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36 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierende Aktualität
Georg Dengler, ehemaliger Beamter des BKA und heutiger Privatermittler, bekommt einen neuen Auftrag. Er soll den Fall des schlimmsten Attentats in der Geschichte der BRD auf das Münchner Oktoberfest untersuchen. Vor fast dreißig Jahren wurde die Tat begangen. Das Bundeskriminalamt bittet ihn die Akten der damaligen Sonderkommission Theresienwiese zu...
Veröffentlicht am 23. November 2009 von hansi

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen 7 auf einen Streich!
1. Die blaue Liste. Denglers erster Fall.
Im ersten Buch nutzt Schorlau drei bisher nicht vollständig geklärte Ereignisse:
• die Ermordung des ersten Präsidenten der Treuhandan-stalt,
• den Absturz von Lauda-Air-Flug,
• Der Tod des RAF-Mitglieds Wolfgang Grams bei seiner Festnahme in Bad Kleinen.
Diese Buch hat...
Vor 10 Monaten von Anni Kloß veröffentlicht


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4.0 von 5 Sternen Toller politischer Kriminalroman - leider mit einem etwas dünnen Ende, 26. September 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
In Wolfgangs Schorlaus politischen Kriminalroman "Das Münchenkomplott" wird der Privatermittler und ehemaliger BKA-Mitarbeiter Georg Dengler von seiner alten Behörde dazu bewegt, noch einmal das Attentat auf das Münchener Oktoberfest 1980 zu untersuchen.
Schnell tritt zum Vorschein, dass die damaligen klaren Ermittlungsergebnisse doch gar nicht so eindeutig sind und viele Unstimmigkeiten aufweisen. Lange muss sich Dengler fragen, warum die Ermittler damals in ihren Abschlussberichten von einem Einzeltäter aus dem rechten Mileu sprachen, obwohl es schon zu der Zeit zahlreiche Indizien gab, die auf mehrere Täter hindeuteten.
Im Zuge seiner Ermittlungen gelingt es Dengler ein kompliziertes Spinnennetz von politischen Verstrickungen ans Tageslicht zu befördern.
Der Leser sieht lange Zeit nur viele, separate und scheinbar zusammenhangslose Schauplätze und Geschehnisse vor sich, die sich nach und nach wie passende Puzzleteile zusammenfügen. Trotz dieser unterschiedlichen Handlungsstränge lässt sich das gesamte Buch sehr gut lesen und der Autor hat den richtigen Mittelweg zwischen der modernen Erzählform, die eben durch zahlreiche Handlungsstränge in unchronologischer Anordnung gekenntzeichnet ist, und der klassischen, chronologischen und sukzessiven Art gefunden. Während der Lektüre vergisst der Leser dabei beinahe gänzlich, was politische Wirklichkeit und was Fiktion ist. Bei dem tollen Lesevergnügen wirkt nur das Ende ein bisschen schwach. Hier verliert der Leser gänzlich den Überblick über das, was gerade geschieht, und bleibt mit der Frage zurück, wie und warum das nun alles passiert ist.

Ansonsten aber eine echte Empfehlung!
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4.0 von 5 Sternen Was ist Fakt, was Fiktion?, 28. Juni 2015
Privatermittler Georg Dengler ist zunächst überrascht, als sein ehemaliger Arbeitgeber, das Bundeskriminalamt, ihn bittet, die Ermittlungen zum Anschlag auf das Münchner Oktoberfest 1980 noch einmal neu aufzurollen. Ein alter Hut, denkt er, doch als er bald darauf entdeckt, dass bei den Ermittlungen offensichtlich bewusst Spuren vernachlässigt wurden, um zu einem ganz bestimmten Ergebnis zu kommen, ist sein Interesse geweckt. Seine Recherchen führen ihn tief in die Abgründe internationaler Geheimdiensttätigkeiten und werden schließlich lebensgefährlich ...

Wolfgang Schorlau hat hier einen spannenden, mitreißenden Krimi geschrieben. Die Geschichte wird fesselnd erzählt, und es dauert ein wenig, bis man als Leser den Zusammenhang der einzelnen Handlungsstränge erfasst hat. Schorlaus Charakterbeschreibungen sind plastisch und gut gelungen, und er hat mit Dengler einen sympathischen Ermittler erschaffen, dessen private Seite ebenfalls ihren Platz in der Erzählung findet, ohne dabei zu raumgreifend zu werden. Nach der Lektüre könnte man das Buch zufrieden zur Seite legen mit der Empfindung, gut unterhalten worden zu sein – wenn da nicht der Anhang wäre. Darin geht Schorlau darauf ein, welche Teile seiner Geschichte auf Tatsachen beruhen, und wenn das alles tatsächlich so stimmt, lässt sich das nicht so einfach abhaken, sondern wirkt noch lange nach und wirft eine Menge Fragen und vor allem Wut auf.

Zur abschließenden Beurteilung dieses Buches lässt sich aber auf jeden Fall sagen, dass es Freunden spannender Lektüre uneingeschränkt empfohlen werden kann.
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5.0 von 5 Sternen Keine Grenze zwischen Realität und Fiktion, 19. Dezember 2009
Wow das ist mal ein Krimi der es in sich hat. Dies war mein erster Fall von Dengler, doch ich werde mir auf jedenfall noch mehr Bücher von Wolfgang Schorlau durchlesen. Obwohl es um einen Fall geht, welcher schon 30 Jahre zurückliegt, ist dieses Buch erstaunlich aktuell. Die zuletzt gewesenen Bundestagswahlen werden immer wieder erwähnt und ähnlich aktuelle Themen wie sogar die Schweinegrippe oder der Skandal um Ulla Schmidts Dienstwagendebakel bleiben nicht außenvor.

Der Schreibstil ist sehr gut und als Leser bekommt man sehr viel Spannung geboten, sodass es sich garnicht lohnt das Buch beiseitezulegen, bevor man es ausgelesen hat. Die Spannung zieht sich durch das ganze Buch. Einerseits fand ich es anfangs etwas verwirrend, dass so viele Personen drinvorkommen und den Zusammenhang, wer mit wem zusammenarbeitet und wer gegen wen, jedoch andererseits wird die Spannung dadurch noch größer. Die Verschwörungstheorien in dieser hervorragend recherchierten Geschichte sind täuschend echt, sodass man Fiktion und Realität manchmal schwer auseinander halten kann. Es klingt alles sehr plausibel, sodass es einem wie die Realität vorkommt.

Alles in allem ist dieser Krimi sehr gut geschrieben, man hat Spannung von Anfang bis zum Ende und ich bin wahnsinnig neugierig auf weitere Bücher von Wolfgang Schorlau. Dieses Buch kann ich nur jedem weiter empfehlen, der einen guten Krimi lesen will. Dies ist definitiv einer.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein bisschen wenig Pfeffer, 12. November 2013
Der fünfte Fall von Ex-BKA-Zielfahnder Dengler war meine erste Begegnung mit Autor Wolfgang Schorlau. Auf der gezielten Suche nach politisch geprägten Krimis aus Deutschland bin ich auf diese Serie gestoßen und habe mir - weil ich das Thema extrem spannend finde - erst einmal "Das München-Komplott" gekauft.

Vorab: Der Plot ist okay; ich habe mich gut aufgehoben gefühlt, was recherchierte Fakten angeht und glaube, dass Schorlau überwiegend weiß, wovon er schreibt. Allerdings hat das Buch, das erfreulicherweise mit nicht allzu eng gesetzten gut 300 Seiten (plus lesenswertem Anhang) seine Längen - etliche davon. Und das trübt den Lesespaß dann doch deutlich ein. Wenn ein solch komplexes Thema schon in 300 Seiten abgehandelt wird, dann erwarte ich auch ein dichtes Buch, das mich mitreißt und atemlos zurück lässt. Aber davon kann keine Rede sein. Ich fand die Passagen, in denen Dengler alleine oder mit seinen Freunden in der Kneipe sinniert, überflüssig, langatmig - irgendwie behäbig.

Das - und die gleichfalls behäbige Schreibe - hat mich doch ziemlich an Jacques Berndorfs "Die Grenzgängerin" erinnert, und das war außerordentlich laaangweilig.
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5.0 von 5 Sternen Das München-Komplott, 6. März 2012
Der Bombenanschlag auf das Münchner Oktoberfest 1980 zählt zu den schwersten Terroranschlägen der deutschen Nachkriegsgeschichte. Zahlreiche Ungereimtheiten in den Ermittlungen liefern Stoff für Spekulationen und Mutmaßungen. Die Frage nach dem 'Warum?' beschäftigt immer wieder Autoren und Journalisten und so entstehen Werke wie, in diesem Fall, Wolfgang Schorlaus 'Das München Komplott'.
Sein Ermittler Georg Dengler ermittelt im Fall 'Theresienwiese'. Was anfangs noch als simple Aufarbeitung alter Akten anmutet, entwickelt sich rasch zum gefährlichen Katz- und Mausspiel. Die Brisanz dieser Story liegt hier in dem zeit- und realitätsnahem Thema. Der Leser merkt kaum, wo die Fakten enden und die fiktive Geschichte beginnt, da die Grenze verschwimmt.
Ob mit oder ohne Vorwissen, dieses Buch fesselt, empört, verunsichert. Es lässt ernste Zweifel aufkommen, an der Sicherheit unseres Systems und wirft neue Fragen auf.
Von der ersten bis zur letzten Seite war ich im Bann dieses packenden und gut recherchierten Polit-Thrillers. Ein Buch, das nicht spurlos an seinem Leser vorbeigeht.
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4.0 von 5 Sternen Ein typischer Schorlau, 10. Januar 2012
Der neue Chef des BKA bittet den ehemaligen Zielfahnder und heutigen Privatermittler Georg Dengler um Mithilfe: Er soll die Akten der damaligen Sonderkommission Theresienwiese über den Anschlag auf das Münchner Oktoberfest 1980 prüfen.

Wie immer bespricht Dengler diesen Auftrag mit seinen Freunden Mario, Martin und Leopold. Anlässlich des Treffens in ihrer Stammkneipe machen sie die Bekanntschaft einer unbekannten Schönheit.

Auch eine Staatssekretärin im Innenministerium, Charlotte von Schmoltke, wird vorgestellt...

Im Mittelpunkt von Wolfgang Schorlaus Kriminalromanen steht Georg Dengler, ein ausgeschiedener BKA-Ermittler, der sich als Privatermittler selbstständig gemacht hat.

Geschickt mischt der Autor die Genres Kriminalroman und Politthriller. Das München-Komplott ist Denglers 5. Fall. Gewohnt sachlich und mit viel Lokalkolorit...

Ich bin gespannt auf diesen neuen, deutschen Krimi der Spitzenklasse!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nach 30 Jahren, 20. Februar 2011
Von 
marielan - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Dass Schorlaus Buch sich nicht wie ein herkömmlicher Krimi liest, hat mehrere Gründe:
Es geht um ein reales Verbrechen. Eigentlich nichts Neues, wenn ein Autor aus der Realität eine fiktive Geschichte baut. Doch hier geht es um einen Terroranschlag aus dem Jahr 1980, als der Begriff "Terror" noch nicht dreimal täglich von Politikern und / oder Medien durch die Mangel genommen wurde. (Ich stelle mir vor, wie die offiziellen Reaktionen und die Ermittlung aussehen würde, wenn ein solcher Anschlag heute passieren würde ...)
Das Verbrechen gilt als aufgeklärt. - Andere Autoren, die sich eines realen Verbrechens aus der Wirklichkeit für einen Roman bedienen, bevorzugen ein unaufgeklärtes Rätsel. - Aber Angehörige der Opfer sind bis heute der Ansicht, dass die wahren Hintermänner im Dunkeln blieben und der gefasste Attentäter lediglich ausführte, was andere planten. Sie kämpfen bis heute um eine Wiederaufnahme der Ermittlungen. Die Theorie vom Einzeltäter schien den politischen Kräften und den Machthabern dieser Zeit gut in den Kram gepasst zu haben.
Auf diesem Hintergrund lässt Schorlau seinen Detektiv Georg Dengler den Fall neu aufrollen und ermitteln. Er findet Ungereimtheiten, und mehr als einmal stochert er in Wespennestern oder ruft Geister herauf, die nicht mehr zu bannen sind.
Mit Material, auf das er bei seinen Recherchearbeiten stieß, konstruiert der Autor einen Verschwörungshintergrund, der nicht nur nationale, sondern internationale Verstrickungen beweist - samt amerikanischem Geheimdienst und Stasi.

Schorlau erzählt nicht, er berichtet, schreibt im Stil von Reportagen mit leicht verständlichen Sätzen und deutlichen Inhalten. (Begibt er sich kurz ins Literarische, kommen Sätze heraus wie "Ihre Welt schrumpfte auf die Größe des Bettes zusammen, und außerhalb des Leintuches begann die Unendlichkeit." - S. 169) Zu diesem Stil passt auch, dass die Personen keine klaren Konturen haben; sie werden weniger durch charakterliche Eigenarten als durch ihre Funktion bestimmt.

SPOILER AN
Was mir nicht gefiel: Dass Schorlau am Ende einen Einzeltäter auftreten lässt. Diese Auflösung erscheint mir auf dem Hintergrund der politischen Machenschaften, mit denen sich das Buch bis dahin befasst, zu sehr auf Pointe geschrieben.
Und das Held-in-Gefahr-Ende mit der komischen Puppe.
SPOILER AUS

Mit diesen beiden genretypischen Motiven hat Schorlau leider seinem ungewöhnlichen Krimi ein gewöhnliches Ende bereitet.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Dengler in seinem fünften Fall wieder mit realitätsnaher Fiktion, 30. Januar 2011
Von 
Ewald Judt (Vienna, Austria) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Nach "Die blaue Liste" (KiWi 870, 2005) über den Ausverkauf der Betriebe der ehem. DDR, "Das dunkle Schweigen" (KiWi 844, 2005) über ein düsteres Kapitel der deutschen Geschichte aus dem 2. Weltkrieg, "Fremde Wasser" (KiWi 964, 2006) über die "Privatisierung" der öffentlichen Infrastruktur und "Brennende Kälte" (KiWi 1026, 2008) über den Einsatz deutscher Soldaten im Afghanistan-Krieg und die Erprobung neuer Entwicklungen aus dem militärisch-industriellen Bereich hat sich Wolfgang Schorlau, in Stuttgart lebender freier Autor, der 2006 mit dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet wurde, mit dem fünften Krimi mit Ex-BKA-Fahnder Georg Dengler "Das München-Komplott" (KiWi 1114, 2009) des Attentats auf das Oktoberfest 1980 - des wohl schwersten Terroranschlags der deutschen Geschichte - angenommen. Dengler wird von seinem ehem. Chef im BKA ersucht, nach beinahe 30 Jahren die Akten der damaligen Sonderkommission Theresienwiese nochmals in Hinblick auf mögliche Widersprüche und neue Ermittlungsansätze durchzuschauen. Er stellt schlampige Ermittlungsarbeit, nicht berücksichtigte Zeugenaussagen, verschwundene Asservate und den Tod mehrerer Augenzeugen fest, bezweifelt die Alleintäterschaft eines beim Attentat ums Leben gekommenen Rechtsextremisten. Durch seine Nachforschungen gerät er bald ins Fadenkreuz des Verfassungsschutzes, der mit den Gruppen/Parteien am rechten Rand eine eigene - perfide - Agenda hat. Seine dortigen Gegner sind - wie Dengler bald feststellen muss - nicht nur skrupellos, sondern auch gewalttätig und bestrebt, ihn aus dem Verkehr zu ziehen. Erfreulicherweise genießt er dabei die Unterstützung des BKA. Doch hinter seinen Gegnern steht/stand eine Organisation, die in mehreren europäischen Ländern im (Staats-)Terrorismus mitgemischt hat - Gladio ist das Stichwort. Doch mit deren Führungsspitze beschäftigt sich ein Anderer, der Rache für die Toten an diesen Attentaten nimmt, auch für die beim Attentat auf das Oktoberfest. Alles in allem ist "Das München-Komplett" wieder ein spannender Krimi mit einem sympatischen Privatdetektiv im Auftrag des BKA und wieder - wie in den Vorgängerromanen - mit einem Plot, der politische noch nicht lange zurückliegende Hintergründe beinhaltet.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was geschah wirklich am 26.9.1980?, 22. November 2009
2009: Der jetzige Präsident des BKA wendet sich an den ehemaligen Zielfahnder Georg Dengler, der nach 10-jähriger Tätigkeit seinen Dienst frustriert verlassen hat. Dengler soll die Akten zum größten Attentat in der Geschichte der BRD, den Bombenanschlag vom 26. 9. 1980 auf dem Münchner Oktoberfest, noch einmal untersuchen. Er erhält Einsicht in alle Akten, und mit Hilfe seines Freundes, des Journalisten Leopold Harder, kann er auch in Zeitungsartikeln aus dem Jahr 1980 recherchieren. Doch je mehr Informationen er sammelt, desto undurchdringlicher werden die Geschehnisse. Dengler fragt sich, warum man ausgerechnet ihm den Fall anvertraut hat, und warum ausgerechnet jetzt? Der Fall war doch eigentlich schon abgeschlossen und in der Versenkung verschwunden.
Wie brisant das Attentat ist, wird Dengler immer bewusster. Was geschah da 1980 auf den nationalen und internationalen Ebenen der Politik? Konnte der Anschlag etwa für manchen Politiker oder manche Partei Gewinn bringend sein?
Hinter Denglers Rücken laufen unfassbare Aktionen, von denen er selbst nichts ahnt - hier sind wir als Leser im Vorteil.
Der Verfassungsschutz bildet ein Arbeitsteam.
Gleichzeitig fühlt sich die parlamentarische Staatssekretärin Charlotte von Schmolke - dank ihres bedeutungsschweren Namens konnte sie die Karriereleiter nur herauffallen - unter Druck. Die Wahlen stehen vor der Tür. Öffentlichkeitsheischend, gleichzeitig total frustriert von ihrer Arbeit (denn man hat sie wie eine "Puppe" benutzt und ihr alles vorgekaut) muss und will sie etwas ändern ...
Das Buch ist in vielen kurzen Textsequenzen strukturiert. Orte und Personen ändern sich; dennoch verliert der Leser nie den Handlungsfaden, weil der Autor mit seinem klaren, direkten, nüchternen Schreibstil immer wieder Anknüpfungspunkte bietet. Der journalistisch berichtende Handlungsverlauf, der zeitnahe Geschehnisse wie Weltwirtschaftskrise, die Wahl Barack Obamas, ja sogar die Schweinegrippe mit einbezieht, bewirkt, dass der Leser immer mittendrin ist. Was Wolfgang Schorlau schreibt, ist präzise dokumentiert: Das kann alles nur wahr sein (also: Fiktion vom Feinsten).
Und es ist unfassbar. Denn internationale Machenschaften, die gegenseitige Infiltration von Politik, Geheimdienst und globaler Wirtschaft haben nur das eine Ziel: Jeder will seine eigenen Interessen durchsetzen, und dazu ist jedem jedes Mittel recht.
Ein beeindruckender POLIT-THRILLER: Absolut lesenswert, spannungsgeladen von der ersten bis zur letzten Zeile. TOP!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fast so als wäre man dabei gewesen..., 22. November 2009
Dieser Kriminalroman hat mich auf ganzer Linie überzeugt, nicht nur wegen der Verwebung aktueller und vergangener, tatsächlicher Ereignisse mit Fiktion, auch wegen der Art und Weise wie er geschrieben ist. Stellenweise fühlt man sich fast als Teil der Geschichte, der Roman wird regelrecht lebendig, regt zum Nachdenken und Nachforschen an. Man fragt sich schockiert, ob es denn nicht vielleicht wirklich so gewesen sein könnte?

Es geht um den ehemaligen Zielfahnder Dengler, der sich mit dem Attentat auf das Oktoberfest 1980 befassen soll, schnell trifft er auf Ermittlungsfehler und Ungereimtheiten. Als er beginnt tiefer zu bohren und Zeugen zu befragen fällt er unangenehm auf und bekommt es mit mächtigen Widersachern zu tun, die auch vor Freunden und Verwandten nicht Halt machen! Bald befindet er sich in einem globalen Lügennetz, das über die Jahre ganz eigene Wege beschritten hat und sich jetzt um keinen Preis stürzen lassen möchte, doch Dengler ist wild entschlossen für Gerechtigkeit zu sorgen, wenn auch nicht immer auf die ganz konventionelle Weise!

Berichtet wird aus immer wieder wechselnden Perspektiven, die einem auch die andere Seite näher bringen, und ahnen lassen worauf der Autor hinaus will. Um das Buch noch realistischer und mitreißender wirken zu lassen, bekommt man immer wieder geheime Akten und Zeugenaussagen zu lesen. Wolfgang Schorlau schreibt flüssig und vermittelt realisitische Alltagspersonen, die sich hier mit wirklich ungeheuerlichen Thesen auseinandersetzen müssen.

Dieses Buch bekommt von mir eine absolute Kaufempfehlung, da es an keiner Stelle langweilig oder an den Haaren herbei gezogen wirkt, man sitzt vielmehr nägelkauend vor dem Roman und betet, dass Dengler da heil rauskommt!
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