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5.0 von 5 Sternen "Die Natur betrügt uns nie. Wir sind es immer, die wir uns selbst betrügen." ( Rousseau)
Der Autor des vorliegenden Buches ist der Philosoph und Schriftsteller Jean -Jacques Rousseau (1712- 1778) Dieser Philosoph war einer der wichtigsten Aufklärer des 18. Jahrhunderts, der ideelle Wegbereiter der französischen Revolution und einer der bedeutendsten Pädagogen der Neuzeit.

Der Philosoph zeichnet zunächst das Bild eines...
Veröffentlicht am 6. Oktober 2008 von Helga König

versus
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3.0 von 5 Sternen Für Studienzwecke nach wie vor geeignet
Für Philosophen, Politologen und Staatsrechtler gewiss ein lohnendes Objekt, wenn nicht sogar eine Pflichtlektüre. Für den beflissenen Leser, der nach geistiger Aufklärung sucht, könnte es sich - bei aufmerksamer Lesart - auch lohnen. Rousseau machte sich angesichts der bestehenden Verhältnisse in Frankreich Gedanken darüber, wie man die...
Vor 5 Monaten von Reinhold Schneiders veröffentlicht


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20 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Die Natur betrügt uns nie. Wir sind es immer, die wir uns selbst betrügen." ( Rousseau), 6. Oktober 2008
Von 
Helga König - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Der Autor des vorliegenden Buches ist der Philosoph und Schriftsteller Jean -Jacques Rousseau (1712- 1778) Dieser Philosoph war einer der wichtigsten Aufklärer des 18. Jahrhunderts, der ideelle Wegbereiter der französischen Revolution und einer der bedeutendsten Pädagogen der Neuzeit.

Der Philosoph zeichnet zunächst das Bild eines Naturzustandes. Im Gegensatz zu Hobbes " Kampf aller gegen alle " kommt seine Schilderung einem geradezu paradiesischen Zustand nahe. Er herrscht allgemeine Gesundheit, denn die Natur tilgt das Schwache von selbst aus.
Es dominieren die einfachen Tugenden, die Geschlechtsbeziehungen sind rein animalisch und unkompliziert. Die Menschen sind isoliert, unabhängig, niemanden untertan, ohne Industrie, Sprache, ohne Nachdenken.
Dieser Naturzustand ist ein gedankliches Konstrukt zur Beurteilung gegenwärtiger Zustände und Entwicklungstendenzen.
Rousseaus politische Philosophie ist insofern im Kern sowohl Zeitkritik als auch Entwurf einer möglichen besseren, weil vernünftigeren Verfassung der menschlichen Gemeinschaften.
Wie kam es zur Beendigung des idealen Zustandes? Krieg und Mord entstand, nachdem der Grund und Boden erst einmal aufgeteilt war. Herrschaft, Knechtschaft, Gewalttätigkeiten und Räubereien nahmen ihren Anfang. Die Menschen begannen habgierig, ehrgeizig und boshaft zu werden.
Ein Zustand, der auf Krieg und Mord hinauslief, konnte nicht von Dauer sein.
Da kam " der Reiche " auf den Gedanken sich zu vereinigen, um die Schwachen vor Unterdrückung zu behüten, die Ehrgeizigen in Zaum zu halten und jedem den Besitz zu gewährleisten, der ihm zusteht. So entstand ein Staat und Gesetze, die dem Schwachen neue Fesseln anlegte und den Reichen die Möglichkeit gaben, die Ungleichheit zu verewigen und zwar indem die zunächst als gesetzlich begründete Herrschaft wenig später in eine willkürliche ausartete.
Die Entstehung des Eigentums war demnach das erste Unheil: sie schuf Reiche und Arme. Das nächste Unheil war die Einsetzung einer Obrigkeit: sie schuf Herrschende und Beherrschte. Das dritte Unheil war die Ausartung der Macht: sie schuf Herren und Sklaven, welchen als einzige Pflicht der Gehorsam blieb.

Gab es aus diesem Zustand einen Ausweg?

Rousseau wollte mit seinem " Gesellschaftsvertrag " ( " Contrat social ") einen Ausweg aufzeigen.

" Der Mensch ist frei geboren und überall liegt er in Ketten " liest man zu Anfang des Buches. Es muss trotzdem möglich sein, eine Verfassung herzustellen, in welcher die natürliche und unveräußerliche Freiheit in Einklang gebracht ist mit dem Maß der Gewalt, welches vom Wesen staatlicher Ordnung nicht hinweg zu denken ist. Niemals kann Recht durch Macht allein gebildet werden. Die Grundlage von rechtmäßiger Herrschaft ist der Konsens, so Rousseau.

Diese Übereinkunft ist der " Gesellschaftsvertrag ". Jeder Genosse gibt sich selbst und alles, was er vermag, als Gemeingut unter die oberste Leitung des gemeinsamen Willens.
Hierdurch entsteht als öffentliche Person eine seelische Gesamtkörperschaft, das Volk. Dieses Volk ist der einzige Träger der Souveränität.
Durch Abstimmung wird der Willen dieses Souveräns ermittelt. Der beständige Wille aller Staatsglieder ist der Gemeinwille, durch ihn sind sie Bürger und sind frei. Aus der Berechnung der Stimmen ergibt sich die Feststellung des Gemeinwillens.

Die Wirkung des Werkes, das hier nur kurz skizziert werden kann, war sehr groß. Die Welt verdankt Rousseau die Garantie der Grundrechte und den Anstoß zu " Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ", die von der UNO 1948 erlassen wurden.

Lesenswert!
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ideen, die die Welt veränderten, 11. Juni 2009
Von 
kpoac - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
"Denn was Geist schuf ist vom Sande nicht".
(Lord Byron)

Jean-Jacques Rousseau (1712-1778) war Genfer Philosoph und Pädagoge. Seine Werke "Emile", "Der Gesellschaftsvertrag" und auch die an Augustinus angelehnten Confessiones sind sein Vermächtnis. Hiermit und insbesondere mit der Art der neuen Gesellschaft in Folge von Hobbes hat er maßgeblich die Französische Revolution beeinflusst. Was niemanden gelang, nämlich Kant dem Uhrwerk seines Tages zu entlocken, gelang einzig Rousseau. Einmal im Leben hatte Kant seinen obligatorischen Abendspaziergang ausfallen lassen: Er las den "Emile".

Wenn freie und gleiche Individuen in Vernunft übereinstimmen, können daraus Konzepte entstehen, die in Vertragstheorien relevant werden. Rousseau hat versucht, eine Theorie auf den Status einer möglichst übereinstimmenden, allgemeine Anerkennung und Zustimmung erhaltenden Grundfeste zu stellen, die dann von normativer Gültigkeit werden konnte. Auf die auf Gottes Willen rekursiven Rechtfertigungen wollte er verzichten und eine Weltsicht aufbauen, die der Wissenschaft, der sozialen Ordnung und den kulturellen Bedürfnissen diente und letztendlich den Menschen in einer neuerschaffenen geistigen Welt. Hier sollen Welt- und Selbstverhältnisse einvernehmlich geregelte Grundlage des Miteinander seins. Freiwillige Selbstbeschränkung zum Wohle aller steht seit Hobbes im Zentrum der Überlegungen. Den Menschen im reinen Naturzustand zu belassen ohne institutionelle Ordnungs- und Sicherheitsleistungen, wäre für ihn unerträglich. Auch wenn der Zuruf: "retour á la nature" anderes verheißen mag, ist doch deutlich zu erwähnen, dass Rousseau nicht gehen, sondern sehen (sic!) meinte, und damit die Höherentwicklung deutlich machte. Und aus dem Spektrum des Gewesenen eine Tradition in Innovation als Staatsrecht zu verwandeln, ist bis heute maßgebliche Richtung in Denken und Handeln. Die Überzeugung, Gleichheit und Freiheit in den Wertekanon zu übernehmen, setzt unter dem Primat der Gleichheit eine Freiheit voraus, die ohne Vorbehalt sich der absoluten Macht des Staates über seine Bürger unterordnet. Und doch muss sichergestellt sein, dass diese absolute Macht des Staates sich der Zustimmung seiner Bürger sicher ist. Der allgemeine Wille (volonte generale) muss damit zum privaten Willen kongruent sein.

Im Zentrum von Rousseaus Ideen steht ein Freiheitsverständnis, welches Freiheit als Wesensbestimmung des Menschen definiert. Freiheit dient der Rechtfertigung, Freiheit ist die Grundlage der politischen Ordnung und Freiheit ist unveräußerlich. Für Rousseau ist Freiheit mehr als Handlungsfreiheit, sie definiert Anspruch auf materielle Selbstbestimmung, auf Selbstherrschaft. Voraussetzung ist, dass alle Bürger gleichermaßen die Macht besitzen und einmütig sich selbst die Gesetze geben. So wird die 'volonte generale' immer zum Willen jedes einzelnen. Damit ist legitime Herrschaft vollständige Demokratie, unfehlbar und absolut, wohl wissend, dass die Tugend der Teilnehmer über die Qualität des Vertragswerks bestimmt. Rousseau oszilliert so zwischen der natürlichen Freiheit und der Gleichheit in der Gemeinschaft, die nicht mehr bedeutet, als die Auslöschung des Selbst.

Rousseaus Gesellschaftsvertrag bietet eine konstruktive Philosophie, die sich mit Aussicht auf Zukunft einer Entwicklungsdynamik anpasst. Diese Philosophie stellt die vorhergehende republikanische Vormoderne in den Widerstreit gegen die liberal-kapitalistische und wird so in sich wieder modern.

"Der Mensch wird frei geboren, und überall ist er in Fesseln." So der Einstieg in ein vier Bücher (Kapitel) umfassendes Werk mit diversen Unterpunkten. Staat und Familie, ihre Rechte und Pflichten gelten als Aufbruch einer Vernunftsreise durch menschliche Vertragslogik, die am Ende des vierten Buches trotz angekündigtem Verzicht auf die Vergewisserung Gottes in den Fragen des Lebens nicht auf eine bürgerliche Religion verzichten kann. Denn - und da sind die ursprünglichen Befindlichkeiten des Urmenschen wieder im Spiel - ist festzuhalten, dass "[a]lles, was die gesellschaftliche Einheit zerreißt, [ist] wertlos ist; alle Einrichtungen, die den Menschen mit sich selbst in Widerspruch setzen, sind wertlos". Interessant und sicher Anlass zu verfolgen, ist Rousseaus Ansicht, dass eine mögliche Vollkommenheit eine Gesellschaft bzgl. Verbindung und Zusammenhang untereinander zerstören würde. Diesen Gedanken auf die Gesellschaft des christlichen Abendlandes anzuwenden, hieße eben doch, dass die Vollkommenheit in diesem Sinne nicht von dieser Welt sein kann. So verbleibt Rousseaus Kritik, dass das Christentum nicht wie die Gesellschaft, Sklaven schafft und schon kennen wir den Einstieg Nietzsches in seine Philosophie des Antichristen.

Rousseaus Botschaft zur Freiheit heißt, auf sie zu verzichten ist Verzicht auf sein Menschenrecht, selbst Verzicht auf die Pflichten und heißt eben auch, seinen Handlungen allen sittlichen Wert zu nehmen. Und wer auf alles verzichtet, dem steht auch keine Entschädigung zu. Wie dem Leser Rousseaus mag auch dem Leser von Rezensionen Rousseaus Aperçu gelten, "dass [er] nicht über die Kunst verfüge, für jene verständlich zu schreiben [...], denen es an Aufmerksamkeit fehle"

Mit einem "Diskurs über die Ungleichheit" stimmt Norbert Bolz gerade ein in einen Anti-Rousseau. Beide Werke (Rousseau, Bolz) verdienen hohe Beachtung, jeweils aus dem Blickwinkel ihrer Zeit.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen gut verständlich und ansprechendes layout, 24. März 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ich will hier nicht wie andere wissenschaftliche Kritiken schreiben und werde mich auch als Anfänger im Philosophiestudium davor hüten.Zum Inhalt ist ja auch schon viel gesagt worden und den kann auch jeder selber lesen und beurteilen.Es heißt zwar Der Gesellschaftvertrag und nicht Vom Gesellschaftsvertrag wie es ,wenn man das aus dem Französischen übersetzt heißen müsste, aber das stört mich nicht.Jetzt mal etwas anderes.Das layout ist schon einmal sehr ansprechend.Rousseau lächelt seinen Leserinnen sehr einnehmend entgegen und er hat einen gewissen Schalk in den Augen,welches dazu motiviert, das Buch aufzuschlagen.Die Seiten sind aus festem Leinenpapier und nicht aus diesem dünnen Flatterpapapier,bei dem man Angst haben muss etwas zu unterstreichen oder gar etwas auszuradieren.Dieses Papier hat eine feste Leinenqualität,wenn es Leinen ist und erinnert stark an meine alten Kinder -und Jugendbücher.Außerdem gibt das Material zunächst einen fremden, dann aber einen sehr angenehmen Büchergeruch von sich, wie er einem auch in Bibliotheken entgegen kommt. Ich liebe diesen Geruch!!Dann liest man den Text und er ist selbst für Anfänger der Philosophie ( 1.Semester) sehr verständlich.Da hat Herr Dr. Ulrich Bossier den Text wirklich gut übersetzt.Ich kenne jetzt allerdings auch keine anderen Übersetzungen, die vllt besser sind.Diese ist jedenfalls sehr verständlich.Außerdem befinden sich hinten im Buch noch Anmerkungen.Nicht so ausführlich wie in den zweisprachigen Reclamausgaben, aber dennoch sehr hilfreich.Für den Anfang reicht mir das.Der Sprachstil von Rousseau ist fesselnd und mitreißend und man hat das Gefühl als wenn er vor einem sitzt und einem seine Theorie mit Feuer darlegt.Einfach genial.Es ist somit auch sehr angenehm das Buch zu lesen.Habe an einem Mittag ,so ab 15 Uhr bis abends um 19Uhr immerhin die ersten zwei Bücher geschafft und das sind immerhin 90 Seiten.Der Druck ist auch schön groß, aber nicht zu groß,so dass das Lesen auch nicht zu schnell ermüdet.Und wenn man dann wieder das Buch zuschlägt, dann lächelt mir wieder Rousseau entegegen.
Für den Preis von 5 Euro, dieses layout,die sehr gute Papierqualität, die das Anstreichen mit Bleistift und das Radieren aushält und dann das Paier,das auch sehr weich ist und mit der Zeit unter den Händen sehr schön warm wird,dann noch die gute Übersetzung mit den Anmerkungen, da kann man doch nicht meckern.Das Buch wurde auch innerhalb von 48 Stunden geliefert und hat einen festen Einband.Der Gesellschaftsvertrag: Oder Prinzipien des Staatsrechts
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Gesellschaftsvertrag, 8. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Gesellschaftsvertrag (Kindle Edition)
Der Gesellschaftsvertrag von Rousseau ist immer noch eines der wichtigsten Bücher, um sich mit Demokratie auseinanderzusetzen; vor allem auch mit der aktuellen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer wissen will, sie Staat funktioniert, 17. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Gesellschaftsvertrag (Kindle Edition)
Wer wissen will, sie Staat und Gesellschaft funktioniert oder funktionieren könnte, ist hier richtig. Kindle spielt hier mit der Nachschlagefunktion der einzelnen Wörter bei Bedarf seine Stärke aus. Ich bin immer wieder überrascht, wie die Wörter, die man glaubt zu kennen, sich in ihrer Bedeutung im laufe der Zeit gewandelt haben. So werden auch alte Texte wieder gut zu lesen. Hätte ich es nur vor 40 Jahren so erklärt bekommen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lehrreich und topaktuell wie nie, 1. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Die Abhandlung Rousseaus ist DIE messerscharfe Analyse dessen, was Demokratie sein sollte. Der Autor selbst räumt ja leider an mehreren Stellen ein, dass die echte, die direkte Demokratie in der politischen Realität keinen Bestand hat, dennoch ist es hoch faszinierend als LeserIn erklärt zu bekommen, wie sie funtionieren müsste.
Ich fand persönlich am interessantesten, wie sehr diese Analyse von dem abweicht, was so viele Neunmalkluge, um im Duktus der Übersetzung zu bleiben, heute über Demokratie in Wort und Schrift hinaus in die Welt posaunen.
Bevor ich Rousseau gelesen hatte, war ich der Ansicht, die direkte Demokratie sei ein modischer Irrweg, aber jetzt denke ich, dass sie richtig angewandt überaus praktikabel und segensbringend sein könnte.
Erschreckend die Erkenntnis, dass die allgemeinen Mißverständnisse und Fehlinformationen zur und über Demokratie sich nach 200 Jahren nicht mal annähernd geändert haben, im Gegenteil sich noch vertieft haben. So ist der Irrtum, dass eine gewählte Regierung keineswegs der Souverän ist, sondern nur eine Verwaltung auf Zeit, nicht tot zu kriegen. Denn der Souverän ist das Volk, und wenn es "Volksvertreter" hat, und die Bevölkerungszahl ohne Migration abnimmt, dann geht eine Gesellschaft den Bach runter, sagt Rousseau. Und ich denke, er hat Recht.
Gleichheit ist nicht Gleichheit, wie sie populistisch diffamiert wird und Mitbestimmung setzt Information und Bildung voraus.
Ja, das Lesen des Buches verlangt Hirnschmalz, ich musste es vielfach unterbrechen und Anmerkungen machen, um drüber nachzudenken und andernorts nachzulesen, aber das ist eben keine Unterhaltungsliteratur.
Schon möglich, dass es jemand daher langweilig findet, weil er denkt, schon alles mal gehört und angedacht zu haben. Aber genau da liegt m.M.n. ja der Hase im Pfeffer, dass die im Buch enthaltenen Ideen insbesondere in den nicht schweizerischen deutschsprachigen Gefilden eben nur angedacht und nie durchdacht oder auch nur ansatzweise umgesetzt worden sind.
Dieses Buch müsste Pflichtliteratur für alle sein, die sich zu Politik in irgendeiner Form äußern wollen, insbesondere für jene, die Wahlzettel in die Urnen werfen!
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5.0 von 5 Sternen Der Gesellschaftsvertrag - Jean Jacques Roussea, 11. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Gesellschaftsvertrag (Kindle Edition)
Eine Pflichtlektüre in der Praktischen Philosophie bzgl. Ethik / Staatsphilosophie...
und als e-book perfekt zum "gefälligen" nachschlagen.
Preis / Leistung ... perfekt
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der klarste Verstand, 10. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Jean-Jacques Rousseau zeigt eindrücklich mit welchem Genie und klarem Verstand er diese Texte verfasst hat.

Ich muss zugeben einige Passagen sind nicht leicht zu verstehen, andere wiederum leuchten einem ein wie die Sonne an einem Augusttag durch den Himmel strahlen kann an dem keine Wolke sichtbar ist.
Aber im Grunde sind alle Erklärungen von Rousseau kurz und dennoch detailreich erklärt und mit einer unheimlichen schärfe der Beobachtung auf die Politik, den Staat, das Volk, den individuellen Willen, den allgemeinen Willen und natürlich der Gesellschaft selbst geprägt, dass einem eigentlich nichts anderes übrig bleibt als zu staunen und seinen Horizont damit zu erweitern.

Persönlich habe ich rein auf Gefühlen basierend einen solchen Charakter und die Ansichten über die Politik wie Rousseau es beschreibt. Somit habe ich endlich die Worte gefunden die ich nie selber zusammenfassen konnte.

Im Buch wird alles ausführlich beschrieben, worauf man sich besinnen sollte und in meinen Augen das wichtigste, was eine tatsächliche Demokratie 'wäre' die es nicht geben kann, wie Rousseau selber unmissverständlich mitteilt. Er listet auf was für die verschiedenen Regierungsformen spricht und was dagegen. Auch beweist er mit vielen Anmerkungen, dass er ein breites Allgemeinwissen besitzt.

Ich wünschte mehr Menschen und vor allem Politiker würden seine Schriften lesen, aber vor allem auch der Bürger des Prolitariats.

Zum Buch:
Was will man hier schon sagen. Es ist ein Einband, in guter Qualität. Es ist problemlos lesbar und gut gegliedert.
Das allerbeste ist aber der Preis hier auf Amazon (5 Euro stand 10.07.2013) für die GEBUNDENE Ausgabe! Also kann sich beinahe ein Jeder im deutschsprachigem Raum dieses Buch ziemlich problemlos leisten. Und wie eben erwähnt, ich lege diese Schriften von Jean-Jacques Rousseau, dem alten Genfer (ob er es wohl persönlich gut geheissen hätte, dass dieser Stadtstaat sich der Schweiz anschliesst und dies mit der heutigen Politik der Schweiz zufrieden gegeben hätte?), sehr ans Herz.

Eine uneingeschränkte Kaufsempfehlung von meiner Wenigkeit, ist gegeben!
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Für Studienzwecke nach wie vor geeignet, 9. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Der Gesellschaftsvertrag (Kindle Edition)
Für Philosophen, Politologen und Staatsrechtler gewiss ein lohnendes Objekt, wenn nicht sogar eine Pflichtlektüre. Für den beflissenen Leser, der nach geistiger Aufklärung sucht, könnte es sich - bei aufmerksamer Lesart - auch lohnen. Rousseau machte sich angesichts der bestehenden Verhältnisse in Frankreich Gedanken darüber, wie man die Gesellschaft in einen besseren, glückhafteren Zustand versetzen könnte; welcher Weg müsste dazu durch ein System beschritten werden. Als Ergebnis präsentierte er diesen "Contrat social" (1762). Sein Werk erschien rechtzeitig, um zur Gebrauchsanweisung der Französischen Revolution (1789) zu dienen. Dabei zeigte sich auch bei diesem von einem Menschen entwickelten System der Pferdefuß: ein Meer von Blut und Tränen. Nicht unerwähnt bleiben sollen hier auch die Massentötungen in der Vendée, wo sich die Bevölkerung ihrer "Zwangsbeglückung" widersetzten.

Hätte Rousseau die Umsetzung seines Konzeptes miterlebt, hätte er seine Schrift wahrscheinlich anders verfasst. Sehr tiefsinnig erscheint heute sein Schlusssatz in letzten Kapitel seines Werkes: "Allein dies alles bildet ein neues, für meinen beschränkten Blick zu weites Feld; ich hätte ihn überhaupt nicht so weit hinausrichten sollen."
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2 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rousseau..., 31. Dezember 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
... ist teilweise schwer zu lesen.Ich gebe die Schuld einfach mal der Übersetzung. Zudem nur empfehlenswert für interessierte.
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