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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein surrealer (Alb)Traum
Wenn man heutzutage Horrorfilme der 70er und 80er Jahre anschaut, fällt neben der Andersartigkeit der thematischen Auswahl als allererstes natürlich auf, daß die Special Effects damals handgemacht waren und dementsprechend entweder niedlicher aussahen (EVIL DEAD) oder sehr, sehr viel ekliger (DAWN OF THE DEAD, DERANGED). Oder sie waren derart stilisiert,...
Vor 8 Monaten von Gavin Armour veröffentlicht

versus
6 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ding dong, the witch is dead...
...Kennen Sie noch diesen herrlich albernen Song aus "The Wizard of Oz"? Er kam mir nach dem Schauen von "Suspiria" als erstes in den Sinn, denn diesen Film konnte ich beim besten Willen nicht ernstnehmen. Dabei war ich mit zwei anderen Filmen von Dario Argento recht gut gefahren. Bei diesem hier gingen mit dem Regisseur und seiner Lieblingsband "Goblin" leider die...
Vor 17 Monaten von Klein Tonio veröffentlicht


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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein surrealer (Alb)Traum, 28. Mai 2014
Rezension bezieht sich auf: Suspiria (SE) (2 Dvd) (DVD)
Wenn man heutzutage Horrorfilme der 70er und 80er Jahre anschaut, fällt neben der Andersartigkeit der thematischen Auswahl als allererstes natürlich auf, daß die Special Effects damals handgemacht waren und dementsprechend entweder niedlicher aussahen (EVIL DEAD) oder sehr, sehr viel ekliger (DAWN OF THE DEAD, DERANGED). Oder sie waren derart stilisiert, daß sie uns Heutige, die wir ganz anderes, v.a. Computergeneriertes gewohnt sind, kaum mehr zu überzeugen wissen. In diese Kategorie fällt wohl Dario Argentos Meisterwerk SUSPIRIA aus dem Jahr 1977. Allerdings kann der Heutige auch fragen: Ist das ein Horrorfilm? Oder haben wir es hier schlicht mit einem Kunstwerk des Spätsurrealismus zu tun?

Suzy Banyon (Jessica Harper) kommt ins Breisgau nach Freiburg, um dort an einer renommierten Ballettschule zu reüssieren. Geleitet wird diese Schule von Madame Blank (gespielt von der großen Joan Bennett). Schon in der ersten Nacht kommt es in den Hallen der Schule zu einem fürchterlichen Mord. Suzy verfolgt die Vorgänge in der Schule mit zunehmendem Entsetzen und schließlich, da ihre Freundin Sandra (Stefanie Casini) ebenfalls eines grässlichen Todes Opfer wird, versucht sie, dem Geheimnis der Schule und ihrer Betreiber auf die Spur zu kommen. So erfährt sie schließlich von den drei Müttern: Mater Suspiriorum, Mater Tenebrarum sowie Mater Lachrymarum - drei Hexen, die drei Weltbezirke zu ihrem Einflußbereich zählen: Freiburg, Rom und New York, von wo aus sie die Herrschaft über Raum und Zeit antreten wollen. Suzy versucht alles, um der "Mutter der Seufzer" - als die Madame Blank sich schließlich entpuppt - das Handwerk zu legen...

Argento, in den 60er und 70er Jahren zu einem der "Könige des Giallo" - jener italienischen Spielart des harten, manchmal überharten Thrillers - ausgerufen, legt in seinen Horrorfilmen, denen er sich ab SUSPIRIA für die danach kommenden 15 Jahre weitaus mehr widmete als dem reinen Thriller, viel weniger Wert auf realistische Szenarios oder gar eine nachvollziehbare Handlung logischen narrativen Aufbaus. Weit mehr folgen seine Filme einer ästhetischen Logik, die narrativ dem (Alb)Traum, hier, im vorliegenden Film, vielleicht sogar noch weitaus mehr der eines Drogentrips entspricht. Ob der Film in Freiburg oder München spielt ist dabei vollkommen gleichgültig, wie auch die Frage, ob Teil 2 der mit diesem Film begonnenen "Trilogie der Mütter" in New York, der dritte in Rom spielt. Zum einen ereignet sich der Großteil der Handlung in den Innenräumen der Ballettschule, die sich zugleich als Hexenhauptquartier entpuppt und dabei im Aufbau Ähnlichkeiten mit Bildern eines M.C. Escher, in der Farbdramaturgie mit einem Gemälde Andy Warhols aufweist, zum anderen sind selbst die Außenaufnahmen derart stilisiert durch Licht- und Toneffekte, daß auch diese letztlich in einem nie näher bestimmten Traumland zu spielen scheinen. Hinzu kommt, daß die meisten Außenaufnahmen im Studio in nachgebauten Kulissen entstanden.

Damit ist man schon sehr nah an Argentos spezifischer Art, Filme zu machen: Auf der Ebene einer Gruselgeschichte hat man es am ehesten noch mit dem Topos des Geister- oder "verwunschenen" Hauses zu tun, inhaltlich und auch in der Art der Figurenzeichnung - bar aller Psychologie verhalten diese Figuren sich wie solche der Commedia dell'arte immer ihrem Typus entsprechend - am ehesten mit einem Märchen. Wesentlich sind die Einzelszenen, das Potential an Schrecken, bzw. an Überwältigung, das jedes einzelne Szenario bietet. Dieses Prinzip verfolgt Teil 2 der Trilogie - INFERNO (1980) - noch weitaus konsequenter denn SUSPIRIA. Doch muß man SUSPIRIA einfach attestieren, im Werk Argentos ebenso, wie im europäischen Autoren/Kunstfilm, eine Sonderstellung einzunehmen, da hier der Effekt des Ganzen überwältigend ist. Damals auch überwältigend neu war.

Diese Mischung aus psychedelischer Farb- und Soundorgie - dazu sei gesagt, daß der enerviernde Soundtrack der Experimentalgruppe GOBLIN hier eine den Bildern fast gleichberechtigt gegenüberstehende Affektfunktion erhält - momentweise aufblitzender Grausamkeit, eines nahezu deterministischen Handlungsverlaufs entspricht weitaus mehr einem "Kunstfilm", als jenen 1977 angesagten Horrorfilme a la THE OMEN (1976), die wilde Teufelsgeschichten in denkbar realistischen Settings darboten und sich dabei in kühl kalkulierten Gewaltspiralen gefielen, die dem Zuschauer in genau berechneten Abständen immer weiter gesteigerte Schocks zumuteten. SUSPIRIA ist ein seiner Zeit geschuldetes Kunstwerk aus Bildern, die wie eine "bewegte Ausstellung" anmuten, vielleicht einer Installation ähneln, wilden Farborgien, die den Zuschauer zu verschlingen drohen, Motiven manchmal ebenso gnadenloser wie erstaunlich "schöner" Grausamkeit und einem Soundtrack, der an sich schon ein hysterischer Angriff auf das Nervenkostüm des Zuschauers ist, das in seiner artifiziellen Verzerrung jedoch meist weder wirklich gruselig noch sonderlich eklig anmutet. Eher scheint dies eine durchgedrehte Hommage des europäischen Kunstfilms an die Popart, die Drogen der Zeit und - ganz wichtig im Bildaufbau und der Aneinanderreihung szenischer Abläufe - die italienische Oper in all ihrer pathetischen Überhöhung zu sein.

Argento ist ein Meister der Entfremdung. Selbst die technische Realität wird ihm zu einer abstrakten Bedrohung, wenn er z.B. den Schließmechanismus einer automatischen Schiebetür so filmt, daß dieser zu einer Bedrohung jener wird, die gleich diese Tür zu durchschreiten gedenken. Wenn er nächtliche Häuserfassaden in neonroten und -blauen Farbkaskaden erleuchten läßt, wenn der Regen, der anfangs am Flughafen in München herabfällt, nicht einfach fällt, sondern eine geschlossene Wand fallenden Wassers darstellt - immer gelingt es dem Meister, den Zuschauer "subtil" wissen zu lassen, daß er sich ab nun nicht mehr in der Welt des "Draußen" befindet, also jener Welt, die vor dem Kino stattfindet, sondern in einer Welt des Kinos, die geschlossen, artifiziell, künstlich wie künstlerisch und dennoch oder gerade deswegen zutiefst bedrohlich ist. Labyrinthisch ist diese Welt und die Protagonisten dieser Formelalbträume scheinen das nicht nur zu wissen, sondern sie scheinen auch damit einverstanden zu sein.

Man kann sagen, daß man es bei SUSPIRIA mit einem originären Kunstwerk der 70er Jahre zu tun hat, daß gleichberechtigt neben den Filmen Fellinis (der in ähnlich artifiziellen Welten agierte), Kubricks, eines Alejandro Jodorowsky und auch denen Tarkowskijs bestehen kann. Voller Reminiszenzen an Vorbilder (so gibt es mindestens zwei mal Bildgestaltungen, die den Zuschauer sofort an Kubricks 2001: A SPACE ODYSSEY denken lassen), voller Querverweise auf literarische Verwandte, sollte man sich SUSPIRIA eben NICHT als Horrorfilm vorstellen und anschauen, sondern auf die gleiche Art und Weise, wie man sich einem Werk der genannten Großregisseure annähern würde. Selten kamen sich das (filmische) Grauen und die Kunst so nah, wie in Argentos Meisterwerk. Und dafür stehen ihm die vollen 5 Sterne zu!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wo Worte keine Kinomagie mehr beschreiben können fängt "Suspiria" an, 26. März 2014
Rezension bezieht sich auf: Suspiria (SE) (2 Dvd) (DVD)
"Ich habe Angst. Ich glaubte ein Gesicht im Dunkeln am Fenster zu sehen"-
"Das ist doch nur die schwarze Wäsche die im Winde flattert"
Das junge Mädchen starrt hilflos nach draußen. In die Finsternis.
Grelle Augenpaare blitzen auf, die Kamera in Rückfahrt schwebt aus dem kleinen hellerleuchteten Fenster heraus, in die unwirklich dämonische Ungewissheit.
Was dort lauert ist das unfassbare Entsetzen, eine Angst wie sie der Zuschauer in ihrer Intensität kaum für möglich hielt.
Unter hysterischen irrealen Chorgesängen und infernalischem Stampfen leuchtet das Mädchen mit den Kerzen in das Dunkle-
und wird einen der schockierendsten Filmtode der Kinogeschichte sterben.
Noch bevor die ersten zehn Minuten der Sinnenoper "Suspiria "vorbei sind, befindet sich der Zuschauer in höchster Nervenanspannung, in einem delirierenden Rausch aus unwirklichen abstrakten Strukturen, flirrenden Escher Motiven an den Wänden, morbiden Bildern durchflutet von höllischer Farbenpracht, die sich mit jedem Interieur, mit jedem Schattenspiel, mit jedem artifiziellen Klanggewitter in das Gedächtnis brennen.
Es ist als ob die Wahrnehmung des Zuschauers in einem fast psychotischen Sinnentanz stimuliert wird.
Atemlos machend in seiner phantastischen Kraft wird uns bereits mit den teuflischen Sinfonien aus Kinderliedern, Flüstern und Trommelwirbel im Vorspann jeglicher sicher vertrauter Boden unter den Füßen weggezogen.
"Suspiria" sehen, heißt mit allen dem Kino zur Verfügung stehenden Mitteln in eine schreckliche, lodernd flammende, bestürzend schöne, flirrende Anderswelt abzugleiten.
Selten gibt es in der Kinogeschichte ein Kunstwerk, welches so kompromisslos, perfekt und sogartig Gefühlserlebnis pur vermittelt.
Fast einmalig ist ein Dario Argento, der so überbordend und kraftvoll die Fasern des unterbewussten Erspürens, die tiefen Metaphern, Abstraktionen von wahnhaften Phantasmagorien auf die Leinwand bringen konnte.
Wenn man "Suspiria" einmal erlebt, nie mehr vergisst, für immer die Aufregung, das Eintauchen in irreale schwarze Märchenarabesken im Gedächtnis behält, dann liegt das weniger an der Storyline, sondern an der unvergleichlichen psychedelischen Achterbahn aus Blut, Schmerz, Angst, schwarzer Poesie, wilder, irritierender Farbexplosion, angsteinflößenden Kamerafahrten in verschachtelten Raumstrukturen, Jugendstil -Ornamentik bis ins Wahnwitzige übersteigert und einer fiebernden Metasymbolik, die in jeder Sekunde alle Sinne fast verbrennen läßt in ihrer Leidenschaft.
Wenn es Filme gibt für die ich weite Wege fahren würde um sie einmal auf grosser Leinwand zu erleben, dann gehört dieser nach "Phenomena" dazu.
Ein junges Mädchen , das nach Freiburg reist, auf eine in blutrote Farben getauchte Tanzakademie zum Studium kommt.
Eine Tanzakademie, die als Brutstätte des Bösen, als ein infernalischer Wohnsitz altertümlicher finsterer Hexenmagie fungiert.
Mehr braucht der noch unwissende Zuschauer nicht zu wissen.
Erstseher sind zu beneiden, denn es steht ihnen die erste Injektion mit dem giftigen, halluzinierenden Sinnencocktail Argentos, der so süchtig macht noch bevor.
Ist er dafür empfänglich, wird er immer wieder diesen LSD- Trip der Bilder suchen, wird sich fallen lassen in eine surreale Mythenwelt der verfolgten Unschuld, der lauernden Schrecken der Vergangenheit, der bizarren Träume und schockierenden Tötungsrituale.
Es ist die Kraft jeder einzelnen Szene, die hängen bleibt.
Der opernhaft, eruptive Todestaumel der verfolgten Ballettschülerinnen, ihre hilflosen Schreie wenn sie von unbekannten schwarzen Klauenhänden mit blitzenden Rasiermessern gemartert werden, wenn sie blutverschmiert einer Explosion gleich durch klirrend berstende Glasfenster brechen und ihr entsetzter Blick in weitaufgerissenen Augen noch einen kurzen Moment die Welt des unbekannten Grauens hinter Fensterscheiben, aufgestossenen Türen, schwebenden Vorhängen entdecken kann.
Jeder Gegenstand, jeder scharlachrot, pulsierend leuchtende Korridor, jede bis ins unerträgliche gesteigerte labyrinthische Gefühlsebene läßt Ohren und Augen hier in fast hysterische Erregung versetzen.
Suspiria" ist von Wahnsinn durchtränkt.
"Erregungskino", so kann man Argentos Kinowelt zusammenfassen.
Betörend , unfassbar mitreißend, und nervenzerfetzend, gleichzeitig in makellose überirdisch, feenhafte Schönheit getaucht.
Wild mischt Argento alles was ihm selbst in seinen Ausgeburten der eigenen Ängste , Wünsche, Verführungen an Assoziationen durch die Sinne fährt. Argentos Filme sind zelluloidgewordenen Träume, in aller anarchischen Kraft.
Wenn Maden von der Decke tropfen, tausende von ihnen zu schreiender Musik sich in Haaren, Badezimmern, Waschbecken winden ist ein expressionistischer Bunuel ("Der andalusische Hund") nicht weit.
Wenn in sexuell fetischisierter Weise sich immer wieder das Messer, einer Defloration gleich, in das blutige zuckende Herz des Mädchens bohrt, erleben wir die Splittung des eigenen faszinierend, voyeuristischen Erlebens in Angst und Lust. In Entsetzen und überstilisierte rauschhafte Begeisterung.
Argentos Kino- auch der Ort verbotener Ekstase, hemmungsloser Triebverführung, Tabuverletzung als orgiastische Trance.
Aus Disneys "Snow White and the seven Dwarfs" übernahm Argento die irrsinnige, glühende Farbpalette, ein Technicolor Verfahren, welches hier in einmaliger Farbenpracht noch perfektioniert wurde.
Die wilde, flüsternde, bombastische, zärtliche Musik kreierte, in einem ihrer besten Soundtracks die extra für den Film neu formierte Progressive- Rockband "Goblin".
Für die überragende Wirkung unglaublich wichtig ist der sorgfältige, vielschichtige Soundtrack der Argento Filme.
Wie unnachahmlich hier der Meister Sehen, Hören, Erleben verknüpft, spürt man wenn man viele Zeit später nur ein einziges Musikstück hört, und sofort die Bilder vor dem geistigen Auge ablaufen, die aufgeregt, erregende Atmosphäre sofort sich wieder einstellt.
Die Drogenphantasien des Opiumschriftstellers Thomas deQuincey , das geifernd ästhetisch schillernde Universum eines Rimbaud, Baudelaire ("Blumen des Bösen"), die Ästhetik der schwarzen Romantik, die sinnentäuschende Malerei eines Escher, die Märchen der Brüder Grimm.
All das verwebt sich zu dem angsteinflößenden Argento- Kosmos.
Ein Raum in einem Raum , eine Treppe, die nur wieder zu sich selbst zurück führt, ein raunendes Verhängnis hinter verschlossenen Türen, vergangene finstere, doppelbödige Mythen, ein Geheimnis aus Schritten, Keuchen, Schattenspiel, fast vergessene Erinnerungsfetzen, sadomasochistisch fiebernde Tötungsriten, gleißende goldene lateinische Schriftzeichen entlang eines sich windenden Tunnel in das Grauen.
Weit reißt der Zuschauer die Augen auf!
"Suspiria" öffnet den Blick für die lustvolle Macht der Grausamkeit, für die nicht zu steigernde Suggestivkraft der Töne, Bilder, des Decors.
Eine Intensivierung, die tatsächlich für die Dauer des Filmgenußes zu einer Verschiebung der Wirklichkeit führt. Die beim Zuschauer auslöst, was Filmkunst soll und in einem Meer von Durchschnittlichkeit so selten nur leisten kann: das Hinaustreten/ Eintreten mit jeder empathischen Empfindung in eine surreale Anderswelt. Kino in reinster Form.
Zum obsessiven verzückt sein schön, zum Angstschreien entsetzlich.
Wieviel mehrdeutiger als "Suspiria" könnte Kino noch sein.
Nur Argento selbst konnte in wuchtigen Filmopern tatsächlich diese Gefühlsintensität noch des öfteren erreichen.
Ein "Opera", "Phenomena", "Horror Infernal", "Tenebre", "La Setta" vermitteln immer wieder dieses faszinierende Gefühl den Kinositz nicht mehr unter dem Körper zu spüren, hinausgehoben zu sein in die Welt eines Maestros, der auf der Klaviatur der Gefühle spielt.
Viele Filme , darunter solche genialen Werke wie Arronofskys "Black Swan" lassen sich wie eine moderne Hommage an "Suspiria" erleben.
In vielen Filmen findet sich Argentos Einfluß, freilich ohne daß seine Radikalität im Erschaffen reiner Kinomagie allzuoft erreicht wird.
"Ich glaube ich sah ein Gesicht hinter der Fensterscheibe",- und mit den unschuldigen Blick des Mädchens schauen wir selbst angstvoll erregt in den schwarzen Abgrund.

"Es ist die Lilie, die blaue Lilie...".- Rätsel, Symbole, Spiegel, Durchgänge, Traumata, Märchenwelten der Kindheit, zügellose Fantasie in einer Welt der Verunsicherung, Verstörung, der bösen Hexen, der lauernden Begierden.
"Suspiria" ist leuchtendes Beispiel, wie ein Kunstwerk die Sinne betören kann.
Ein Kunstwerk freilich welches irritierende Angst macht, schreckliche Angst und wilde Obsession zugleich beinhaltet.
Suspiria de profundis
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hommage an die Schwarze Romantik, 29. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Suspiria (SE) (2 Dvd) (DVD)
Darüber, dass "Suspiria" eine spezielle Farbgebung aufweist und die ital. Band "Goblin" eine ebenso einprägsame wie auch psychedelische Musik zu diesem filmgewordenen Alptraum beisteuerte, wurde ja schon hinreichend berichtet; auch darüber, dass sich das Böse (stets) hinter einer attraktiven Fassade verbirgt, und sich höchstens ansatzweise in abscheulichen Morden zeigt, weniger aber darüber, dass es bisweilen (von Hexenhand gesteuert) aus geheimnisvollen Gegenständen hervorblitzt, und genauso wenig darüber, dass die "Blaue Blume", die den Weg ins Hexenkonvent weist, das Symbol für die Romantik war, zu deren bekanntesten Vertretern auf der dunklen Seite (Schwarze Romantik) Marquis de Sade, E.T.A. Hoffmann, Baudelaire und weitere Schriftsteller mit klingenden Namen, wie Lord Byron oder E. A. Poe zählten.

Mit Suspiria "verneigt" sich Argento vor den Schwarzen Romantikern. "The Black Cat" (auf der DVD "Two Evil Eyes" zu finden) ist eine Hommage an Poe, mit dem ihn wohl eine besondere Seelenverwandtschaft verbindet. Auch bei dem Kurzfilm "The Black Cat" handelt es sich um ein kleines Meisterwerk, in dem sich z. B. der alkoholinduzierte Alptraum des grobschlächtigen Hauptdarstellers in einem beklemmenden Bilderreigen Ausdruck verschafft: ein mittelalterliches heidnisches Fest, in dem die sensible Frau des Hauptdarstellers als Priesterin bzw. Hexenkönigin aufritt und ihren Gatten wegen Tötung ihrer Katze zum Tod am Pfahl verurteilt. Und man hieße nicht Dario Argento, wenn man seine latent vorhandene Grausamkeit nicht genüsslich in Bilder umzusetzen verstünde, wie es auch für Ken Russell typisch war. Das, worüber sich Arthur Machen in dunklen Andeutungen verlor, sprudelt aus Argento in unterschiedlichen Feinheitsgraden hervor. Von den vergleichsweise plumpen Morden abgesehen, leuchtet in "Suspiria" über weite Strecken dieselbe "Poesie des Bösen" auf, wie sie in "Die weißen Gestalten" zu finden ist.

"Suspiria" ist von Argentos Hexentrilogie der kunstvollste, alptraumhafteste und beklemmenste Film. Seine einzige Schwäche liegt m. E. in den fast schon übertriebenen, zum Selbstzweck erhobenen Tötungen, bei denen betont helles Blut in Strömen fließt (hier wurde in der dt. Version etwas gekürzt), sowie ein nicht gerade einfallsreicher Schluss, der aber - Gott sei Dank! - nicht ganz so trivial ausfiel wie ein typisch christlich geprägter.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das nenne ich einmal einen Farbfilm!, 15. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Suspira [DVD] (DVD)
Ein italienischer Regisseur macht einen Film über eine Amerikanierin, die zum Tanzen lernen nach Deutschland reist, in einem Hexenhaus landet und unbedarft in einen Strudel aus Mord-und Totschlag gerät.

Dario Argento, der Regisseur dieses fiebrigen Kultstreifens, sieht irgendwie so aus, als wäre Julius Cäsar mumifiziert worden und jene Mumie hätte schließlich ihre Mullbinden abgeworfen und sich daran gemacht, die Welt das Fürchten zu lehren. Auch viele seiner Filme zeigen, was hinter den Bandagen lauert: eine ziemlich kranke Welt. Ich kann schwerlich erklären wie Argento es meistens fertig bringt, einen solchen Trash mit soviel speziellem Flair zu gestalten, daß selbst Lächerlichkeiten nicht selten kunstvoll wirken.

In keinem seiner Filme ist das so deutlich, wie in diesem. Hauptdarstellerin Jessica Harper (die seit vielen Jahren nicht mehr schauspielert, sondern Kinderlieder-CDs veröfentlicht) stolpert großäugig und überzeichnend durch eine surreale 80er-Jahre Optik, wirft sich in einen Bilder-und Farbrausch der seines gleichen sucht. Sowohl der Film selbst, als auch seine Entstehungsgeschichte sind kurios und es empfiehlt sich die Extras anzusehen.

Das Ganze ist (optisch) brilliant: exlodierende Farben, es gibt altmodische Großaufnahmen von schreckensgeweiteten Augen und gradezu absurd ausgeleuchtete Filmsets. Das alles ist wahres "Eye-Candy".

Dazu kommt ein, für Argento Filme typischer, progressiver Rocksoundtrack ("Goblin"), der an manchen Stellen alle Aufmerksamkeit an sich reißt und den Zuschauer zwingt, sich vom Konzept der nur untermalenden Geräuschulisse zu verabschieden. Keine heutige mit Effekten überladene Surround-Soundkulisse könnte einen Film treffender illustrieren. Nur aufdringlicher.

Welche Wünsche bleiben da noch offen?

Nun, für jene, die des Englischen nicht mächtig sind: deutsche Untertitel. Sonst aber nichts. Diese UK-Ausgabe ist bildtechnisch ordentlich aufbereitet, meines Wissens nach ungeschnitten und mit einigen nachträglich produzierten Extras ausgestattet.

Kunstvoll.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einer von Dario Argentos Besten, 19. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Suspiria (SE) (2 Dvd) (DVD)
"Suspiria" ist ein hervorragender Horrorfilm vom Meister Daria Argento. Er ist extrem spannend, unheimlich atmosphärisch und bietet einige Gewaltszenen, die Argento-typisch sehr brutal und detailfreudig ausgefallen sind. Die Darsteller spielen ihre Rolle überzeugend und auch die Effekte können sich durchaus sehen lassen.
"Suspiria" ist einer meiner persönlichen Lieblingsfilme und ich bin mehr als stolz, die 3-Disc-Edition (inkl. Soundtrack-CD) endlich in meiner Sammlung zu haben.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kultschocker, 16. April 2012
Rezension bezieht sich auf: Suspiria (SE) (2 Dvd) (DVD)
Dieser Film ist der reinste Wahnsinn! Das Zusammenspiel aus Bildern und Musik ist legendär, die Story lässt schaudern und die Schauspieler sind super. Ein einmaliges Filmerlebnis, das Geschichte schreiben sollte. Wieder einmal toll natürlich auch der Soundtrack von Goblin.

5 Sterne und eine klare Empfehlung!
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3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen SUSPIRIA, 21. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Suspiria (SE) (2 Dvd) (DVD)
Film herrlich schaurig und künstlerisch so beeindruckend wie seinerzeit im Jahre 1976. Zerreißende Klänge, das Bild oftmals im Dreifarbton gehalten. Bedauerlich, dass so etwas heute nicht mehr gemacht wird. Noch bedauerlicher die Rolle, die der deutsche Film an sich dabei spielt (nämlich gar keine).
Der Lieferservice ist grandios, die Verpackung ist sehr sorgfältig vorgenommen. Die Lieferung erfolgte per Einschreiben mit Direktübergabe. Alles sehr zu empfehlen. Die Beschreibung des Artikel ist gut nachvollziehbar.
Dessen ungeachtet sollten ganz allgemein die Anbieter deutscher DVDs angeben, ob der Riesen-FSK-Fatscher vorne drauf ist oder nicht.
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6 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ding dong, the witch is dead..., 31. August 2013
Von 
Klein Tonio - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Suspiria (SE) (2 Dvd) (DVD)
...Kennen Sie noch diesen herrlich albernen Song aus "The Wizard of Oz"? Er kam mir nach dem Schauen von "Suspiria" als erstes in den Sinn, denn diesen Film konnte ich beim besten Willen nicht ernstnehmen. Dabei war ich mit zwei anderen Filmen von Dario Argento recht gut gefahren. Bei diesem hier gingen mit dem Regisseur und seiner Lieblingsband "Goblin" leider die Gäule durch. Extrem bunt und unglaublich laut, und der verkrampfte Versuch, nicht etwa eineinhalb, sondern etwa zehn Liter Wein in eine Einliterflasche zu füllen. Oder Blut, welches selbst für 1977 viel zu hell ist. Skin Deep Red. Alles ist Kunst, alles ist künstlich, und dagegen ist nicht einmal etwas zu sagen, wenn einen der Film damit nicht so fürchterlich anschreien würde. Zu viel, viel zu viel von allem. Zu viel Schwachsinn auch. Zu überbordend, zu zusammengewürfelt. Gut nur zu Beginn, wenn die Kamera bei der Ankunft der jungen Amerikanerin Susan in Freiburg Beunruhigendes zeigt (Wassersymbolik, grelle Farben, das Absinken der Kamera bei einer Taxifahrt - in die Hölle? - und das Springbrunnenwasser vor rotem Licht sieht viel eher wie Blut aus als das hektoliterweise vergossene Kunstblut). Beklemmende Stimmung, obwohl eigentlich gar nichts passiert, eine noch nicht deutbare, auf einen Baum projizierte Aktion (des Bösen?), eine rätselhafte Begegnung mit einer anderen jungen Frau, die nicht mehr lange leben wird.

Was etwas zehn Minuten lang funktioniert, erschlägt den Zuschauer aber bald so, als wäre er gezwungen, viel zu große Mengen Speisen und Alkoholika wild durcheinanderzufressen und -saufen. Beispiel Farben: Unnatürlich sind sie sowieso, das Ganze scheint Methodik zu haben (so gibt es z.B. in der Tanzakademie, in der fast der ganze Film spielt, nach Farben benannte Trainingsräume; desweiteren werden am Ende Blumen in den Primärfarben wichtig). Man vermeint in gewissen monochromen Szenen beinahe eine Reverenz an viragierte Stummfilme zu erahnen. Aber Argento wechselt allzu wild zwischen den grellbunten Akzenten hin und her, die Übersättigung tritt viel zu schnell ein, der Mix verliert sich im selbstverliebten Kunstwillen ohne Hirn und Verstand. Beispiel Musik: Goblin hat zwei Hauptthemen, eines wird von einem Glockenspiel dominiert und fügt ein Stimmengewirr hinzu sowie ein paar cembalo- und schlagzeugähnliche Klänge, mutmaßlich elektronisch erzeugt. Das andere Thema soll Bedrohlichkeit suggerieren und begleitet die diversen Gewaltexzesse, ebenfalls Stimmen und ein unglaublicher Krach, der klingt, als prügele ein Team wie wild auf Blechtonnen ein. Was will Argento? Uns in einen hypnotischen Rausch versetzen oder uns optisch und akustisch totschlagen? Was er jedenfalls so nicht kann, ist auch nur ansatzweise Spannung zu erzeugen. Der Film würde bei dem einen oder anderen geheimnisvollen Bild wesentlich gewinnen, wenn (Todes?-)Stille herrschte und der winzigste Luftzug, das leiseste Türenknarren den Atem anhalten ließe. Stattdessen ist der Film dann einfach nur extrem laut und unglaublich nervig. Meinen die Macher, wir Zuschauer benötigten diesen quantitativen Overkill, um überhaupt noch etwas zu fühlen? Muss die Musik uns mit maximaler Dezibelgewalt darauf stoßen, dass es jetzt gleich richtig zur Sache geht, traut der Film uns nicht zu, dass wir das selbst fühlen und einfach ohne Holzhammerakustik und -optik auf uns wirken lassen? Den Vorwurf, Horrorfilme seien etwas für Abgestumpfte, halte ich eigentlich für zu pauschal und ungerechtfertigt; hier aber habe ich den Eindruck, jemand möchte mit wahlloser Übertreibung überhaupt noch etwas beim Zuschauer erreichen. Fairerweise muss gesagt werden, dass dieser Film viele Fans hat, die ich nun gar nicht für abgestumpft halte, jedes Ding hat halt zwei Seiten und über Geschmack lässt sich nicht streiten. Für mich jedoch Überwältigungskino in seiner gröbsten, extremsten und unangenehmsten Art.

Als würde das nicht reichen, wirft der Film mit erzählerischen Blödsinnigkeiten nur so um sich, wie ein Koch, der meint, der Eintopf würde am besten, wenn man ALLES hineinwerfe. Schön abstrakt wäre es gewesen, der Film verbliebe in seiner relativ geschlossenen Welt und blende weitgehend aus, dass diese sich in Deutschland befinde, aber an einer Stelle verlässt er dieses Prinzip und zeigt völlig unnötigerweise ein Gasthaus, in dem in Baden-Württemberg eine Mischung aus bayerischem Watsch'n-Tanz und schweizerischem Jodeln stattfindet. Was soll das? Und was soll es, beispielsweise, dass eine Clique von Hexen (immerhin Alida Valli und Joan Bennett) sich jeden Abend in einen Geheimraum schleicht, aber dabei Schuhe mit Absätzen benutzt, anhand deren man die Richtung der Schritte verfolgen kann? Völlig an den Haaren herbeigezogen auch der unappetitliche Tod von Susans Freundin Sarah. In einem Raum sieht sie, wie der Täter mit der Klinge durch die Türritze sticht und versucht, den Riegel nach oben zu schieben. Drückt sie das Ding einfach nach unten? Nein. Versucht sie, mit im Raum vorhandenen Gegenständen dem Täter die Klinge aus der Hand zu schlagen? Nein. Versucht sie, mit den reichlich vorhandenen Koffern die Tür zu verbarrikadieren? Nein. Stattdessen lässt sie den Angreifer ungehindert an der Tür herumwerkeln, kraxelt durch eine Fensterluke, springt in den Nebenraum, wo doch ein Blick genügt hätte, um zu sehen, dass sie in einem Riesenhaufen Stacheldraht landen würde...

Ich habe diesen Quark irgendwann eher ausgesessen statt genossen. Immer weiter bombardiert uns Argento mit Farben, einem wilden Symbolmix, Blut - und verfehlt etwas ganz Entscheidendes. Der Film ist laut, lärmend, aufdringlich, auf sehr voyeuristische Weise gewalttätig, aber niemals wirklich spannend oder beunruhigend. Argento hat seine Ekelschraube seit "Profondo Rosso" noch einmal angezogen, aber der Film ist wegen seiner Mischung aus Vorhersehbarkeit und künstlicher Übertreibung niemals ekelhaft oder gar verstörend. Am Ende muss es noch einmal die Kombination aus donnerndem, peitschendem Gewitterregen und Feuer sein, von aller Symbolik das Meiste und diese auf einmal, dann glücklicherweise ein plötzlicher Abspann.

Zur DVD vermag ich nichts zu sagen, da mir der Film auf anderen Wegen zu Augen und Ohren (oh ja, und beides schmerzt noch) gekommen ist.
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Suspiria (SE) (2 Dvd)
Suspiria (SE) (2 Dvd) von Dario Argento (DVD)
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