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Kundenrezensionen

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am 28. November 2009
Georg Dengler, früher beim BKA angestellt, heute als Privatermittler tätig, soll den Fall des Attentats auf das Oktoberfest noch einmal aufrollen, obwohl das schon fast 30 Jahre zurückliegt. Er geht die Akten durch, und die Bilder, die sie heraufbeschwören, verfolgen ihn: abgerissene Arme, Beine und Köpfe, schreiende Menschen überall. Schnell begreift er, dass bei den Ermittlungen damals einiges vertuscht wurde. Wichtige Zeugen starben zufällig an Herzversagen, Beweismittel werden offiziell in dem Moment vernichtet, wo Dengler sie haben will. Je mehr er in dem Fall voran kommt, desto größer ist die Gefahr, in der er schwebt. Denn sein Gegner ist mächtig.

In einem zweiten Handlungsstrang lernen wir die Staatssekretärin Charlotte von Schmoltke kennen, die sich immer mehr wie eine Marionette fühlt. Sie möchte ein Verbot der NPD erreichen, kann sich aber nicht durchsetzen, da der Verfassungsschutz hier auch noch mitmischt.

Schorlau spart nicht mit Kritik an den Politikern. Sein Roman hat ganz aktuelle Bezüge wie Finanzkrise und Schweinegrippe oder der Fall eines Mannheimer Müllmanns und ist schon allein deshalb recht interessant. Vom Stil her ist er sehr leicht zu lesen. Obwohl die Sprache für mich etwas distanziert klingt, kann man sich gut in die Protagonisten einfühlen. Die Kapitel sind sehr kurz. Häufige Szenenwechsel lassen die Geschichte kurzweilig wirken.

Wolfgang Schorlau hat in diesem Polit-Krimi auf geniale Art Realität und Fiktion miteinander verwoben. Doch auch bei den erfundenen Teilen kann man sich nicht wirklich sicher sein, ob es nicht so oder so ähnlich passiert ist oder einmal passieren könnte. Ich kann es mir jedenfalls vorstellen, und das macht mir Angst.

Dies war mein erstes Buch von Wolfgang Schorlau, aber bestimmt nicht mein letztes. Der Roman ist in sich abgeschlossen, man muss also die Vorgängerbücher nicht gelesen haben
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am 8. Dezember 2009
Dengler, ein ehemaliger BKA-Beamter, der nun in Stuttgart als Privatdetektiv lebt und arbeitet, erhält von seiner ehemaligen Arbeitsstätte den Auftrag in alten Akten "herumzuschnüffeln" - in besonders brisanten alten Akten, denn es handelt sich um den Anschlag auf das Oktoberfest vor 20 Jahren - eine real-existente Gräueltat, die längst aus den Köpfen der Menschen weg ist und hier wieder in einem spannenden Plot in die Gegenwart zurückgeführt wird. Das Attentat wurde nie aufgeklärt und Dengler bekommt bereits nach erstem Aktenstudium den Eindruck, dass viele Ungereimtheiten vorliegen und hakt nach.

Zur Handlung mit Dengler gibt es noch mehrere Parallelhandlungen, z.B. eine in der eine junge Staatssekretärin die Hauptrolle spielt und am Anfang muss man schon gut aufpassen, um die Personen alle in ihren Handlungsstrang zu bekommen, aber dann wird es immer komplexer und so wunderbar fein miteinander verwoben, dass alles wie bei einem guten Puzzle fast von selbst sich ineinanderschiebt.

Zuviel will ich nicht verraten, um die Spannung nicht rauszunehmen, aber dieses Buch ist definitiv das Beste, was ich persönlich in diesem Jahr als Thriller gelesen habe. Stimmige Handlung, gute Personen und eine Entwicklung auf politischer Ebene, die einem Angst macht, Angst vor den Institutionen dieses Landes, die eigentlich zum Schutz der Bürger da sein sollten - und alles ist so fein komponiert und miteinander in Einklang gebracht, dass man nie auch nur den Hauch des Konstruierten spürt, sondern die Realität die Härchen im Nackenbereich zum Aufstellen bringt - sehr spannend, sehr realitätsnah - ein Buch, das man gerne noch einmal liest - und das ist bei Thriller nach der Auflösung ja nicht selbstverständlich.
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am 27. November 2009
Der ehemalige BKA-Mitarbeiter, und heutiger Privatermittler, Georg Dengler bekommt vom BKA die alten Ermittlungsakten des Attentates auf dem Münchener Oktoberfest 1980.
Erst skeptisch, was er mit dem alten Fall soll, liest er sich durch die Akten, und nach und nach ergeben sich Ungereimtheiten in den Ermittlungen. Erst widerwillig, doch dann auch persönlich betroffen, taucht Dengler weiter ein in den politischen und geheimdienstlichen Sumpf von nationalen und internationalen Interessen, die unfassbar zu sein scheinen.

Allein der Text von Pier Paolo Pacoline am Anfang des Buches ist schon sehr denkwürdig. Das Nachwort des Autors fand ich sehr gut, die Erklärung wie es zu diesem Roman kam und was auf Tatsachen beruht. So wird dieses Attentat wenigstens wieder in Erinnerung gerufen die Leiden der unschuldigen Opfer aus der Vergessenheit geholt. Die Figuren und Handlung sind frei erfunden, doch wie viel Wahrheit steckt dahinter? Wie weit werden wir alle von einer stillen Macht manipuliert? Wie es sein könnte wird dem Leser in diesem Roman sehr gut vor Augen geführt und es macht einen fassungslos, auch wenn vielleicht einiges schon immer geahnt wurde.

Der Roman hat mir sehr gut gefallen. Der Handlungsaufbau, mit relativ kurzen Kapiteln, treibt die Geschichte gut voran. Die Informationen, Schauplatzwechsel kommen genau an den richtigen Stellen. Dazu noch gute Hintergrundinformationen, wie dem Field Manuel, runden diesen Politkrimi ab. Ich habe selten so einen guten, mit wahren Hintergründen, Krimi gelesen, der auch noch in Deutschland spielt, gut recherchiert ist und so zum Nachdenken bringt. Für mich ein absolut empfehlenswertes Buch, und ich hoffe, dass der Autor so weiter macht.
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am 27. Januar 2010
Dengler, der in Stuttgart als Privatdetektiv arbeitet, erhält von seinem alten Arbeitgeber, dem BKA, einen Auftrag. Er soll nochmal das Attentat auf das Münchner Oktoberfest aufrollen. Bei seinen Ermittlungen stößt er auf einige nicht verfolgte Spuren und viele mysteriöse Todesfälle. Er und seine Freunde geraten in Gefahr.

Charlotte, Staatssekretärin des Inneren, möchte kurz vor der Wahl ihr Ziel erreichen. Sie möchte nochmals ein Verbotsverfahren der NPD anstreben. Doch dazu müssen die V- Männer des Verfassungsschutzes abgezogen werden, was ihr verweigert wird.

Ob der Verfassungsschutz wirklich so unabhängig von politischer Einflussnahme ist und verfassungsfeindlich, ist für mich fragwürdig? Könnte aber plausibel sein, wenn man sich wie ich mit dem Thema noch nicht 100%ig auseinandergesetzt hat.

Viele Vorgänge in diesem Roman sind sehr beängstigend und wenn nur 10% davon wahr ist, müsste man doch einiges in unserem Land überdenken. Dieser Krimi oder besser Verschwörungstheorie- Roman fesselt bis zur letzten Seite. Die verschiedenen Handlungsstränge werden immer in kurzen Absätzen abwechselnd erzählt und ergänzen sich erst am Ende.

Nicht gefallen haben mir die eingeschobenen Berichte des Verfassungsschutzes. Sie gaben häufig einfach das vorher schon erzählte wieder aus einer anderen Sicht. Doch verstärkten sie den Eindruck: BIG BROTHER is watching YOU!
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am 1. Dezember 2009
"Das München Komplott" ist Denglers fünfter Fall und war mein Erster. Ich bin begeistert, es wird nicht mein letzter bleiben.

Das Buch hat viele kleine Kapitel, in jedem Kapitel wird ein anderer Handlungsstrang, eine andere Person behandelt, das Macht das Lesen auch für Kurzstrecken Leser einfacher.

Denglers Fall ist vordergründig das Attentat auf das Münchner Oktoberfest 1980, hintergründig geht es jedoch um viel mehr. Das wird Dengler und dem Leser jedoch erst im Laufe des Buches klar. Dadurch hält sich die ganze Zeit über eine gewisse Spannung.

Am Ende bleiben jedoch noch einige Fragen offen, nicht die Story des Buches betreffend, die Geschichte ist abgeschlossen. Vielmehr beginnt man sich zu fragen, wieviel ist Fakt und wieviel Fiktion? Was macht der deutsche Verfassungsschutz wirklich??? Die Verfassung schützen, aber mit welchen Mitteln??

Wie auf dem Klappentext schon steht :"Wolfgang Schorlau hat einen Detektiv erfunden, der an den Säulen der Gesellschaft sägt"
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am 13. Februar 2010
Das München-Komplott" des deutschen Schriftstellers Wolfgang Schorlau handelt von einem Attentat, welches vor 30 Jahren die bayrische Hauptstadt München und ganz Deutschland erschütterte.

Das BKA (Bundeskriminalamt) bittet den Privatdetektiv Georg Dengler, früher ebenfalls beim BKA beschäftigt, um dessen Mithilfe. Es sollen die Hintergründe des Attentats während des Oktoberfestes 1980 im München, bei dem 13 Menschen starben und mehr als 200 Menschen verletzt wurden, recherchiert werden. Dengler nimmt den Fall nach kurzem Zögern an, ohne zu wissen, in welche Schwierigkeiten er sich, seine Freunde und auch hohe Beamte bringen wird. Mögliche Vertuschungen des 30 Jahre alten Falles können an die Oberfläche gelangen, die sich bis ins heute durch alle Ebenen durchschlängeln. Viele Menschen, Beteiligte an den Vertuschungen, als auch völlig Unbeteiligte werden während der Recherchen verletzt, nicht nur körperlich.

Dengler, ein Privatdetektiv durch und durch, erfahren aus seinem Berufsleben, geht die Recherche langsam an, genießt die Macht" des BKA-Ausweises, welchen er während der Recherche tragen darf. Dieser Ausweis bringt ihn an vielen, unwegsamen Stellen, weiter, öffnet ihm Tore oder auch nur Aktenschränke, unter anderem der Stasibehörde bzw. der Birthler-Behörde. Schon daran, dass auch in Stais-Unterlagen geforscht wird, erkennt man, dass es sich nicht nur um einen einfachen Zeitvertreib handelt. Es ist bitterer Ernst für Dengler, nicht erst, als einer seiner besten Freunde, der Horoskope-Schreiber Martin Klein, der zugegebenerweise das Horoskop eines Sternzeichens für sich privat auslegt, verletzt wird.

Das während des Falls auch noch geheime Unterlagen der US-Army eine Rolle, eine toternste Rolle, spielen, machen die Untersuchungen nicht einfacher, aber für den Leser spannender. Etwas heitere Töne spielen sich immer dann ab, wenn Dengler mit seinen Freunden in seinem Lieblingsrestaurant oder auch nur zu Hause, sitzt und schwatzt und auch die eine oder andere Flasche Wein trinkt. Ein Weinhändler könnte gut an Dengler verdienen. Diese Szenen sind jedoch wichtig für das Buch, damit nicht alles im Sumpf des Verbrechens, des Vertuschens, der Geheimhaltung versinkt. Auch die sehr privaten Stunden einer Spitzenpolitikerin mit einem sehr viel jüngeren Mann, der ebenfalls körperlich verletzt wird, machen den Fall leichter, jedoch nicht seichter.

Spannend bis zum Schluss, bis Dengler den Fall löst, ist es allemal. Und am Ende, im Epilog, merkt der Leser, dass Dengler nicht der Typ aufrechter Bulle ist.

Es war mein erster Fall mit Georg Dengler, obwohl es bereits der 5. Fall des Privatdetektivs ist. Gut finde ich, dass die ersten 4 Fälle nicht geleesen werden müssen, um Dengler kennen- schätzenzulernen. Der Fall ist in sich abgeschlossen und ich gehe davon aus, dass die anderen Fälle ebenfalls abgeschlossen waren. Dengler und sein Umfeld wird klar und detailliert beschrieben, ohne Vorkenntnisse ist man in seinem Freundeskreis aufgenommen, die Freunde und auh Olga, seine Freundin, die in diesem Fall weit weg zu Besuch bei der Familie ist, tragen den Detektiv über seine Sinnkrisen und seine schwarzen Momente.

Tolles Buch, trotz Attentat, welches während meiner Kindergartenzeit verübt wurde.
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VINE-PRODUKTTESTERam 9. Dezember 2009
Mit dem aktuellen München-Komplott" muss Georg Dengler, der von Wolfgang Schorlau erfundene Stuttgarter Detektiv und ehemaliger BKA-Beamte bereits seinen fünften Fall lösen. Das Prädikat Krimi des Monats" hat ihm der Kiepenheuer-Witsch Verlag bereits im Voraus verliehen und auch der Klappentext ist voll des Lobes -genauso wie ich selbst!
Georg Dengler wird vom BKA beauftragt, die Hintergründe für den heute längst vergessenen, nichtsdestotrotz aber schlimmsten Terroranschlag in der deutschen Nachkriegsgeschichte , nämlich den Anschlag auf das Münchner Oktoberfest vor 20 Jahren herauszufinden. Diese längst vergessene Geschichte entpuppt sich für Dengler aber bald als brandheißes Eisen, da es so aussieht, als hätte man damals den Mordfall gezielt in eine Richtung ermittelt und wichtige Spuren außer Acht gelassen, die die damaligen Ermittlungsergebnisse konterkarikiert hätten. Es wird für den Stuttgarter bald auch richtig gefährlich, da es aussieht, als sei er mitten hinein in einen Kampf zwischen dem BKA und dem Verfassungsschutz gestolpert, der auch an den damaligen Ergebnissen beteiligt gewesen zu sein scheint: Asservaten werden vernichtet, Mitarbeiter Denglers verprügelt und sogar vor Mord schrecken die Drahtzieher der Intrige nicht zurück. Es hat den Anschein, als säßen die Drahtzieher der Anschläge noch immer irgendwo auf den höchsten Chefsesseln und übten immer noch mächtigen Einfluss aus ...
Laut Bekundung des Klappentextes hat Schorlau einen Detektiv erfunden, der an den Säulen der Gesellschaft sägt, und beim vorliegenden Buch ist dies tatsächlich der Fall. Ich habe selten einen Politkrimi gelesen, der in solcher Weise fesselnd, glaubhaft, aktuell und erschreckend ist, wie Das München-Komplott" von Wolfgang Schorlau. Geschickt verwebt er einzelne Erzählstränge, die schlüssig ein Ganzes ergeben, miteinander und treibt die Handlung durch ultrakurze Kapitel (eine halbe bis zwei Seiten) unwahrscheinlich voran, sodass der Spuk nach 320 Seiten bereits ausgestanden ist. Schorlau schafft es, die Spannung bis zur letzten Seite zu halten, ohne dabei an Bodenhaftung zu verlieren. Das Tolle und zugleich Beängstigende an diesem Roman ist, dass er so in der Realität geerdet und verhaftet ist, dass es die These Schorlaus über das Oktoberfest-Attentat auf erschreckende Weise plausibel erscheint. Auch nimmt er aktuelle Themen wie die immer weiter zunehmende Online-Überwachung oder die soziale Ungerechtigkeit in Deutschland ins Visier und stimmt den Leser so sehr nachdenklich.
Als einziges winziges Manko an diesem großartigen Politthriller muss ich anmerken, dass mir Georg Dengler als typischer Schwabe als Hauptprotagonist etwas zu farblos und durchschnittlich war, was aber gleichzeitig wieder für die große Realitätsnähe von Schorlaus Werk spricht.
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TOP 1000 REZENSENTam 23. November 2009
Das Oktoberfest 1980. Um 22:19 Uhr explodierte eine Bombe, 13 Menschen starben, 200 werden verletzt. Der größte Terroranschlag in der Bundesrepublik. Ein Einzeltäter wurde gefasst, doch weder geklärt, woher er den Sprengstoff hatte, noch ob es Hintermänner gab und wer diese waren. Dabei gab es Zeugenaussagen, die den Täter in Begleitung gesehen haben wollten. Doch diese Spuren wurden nie verfolgt. Die Polizei schloss den Fall ab. Die Öffentlichkeit vergaß ihn.

Jetzt soll der ehemalige Zielfahnder des BKA, Dengler, ihn wieder aufrollen. Persönlicher Auftrag vom Präsidenten des BKA. Weil eine Staatssekretärin am NPD Verbot interessiert ist. Und weil der Verfassungsschutz eine merkwürdig ablehnende Haltung einnimmt.

Doch nicht allen gefallen Denglers Nachforschungen. Offenbar gibt es genug Leute, die an einer Aufklärung nicht interessiert sind. Das Attentat fiel mitten in die Hochphase der RAF und sollte ihr ursprünglich auch in die Schuhe geschoben werden. Erstaunlich, wie der Autor Historisches nahtlos mit Spekulation und Fiction vermischt.

Ein Zeuge stirbt nach einer unwillkommenen Aussage an Herzversagen, obwohl er erst 35 ist (dieser Fall ist historisch), drei pensionierte Generäle müssen sterben (nicht historisch), Waffenlager in der Lüneburger Heide werden aufgedeckt (die gabs wirklich) und dann ein überraschender Schluss, den ich aber nicht verraten will.

Auch wenn vieles unglaubwürdig erscheint: Es könnte so gewesen sein. Denn nicht nur dieses Attentat interessierte die Politik offenbar wenig. Zeitgleich gab es einige Anschläge in deutschen Bahnhöfen, die ebenfalls nie aufgeklärt worden sind. Steckte vielleicht doch Gladio dahinter, die Nato-Organisation, die in Italien Terror-Anschläge verübte? Seltsam auch, dass über die RAF-Anschläge immer wieder diskutiert wird, der größte Anschlag, nämlich der auf das Oktoberfest, aber niemanden interessiert. Auch die Opfer sind längst vergessen. Es gibt eben Opfer erster und zweiter Klasse. Über die einen werden Bücher geschrieben, die anderen werden vergessen. Opfer sollten sich nur in politisch korrekten Anschlägen umbringen lassen.

Allein schon, dass der Autor an dieses Attentat erinnert, wäre das Lesen wehrt. Aber das Buch ist obendrein ein superspannender Krimi, geschrieben von einem, der sein Handwerk versteht.

Und ich werde kaum der Einzige sein, der nach der Lektüre im Internet nach weiteren Hintergründen dieses Anschlags gegoogelt hat.

(C) Hans Peter Roentgen
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am 12. Juni 2010
Eine Mordserie an ehemaligen NATO-Generalen schockiert die Öffentlichkeit. Kann es sein, dass staatliche Stellen in Deutschland und im Ausland zielgerichtet Terrorakte und politische Morde verüben? Der Stuttgarter Privatdetektiv Georg Dengler ermittelt in einem Fall, der in seiner Brisanz Schorlaus Politkrimi Die blaue Liste noch übertrifft.

Das München-Komplott,
Schorlau verknüpft in dem Buch Realität und Fiktion der politischen und wirtschaftlichen Themen, wobei die Realität die "Überhand" behält. Und damit macht er das Buch sehr interessant und spannend. Das Buch lässt sich hervorragend lesen. Empfehlenswert!
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am 23. November 2009
Im September 1980 explodiert auf den Theresienwiesen in München eine Bombe. Es gibt viele Opfer. Der Tat soll Neonazi begangen haben, der bei dem Anschlag ums Leben kam.
Der ehemalige Zielfahnder des Bundeskriminalamtes Georg Dengler wird im Jahr 2009 erneut, von seinem alten Arbeitgeber, auf den Fall angesetzt.

Die Staatssekretärin Charlotte von Schmoltke will das NPD-Verbotsverfahren wieder aufnehmen und bittet das BKA um Hilfe.

Vier Generäle im Ruhestand werden, unabhängig voneinander, ermordet.

Auf den ersten Blick gehören diese drei Handlungstränge nicht zusammmen, und doch ergibt sich in diesem Buch bald ein Zusammenhang.

Georg Dengler beginnt zu ermitteln und stößt schnell auf Ungereimtheiten, in denen verschiedene Geheimdienste ihre Finger im Spiel haben.

Das Buch ist in viele kleine Kapitel unterteilt, so dass der Leser es schnell und flüssig lesen kann und er trotzdem nie den Überblick verliert, obwohl viele verschiedene Personen genannt werden.

Das Ende hält noch einige Überraschungen bereit und über die ganzen 335 Seiten wird die Spannung aufrecht gehalten

Wolfgang Schorlau hat mit Denglers fünften Fall einen tollen Politkrimi geschrieben.

Das Buch macht Lust auf die vier vorherigen Fälle, wenn man sie noch nicht gelesen hat
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