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349 von 377 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Alptraum einer Frau
WARUM? Das ist die zentrale Frage, die sich durch dieses Buch zieht. Warum wurde die junge Parlamentsabgeordnete Merete von der Fähre entführt und nun in einem Verlies gefangen gehalten? Sie selbst kann sich das auch nicht erklären - auch wenn sie immer wieder von einer blechernen Lautsprecherstimme danach gefragt wird und ihr bei einer falschen Antwort...
Veröffentlicht am 22. September 2009 von Nathalie K.

versus
73 von 93 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kehren neue Besen wirklich gut???
Und wieder einmal gibt es einen neuen skandinavischen Autor in der Krimi - und Thrillerszene: Jussi Adler-Olsen debütiert mit "Erbarmen", einem Thriller, der einerseits die Entführung und Gefangenschaft einer jungen, erfolgreichen Politikerin beschreibt, andererseits die Ermittlungsarbeit eines 2-Mann-Taems in einem Fall, der längst abgeschlossen...
Veröffentlicht am 17. Oktober 2009 von Hamlet


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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Carl Mørcks erster Fall, 1. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Erbarmen (Taschenbuch)
Carl Mørck, dänischer Mordermittler, hat es schon nicht leicht in seinem Leben. Seine Noch-Ehefrau schröpft ihn regelrecht, wenn es um Geld geht und bei einer wenige Wochen zurückliegenden Schießerei starb einer seiner Kollegen, der andere ist seitdem querschnittsgelähmt und ans Bett gefesselt. Das hinterlässt natürlich Spuren auf Carls sowieso schon nicht sonderlich frohem Gemüt. Gequält von Selbstvorwürfen, die Schießerei nicht verhindert zu haben, und genervt von der scheinbaren Unfähigkeit seiner restlichen Kollegen zieht er sich immer mehr zurück und hat keinen Elan mehr zu arbeiten. Kein einfacher Kollege, wie man sofort merkt.

Als der Chef der Mordkommission da die Gelegenheit sieht, Carl loszuwerden, zögert er nicht. Er ernennt ihn zum Chef des eben erst gegründeten Sonderdezernats Q, welches alte, ungeklärte Fälle wieder aufrollen soll und im Keller untergebracht ist, weit weg von den anderen Mitarbeitern. Anfangs verbringt Carl seine Zeit eher mit Schlafen, bis man ihm Assad, das "Mädchen für alles" an die Seite stellt. Durch seine Gegenwart nimmt er sich schließlich einen 5 Jahre zurückliegenden Fall vor. Damals verschwand die Politikerin Merete Lynggaard während einer Fährenfahrt spurlos. Die Ermittlungen brachten nichts; man vermutete, dass sie ertrunken sei. Doch Carl findet ein paar Hinweise, die auf etwas anderes deuten...

Während Carl langsam Spuren in der Vergangenheit sucht, erfährt man nach und nach Meretes Schicksal aus ihrer Sicht. Tot ist sie nicht, auch wenn dieses Schicksal vielleicht gnädiger gewesen wäre. Stattdessen wird sie Woche um Woche, Monat um Monat in einem kleinen Raum gefangen gehalten, bis es schließlich schon 5 Jahre sind. Völlig isoliert sitzt sie in ihrer Zelle und hat nur ihre Gedanken als Beschäftigung. Warum man ihr das antut, das weiß sie nicht. Schließlich gibt sie alle Hoffnung auf, jemals wieder befreit zu werden und plant ihren Selbstmord...

Wow, das war mal ein spannender Thriller! Nervenzerreißend und keineswegs übertrieben schildert Jussi Adler-Olsen das Schicksal der jungen Frau und Carls verzweifelte Suche nach den damaligen Geschehnissen. Die Charaktere werden dabei glaubhaft beschrieben. Carl entspricht dem tortured hero, der typisch für skandinavische Ermittler zu sein scheint, der seinen Unmut über die schwache Ermittlungsleistung seiner Kollegen nicht versteckt und der von einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn getrieben wird. Den Fall fand ich logisch und gut durchdacht. So ist es nicht verwunderlich, dass mich die Handlung von Anfang an in ihren Bann geschlagen hat und mich das Buch kaum aus der Hand hat legen lassen.

Im September 2010 erscheint der nächste Band um den Ermittler Carl Mørck und eins steht jetzt schon fest: ich werde ihn auf jeden Fall lesen.

Mein Fazit: Spannend von der ersten bis zur letzten Seite. Absolute Leseempfehlung!
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17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Fehler eines Augenblicks, 11. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Erbarmen (Taschenbuch)
Merete verschwindet spurlos, keine Zeugen, Hinweise oder Spuren. Der Fall kommt zu den Akten, bis Jahre später der traumatisierte Polizist Carl mit der unleidigen Aufgabe eines neuen Dezernats beiseite geschafft wird und den Fall wieder ausgräbt. In der Zwischenzeit findet sich Merete in einem unwirklichen Gefängnis wieder und wird mit der Frage nach dem Grund für ihr Leiden konfrontiert. Die ehemals aufstrebende Politikerin muss sich nun mit den Folgen eines einzigen Augenblicks auseinandersetzen und der Polizist muss seine eigene Tragödie überwinden um eine junge Frau zu retten. Dabei steht ihm Assad, sein neuer Assistent, stets zur Seite. Bis die beiden eine heiße Spur finden und über allerlei Ermittlungsfehler stolpern...

Dieser Thriller bietet eine komplexe Handlung, die immer wieder in neue Richtungen abdriftet und langsam die Gründe für diese Tat aufdeckt. Jussi Adler Olsen bietet aber auch besondere Charaktere, die durch ihre emotionale Tiefe überzeugen. Man kann den Kummer des Polizisten nachvollziehen und auch in die komplizierte Lage von Mereten kann man sich einfühlen. Einzig von Assad erfährt man noch nicht viel, aber das was man erfährt macht den Leser neugierig auf seine Vergangenheit in Syrien. Hoffentlich erfährt man in den Folgebänden noch etwas über seine Geschichte und warum er nach Dänemark auswandern musste.

Das Ermittlerteam aus Moerk und Assad macht Lust auf mehr, Moerk ist eher der grüblerische und mürrische Typ, der von dem aufgewecktem Assad immer wieder motiviert und aufgerafft wird. Beide haben mit ihren Schattenseiten zu kämpfen und müssen sich erstmal zusammenraufen.

Einziger Hacken ist, dass man schon viel zu schnell ahnt wer der Entführer ist. Aber die Zusammenführung der einzelnen Stränge gestaltet sich umso spannender und lässt einen nicht mehr los. Ein Thriller der bis zum letzten Satz spannend und mitreßend bleibt.
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32 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vorhersehbar aber trotzdem spannend, 10. März 2010
Von 
Apefred "Fred Ape" (Dortmund Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Erbarmen (Taschenbuch)
Irgendwo in Skandinavien muss ein Nest sein, oder zumindest eine Schule für Thriller-Autoren. Die Liste guter Schreiber wird mir langsam unheimlich, Mankell, Nesbø, Dahl, Larsson und wie sie alle heißen. Die hier genannten vier Autoren verbinden ihre wohl durchdachten Krimis immer noch mit einer gehörigen Portion Gesellschaftskritik, was nicht immer gut ist, gleichwohl meistens gelungen. Man lernt viel über die skandinavischen Verhältnisse - ob in Schweden, Norwegen oder Dänemark. Finnland fällt -krimitechnisch- gesehen etwas ab. Jussi Adler-Olsens "Erbarmen" ist dänisch und hier geht es nicht um eine als Krimi getarnte politische Botschaft im Kampf um bessere Verhältnisse, sondern Olsen bleibt bei der Sache. Carl Mørck, die Hauptperson und Vizekommissar, ist durch einen gescheiterten Polizeieinsatz schwer traumatisiert, denn der eine Kollege stirbt dabei und er überlebt mühevoll, in dem er unter seinem Kollegen Hardy liegt, der durch Schüsse danach lebenslang gelähmt ist. Da ist es schwer wieder in den Polizeialltag zu finden. Es gelingt ihm auch nicht wirklich und seine Vorgesetzten schieben ihn quasi ab - in den Keller -, wo er mit Sonderaufgaben für ungelöste Kriminalfälle betraut wird. Er bekommt einen charmanten Moslem zur Seite, dessen Vita im Laufe des Buches immer undurchsichtiger wird. In den nächsten Adler-Olsen Büchern werden wir mehr über ihn erfahren. Denn das Team wird wohl weiter zusammen ermitteln, denn sie ergänzen sich nach und nach großartig. Erstmal an einem Faden dieser unglaubliche Geschichte festgebissen, lassen die beiden nicht mehr los, und decken, Puzzle für Puzzle und durchaus spannend geschrieben, den Fall auf. Die zweite Handlungsebene ist das dubiose Verschwinden der allseits beliebten Politikerin Merete Lynggaard vor fünf Jahren und deren Martyrium erleben wir hautnah mit. Dagegen ist Guantanamo eine Kaffeefahrt. Geschulte Krimileser wissen eigentlich aber von Anfang an, wo der Hase im Pfeffer liegt, spannend bleibt nur, ob Mørck und sein Assistent Assad das Rennen noch pünktlich entscheiden. Und das ist gut gemacht, man wartet ungeduldig auf das Weiterkommen in dieser zähen Ermittlung und man will dieses Buch auch nicht zur Seite legen. Kann ich - mit leichten Einschränkungen - empfehlen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein Erbarmen, 11. März 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Erbarmen (Taschenbuch)
Merete Lynggaard ist spurlos verschwunden ' Die damaligen Ermittlungen haben kein Ergebnis hervorgebracht und so gehen alle von einem Tod durch Ertrinken aus. Nach 5 Jahren werden jedoch Carl Mørck und sein Assistent Assad mit der Aufgabe betraut, diesen Fall erneut aufzurollen und das plötzliche Verschwinden der jungen Frau aufzuklären.

Jussi Adler-Olsen schreibt voller Spannung und hat mich damit dermaßen gefesselt, dass ich das Buch kaum mehr aus der Hand legen konnte. Mit jedem Kapitel setzt sich das Puzzle ein Stückchen mehr zusammen und man kommt dem Täter immer näher.

Die eingesetzen Perspektivwechsel zwischen Merete und Carl empfinde ich als sehr gelungen ' Man hofft so sehr, dass Carl den Täter schnellstmöglich ausfindig macht und Merete endlich von ihren Qualen erlöst. Denn die detailgenaue Beschreibung von Meretes Verließ sowie der hasserfüllte und menschenunwürdige Umgang mit ihr, haben mich stark mit ihr mitleiden lassen. Über Assad hingegen musste ich das ein oder andere Mal geschmunzeln, obwohl er sich mit zunehmender Story immer mehr als wichtig für die Ermittlungen erweist.

'Erbarmen' war mein erstes Buch von Jussi Adler-Olsen und ich bin absolut begeistert davon. Voller Freude erwarte ich nun die Fortsetzung von Carls und Assad Ermittlungen, welche ja laut Verlag im Herbst diesen Jahres erscheinen soll. Ich möchte so gerne wissen, wie es mit Carl und Assad weitergeht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle Empfehlung, 18. August 2014
Das Buch bzw.die Carl Morck-Reihe ist mir während eines Urlaubs von Freunden empfohlen worden. Ich habe mir daraufhin sofort "Erbarmen" zugelegt.

Ein sehr gutes Buch. Die einzelnen Charaketere werden sehr genau beschrieben und man bekommt ein gutes Gefühl für die Situation des Protagonisten. Die Story ist durchdacht und bis zum Schluss spannend. Der Erzählstil hat mir persönlich gut gefallen. Der Autor nimmt sich Zeit, den Leser sehr tief in die Handlung eintauchen zu lassen.

Ich wußte allerdings schon ab Mitte des Buches, wer die Bösewichte sind und was sie wollen. Das hat das Buch aber nicht weniger spannend gemacht. Ganz im Gegenteil. Es gibt ja auch Krimis, wo von vornherein klar ist, wer der Täter ist und trotzdem verfolgt man mit Spannung wie der Fall aufgeklärt wird.

Das Einzige was mir später auffiel war, daß ich es für unrealistisch hielt, einen Menschen 5 Jahre lang gefangen zu halten, zu verpflegen, zu überwachen etc.. Und das obwohl man die Person abgrundtief hasst. Allein der logistische und zetiliche Aufwand. Ich glaube niemand würde das so lange durchziehen. Aber das ist nur mein persönliches Empfinden und dafür würde ich keinesfalls einen Stern abziehen.

Meine Kaufempfehlung!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Packend!, 14. Februar 2011
Die Bücher von Jussi Adler-Olsen sind mir in den vergangenen Monaten immer mal wieder über den Weg gelaufen, sei es im Internet oder aber auch im Buchladen - aber irgendwie hatte ich doch das (Bauch-)Gefühl, dass mir der erste Band "Erbarmen"nicht gefallen könnte.

Zum Glück habe ich mich jedoch dann ans Lesen gemacht und bin mehr als positiv überrascht von dem Thriller aus Kopenhagen!

Vizekriminalkommissar Carl ist nach einem schweren Schlag - er hat während eines Einsatzes einen seiner Partner verloren und der zweite liegt immer noch im Krankenhaus und seine Regeneration erscheint mehr als fragwürdig - von Gewissensbissen geplagt und nicht nur sich selbst sondern seiner gesamten Umwelt gegenüber ungerecht. Strafversetzt soll er nun alte, nicht aufgeklärte Fälle lösen. Dies birgt natürlich ein gewisses Konfliktpotenzial gegenüber den Kollegen, die früher einmal an dem einen oder anderen Fall tätig waren.

Wie auf dem Klappentext aufgeführt, verschwindet eine Frau, Merete - eine aufstrebende Politikerin -, spurlos, und Seite für Seite wird nicht nur ihre Vergangenheit aufgearbeitet, sondern auch das Netz um denjenigen, dem sie ihr Martyrium in ihrem Gefängnis aus Beton verdankt, immer enger gezogen.

Der Schreibstil von Adler-Olsen ist flüssig und leicht zu lesen, es ist fesselnd und beängstigend, wie realistisch die Beschreibungen von Merete in ihrem Raum sind. Die Lösung an sich würde ich nicht als absolutes Krimi-Highlight herausstellen, natürlich ist alles irgendwie vorhersehbar aber der Weg, den Carl und sein eigentlich nur putzender Assistent Assad zur Klärung des Falls gehen, ist dennoch mehr als interessant und fesselnd.

Auch die menschliche Annäherung zu Assad bzw. wie sich Carl im Laufe des Buchs verändert, auch wenn er sich doch etwas dagegen zu stellen scheint, ist feinfühlig beschrieben und auch wenn Carl wohl in vielen Situationen mehr als ein A*** zu sein scheint, schließt man ihn doch irgendwie ins Herz.

Das Buch wird definitiv nicht das letzte aus der Reihe sein, dass einen Platz in meinem Regal bekommt!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen sympathisches Ermittlerduo, 20. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Erbarmen (Taschenbuch)
Eher durch Zufall bin ich an diesen Krimi geraten. Der reißerische Klappentext hat mich mehr abgeschreckt als angezogen. (Eine eingesperrte und grausam gequälte Frau musste ich mir nicht unbedingt antun.) Doch zum Glück hat der Roman mehr zu bieten: Die Handlung ist abwechslungsreich gestaltet, der Spannungsbogen perfekt gebaut. Und das Beste sind die beiden Ermittler: Der Kriminalkommissar, dem alles zu viel wird und der am liebesten rauchend in seinem Kellerbüro sitzen möchte, und der syrische Assistent, der Schwierigkeiten mit der Sprache hat (sehr unterhaltsam), darüber hinaus aber ein blitzgescheiter Bursche ist. Dieser Typ ist ein echter Gewinn für den Roman; ich habe mich sehr über ihn amüsiert.Trotzdem möchte ich auch hier einen Stern abziehen, denn die Charaktere sind insgesamt ziemlich überzogen und damit nicht sehr glaubwürdig (die reiche, gutaussehende, unbemannte Politikerin, die nur für Ihren behinderten Bruder lebt - naja ...)
"Erbarmen" ist ein Thriller, den man rasch und mit viel Spannung lesen kann, die Sprache ist geradlinig und weist nur selten Holprigkeiten in der Übersetzung auf. (Meine Vorrezensentin hat "Erbarmen" mit Fitzek-Krimis verglichen. Dazu kann ich nur sagen: Vergesst Fitzek mit seinen unglaubwürdigen Konstruktionen und der peinlichen Sprache. Dies hier ist eine ganz andere Liga!)
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73 von 93 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kehren neue Besen wirklich gut???, 17. Oktober 2009
Von 
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(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Erbarmen (Taschenbuch)
Und wieder einmal gibt es einen neuen skandinavischen Autor in der Krimi - und Thrillerszene: Jussi Adler-Olsen debütiert mit "Erbarmen", einem Thriller, der einerseits die Entführung und Gefangenschaft einer jungen, erfolgreichen Politikerin beschreibt, andererseits die Ermittlungsarbeit eines 2-Mann-Taems in einem Fall, der längst abgeschlossen scheint.

Zum Inhalt möchte ich hier nichts weiter schreiben, denn das wurde hier schon bis zur Genüge durchgekaut. Wesentlich interessanter finde ich die Anlage dieses Buches:

Die Geschichte besteht aus zwei getrennten Handlungssträngen. Zum einen ist da Merete Lynggaard, Politikerin, Schwester, Entführungsopfer und Gefangene. Zum anderen das Sonderdezernat Q, das aus zwei Personen besteht, nämlich dem traumatisierten Polizisten Carl Mørck und seinem"Mädchen für alles" Assad. Carl und Assad sind im typischen Stil eines 'Buddy-Movies' angelegt - sehr gegensätzliche Personen mit kleinen Geheimnissen, die sich anfänglich kabbeln, dann aber gemeinsam als Team erfolgreich sind. Dieses Motiv ist ja hinlänglich aus den diversesten Filmen bekannt.

Und genau da liegt meiner Meinung auch die Schwäche des Buches: Es wird zwar durch die relativ kurzen Kapitel mit Cliffhangern am Ende temporeich und auch spannend erzählt, bietet aber dem geübten Thrillerleser nicht viel Neues. Motiv und Täter sind relativ früh zu erkennen und auch die Beziehungen der Protagonisten folgen altbekannten Handlungsmustern.

Fazit: Mit Stieg Larsson kann man Adler-Olsen zu keinem Zeitpunkt vergleichen - diese Stiefel sind ihm eindeutig mehrere Nummern zu groß!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Zufriedenstellend aber auch nicht mehr, 7. September 2011
Von 
Gromperekaefer "gromperekaefer" (Luxembourg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Der Leser erhält in aufeinanderfolgenden Kapiteln die Entwicklung von dem Opfer sowie der polizeilichen Aufklärungsarbeit. Dabei sind erstere kürzer aber spannender. Die polizeiliche Ermittlungen wirken anfangs etwas träge und hemmend auf den Lesefluss, um erst später an Spannung zuzulegen. Die Story ist insgesamt gut durchdacht. Als auflockernd empfand ich die Charakterzüge des neuen Mitarbeiters von Kommissar Moerck. Insgesamt ein gelungener Roman, meines Erachtens allerdings nicht bestsellerwürdig. Persönlich gefielen mir Mankells Wallanderromane oder Larssons Milleniumtrilogie besser.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen etwas vorhersehbar - aber was solls..., 26. Juni 2011
Von 
J. Seibold "hysterika" (Neufahrn) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
^Jussi Adler-Olsen lässt einen Spezialermittler auf ungelöse Fälle los, wie er nicht geschickter aufgebaut sein könnte. Latent erinnert mich Carl Morck an den Übervater der Kriminologen: Columbo. Hinzu kommt jedoch noch ein weiterer persönlicher Aspekt, der dafür sorgt, dass dieser Vergleich etwas hinkt: Carl Morck hat irgendwie überhaupt keine Lust auf irgendwas.
Seine Kollegen jedenfalls haben keine Lust auf den knatschigen, unzufriedenen und psychisch angeschlagenen Morck - was dazu führt, dass sie die Gelegenheit ergreifen und Morck zum obersten Herrn eines neuen Departments machen: Dem Sonderdezernat Q, dass sich um ungelöste Fälle von bersonderem Interesse kümmern soll.
Nun, Morck hat zwar keine Lust und vertreibt sich in seinem Kellerbüro Anfangs vorwiegend die zeit mit einen Patiencen Spider Solitaire auf seinem Rechner.
Irgendwie bohrt sich mehr und mehr der Fall einer verschwundenen Politikern in seine Gehirnwindungen und er fängt eher lustlos das Ermitteln an. Teilweise durch den immensen Antrieb seines syrischen Assisten Assad angetrieben, führt es die beiden immer näher an die Umstände dieser Entführung, die nun schon 5 Jahre auf dem Buckel hat.
Mehr soll über diese absolut spannende und überwiegend glaubhafte Geschichte auch nicht gesagt sein. Am Wichtigsten in Adler-Olsens Buch ist die Entstehung eines Ermittlerduos, dass seinesgleichen sucht und durch und durch für eine neue Erfrischung im Genre sorgt.
Jussi Adler-Olsen erster Fall für Carl Morck ist teilweise vorhersehbar - nichts desto trotz lässt es sich sehr gut lesen und strotzt vor spannenden und teils boshaften Elementen, die dafür sorgen, dass ein durchweg als klassisch zu betrachtender Kriminalfall sehr geschickt in das Thrillergenre abdriftet. Dies ist durchweg erfreulich und sorgt für das gewisse Kribbeln, das man als Leser sucht. Sehr schön auch die gabe des Autors, die dafür sorgt, dass ERBARMEN nicht nur spannend sondern teils auch eher witzig erzählt ist. Dadurch baut sich nur noch mehr eine glaubwürdige Sequenz ein und man ist auf jede weitere Seite mehr als gespannt.
Ein absoluter Höhepunkt im sonst so nachvollziehbaren Genre und der erste Grund, sich dem zweiten Band zu widmen.
Jürgen Seibold/26.06.2011
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Erbarmen: Thriller
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