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4.0 von 5 Sternen Der Film im Buch
Um dieses Buch bin ich lange herumgeschlichen, da mich die Thematik einerseits sehr interessierte. Andererseits sagen manche Rezensenten auch, dass es nichts für schwache Nerven sei, und die habe ich nunmal ;) Allerdings gab es auch Stimmen, die das Buch mit einem Film von David Lynch vergleichen ' und da musste ich es natürlich doch lesen!

Die...
Veröffentlicht am 6. April 2011 von Buchhalterin

versus
3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der letzte Film
"Davids letzter Film" ist das Debüt von Jonas Winner und dafür, dass es ein Erstlingswerk ist hat mir das Buch auch recht gut gefallen. Allerdings gab es für mich auch ein paar kleine Kritikpunkte bzw. Stellen, die mir nicht so gut gefallen haben.

Der Thriller beginnt sofort, ohne dass lange herum geredet wird. Der Journalist Florian Baumgartner...
Veröffentlicht am 26. Mai 2011 von CrazyWriter


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Film im Buch, 6. April 2011
Um dieses Buch bin ich lange herumgeschlichen, da mich die Thematik einerseits sehr interessierte. Andererseits sagen manche Rezensenten auch, dass es nichts für schwache Nerven sei, und die habe ich nunmal ;) Allerdings gab es auch Stimmen, die das Buch mit einem Film von David Lynch vergleichen ' und da musste ich es natürlich doch lesen!

Die Rahmenhandlung: Florian Baumgartner, etwas glückloser und in Madrid lebender Journalist bekommt überraschend den Auftrag, für eine deutsche Zeitschrift den umstrittenen Filmemacher David Mosbach zu porträtieren. Da David und Florian sich seit ihrer Kindheit kennen und bis zum Studium eng befreundet waren, nimmt er den Auftrag, wenn auch zögernd, an. Florian reist nach Berlin und erfährt, dass David seit Tagen vermisst wird. Florian recherchiert systematisch und findet schnell heraus, dass auch die Polizei David auf den Fersen ist und gegen ihn ermittelt: Man legt ihm zur Last, in seinen Filmen seien Menschen gequält und sogar getötet word...

Florian kann das nicht glauben und gerät bei seinen Recherchen in einen Strudel aus schockierenden Bildern und Erlebnissen, Schicht für Schicht werden Davids Filmkunst und seine Motive seziert und freigelegt ' und zum Schluss sind Realität und Film kaum noch voneinander zu trennen. Die Atmosphäre ist düster, das Tempo rasant. Teilweise war es mir persönlich zu rasant, ich hatte vor allem gegen Ende hin Probleme, der Handlung zu folgen. Zumal diese auch oft "kippt" und auch sehr philosophisch angehaucht ist. Die zentralen Frages kreisen um ethische Themen, was ist im Namen der Kunst erlaubt und was nicht? Was ist hier Realität und was Fiktion bzw wie soll man diese als Beteiligter eigentlich voneinander unterscheiden?

Die "harten" Szenen halten sich in Grenzen, so dass ich nicht sagen würde, das Buch sei irgendwie besonders eklig oder "nichts für schwache Gemüter". Mich hat es schon sehr aufgewühlt, aber eher wegen diesem ständigen Konflikt zwischen Fiktion und Realität.
Um ehrlich zu sein bin ich mir nicht einmal sicher, ob ich den Schluss überhaupt verstanden habe oder ob da tatsächlich mehrere Deutungsmöglichkeiten in Betracht kommen. Es ist ein Buch, das einem noch lange nachhängt und über das man viel nachdenkt.

Insgesamt ein Buch, das in Tempo, Perspektive und Erzählstil tatsächlich an einen düsteren Film erinnern, man merkt Jonas Winner hier den Drehbuchautor wirklich an! Ich fand das Buch sehr lesenswert, es hat mich noch lange beschäftigt. Ich ziehe einen Stern ab, da mir viele Stellen einfach zu abgedreht waren und die Handlung sich in dem Versuch, immer noch eine weitere Steigerung, noch mehr Spannung zu erzeugen, teilweise für mich zu verworren und nicht mehr wirklich verständlich und verfolgbar war.
Ich denke, als Film wäre diese Geschichte ein Knaller!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Jonas Winner: Davids letzter Film, 2. Juni 2012
Zum Buch:

Die Covergestaltung gefällt mir sehr gut. Titel und Autor sind glänzend ebenso wie das Bild oben rechts mit den Händen.

"Davids letzter Film" ist Jonas Winners erstes und bislang auch einziges Buch. Das wird - hoffe ich - aber nicht so bleiben. Die Kapitel sind recht kurz gehalten, was ich immer sehr angenehm finde.

Zum Inhalt:

Florian Baumgartner ist Journalist und lebt derzeit in Spanien. Da bekommt er einen Anruf aus Deutschland. Er soll einen Artikel über den umstrittenen Regisseur David Mosbach schreiben, der um seinen neusten Film ein großes Geheimnis macht und der obendrein auch noch seit einigen Tagen verschwunden ist. Florian ist nicht gerade begeistert, denn er will seinen ehemals besten Freund, von dem er allerdings schon seit einiger Zeit nichts mehr gehört hat, nicht in den Rücken fallen. Doch er macht sich auch Sorgen und beschließt nach Deutschland zu fliegen. Bei seiner Suche nach dem verschwundenen Filmemacher wird Florian immer verwirrter und misstrauischer. Wem kann er noch trauen? Hat David für seine Filme die Grenzen der Menschlichkeit und des Gesetzes überschritten? Und wo steckt er?

Meine Meinung:

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. David Winner versteht es, die Grenzen zwischen Realität und Fiktion zu verwischen und den Leser genau wie seinen Protagonisten auch in große Verwirrung zu stürzen. Die Geschehnisse und vermeintlichen Erkenntnisse werden immer verstrickter und schon bald weiß man nicht mehr, was man glauben soll. Besonders der Schreibstil des Autors hat es mir angetan, der wunderbar locker und leicht ist ohne dabei an Spannung einzubüßen. Ein sehr guter und empfehlenswerter Psychothriller!

Mein Blog: readforthethrill.wordpress
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Krankhafte Genialität und der Wunsch nach dem perfekten Film, 13. Mai 2012
Von 
SabrinaK1985 - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
"Der Raum ist vollständig gekachelt. Boden. Wände. Decke. In der Mitte des Fußbodens befindet sich ein Abfluss. Direkt darüber steht eine Pritsche mit höhenverstellbarem Kopfende, mehreren Riemen und einem Ausleger für den Arm.
Auf der Pritsche liegt ein junger Mann. Fast noch ein Junge. Seine Augen sind tief in die Höhlen gesunken. Er blinzelt, sieht irritiert aus, verschreckt."
(S.10)

Florian Baumgartner, Journalist, bekommt den Auftrag ein Porträt über David Mosbach zu schreiben. Skandalregisseur und Florians früherer bester Freund.
David soll für seine Filme angeblich mit Menschen experimentieren und diese quälen.
Auf der Suche nach der Wahrheit findet Florian schreckliche Bilder und langsam taucht seine Vergangenheit aus der Versenkung wieder auf...

Jonas Winners Schreibstil ist an den meisten Stellen leicht und flüssig zu lesen. Die Stellen, die für mich nicht so leicht lesbar waren, waren Stellen, in denen es vor allem um die Technik des Filmemachens ging, um spezielle Einstellungen und die Wirkung von Bildern auf das menschliche Gehirn - aber ich bin halt keine Fachfrau.

Er versteht es Spannung aufzubauen und auch zu erhalten, wie zum Beispiel direkt am Beginn des Buches mit der Beschreibung des gekachelten Raumes und dem Film "Audience". Man muss nach diesen ersten Seiten einfach weiterlesen. Überraschungen und Schockmomente geben sich in diesem Buch die Klinke in die Hand.

Die Charaktere sind sehr gut gezeichnet, auch wenn einige der Nebencharaktere immer rätselhaft bleiben, aber dies ist auch ein Punkt der "Davids letzter Film" ausmacht - die Ungewissheit, nichts ist so, wie es zu sein scheint.
Florian Baumgarten kehrt in sein altes Umfeld zurück und nimmt Kontakt zu gemeinsamen Freunden aus der Vergangenheit auf.
Er stößt auf Geheimnisse, Angst, Geldgier und den Wahn den perfekten Film zu drehen.

Auf der Buchrückseite steht: "Ein Buch wie ein Film von David Lynch", und ich denke, dass trifft den Nagel auf den Kopf. Freunde von abstrusen Filmen (nicht negativ) werden mit "Davids letzter Film" wirklich gut bedient sein. Auch Leser, die sich für die Kunst des Filmemachens interessieren liegen mit diesem Buch richtig!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Höllenritt durch die Abgründe der menschlichen Psyche, 24. Februar 2011
Als Kinder sind sie beste Freunde: der Lehrerssohn Florian Baumgartner und David Mosbach, Sohn eines Kneipenwirts. Nach dem Abitur ziehen sie gemeinsam nach Berlin und wollen Filmemacher werden. Doch nur für David, den wilderen und kreativeren der beiden, geht dieser Traum in Erfüllung. Er wird Regisseur, sein Kumpel Florian Journalist.

Jahre sind seit den Berliner WG-Tagen ins Land gegangen. Die Jungs von damals sind jetzt Ende 30. Florian lebt seit den 90-er Jahren als freier Journalist in Madrid. Der Kontakt zu David ist längst eingeschlafen. Da bekommt er einen Anruf von einem Redakteur, der ihn mit einem Artikel über David Mosbach beauftragt. Dieser hat in letzter Zeit mit umstrittenen Filmen und spektakulären Projekt-Ankündigung von sich reden gemacht und ist jetzt spurlos verschwunden. Florian als altem Freund des Skandalregisseurs traut man am ehesten zu, an Informationen heranzukommen.

Je mehr Florian recherchiert und sich mit den Arbeiten seines alten Freundes befasst, desto mulmiger wird ihm. Wo ist David da nur hineingeraten? Hat er tatsächlich Snuff-Movies gedreht? Oder war das alles ein Fake? Das wüsste das LKA auch gern ...

Stück für Stück versucht der Journalist, den Werdegang seines Jugendfreundes zu rekonstruieren und dessen Gedankenwelt zu verstehen. Der Leser begleitet ihn auf seiner Spurensuche. Das ist keine leichte Kost und liest sich auch nicht locker nebenher weg. Denn schnell wird klar, dass David Mosbachs Arbeit der Schlüssel zu seinem Schicksal ist. Erst wenn man verstanden hat, was genau den Filmemacher Mosbach umtreibt, wird man verstehen können, was er getan hat und was aus ihm geworden ist.

Immer, wenn Florian denkt, er habe durchschaut, was hier gespielt wird, wird er eines besseren belehrt. Was ist denn nun Davids wahres Gesicht? Ist er ein idealistischer Weltverbesserer, der etwas bewegen und verändern will? Ein abgehoben philosophierender Theoretiker bar jeder Bodenhaftung? Ein größenwahnsinniger Manipulator, der nicht nur mit subliminalen Bildern experimentiert? Ein krimineller Irrer, der für seine Ideen über Leichen geht? Oder ein amoralisches Ungeheuer, das nur nach seinen eigenen Regeln lebt?

Bald fragt sich der Journalist, wie er jemals mit diesem Mann befreundet sein konnte.

Als Florian ein Fragment von Davids neuester Arbeit zu sehen bekommt, ist er zutiefst schockiert. Jetzt glaubt er zu wissen, wie weit David für seine Ideen schon gegangen ist. Doch er hat nicht den Hauch einer Vorstellung davon, wie weit David Mosbach noch zu gehen bereit ist ...

Faszinierend ist es, unheimlich und zeitweise sogar abstoßend, einer Persönlichkeit wie dem Skandalregisseur Mosbach gewissermaßen ins Gehirn zu kriechen. Florian Baumgartner wird sich wünschen, es nie getan zu haben. Für den Leser ist es eine außergewöhnliche Erfahrung: ein packender Höllenritt durch die Abgründe der menschlichen Psyche.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Restlos begeistert !, 8. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Davids letzter Film: Psychothriller (Kindle Edition)
Ich liebe Filme, ich liebe phantastische, geistreiche und vor allem Augenöffnende Geschichten, Ideen und Absichten !
Der erste Gedanke war das dieses Buch gerade oder vielleicht ausschliesslich wegen meiner Vorlieben so bei mir eingeschlagen ist.
Zumindest war das der ausschlaggebende Grund wieso ich zu dem Buch griff. Die zahlreichen positiven bis überschwänglichen Rezensionen sprechen allerdings dagegen. Und das weil das Buch auf derart vielen Ebenen funktioniert, es so viele Reibungspunkte gibt.

Wenn man feststellt das etwas in und mit unserer Welt nicht in Ordnung ist und einen Weg findet es "den anderen" vor Augen zu führen ohne als Spinner oder Verschwörungstheoretiker dazustehen - hat man eine ganze Menge erreicht! Und das hat hier meiner Meinung nach der Autor Jonas Winner gleich auf mehreren Ebenen erreicht. Genial!

Dafür gibt es von mir die Höchstwertung mit Sahne oben drauf!
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der letzte Film, 26. Mai 2011
"Davids letzter Film" ist das Debüt von Jonas Winner und dafür, dass es ein Erstlingswerk ist hat mir das Buch auch recht gut gefallen. Allerdings gab es für mich auch ein paar kleine Kritikpunkte bzw. Stellen, die mir nicht so gut gefallen haben.

Der Thriller beginnt sofort, ohne dass lange herum geredet wird. Der Journalist Florian Baumgartner befindet sich in einem Undergroundkino, in welchen nur ausgewählten Zuschauer Einlass gewährt wird. Dort bekommt er einen sehr brutalen und menschenverachtenden Film zu sehen, woraufhin er in hohen Bogen flieht und sich der verwirrenden Situation bewusst wird: Dieser Film soll sein Schulfreund David Mosbach gedreht haben. Florian kann dies nicht begreifen und macht sich im Auftrag seiner Zeitschrift, für die er oftmals Artikel schreibt, auf die Suche nach David. Denn: David wird vermisst und die Dreharbeiten zu seinem neuen Film sollen streng geheim gehalten werden. Florian wird mehr und mehr in die Abgründe der Machenschaften von David gezogen und fragt sich immer mehr, ob er seinen Freund eigentlich überhaupt noch kennt...

Der Autor greift in diesem Buch die Thematiken des Filmemachens und Filmedrehens auf und verknüpft sie mit surrealen Effekten. So sind Davids Filme alle Schocker und Undergroundfilme, verboten oder stehen auf dem Index. Mit Spezialeffekten, welche auf das Unterbewusstsein der Zuschauer wirken sollen, versucht der Regisseur besonders brutale Filme zu drehen und geriet somit immer mehr ins Visier von der Polizei.

Einen Psychothriller mit einer Filmthematik zu schreiben, hat mir gut gefallen. Dies war etwas völlig neues und war interessant zu lesen. Fachkenntnisse sind nicht erforderlich, der Otto-Normal-Leser versteht hier die meisten Begriffe und Effekte der Filme von David, da der Autor seine Charaktere auch immer wieder alles erklären lässt.
Besonders gut haben mir die Verwirrungen gefallen. Wie der Autor es schaffte, den Leser in Bezug auf die Realität und Fiktion zu verwirren. Man musste schon konzentriert lesen, um zu verstehen, ob man sich gerade im Film oder in der Realität befand. Hinzu kamen dann noch Träume und die Verwirrung war perfekt. Nichtsdestotrotz ist alles gut verständlich und logisch gewesen. Das Verwirrspiel hat mir nur gut gefallen und dem gesamten Buch eine Erfrischung gegeben.

Gut fand ich zudem, dass die Ermittlung gegen David bzw. um Davids Verschwinden eher im Hintergrund gehalten wurde und das meiste aus Florians Sicht beschrieben wird.
Den Charakter des Florians empfand ich als recht nett, ab und an allerdings auch ziemlich naiv und gutgläubig. Wäre er dies nicht, wäre die Story sicher anders verlaufen. Eine Entwicklung von Florian wird dem Leser zwar nach und nach klar, jedoch ist der Charakter recht oberflächlich, was nicht zu letzt daran lag, dass die Handlung besonders am Anfang sehr schnell voran ging und im Mittelteil ziemlich an Schnelligkeit verlor.
Die Spannung ist recht mittelmäßig gehalten. Ich hatte nie das Gefühl, dass es mir zu langweilig wird, allerdings ist dies auch kein Pageturner gewesen. Für Leute, die mit Film und Fiktion rein gar nichts anfangen können, ist dieses Buch wahrscheinlich auch eher zu wirr und somit schnell zu viel fremde Materie.

Mein Fazit: Ein gutes Debüt mit einer neuen Idee für einen interessanten Thriller übers Filmedrehen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fesselnd wie ein Horrorfilm, 9. Mai 2011
Von 
Sarah Pritzel (Düsseldorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Als der "Meister des Undergroundfilms" hat David Mosbach schon immer polarisiert. Nun soll sein Jugendfreund Florian aus Spanien zurück nach Berlin kehren und über den Regisseur einen Artikel schreiben. Bei einer geheimen Filmvorführung wird jedoch schnell klar, dass Mosbach dieses Mal eine Grenze überschritten hat. Sind die Bilder dieses Horrorfilms gar echt? Flo macht sich auf die Spur Davids und gerät in einen Albtraum, der ihn von Film zu Realität, von einem Schreckenszenario zu echtem Schrecken führt...

Als mir das Buch in die Hände fiel, musste ich zugeben, noch nichts von Jonas Winner gehört zu haben. Ein deutscher Psychothriller - ob der sich mit Sebastian Fitzek und Cody McFadyen, die ich sonst lese, messen kann? Kann er!

Florian Baumgartner ist ein mäßig erfolgreicher Journalist, der sich nach Spanien zurückgezogen hat. Warum, erfährt der Leser zunächst nicht. Doch als der Anruf aus Deutschland kommt, macht er sich aus Neugierde zurück auf den Weg in sein kaltes Heimatland, in der Hoffnung, vielleicht wieder Kontakt zu David zu bekommen, mit dem er seit seiner Kindheit befreundet war - und deren Leben bis dahin unterschiedlicher nicht hätten verlaufen können.
Folgend beginnt Flo mit seiner Arbeit und gerät bei seiner Recherche in Kreise, in denen Fiktion und Realität sich erschreckend vermischen.
Es war spannend dem Journalisten dabei zu folgen, zu sehen wie er arbeitet und mühsam an Informationen kommt, die er braucht um zu verstehen, was den Mythos David Mosbach umgibt. Immer weiter wird der Leser in einen Strudel aus Schrecken hineingezogen, sodass man mit zitternden Händen die Seiten liest.

Mir persönlich hat dabei am allerbesten gefallen, wie Jonas Winner es schafft, komplizierteste Gedankengänge verständlich zu erklären und mit Schreckensbildern arbeitet, die an die Urängste des Menschen appellieren. Größtenteils wird auf detaillierte Schilderungen brutaler Szenen verzichtet, dennoch habe ich selten einen Thriller gelesen, der so schockierend beängstigend ist.
Das liegt vermutlich auch daran, dass die bildhafte Sprache geradezu dazu auffordern, die Geschichte wie einen Film vor sich zu sehen. Spannung wird durch kurze Sätze sowie geschickte Andeutungen gleichermaßen aufgebaut. So spielt gleich die Einstiegszene eine Rolle, die sich dem Leser erst hinterher erschließt. Aber auch Kleinigkeiten, die man höchstens am Rande wahrnimmt, suggerieren eine Atmosphäre, die einem die Haare im Nacken aufrichtet. Ein unbewusstes "Zwischen-den-Zeilen-Lesen" macht den Nervenkitzel hier aus.

Bei dieser bildhaften Umsetzung der Geschichte überrascht es auch wenig, dass das Thema Horrorfilm und die Vermischung von Realität und Fiktion greifbar rüberkommen. So postuliert Florian selber: "Dieses Misstrauen ist echt, es ist dem Schein sozusagen entkommen." (S.195) - und trifft damit den Nerv dieses Buches, in dem nicht nur das Misstrauen gegenüber dem gesuchten David Mosbach immer größer wird, sondern auch eine Angst und Faszination zugleich auf den Leser übergreifen.

Da man gemeinsam mit Baumgartner die Filme Mosbachs erlebt und beginnt zu verstehen, welchen manipulativen, beängstigenden und zugleich genialen Plan der Regisseur verfolgt, geht man unweigerlich vom Allerschlimmsten aus. Das ist es dann leider auch, was bei mir zu einer Bewertung von "nur" 4 von 5 Sternen geführt hat: das atemberaubende Tempo, das die Geschichte vorgibt und der Nervenkitzel, den die Szenen unweigerlich verursachen, überholen sich selber. Beinahe hat man das Gefühl, dass Jonas Winner so grandios in die Geschichte eingestiegen ist, dass er seine selbst gesetzte Messlatte nicht bis zum Ende halten kann. Dafür aber erwartet den Leser ein Finale, das mir beinahe ein Schmunzeln aufs Gesicht gezaubert hat - denn (und ich möchte nicht zu viel verraten, deshalb belasse ich es bei einer vagen Andeutung) tatsächlich schafft Winner mit seinem Buch, woran der Charakter Mosbach seit vielen Jahren mit seinen Filmen arbeitet. Insofern lässt zwar ein wenig die Spannung gegen Ende des Buches nach, doch diese perfekt durchdachte Geschichte trumpft zum Schluss noch einmal mit einer Wendung auf, die tatsächlich überrascht.

Für mich ist "Davids letzter Film" in vielerlei Hinsicht eine große Überraschung gewesen, denn das man auf knapp 350 Seiten so viel rüberbringen kann, so viel "thrill" vermittelt und mich dazu bringt alles um mich herum auszublenden, ist selten. Auf der Rückseite steht der Vergleich mit dem Regisseur David Lynch - und falsch ist das nicht. Für Fans von schaurigen Filmen, dem nötigen Quäntchen Gedankenmanipulation und guten Thrillern eigentlich ein Muss!
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3.0 von 5 Sternen Nur geträumt oder Wirklichkeit?, 5. Januar 2013
Zu Beginn sehr spannend, zwischendurch einen mächtigen Hänger, das Ende überraschend. Ich würde den gesamten Inhalt als mittelmäßig spannend beschreiben. Von Furcht und Horror keine Spur. Es gibt einige grausame Beschreibungen, aber das wars dann auch schon.
Für mich zuviel Film-Geschwafel, teilweise zu wirr und unverständlich.
Wenn man schon viele Thriller gelesen hat, weiß man so ziemlich, worum es geht, ist der Protagonist noch am Leben oder nicht? Hat Flo das alles nur geträumt?
Flo kommt auch etwas zu gutgläubig weg, besonders was seinen Freund David betrifft. Aber wäre dem nicht so, würde der Inhalt auch anders verlaufen.
Bin mir nicht sicher, ob ich das Buch weiterempfehlen kann.
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4.0 von 5 Sternen Moral versus Scheinmoral, 31. Oktober 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Ein Mann vom Film schreibt einen Psychothriller! In diesem Fall heisst das, dass man das Buch nicht einfach nur so weglesen kann, nein man muss Jonas Winner durch zahllose Regieanweisungen, Kameraeinstellungen und Drehbuchideen folgen...Tatsächlich war ich nahe dran, Bleistift und Skizzenblock zu benutzen. Ein Fest für jeden Filmliebhaber. Die Handlung ist bedrückend, die Protagonisten düster.Themen sind immer wieder der Unterschied zwischen Moral und Scheinmoral und zwischen Wirklichkeit und Wahrnehmung. Und ganz am Ende wird auch ganz klar, was der Autor damit meint. Eigentlich weiss man die ganze Zeit, wie es enden wird und dann ist es doch überraschend!
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4.0 von 5 Sternen Realität oder Fiktion ?, 13. Juni 2012
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Davids letzter Film: Psychothriller (Kindle Edition)
Erwartungsgemäss für einen als Psychothriller bezeichneten Roman wird den Protagonisten Florian Baumgärtner, Ex-Jugendfreund von David Mosbach und Mosbachs Freundin ein Verwirrspiel aus Authentizität, Illusion, Vergangenheitsbewältigung, Gefühlsmitschnitten, und der These vom "Film im Film im Film" übergestülpt mit den Einblicken in pseudo-reale Szenegänger und deren Seelenleben.

Was ist wahr, was ist Fiktion oder ist es nur Vergangenheit?
Mit jeder Seite stellt man sich wieder diese Frage .
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Davids letzter Film: Psychothriller
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