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3,8 von 5 Sternen632
3,8 von 5 Sternen
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am 27. März 2011
Der Band wurde ja vielerorts mit Spannung erwartet und als ich ihn als verspätetes Geburtstagsgeschenk erhielt, war ich sehr gespannt. Auch, weil es schon sehr schnell viele verschiedene Meinungen dazu gab.

Das Buch beginnt mit einem Rückblick, 8 Jahre zuvor, als David Hunters Familie, Frau und Tochter noch lebten. Kennengelernt hat man Hunter ja im 1. Band praktisch erst nach dem Unfalltod von Frau und Kind.
Vor 8 Jahren wurde er ins Dartmoor bestellt um eine Mädchenleiche zu identifizieren, die von Jerome Monk getötet worden war. Monk erklärt sich bereit, die Fundorte der anderen Mädchenleichen zu offenbaren und die ganze Sache endet in einem Desaster.

8 Jahre später steht plötzlich sein früherer Freund Terry Connors vor seiner Tür. Jerome Monk ist ausgebrochen und Terry stellt die Vermutung auf, dass Monk es jetzt auf alle abgesehen haben könnte, die damals mit dem Fall zu tun gehabt haben.
Kurz danach kontaktiert ihn Sophie, die damals die psychologische Beraterin war und bittet Hunter dringend um ein Treffen. Er lässt sich darauf ein, aber Sophie kommt nicht zu dem Treffen. Und aus irgendeinem Grund fährt er zu ihrem Haus und findet er das Haus verwüstet und sie ohnmächtig im Bad. Wider besseres Wissen bleibt er erstmal da...

Mein Fazit:
Ich war sehr skeptisch ob der unterschiedlichen Meinungen. Aber ich habe mich dann doch an das Buch gewagt und es nicht bereut.
Es ist nicht so wie die anderen Hunter-Bücher, es kommt nur langsam in Fahrt, nimmt aber ab ca. Seite 200 ordentlich Fahrt auf. Es ist nicht sehr blutig und auch nicht sehr wissenschaftlich, was ja sonst immer mehr im Vordergrund stand. Manchmal war es ein bisschen vorhersehbar, aber die Auflösung war dann doch ein bisschen überraschend. Aber es war trotzdem nie langweilig, da Beckett einen tollen Erzählstil hat, der einfach keine Langeweile aufkommen lässt. Gerade das fehlende Blut und eine gewisse Unaufgeregtheit haben mir sehr gefallen. Und das Ende lässt auf einen weiteren Hunter-Roman hoffen, was mich persönlich sehr freut. Und ich bin sehr gespannt, was sich Beckett einfallen lässt.
Mir persönlich hat es sehr gut gefallen!
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am 15. März 2011
Mit enormer Spannung habe ich den 4. Teil der David Hunter- Serie von Simon Beckett erwartet. Vorweg sei erwähnt, dass ich die ersten drei Teile alle gelesen bzw. gehört habe, und jedes Mal aufs Neue begeistert und gefesselt war. Eventuell hatte ich auch deswegen sehr hohe Erwartungen an den 4. Teil..der diesen jedoch in keinster Weise gerecht wurde!

Im Nachhinein habe ich nun verstärkt den Eindruck, dass mit dieser laschen Fortsetzung einfach nur sehr schnell sehr viel Geld gemacht werden soll. Warum ich diesen Eindruck habe, möchte ich im Folgenden erläutern:

Das Buch hat wie auch die anderen Teile einen fachspezifischen Prolog, der gleich zu Beginn eine gewisse Spannung erzeugt. Aber anders als in den bisherigen Teilen gibt es dieses Mal nahezu gar keine Verbindung zur Folgehandlung und wirkt dementsprechend einfach nur unlieb und willkürlich hingeklatscht. Den Rückblick in die Vergangenheit zu Beginn des Buches fand ich noch recht ansprechend, erfährt man hier doch noch einige wissenswerte Dinge zu David Hunters altem Leben, was vor allem für die eingefleischten Fans der Reihe interessant sein dürfte. Doch in der Gegenwart verflacht die Geschichte zusehends, die Charaktere sind nach 8 Jahren noch genauso in ihrem Clichee festgefahren wie zuvor. Lediglich die zunächst als "Ar...kriecher" dargestellte rechte Hand des stellvert. Polizeichefs sowie der zunächst als gefühlloses Monster dargestellte Monk (zugegeben: Die anfängliche angsterzeugende Darstellung des hühnenhaften vermeintlichen Serienkillers ist Beckett gut gelungen) erfahren Nach und Nach eine Wandlung. Ganz besonders als störend empfand ich die dieses Mal wirklich gravierende Vorhersehbarkeit; man weiß bereits sehr früh, wer wirklich der Mörder ist, dass das Dachsgrab mehr zu verbergen hat und auch, dass die im psychologischen(!) Bereich ausgebildete Sophie (kaum zu glauben, wenn man ihre von Naivität und Dummheit geprägten Handlungen betrachtet) etwas verheimlicht. Lichtjahre später kommt dann auch mal David Hunter darauf, dass zwischen ihr und Terry eine Verbindung besteht, eine Verbindung, die man schon im anfänglichen Rückblick dermaßen übertrieben vermittelt bekommt, dass man sich doch fragen muss, ob dieser David Hunter wirklich der selbe sein kann, der seine bisherigen Fälle nicht nur überleben, sondern darüber hinaus auch noch lösen konnte. Dies ist nur ein Beispiel, doch steht es stellvertretend für die in diesem Buch unglaublich dämliche Verhaltensweise des bisher als so souverän klar denkend bekannten forensischen Anthropologen. Immerhin gesteht er sich gegen Ende selber ein, eindeutige Hinweise übersehen zu haben, die Gründe dafür kommen meiner Meinung nach jedoch zu kurz und sein Eingeständnis umfasst auch längst nicht all seine fragwürdigen Entscheidungen.
Ferner aber leidet nicht nur Hunter, sondern auch die gesamte Story an ungewohnt vielen Logikfehlern.
Ich möchte mal die aufzählen, die mich während des Hörens teilweise zum fremdschämen veranlasst haben:

- Welcher Polizist würde einem Hulk- ähnlichem Serienkiller mitten im Moor Handschellen abnehmen?
- Ist es in Polizeikreisen üblich, denjenigen, der als "gefährlichster Mann des Landes" gilt, lediglich mit Schlagstöcken bewaffnet in die Freiheit zu begleiten, ohne sonstige (Schuss-)Waffen für den eventuellen Fall einer Flucht dabei zu haben?
- Wieso fragt Hunter Sophie nicht ein einziges Mal, warum sie ihn überhaupt um Hilfe gebeten hat?
- Wie kann sich Monk, der der Beschreibung nach wirklich erheblich größer und breiter als ein gewöhnlicher Mann sein muss, so problemlos durch die alten, teilweise eingestürzten und deshalb zusätzlich verengten Mienen bewegen?
- Wieso hat man seine Anfälle nicht längst festgestellt, obwohl die Delle in seiner Stirn geradezu danach schreit, neurologische Untersuchungen durchzuführen?
- Woher konnte Monk wissen, welche Route die Polizisten, Hunter und Sophie nehmen werden, so dass er seine "Falle" erst Kilometer weit entfernt von ihrem Haus platzieren konnte?
- Woher konnter er überhaupt wissen, dass sie Sophies Haus verlassen würden?
- Und vor allem: Wieso verlassen die vier überhaupt das verrammelte, sogar mit neuem Sicherheitsschloss ausgestatte Haus von Sophie, anstatt sich zu verschanzen und auf Verstärkung zu warten?? Aber klar, wüsste ich, dass ein gefährlicher Killer auf dem Weg zu meinem Klienten ist, würde ich natürlich auch lieber ein sicheres Haus, indem ich meine "zwei besten Personenschützer", die ich mit Schusswaffen ausgestattet meinen Klienten bewachen lasse, gegen einen Gang unter freiem Himmel vom Haus zum Auto und die anschließende Fahrt darin durch die (gaaanz zufälligerweise auch noch) regnerische & neblige Nacht eintauschen..aber ich bin ja auch kein Ermittlungsleiter ;)

Bisher hatten wohl alle Hunterbücher das ein oder andere kleine Logikproblem, aber diese waren nie wirklich gravierend und häufig im Auftreten, anders, als es hier der Fall ist. Auch die sonst so wahnsinnig interessanten Arbeitsschritte des Sezierens von Leichen, bei denen Hunter bisher immer diverse geheimnisvolle Indizien gefunden hat, die dem Fall eine Wendung geben, fehlen diesmal beinahe ganz, womit sich Beckett eines seiner besten Erzählungsmittel beraubt

Auch der (deutsche) Titel ist diesmal wahnsinnig unpassend, da eben bis auf den Anfang (und auch hier nur spärrlich) keine Untersuchungen an einer Leiche stattfinden und somit der Begriff "Verwesung" keinerlei Relation zur weiteren Handlung hat. Ebenso passt die Geschichte eher in die Kategorie "Kriminalroman" als in das Thriller- Genre.
Aufgrund des bisher geschriebenen gibts daher die zwei Sterne von mir lediglich für den interessanten Rückblick in Davids Vergangenheit und die (gewohnt) gute und stimmige Vorleseleistung von Johannes Steck.

Insgesamt muss ich aber leider eindeutig bei meiner anfänglichen Einschätzung bleiben; ich bin mit dem vierten Teil der Hunterserie absolut nicht zu Frieden und ordne ihn als den mit Abstand Schwächsten bisher ein.

Vor allem hat Beckett mit den Vorgängern ja bereits bewiesen, welches Potenzial die Erzählungen rund um David Hunter haben. Und genau hier setzt auch meine Hoffnung an, in einer weiteren Fortsetzung wieder den "wahren David" beim Lösen eines wirklich spannenden und packenden Falls zu begleiten.
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am 14. Januar 2012
8 Jahre nach der Suche nach den Opfern des Serienmörders Monk bricht dieser aus dem Gefängnis aus. Danach überschlagen sich die Ereignisse für den Anthropologen David Hunter. Erst wird er vom damaligen stellvertretenden Ermittlungsleiter Terry gewarnt, dass Monk es auf die Beteiligten seiner Verurteilung abgesehen haben könnte und kurz darauf erreicht ihn der Anruf der damaligen Polizeipsychologin Sophie Keller, dass sie ihn dringend sprechen muss. Doch als Hunter eintrifft, findet er sie verletzt und bewusstlos vor...

Der 4. und bisher letzte Band um David Hunter teilt die Meinungen. Auch ich weiß nicht wirklich, was ich davon halten soll.
Eins kann man sagen: es ist kein typischer Hunter. Wer gerne die Arbeit des Anthropologen beschrieben bekam und auf die Cleverness von Hunter setzte, wird hier bitter enttäuscht werden. Bis auf den Prolog, in dem wir in das Leben von David und seiner Familie eintauchen, erleben wir kaum die übliche Arbeit. Und von Cleverness ist in diesem Buch auch nicht viel zu spüren.

Vielmehr verhält sich Hunter untypisch und tappt von einer Falle in die nächste und stellt sich keine Fragen, sondern lässt alles seinen Gang gehen. Da hat mir sein Spürsinn und seine Hartnäckigkeit wirklich gefehlt - er handelt und wirkt einfach unglaublich naiv.

Dennoch ist das Buch spannend, auch, wenn man mal wieder den Plot gleich erraten kann. So fragt man sich, was es mit dem hünenhaften Monk wirklich auf sich hat. Nur weil einer wie ein Monster aussieht, ist er auch eins? Die Beschreibung von Monk ist Beckett auf jeden Fall vortrefflich gelungen, man konnte ihn mit seinen kalten Augen richtig vor sich sehen. Da hätte ich auch Angst bekommen...
Die restlichen Nebencharaktere sind mir aber zu einseitig beschrieben worden: der Arschkriecher, der Blender, der karrieregeile Polizeichef. Nicht zu vergessen Terry und Sophie - der eine egoistisch und unsympathisch, die andere naiv und teils nervtötend. Und Hunter mittendrin, der sich alles gefallen lässt und naiv alles annimmt, was ihm vorgesetzt wird.

Auch sind Beckett in diesem Fall deutlich mehr Logikfehler untergekommen als in den vorherigen Romanen, irgendwie wirkte das fast, als wäre er nicht bei der Sache.

Interessant fand ich aber den Einblick in das Leben von Hunter, als Alice und Kira noch lebten, wie ihr Alltag aussah und auch, welche Probleme sie hatten. Und warum sich Hunter immer schuldig fühlte...

Fakt ist: es ist ein spannendes Buch, bei dem sicher kaum Langweile aufkommt - aber man ist enttäuscht, wenn man die Vorgänger kennt und weiß, wie gut Beckett seine Sache eigentlich machen kann.
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am 6. November 2011
Hätte ich nicht die anderen 3 aus der Serie um Dr. David Hunter von Simon Beckett gelesen, wäre ich nicht enttäuscht gewesen, denn für sich betrachtet ist der Thriller Verwesung ein sehr gutes Buch - mit einer guten spannenden Geschichte, beeindruckenden Landschaftsschilderungen und interessanten Wendungen. Als 4. Teil einer Reihe absoluter Spitzenkrimis kann er jedoch nicht mithalten mit seinen Vorgängern.
Die Geschichte um den monströsen Serienkiller Jerome Monk, der seine Opfer irgendwo im Moor verscharrt und die Involvierung von Dr. David Hunter in die Suchaktion der Leichen und die daraus resultierende Hetzjagd Jahre später, weist meiner Ansicht nur teilweise jene spannungsgeladene Atmosphäre auf, die die vorherigen Krimis aus der Reihe auszeichnen. Nichtsdestotrotz ist es ein gut geschriebener Krimi eines außergewöhnlichen Schriftstellers und ich bin schon gespannt auf den 5. Teil.
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am 2. Mai 2011
Voller Vorfreude habe ich mich ans Lesen des neuen Simon Beckett Buches "Verwesung" gemacht.

Diesmal ging es um einen Serienmörder, der vor 8 Jahren vier Mädchen umgebracht hat. Der Schuldige, ein soziopathisches Monster namens Monk, sitzt dafür im Gefängnis, aber nur eine Leiche konnte gefunden werden. Nun nach acht Jahren bricht Monk aus dem Gefängnis aus und die Suche nach den Leichen wird wieder aufgenommen und Dr Hunter ist wieder mitten drin in den Ermittlungen.

Auch der neue Band von Simon Beckett liest sich sehr schnell und spannend ist die Handlung auch, aber irgendwie kann die Geschichte meiner Meinung nach nicht mit "Chemie des Todes" oder "Kalte Asche" mithalten. Vielleicht lag es daran, dass einem schneller als sonst klar war, wie das Buch enden würde. Kleine Überraschungen gab es natürlich trotzdem wieder, aber keine wirklich erstaunenden. Wie immer gab es einen gewissen Kreis an Personen, die alle ihre möglichen Motive haben könnten, aber insgesamt war es doch sehr durchschaubar. Vielleicht erwartet man von Simon Beckett mittlerweile zu viel nach seinen bisherigen Erfolgen, das Buch war trotzdem spannend und den nächsten Band um Dr Hunter werde ich auch wieder sofort lesen, wenn er rauskommt.
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am 30. November 2015
Bereits „Leichenblässe“ konnte mich an vielen Stellen nicht mehr begeistern. Lediglich das Ende war packend.

„Verwesung“ ist nochmal eine Spur unerträglicher. Gähnende Langeweile die ersten 300-350 Seiten, mit einer inzwischen alles andere als sympathischen Hauptfigur, bei der man beim Lesen echt den Eindruck bekommt, sie hat keine Lust mehr auf ihren Job. Wobei man fairerweise dazu sagen muss, dass Hunter eigentlicher Job hier auch absolut nicht mehr im Vordergrund steht. Er ist zu Beginn des Buches ein Gesprächsthema, auch wenn sich Hunter dabei alles andere als gut anstellt und viele Sachen einfach übersieht. Im weiteren Verlauf ist Hunter nur noch ein Kindermädchen.

Die Story ist langweilig, hält so gut wie keine Überraschungen bereit und schnarcht furchtbar vor sich hin. Der Bösewicht bleibt diesmal recht blass und bekommt erst sehr spät mehr Beachtung geschenkt. Die Szenen gegen Ende in der Miene sind viel zu lange geraten und ach so tragisch dargestellt. Eigentlich fragt man sich aber nur, wie blöd man sein muss um dort unten herumzukrabbeln.

Auch Hunters ewigen Frauengeschichten bzw. –probleme und die endlosen Rückblicke auf seine tote Familie nerven spätestens in diesem vierten Fall gewaltig. Vor allem Hunters diesmalige Bekanntschaft Sophie konnte mich überhaupt nicht überzeugen, eine unglaublich dämliche, sture Person die nichts als Probleme macht.

Die für Beckett normale 08/15-Wendung schockiert dieses Mal wenig, der Showdown ist OK aber nicht besonders spektakulär. Immerhin wurden die Action-Momente gut zu Papier gebracht.

Dazu noch ein völlig in die Irre führender Buchtitel, der mit der Geschichte so gut wie nichts gemeinsam hat. Auf einen weiteren Hunter-Fall kann ich nach diesem Unglück gerne verzichten.

Ich habe zum Glück nur 2,59 € für diesen – ich muss es diesmal leider echt sagen – Rotz bezahlt, wenn es mehr gewesen wäre, würde ich mich jetzt ärgern.
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TOP 500 REZENSENTam 9. März 2011
Entgegen einigen anderen Rezensionen kann ich für mich nur sagen, dass mir das neue Beckett Buch wieder ausnehmend gut gefallen hat.Der Autor hat eine bezwingende Art zu schreiben und läßt mit seiner bildhaften Sprache das triste Moor im Herbst mit seinen wabbernden Nebelschwaben, vor den Augen der Leser entstehen. Ich dachte gleich an die alten Edgar Wallace Filme mit Blacky Fuchsberger. Allein durch seine atmosphärischen Beschreibungen baut er eine immense Spannung auf, die ihren Höhepunkt dann zuletzt bei der Suche in den alten Minen fand. Auch die Beschreibung der Charaktere in seinem Buch,.fand ich mehr als gelungen, Die Rangeleien um Dienstgrade, Kompetenzen und den Darstellungsdrang mancher Personen haben mich so manches Mal amüsiert. Auch dass es eine Vorgeschichte in der Vergangenheit gab, war für mich eine runde Sache, da Beckett ja auch mit alten Dämonen zu kämpfen hatte. Das die Geschichte dann auch nicht so ausging, wie es manchem vielleicht vorschwebte, hat einen zusätzlichen Reiz der Geschichte ausgemacht.
Wenn es einem Autor gelingt, einen so spannenden Thriller ohne viel Blutvergießen und mit so einem überraschendem Ende zu schreiben, dann freue ich mich um so mehr auf sein neues Buch.

Auf eine Inhaltsangabe verzichte ich bewusst, da dies in den Vorrezensionen schon ausführlich geschehen ist.
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am 26. August 2012
Zugegeben, das Buch liest sich flüssig und man wird unterhalten.

Meine Gründe für nur einen Stern sind allerdings triftig:
- Da ist der Herr Hunter Jahrzehnte mit der Polizei unterwegs, wurde regelmäßig verprügelt, fast erstochen und wasweißich, aber kann keine Schusswaffe bedienen. Anstatt geduldig im Haus auf einen Angreifer zu warten und ggf. ein Magazin leerzupumpen, wird das ganze Buch über nur gegreint, gejammert, gezögert, verweigert. Diese Romanfigur ist nicht "menschlich", die ist nur erbärmlich.

- Der Mann soll angeblich nationenweit gesuchter Fachmann für Knochenbefunde sein, aber kann einen plattgefahrenen Waschbär und ein anderes Unfalltier in den Gräbern nicht von natürlichen Tiertoden unterscheiden, was sich erst am Ende auflöst. Wie lächerlich ist das denn?

Und so könnte ich noch vier, fünf lächerliche Gegebenheiten aufzählen, die einen das Buch zum Ende hin nur in die Ecke feuern lassen, was für ein minderwertiges Geschreibsel...
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am 26. Januar 2016
Sie mussten tot sein. Von Tina Williams und den Bennett-Zwillingen fehlte jede Spur. Als der Außenseiter Jerome Monk bei dem Überfall auf ein viertes Mädchen gefasst wird und die Morde gesteht, sind alle erleichtert. Ein Albtraum scheint zu enden. Doch Monk weigert sich zu verraten, wo die Opfer begraben sind. Bis in den Sümpfen von Dartmoor eine Leiche gefunden wird und David Hunter Tina Williams identifizieren kann. Eine großangelegte Suchaktion nach den anderen beiden Mädchen endet jedoch in einem Desaster. Zehn Jahre später bricht Jerome Monk aus dem Hochsicherheitsgefängnis aus und scheint sich an allen, die damals an der Suche beteiligt waren, rächen zu wollen.

"Verwesung" ist eine typische David-Hunter-Story. Die Handlung ist fesselnd und spannend. Dieses Mal führt uns die Geschichte aber auch sehr weit in die Vergangenheit. Wir lernen den jungen Familienvater David Hunter kennen und seine Familie. Es ist schön, auch diese Seite von ihm kennen zu lernen.

Die neuen Figuren war auch wieder interessant und tiefgründig gezeichnet. Mir hat es gut gefallen, dass in jedem Charakter eine Ambivalenz zu sehen war und keine langweilige Schwarz-Weiß-Zeichnung.

Der Vorleser hat mir wie immer zugesagt. Dieses Mal wurde noch mehr musische Untermalung hinzugefügt, die ich zwar nicht unbedingt brauche, mich aber auch nicht stört.

Den Cliffhanger zum Schluss fand ich schon sehr gemein. Ich würde auch ohne diesen das nächste Buch lesen.
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Vor 8 Jahren hatte Sophie Keller, eine Polizeiberaterin, kläglich bei der Suche nach den 4 getöteten Mädchen versagt, nachdem der Täter im Dartmoor zeigen sollte, wo er die Leichen der Mädchen vergraben hatte.
Jetzt nach 8 Jahren konnte der Mörder Jerome Monk fliehen und scheinbar versucht er, sich bei den Beteiligten am damaligen Fall wieder auf grausame Weise in Erinnerung zu bringen.
Sophie Keller kontaktiert David Hunter, der auch seinerzeit mit von der Partie war, kommt aber nicht zu dem verabredeten Treffen. Hunter findet sie verletzt bei sich zu Hause vor.
Noch immer wurden die Leichen der getöteten Mädchen nicht gefunden und nun läuft auch noch ein Mörder draußen frei herum, der anscheinend auch nicht ganz klar im Kopf zu sein scheint.

Mit "Verwesung" legt Simon Beckett den nunmehr 4. Teil der Reihe um den Anthropologen David Hunter vor. Man kann ihn als Einzelband lesen, anraten würde ich jedoch, die Reihe von Band 1 an zu lesen, da einige Details sonst doch fehlen könnten.

Das Buch beginnt mit den Ereignissen, die sich vor 8 Jahren abspielten. Der geständige Jerome Monk soll den Ermittlern zeigen, wo er die Leichen seiner Opfer im Moor versteckt hat. Er jedoch nutzt die Gunst der Stunde und will fliehen. Dieser Fluchtplan wird jedoch vereitelt.
Nun endlich erfährt der Leser auch, wie David Hunters Frau und Tochter vor 8 Jahren ums Leben kamen. In den vorigen Bänden gab es dazu nur Andeutungen, die jetzt ausgesprochen wurden.

Nun jedoch ist Monk die Flucht gelungen und scheinbar sucht er alle diejenigen auf, die seinerzeit mit im Fall involviert waren.
Die Spannung steigt, denn immer mehr stellt sich die Frage, ob man mit Monk eigentlich den wirklichen Täter in Haft genommen hatte.

Als Leser habe ich die Angewohnheit, immer mit zu ermitteln bzw. zu ergründen, wer der Mörder ist. Was in diesem Buch anfänglich klar zu sein schien, wird langsam zur Geduldsprobe. War Monk es, war Monk es nicht? Wenn nicht, wer dann?
Simon Beckett spielt mit dem Leser, führt ihn in die Irre und wirft anschließend wieder alles durcheinander. Aber langsam lichtet sich der Nebel und man beginnt klar zu sehen, was damals wirklich passiert ist.

Der Autor zieht den Leser in die Geschichte hinein und das gleich von Anfang an. Auch wenn es anfangs ein klein wenig langatmig war, kam ich als Leser sehr schnell in das Buch hinein. Einmal angebissen, kann man auch nicht mehr von los, es hatte mich am Haken und konnte mich nicht mehr abschütteln.
Ich mag diese Reihe um den Anthropologe David Hunter und ich kann nur hoffen, dass es weitere Ermittlungen mit ihm geben wird.
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