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am 29. April 2013
"True Grit" mochte ich erst auf den zweiten Blick.
Als ich hörte, dass sie einen Western machten, hatte ich eigentlich mit einem Film vielleicht im Stile von Jim Jarmuschs "Dead Man" gerechnet, mit ähnlichen Skurrilitäten, oder im Stile ihres eigenen Meisterwerks "No country for old men", nur in der Zeit zurückversetzt.
Aber nein, die beiden Brüder verzichteten auf den subversiven Humor, der ihre Handschrift ausmacht, und legten ein geradliniges Remake hin, dass sich in der Stilistik nahtlos in die Reihe alter und neuer amerikanischer Western einfügt. Das gilt vor allem auch für die ästhetische Sprache - die Weitwinkel-Landschaftsaufnahmen, die klassisch-orchestrale Musik - das hätte es genau so in den 1960ern geben können.
Das hat mich zuerst etwas enttäuscht, von zwei Regisseuren, die gerade dank ihrer eigenständigen Ideen so viele Meisterwerke geschaffen haben.
Auf den zweiten Blick gefiel mir True Grit dann aber doch gut.
Das liegt an der starken Story - ohne zu viel über das Ende zu verraten, sei gesagt, dass gerade die letzten Szenen dem ganzen Film eine große Tiefe verleihen, die ihn zu einem der resignativsten Werke des Genres machen. Rache/Blutrache ist ein sehr beliebtes Filmmotiv, und "True Grit" setzt sich damit auf eine sehr starke Weise auseinander.
Der zweite große Pluspunkt sind die durchweg starken Schauspielerleistung. Ob in den Hauptrollen oder den kleineren Parts - hier herrscht großes Charakterspiel. Wobei der Film ganz Hailee Steinfeld als jugendliche Rächerin gehört, die selbst gegenüber so rennommierten Schauspielern wie Jeff Bridges für meinen Geschmack noch einen draufsetzt.
Diesen Film kann man nicht in eine Reihe stellen mit "The big Lebowski", "No country for old men", oder anderen Coen-Meisterwerken.
Dennoch - ein starker Western bleibt es.
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am 27. Dezember 2011
Mit dem klassischen Hollywood-Western assoziiert man normalerweise wortkarge Revolverhelden, die schießen, schnarchen, spucken, sich prügelnd im Dreck wälzen und in ihrem maskulinen Überlegenheitsgefühl tapfer gegen die unbarmherzige Wildnis stemmen, wenn sie Jagd auf gesetzlose Renegaten machen und ihren Pferden die Sporen ihrer Stiefel in die Schenkel rammen, um mit einem rasanten Parforceritt durch den aufgewirbelten Staub der Prärie die Verfolgung aufzunehmen, ehe sie schließlich der Gerechtigkeit zum Sieg verhelfen. Frauen stand dabei immer nur die Rolle zu, dem einsamen Desperado beim tränenreichen Abschied von der Farm wehmütig mit einem schreienden Kind auf dem Arm nachzuwinken oder allenfalls als prächtig ausstaffiertes Freudenmädchen hysterisch kreischend durch einen Saloon zu hetzen, weil zwei treffsichere Scharfschützen in der Stadt wieder einmal mit eiskaltem Blick in den Augen zum Duell schreiten. Doch wer glaubt schon ernsthaft, dass sich ausgerechnet die Coens an Genre-Konventionen halten, in die Mottenkiste greifen und groß angelegte Siedlertreks durch die Gegend rollen lassen, Wagenburgen aufbauen oder gar das peinliche Imponiergehabe berittener John-Wayne-Einheiten reanimieren?

Stattdessen zerlegen sie den Western-Mythos in seine kläglichen Einzelteile und schicken lieber die 14-jährige Mattie Ross ins Rennen, die sich von dem ganzen hartgesottenen Texas-Ranger-Schnickschnack wenig beeindrucken lässt und in ihrer rotznäsigen Entschlossenheit sämtliche Formen des Machismo systematisch desavouiert. In klatschnassen Kleidern müht sich die forsche junge Dame nun auf dem Rücken ihres Pferdes durch einen Fluss die Uferböschung hinauf, weil sie sich zwei egozentrischen Justizbeamten anschließen möchte, die vergeblich versucht haben, den kleinen Quälgeist abzuschütteln, um sich ungestört ins Indianerreservat zu begeben, wo sie einen gewissen Tom Chaney stellen wollen, den Mörder von Matties Vater, die eben deshalb voller Tatendrang ist und unbedingt Vergeltung will. Dazu heuerte sie in Fort Smith den einäugigen Rooster Cogburn an, seines Zeichens Deputy Marshall, der dieses heikle Unterfangen natürlich nicht zum Kindertarif in Angriff nimmt, aber aufgrund seiner starken Neigung das Gesetz sehr frei zu interpretieren, scheinbar genau der richtige Mann für die selbstbewusste Halbwaise ist. Cogburn entpuppt sich jedoch als alternder Westernheld, der allmählich müde vom vielen Töten wird und öfters mal zu tief ins Whiskeyglas schaut. Nach anfänglicher Skepsis macht er sich nun in Begleitung des undurchschaubaren Texas-Rangers LaBoeuf auf die Fährte von Chaney, der sich inzwischen der berüchtigten Bande von Lucky Ned angeschlossen hat. Der eigensinnigen Mattie hinterließ Cogburn lediglich einen Briefumschlag mit einer Fahrkarte für die Heimreise mit dem Zug zu ihrer Mami, weil der Wilde Westen nun mal nichts für kleine Mädchen ist. Doch kann man als Frau diesen beiden dilettierenden Typen in einer so wichtigen Angelegenheit wirklich vertrauen? Natürlich nicht, weswegen Mattie auch vehement darauf besteht, höchstpersönlich bei Chaneys Verfolgung anwesend zu sein, um so sicherzustellen, dass man den verhassten Delinquenten auch wirklich tot oder lebendig nach Fort Smith überführt.

Wenn man den Coen-Brüdern tatsächlich Glauben schenken darf, dann ist die unerschrockene Mattie so etwas wie die erste Emanze Nordamerikas, die eins auf keinen Fall macht, nämlich das, was man(n) ihr sagt. Zumindest wird sie so porträtiert, wenn sie sich mit ihren staunenden Kulleraugen, die unter einem Filzhut zwischen ihren braunen Zöpfen hervorstechen, neugierig durch die brutale Männerwelt tastet, wo sie mit ihrem schlagfertigen Mundwerk raffinierte Makler über den Tisch zieht, die verwesten Leichen strangulierter Übeltäter von hohen Bäumen schneidet oder dabei zusieht, wie Cogburn steckbrieflich gesuchten Verbrechern ein Auge ausschießt oder gar die Finger abschlachtet. Mattie verschafft sich jedoch den nötigen Respekt, was von den Coens allerdings nicht nur ironisch, sondern auch kritisch unter die Lupe genommen wird, weil sie sich das schroffe Verhalten dieser emotional abgestumpften Versager immer mehr zu eigen macht und der unstillbare Rachedurst ihr reines Herz ebenso vergiftet wie später der Biss einer Schlange ihr Blut, nachdem sie den unausweichlichen Sündenfall begangen hat. Wobei die Coens solche umgekehrten Geschlechterbilder auch auf die Männerfiguren reflektieren, wenn sich beispielsweise Cogburn und LaBoeuf aus verletzter Eitelkeit heraus permanent wie zwei alte Jungfrauen anzicken. True Grit ist ein ganz subtiles Spiel mit allen denkbaren Klischees der Wild-West-Romantik, das sich mehr an der Romanvorlage von Charles Portis orientiert als an dem gleichnamigen Film mit John Wayne, aber dennoch den typisch trockenen Coen-Humor besitzt, stets zwischen Tradition und Moderne schwebt und in sehr impressionistische Bilder der kargen Felslandschaften des Choctaw-Reservats eingebettet ist, die einen nüchternen und desillusionierenden Blick auf diese Epoche werfen. Doch spätestens wenn Carter Burwell im Soundtrack den Thriller 'Die Nacht des Jägers' aus dem Jahr 1955 zitiert, wird klar, dass auch die Coen-Brüder letztendlich ihren Hut anerkennend vor den alten Filmen ziehen.
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am 16. Februar 2012
Die 14jährige Mattie (Hailee Steinfeld)will den Mörder ihres Vaters hängen sehen und heuert zu diesem Zweck den trinkfesten Haudegen "Rooster" Cogburn (Jeff Bridges)an.Zusammen mit dem Texas Ranger La-Beouf Matt Damon) macht sich das ungleiche Gespann auf den Weg...

Ein Remake von Der Marshall? "Oh je", war da mein erster Gedanke. Von den Coen-Brüdern? Schon besser. Und Jeff Bridges ist auch dabei?? Hallelulja,her damit!
Mit dieser über Monate aufgebauten Vorfreude ging ich nun ins Kino und ich wurde nicht enttäuscht.True Grit ist beileibe kein 1:1-Remake, sondern völlig eigenständig. Das ist zum einem dem Umstand geschuldet, das der Coen-Film näher am Buch von Charles Portis ist, natürlich der Regie von Ethan und Joel Coen aber vor allen Dingen an Jeff Bridges, der es geschafft hat, das ich in keiner Sekunde an John Wayne's Oscarprämierter Rolle denken musste. Bridges Spiel ist einfach klasse aber eine alkoholfreie Rolle wäre in Zukunft auch nicht schlecht...

Die Handlung setzt sofort ein und entführt uns in eine kalte und trostlose Winterlandschaft, die genauso öde erscheint wie Cogburns versoffene Lebensweise.
Hailee Steinfeld gibt das etwas vorlaute Gör, das aber immer das Herz am rechten Fleck hat und niemals als altkluges Kind nervt. Im Gegenteil, sie hat einige Lacher auf ihrer Seite. Der Humor ist sowieso Coen-typisch unterschwellig und trocken wie die grandiose Kulisse.
True Grit ist dreckig, spannend und wunderbar straff und ohne Umschweife inszeniert. Bilder,Musik und Schauspieler passen in jeder verdammten Szene wie die Faust auf's Auge, bis auf eine Ausnahme. Als Mattie mit ihrem Gaul durch den Fluss schwimmt, entsteigt sie danach pulvertrocken den Fluten.Ein Anschlussfehler,der mir für einige Minuten den Spass versaut hat.Sehr schade.

Im Gesamtpaket aber ist True Grit sehr gelungen und das ist mir immer noch 5 Sterne wert.
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am 4. Juli 2011
es ist zum zweiten Mal Rooster Cogburn, mit Mattie, dem Kind!

Unweigerlich vergleicht man den Coen-Western, mit dem, aus den Jahr 1969, durch den der Duke seinen Oscar erhielt.
Das ist eigentlich das einzige Manko bei dieser Umsetzung für mich, da man eben die eindrucksvolle (Western)Geschichte ja zur Genüge kennt.
Da hat es mich wirklich verwunderter, dass die Regiebrüder so nah am Original wandeln. Selbst in der deutschen Synchro sind ganze Dialoge übernommen; die wiederum wohl auch stark am Roman festgenagelt sind. Folglich: man vergleicht die beiden Filme.

Jeff Bridges spielt den alkoholisierten Cogburn "trockener" und äußerst lakonisch, als den etwas overacting agierenden John Wayne, der den Charakter humoristischer erschienen ließ. Der Erstgenannte gefällt mir -aus heutiger Sicht- äußert gut und berechtigt voll und ganz seine Oscarnominierung (wobei sich im Original Bridges noch eindrucksvoller präsentiert; sein Genuschel ist meist nur mit Untertitel verständlich; auch seine Kurzatmigkeit, hervorgerufen durch den Suff, ist höchste Kunst; Crazy Heart Bridges also einfach grandios, wie auch schon als Wild Bill).
Auch die kleine Mattie hier, hängt Kim Darbys Darbietung der 60er Westernklamotte um Längen ab. Wurde einem damals doch eine, aus einer Lassiefolge entsprungene, mit Bubikopf agierende, mainstreamgebügelte Pennälerin serviert, damit auch ja keine unsittlichen Gedanken im damaligen Publikum aufkamen.
Das passiert hier, mit und durch den Bösewicht Brolin, zum Glück nicht. Die "neue" Mattie zeigt natürlich auch ihre eloquente Art, wirkt aber bei weitem nicht so naiv und hausbacken, wie die waynesche Mattie mit ihrem Liebkindnimbus.
Ja selbst der von mir nicht so hoch favorisierte Matt Damen, spielt hier den großmäuligen Texasranger mit Bravour. Sein damaliger Vorreiter Campbell, der entsprang da doch mehr dem Zeitgeist eines geschniegelten Apolloastronauten jener Zeit.

Wirkte also der alte Verhau (von mir noch letztens gesehen und rezensiert) mehr als amerik. Heimatfilm im 08/15-Westernverschnitt, kommt hier durch die Coens endlich künstlerische (Film)Umsetzung zur Geltung. Alles wirkt "echter"! Angefangen von den Menschen in ihrer kargen Armseligkeit mit all dem Schmutz, der dem Italowestern nahe steht. Das Setting wirkt durch die winterliche Landschaft, in seiner kühlen Weite, passender zur Grundidee des Films. Und Kamera, Schnitt und Licht sind dem Stoff jetzt angemessen, was mir bei der alten Verfilmung (Bonanza lässt grüßen) immer schon auf dem Magen schlug.

Kurzum: der Regiestil überzeugt mich -anders als von den Brüdern gewohnt- ebenfalls und ich bin baff, dass die Coens hier einen, für ihre Verhältnisse, "glatt" runtergedrehten Western dem Publikum vorwerfen; ohne ihre sonst so einzigartige Handschrift. Das zeigt dann wohl, dass sie dieses Fach auch perfekt beherrschen (inwieweit Spielberg als ausführender Produzent Einfluss hatte, entzieht sich meiner Kenntnis).
So ist es natürlich auch eine liebevolle Anerkennung dem Genre Western gegenüber, da hier nicht künstlerisch überproportioniert wurde, also keine Überspannung des Genres und des Themas erfolgte. Verständlich wohl auch deshalb, da die Brüder mit Sicherheit große Fans von Schriftsteller Charles Portis und dessen Schreibstil (der nur "zeigt", nie "analysiert") sind, der ihrem Duktus nahe liegt.

4,5 Sterne* für ein klasse Remake !

*Einen halben Stern Abzug, da einem die Handlung vertraut und so etwas der Spannungseffekt flöten geht.

P.S.
Das Limited Steelbook glänzt natürlich in gewohnter Qualität, wobei mir die Blu-ray-Scheibe an sich, mit ihrem faden Silber und dem unoriginellen Aufdruck, lieblos daher kommt.
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am 8. September 2014
ein durchaus beeindruckender Film:
Jeff Bridges, Matt Damon und Josh Brolin sind schon Klasse - überrascht hat mich aber Hailee Steinfeld. Mit (realen) 14 Jahren eine wirklich gute schauspielerische Leistung. Kein Wunder, das ihr diese "Nebenrolle" eine Nominierung für den Oscar eingebracht hat (aber eigentlich eine Hauptrolle gespielt hat. Einfach ein Naturtalent? Von ihr kann man sicher noch einiges erwarten...)

Generell wirkt der Film sehr gut recherchiert und authentisch.
Lediglich: Schlangen im Winter??? Nicht wirklich sehr real...
An manchen Stellen dann doch wieder sehr klischeehaft: der überhebliche Texas-Ranger mit strahlenden Zähnen - der verdreckte Verbrecher mit Zahnruinen und extrem ungepflegt...

Jeff Bridges als total versoffenen Marshall - für mich persönlich sogar besser als John Wayne.

Der Film überzeugt mit wirklich guten Landschaftsaufnahmen ohne überladen zu wirken (z.B. "der mit dem Wolf tanzt").

Wer Indianer mit Pfeil und Bogen erwartet, wird wohl enttäuscht sein (auch wenn der Film "im Indianer-Reservat" spielt, kommt doch nur ein einzelner Indianer vor - und der bleibt friedlich...).

Lediglich der Schluss hat mir nicht gefallen: es wirkt, als wäre das Filmmaterial ausgegangen und man hätte noch schnell ein Ende drehen müssen. Wirkt nach einem wirklich guten Film eher zerstörend. (so steht es zwar auch im Buch - hätte man aber schöner machen können).
Wenn man bedenkt, das die Coen-Brüder noch nie zuvor einen Western gedreht haben, eine respektable Leistung.
Film: Prädikat "sehenswert" - aber nicht für jedermann...
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. September 2012
Ich habe im Urlaub mit Begeisterung das Buch "True Grit" gelesen und mich dann an die gelungene Verfilmung mit John Wayne erinnert. Dass es eine Neuverfilmung mit Jeff Bridges gibt habe ich irgendwie mitbekommen. Die musste also auch noch her. Zum Glück! Filmisch grandios gemacht. Alleine der Aufwand bzgl. Kleidung, Stadtbild etc. (hier unbedingt die Specials der DVD ansehen !) ist bemerkenswert. Die Schauspieler sind perfekt in ihren Rollen (auch hier der Verweis auf die Specials). Was mich am meisten begeistert hat und heutzutage leider seltenst gemacht wird ist folgendes: man hat sich 1:1 an die Buchvorlage gehalten! Viele Kleinigkeiten bis hin zum gesprochenen Text wurden so wiedergegeben wie es der Autor (Charles Portis) niedergeschrieben hatte. Ich war mir nicht sicher ob auch das etwas zwiespältige Ende übernommen wird, aber auch hier wurde ich positiv überrascht. Auch die Szene in der die ältere Mattie dem stoffeligen Frank James eine Ansage macht wurde übernommen. Die Geschichte ist absolut stimmig und passt 100%ig in die damalige Zeit. Ein Western mit Tiefgang, Dramatik und durchaus auch Humor. Es macht einfach Spaß der jungen Mattie zuzusehen wie sie sich pfiffig und stur in der Männerwelt des Wilden Westens durchsetzt. Für Westernfreunde, die mehr als öde Ballereien sehen wollen eine absolute Empfehlung von mir !!!
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am 3. November 2014
Story:
Frank Ross wird in einer kleinen Stadt wegen zwei Münzen von Tom Chaney erschossen.Als seine Tochter Mattie einreist um ihn zu Beerdigen plant sie seinen Mörder aus Rache umzubringen.Dafür beauftragt sie Rooster Coburn der eigentlich immer rauf haut,will aber erst nicht mitmachen macht es aber dann doch auch der Ranger LaBoeuf sucht ihn und so Reisen sie kurze Zeit miteinander durch die Wildnis.
Meinung:
Fast der komplette Film ist sehr ruhig es wird sehr viel geredet in der Mitte kommt eine Action Szene vor und am Ende.Aber die Action wurde nicht so gut Verteil erst wird viel geredet fast ohne Spannung bis zur Mitte dann eine Szene und dann wieder Ruhig und dann zu Schluss sehr Unglaubwürdig z.b ein alter Mann macht 4 bewaffnete Jüngere Räuber fast alleine fertig und Reitet ihnen auch noch entgegen bis auf einen den macht der Ranger fertig das ist doch sehr Unglaubwürdig finde ich.Aber ansonsten ist der Film sehr gut gemacht und hat auch nicht zuviel Action aber etwas zu wenig spannung.Die Schauspieler spielen gut allerdings ist die Aussprache manchmal etwas Undeutlich.Bild und Ton sind gut.

Insgesamt ist es ein guter Western den man sich ansehen kann.
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Der Bandido Tom Chaney tötete den Vater der 14 jährigen Mattie Ross und floh aus der Stadt.
Er hat nicht mit dem Gerechtigkeitsempfinden des Mädchens gerechnet die alles daran setzt ihn gefangen zu nehmen und verurteilen zu lassen.
Zu diesem Zweck heuert sie den alten US-Marshal Rooster Cogburn an.
Widerwillig lässt er sich auf das Geschäft ein.
Auch der Texas Ranger LaBoeuf schließt sich an und so verfolgen sie die Spuren und Hinweise die Chaney hinterlassen hat.
Keiner ahnt das er mittlerweile Mitglied einer Bande was die Sache erheblich erschwert.

Naja....da bin ich von den Coen-Brüdern besseres gewohnt.
Etwas langatmig kommt dieser Western daher aber in seinen besten Momenten macht er dank vieler cooler Sprüche und einigen wenigen Shoot-Outs Spaß.
Kein Film den man sehen haben muss....aber kann.
Atmosphärisch und landschaftlich ist er klasse und auch die Darsteller sind gut besetzt.
Dabei sind u.a.: Jeff Bridges, Matt Damon, Hailee Steinfeld, Josh Brolin, Barry Pepper, Domhnall Gleeson und Leon Russom.
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am 25. August 2011
Der Bandit Tom Chaney (Josh Brolin) tötet den Vater von Mattie Ross (Hailee Steinfeld). Um seinen Tod zu rächen, setzt Mattie den Marshall Rooster (oder Reuben) Cogburn (Jeff Bridges) auf ihn an. Zu ihnen gesellt sich noch der Texas Ranger LaBoeuf (Matt Damon).

"True Grit" (was ungefähr "Wahrer Mumm" bedeutet. Umgangssprachlich würde man wohl "Eier haben" dazu sagen - Remember Olli Kahn?) ist ein ziemlich genaues Remake von "Der Marshall" mit John Wayne, der für die Rolle seinen einzigen Oscar bekam. Deswegen war es auch ein kluger Schachzug, im Remake diese Rolle mit Jeff Bridges zu besetzen, denn kaum ein anderer Schauspieler der Neuzeit hätte dies wohl spielen können, ohne an dem großen Vorbild Wayne gemessen zu werden. Mir wäre vielleicht noch Clint Eastwood eingefallen, aber erstens will der nicht mehr vor der Kamera stehen und zweitens hätte der sich wohl gehütet, ein Remake eines Wayne-Westerns zu machen.

Neben dem zu erwartenden überragenden Auftritt von Jeff Bridges ist die Besetzung der kindlichen Geschäftsfrau Mattie mit dem (bleiben wir mal im Westernjargon) Greenhorn Hailee Steinfeld eine echte Überraschung. Die zu diesem Zeitpunkt 14jährige kann locker mit den Schwergewichten Bridges und Damon (der hier allerdings eher nur eine Nebenrolle spielt) mithalten. Ihren - der Rolle geschuldeten - zuweilen nervigen Dickkopf macht sie mit dem süßesten Lächeln wett, so dass man sie durchweg sympathisch findet und damit klar Kim Darby im Original aussticht. Nicht umsonst wurde sie für die Rolle mit Preisen überhäuft und ist nur knapp an einem Oscar vorbeigeschrammt.

Wer übrigens meint, die Brüder Joel und Ethan Coen hätten mal wieder einen ihrer oft verqueren oder zumindest andersartigen Filme hingelegt, der wird enttäuscht sein (Falls es so gedacht ist, ist das einzig Obskure, dass Mattie von Männern permanent eher hässlich empfunden wird, obwohl Steinfeld alles andere als das ist). "True Grit" ist ein simpler Genrefilm, der etwas moderner getrimmt wurde, so fließt mehr Blut und ein Gehängter "hängt" (ist nun mal so) länger im Bild als das im Original möglich gewesen wäre.

Das hindert aber nicht daran, dass selbst Kenner des Originals den Film als rundum gute Unterhaltung ansehen müssten.

Noch ein Wort zu Hailee Steinfeld: Ich hoffe inständig, dass man die nicht in irgendwelchen blödsinnigen Teeniefilmchen verramscht, denn hier könnte für die Zukunft eine große Charakterdarstellerin wie Susan Sarandon oder Hilary Swank heranwachsen. Vielleicht befasst sich deshalb auch ein großer Teil des Bonusmaterial mit ihr.
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am 10. September 2013
Der Film ist eine wohltuende Abwechslung zum Mainstream. Grandios gespielt von Jeff Bridges, der sich selber ein Denkmal setzt. Weniger überzeugend leider Matt Damon. Möglicherweise wollte er Bridges nicht die Show stehlen? Stattdessen stiehlt die junge Schauspielerin Hailee Steinfeld allen die Show, zumindest in einigen Teilen des Films. Die Story ist eher zweitrangig und zeitweilig auch ein wenig überdramatisiert. Erinnert in gewisser Weise an Erbarmungslos von Clint Eastwood. Ich würde die beiden Western ohnehin auf einen Sockel stellen, denn ich finde sie beide in weiten Teilen höchst realistisch. Ein Geheimtipp für Englisch-Kenner: Der Original-Ton. Dort wird eigentlich die schauspielerische Leistung von Jeff Bridges erst richtig voll erkennbar. Und auch die von Matt Damon wird dadurch aufgewertet. True Grit zeigt wieder einmal, wie gut die Coen-Brüder mit Jeff Bridges zusammenarbeiten - man denke an Big Lebowksi, auch eine Paraderolle von Bridges.
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