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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tolles Spiel. Aber bisher nur auf Englisch spielbar.
Hallo,

nachdem ich das Spiel nun einige Stunden lang gespielt habe, möchte ich jetzt auch meine Rezension abgeben.

Ich spiele gerne Strategiespiele und ich bin auch ein Fan von historisch angehauchten Spielen. Deswegen hatte ich mich dazu entschieden dieses Spiel zu kaufen.

Auf den ersten Blick sieht das Spiel äußerlich...
Veröffentlicht am 7. Juli 2011 von Lill_Ill

versus
25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ach du heiliges Kanonenrohr
War Victoria 2 zu leicht?, HOI 3 nicht komplex genug? EU III zu unkompliziert ? Dann könnte man sich ja an das Neue Spiel wagen, das die Paradox-Leute auf den Markt geworfen haben, denn PRIDE OF NATIONS hat von Allen diesen Spielen etwas, ist aber dennoch irgendwie nix Halbes,und erst recht nix Ganzes. Im Gegenteil, es ist kompelett unfertig,unnötig kompliziert,...
Veröffentlicht am 29. Juni 2011 von Schirmer


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25 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Ach du heiliges Kanonenrohr, 29. Juni 2011
= Spaßfaktor:2.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Pride of Nations (Computerspiel)
War Victoria 2 zu leicht?, HOI 3 nicht komplex genug? EU III zu unkompliziert ? Dann könnte man sich ja an das Neue Spiel wagen, das die Paradox-Leute auf den Markt geworfen haben, denn PRIDE OF NATIONS hat von Allen diesen Spielen etwas, ist aber dennoch irgendwie nix Halbes,und erst recht nix Ganzes. Im Gegenteil, es ist kompelett unfertig,unnötig kompliziert, überfrachtet und überdies voller Bugs. Die Spieloberfläche ist unaufgeräumt, diverse Minisymbole,Linien und verschiedene Farben diverser Kartenfilter machen das Chaos größer, der Fakt, das eine Armee, die man bewegt hat, zwei Mal auf der Karte erscheint, macht die Verwirrrung endgültig perfekt.Wichtige Daten sind nicht auf Anhieb zu sehen, wichtige Bildschirme in den F-Tasten versteckt. Die Einführungen sind, wie gewohnt , nicht zu gebrauchen und das Handbuch verwirrt mehr, als es aufklärt. Das größte Ärgerniss ist aber, das ganz offensichtlich ein Spiel auf den Markt gerotzt worden ist, das noch gar nicht fertig ist. Ein Bildschirm ist so verbugt, daß er nicht zu gebrauchen ist. Hier wollen wohl die Programmierer wieder mit einer Armada von Patches das Spiel auf den Festplatten der User zu Ende programmieren, sehr dreiste Strategie.
So ist gut gemeint,besonders in diesem Fall, nicht immer gut gemacht. Zu viel unnötiges Gedöns, die Zeit hätte man Nutzen sollen, das Spiel komplett zu programmieren. Ab in den Schützengraben mit diesem Produkt.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tolles Spiel. Aber bisher nur auf Englisch spielbar., 7. Juli 2011
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Pride of Nations (Computerspiel)
Hallo,

nachdem ich das Spiel nun einige Stunden lang gespielt habe, möchte ich jetzt auch meine Rezension abgeben.

Ich spiele gerne Strategiespiele und ich bin auch ein Fan von historisch angehauchten Spielen. Deswegen hatte ich mich dazu entschieden dieses Spiel zu kaufen.

Auf den ersten Blick sieht das Spiel äußerlich ziemlich simpel aus. Es gibt z.B. keine aufwendige Grafik. Näher betrachtet offenbart sich das Spiel schon nach dem ersten Tutorial als äußerst komplex. Das eigene Land kann bis ins letzte Detail verwaltet werden. Das fängt mit den Aufbau einer Infrastrucktur, dem Handel mit anderen Ländern und politischen Entscheidungen an und führt bis zur Verwaltung von Kolonien und der Kriegsführung. Die in dem Spiel integrierten Tutorials geben nur einen kleinen Einblick und vermitteln Grundkenntnisse wie die einzelnen Bereiche zu meistern sind. Da das Spiel viel Mikromanagement abverlangt, kommt man aber nicht drum herum das ausführlichere Handbuch, welches als PDF-Datei vorhanden ist, durchzulesen. Hat man einmal die Spielmechanik und die verschiedenen Funktionen verinnerlicht, gibt es bezüglich der Bedienung des Spiels keine größeren Probleme, weil die Menüführung im Prinzip ziemlich logisch aufgebaut ist. Da das Spiel auch rundenbasiert ist, ist es nicht für Leute zu empfehlen, die auf Action stehen. Von einer zur nächsten Runde gibt es teilweise auch etwas längere Wartezeiten bis der Computer alle Züge berechnet hat. Dies liegt daran, dass gewisser Maßen die ganze Welt simuliert wird und der Erfolg einzelner Aktionen von mehreren Faktoren abhängig ist. Dank meines i7 Prozessors hatte ich bisher nur eine maximale Wartezeit von 25 Sekunden.

Wie schon mehrere Leute hier berichtet haben ist die deutsche Version trotz des 1.01 Patches (jetzt auch für die Boxed-Version im Forum erhältlich) ziemlich verbugged. Beispielsweise gehen des Öfteren Texte über Fenster hinaus, so dass sich Texte manchmal überlappen und diese nicht mehr lesbar sind. Dies mag wohl daran liegen, dass die deutschen Wörter länger sind als die Englischen und die Fenstergröße nicht angepasst wurde. Ebenfalls ist mir aufgefallen, dass im Tutorial plötzlich ein Textabschnitt auf spanisch ist. Aber auch die Übersetzung vom Englischen ins Deutsche ist teilweise missglückt, wodurch man an manchen Stellen nicht weiß was man nun anklicken soll.

Ich habe das Spiel dann auf Englisch umgestellt und siehe da: Alles ist so wie es sein sollte. Dass es manche Leute hier unspielbar finden, liegt lediglich an der vermurksten deutschen Lokalisierung. Deswegen gibt es einen Stern Abzug. Es ist generell zu empfehlen, das Spiel auf Englisch zu spielen. Ich denke, dass die Probleme mit der deutschen Lokalisierung auch noch mit den kommenden Patches behoben werden. Die Community ist nämlich ziemlich aktiv.

Wenn man aber wenigstens ein bisschen der englischen Sprache mächtig ist (das sollte man ja eigentlich aus der Schule) und man Spaß an großen und umfangreichen Strategiespielen hat, ist das Spiel äußerst empfehlenswert. Für Leute, die noch unentschlossen sind, gibt es auch eine Demoversion zum Download. Aber nicht vergessen: Auf "Englisch" installieren. ;)
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Ist für mich zu unübersichtlich, 29. Juli 2011
= Spaßfaktor:1.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Pride of Nations (Computerspiel)
Ich hatte mich vorher auch über das Spiel informiert, sowohl über die PC Games als auch über Foren. Das Prinzip ist genial, auch die Zeit sowie die Möglichkeit, Preussen zu spielen, inspirierte mich zum Kauf des Spiels. Die Bewertung von 66% aus der PC Games ist noch milde ausgedrückt. Die schlechte Grafik an sich stört mich bei solchen Spielen nicht. Ich möchte da ja andere Sachen machen - Armee ausheben, die Wirtschaft ankurbeln und Preussen nach vorne bringen. Das Ganze ist in meinen Augen viel zu unübersichtlich verschachtelt. Ich habe Haerts of Iron Doomsday gespielt - das Spiel war auch komplex aber viel übersichtlicher aufgebaut. Es dauert für mich (würde mich schon als erfahrenden Spieler dieser Sorte) zu lange, sich da so einzuarbeiten. Ich hab es dann irgendwann abgebrochen und das Spiel deinstalliert. Teilweise ist die Oberfläche vor allem im unteren linken Bereich zu klein und mit zu vielen anklickbaren Tools vollgestopft. Grad wenn ich das mit anderen Menüführungen vergleiche,hätte man genau da dies wesentlich übersichtlicher gestalten müssen. Grad wenn die Grafik veraltet ist, sollte man das Spiel zumindest so konzipieren, dass man sich schneller durch die Menüs durchfindet und so schneller ins Spiel kommt. Ich würde jedem empfehlen, dass Spiel nicht zu kaufen außer man kommt mit dieser Menüführung klar :-)
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3.0 von 5 Sternen Gute Ansätze, aber auch einige Schwächen, 29. September 2012
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Pride of Nations (Computerspiel)
Du willst den Verlauf der Geschichte ändern oder in die Fußstapfen großer Staatsmänner treten? Du willst vom Handel über die Forschung bis hin zur Diplomatie alles bestimmen können? Du willst große Armeen in die Schlacht schicken und dabei alles vom einzelnen Soldaten bis hin zu gigantischen Heeresgruppen organisieren, Befehlshaber einsetzen und den Nachschub regeln? Dann ist das neue Pride of Nations genau das richtige für dich.

Zwei Helden tun sich zusammen

Der neueste Titel aus dem Hause Paradox ist eine Co-Produktion mit der französischen Spieleschmiede AGEOD. Viel Hoffnung wurde in dieses neue weltumfassende Strategiespiel nach der Zusammenarbeit dieser beiden renommierten Spieleentwickler gesetzt, welche als Spezialisten für historische korrekte Hardcore-Strategiespiele gelten. AGEOD ist mehr oder weniger bekannt durch Spiele wie „Birth of America“, „American Civil War“, „Napoleons Campaign’s“ oder „Rise of Prussia“. Bei diesen Spielen steht die Planung von Feldzügen und deren Logistik im Vordergrund, wobei sich die Szenarien auf einzelne Kriege oder Kriegsschauplätze beschränken. Die Schlachten in AGEOD-Strategiespielen werden lediglich vom Computer berechnet, jedoch werden unzählige Faktoren berücksichtigt, welche der Spieler immer bedenken muss um eine Schlacht zu gewinnen. Diese Art des PC-Spiels erreichte bisher jedoch immer nur einen kleinen eingeschworenen Teil von Spielern, welche diese Art der realistisch unspektakulären Kriegsführung zu schätzen gelernt haben. Paradox’ Spiele hingegen waren bisher große weltumspannende Strategiespiele, wobei weniger das Militärische als vielmehr die Diplomatie und die Wirtschaft im Vordergrund standen.

Mit der Verbindung von AGEOD und Paradox soll Pride of Nations diese beiden Spielprinzipien zu einem gigantischen neuen Strategiespiel verbinden. Die Spieltiefe des Titels ist dementsprechend hoch, muss aber Abstriche in Kauf nehmen.

Das Spiel behandelt die historische Epoche der Industrialisierung und der damit einhergehenden Kolonialisierung der ganzen Welt. Das größte der wählbaren Szenarien beginnt im Jahr 1850 und endelt 1920. Pride of Nations läuft rundenbasiert ab, wobei jede Runde fünfzehn Tage beschreibt. Die Dauer des großen Szenarions beträgt damit gigantische 1.680 Runden. Wie lange das Spielen einer Runde dauert, liegt am Spieler, aber alleine die Berechnung eines Zuges verschlingt je nach Rechenleistung zwei bis fünf Minuten, was den Spielfluss extrem hemmt und den ungeheuren zu berechnenden Datenmengen zu schulden ist. Man kann sich also leicht mehrere hundert Stunden für dieses Spiel einplanen. Hier scheint das Spiel in seinem Umfang beinahe erschlagend und ist damit nur für wirkliche Liebhaber des Genres zu empfehlen. Natürlich bietet das Spiel auch kürzere, örtlich begrenzte Szenarien für schnellere und actionreichere Abwechslung, sofern man das Wort „Action“ zusammen mit diesem Spiel überhaupt verwenden darf. Pride of Nations versucht dennoch durch viele Übersichtskarten und Filter das Geschehen transparent zu machen. Trotz Studiums des Handbuchs und dieser Möglichkeiten sind mir jedoch noch viele Einzelheiten und Zusammenhänge verborgen gelieben. Dahingehend wird der Spieler richtig gefordert, sich einzuarbeiten und einzulesen, wobei einem das Handbuch leider manches Mal bei entscheidenden Fragen im Stich lässt.

Wirtschaft und Handel

Das Wirtschaftssystem ist sehr komplex, mit vielen verschiedenen Ressourcen, welche alle im einzelnen zu beachten sind. Grundstoffe, wie Kohle und Holz müssen in entsprechenden Betrieben abgebaut werden und werden wiederum in weiterverarbeitenden Fabriken benötigt. Fabriken gibt es für jedes einzelne Produkt. Verschiedene Waren werden erst im Laufe des Spiels produzierbar, beispielsweise Automobile. Die Zufriedenheit der Bevölkerung hängt maßgeblich von der Verfügbarkeit verschiedener Waren ab. Natürlich kann euer Staat nie alle möglichen und begehrten Waren produzieren, weil die eigene Kapazität limitiert und neue Fabriken teuer sind. Hier kommt der wichtige Handel ins Spiel, mit dem man sehr gut Geld verdienen, aber auch viel Geld lassen kann, um an zum Beispiel begehrte Luxusgüter zu kommen. Das Spiel unterscheidet bezüglich des Geldes in Kapital und Staatsreserven. Dabei wird simuliert, dass der größte Teil des Geldflusses im Staat von privaten Unternehmen gestemmt wird. So wird zum Beispiel der Bau einer Eisenbahn aus dem Eigenkapital privater Unternehmer gestemmt, wie auch der Bau der Fabriken. Die Staatsgelder erhaltet ihr, wie in der Realität, aus verschiedenen Steuern, wie Zöllen, Einkommensteuer oder Verbrauchsteuern. Dieses System gefällt, hat man es erst einmal durchschaut. Hier werden viele kleine Stellschrauben geboten, an denen man jede Runde dreht, um die Wirtschaft optimal am laufen zu halten.

Alleine der Bau der Fabriken und die Sicherstellung des Nachschubs an industriellen und allgemeinen Gütern wird viel Zeit und Feinjustierung vom Spieler fordern. Das Management des Militärs und die Kriegsführung sind von der Wirtschaft abhängig und treten dabei fast in den Hintergrund.

Kolonialisierung

Eine gut laufende Wirtschaft ist zwar Grundlage von Pride of Nations, jedoch bietet das Spiel eine neue Ebene aus dem historischen Kontext des 19. Jahrhunderts, nämlich neue Luxuswaren und vor allem Ansehen zu erhalten sowie die Gründung von Kolonien. Hier bietet sich der zum großen Teil noch unerforschte „schwarze Kontinent“, vor allem für die europäischen Großmächte an. Pride of Nations unterscheidet hier zwischen zivilisierten Nationen und Stämmen. Stämme befinden sich eben noch in Afrika, im Westen Nordamerikas oder auf den vielen Pazifikinseln. In von Stämmen besetzten Gebieten kann eine zivilisierte Nation koloniale Ansprüche geltend machen.

Hierzu kann der Spieler durch verschiedenste Aktionen kolonialen Einfluss in mehr oder weniger erforschten Gebieten Afrikas, aber auch in anderen Regionen der Welt gewinnen. Diese Aktionen können militärischer Art sein, es können Handelsbeziehungen aufgebaut, eigene Siedler ins Land geholt oder einfach nur eine wissenschaftliche Expedition entsandt werden. Einfluss in Kolonien bringt nur in den seltensten Fällen echte wirtschaftliche Aufschwünge, da die wirklich ergiebigsten Kolonien bereits von den führenden Kolonialmächten Großbritannien oder Frankreich seit dem 18. Jahrhundert besetzt sind. Jedoch bringen die kolonialen Aktionen, je nach Erfolg, Prestigepunkte. Prestige ist eine der Siegbedingungen des Spiels.

Krieg und Frieden

Selbstverständlich nutzen die Staaten des 19. Jahrhunderts den Krieg als politisches Mittel. Will Preußen die Einigung Deutschlands, dann kommt man an militärischen Konflikten mit den großen Nachbarn Österreich oder Frankreich nicht vorbei. Einen Krieg vom Zaun zu brechen ist jedoch nicht so einfach. Hier benötigt man zunächst einen Kriegsgrund (Casus Belli), ohne den eine Kriegserklärung nicht möglich ist. Jedoch kann man einen solchen Grund auch erzwingen. Nicht gerechtfertigte Kriege kosten jedoch auch Prestige und gefährden die Beziehungen zu anderen nicht am Konflikt beteiligten Ländern. Letztlich kann man mit jedem Land diplomatische Beziehungen aufbauen und Bündnissysteme errichten, um im Kriegsfall den Rücken frei zu haben. Diplomatische Aktionen sind jedoch nicht unendlich verfügbar. Vielmehr kosten solche Aktionen Diplomaten, welche nur in einem bestimmten Umfang und nach gewisser Dauer, dafür aber regelmäßig, verfügbar werden. Somit muss man manches Mal abwägen, ob man nun Dänemark den Krieg erklärt, oder doch noch ein Handelsabkommen mit Frankreich abschließt, bevor man wieder ein halbes Jahr auf neue Diplomaten wartet.

Kommt es zum Krieg, dann ist die Größe und Qualität der Armee genauso entscheidend wie die Planung des Nachschubs und die Berufung fähiger Befehlshaber. Das Militärsystem ist fast 1:1 aus den AGEOD-Vorgängertiteln „Rise of Prussia“ oder „American Civil War“ übernommen. Schlachten laufen ohne Zutun des Spielers ab. Dafür berechnet der Computer extrem detailgetreu alle äußeren Umstände, die eine Schlacht entscheiden können. So kann es passieren, dass eine 100.000 Mann starke Armee von einer gut verschanzten und befehligten gegnerischen Armee von nur 10.000 Mann mit großen Verlusten klar unterliegt. Diese Faktoren zu durchschauen und vor der Schlacht abzuwägen ist die wichtigste Aufgabe in diesem Bereich. Spieler, die dieses System nicht kennen, werden es anfangs vielleicht skeptisch sehen, aber mit der Zeit auch zu schätzen wissen. Nachschub und Ressourcenplanung ist ebenfalls wichtig für die Schlacht, jedoch noch viel wichtiger für den Krieg. Es müssen Depots gebaut und gesichert, die Eisenbahn für den schnellen Transport genutzt und Umstände, wie Wetter und Krankheiten berücksichtigt werden.

Dafür ist das Ausheben und Strukturieren neuer Truppen relativ einfach. Hier hat der Spieler dennoch viele Möglichkeiten. So kann man ganze Korps (bis etwa 50.000 Mann) auf einen Schlag ausheben oder nur einzelne Regimenter (3200 Mann). Das Ausheben neuer Truppen ist jedoch teuer und die Größe der Korps je nach Größe der Wirtschaftkraft der eigenen Nation beschränkt. Verstärkungen sind ebenfalls nur beschränkt verfügbar und es ist möglich, dass nach einer verlustreichen Schlacht ein Großteil der Verstärkungen benötigt wird und damit langfristige Kriege eine echte Herausforderung werden können. Man fiebert damit bei jeder großen Schlacht mit, obwohl oder grade weil man, einmal ausgebrochen, keinen großen Einfluss auf deren Ablauf hat.

Nationen mit unterschiedlichen Zielen

Vorteil sind jedoch die sehr unterschiedlich zu handhabenden Nationen. Letztlich sind die größten acht bereits etablierten oder kurz vor ihrem Durchbruch stehenden Wirtschaftsmächte, Großbritannien, Frankreich, Russland, Österreich-Ungarn, Preußen (später Deutsches Reich), die Vereinigten Staaten, Japan und Italien spielbar. Da Großbritannien bereits im Zenit seiner Macht steht, beschränkt sich hier alles auf das Halten und Verwalten des riesigen Reichs. Preußen hingegen strebt nach schnellem militärischem und wirtschaftlichem Aufschwung, der deutschen Einigung als Ziel und der noch in den Kinderschuhen steckenden Kolonialpolitik. Eine Herausforderung ist sicher auch das Spielen der USA, die sich anfangs noch mit Indianerstämmen mit wenigen hundert Mann herumschlägt, später aber in den großen Amerikanischen Bürgerkrieg mit hunderttausenden Soldaten schliddert. Japan ist wohl die Nation, die den weitesten Weg zur Weltmacht vor sich hat, denn 1850 wird Japan noch vom Shogun mit seinen Samuraikriegern regiert, die erst noch in schwierigen Prozessen zu einer modernen Armee gemacht werden müssen und die Wirtschaft überhaupt erst einmal diskutiert werden muss. Letztlich geht das große Szenario bis 1920, das heißt Pride of Nations stellt den ersten Weltkrieg mit seinen Millionenheeren und neuen Waffen, wie Panzern und Flugzeugen in Aussicht. Jedoch wird es bis dahin für jeden selbst ausdauernsten Spieler noch ein langer Weg.

Das Spiel bietet zwar einen Multiplayer für bis zu acht Spieler, großes Manko ist jedoch, dass diese nur über das so genannte PBEM (Play per e-Mail) miteinander spielen können, was den Spielfluss zusätzlich hemmt. Echte Kenner des PBEM-Spiels sollten davon jedoch nicht wirklich abgeschreckt werden. Zudem liegen Japan und die USA global gesehen abseits vom europäischen und kolonialen Geschehen, was diese Nationen gerade in Multiplayerspielen weniger attraktiv macht.

Fazit

Der Einstieg in Pride of Nations ist sehr schwierig, da sich jede Maßnahme direkt auf das ganze Spiel auswirkt. Die Stärken des Spiels auf militärisch operativer Ebene und der Wirtschaftssimulation werden durch die lange und arbeitsintensive Handhabung relativiert. Zudem sind bisher zu wenige verfügbare kleinere Szenarien spielbar, die sich eher auf militärisches Geschehen konzentrieren. Die große Kampagne ist ein Tunnel ohne Licht und fordert Geduld. Das Handbuch ist zwar umfassend, jedoch werden viele entscheidende Zusammenhänge nur schwammig erklärt oder kurz angerissen. Das Tutorial ist nicht zu gebrauchen, da sich hier ein Bug in der deutschen Version eingeschlichen hat. Dennoch hat das Spiel gewaltiges Potential und nach hoffentlich schnell erscheinenden Patches uneingeschränkt spielbar. Häufige Abstürze und fehlende oder fehlerhafte Angaben im Spiel trüben den Spielspaß ungemein. Pride of Nations ist trotz des Schnäppchenpreises so nur für absolute Liebhaber des Genres zu empfehlen. Trotzdem hat das Game Potential zum unangefochtenen Strategiegiganten.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Pride of Nations, 7. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pride of Nations (Computerspiel)
Das schlechsteste was ich seit langem gesehen habe sehr umständlich und es macht auch keinen Spass sich da rein zu Fummeln so wie bei anderen Games wo man immer mehr wissen will bitte macht nicht den gleichen Fehler meine Freunde!
Mein Rat als Mister X keine Kaufempfehlung!
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Es gibt tatsächlich noch kreative Spielideen, 29. Juni 2011
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Rezension bezieht sich auf: Pride of Nations (Computerspiel)
Ich fühle mich bei diesem Spiel genötigt meine erste Rezension zu schreiben, da ich sich hierbei um ein höchst ambitioniertes, wie auch (zumindest derzeit) einzigartiges Spiel handelt.

Pride of Nations ist ein Rundenstrategiespiel das im victorianischen Zeitalter spielt. Der Spieler wählt zw. 8 großen Nationen und hilft diesen Nationen bei der Weiterentwicklung in den Bereichen Industrialisierung, Militär und Colonialisierung. Es gilt diplomatische Beziehungen aufzubauen und politische Krisen zu bewältigen. Die große Kamagne umfasst die Zeit zw. 1850 und 1920. Dies sind über 1600 Runden und wird einen Spieler monatelang beschäftigen. Desweiteren gibt es noch kleinere Szenarien, die sich auf den militärischen Teil des Spiels konzentrieren. Eine genaue Beschreibung der Spielweise führt mir jetzt zu weit. Nur so viel sei gesagt, es fühlt sich ein wenig so an, als spielt man ein Brettspiel. Ein Vergleich zu einem anderen PC-Game ist nicht möglich (zumindest fällt mir keines ein). Die Demo und ein Walktrough-Video auf youtube sollten einen guten Einblick geben und bei der Kaufentscheidung helfen.

Das Spiel erfordert einiges an Einarbeitungszeit. Das UI ist alles andere als selbsterklärend und ich hatte meine liebe Not ins Spiel zu finden. Nachdem man das erst einmal geschafft hat, tritt dieser Punkt aber in den Hintergrund. Danach bietet einem das Spiel eine Fülle von Handlungsmöglichkeiten in den oben genannten Bereichen, was zu dem berühmten "Nur noch ein Zug, dann ist aber Schluss." Effekt führt. Ich bin hell auf begeistert und spiele seit Release diesen kleinen Rohdiamanten. Gerade auch weil ich als passionierter PC-Gamer meist nur noch gelangweilt bin von dem was auf den Markt kommt. Kaum einer hat neue Spielidee, kaum geistige Herausforderungen, von Kreativität keine Spur.

Natürlich handelt es sich um ein Nischenprodukt. Man muss einen Faible für langwierige und komplexe Spiele haben, sonst kann man mit Pride of Nations nichts anfangen. Wer sich tolle Grafik und ein hohes Maß an Aktion wünscht ist ebenfalls falsch bei Pride of Nations. Dieses Spiel trumpft dagegen mit Detailreichtum, historischer Exaktheit (ohne den Spielspaß zu untergraben) und Spieltiefe.

Natürlich gibt es "Schattenseiten" und die sollen nicht unerwähnt bleiben. Das Spiel enthält noch eine Vielzahl an Bugs. Wen wundert es bei einem Entwicklerteam das aus drei Personen besteht und einem Spiel das derart komplex ist. Die Entwickler stehen in engem Kontakt zur Community. Man arbeitet mit Hochdruck an Patches. Vorbildlich! Ehe wieder einige unken "Das rechtfertigt nicht ein verbuggtes Spiel auf den Markt zu bringen." Das ist richtig. Etwas, das ich einem riesigen Entwicklerteam mit umfangreichen Budget auch vorhalten würde. In diesem Fall aber (winziges Entwicklerteam und ambitioniertes, kreatives, anspruchsvolles Spiel) und bei dem lächerlichen Preis (gegenüber anderen Neuerscheinungen) von 19.99 bin ich einfach bereit nachsichtiger zu sein. Dazu kommt noch das spürbare und sichtbare (bereits drei Betapatches erschienen, die alle drei klare Verbesserungen brachten) Engagement der Entwickler und dies wird sich auch in naher Zukunft nicht ändern. Auf diesen Post-Release Support lege ich persönlich besonders viel wert.

Ein weiterer Punkt ist die Dauer der Rundenberechnung. Die bewegt sich bei mir zw. 3-5min. Natürlich wünscht man sich, das dies schneller von statten geht. Nach Aussage der Entwickler wird man daran arbeiten, nachdem die Bugs ausgemerzt sind. Eine Verringerung auf unter 1min ist aber kaum zu erwarten. Trostpflaster dafür, man bekommt eine AI mit der man sich auch messen kann.

Leider ist die deutsche Lokalisation verhunzt. Das muss man ganz klar sagen. Es ist zu empfehlen, das Spiel auf englisch zu spielen.

Zusammen gefasst. Für Spieler, die vor Einarbeitungszeit nicht zurückschrecken, die gerne auch das Gehirn benutzen beim spielen und die Geduld mitbringen (das bezieht sich auf Einarbeitungszeit, Rundenkalkulation und den Patches, die noch nötig sind und die nicht über Nacht kommen werden) ist Pride of Nations zu empfehlen. Man wird belohnt mit einem kreatives Gameplay, historischer Genauigkeit und Detailreichtum und eben dem "Nur noch ein Zug..." Effekt, den man schwer begründen kann.

Objektiv gesehen sind sicher nur 3 Sterne gerechtfertigt für den derzeitigen "Zustand" des Spiels. Ein Stern mehr für den hohen Spielspaß, den ich seit dem Release habe. (und das trotz aller Mängel!)

PS: Mögliche Rechtschreibfehler bitte ich zu entschuldigen. ;-)

PSS: Die Box Version ist nur die Version 1.0. Den Patch 1.01 gibt es im Paradox-Forum (öffentlich und nicht nur bei Registrierung, wie hier angemerkt wurde. Eine Registrierung lohnt sich aber um auch in den Genuss der Betapatches und der Unterstützung der Community zu kommen) oder im AGEOD-Forum.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen "Work in Progress"-Version, 13. Juni 2011
= Spaßfaktor:3.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pride of Nations (Computerspiel)
Mit den Grand-Strategie-Spielen von AGEOD oder Paradoxplaza ist das so eine Sache. Praktisch alle Spiele kommen unfertig oder berbuggt auf den Markt um dann im Laufe der Zeit durch Patches oder Community-Mods zu mehr oder weniger großartigen Perlen zu werden.

Da beide Studios mit ihren Nischenspielen eine bestimme Zielgruppe bedienen, geht dieses Konzept auch meistens auf.

"Pride of Nations" ist da keine Außnahme. Als einer von 8 Nationen spielt man die Zeit von 1850-1920 durch, entweder in einigen Szenarios wie dem Russisch-Japanischen Krieg von 1904 oder als Komplett-Kampagne. Letztere kann durch den Rundenmodus den Spieler praktisch auf Monate beschäftigen.

Womit wir beim Spiel selber sind. PoN ist umfangreich, detailliert und auf den Liebhaber großer Strategiespiele ausgelegt.... und dadurch momentan komplett unspielbar. Je nach PC kann es zu massiven Wartezeiten zwischen den Runden kommen. Natürlich nur, wenn das Spiel aufgrund seiner zahlreichen Bugs nicht zwischendurch abstürzt. Andere Funktionen wie Inflation, Kreditaufnahmen oder Rekrutierung neuer Generäle scheinen nicht zu laufen. Komplett unverständlich ist die Tatsache, das hier Version 1.00 auf den Markt kam während bereits die Demo auf 1.01 gepatcht war.

Daher als Fazit: Warten sie noch ein paar Monate. Pon ist in seiner Ur-Version wie die meisten Spiele von AGEOD; weitestgehend unspielbar. Trotzdem hat es das Potential, seinen Konkurrenten "Victoria 2" zu übertreffen. Nur leider werden wir das erst mit den weiteren Patches wissen können.
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Vorsicht Version 1.00, 12. Juni 2011
= Spaßfaktor:4.0 von 5 Sternen 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Pride of Nations (Computerspiel)
Das Spiel an sich ist nicht schlecht, die Ideen sind gut nur gibts (noch) massiv nachholbedarf:

1. Die Amazonversion ist nur Version 1.00, online bekommt man 1.01, allerdings bietet der hersteller keinerlei Patch auf 1.01 an.
2. Die rundenberechnung ist sehr lange, angeblich soll vielleicht Patch 1.02 helfen der irgendwann kommen soll
3. Generäle rekrutieren ist aktuell nicht möglich, die kommen nach historischen vorgaben oder wenn einer stirbt(auch da soll 1.02 helfen)
4. nach einer gewissen zeit kommt ein Exception caught: Mémoire insuffisante womit das spiel abstürzt(auch hier hoffen auf 1.02)
5. Die Sprachfiles sind fast 2 Monate alt, fast überall steht "NULL" nimmt man die von der Demo(die auf 1.01 ist) hat man das problem nicht mehr

mehr folgt wenn ich es geschafft hab mal mehr wie 1-2 spieljahre zu spielen

Kleiner Nachtrag vom 10.10.2013:

Aktuell wird an Patch 1.04 gearbeitet, das Game ist mit dem aktuellen patch(1.03e) eigentlich recht Spielbar jedoch sollte man sich später auf Rundenberechnungen jenseits der 5-10 Minuten freuen was gerade bei langen Spielen zu sehr viel Wartezeit führt. Wenn man sich nicht gerade an historische Gegebenheiten hält hat man später auch massive Ressourcenprobleme was man nur durch modding der Gebäude entschärfen kann(so ist Kohle immer ein problem und nur durch höheren output der Minen lösbar)
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Pride of Nations
Pride of Nations von Koch Media GmbH (Windows 7 / Vista / XP)
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