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Kundenrezensionen

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am 20. Juni 2012
Hugo Bettauers Kriminalroman Der Frauenmörder" war das erste E-Book, das ich mir vergangenes Jahr auf mein Kindle lud. Eigentlich war es eher ein spontaner Test-Download und befand sich gute sechs Monate unbeachtet auf meinem Kindle. Die Altertümlichkeit des Romans machte mir leichte Angst, ich vermutete schlimme sprachliche Hürden, wie ich Sie aus den Romanen aus meiner Schulzeit kenne. Vergangene Woche ging mir dann der moderne Lesestoff aus und ich musste das Werk wohl oder übel anpacken.

Was mich schwer beeindruckte und bereits auf den ersten Seiten deutlich wurde, ist der absolut flüssige Schreibstil, der zwar mit vielen altdeutschen Redewendungen gespickt ist, dessen Lektüre mir jedoch zu jeder Zeit großen Spaß bereitete. Immer wieder findet sich zwischen den Zeilen ein Wortwitz, Bettauer war fraglos ein Meister seines Fachs. Inhaltlich bietet sich dem Leser ein spannender und frischer Krimi, der eine Gesellschaftskritik von absoluter Zeitlosigkeit beinhaltet. Die Handlung basiert auf einer simplen, aber gut durchdachten Geschichte, die aus Sicht des Polizeibeamten Joachim von Dengern erzählt wird. Inhaltliche Einzelheiten möchte ich mir an dieser Stelle ersparen, da ich Jedem nur empfehlen kann, das Buch selbst zu lesen. Nicht unerwähnt möchte ich dagegen die starke Parallele zwischen Bettauers Krimi und seiner eigenen Lebensgeschichte lassen. So ähnelt der Charakter des Thomas Hartwig in vielerlei Hinsicht dem des Autors, der zeitlebens als umstrittenes Genie galt, das von seinem journalistischen Talent mehr als überzeugt war. Studiert man seinen Lebenslauf, so wird darüber hinaus deutlich, dass Bettauer nur wenige Jahre nach Erscheinen des Romans Der Frauenmörder" ein ähnliches Schicksal widerfährt, wie seiner Romanfigur: Nachdem Hugo Bettauer Mitte der Zwanziger Jahre vor Gericht steht, erlangt seine Zeitschrift in Folge seines Freispruchs eine sensationelle Popularität.
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TOP 500 REZENSENTam 31. August 2011
Toll, ein Berlinkrimi und Krimistoff wie ich ihn mag, mit überraschender Wende.
Locker leicht erzählt, so dass ich nach der Lektüre von "Der Frauenmörder" nach der Biografie des Autors suchte, denn das Gelesene konnte nicht das einzigste Werk des Mannes sein, der beherrschte sein Fach zu gut.
Und so ist es auch. Auf wikipedia heißt unter anderem:
Hugo Bettauer (* 18. August 1872 in Baden bei Wien; ' 26. März 1925 in Wien; eigentlichMaximilian Hugo Betthauer ), war ein österreichischer Schriftsteller.
Bettauer spezialisierte sich auf Kriminalromane mit sozialem Engagement. Populär wurden seine Romane auch dadurch, dass ihre Schauplätze nicht allein Wien, sondern auch New York und Berlin waren.
Von diesem Mann will ich alles lesen, und wenn ich es bezahlen muss. Desto dankbarer bin ich natürlich für diese kostenlose Ausgabe.
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am 9. November 2011
Ich bin durch die vielen positiven Reaktionen auf das Buch aufmerksam geworden und wurde nicht enttäuscht.
Ein in Stil und Ausdruck vergnüglich zu lesendes Werk, das seinen ganz besonderen Charme durch Sprache und Szenerie der 20er Jahre findet.
Und zudem kostenlos, weshalb ich nur empfehlen kann einen Blick in das Buch zu werfen.
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am 5. Mai 2011
Ein formidables Buch - und eine "pyramidable Dummheit", es nicht zu lesen. Gute, fast 100 Jahre alte Literatur aus dem Kriminalroman-Genre, die mit schönen Formulierungen und interessanten Ideen aufwartet. Hugo Bettauer gehörte zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Schriftstellern seiner Zeit und sah sich selbst als Aufklärer. So setzte er sich u.a. für ein modernes Scheidungsrecht, Schwangerschaftsabbruch und Straffreiheit für Homosexualität unter Erwachsenen ein. 1925 wurde er von einem nationalistischen Attentäter angeschossen. Zwei Wochen später starb er an den Folgen seiner Verletzungen. Der Täter kam mit NSDAP-Unterstützung nach nur 18 Monaten wieder auf freien Fuß. Zahlreiche Werke Bettauers wurden verfilmt, darunter "Die freudlose Gasse" mit Greta Garbo in einer der Hauptrollen.
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TOP 500 REZENSENTam 20. September 2014
Ein erfolgloser Schriftsteller hat angeblich fünf alleinstehende Mädchen, die er über Kontaktanzeigen kennenlernte, aus Geldgier umgebracht. Die Beweise gegen den Verdächtigen sind erdrückend, allerdings fehlt jede Spur von seinen Opfern. So kommt es zu einem spektakulären Indizienprozess, zumal der Angeklagte jede Erklärung verweigert.

Der angeklagte Autor ahnt wohl, dass er ein genialer Dichter ist. Er sieht aber keine Möglichkeit, den Wall von Hindernissen des Literaturbetriebs, die sich ihm entgegenstellen, zu übersteigen. Sein Buch wird nicht gelesen, sein Stück nicht aufgeführt, er hat kein Geld und fühlt, dass er das elende Leben, das er führt, nicht mehr lange ertragen kann. Plante der Schriftsteller die Morde, um sich aus dem Dunkel emporzureißen, indem er zum Mittelpunkt einer ungeheuren Sensation wird. Oder ist alles eine große Komödie, die wohlbedacht inszeniert wurde und dem Literaturbetrieb den Spiegel vorhält? Der Berliner Polizeikommissar Joachim von Dengern, dem Qualitäten eines deutschen Sherlock Holmes nachgesagt werden, muss exakt recherchieren, bis er der Wahrheit auf den Grund kommt.

Hugo Bettauers Roman »Der Frauenmörder« erschien bereits 1922. Die Veröffentlichung des Werks, das bei Amazon kostenfrei erhältlich ist, bietet eine Wiederentdeckung mit der Literatur der Zwanziger Jahre. Der als »Entdeckungsjournalist« gefeierte Schriftsteller mit jüdischen Wurzeln wurde 1872 bei Wien geboren und bald durch sein Engagement für sexuelle Freizügigkeit berühmt. Er verursachte diverse Skandale, weil er sich für ein modernes Scheidungsrecht, Straffreiheit bei Schwangerschaftsabruch und die Akzeptanz von Homosexualität einsetzte. Am 26. März 1925 erlag er im Alter von 52 Jahren den Folgen eines Attentats, das ein schießwütiger Nazi nach einer Hetzkampagne in den Medien auf ihn verübte.

Thematisch kann man den Roman auch als ausgeklügelten Marketing-Tip für Self-Publisher lesen. Denn in diesem Werk will der Autor nicht durch die Tat berühmt werden; er will durch sie seine bereits vorhandenen Werke berühmt machen.
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VINE-PRODUKTTESTERam 9. Juli 2011
'"so müssen Sie doch wissen, daß ich kein Feind der Ehe an sich, sondern nur ein Feind der Ehe, wie sie geworden ist, bin! Ein freies Zusammenleben mit voller Achtung der gegenseitigen Unabhängigkeit, Zusammenleben, aber nicht Aneinanderkleben, nicht, 'mein Mann', sondern 'mein Gefährte', nicht, 'meine Frau', sondern 'meine Freundin' - unter solchen Bedingungen könnte auch eine Ehe zwischen harmonischen, abgeklärten Menschen glücklich sein." (S. )

Mit dem 1922 erschienenen Werk "Der Frauenmörder" hat der Österreicher Hugo Bettauer einen geistreichen Kriminalroman auf Berliner Bühne vorgelegt, der nebenbei auch ein zeitloses Patentrezept für ein Zusammensein emanzipierter Individuen liefert. Allein deswegen ist dieses Buch sehr lesenswert.

Noch überzeugender ist aber dieser Fall, der in einem Indizienprozess mündend an den späteren Jahrhundertfilm "12 angry men" erinnert. Jurizpudenz ist eben meist lächerlich - das weiß Otto Normalbürger spätestens seit dem Kachelmann-Prozess.

Dieser Bettauer wirkt als Impfung gegen den (Irr)Glauben an rechtschaffene Richter und Staatsanwälte. Lesenswert!
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am 6. Dezember 2011
Ein hoch interessanter, wiewohl doch arg konstruierter Krimi ist der 1922 erschienene Roman Der Frauenmörder" von Hugo Bettauer. Die Figuren wirken alle karrikaturmäßig skizziert und dennoch ist die Millieustudie des Berlin der 20er Jahre gelungen und die Idee dieses außergewöhnlichen Falls geradezu fantastisch. Bisweilen ist der Stil ein wenig trivial. Trotzdem kann ich dieses Buch sehr empfehlen.. Hugo Bettauer ist insofern in die Geschichte eingegangen, als dass er das erste Attentatsopfer (1926) des antisemitischen Nationalsozialismus in Österreich (Wien) war. Aus seiner Feder stammt auch Die freudlose Gasse", der von G.W. Pabst verfilmt wurde und der erste Film mit der Göttlichen" Greata Garbo war. Eine lohnende Lektüre.
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am 12. Dezember 2011
Einfach, humorvoll und spannend geschrieben. Ich hatte Angst, dass ein Buch aus dem Jahre 1926 schwer zu lesen sei und mehr Arbei statt Unterhaltung bietet. Doch wurde ich wunderbar positiv überrascht. Das Buch regte nicht nur zum Nachdenken an, ich konnte auch oft schmunzeln und spannend war es zudem auch.
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am 5. Oktober 2012
Hugo Bettauers Roman "Der Frauenmörder" spielt im Berlin der 20er-Jahre. Der Polizist von Dengern soll das mysteriöse Verschwinden von fünf Frauen aufklären.

Der Roman ist in einem einfachen Stil gehalten. Neben szenarischer Darstellung gibt es viele Zusammenfassungen, woraus man schließen kann, dass Bettauer nicht lange brauchte, um die knapp 100 Seiten runterzuschreiben. Genauso schnell liest sich das Buch.

Sicher kein Meilenstein der Kriminalliteratur. Die Pointe ist weit im Voraus zu sehen.
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am 19. August 2012
wie gesagt- das Buch erinnert mich an das Theaterstück "Hokuspokus" von Curt Goetz
Alles mehr Schein als Sein.
Unterhaltsam, aber doch schnell durchschaubar, wenn man dieses Stück kennt.
Daher nur 3 Sterne.
Ich frage mich, ob sich Herr Goetz von Herrn Bettauer oder umgekehrt inspirieren liess...
Oder sind die beiden Herren gar ein und diesselbe Person?
Bin froh, dass ich es als "kostenloses Buch" auf meinen neuen Kindle speicherte,
eine Geldausgabe hätte mich hierfür geärgert!
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