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Kundenrezensionen

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20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. September 2003
Nietzsche hat in "Die fröhliche Wissenschaft" zum einen Wissenschaft von ihrer moralischen Natur her kritisiert und darauf hingewiesen. Nietzsche gibt damit den Anstoss für die Klassiker der Wissenschaftskritik wie z.B. Foucault. Ferner stellt Nietzsche hier auch die Frage nach dem Kerngehalt und dem Wert von Wissenschaft überhaupt, und das nicht in der Sprache des Wissenschaftlers.
Darüber hinaus ist die Lektüre auch noch wegen der unerhörten Sprachgewalt, die Nietzsche zu einem Meilenstein der Deutschen Sprache gemacht hat, zu empfehlen.
Aber "Vorsicht: Gift! - Wer hier nicht lachen kann, soll hier nicht lesen! Denn, lacht er nicht, packt ihn 'das böse Wesen'."
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
In der "Fröhlichen Wissenschaft" präsentiert Friedrich Nietzsche bereits einige der Kernthemen seines späteren Hauptwerks Also sprach Zarathustra, vor allem die Dekonstruktion der Sinngebäude des christlichen Abendlandes. Völlig frei, fast schon heiter, aber auch ironisch, bissig und unbequem presst er 383 Aphorismen zwischen zwei Buchdeckel und würzt sie mit Liedern und Gedichten. Mal zielsicher, mal umherschweifend nimmt er sich einer ganzen Reihe von Themen an. Vor allem aber etabliert er ein neues Menschenbild: Hier wird der vitale (Über-)Mensch geboren, der Nietzsche berühmt machen soll. Frei von allen Moralvorstellungen, durch den Tod Gottes in die Existenz hineingeworfen und von der ewigen Wiederkehr des Gleichen zum verantwortungsvollen Handeln gedrängt, muss sich dieser neue Mensch in der Welt behaupten. Er sucht sein Heil in der Wissenschaft und in der Kunst und orientiert sich an der Antike. Für Nietzsche war die Gedankenarbeit offenbar eine heilsame Medizin: Er glaubte beim Verfassen der Aphorismen eine Besserung seiner zahlreichen Leiden zu spüren.
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am 20. April 2014
Das in " Menschliches Allzumenschliches " beschriebene Ideal, eines neuen, umwertenden und unzeitgemäßen Freigeistes, wird nun als Exempel für die Herausbildung einer " Fröhlichen Wissenschaft ", herangezogen. Eine Fröhlichkeit, die sich aus der Perspektive des gebundenen Geistes, vielmehr als ein angstvolles, desillusionierendes Blicken in den Abgrund, menschlicher Existenz erweist. Doch gerade diese Einbeziehung, eines leidenschaftlichen Verlangens nach jedweder Lebensform, zu der auch die seelischen Aspekte, wie das Leiden, die Krankheit und der Tod gehören, machen für Nietzsche gerade das Wesen einer vollkommenen Wissenschaft, die " bis ganz hinunter " fragt, aus.

Es gilt aufzuzeigen, wie die Fundamentierung der Erkenntnisgewinnung, erst mittels des symbiotischen Einflusses, den die Seele auf den Geist ausübt, vollständig verstanden werden kann. Um diesen Kontrast zu verstehen, sollen wir uns als Phänomenologen mittels einer Selbstbefragung, der Wirkungen physiologischer Einflüsse auf unsere Gedanken bewusst werden und dadurch unsere Erkenntnisse zu relativieren verstehen. Mit diesem Wissen ausgerüstet, lüftet Nietzsche nun den Schleier der Maya und offenbart uns, dass die vermeintlichen angestrebten Ideale, wie die Suche nach der Wahrheit, welche von der Wissenschaft und der Philosophie angestrebt werden, eigentlich nur auf physiologischen Erscheinungen, wie der Lustgewinnung, dem Streben nach Macht, Wachstum, Gesundheit und Zukunft beruhen und somit verkleidete Ideale darstellen. Das wahre Reich der fröhlichen Wissenschaft, dass sich " jenseits aller bisherigen Länder und Winkel " befindet, muss sich diesem Maskenspiel bewusst werden und verstehen lernen, warum auch die bisherige Wissenschaft " ihr Feuer noch von dem Brande " eines einstigen metaphysischen Glaubens hernahm. Nietzsche zufolge, entpuppt sich ihr Wille zur Wahrheit, wonach die Wissenschaft nicht nur vor vermeintlichen Täuschungen bewahren, sondern auch selber produzierte Täuschungen verhindern soll, auf einer Voraussetzung, dessen Richtigkeit er nirgendwo legitimiert sieht. Woher nimmt die Wissenschaft ihren Glauben, dass Wahrheit wichtiger sei, als andere Überzeugungen ?, fragt sich Nietzsche. Es erscheint ihm die Möglichkeit, dass der Wille zum Irrtum, der sich als genauso richtig herausstellen könnte, ebenfalls eine mögliche Schlussfolgerung darstellen könnte. Folgen wir den gängigen Wissenschaftsmaximen, so neigen wir, Nietzsche zufolge, dazu, unsere eigenen konstituierten Denk und Wertesysteme, durch eine passende Äquivalenzumformung, in die Welt zu transformieren und uns dadurch anmaßen, der wahren Welt gerecht zu werden. Doch wir können ihrem Wesen nicht durch bestimmte Rechenübungen und Gedankenexperimenten habhaft werden, schließlich lasse sich das Wesen der Musik nicht berechnen, erklärt Nietzsche. Stattdessen sollen wir uns der Ehrfurcht und ihres " vieldeutigen Charakters " bewusst werden.

Anders als in Menschliches Allzumenschliches , wo sich das Ideal der Wissenschaft unter Ausschluss der Kunst offenbarte, zeigt sich mit der Fröhlichen Wissenschaft nun ein reformierender Nietzsche, der beide Gebiete verschmelzen und somit eine Koexistenz anstreben will, in der wir Wissenschaftler und Dichter in einer Person sein sollen. Einen Hinweis auf diese neue Perspektive erhalten wir schon durch den Untertitel der zweiten Auflage " la gaya scienza ", die zu großen Spekulationen innerhalb der Interpretatoren führte. Es ist von einem Zusammenhang zu der alten Dichterkunst der Troubadoure die Rede, welche durch eine bestimmte Form und Komposition der poetischen Kreativität, dass Potential besaßen, Neues zu finden und zu Erschaffen. Auch Nietzsche scheint in seinem Werk, eine gewisse Komposition verfolgt zu haben, so scheint es, als wolle er zunächst aufzeigen, wie vielschichtig das Wesen der Erkenntnis sei, um auf seine bekannte Formulierung " Gott ist tot " hinzuführen. Das vierte Buch Sanctus Januarius, stellt einen symbolischen Neuanfang dar, in dem es gilt, dass Fehlen Gottes, mittels eines neuen Mutes zum Leben auszugleichen. Schließlich führt auch diesen Buch zu einer berühmten und schwermütigen Erkenntnis von " Der ewigen Wiederkehr des Gleichen ", die die schockierend anmutende Nachricht darstellt, wonach sich " das Rad des Seins " und damit auch das Leben, sich ständig wiederholen wird. Im fünften und letzten Buch, scheint sich alles aus der Perspektive des fröhlichen Wissenschaftlers abzuspielen, doch wie lässt er sich eigentlich beschreiben ?

Als fröhlicher Wissenschaftler gilt es den berechnenden Charakter der Wissenschaften zurückzuweisen, und stattdessen den Klang einer " Musik des Lebens " wieder verstehen zu lernen. Er glaubt an keine dauernden Realitäten, sondern nur an eine Folge ihrer Veränderungen. Als Wanderer, der auf Bergen lebt, stets heimatlos und unverstanden, zieht er es vor " Dichter seines eigenen Lebens zu sein " und die Welt von ihren Berechnungen und Wertungen zu entkleiden. Gegen Ende der " Fröhlichen Wissenschaft ", demonstriert uns Nietzsche ein Festival an Pathos und Metaphorik und man beginnt in seinen Worten mitzuschwingen und zu erahnen wie er sich den Tanz der Kunst vorzustellen vermag. Doch am Ende bleibt der typische Wehmutstropfen, der den Leser wieder in seine Realität zurückholt und man resigniert feststellt, dass sich sein bildgewaltiges System auf kein richtiges Fundament stellen lässt.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. Februar 2010
Huhaaaaaa
Was Nietzsche hier von sich gibt, dass ist ein Lebensbejahungsfestival erster Güte. Er will das der Mensch sich überwindet sich selbst quasi über hat um aus dieser inneren Überwindung herraus zum Übermenschen zu evolutionieren. Die Wissenschaft ist für ihn dafür Mittel zum Zweck und trotzdem sah er schon damals die Entwicklung, dass die Begrifflichkeit "Moral" als wissenschaftliche Waffe missbraucht wurde. Um dieser "Moral" einhalt zu bieten erklärt er Gott sinnvollerweise für tot, damit die Wissenschaft frei von der christlichen Abendlandstheorie bleibe. Seinen Sprachstil des philosophierens mit dem Hammer macht es dem Amboß nicht leicht, aber das geschmiedete Gesamtwerk ist ein Fest für die Gattung homo sapiens sapiens. "Die Krone der Schöpfung" sich selbst aufsetzend, um sie dann umgehend in Rastlosigkeit und Tatendrang zum Übermenschen hin zu überwinden um selbst diesen im nächsten Schritt zu überwinden etc. etc. etc.
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9 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Dezember 1999
Tatsächlich: fröhliche Wissenschaft ist das, was Nietzsche in diesem Buch feiert. Nach langer Krankheit genesen, genießt er es bissig zu kritisieren, polemisieren, mit Worten zu spielen. Und alles mit doppeltem Boden - beziehungsweise im freien Fall - denn unter den Bedingungen des Lebens könnte der Widerspruch sein. Daß Nietzsche doch nicht gleich zum "ex contradictione quodlibet" übergeht, zeigt sich an den ernsteren Stellen des Werks; dessen Prophezeihungen über den Mord an Gott und seine (unerträglichen?) Folgen wir erst heute in der durch zunehmende Individualisierung beinahe unführbaren Wertediskussion ganz zu spüren bekommen. Aber zurück zur Fröhlichkeit, die Nietzsche manch einem durch offene Frauenfeindlichkeit vergällt: in "Die fröhliche Wissenschaft" wird dieser Vorwurf meiner Meinung nach schon allein dadurch relativiert, daß Nietzsche mit ebenso großer Freude auf die Vegetarier eindrischt. Es scheint also doch mehr um den Spaß an der Polemik zu gehen, als um die Adressaten. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 1. Oktober 2014
... von Nietzsche. Er schrieb es in einer Phase seiner Gesundheit. Es ist eine Hommage an das Leben. Es ist wirklich, ein Buch voller Kraft. Es ist antidepressiv und und nicht systemkonform. Lest es! Lest es!
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am 23. Dezember 2012
Wer Kindle auf dem PC hat sollte das auf jeden Fall herunterladen.
Gerade wenn er/sie Aphorismen mag.
Wenn jemand einen Kalender daraus macht würde ich ihn glatt kaufen.

Frohes Lesen!
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am 3. Dezember 2012
Ein interessantes Buch, das zum Nachdenken anregt und auch ungewöhnliche Denkanstöße liefert - zum Glück nicht nur zum Thema Wissenschaft, sondern auch zu ganz alltäglichen Themen.
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Wie jedes Buch von Nietzsche ist die "fröhliche Wissenschaft" nicht leicht zu lesen. Es stellt die Mitte von Nietzsches Philosophie dar. Hierbei handelt es sich um ein Buch, dessen Kernaussagen in zwei Aphorismen dargestellt werden. Zum einen Aphorismus 341 "das größte Schwergewicht" als Vorspiel der "ewigen Wiederkehr des Gleichen". Und zum anderen der berühmte Aphorismus 125 "Der tolle Mensch", der den Tot Gottes als Voraussetzung eines positiven Nihilismus vorbereitet. Das Buch ist im Zusammenhang mit dem Zarathustra zu sehen, und muss mit diesem gelesen werden.
Trotz des optimistischen Titels zeigen sich am Horizont schon die ersten Anzeichen von Nietzsches geistiger Umnachtung. Insgesamt lesenswert, zumal die heute aktuelle Frage auftaucht, was Wahrheit ist, wenn Gott als Grund von Wahrheit, christlicher Metaphysik, Einheit und Sein nicht mehr existiert.Und wie immer bei Nietzsche: Nicht alles geschriebene hat auch einen Sinn!
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4 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Mai 2005
Dies Buch ist wirklich genial. Man kann es nicht nur "so nebenbei lesen", man findet auch genug Tiefe in diesem Buch, wenn man sich darauf einlässt. Nietzsches Gedanken sind oft etwas düster, aber gerade das macht ihn aus. Der Text in diesem Buch: "Der tolle Mensch" in dem es heißt: "Gott ist tod" dürfte eines der bekanntesten Texte Nietzsches sein und auch beim mehrmaligen Lesen dieses Textes ist er immer noch so schön, wie beim ersten Mal. Das Buch ist sehr zu empfehlen!
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