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1.025 von 1.064 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Glücklich ist, wer nicht weiß, wie Gesetze und Würste zustande kommen (China)
Vorweg: ich bin auf einem bäuerlichen Familienbetrieb, der heute nicht mehr existiert, aufgewachsen, habe eine landwirtschaftliche Lehre und danach ein Landwirtschaftsstudium absolviert. Derzeit beschäftige ich mich beruflich als Berater v.a. mit der Verbesserung der Lebensmittelsicherheit in Ländern außerhalb der EU. Ich kenne das Buch im englischen...
Veröffentlicht am 20. August 2010 von Jo

versus
45 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Thema gut - Umsetzung teilweise eher schlecht
Ich möchte keinesfalls abstreiten, dass der Autor Jonathan Safran Foer mit seinem Buch "Tiere essen" ein wichtiges Thema beleuchtet und das in den Fakten auch gar nicht schlecht macht. Er sagt die ungeschönte Wahrheit über Massentierhaltung, das Leiden von Nutztieren, Umweltschäden, Gesundheitsrisiken insbesondere durch den übermäßigen...
Veröffentlicht am 27. Oktober 2011 von Sarah O.


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1.025 von 1.064 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Glücklich ist, wer nicht weiß, wie Gesetze und Würste zustande kommen (China), 20. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Tiere essen (Gebundene Ausgabe)
Vorweg: ich bin auf einem bäuerlichen Familienbetrieb, der heute nicht mehr existiert, aufgewachsen, habe eine landwirtschaftliche Lehre und danach ein Landwirtschaftsstudium absolviert. Derzeit beschäftige ich mich beruflich als Berater v.a. mit der Verbesserung der Lebensmittelsicherheit in Ländern außerhalb der EU. Ich kenne das Buch im englischen Original und habe es nun auch in Deutsch gelesen. Ich war noch nie in meinem Leben Vegetarier, bin es auch heute noch nicht und werde es wahrscheinlich niemals wirklich werden.

Anders als in der Presse und z.T. von meinen Vorrezensenten dargestellt hat der Autor mit seinem Buch zu keinem Zeitpunkt die Absicht verfolgt, den Leser zum Vegetarismus zu bekehren, auch wenn er selbst mittlerweile Vegetarier ist. Dies wird an mehreren Stellen im Text klar zum Ausdruck gebracht. Es geht ihm einzig um die Klärung der Frage, was "Fleisch" - inklusive Fisch - eigentlich ist und wo es her kommt. Die sich daraus ergebende Schlussfolgerung jedoch bleibt am Ende jedem einzelnen Leser überlassen - auch wenn Foer keine Zweifel daran lässt, dass für ihn selbst "Tiere essen" nicht länger eine Option ist.

Die genannte Fragestellung, die sich heute viel zu wenige Menschen stellen, wird angesichts einer weiter steigenden Bevölkerung sowie weiter fortschreitendem Umweltverbrauch immer dringlicher. Daher kommt das Buch zur richtigen Zeit.

Als Mensch vom Fach wird man beim Lesen schnell feststellen, dass der Autor eben nicht Fachmann ist, sondern das Buch als Journalist bzw. Geschichtenerzähler geschrieben hat. Das bedeutet, dass einige Darstellungen im Buch für Fachleute laienhaft bis eher naiv daher kommen. Das macht die getroffenen Aussagen jedoch nicht falsch. Die Wirklichkeit ist, nüchtern betrachtet, in Wahrheit sowohl komplexer als auch in nicht wenigen Fällen eher schlimmer als dargestellt, was die Auswüchse der modernen Massentierhaltung betrifft.

Auch geht das Buch m.E. gar nicht weit genug, denn es endet sozusagen am Schlachthof und greift die danach einsetzenden Produktionsprozesse in der modernen Lebensmittelindustrie gar nicht mehr auf. Auch unser in der Wohlstandsgesellschaft verschwenderischer Umgang mit Lebensmitteln, welche als tote und für viele im Überfluß zur Verfügung stehende Materie gedankenlos entsorgt werden, wird nur sehr kurz angerissen.

Es bleibt zu hoffen, dass das Buch eine breite Leserschar findet, die sich dann wirklich die Zeit nimmt, über die Herkunft ihrer Lebensmittel und deren Produktionsumstände nachzudenken und entsprechende Konsequenzen zu ziehen (Stichwort etwa: Regionalität, wer will und kann: Bio, oder eben Vegetarismus). Nicht nur, was "Tiere essen" angeht, sondern ebenso was "Pflanzen essen" oder "Pilze essen" betrifft. Moderne Massenproduktion von Nahrungspflanzen ist, was verursachte Umweltschäden betrifft, z.T. nicht weniger kritisch zu sehen als modere Massentierhaltung (Stichworte z.B. Saatgut, Düngung, Pflanzenschutz, Rückstände, Wasserverschwendung und -verschmutzung, Bodendegradierung, Gentechnik, Biodiversität, Eigentumverhältnisse u.v.m.). Wäre doch ein Thema, Herr Foer?
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251 von 274 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was wir meist verdrängen, 16. August 2010
Von 
Falk Müller - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Tiere essen (Gebundene Ausgabe)
Wohl die Wenigsten denken beim Verzehr eines Stückes Fleisch darüber nach, wie und wo es entstanden ist - solange es schmeckt. Der Autor wollte es aber genau wissen und hat nach 3 Jahren Recherche ein Buch darüber geschrieben. Man ahnt schon, dass er nicht nur Gutes herausgefunden hat - die Wirklichkeit ist aber dann doch noch viel schlimmer.

Die Fakten die er nennt, machen in der Tat betroffen. Er beschreibt die heutige Massentierhaltung als profitorientiertes, globales Business mit über 100 Mrd Dollar Umsatz pro Jahr. Für Mitgefühl mit den Tieren ist hier kein Platz mehr. Stattdessen berichtet er von armen Kreaturen, die nie auch nur einmal das Sonnenlicht in ihrem Leben sehen, die sich nicht einmal bewegen können wie Tiere, weil sie so eng zusammengepfercht sind. Seine Schilderungen geben Anlass nachzudenken, ob wir mit unseren bisherigen Konsumgewohnheiten so weitermachen können und wollen.

Und dies nicht nur unter dem Aspekt von Ethik und Moral. Sondern es geht dabei auch um den Erhalt der Umwelt - also unserer Lebensgrundlage. Für den Anbau von Tierfutter werden grosse Teile des Regenwaldes abgeholzt. Die Viehzucht ist für einen viel grösseren Teil der schädlichen Treibhausgase verantwortlich, als bisher angenommen (nach neuesten Studien 51%). Ein Umsteuern wäre also im Interesse des Menschen.

Das Buch ist jedoch angenehm undogmatisch, vermeidet Schwarz-Weiss-Muster. Denn der Autor lässt auch die andere Seite zu Wort kommen. Also die, die dafür sorgen, dass Fisch und Fleisch so billig in unsere Supermärkte kommen - und die, die es konsumieren. Er stellt diese nicht als unmoralisch an den Pranger. Nicht jeder hat das Geld, um ständig in den teureren Bioläden einkaufen zu können. Auch das gehört zur Wahrheit.

Fazit: Das Buch ist frei von jedem missionarischen Eifer. Der Autor weiss auch, dass die dauerhafte Änderung von Essgewohnheiten ein langwieriger Prozess ist, der zunächst einmal ein Umdenken von uns allen erfordert. Sein Buch zeigt aber eindrucksvoll, dass dieses Umdenken wirklich notwendig ist - im Interesse der Tiere, aber auch von uns Menschen.
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53 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meilenstein bezüglich des Vegetarismus, 15. Oktober 2010
Von 
Vegetarierbund - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Tiere essen (Gebundene Ausgabe)
Blättert man im Stichwortverzeichnis der englischen Originalausgabe, so stößt man auf den Eintrag: "Knut (German polar bear)". Den Frühling 2007 verbrachte Foer mit Frau und Kleinkind in der deutschen Hauptstadt. Seine Besuche im Berliner Zoo demonstrieren, wie er die Welt zu sehen vermag. der Autor berichtet, dass er die Zoobesucher beobachtete, während sie Knut betrachteten. Die Leute konnten sich an Knut gar nicht satt sehen. Irgendwann bekamen sie Hunger und kauften sich an der Imbissbude direkt neben Knuts Gehege "Wurst de Knut". Aus Schweinen hergestellt, die mindestens ebenso intelligent sind und unsere Aufmerksamkeit verdienen wie Knut, der Eisbär.

Foer jedenfalls schenkt den Schweinen die ihnen gebührende Aufmerksamkeit und verfolgt den Werdegang, den wir ihnen mit unseren Konsumentscheidungen angedeihen lassen, von der Aufzucht bis zur Schlachtung. Wiederholt lässt Foer Persönliches einfließen, etwa dort, wo er die Rolle erklärt, die das US-amerikanische Erntedankfest, Thanksgiving, auch in seiner eigenen Familie spielt.

Drei Jahre lang hat sich der Autor völlig der Sache der Tiere verschrieben und dieses Buch geschrieben. Und nichts verstörte ihn mehr als die verschlossenen Türen, vor denen er überall stand. Verschlossene Türen gelten ihm als die Ikone der Massentierhaltung und waren ihm der Hauptanlass, sich nach der Niederschrift zweier erfolgreicher Romane zu einem neuen Thema zu äußern.

Das Buch handelt nicht nur von den Landschlachttieren und dem kurzen Leben, das diesen Tieren beschieden ist, bevor wir sie uns einverleiben, sondern auch von den in Wahrheit gar nicht so stummen Fischen. In diesem Zusammenhang grüßt der Romanautor Foer den Schriftsteller Kafka, Autor von Die Verwandlung. Er schildert die Geschichte, wie sich Kafka beim Betrachten von Fischen just in einem Berliner Aquarium in einen Vegetarier verwandelt.

Foer erweist sich als Anwalt der Tiere, der seine Berufung von Grund auf kennengelernt hat. "Von Grund auf" heißt in diesem Fall nicht nur, dass er für sein Buch jahrelang Datenmaterial recherchierte, sondern er war nachts mit Aktivisten der Tierrechtsorganisation PETA unterwegs und hat sich eine Puterfarm von innen angesehen. Er weiß also, wovon er spricht und schreibt und unter welch undankbaren industriellen Bedingungen die geradezu staatstragenden, weil zum Erntedankfest verspeisten Truthähne gehalten werden. Indes beschreibt er nicht bloß die industrielle Massenhaltung von Tieren, sondern auch einige ums Überleben kämpfende Ausnahmehöfe der USA, deren Zucht- und Schlachtmethoden eben so human sind, wie die Züchter es sein können, wenn die Konkurrenz zu mehr als 99% inhuman ist. Mit einigen Ausnahmebauern freundet Foer sich an. Nach einer Hofbesichtigung rettet ihn einzig das Bekenntnis, er sei koscherer Jude, vor der Anstandspflicht, das ihm von den sympathischen Bauern dargebotene Schweinefleisch zu kosten.

Wer das Buch zu Ende gelesen hat, ist Vegetarier und isst kein Fleisch und keinen Fisch mehr. Das heißt: Wer Vegetarier war, bleibt Vegetarier. Wer noch kein Vegetarier war, ist beim Lesen einer geworden. Genau darin liegt die Bedeutung dieses Buches, das in den USA zu einem Verkaufsschlager wurde. Manche Fleischesser werden es nicht durchlesen wollen, weil Foer belegt: Keine andere unserer täglichen Taten bewirkt so viel tierliches Leid wie Fleischessen. Keine andere unserer täglichen Entscheidungen hat größere Auswirkungen auf die Umwelt. Und er fragt: "Wie hochgradig zerstörerisch müssen unsere kulinarischen Vorlieben eigentlich sein, bis wir uns dazu entschließen, uns anders zu ernähren? Wenn das Wissen um unseren Beitrag zum Leid von Milliarden von Tieren mit einem erbärmlichen Leben und einem (ziemlich häufig) entsetzlichen Tod uns nicht dazu bewegen kann, was dann? Wenn uns die Tatsache nicht genügt, dass kein anderer einzelner Faktor so sehr zur größten planetaren Bedrohung "Klimaerwärmung" beiträgt, was dann? Und wenn Sie versucht sind, diese Gewissensfragen aufzuschieben, und sagen "Jetzt nicht!" - wann dann?"

Das Buch kommt ohne jede akademische Philosophie aus und ist doch philosophisch. In kursiver Schrift lässt Foer ausgiebig eine ganze Reihe von Personen zu Wort kommen, denen er während der dreijährigen Arbeit an seinem Buch begegnet ist. Geschickt arrangiert der Autor ihre in schlichten Worten abgefassten Aussagen so, dass sie tiefsinnige Philosophie enthalten. Etwa die Gedankengänge einer PETA-Aktivistin, die früher selbst im Schlachtgewerbe tätig war; Züchter, die selbst Vegetarier sind. Oder den Veganer, der beruflich damit beschäftigt ist, Schlachthäuser zu bauen, in denen Tiere weniger leiden.

Foer schreibt Klartext: "Tiere werden ausgeblutet, gehäutet und zerlegt, während sie bei Bewusstsein sind. Dies passiert ständig. Innerhalb der Fleischindustrie ist es bekannt, und die Regierung weiß es auch." Weil dies so ist, ruft er uns dazu auf, mehr zu tun als nur unsere Ernährungsgewohnheiten ändern: Wir müssen andere dazu auffordern, sich uns anzuschließen. Denn: "Wir können uns nicht länger auf unsere Unwissenheit berufen, nur auf Gleichgültigkeit. Bei den heute lebenden Menschen handelt es sich um die Generation, die die Wahrheit erfuhr. Zu unseren Lebzeiten wurde die Kritik der Massentierhaltung Gegenstand des öffentlichen Bewusstseins. Für uns ist dies zugleich eine Last und eine Chance. Wir sind diejenigen, die man dereinst mit Recht fragen wird: Was hast Du getan, als Du die Wahrheit darüber erfuhrst, was TIERE ESSEN bedeutet?"

Karim Akerma
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45 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Veränderung, 6. November 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Tiere essen (Gebundene Ausgabe)
Folgende Ausgangssituation herrschte bei mir vor.

1. Ich esse sehr gerne gut
2. Ich esse sehr gerne Fleisch

Nun hat dieses Buch mindestens das letztere stark ins Wanken gebracht. Ich hätte nicht gedachtd as mir so etwas mal passieren würde. Aber die Fakten sind einfach schlimm. Viel schlimmer aber eigentlich als das hier mundgerecht aufgearbeitete MAterial ist eigentlich die Tatsache das ja sicher jeder weiß das es diese Art von Tierhaltung gibt ... keiner kann das bestreiten, nur wurde mir persönlich, das noch nie so bewusst wie beim lesen dieses Buches.

Ich betrachte solche "Sachbücher" immer sehr objektiv und habe mich auch neben dem Buch informiert über diese Themen ... das schlimme ist und bleibt ... es ist einfach so. Auch wenn es hier in dem Buch um die USA geht, so geht es bei uns in Deutschland hier nicht anders.

Ich habe mein Essverhalten grundlegend überdacht. Es würde bei mir nicht zum Vegetarier reichen, dennoch. Ich kaufe kein Fleisch und keine Wurst mehr im Supermarkt. Ich werde solche Dinge, nur noch in geringen Mengen, bei ausgesuchten Biohöfen, direkt kaufen. Höfen wo ich mir sicher bin wie die Tiere gelebt und gestorben sind.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen erschreckend..., 17. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tiere essen (Taschenbuch)
...realistisch?! Ich habe mir dieses Buch gekauft, weil es in einem anderen Buch von der Autorin genannt wurde.
Allerdings ist es harter Tobak und teilweise muss man sich zwingen, weiterzulesen. Zwischendurch sind mir die Tränen gekommen und es kann einem auch übel werden angesichts dessen, was der Autor recherchiert und dokumentiert hat. Die Recherchen erfolgen in den USA, jedoch gibt es im Anhang die Vergleichswerte zu Deutschland und - machen wir uns nichts vor - wer glaubt, dass sich Massentierhaltung und Schlachthöfe in D großartig von denen in den USA unterscheiden, ist blauäugig.
Nüchtern betrachtet sollte jeder Mensch tief in seinem Inneren sowieso wissen, was in der "Fleischproduktion" abgeht, die meisten Menschen (darunter zähle ich auch mich), verdrängen dies jedoch erfolgreich. Klar versuche ich schon lange, wenig Fleisch und Wurst zu essen, und wenn möglich, dann in Bioqualität. Aber das reicht nicht.
Nachdem ich dieses Buch gelesen habe, werde ich meinen Fleischkonsum einstellen.
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39 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Naive Fragen, hoffentlich nicht zu spät gestellt, 19. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Tiere essen (Gebundene Ausgabe)
Warum ist es so schwierig, die Fragen zu stellen, die Foer anspricht? Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber Gespräche übers Fleischessen verlaufen bei mir - zumindest mit Vegetariern - nur selten locker. Es hängt da immer eine schwer zu greifende Spannung in der Luft, eine Art unausgesprochener Vorwurf und der Drang, sich für irgendwas rechtfertigen zu müssen.

Die naive Art, in der Foer seine Recherchen und Geschichten übers Essen erzählt, anstatt hektisch mit dem Zeigefinger zu wedeln, hat mich sofort begeistert. Das wirkt auf mich unverkrampft und ehrlich, und ich fühlte mich zu keinem Zeitpunkt angegriffen (zu meinen bisherigen Essgewohnheiten: Fleisch ist mein Gemüse...). Das heißt nicht, dass ich mich beim Lesen nicht auch schlecht gefühlt und mich sogar geschämt habe.
Natürlich ist klar, worauf Foer hinauswill, aber das empfinde ich nicht als Schwäche des Buchs. Ich kann nichts Verwerfliches daran finden, deutlich zu sagen, was jedem Kind intuitiv klar ist (vermute ich): Tiere sollten gut behandelt werden.

Kurz und gut: Mir hat das Buch geholfen, über mich selber, meine Essgewohnheiten und Einstellungen zur Ernährung nachzudenken. Ich werde die Fleischvorräte, die sich noch in meinem Kühlschrank stapeln, in den nächsten Tagen aufbrauchen. Sie wegzuwerfen fände ich irgendwie respektlos. Ich habe mir vorgenommen, deutlich weniger Fleisch (vielleicht sogar gar keins mehr) als bisher zu essen.

Und außerdem ist das Buch spannend und fesselnd geschrieben - ich kann es jedem empfehlen, der etwas über sich selbst lernen möchte.
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22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Über Vernichtungskriege und Anthropozentrismus oder 'Wenn nichts mehr wichtig ist, gibt es nichts zu retten', 15. Oktober 2010
Von 
sabatayn76 - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tiere essen (Gebundene Ausgabe)
Inhalt:
Jonathan Safran Foer beschreibt in 'Tiere essen' einerseits seinen eigenen Weg als temporärer Vegetarier und seinen (bisher) endgültigen Entschluss, auf Fleisch zu verzichten, andererseits die Ursachen, die Fakten sowie die komplexen und weit reichenden Konsequenzen der Massentierhaltung.

Mein Eindruck:
Ich habe vor 2 Monaten - also vor der Lektüre von 'Tiere essen' - den Entschluss gefasst, mich in Zukunft fleischlos zu ernähren. Ich hatte jahrelang darüber nachgedacht, doch da ich Fleisch gern esse, habe ich das Thema 'Tiere essen' stets emotional ausgeblendet. Nach der Lektüre von 'Tiere essen' KÖNNTE ich kein Fleisch mehr essen - nicht weil Foer missioniert und manipuliert, sondern weil er Fakten auf den Tisch bringt, über die sich der Leser selbst Gedanken machen kann und die starke emotionale Reaktionen in mir hervorriefen. Foer bietet sehr plastische Beispiele, die es ermöglichen, dass man sich explizit vorstellen kann, wie viel Platz beispielsweise ein Huhn in einer Legebatterie hat, und bringt den Leser zum Nachdenken über paradoxe Ansichten über Hundeliebe und Massentierhaltung. Zudem zeigt er komplexe Zusammenhänge auf: Vegetarismus ist nicht nur der Verzicht auf Fleisch und auf die Ermordung von Tieren, sondern Massentierhaltung hat auch Auswirkungen auf Armut, auf die Gesundheit der Konsumenten, auf die Umwelt.

Insgesamt kann ich Foer und sein Buch nur bewundern, da er es nicht nur geschafft hat, ein gut lesbares Buch zu schreiben, sondern zudem hervorragend recherchiert und dafür gesorgt hat, wichtiges Wissen auf sachliche (wenn auch berührende, doch nie manipulierende) Art und Weise zu vermitteln.

Mein Resümee:
Mir ist klar, dass eingeschworene Fleischesser wenig Interesse daran haben werden, dieses Buch zu lesen. Wer sich jedoch traut, 'Tiere essen' zu lesen, wird viele erschütternde Informationen zu Massentierhaltung und deren Folgen lesen, die vielleicht eine Verhaltensänderung bewirken - vielleicht aber auch nicht. In diesem Buch geht es nicht darum, den Leser einer Gehirnwäsche zu unterziehen, sondern dem Leser bewusst zu machen, was er isst, was das für ihn und für Millionen von Tieren bedeutet und was man anders machen kann.

Zum Abschluss ein Zitat Foers, dem ich mich bedingungslos anschließen kann: 'Ich liebe Sushi, ich liebe Brathähnchen, ich liebe ein gutes Steak. Aber meine Liebe hat Grenzen.'.
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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erschüttert, 5. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Tiere essen (Gebundene Ausgabe)
Es ist das erschütternste Buch, das ich in den letzten 25 Jahren (!) gelesen habe. Die Erfahrung ist vergleichbar damit, als ich als Kind im Schulunterricht das erste Mal etwas über die Nazi-Zeit gehört und gesehen habe. Es trifft mich bis in das tiefste Mark, es hat die Sicht auf diese Welt verändert-so wie damals als Kind, als ich das erste mal hörte, das es ein unvorstellbares Grauen gibt wie die Nazi-Zeit. Ich habe gelegentlich mal Fleisch gegessen-nie viel. Aber die Vetarierer, die ich kenne, haben nie gesagt, wieso sie kein Fleisch essen. Es hat mich auch nie interessiert. Ich wünschte, sie hätten mir gesagt, dass es Tiere gibt, die bei lebendigen Leibe und vollem Bewußtsein geschlachtet werden. Und die für mich wichtigste Erkenntnis, die ich aus diesem Buch ziehe ist: das es nicht hilft, den Fleischproduzenten allein die Schuld in die Schuhe zu schieben. Wir-jeder einzelne-sind auch durch Bequemlichkeit und Weggucken verantwortlich dafür, was wir diesen Lebewesen und damit auch uns antun. In jeder Sekunde unseres Lebens können wir so unglaubliche viele Entscheidungen treffen. Ich möchte niemals mehr so blind durch das Leben laufen.
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53 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Massenmord für Fleischlust...., 18. August 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Tiere essen (Gebundene Ausgabe)
Da der niedliche Eisbär, den alle anschmachteten - dort die Millionen Schweine, Hühner, Truthähne, Kälber, Kühe und was auch noch sonst gegessen wird - die in unvorstellbaren Verhältnissen leben (?).
Ich bin seit mehr als 30 Jahren überzeugter Vegetarier, da ich nicht mehr vereinbaren konnte wie mit Tieren umgegangen wird. Ich bin kein Heilsprediger und auch kein Mensch der andere ständig überzeugen muss, aber nach diesem Buch - wirklich, es sollte eine Pflichtlektüre für jeden mündigen Bürger werden, muss man einfach dieses Thema mehr ansprechen. Teilweise wird einem beim Lesen, regelrecht übel. Allein diese Vorstellung....
Wir Verbraucher müssen endlich erwachsen werden und gegen die Massentierhaltung aufbegehren. Ein guter Ansatz im kleinen ist hier auch Foodwatch die sich auch stark machen und Aufklärung betreiben. Lesen Sie dieses Buch und Sie werden bei Ihrem nächsten Einkauf im Discounter die Fleisch- und Wursttheke meiden. Vielen Dank.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen anschaulich und informativ, 21. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tiere essen (Gebundene Ausgabe)
Wer Fleisch aus Überzeugung ist, sollte dieses Buch meiden - er könnte Vegetarier werden.
Der studierte Philosoph und erfolgreiche Romancier Jonathan S. Foer hat hier ein Sachbuch zum Thema Massentierhaltung vorgelegt, gründlich recherchiert, prallvoll mit Fakten und ohne jegliche ideologische Attitüde. Anregende, teils nachdenkliche Lektüre, inzwischen auch als Taschenbuch erhältlich.
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Tiere essen
Tiere essen von Jonathan Safran Foer
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