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am 31. Mai 2005
Paris, in den 80er-Jahren des 19. Jahrhunderts. Maupassant schildert in einer schnörkellosen, geradlinigen Erzählweise, wie Georges Duroy, ein eher mittelmäßiger ehemaliger Unteroffizier, sich nach anfänglichen Hilfsdiensten bei einer Zeitung Schritt für Schritt auf der Karriereleiter eines Journalisten hocharbeitet. Das klingt nicht sehr aufregend, wären da nicht die Mittel, denen er sich dabei bedient, in moralischer Hinsicht höchst zweifelhafte. Die Schilderung seiner unverschämten Tricks und Winkelzüge, mit denen er versucht, vorwärtszukommen, machen den eigentlichen Reiz der Erzählung aus, die Maupassant übrigens nie langweilig oder langatmig gerät. Man liest und ist einfach immer wieder sprachlos angesichts der Unverfrorenheit des Protagonisten. - Interessant ist auch, daß Maupassant hier das Kunststück gelingt, einen Roman über den Verlust an menschlichen Anstand zu schreiben, ohne die Handlungen und Motive seiner Figuren selber wertend zu kommentieren. Die Wertung überläßt er dem Leser, wenn dieser sich der Konsequenzen - sprich: dem menschlichen Scherbenhaufen, den die Handelnden hinterlassen - bewußt wird. Ein großartiger Roman !!!
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am 26. August 2008
... ist dieser Klassiker über die Karriere eines Emporkömmlings.

Mit Spannung las ich Seite um Seite und fand erstaunliche Parallelen zwischen der Gesellschaft in Frankreich um 1885 zu unserer heutigen Zeit.

Nach zwei seichten Unterhaltungsromanen war dieses Buch eine rechte Oase in der Bücherwüste: Ironie und feiner Humor kommen ebenso darin vor wie akribische Beschreibung von Menschen und Lebenssituationen. Mit leichter Hand sind Sätze in den Text hineingemischt, die zu unsterblichen Aphorismen geworden sind. Und das Ganze ist obendrein richtig spannend ohne Blutvergießen, sehr erotisch ohne eindeutige Szenen und moralisch ohne erhobenen Zeigefinger. Spannung, Erotik und Moral ergeben sich im Kopf des Lesers von selbst. Guy de Maupassant erreicht dies allein durch Beschreibung von Situationen und eindrückliche Schilderungen gesellschaftlicher Ereignisse. Wie in einem Zeittunnel findet man sich beim Lesen in Paris um 1885 wieder. Man sieht, schmeckt, hört, riecht und spürt die Atmosphäre und alle Figuren sind psychologisch unglaublich stimmig, Guy de Maupassant hat auch Sigmund Freud in diesem Roman vorweggenommen. Auch ist es eine Leistung, ein umfangreiches Buch über einen Menschen zu schreiben, der einem von Seite zu Seite unsympathischer wird und man will trotzdem wissen, wie es weitergeht.

"Bel Ami" gehört zurecht zu den All-Time-Klassikern, handelt es doch von inneren Wahrheiten und grundlegenden menschlichen Konflikten, wie zum Beispiel der Angst vor dem Tod, mit dem berechnender Egoismus und ausschließliches Streben nach materiellen Dingen bezahlt werden müssen.

Der Roman wirkt lange nach und hat einen Ehrenplatz in der Hausbibliothek verdient.
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am 3. Oktober 2004
Vergessen Sie alles,was Sie aufgrund schmalziger UFA-Verfilmung mit dem Namen Bel-Ami verbinden.
Dieser Roman ist ein böses Buch,sein Protagonist ein rücksichtslos-brutaler Karrierist,der mit unglaublicher Härte seine
eigentlich bescheidenen Fähigkeiten nutzt,um aufzusteigen.
Keine der Romanfiguren ist unschuldig,aber Bel-Ami verwandelt alle in Tasten auf seiner Klaviatur,um seine Ziele zu errreichen.
Das Buch ist heute so aktuell,wie damals,und zeichnet ein sehr gutes Bild der Stadt Paris und seiner Gesellschaft in den Achtzigern des 19.jahrhunderts.
Vorbehaltlos zu empfehlende Lektüre,und ein guter Einstieg in
die französische Literatur des 19.Jahrhunderts.
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am 9. Januar 2000
Guy de Maupassant erzählt in seinem Roman "Bel Ami" die Geschichte eines jungen Mannes, der vom Lande kommend nach seiner Zeit in der Armee sein Glück in Paris sucht. Es ist die Zeit der Gründerjahre als sich der nahezu besitzlose Georges Duroy in Paris niederläßt und sich gerade so über Wasser halten kann. Doch das ändert sich, als er eines Tages einen alten Freund aus Armeezeiten trifft, der ihm einen Job in einer Zeitungsagentur verschafft. Mit seinen Erfolg bei Frauen schafft er es durch kleine Affären und umsichtige Heiraten seine ehrgeizigen Pläne zu verwirklichen. Er steigt skrupellos alle Stufen der morschen Gesellschaft hinauf, bis er ein Leben voller Luxus und Macht erreicht hat. Beschrieben wird der Lebensweg Duroys von Maupassant in einer Mischung aus erzählerischen Charme und Sarkasmus. Vor allem die sehr bildlichen Personenbeschreibungen regen beim Lesen immer wieder zum Schmunzeln an. In diesem Roman wollte Maupassant "das Leben eines Abenteurers erzählen, der all denen ähnlich ist, die wir täglich in Paris treffen und denen man in allen Berufen begegnet." Genau das hat er in einer amüsanten Art und Weise geschafft. Ein lesenswertes Buch für freie Stunden in denen man keine Lust auf Trivialliteratur hat und trotzdem ein recht spannendes Buch lesen möchte. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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am 23. Oktober 2005
Guy de Maupassants Roman "Bel-Ami" (1885) handelt vom Taugenichts Georges Duroy, der in Paris durch Zufall einen alten Militärkameraden trifft, der ihm einen Job bei einer Zeitung verschafft. Es beginnt ein rasanter beruflicher und gesellschaftlicher Aufstieg, der aber nicht unbedingt auf seinen persönlichen Fähigkeiten beruht. Vielmehr wählt er sich geschickt Frauen aus, mit denen er schläft, sich als Mätressen hält oder als Ehefrau nimmt, und die ihm bei seinem Aufstieg in verschiedenster Weise dienlich sind. Duroy, der "schöne Freund", ist nichts weiters als ein Opportunist, der skrupellos seine Ziele verfolgt. Der Zweck heiligt dabei jedes Mittel und Frechheit siegt.
"Bel-Ami" ist ein grossartiges Sittenportrait, das mit satirischen Mitteln gesellschaftliche Mechanismen und menschliche Charaktereigenschaften beleuchtet. Dies ist nach wie vor höchst aktuell, weshalb Maupassants Roman auch mehr als 100 Jahre nach der Entstehung noch immer höchstes Lesevergnügen bereitet.
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am 23. März 2005
Die Geschichte um den mittelmäßig begabten Bauernsohn aus Rouen, Georges Duroy, muss man gelesen haben! Sie zeigt, was passiert, wenn sich ein geld-und machtgieriger Mann "emporschläft", dessen Rücksichtslosigkeit keine Grenzen kennt, zeigt die Hörigkeit von (teils genusssüchtigen) Geliebten, und zeigt, dass ein Autor nicht immer für irgendeine Seite Partei ergreifen und das Verhalten seiner Charaktere kommentieren muss. Auf keiner Seite des Buches langweilt man sich und ist doch erstaunt über die "Zufälle" und auch eintönigen Phrasen, mit denen Duroy seine Ziele erreicht. Die Zeitlosigkeit des Themas ist jedoch erschreckend!
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am 27. Februar 2013
Keine Frage, das Buch ist eine Wucht. Aber leider hatte ich das Pech, die schon reichlich in die Jahre gekommene Übersetzung von Friedrich von Oppeln-Bronikowski erwischt zu haben. Begriffe wie "Ei, gewiß" oder "Potztausend" sind zwar amüsant, ich habe jedoch Zweifel, dass sie zur Terminologie der Pariser high-society des fin de siècle passen. Nichtsdestotrotz ein grandioser Roman. Robert Pattinson auf dem Cover einfach ignorieren.
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am 9. März 2006
In Bel Ami beschreibt der Maupassant einen Menschen der zu allem bereit ist um im Leben voran zu kommen.
Zuerst zwar noch unbedarft und gehemmt, wirft der begabte Protagonist schnell all seine Fesseln ab und lernt die Regeln der Gesellschaft zu spielen und zu lieben. Dabei nimmt sein geschicktes, gewinnenden Auftreten mit Leben und Lernen im Laufe des Romans sehr schnell zu. Zuerst ein mittelloser Taugenichts verschaft er sich bald durch günstige Beziehungen zu wichtigen Frauen und Männern Zutritt bis in die höchsten Kreise der französichen Gesellschaft.
Er ist stark und geht so seinen Weg nach oben mit ebensoviel Charme, Intelligenz wie Entschlossenheit!
Die Tatsache, dass Maupassant dabei niemals wertend oder bessernd eingreift, sonder die Menschen so zeichnet wie sie tatsächlich sind, macht dieses Werk zu einem unerreichten Erlebnis!
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am 8. Januar 2013
hat nahezu auf jeder Seite einen Textfehler. Da macht das Lesen keinen Spaß...
Sonderbar ist auch das Ende des Buchs, die letzte Seite ist eine Passage, die ein paar Seiten vorher bereits vorkam. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das so sein soll...
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am 22. August 2011
Bel Ami ist die Geschichte des gescheiterten Studenten und Offizierslehrgangsabbrechers Georges Duroy, der mittellos in Paris ankommt und mit Hilfe eines alten Waffenkameraden und dessen Frau den Einstieg in den Journalismus schafft, später über diverse weibliche Eroberungen es zum Starjournalisten und schlussendlich zum Millionärsschwiegersohn bringt.
Es ist zugleich die Geschichte eines moralischen Niedergangs, denn je höher der junge Mann in der Gesellschaft aufsteigt, desto gewissenloser und niederträchtiger wird er auch.
Zumindest ist das wohl vermutlich die Geschichte, wie sie der Autor erzählen wollte. Der gesellschaftskritische und satirische Ansatz ist bei Maupassant nicht zu verkennen.
Leider liegt hier auch ein wenig die Crux: die Wandlung vom unbedarften und unbeholfenen Provinzler zum eiskalten Verführer einerseits und vom Anfänger, der keinen eigenen Gedanken zu Papier bringt hin zum professionellen Schreiber, der routiniert Minister stürzt, ist kaum nachzuvollziehen und wenig glaubwürdig - trotz weiblicher Unterstützung.
Dennoch: Maupassant ist ein routinierter und versierter Erzähler, dessen Gesellschaftsstudie vor allem aus zwei Gründen lesenswert ist:
a. Maupassant erweist sich am Ende als großer Kenner der weiblichen Seele. Insbesondere das Leiden an der verschmähten Liebe ist seine Passion, die am Beispiel seiner Protagonistin mit großer Meisterschaft zelebriert. Dabei gelingt ihm eine psychologische Studie des weiblichen Liebes-Leidens, die seinesgleichen sucht.
b. Dieser schmale Roman enthält einen der großartigsten Monologe eines alternden Redaktionsdichters über die Vergeblichkeit des menschlichen Strebens angesichts des herannahenden Todes, den ich in der Weltliteratur gefunden habe. Allein dieser ist das Lesen des Romans wert.
Fazit: Sex und Tod. Maupassant bringt die zentralen Themen der abendländischen Kultur auf einen Nenner, und er hat zu beidem etwas Beeindruckendes zu sagen. Dafür vergibt man auch ein paar erzählerische Beliebigkeiten im ersten Teil des Romans.
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