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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herzlichen Glückwunsch!
Herzlichen Glückwunsch, lieber Andreas Altmann, zu diesem Buch!

"Zum Glanz des Reisens gehört die Begegnung mit außergewöhnlichen Männern und Frauen, die Begegnung mit ihrer Geschichte, ihrer Revolte, ihrem Traum von einer anderen Zukunft." (Rowohlt-TB-Ausgabe, S. 235)
Das ist die Quintessenz des Reisens, die der Autor hier mit...
Veröffentlicht am 19. Oktober 2009 von S. Fuchs

versus
30 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Geschmackssache
Eins vorneweg: Für die Kaufentscheidung empfehle einfach die ersten Seiten zu lesen (zugegebenermaßen ein extrem kluger Einfall) - mir hätte das jedenfalls gereicht, um mich davon zu überzeugen, das Buch nicht zu erwerben. Da es jedoch ein Geschenk war, habe ich es mir trotzdem komplett durchgelesen.

Die (Schreib-)Art des Autors sagte mir...
Veröffentlicht am 18. September 2009 von MF


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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herzlichen Glückwunsch!, 19. Oktober 2009
Von 
Herzlichen Glückwunsch, lieber Andreas Altmann, zu diesem Buch!

"Zum Glanz des Reisens gehört die Begegnung mit außergewöhnlichen Männern und Frauen, die Begegnung mit ihrer Geschichte, ihrer Revolte, ihrem Traum von einer anderen Zukunft." (Rowohlt-TB-Ausgabe, S. 235)
Das ist die Quintessenz des Reisens, die der Autor hier mit seinem wunderbaren Buch dem Leser vermittelt.
Nach einigen mittelmäßigen und bisweilen schlechten Reiseberichten fand ich dieses Buch und habe es gleich 2 x gelesen! Das passiert mir - ob der Fülle an Titeln - sehr selten!

Faszinierend, mit welcher Unerschrockenheit der Autor sich in entlegene und vermeintlich gefährliche Barrios begibt, immer auf der Suche nach einem Menschen, der ihm eine (Lebens-)Geschichte erzählt. Und die Menschen erzählen - als ob sie auf Andreas Altmann gewartet hätten.

An einige längst vergessene Begebenheiten eigener Reisen erinnert man sich durch die Lektüre wieder, z. B. die Dauerberieselung in den südamerikanischen Überlandbussen oder die talentierten Pillenverkäufer. Ja, genau so hat man es selber erlebt... hätte aber sicher den Verkäufer niemals angesprochen, um mehr über ihn zu erfahren.
Andere, unvergessene Reiseerlebnisse werden nochmals intensiviert durch die Beschreibung Altmanns, so z. B. das unbeschreibliche Gefühl, das einen überkommt, wenn man erstmals den Salar de Uyuni erblickt!
Oder der bedrückende Besuch untertage bei den Bergarbeitern vom Cerro rico oder die Stadt Puno, die man wirklich sofort wieder verlassen will, so trostlos empfindet sie der Reisende. Oder der tiefe Glaube der Südamerikaner und die katholische Kirche als moralische Instanz.

Zwischendurch liefert Altmann kurze historische Fakten, die immer bereichernd, nie langweilig sind, sei es über Che Guevara, Simon Bolivar oder über Butch Cassidy und Sundance Kid.

Als nächstes muss ich unbedingt Pablo Neruda, Matilde Urrutia und César Vallejo lesen!
Der Autor verleitet dazu.

Und dann natürlich weitere Titel von Andreas Altmann!
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41 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Erst das Buch - dann unbedingt die Rezensionen! :-), 6. April 2008
Denn die sind mindestens genauso unterhaltsam wie das Buch. Offensichtlich scheinen hier einige beleidigt zu sein, weil Altmann den heiligen aller Esoterikpilgerer verspottet hat. Ich glaube, jetzt muss ich mir den Jakobsweg doch mal zu Gemuete fuehren. Naja, und genauso schlimm: Altmann hat seine Beobachtungen aufgeschrieben. Mal nuechtern lakonisch, mal ueberschaeumend, aber nein, nie respektlos. Offensichtlich hat man es als Autor schwer, der weder fuer das Schicksal jedes Andenbauerns allein die Politiker und die Globalisierung verantwortlich macht, noch im Gegenteil von oben herab ueber die dummen und faulen Eingeborenen laestert. Ich habe dieses Buch eher zufaellig gekauft (und zum Glueck die Beschreibung des Autoren nicht vorher gelesen, wer will schon von einem Dressman lesen?) und war sehr angenehm ueberrascht. Habe viele der Orte selbst besucht, mir haeufig die gleichen Fragen gestellt und mich ueber die gleichen Dinge gewundert oder empoert. Klar besucht Altmann auch Orte, die fast jeder Tourist besucht, und klar, wer sie besucht hat, wird dann nicht viel neues Faktenwissen lernen. Aber ist das so schlimm? Das ist glaube ich der Reiz dieses Buches: Die vielen alltaeglichen Szenen, dann aber immer wieder das grueblerische und manchmal provokante. Zum Beispiel die Quacksalber, die immer wieder auf die Busse springen und den Passagieren jeden Mist andrehen, eingepackt in Versprechungen von Heilkraeften, Libido und Aloe Vera. Anfangs ist man empoert, will eingreifen und aufklaeren, doch man haelt sich zurueck. Und lernt, dass man diesen Leuten glauben will, dass diese Geschichten sich jeden Tag hundertfach abspielen und jeder Ecuadorianer solchen Schwindlern wahrscheinlich 37x auf den Leim gegangen ist. Und Altman empfindet Sympathie mit den gerissenen. Provokant, aber so falsch? Oder die Ausfuehrungen ueber die Beschallung und Belaestigung durch billige Gewaltfilme. Die Beschreibung der Lethargie. Wie gesagt: Altmann wird nie respektlos (wie z.B. ein Roger Willemsen in seiner Deutschlandreise), aber er bildet sich auch nicht ein, er muesse nun in den Poncho schluepfen (wie der uebrigens sympathisch geschilderte Tourist). Was das Buch so angenehm von anderen Reisetagebuechern unterscheidet, ist diese Mischung aus Beobachtung und Gespraech, Gedanken und Anekdoten. Fuer den, der die Laender kennt, eine schoene Lektuere um Erinnerungen aufzufrischen, fuer jemanden der erst reisen will, eine schoene Einfuehrung.
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine lange Reise durch die Nacht..., 16. April 2008
Ein seltsames Buch. Einerseits strengt die eigenwillige Sichtweise des Autors an, der immer wieder die Gelegenheit nutzt, sich selbst ins Spiel zu bringen und sich nicht scheut, die ältesten Kamellen aus seiner Lebensgeschichte auszugraben. Andererseits liest man weiter und wieter, weil er schon etwas zu erzählen hat. Und am Ende hat man einen ziemlich guten Eindruck von Land und Leuten. Es fehlt ein bisschen Humor, es fehlt ein bisschen Bescheidenheit. Aber an sich: Gutes Buch, vier Sterne.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Andersreisender in Südamerika, 12. März 2011
Wer mehr über historische Hintergründe, politische Zusammenhänge und das eigentliche Leben fremder Länder erfahren möchte, hält irgendwann ein Buch von Andreas Altmann in den Händen und begleitet ihn im Geiste auf seinen Reisen.

"Ich will reisen wie einer, der sich auf Zumutungen einstellt. Wie einer, der ein Land nicht als Solarium begreift, sondern als Territorium, dessen Einwohner ihm etwas beibringen." Diesem Anspruch bleibt der Autor auch bei seiner Südamerikareise rückhaltlos treu. Auf diese Weise sammelt er Erfahrungen, Geschichten und Erlebnisse, die dem Durchschnitts-Touristen mit weniger Schneid für immer verschlossen bleiben. AA steigt in elenden Kaschemmen ab, um dran zu sein am Leben. Fast hätte er es eingebüßt, als ihn ein Stromstoß unter der Dusche durchzuckt oder er Beifahrer in einem Auto ohne Bremsflüssigkeit wird.

In Bogota wagt er sich in Stadtviertel, vor denen offiziell gewarnt wird und lernt ein zierliches älteres Dämchen mit Hüftleiden kennen, das sofort seine schützende Hand über den anscheinend verirrten Reisenden hält. Er kommentiert trocken und witzig: "Einen besseren Bodyguard kann man sich nicht wünschen." Wir erleben seinen Besuch bei einer inhaftierten Deutschen in Ecuador mit und bei einer Mutter in Peru, die seit 25 Jahren nach ihrem Sohn sucht, der denunziert, verhaftet und sicherlich getötet wurde. Wenigstens seine sterblichen Überreste will sie finden, welche Kraft geht von dieser Frau aus!

Wir werden Zeuge eines unglaublichen Fußballspiels zwischen Blinden in Kolumbien mit einem blinden Bürgermeister einer Dreimillionenstadt, lernen einen Mann mit einem Tumor im Auge und einer Spalte im Schädel kennen und einen Bettler im Straßenstaub Santiagos, dem beide Beine fehlen. Altmann durchstößt die Mauern zwischen den Menschen, denn das Leben ist nicht Glimmer und Schein, sondern oft bittere Realität.

In Bolivien führt uns AA in die Bergschlucht von Churo, den Ort der Festnahme Che Guevaras. Er schildert den wirklichen Ablauf der Ereignisse bis zum Ende des Revolutionsführers im Hospital von Vallegrande, wo Che exekutiert, auf einem Waschbecken aufgebahrt und fotografiert wurde. Erschüttert erfahren wir Details über die Colonia Dignidad in Chile, ein Ort des Grauens, denn hier konnte ein Kinderschänder hemmungslos seiner abnormalen Veranlagung frönen.

Natürlich treibt es AA auch an historische Schauplätze berühmter Dichterkollegen. In Chile besucht er das Haus des hoch verehrten Pablo Neruda und kann nicht fassen, was dieser begnadete Literat an Kunst und Trödel in der Welt zusammen getragen hat.

Es gibt noch viele spannende Erlebnisse, gelebte Menschenfreundlichkeit, Großzügigkeit, Witziges und Schönes in diesem Buch. Nicht zuletzt formt die Klarheit von Altmanns Sprache die Landschaften, Städte und vor allem die Menschen zu eindrucksvollen Bildern, die noch nachwirken, wenn der Leser das Buch längst zugeschlagen hat.
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30 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Geschmackssache, 18. September 2009
Eins vorneweg: Für die Kaufentscheidung empfehle einfach die ersten Seiten zu lesen (zugegebenermaßen ein extrem kluger Einfall) - mir hätte das jedenfalls gereicht, um mich davon zu überzeugen, das Buch nicht zu erwerben. Da es jedoch ein Geschenk war, habe ich es mir trotzdem komplett durchgelesen.

Die (Schreib-)Art des Autors sagte mir aber auch bei fortschreitender Lektüre nicht zu. Es tut mir leid, aber Leute die Betrüger, abzockende Taxifahrer oder eine Präsidentengattin, die sich auf Kosten eines ganzen Landes bereichet, bewundern, erwecken nicht gerade meine Sympathie. Auch finde ich es doch zum Teil recht zweifelhaft, wie Herr Altmann praktisch jeden, der sich nicht für Literatur interessiert, als Trottel darstellt.

Dennoch muss ich dem Autor lassen, dass sich das Buch recht flüssig liest und relativ interessant ist. Die Stellen, die von seinem homosexuellen Abenteuer sowie der heimlichen Liebe zu einer Bekannten handeln, werden jedoch meiner Meinung nur dazu genutzt, um Nähe zum Leser zu schaffen, sind für den Reisebericht jedoch überflüssig.

Schließlich ist es mir ein Rätsel, wie man das Buch "Reise durch einen einsamen Kontinent" nennen kann, wo der Autor doch von Großstadt zu Großstadt fährt und sich, scheinbar, mit jedem unterhält, der ihm über den Weg läuft.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wie gut, dass nicht alle Menschen gleich sind...., 25. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Reise durch einen einsamen Kontinent: Unterwegs in Kolumbien, Ecuador, Bolivien, Peru und Chile (Kindle Edition)
.......sonst gaebe es niemanden mehr, auf den der Autor herabschauen koennte. Zwar ist das Buch sehr unterhaltsam, aber die Penetranz, mit welcher der Autor seine Weltsicht darlegt und jeden, dem er begegnet und der seiner Meinung nach einen anderen Blick auf die Geschehnisse der Welt hat, mit Haehme und Spott ueberzieht, die ist unertraeglich.
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25 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wer andere Leute Idioten nennt ist meist selbst einer, 17. Dezember 2009
Interessant wie Herr Altmann es schafft, einmal um den halben Globus zu reisen, und dann doch nur ein Buch über sich selbst abzuliefern. Und dieses Selbstportrait ist nicht mal sonderlich facettenreich: Huh, ich bin so schlau und belesen (die Südamerikaner nicht), huh, ich trau mich was und geh auch in die Viertel wo die bösen Jungs wohnen (und hab's voll überlebt, war aber schon auch irgendwie krass), huh, ich kann so gut Spanisch daß ich euch Lesern das gar nicht alles übersetzen muss (wenn ihr nicht so genial seid wie ich, müsst ihr halt in die Volkshochschule, obwohl das ja voll uncool ist), huh, wenn ich Elke Heidenreich zitiere kann ich gleich mal total aus dem Zusammenhang gerissen erwähnen daß sie ein Buch von mir besprochen hat (hat mir Mutti damals sogar auf VHS aufgenommen), huh, um 4 Uhr Nachts kommt auch in so unzivilisierten Gegenden endlich eine Sartre-Doku im Fernsehen (und ich bin hier natürlich der einzige der das zu schätzen weiß), huh, immer diese furchtbaren Gringos überall (und überhaupt, Touristen, was wissen die schon?). Diese Liste könnte man noch ewig fortsetzen, aber in so hoher Konzentration möchte ich das hier Niemandem zumuten. In einer Tour werden profanste Vergleiche zwischen dem Autor (schlau, gebildet, wagemutig) und dem gemeinen Südamerikaner (faul, unwillig, religiös) gezogen und am Schluss, wen wundert's, ist Herr Altmann eine noch viel coolere Sau als vorher. Erschwerend kommt hinzu daß er seine Kritik nicht einmal ehrlich stehen lassen kann, sondern sich zum Schluss - wie bei einem dummen Kind das aber trotzdem irgendwie "total lieb" ist - dann doch noch etwas positives oder sympathisches über die jeweilige Person aus den Fingern saugen muss - wär ja dann auch irgendwie wieder total deutsch wenn man Südamerika nicht doch wenigstens irgendwie gut finden würde. Und der Autor wohnt ja schliesslich wie ich inzwischen gefühlte 380 Mal unterbreitet bekommen habe in PARIS (total mondän!!! überhaupt nicht deutsch!!!). Wie man schon merkt, ich würde dieses Buch absolut niemandem empfehlen. Wer sich für Südamerika interessiert sollte auf keinen Fall dieses Buch lesen und lieber schnell selber hinfahren.

Den zweiten Stern gibt es im Übrigen dafür daß ich mich schon seit langem nicht mehr so wunderbar aufregen konnte wie über dieses Buch, ich habe es (haareraufenderweise) wirklich verschlungen.
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21 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Grauenhaftes Buch, 23. September 2011
Von 
Carolin (Dortmund, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Das Buch "Reise durch einen einsamen Kontinent" des Autors Andreas Altmann ist mit einer Arroganz geschrieben, wie ich sie zuvor kaum in Büchern vorgefunden habe. Ich muss zugeben, dass ich es noch nicht einmal bis zur Hälfte des Buches geschafft habe. Danach konnte ich mir seine Vorurteile und seine arrogante Selbstinszenierung nicht mehr antun. Der Autor stellt sich durchweg als wagemutigen Reisenden dar, der hautnah das Leben der Einheimischen kennenlernt und aufgrund der enormen Kriminalität Südamerikas wagemutig auch in den "schlimmeren" Stadtvierteln herumspaziert und befürchtet jede Sekunde erschossen zu werden. Dabei ist der Autor nur ein Backpacker, der kein bisschen über die Mentalität der Menschen der bereisten Länder erfährt. Seine gesamte Reise dreht sich nur um sich selbst. Wie dieser Autor tatsächlich den Globetrotter-Reisebuchpreis 2008 erhalten konnte, kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Weder Inhalt noch Schreibstil (meist kurze, abgehackte Sätze) sind ansprechend. Wer wirklich etwas über Südamerika erfahren will und keine Lust auf arrogante Selbstinszenierung und Stereotype hat, der sollte sich dieses Buch auf keinen Fall kaufen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Leider sein Geld nicht wert, 2. Mai 2013
Bei Kauf dachte ich mir, das sei das Buch eines Reisenden, der durch seine Reisen im optimalen Fall gewachsen ist. Aber schon sehr früh mußte ich feststellen, daß Herr Altmann eher die Rolle eines Touristen bekleidet, der seine Engstirnigkeit partout nicht loslassen will oder kann.
So steht er anderen Sichtweisen nicht tolerant, sondern abwertend gegenüber, manchmal sogar beleidigend. Seine Herabwertungen sind alles Andere als weltoffen. Sie sind unnötig.

Der Autor sollte seinen Geist auch für Fremdes öffnen und nicht so vorschnell pauschalisieren. Gerade von Jemandem, der in einem Zen-Kloster mitgelebt hat, wie er an einer Stelle des Buches kurz erwähnt, hätte ich mehr Reflektion erwartet. Altmann prescht durch Südamerika, mit seinen sehr engstirnigen Meinungen behaftet, und will die dummen, unbelesenen Menschen aufrütteln mehr nachzudenken. Dazu fallen mir nur ein paar Zeilen aus der Bibel ein: "was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge, und wirst nicht gewahr des Balkens in deinem Auge?".

Wenn ich mir die Titel, die der Autor noch herausgebracht hat anschaue, dann gewinne ich den Eindruck, daß er auf der Suche nach etwas ist. Mit seinen schnellen Vorurteilen, seiner Art, Dinge zu bewerten, die er nur oberflächlich verstanden hat, seiner engen, festgefahrenen Sichtweise, wird er wohl niemals fündig werden. Altmann hält sich offensichtlich für einen klugen, belesenen Mann. Wenn dem so wäre, dann wüßte er, daß man seine Meinung nicht durch oberflächliches Wissen bildet, sondern alleine durch vorangegangenes Verstehen. Erst wenn man etwas verstanden hat, darf man urteilen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Reise durch ein unglaubliches Buch, 27. März 2008
Alleine für die Seiten über Bogota bekommt das Buch 5 Sterne; meine Lieblingsszene ist die wo Altmann in die "Ciudad Bolivar, die herausforderndste Gegend Bogotas" fährt. Der Durchschnittsmensch würde auf der Fahrt in eine Gegend von der weiß, dass es dort eine "Mord pro Tag, schießwütige Arbeitslose und eine Menge rivalisierender Gangs" Blut und Wasser schwitzen.
Umgekehrt hier: Die Touristeninfo wollte aus Angst um den Reisenden !! AUS ANGST UM DEN REISENDEN!! keine Auskunft geben und die alte Senorita im Bus stellt A. gleich unter ihren persönlichen Schutz. Der, jedoch hat die Ruhe weg und beschreibt diese Erlebnisse auch noch in einem witzigen Stil. Es scheint als ob er sich fragt "Warum macht sich die ganze Welt sorgen um mich? Die anderen Leute im Bus fahren villeicht täglich in die "Ciudad Bolivar" und um sie schert sich keiner!" Diesen Gedanken find ich cool und weil er in dem ganzen Buch durchscheint ist es wirklich lesenswert! In Kolumbien und Ecuador kommt A.A-der Abenteurer, der, der im hektischen Mexiko City lebt; in Bolivien, Chile und vor allem in Peru, der,der die Ruhe sucht, in Japan in einem Zen Kloster lebt, zum Vorschein.
Trotzdem wird dem Leser nie langweilig, vorrausgesetzt er lässt jede Zeile auf sich wirken, stellt sich jedes Wort bildlich vor, nur dann kann man es richtig genießen.
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