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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Meier und Barenboim als Ereignis, 19. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Parsifal (Audio CD)
Daniel Barenboims Verdienste um die Werke von Richard Wagner erreichen mit diesem Parsifal einen musikalischen Höhepunkt. Er verlässt sich nicht nur einseitig auf den großen Weiheatem dieses fulminanten Werks, sondern setzt mit den auf gewohnt hohem Niveau spielenden Berliner Philharmonikern auch immer wieder auf die Kontraste, die die Partitur mit sich bringen.
Auch sängerisch hat dieser Parsifal eine ganze Menge zu bieten, allen voran muss Waltraud Meier als sensationelle Kundry genannt werden, die auch dem Vergleich mit ganz großen Darstellerinnen der letzten Jahre wie Martha Mödl oder Christa Ludwig standhält. Sie ist in dieser Partie was Gesang und Gestaltung angeht einfach ein Ereignis. Nicht ganz so gut das Abschneiden Siegfied Jerusalems in der Titelpartie, der mit seinem lyrischen Tenor eher auf das Haushalten der Kräfte setzt und so einen arg einförmigen Parsifal singt. Wenn er es nicht vermeiden kann, auf dramatische Akzente gehen zu müssen, vergrößert er seine Stimme so arg künstlich, dass es auf Kosten der Tonschönheit geht.
Matthias Hölle gibt mit helltimbrierten Bass einen jugendlichklingenden Grunemanz. Mit Jose van Dam und John Tomlinson sind Amfortas und Titurel rollendeckend besetzt. Zuletzt überzeugt mich auch Günter von Kannen als Klingsor mit unausgeglichenem Charakterbariton nur bedingt.
In der Summe aber ist mir diese Einspielung vor allem wegen Meier, Barenboim und dem augeglichenem Chor- und Orchesterklang sehr ans Herz gewachsen.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gelungener, moderner Parsifal, 16. August 2011
Von 
Grüner Baum - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Parsifal (Audio CD)
Die CD ist eine Studioaufnahme aus dem Jahr 1991. Wie bei allen CDs in dieser Reihe liegt kein Libretto bei, nur eine kurze Inhaltsangabe.

Der Hit dieser Aufnahme ist das Dirigat Barenboims. Es ist sehr klar, sehr strukturiert und differnziert, die Spannungen und Details der Partitur ausleuchtend. Die Tempi sind sehr flexibel gewählt, die Grundstimmung ist aber eher zügig. Auch die Dynamik wird von sehr leise bis sehr laut voll ausgeschöpft (was für die Lautstärkeeinstellung im heimischen Wohnzimmer manchmal ein Problem ist). Das Spiel schafft es, gleichzeitig an vielen Stellen sehr 'bombastisch' zu klingen und doch intellektuell. Im ganzen eine sehr interessante und sehr starke Leistung. Kongenial dazu sind die Chöre, die ebenfalls durch eine sehr differenzierte Darstellung (mit mehr Rythmus als in den meisten Aufnahmen) gefallen.

Sehr gut hat mir Matthias Hölle als Gurnemaz gefallen. Er hat für die Rolle ein ungewöhnlich helle und weiche Stimme und singt eher lyrisch. Das macht ihn mehr zur beteilgten Person und weniger zum 'klassischen' Berichterstatter. Das ist vielleicht nicht ganz rollengerecht, aber war für mich angenehm und passt zum Dirigat, zu dem ein würdevollerer, zurückhaltender Gurnemaz weniger gepasst hätte.

Nicht ganz so überzeugend fand ich Siegfried Jerusalems Parsifal. Er macht das ordentlich und es ist nicht störend und in den leiseren Passagen sehr lyrisch und anrührend, aber an mehreren Stellen klingt die Stimme zu dünn und fasrig. Er muss sich zu sehr anstrengen und dramatisiert und forciert zu sehr.

Waltraud Meier als Kundry ist hochdramatisch und strahlt mit viel Selbstbewußtsein eine hohe Präsenz aus. Als Mezzo-Sopran ist ihre Kundry eine dunkle (und dabei wissende) Frau. Das ist sehr beeindruckend, wird mir aber in den dramatischeren Teilen gelegentlich etwas zu schreiig. Auch ist die Textverständlichkeit bei ihr eher gering.

Jose van Dam macht seine Sache als Amfortas ordentlich. Er singt sauber und sachlich, vielleicht einen Tick zu dünn, und bleibt eher unauffällig.

Ganz anders Günter von Kannen als Klingsor, der sehr emotional den leidenden und anklangenden Teil der Figur betont.

Fazit: Eine im ganze moderne, differenzierte Fassung, die den Personen mehr Individualität und Menschlichkeit gibt als andere Fassung. Ich fand das interessant und mir hat es gefallen. Ist aber sicher keine 'klassischer' Wagner.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Aufnahme mit kleinen Einschränkungen, 5. September 2012
Von 
opernfan - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Parsifal (Audio CD)
Diese Aufnahme ist durchaus eine Empfehlung wert, sie kann meiner Ansicht nach nur nicht ganz mit den "großen" Aufnahmen mithalten - aber fast.
Das Dirigat von Barenboim ist sehr ansprechend - in einer guten Mischung aus Dramatik und Verhaltenheit, was der Musik sehr gut tut. Er hat den Atem für die weihevollen Momente (1. Akt, 3. Akt), aber durchaus auch die Dramatik im zweiten Akt, wo die Begegnung zwischen Parsifal und Kundry äußerst spannend gerät (für eine Studioaufnahme allemal). Chor und Orchester sind im übrigen auf hohem Niveau, so dass von der musikalischen Seite dieser Parsifal sehr hoch anzusiedeln ist.

Kleinere Einschränkungen gibt es meiner Ansicht nach hinsichtlich der Sänger, wenn man mal W. Meier außen vor läßt, die für mich "die" Kundry schlechthin ist und auch Sängerinnen wie Ludwig und Mödl übertrifft, weil sie neben der Stimme auch den Mut zur Entäußerung (wie außer ihr vielleicht nur noch A. Denoke, von ihr gibt es aber keinen Mitschnitt in dieser Rolle) hat und damit der Figur eine wirkliche, eine erlebte Gestalt gibt. Sie kann sowohl die Verführerin gestalten, als eben auch die leidende und aufbegehrende Kreatur. Sensationell.
Dieses Niveau können die anderen Sänger (leider) nicht ganz halten. M. Hölle als Gurnemanz ist ein guter Gestalter, stimmlich ist er mir etwas zu hell timbriert und die Stimme hat immer wieder einen rauhen Klang, insbesondere in den dramatischen Passagen tut er sich etwas schwer. Er erreicht jetzt nicht die stimmliche Autorität eines L. Weber (Knappertsbusch 1951), oder Frick (Solti), Moll (in der Aufnahme unter Kubelik oder Levine, auch Karajan), oder Salminen. Da fehlt es an Tiefe. Van Dam ist ein gestalterisch kluger Amfortas, aber wie schon bei Karajan kommt auch er an stimmliche Grenzen (v.a. bei den Klagerufen), seine Stimme wird dann schnell rauh und stumpf, er muss dann zu sehr forcieren. Letztlich gilt das auch für S. Jerusalem, der sicherlich ein hochmusikalischer und klug gestaltender Sänger ist, aber in der Höhe hat seine Stimme Begrenzungen, er verfällt dann ins Forcieren, was seiner Stimme nicht bekommt. Auch ihm fehlt es etwas an Dramatik, um die Rolle wirklich aus der musikalischen Linie heraus zu gestalten zu können.

Klingsor und Titurel sind rollendeckend besetzt.

Von den moderneren Aufnahmen gehört sie zu den gelungensten (Karajan, Levine, Gergeiv vorzuziehen), hinsichtlich des historischen Vergleichs reicht sie nicht ganz an die Aufnahmen unter Knappertsbusch (v.a. 1951 - sehr langsam und weihevoll, dabei aber mit großem Atem und Intensität) oder Solti heran (mit einer insgesamt überzeugenderen Besetzung).
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3 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Parsifal, 20. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Parsifal (Audio CD)
Es ist eine der besten Parsifal-Einspielungen der letzten Jahre. Daniel Barenboim ist ein Spitzendirigent, vorallem bei Wagner-Opern. Waltraud Meier ist derzeit unübertrefflich als Kundry. Sie kann sich in die Reihe der großen Wagner-Primadonnen einreihen.
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0 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dynamik bis zum Anschlag, 9. Juni 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Parsifal (Audio CD)
Diese CD ist nur zu empfehlen! - Bahrenboim zeigt bringt seine heute seltene seltene und ihm eigene Feinfühligkeit und Werksverständnis voll zur Geltung. Ein Muss für alle Wagner-Fans.
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2 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Parsifal, 6. Dezember 2011
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Parsifal (Audio CD)
Spätwerk von Richard Wagner. Hat deutlich weniger musikalische Höhepunkte als seine früheren Opern. Libretto sollte man sich besorgen. Herauszuheben ist der Chor der deutschen Staatsoper Berlin.
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Parsifal
Parsifal von Daniel Barenboim (Audio CD - 2011)
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