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TOP 1000 REZENSENTam 24. März 2015
"Testimony 2" erschien 2011 bei Radiant/InsideOut und knüpft da an,wo "Testimony 1" aufhörte.
Das Konzeptalbum besteht aus drei übergeordneten Teilen,welche bezeichnenderweise mit No 6 beginnen ("T1" endete mit Part 5).
Neal Morse hatte mit "Testimony 1" zwar schon seit drittes Solo-Album eingespielt,jedoch war es das erste nach seiner Trennung von seiner damaligen Band Spock`s Beard,bei der er,sehr vorsichtig ausgedrückt,der kreative Kopf gewesen war.
Neal hatte damals sein Glück im Glauben als Christ und bei seiner Familie gefunden und wollte dies in seinen Texten ausdrücken und ausleben,daher wohl der freundschaftliche Split mit den "Bärten" und vorübergehend auch mit dem Projekt Transatlantic,bei dem er ebenfalls eine (oder eher "die") maßgebliche Rolle spielte (und wieder spielt).
Auf "T1" erzählt der Künstler von seinem Leben,der darin empfundenen Leere,seinem Weg in den religiösen Glauben und die tiefe Erfüllung,die er dadurch erfahren hatte.
Dies hatte er mit viel Pathos und Schmalz getan,was manchem dann doch zu viel wurde,ich empfand es immer als authentisch,vielleicht auch,weil ich das Vergnügen hatte,diesen sensiblen,netten,sympathischen Menschen kurz persönlich kennenzulernen.
Auf "T2" geht er,was die Texte angeht,diesen Weg weiter,besingt mehr Details aus seinem Leben und seiner Entwicklung.
Auch musikalisch ist es wieder ein typisches Retro-Prog-Album Marke Neal Morse geworden.
Kenner seiner Musik wissen,daß das neben viel gutem Rock auch wunderschöne Melodien,epische Momente,Balladen,Vielschichtigkeit,Komplexität,Bombast,aber auch so einige Eigenzitate bedeutet.
Die eine oder andere Melodielinie kommt einem,wie eigentlich immer bei seinen Alben,nicht unbekannt vor,sei es aus Richtung Transatlantic,Spock`s Beard oder seinen anderen Solo-Alben.
So manches alte Thema wird wieder aufgegriffen und neu verarbeitet,variiert,die überaus hohe Qualität der Musik und die unbändige Spielfreude,die vielen darin enthaltenen Klangfarben,Einflüsse und interessanten Strukturen,lassen trotzdem Freude aufkommen.
Neal singt,spielt ua Keyboard und Gitarre und läßt sich mal wieder durch Randy George (Baß) und Mike Portnoy (Drums) hochkarätig unterstützen.
Die gesamte Musik schrieb er jedoch allein.
Viele Gastmusiker fügen sich mit Cello,Violine,Viola,Hintergrundgesang,Saxophon ua perfekt ein.
Steve Morse steuert auf "Seeds Of Gold"ein Gitarrensolo bei, und als besondere Überraschung sind auf "Time Changer" fast alle seiner ehemaligen Bandmitstreiter (einer davon,Alan Morse,ist übrigens sein Bruder) von Spock`s Beard zu hören (Gesang).

Insgesamt bietet "Testimony 2" musikalisch also keine großen Veränderungen,was Kritiker seiner Musik wieder mal als Stillstand deuten werden,für Leute wie mich,die von seiner gefühlvollen,positive Energie versprühenden Musik kaum genug kriegen können,bedeutet das ein weiteres Album in der Sammlung,von dem man sich keinesfalls mehr trennen mag.

Die Standard-CD enthält eine zweite CD mit weiteren Stücken,die jedoch thematisch nicht zum Konzept des Albums gehören.
Der schönen Limited Edition liegt darüber hinaus noch eine DVD mit dem Making of bei.
Klanglich sind die CDs grundsätzlich nicht schlecht,beim Mastering hat Ken Love die Dynamik diesmal jedoch geradezu absurd gesenkt.
Dazu wurde hoch ausgesteuert,wir haben es hier also mit einem typischen Beispiel für den bei Audiophilen gefürchteten Loudness War zu tun.
Digitale Verzerrungen durch Übersteuerung konnte ich zum Glück aber bisher nicht ausmachen.Immerhin.
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am 20. Mai 2011
Ich habe das neue Neal-Werk aus Zufall zum ersten mal an einem sehr tragischen Tag einer meiner besten Freunde gehört. Er hat am 5. Mai seinen Vater verloren, und das mit 17. Da er ein guter Freund ist, ich den Vater kannte und da ich sowieso immer mitfühle, hat mich das sehr mitgenommen. Noch dazu ist das eine Sache, die in meine Birne nicht reingeht: Ein 17jähriger Junge, der ohne Vater aufwächst.
Das als persönliches Vorwort (für ein persönliches Album), denn genau in diesen Momenten wird einem mehr als sonst klar, dass Neals Musik von Herzen kommt und an die Herzen seiner Hörer gerichtet ist. Neben Musiktheorie, dem Vorwurf, Morse-Musik sei ewig gleich, neben musikalischen Leistungen, schwachen oder guten Texten ist genau DAS für mich ein wichtiger Punkt. Musik kann noch genial sein, wenn sie (mich) nicht berührt, ist zick.

Doch Neals Musik berührt, bringt zum Weinen, Lachen, Mitsingen. (Auch) das macht für mich gute Musik aus. Und Morse-Musik war schon immer so, doch mit seinem letzten Werk ist ihm für mich ein großer Wurf gelungen. Mit Teil eins hat das hier nicht mehr allzu viel zu tun. Es ist anspruchsvoller, kantiger, proggiger und vielseitiger als alles was wir von ihm in den letzten Jahren gehört haben. Obwohl typisch Neal, hören wir diesmal wieder mit etwas Beard-Feeling. Kein Wunder; er singt ja auch über die Bärte. Bemerkenswert dabei: Die Schmalzballaden Marke 'ganz-schlimm' hat er dabei im Baukasten gelassen und stattdessen mehr Einfallsreichtum und Eier eingebaut. Passagen, die einen zum Boden ziehen, die einen an eigene gute/schlechte Erfahrungen erinnern (Jayda), gibt es immer noch. Doch entweder hat er diesmal den Schmalz vergessen, oder er hat sich ein paar Rezensionen zu seinen Vorgängeralben durchgelesen.

Trotz aller Unterschiede setzt Neal an, wo er 2003 aufgehört hat: mit Pt.6 seines Lebens. Die Grundmelodie des ersten Teils wirft uns wieder voll ins Geschehen (Morse-Melodien vergisst man nie), bevor er mit Mercy Street in Wind-At-My-Back-Manier losfrönt. Schöner Einstieg. Kurz darauf finden wir uns in einer absolut Neal-typischen Overtüre wieder. Frickelfrickel, Bombast, Groove, Orchester. Einige Themen aus Teil eins bekommen wir auch zu hören. Ein solches leitet uns auch in das folgende Time Changer ein. Er enthält endlich mal wieder einen geilen Acapella-Part. Und der wurde gesungen von.. tadaaa den Herren Spock's Beard! Auch thematisch wird berichtet von 'Spock's, the new kid in town'. Und es wird noch 'beardiger', mit einem waschechten Zitat aus einem frühen Spock's-Beard-Song (verrate aber nicht welcher, hehe). Am Anfang musste ich beim Refrain unwillkürlich an eine SpongeBob-Folge denken, wo SpongeBob 'Supermarkt, gibt's Pfannenwender und noch mehr' singt.. Naja, wieso nicht ein wenig Humor einbringen?
Pt.6 wird abgeschlossen mit einer der schönsten Balladen von Morse: Jayda. Kein überschwänglicher Bombast und Jeeeesus und Goood (die kommen später), sondern 6/8, akustische Gitarre, Streicher, ein tieftrauriger Text und eine zerbrechliche Stimme. Auch Portnoy benimmt sich. Am Ende gibt es doch noch ein bisschen Bombast, aber gemäßigt und passend. Groß.
Pt.7 beginnt mit einer Art Ladies-And-Gentlemen-Mister-Ryo-Okumoto-On-The-Keyboards Teil zwei. Livefeeling, ein schreiender Neal und Impro-Soli. Dann wird's wieder vertrackter und dramatischer. Wir befinden uns in Time Has Come Today (hat aber mit dem Song von Beware Of Darkness nicht das Geringste zutun). Zwei Minuten instrumental Meisterklasse, bevor man straight weiterrockt.
Dann kommt Morse nach Hause vom Muggen und geht erstmal zur Kirche. Jesus' Blood ist eine Ballade, aber erneut nicht halb so schmalzig wie einst Wasted Life, sondern düster (Vergleich: Sola Scriptura) und ergreifend. Abschluss von Pt.7 bildet ein straighter Mid-Tempo-Rocker ähnlich Long Time Suffering, aber mit mehr Gimmicks und Dramatik.
Der Beginn von Pt.8 erinnert mich anfangs an The Separated Man, ähnelt aber sehr dem 39th Street Blues (Snow). Jesus Bring Me Home ist musikalisch ähnlich; die beiden könnten demnach auch ein Lied sein. Abschluss bildet eine Gänsehaut-Reprise des Grundthemas von Teil eins. Road Dog Blues ist gar kein Blues, sondern eine Art Rejoice zwei. Geht aber nur 2min, bevor man vom Fröhlichen wieder ins Dramatische übergeht. Eine Minute ist Ruhe (Pianoinerludium), bevor man mit It's For You Dramatik und Drive perfekt verbindet. Das Stück ist eins der besten des Albums. Klavier, Orchester und Drums dominieren den Song, den Abschluss bildet ein Key-Gitarren-Synchrosolo. Man bekommt wieder Gottes Melodie (wir erinnern uns: God's Theme aus Teil eins) zu hören, bevor sich mit Crossing Over/Mercy Street Revisited ein Finale entwickelt, das mittlerweile typisch für Neal ist. Auch hier: nur halb-schmalzig. Wir hören eine schöne Durchführung des Albums und einen triumphierenden Abschluss Marke 'Großes-Bombast-Kino'.

CD2 hat drei Lieder. Absolute Beginner ist nix großes, aber ein netter Rocker. Von der Sorte werden wir wohl dieses Jahr vom Morse-Morse-Portnoy-Projekt hören. Supernatural ist getragener und Morsetypisch. Aber keine Ballade. Und mit Seeds Of Gold schafft Neal wahrscheinlich seinen besten Longtrack seit Stranger In Your Soul. Piano-Intro ala Doorway, Bombast, bissel Gefrickel und getragene Stellen. Diesmal findet man auch ein wenig Neoklassik UND ein geiles Solo von Steve Morse. Gerade hier hört man Transatlantic stark raus. Und das Wort Gott kommt nicht einmal vor (yesss!!). Genialer Song!

Fazit:
Ich frag mich woher Neal immer diese genialen Melodien hernimmt. Vertrackt, aber eingängig und mit absoluter Ohrwumgarantie.
Neal hat seinen Neuanfang mit Testimony begonnen, vielleicht ist es jetzt Zeit, mit Testimony II von hinten wieder von vorn anzufangen? Man bekommt musikalische und textliche Anspielungen zu hören, vielleicht bedeutet das ja was? Noch dazu SB's Gastspiel, Morses Beitrag auf SBX und die Transatlantic-Reunion.. Ich sehe Neal schon wieder mit den Bärten auf der Bühne stehen.
Doch ob mit oder ohne Bärte, Neal macht immer(noch) große Musik für jedermann. Testimony II ist Neals bestes Werk seit langem und übertrifft Teil eins in vielerlei Hinsicht. Zumal hier mehr Potenzial auf eine CD gebannt wird als bei Teil eins auf zwei.
Und um noch mal auf die Einleitung zurückzukommen: Neal ist mittlerweile Freund und Helfer seiner Hörer geworden, zumindest mir hat er schon durch so manche Phase geholfen. Und von aufhören ist wohl noch nichts zu sehen. Ich frag mich, ob's ein Testimony III geben wird ;)..

Friedrich Stenzel, 18
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am 8. Juni 2011
...und doch immer wieder erfrischend. Gut, selbst für mich, dem der christliche Glaube nicht so fern steht, sind die Texte zu oft starker Tobak und ich würde mir nichts sehnlicher wünschen, als von Herrn Morse mal wieder ein deutlich breiters Textliches Spektrum zu bekommen, als seine liebe zu Jesus und alles was sein Leben damit verbindet. Aber der Mann ist halt im positiven Sinne besessen und ich denke, dass da keine "weltlichen" Themen mehr ohne diese Vebindung zu Text kommen. Schade! Positives und Gutes gibt es so viel und in so vielen Formen.

Sei es drum, kommen wir zum musikalischen: Bussiness as usual könnte man sagen, ja, stimmt! Aaaaber Morse hat ein unglaublich großes musikalisches Spektrum über all die Jahre in seinen Stil integriert. So viel, dass man es in ähnlicher Form bei kaum einem anderen Musiker findet erst recht nicht bei angeblichen Prog Größen wie Steve Wilson, die sich mit Ihrer "progressivität" brüsten. Bei Morse geht einfach alles: Jazz, Metal, Rock, Pop, Balladen und vieles mehr. Alles in seinen unglaublich eigenen Stil verwoben. Das war bei allen seinen Solo Platten bisher so und geht zurück bis zu Spock's Beard. Das vergessen leider viele immer wieder. Ich kann aber verstehen, wenn man von Neal irgendwann genug hat. Phasenweise und in Wellen finde ich die Musik genial und kann mich manchmal Wochen daran nicht satthören.

So auch bei Testimony 2. Der erste Teil gefiel mir nicht so gut, da mir zu viele süßliche Momente drin waren, aber das neue Werk ist über die komplette Distanz super gelungen. Einer der Höhepunkte ist sich "It's for you" das die Dramatik zum Schluss noch mal heftig steigert.

Top Track des Albums ist für mich aber das halbstündige "Seeds of Gold" das den Kauf der CD alleine rechtfertigen würde. Tatsächlich für mich der beste Longtrack von Morse seit vielen Jahren. Die Doku auf der Bonus DVD ist ebenfalls wirklich gut gelungen und gibt einen wirklich guten Einblick in die Enstehung der CD. Ich würde gar empfehlen die DVD zuerst zu schauen, dann bekommt man schon einen guten Überblick über die komplette CD. Nelas Top Werk bleibt für mich immer noch "One" und ich bin mal gespannt, ob er die CD noch mal toppen kann, aber Testimony 2 ist verdammt nah dran!
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am 17. Juni 2011
Bereits acht Jahre ist es her, dass der Progressive Rock Veteran seine Truppen SPOCK'S BEARD und TRANSATLANTIC verließ und sich auf seine Solo-Karriere konzentrierte, woraus das monumentalste Werk seiner Karriere entstand. Nach acht Jahren und einer zwischenzeitlichen Rückkehr zu TRANSATLANTIC, veröffentlicht der Amerikaner nun den Nachfolger zu "Testimony". Auch "Testimony 2" ist ein Doppelalbum geworden und sollte so ziemlich jeden Fan seines Schaffens das Herz höher schlagen lassen.

NEAL MORSE hat sich erneut mit der Drummerlegende Mike Portnoy (Ex-DREAM THEATER, TRANSATLANTIC) und Bassist Randy George zusammengetan um 95 Minuten Prog Rock vom Feinsten einzuspielen. Dabei kommen aber beide Teile des Genres sehr gut zur Geltung. Zum einen haben wir da den Rock, der durch den hohen Anteil der Gitarren schön zur Geltung kommt. Natürlich ist Neal auch für sein Keyboardspiel bekannt, das auch hier nicht zu kurz kommt, aber nicht immer dominant ist und den restlichen Instrumenten somit genug Platz lässt. "Testimony 2" startet aber weder mit dem Einen, noch mit dem Anderen, sondern leitet das Mammutwerk mit wunderschönen Pianoklängen und einem opernhaften Anfangstrack ein. "Mercy Street" bietet gleich eine sehr gute und positive Atmosphäre. Der Softrocker lässt den Hörer leicht in das Album einsteigen. Bei "Overture No. 4", einem Mattenschüttler für zwischendurch, wird dann schon etwas gefrickelt. Nach einem spannendem Intro beginnt Neal auf dem Keyboard die ersten virtuosen Anzeichen zu zeigen, der Track steigert sich stetig und Randy bekommt sein erstes überlanges Solo am Bass. Kurz darauf steigt auch der Meister wieder mit ein. Auf den Gesang wird hier komplett verzichtet.

Doch Morse braucht sich mit seinem Gesangstalent nicht verstecken, denn auch auf diesem Album leistet er da ganze Arbeit. Auch wenn seine Stimme nun nicht irgendwelche Besonderheiten aufweist, weiß er sie immer richtig einzusetzen. Auch bei "Time Changer" wird wieder progressiv zu Werke gegangen und auch beim mehrstimmigen Gesang wird experimentiert. Die Ballade "Jayda" ist zwar ganz schön, aber mir persönlich passiert da zu wenig.

"Nighttime Collector" rockt wieder richtig schön und hat den richtigen Drive um live für Stimmung zu sorgen. Erinnert entfernt an DEEP PURPLE und wurde so aufgenommen, als würde es gerade live gespielt werden, Zuschauerjubel inklusive. Textlich verarbeitet er allgemeine Themen und wie auch auf dem ersten Teil, gibt es hier wieder einige Songs über den Herrgott und seinen Sohn ("Jesus Blood", "Jesus Bring Me Home"). Auf der ersten CD findet man noch viele weitere schöne Tracks, die sich zwar alle im gleichen Genre bewegen, aber dennoch sehr abwechslungsreich ausgefallen sind. Qualitativ ist natürlich alles auf ziemlich gleich hohem Niveau und wird dem Meister gerecht.

Auf dem zweiten Rundling befinden sich "nur" drei Songs, doch darf man dies nicht als kleine Bonus CD werten, denn das Trio kommt auf amtliche 36 Minuten. Leider muss ich gleich gestehen, dass mir das viel zu poppige "Absolute Beginner" so gar nicht gefällt. "Supernatural" hingegen gefällt, dank den tollen Keyboards, die mich etwas an Arjen Lucasson (AYREON, STAR ONE) erinnern, wieder besser. Das 26-Minütige Monstrum "Seeds Of Gold" ist dann das Grande Finale und fährt enorme Geschütze auf. Von Klassik, über Pop, Rock, bis hin zum Progressive Metal zeigt NEAL MORSE all sein Können und all seine Schaffen, komprimiert in diesem Song auf.

'Testimony 2' ist sicherlich ein anstrengendes Album, doch auch wenn man nur schnell mal Prog Rock für zwischendurch hören mag, eignet sich das neue Werk des Amerikaners, denn dank guten Riffs und tollen Melodien bleiben einige Songs dennoch recht schnell hängen.
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Nachdem "Lifeline" in seiner Gesamtheit für Proggies eine etwas zu weichgespülte Angelegenheit geworden war, musste man mit zwiespältigen Vorahnungen an den Nachfolger "Testimony 2" herangehen. Aber keine Angst: Diesmal ist der Schmalzanteil deutlich reduziert. Einzig in "Jayda" drückt Morse etwas zu deutlich auf die Tränendrüse. Aber angesichts der autobiographischen Tatsache, dass er darin die angeborene Herzkrankheit seiner Tochter thematisiert, muss man dafür Verständnis zeigen - und immerhin besingt er auch die Tatsache, dass sie völlig gesund wurde, wofür er sich natürlich ausgiebig bei Gott bedankt. Konzeptionell ergänzt "Testimony 2" einige autobiographische Episoden, die auf "Testimony" nicht mehr draufgepasst haben. Daher auch das an "Testimony" angelehnte Artwork, diesmal in Grüntönen.

Musikalisch serviert Morse die übliche Melange aus Prog, Schönklang und Bombast bis zum Abwinken, veredelt von seinen typischen Melodien, Harmonien und Breaks. Garniert wird das Ganze diesmal mit ein paar Blues- und Altrock- Einsprengseln, mit denen Morse seine Zeit als Begleitmusiker von Eric Burdon thematisiert. Extrem stark ist ein Gastauftritt der ehemaligen "Spock's Beard"- Bandkollegen im mehrstimmigen Gesang von "Time Changer". Morses Rumpfband besteht wieder aus den üblichen Verdächtigen Randy George (Ajalon) und Mike Portnoy (Dream Theater, Transatlantic), der Mix ist wie gewohnt von Rich Mouser.

Einige kleinere Kritikpunkte möchte ich nicht unterschlagen: Die einzelnen Stücke wirken dafür, dass es sich um ein Konzeptalbum handelt, gelegentlich etwas abgehackt und unverbunden, Gitarren- und Gesamtsound erscheinen mir etwas unrund, und das absolute Highlight des Albums ist ein Bonustrack, der eigentlich gar nicht zum Konzept gehört: Das fünfundzwanzigminütige "Seeds of Gold" gehört zum Besten, was je aus Morses Feder geflossen ist.

Es ist haarknapp, aber es gibt endlich mal wieder fünf Sterne für ein Morse- Album. Hab ich zuletzt für "?" vergeben.
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am 30. Juni 2011
Einfach klasse was dieser Mann gezaubert hat! Morse of the same? Ja, vielleicht hier und da, aber nachdem Lifeline die größte Enttäuschung im Schaffen von Neal Morse war zeigt er hier erneut, was für ein genialer Musiker er ist. Wem Testimony 1 gefiel sollte unbedingt zugreifen!
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am 13. Dezember 2014
Wer Transatlantic, Fkower Kings, Spock's Beard mag kommt hier voll auf seine Kosten. Neal Morse spielt in der selben Kategorie wie die eben genannten. Genauso druckvoll, strukturiert ja einfach Genial was die er hier treibt. Neal hat diese Art von Musik geprägt und uns in die Köpfe gebtracht. Tja und er hat ja auch schon einiges an CD's am Start. Kauf Tipp

Treacklist
CD 1
Part Six: (22:50)
1. Mercy Street
2. Overture No. 4
3. Time Changer
4. Jayda
Part Seven: (22:54)
5. Nighttime Collectors
6. Time has come Today
7. Jesus' Blood
8. The Truth Will Set You Free
Part Eight: (32:36)
9. Chance of a Lifetime
10. Jesus Bring Me Home
11. Road Dog Blues
12. It's For You
13. Crossing Over / Mercy Street Reprise

Total CD1: 78:52

CD2
1. Absolute Beginner (4:39)
2. Supernatural (6:11)
3. Seeds of Gold (25:59)

Total CD2: 36:51

Aufnahme der CD's ist sehr gut

Band/Mitwirkende
- Neal Morse / lead vocals, piano, synthesizers
- Randy George / bass
- Mike Portnoy / drums

Vergleichbare Bands
Transatlantic, Flower Kings, Spock's Beard, Roine Stolt
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am 1. Juni 2011
So, nun will auch ich mich nach drei Durchläufen mal zu diesem neuen Werk äußern.
Ich bin selber Musiker und weiß um die Problematik mit der Künstler soll sich ja treu bleiben, gleichzeitig
aber was ganz neues bringen.
Neal schafft dies dank seiner (treuen) Mitstreiter dieses mal wieder perfekt. Natürlich bin auch ich seit den 90ern
ein großer Dream Theater-Fan und habe mich selbst zu denen ab und an kritisch geäußert, wenn man hier auch auf einem
äußerst hohen Niveau kritisiert. Mike Portnoy überrascht mich im Vergleich zu seiner damaligen musikalischen Heimat bei Dream Theater
im Zusammnenspiel mit Neal Morse immer wieder - sei es bei Transatlantic oder auf seinen Soloscheiben.
Er wirkt bei ihm irgendwie frischer, innovativer und ist auch was das Drumming angeht sehr kreativ.
Randy George ist dazu noch über jeden Zweifel erhaben. Tolle Performance am E- und A-Bass.
Hinzu kommt, dass beide ja auch Neal beim Konzept hilfreich und musikalisch abrundend zur Seite standen.
CD1 ist als Fortsetzung seiner Lebensgeschichte (ich hoffe es folgen noch etliche Jahre) ein musikalischer Hochgenuss.
Mein Favorit ist "It's for you" :) Bei Neal steht seltenst die technisch-virtuose Raffinesse im Vordergrund, sondern der lebendige Song.
Was er uns textlich zu sagen hat ist in diesem Werk natürlich sehr persönlich, sehr fromm und teilweise für den nicht frommen Christen
an manchen Stellen zu banal und triefend. Aber es passt zu ihm, seiner Lebenssituation und seinen Erfahrungen.
Von daher - Hut ab vor seiner Offenheit! Er würde auch gut als Reverend durchgehen so brav und sympathisch wie er immer rüberkommt.
Toll finde ich auch den Gastauftritt der Bärte und der sonstigen Gastmusiker.
CD2 ist was die ersten beiden Stücke angeht sehr viel Pop und somit radiotauglich. Sie stehen in keinem Bezug zum Konzept.
Das dritte Mammutstück kann mich im Vergleich zu den anderen Konzeptwerken auch (noch) nicht so überzeugen. Es klingt mir bis dato etwas konstruiert.
Aber wie in diesem Genre bzw. Inside Out üblich bekommt man sehr viel fürs Geld und deshalb sollte man sich glücklich schätzen.
Dann noch die DVD mit dem Entsehungsprozess des Albums...bei DT, Transatlantic und Morse zwar mittlerweile üblich geworden u. für den ein oder anderen villeicht überflüssig, aber ich schaue es mir gerne an. Vielleicht auch weil ich mit diesen Musikern seit Jahren viel verbinde und ich ihnen auch beim Spiel gerne zusehe.
In den letzten Jahren toppt nur "The Whirlwind" von Transtalntic als Konzeptalbum dieses Album im Progrockbereich.
Ich freue mich auf Testimony 3 :)
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am 2. Juli 2011
Warum man sich so negativ über Neil Morse und dessen Texte äußert,ist mir schleierhaft ! Wenn man bedenkt was andere Leute sich so zusammenreimen......
Gut, es muß wohl cooler sein über Sex,Drugs, Rock & Roll oder den Teufel zu singen,als das was unser Neil so macht. Ich habe jedenfalls Respekt vor Ihm,da er sein Ding erbarmungslos durchzieht.Und das obwohl seine Plattenumsätze sicherlich seit SPOCKS BEARD Zeiten rückläufig sind.
Auf dieser Platte hat er sicherlich nicht das Rad neu erfunden,aber wer "The Whirlwind" von TRANSATLANTIK mochte,wird mit dieser Scheibe sehr zufrieden sein.Die ganze Platte ist wie aus einem Guß und Oberpriester Morse zieht alee Register seines Könnens und zellebriert seine Gedankenwelt.Unterstützt wir er u.a.von einigen SPOCKS BEARD Kollegen und Ex -DREAM THEATER Drummer Portnoy mit dem er ja auch bei TRANSATLATIK herumwerkelt.
Kurz und gut ,Die geamte Platte ist ein einziger Anspieltip.Sehr abwechslungsreich,sehr gekonnt und interessant.Die Texte sind halt seine Sache. Auch wenn sie etwas naiv wirken,weh tun sie einem jedenfalls nicht .Es wird sicher keinen PARENTAL GUIDANCE EXPLICIT LYRIKS Aufkleber geben,wetten? :-)
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VINE-PRODUKTTESTERam 24. Mai 2011
Neal Morse ist bei sich angekommen. Das sollte ihm eigentlich die innere Freiheit geben, ernsthaft über eine Spocks Beard-Reunion nachzudenken. Sein neues Album "TESTIMONY 2" nähert sich den besten Momenten in der Karriere der Bärte nicht nur musikalisch, sondern auch von der Besetzung: Gleich drei Mitglieder dürfen auf Neals neuem Opus ihre Stimmen erheben und heizen die Spekulationen um eine Rückkehr des ehemaligen Frontmannes in den Schoss der von ihm gegründeten Band gehörig an.

Dass er auch in seinen Texten viel von sich preis gibt, weiß der gut eingehörte Fan natürlich. Immer wieder Jesus ... wenn's denn sein MUSS! Doch gerade deshalb wäre es auch eine inhaltliche Frischzellenkur, Neal würde nach diesem grandiosen, mit allen Facetten des modernen Prog durchspickten Meisterwerks mal nach anderen Inhalten Ausschau halten.
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