürlich auch ihre einstige "Jugendliebe" wieder, die sie dann nach anfänglichen Schwierigkeiten heiratet und bekommt auch am Ende ihre Rache.
So tut mir Marie am Anfang noch leid, weckt aber mit Fortschreiten des Buches Abneigung. Die Autorin ist fixiert auf teilweise unwichtige Dinge, wiederholt sich ständig und stellt alle Männer (bis auf Michel) als Schänder, Mörder und dauergeile Rohbolde dar, auch Mönche. Dazu kommt schon fast ein Zwang, darzustellen wie Vergewaltigungen ablaufen, den Verkehr der Huren mit ihren Freiern lässt die Autorin aber auch meistens weg, bzw beschreibt nur, dass sie "sich auf Marie fallen lassen" (wie oft muss das arme Mädchen blaue Flecken, Quetschungen oder Knochenbrüche gehabt haben), sie dann "zwischen den Schenkeln nehmen" und "es treiben wie wilde Tiere" (auch Freier im Mittelalter waren sicherlich nicht immer wie von der Autorin beschrieben).
Maries Reaktionen auf bestimmte Situationen wirken oft unpassend, zudem verhält sie sich allen Anderen gegenüber wie ein rotzfreches Gossenkind. Aufrgund ihrer viel gelobten Schönheit kann sie sich ihre Freier natürlich aussuchen. Das wirkt fehl am Platz, denn im MA war man (Frau), besonders als Wanderhure, schnell verbraucht, viele sahen mit 25 aus wie Menschen heute mit 50 oder 60. Trotzdem ist Marie natürlich nach 4 Jahren harten Lebens als WH immer noch strahlend schön und wirkt jungfräulich... Alles klar, unglaubwürdiger gehts nicht. Erstaunlich ist auch, dass Marie im Laufe ihres Lebens nicht extrem großen seelischen Schaden nimmt, durch das, was ihr alles passiert, zum Teil durch ihre eigene Dummheit hervorgerufen. Ich bin nur froh, dass die Autorin die drei Jahre nach Maries Zusammentreffen mit Hiltrud nicht auch noch beschrieben hätte, das erspart dem Leser eine Menge Langeweile und Frust.

Ich weiß nicht, mich hat es nicht annähernd so umgehauen, wie man das bei diesen vielen positiven Bewertungen erwarten sollte. Ich hab es gelesen, weil ich im Moment nichts anderes habe, und zum Glück habe ich mir das Buch nur ausgeliehen, ich hätte diese Gedverschwendung sonst sicherlich bereut.
Die Fortsetzungen werde ich mir nicht antun, und ansonsten kann ich einfach nur sagen: Lest euch auch negative Bewertungen eines Buches durch, bevor ihr es kauft! ;)
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Billigste Machart, kaum Spannung, historisch inkorrekt und erkennbar konstruiert, 2. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Wanderhure (Taschenbuch)
Es gibt zahlreiche gute Autoren historischer Romane. Hierzu gehören insbesondere Rebecca Gable, Ken Follett, Tanja Kinkel und Bernard Cornwell. Die Wanderhure zeugt aber weder von der Fähigkeit, Spannung zu erzeugen, noch von historischen Kenntnissen und dem Versuch, logische Brüche zu vermeiden.

Nimmt man die Spannung, ist das Buch in drei Teile aufzuteilen: Die ersten und die letzten 50 Seiten sind jeweils mäßig spannend. Dazwischen herrscht über 500 Seiten Langeweile. Ein Spannungsbogen, auch temporär, ist so gut wie nicht zu erkennen, außer punktuell bei Vergewaltigungen, Morden etc.

Das Erzählniveau ist weder durch eine besondere Schreibe geprägt, noch durch den Willen, Dinge und Geschehnisse plastischer und anschaulicher darzustellen (außer den Schmuddelszenen). Die Städte, in denen der Roman spielt, also meist Konstanz und Straßburg, werden im Vorbeigehen dargestellt, es könnten auch ganz andere Städte in Deutschland sein. Besonderheiten dieser Städte, wie die damals ehrfurchtserregenden Bauten der Münsterkirchen in beiden Städten, besondere Häuser, der Rhein hier wie dort usw., werden schlicht ausgespart. Hierdurch eine erzählerische Identikation mit der beschriebenen Stadt zu erreichen, ist unmöglich. Dies offenbart aber auch die Schwäche des gesamten Romans, nämlich eine geradezu programmatische Oberflächlichkeit.

Gleiches gilt für die Personen selber. Davon abgesehen, dass fast alle Männer in dem Roman - Geistliche inbegriffen - notgeil sind, sind die Personendarstellungen flach gehalten und durch logische Brüche geprägt. Michel als Hauptmann hat alle Zeit der Welt, sich um Maries Belange zu kümmern. Klingt wie bei Liebling Kreuzberg, der hatte aber nicht ganz so viel Zeit zwischen seinen Terminen. Außerdem scheint er - wird jedenfalls im Buch nicht dargestellt - keinerlei Probleme damit zu haben, dass Marie eben eine delikate Vorgeschichte aus den letzten fünf Jahren mitbrachte. Ja, Jugendliebe ist schön, selbst wenn sie noch so lange zurück liegt. Aber es wäre auch zu viel verlangt, auf dieses emotionale Detail, das sich dem Leser aufdrängt, im Buch einzugehen. Wie auf so viele Details, die den Leser interessieren würden.

Marie wird - obwohl man es (beabsichtigt?) durch die fünf Jahre Erzählpause in der Darstellung ihrer Wanderhurenschaft nicht nachvollziehen kann - von einem gehorsamen Mädchen zu einer aufmüpfigen, selbstbewussten jungen Frau. Wo bleibt da die Darstellung der charakterlichen Reifung? Und vor allem: Wo bleibt da die Konsequenz in der Darstellung des Charakters? Dies offenbart sich v.a. in den letzten Seiten, wo sie mit Michel verheiratet wird, obwohl sie nicht vorher eingewilligt hatte und ihn vorher v.a. von sich gestoßen hatte, um ihrer Selbständigkeit willen. Jetzt wird sie ohne größere Darstellung einer Abwegung zu einer Kastellanin mit Burg und Ehemann. Da passt gar nichts zusammen.

Weitere Eindrücke, die sich aufdrängen, sind: Wanderhure sein bringt Spaß, macht nicht schwanger (warum nicht, wird nicht behandelt), und man kommt ja kräftig herum. Klingt ein wenig wie Abenteuerurlaub.

Und: Südwestdeutschland ist klein. Da wird die Distanz zwischen "bei Tettnang" und Straßburg in überschaubarer Zeit zu Fuß bewältigt. Ein Blick in den Atlas sagt einem: Das dauert deutlich länger, als dargestellt.

Dann waren da noch die historischen Unkorrektheiten. Ein Mensch, der vor Reue vergeht und der Welt entsagen möchte (Linhard), begibt sich nicht in ein Franziskanerkloster. Dies waren Stadtklöster, deren Aufgabe die Seelsorge der Bürger (und nicht der eigenen Seele) und deren schulische Unterrichtung war. Da wäre Kloster Petershausen bzw. Kloster Reichenau (jeweils Benediktiner) oder Kloster Salem (Zisterzienser) eher geeignet gewesen. Ach ja, und da war da noch die Delegation an Franziskanerinnen-Nonnen zum Schluss der Erzählung. Es gab in Konstanz als Nonnenkloster aber nur ein Dominikanerinnenkloster (Zoffingen), kein Franziskanerinnen- oder Klarissenkloster. Woher die Damen kamen, bleibt wie so vieles offen.

Geradezu schmerzhaft ist die Verlagerung der (kurzen) Darstellung der religiösen Situation (Schisma, Jan Hus) zur Konzilszeit in den Epilog des Buches. Während gute Autoren diese Informationen in den Erzähltext einfließen lassen, um den Leser ohne Störung des Leseflusses direkt und im Kontext zu informieren, gehört dies hier in einen Epilog. Es wäre wohl für die Zielgruppe zu viel verlangt gewesen, ein wenig mehr des historischen Hintergrundes in den Erzähltext hineinzunehmen.

Das ganze passt nur dann zusammen, wenn man ein unlogisches und fadenscheiniges (das Wort wird im Buch häufiger verwendet, sic!) Erzählgerüst mit Gewalt und ohne Talent zu einer Geschichte ausbauen möchte. Fazit: Es gibt zahlreiche spannendere historische Romane mit mehr Emotion, mehr Information und mehr Schlüssigkeit als dieses Buch. Schade um das aufgewendete Geld und die Zeit zum Lesen.
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37 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Grausig!!, 4. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Wanderhure (Taschenbuch)
Ich habe bereits vor ein paar Jahren "Die Kastratin" von Iny Lorentz gelesen und da es mich nicht so wirklich begeistern konnte, habe ich auch lange gezögert mir "Die Wanderhure" vorzunehmen. Doch nach einer Empfehlung durch meine Freundin und den vielen positiven Rezensionen hier bei Amazon, habe ich es dann doch gewagt und zwar zu meinem größten Bedauern. :-(
Ich weiß nicht, ob ich mittlerweile verwöhnt bin, durch die vielen richtig guten historischen Romane, die ich inzwischen gelesen habe, oder ob Frau Lorentz an Qualität noch weiter abgenommen hat, aber "Die Wanderhure" war noch viel, viel schlechter als "Die Kastratin".
Das ganze Buch war mit Verlaub gesagt einfach nur dumm.
Die Story war teilweise so an den Haaren herbeigezogen, dass mir vor lauter "glücklichen Zufällen" und himmelsschreiender Klischees ganz schwindelig wurde. Jeder Kerl der in dem Buch herumläuft, hat sein Gehirn unterhalb seines Gürtels angesiedelt, übrigens auch die vermeintlich guten Typen, sodass die vom Schicksal gebeutelte Marie mit dem selbstverständlich engelsgleichen Gesicht (!!) richtig absahnen kann, als "Hübschlerin".
Womit ich bei dem Wort wäre, dass zu den größten Lächerlichkeiten in diesem Buch gehört. Dabei ist es nicht nur das Wort allein, mag ja sein, dass Huren sich seinerzeit so genannt haben, sondern die Art wie es verwandt wird. Ich hatte das Gefühl, als hatte Frau Lorentz nachdem sie das Buch in Word fertig geschrieben hatte, mal eine Suche nach dem Wort Hure gestartet und da es ihr zu oft vorkam, es manchmal einfach durch Hübschlerin ausgetauscht, so sinnfrei und unpassend wurde es teilweise verwandt.
Doch dass der Umgang mit Worten leider nicht zu den Stärken der 'Autorin' gehört, merkte man leider von Anfang an, was auch das größte Manko des Buches ist. Zunächst dachte ich, dass die Sprache von Frau Lorentz auf den ersten Seiten, wie das halt manchmal bei Büchern ist, einfach nur ungewohnt klingt und sich das bald legen wird, doch das hat es leider nicht, denn die Frau kann einfach nicht schreiben.
Das ganze Buch klang so, als hätte es jemand geschrieben, der seine ersten Gehversuche als "Möchtegernautor" macht und noch weit, weit, weit davon entfernt ist sich halbwegs gut auszudrücken. Es war einfach nur stümperhaft, amateurhaft und grauenerregend und ich kam aus dem Kopfschütteln darüber, wie ein Verlag jemanden der so schlecht schreibt unter Vertrag nehmen kann, nicht heraus.
Durch ihren grausigen Schreibstil hat Frau Lorentz leider das ganze Buch verschandelt, wäre es von einem Autor geschrieben worden, der auch wirklich schreiben kann, wäre es sicher besser geworden, denn dann hätte man sich diese Unmengen an sprachlichen Lächerlichkeiten und die äußerst dumm klingenden Dialoge erspart.
Auch zu den Personen kann ich leider nicht viel positives sagen. Es gab hier niemanden der mir sympathisch war.
Was der Epilog sollte war mir auch schleierhaft. Bis auf eine bis zwei Kleinigkeiten kam alles was im Epilog geschrieben wurde ausführlich schon im Buch vor, sodass das völlig überflüssig war, es zeigte nur wieder mal die Ahnungslosigkeit der Autorin.

Ich weiß hiernach jedenfalls, dass ich nicht noch mal etwas von Frau Lorentz lesen werde und ich kann jedem, der es in Erwägung zieht, nur dringend davon abraten.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Masse statt Klasse, 9. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Die Wanderhure (Taschenbuch)
Da mir die Bücherreihe von Iny Lorentz von mehreren Leserinnen empfohlen wurde habe ich nach einer geraumen Zeit ebenfalls zugegriffen obwohl ich ja nicht so der Fan von angeblichen Bestsellern bin, vor allem nicht von diesen mittelalterlichen, intrigenreichen und blutigen.

Die Wanderhure wäre meiner Ansicht nach ein hervorragendes Werk geworden wenn es um 250 Seiten kürzer geschrieben worden wäre. Der Anfang ist beinahe beispiellos authentisch und reißt die Leserin oder den Leser gleich mit in das harte und zugleich bunte mittelalterliche Konstanz, wo das Schicksal der jungfräulichen und tugendhaften Marie binnen weniger Augenblicke besiegelt sein wird.

Sie wird von ihrem gierigen Verlobten der Hurerei beschuldigt und wird nach einer monströsen und qualvollen Strafe auf Lebenszeit aus ihrer Heimatstadt verbannt, wird von der Wanderhure Hiltraud gerettet und wird von nun auf sich ihr Überleben ebenfalls als Solche sichern müssen.

Nach ungefähr 200-250 Seiten wird es auch schon langatmig, weniger spannend und irgendwie in die Länge gezogen, das ist auch der Grund warum dieses Buch für mich keine 5-Sterne Bewertung erhält. Die letzten 200 Seiten dagegen sprühen wieder voller Farbe, Leidenschaft, Emotionen und vieler Ereignisse.

Diesen ersten Teil eines insgesamt 4-teiligen Werkes kann ich nur Leseratten empfehlen die viel Zeit ins Lesen investieren möchten und sehr, sehr geduldig sind. Ich meinerseits bin schon sehr gespannt auf die anderen 3 Teile und hoffe dort auf keine 200-250Seiten voller Worte die jedoch nicht sehr lesenswert sind.

Viel Spaß allen Leseratten die schon immer mal für ein paar Stunden ins heimische Mittelalter entschwinden wollten.
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Die Wanderhure
Die Wanderhure von Iny Lorentz
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