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am 23. November 2006
Dies ist der 1. Roman, den ich von diesem Autoren gelesen habe. Teilweise ist der Krimi überfrachtet, mit zu vielen Handlungssträngen und meiner Meinung nach mindestens 100 Seiten zu lang. Zugute halten muß man dem Buch, daß es auf keiner Seite langweilig ist, nervig hingegen die einfallslose Gestik der Beteiligten. Ich weiß nicht, ob dies im Original auch so ist, oder nur an der Übersetzung liegt, aber wer das Buch nicht nur überfliegt, wird feststellen, wie oft die Beteiligten "mit den Achseln zucken" und möglichst auf so einer Seite "nochmals mit den Achseln zucken" oder etwas "achselzuckend zur Kenntnis nehmen". Ich kann mir kaum vorstellen, daß die englische Sprache so rar an Ausdrucksweisen ist. Und so bleibt unterm Strich ein Krimi, der zwar spannend und relativ gut zu lesen ist, aber keinesfalls einen Meilenstein in der Geschichte der Kriminalliteratur darstellt.
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VINE-PRODUKTTESTERam 23. April 2007
Rebus' altes Revier ist aufgelöst, aber glücklicherweise sind er und Siobhan auf dieselbe Dienststelle versetzt. Dort scheint man sie allerdings nicht recht brauchen zu können, so dass beide sich quasi die Fälle selbst zuteilen, in denen sie ermitteln, und die Kollegen aussuchen, mit denen sie arbeiten.

Rebus hängt sich in den Fall eines ermordeten Afrikaners in einer Sozialsiedlung, Siobhan sucht die verschwundene Tochter eines ihr bekannten Ehepaares. In einem dritten Fall werden beim Umbau einer Bar zwei Skelette gefunden. Wie sollte es anders sein: Natürlich hängen die drei Fälle zusammen. Auch diesmal hat Rankin eine zwar logische, doch sehr abenteuerliche Art der Verknüpfung erdacht.

Durch das neue Revier und die Fälle, die Rebus und Siobhan jeweils getrennt bearbeiten, hat man es mit einer Vielzahl von Ermittlern zu tun; darüber hinaus kommt eine Menge Personen aus dem Umfeld der Fälle hinzu. Etwas undurchschaubar, aber mit aufmerksamem Lesen durchaus zu bewältigen.

Rebus scheint zwar auf seiner Arbeitsstelle aufs Abstellgleis geschoben, bekommt aber gerade dadurch neue Facetten, was der Figur gut tut: Er muss sich nicht mehr ständig behaupten oder mit dem Kopf durch die Wand. Er bleibt der alte, hat aber mehr Freiheit, weil der Druck von oben durch die Vorgesetzten und von den Seiten durch Kollegen weg fällt.

Was auch wohltuend ist: Obwohl Rankin durch seinen Rebus eindeutig Stellung bezieht, was Rassismus, Asylantentum und Ausgrenzung betrifft, vermeidet er Schwarz-Weiß-Malerei und zeigt, wie vielschichtig das Problem ist, und dass es zur Zeit und auch in nächster Zukunft keine Lösung geben wird, die allen gerecht wird.
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am 17. November 2005
Nicht immer, wenn sich ein Autor eines gerade politisch brisanten Themas annimmt, muß das auch wirklich zu einem guten Kriminalroman führen. Oft geht es ums schnelle Geld und darum, auf einen fahrenden Zug aufzuspringen. Die Folge sind schlecht recherchierte Handlungen, oberflächlich skizzierte Personen und ziemlich einfallslose Auflösungen.
Wen, der die Bücher von Ian Rankin rund um Inspektor Rebus und seine Partnerin Siobhan Clarke kennt, wundert es, dass wir hier eine der wenigen rühmlichen Ausnahmen haben. Denn "So soll er sterben" ist ein unglaublich atmosphärischer und hochspannender Krimi, der sich viel Zeit für die handelnden Personen nimmt und tief in die Abgründe von Fremdenhass und moderner Sklaverei einsteigt.
Dabei verknüpft Ian Rankin verschiedenste Handlungsstränge, die sich mit Verbrechen, aber auch mit Gefühlen und zwischenmenschlichen Beziehung beschäftigen. So geht es neben einem Mord an einem illegalen kurdischen Ausländer in der Ghettosiedlung Knoxland am Rande von Edinburgh um eine verschwundene junge Frau, deren Schwester sich nach einer Vergewaltigung das Leben nahm. Und es geht um den gewaltsamen Tod des Vergewaltigers sowie dem Fund zweier einbetonierter Skelette in einem Pub. Zudem geht es um Liebe und Zuneigung, um Eifersucht und Zorn.
Normalerweise würde man nun drauf wetten, dass diese Themenvielfalt überfordert, dass die Spannung unter der Komplexheit leidet und dass das lesen zur Anstrengung wird, um nichts zu verpassen. Aber hier ist das Gegenteil der Fall. Mit jedem Wort wächst die Spannung und man verschlingt fasziniert Seite um Seite, um zu erleben, wie virtuos Rankin die verschiedenen Handlungsstränge miteinander verwebt und zu teilweise überraschenden Auflösungen führt. Gleichzeitig fiebert und leidet man mit Rebus und Clarke auf der Suche nach Tätern und Motiven und auf der Suche nach ihren eigenen Gefühlen füreinander und für andere. Besonders John Rebus wird wieder von einer Seite gezwigt, die in dieser Tiefe bisher noch in keinem anderen Roman zu erleben war.
Überhaupt ist es gerade die Realitätsnähe und "Normalität" der Personen, Schauplätze, Verbrechen, Täter und Motive, die das Besondere an Ian Rankins "Rebus"-Romanen ausmacht. Hier steht nicht der sportliche, gut aussehende, exzellent kämpfende und schießende Superheld im Mittelpunkt, dem die Frauen reihenweise zu Füßen liegen. Hier geht es um den Alltag in einer der interessantesten Städte Europas, Edinburgh - und der ist wie in vielen Städten Deutschlands oder sonstwo auf der Welt auch. Und genau das erschreckt, fasziniert und fesselt den Leser. Knoxland ist halt heute und überall!!
Dieses Buch ist einfach der Knaller, der bisherige Höhepunkt der meiner Meinung nach besten Krimireihe, die es derzeit am Krimi- und Thrillermarkt gibt. Hier stimmen Spannung, Gefühl und Tiefgang zu 100% => Kaufen, kaufen, kaufen!!!!
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am 2. September 2007
Dies war mein erster Rankin, mein erster John Rebus-Roman. Vom Stil her ein typischer Männer-Krimi mit kurzen Dialogen, knapper Sprache und abrupten Szenenwechseln.
John Rebus wirkt müde, desillusioniert und es dauert ein wenig, bis er in Gang kommt, doch ihm zur Seite steht Siobhan Clark, eine junge Kollegin, die sich engagiert in die Schlacht gegen das "Böse" wirft. Sie ist sympathisch und glaubwürdig gezeichnet und agiert clever, zieht Rebus mit ihrem Engagement mit.
Die vielen verschiedenen Fälle werden geschickt miteinander verknüpft und langsam kristallisieren sich Verbindungen heraus. Auch das Flair der Stadt Edinburgh kommt gut heraus und verknüpft das Unheimliche mit der Gesellschaftskritik. Lästig fand ich die vielen verschiedenen Namen, Abteilungen und Organisationen, die hier vorkommen; sie machten das Lesen nicht immer einfach. Auch manche Nebenhandlungen (Rebus und Quinn) scheinen mir verzichtbar zu sein und tragen nicht wirklich zum Fortgehen der Handlung bei.
Fazit: recht nette Unterhaltung gepaart mit Sozialkritik und geschickter Erzähltechnik, doch für mich ein wenig kühl und nicht wirklich betroffen machend. Ich werde auf alle Fälle einen zweiten Rankin riskieren.....
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am 31. Januar 2016
In Knoxland, einem Sozialghetto am Rand von Edinburgh, ist ein Migrant zu Tode gekommen. Schnell sind die gewaltsamen Umstände seines Ablebens umrissen, mögliche Motive sind in Anbetracht der unmittelbaren Umgebung mit den Händen zu greifen. Doch Rebus begreift schnell, dass mehr hinter dieser Tat steckt als der zufällige Angriff auf einen Fremden. Zur selben Zeit werden im Kellergewölbe einer Bar zwei Skelette gefunden, eines davon ist ein Kind. So brisant dieser Fund ist, so rasch wendet sich das Blatt. Denn bei den Fundstücken handelt es sich um Anschauungsobjekte aus der medizinischen Fakultät. Doch wer spielt solche Streiche und zu welchem Zweck? Fast überflüssig zu erwähnen, dass es Rankin in gewohnter Qualität schafft, diese Handlungsstränge in einem vielschichtigen Szenario zu vereinen.

Eigentlich ist Knoxland nicht das Revier des Inspectors. Doch die Umstrukturierung bei der Polizei sorgt für einen Rebus auf der Suche nach Arbeit. Die Kriminalpolizei sitzt nicht mehr in St. Leonard's, die Beamten werden über die ganze Stadt verstreut. Rebus und Clarke landen am Gayfield Square, wo man über den bärbeißigen Rebus jedoch alles andere als erfreut ist. Man kann nicht mal einen Schreibtisch für den Inspector organisieren, was dieser mit ausgedehnten Streifzügen durch die Stadt kontert. Und so landet Rebus bei dem Toten in Knoxland und steckt mit seinen Ermittlungen recht bald in der Grauzone aus politischer Gleichgültigkeit und brutalen Geschäften. Derweil ist Siobhan Clarke mit der Suche nach einer verschwundenen Jugendlichen beschäftigt. Unverkennbar ist ihr Handeln der Schule eines John Rebus entsprungen. Allerdings hat sie als Frau so einige Möglichkeiten mehr, was allerdings auch Risiken birgt. Innerlich die Chancen auf eine Beförderung berechnend, geht sie bei ihren Ermittlungen durchaus an die Grenzen und darüber hinaus. Die unterschwellige Spannung zwischen Rebus und Clarke treibt Rankin auf eine neue Spitze, in dem er beiden Protagonisten einen Flirt verschafft. Was zu interessanten Reaktionen führt...

Nicht ganz überzeugen kann die moralische Empörung des Ian Rankin angesichts der Zustände in Knoxland speziell und den Tiefen schottischen Gesellschaft allgemein. Den Kampf der Schwächsten beschreibt er überwiegend einsichtig und lässt die Konsequenz aus seiner sonstigen gesellschaftskritischen Sicht gelegentlich vermissen. Am stärksten schreibt Rankin dort, wo Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Unterwelt Hand in Hand arbeiten. In diesem Spannungsfeld dürfte auch ein Garant für den Erfolg der Serie liegen: Rebus verkörpert Ideale, die er bedingungslos verteidigt. Und das nicht nur gegen die illegalen Praktiken der Umwelt, sondern auch – und bisweilen vor allem – gegen die legalen Machenschaften der Mächtigen. Imponierend ist dabei die Konsequenz, mit der sich der Inspector diesem Kampf verschrieben hat.

Die langen Nächte im Sessel, den Blick nach draußen gerichtet und die Leere sprichwörtlich greifbar: All das beschreibt nur vordergründig einen Mann auf der Suche nach dem eigenen Leben. In jenen Momenten bezahlt der Inspector lediglich den Preis für jenes...
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am 6. Oktober 2005
In Ian Rankins neuem Krimi geht es um Fremdenhass und die unsichtbare Maschinerie der Abschiebehaft. Mit scharfem Blick kritisiert der Autor eine Gesellschaft, die Flüchtlinge unter menschenunwürdigen Bedingungen unterbringt und sich gleichzeitig an ihrem Elend bereichert. Auch wenn es Rankins Abschiebegefängnis so nicht gibt: Seine Figuren sind authentisch und die Lebensbedingungen der Flüchtige sind sorgfältig recherchiert.
Inspektor Rebus steht hier für das schlechte Gewissen von Menschen, die oft nicht mehr so genau hinsehen, wenn es um das Schicksal von unbekannten Fremden geht. Bei alledem moralisiert der Autor aber nicht, sondern erzählt vor allem eine spannende Kriminalgeschichte. Ein rundum gelungener Krimi mit einem kritischen Blick auf die unsichtbare Grenze der „Festung Europa". Sehr empfehlenswert.
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am 10. April 2011
Spannung und Anspruch

Ein Verbrechen führt Inspector Rebus in einen trostlosen Stadtteil Edinburghs. Eine Mauer aus Schweigen, Angst und Rassismus lassen eine Aufklärung zunächst unlösbar erscheinen. Die kleinteilige Polizeiarbeit wird gut beschrieben, ohne langweilig zu wirken. Es kommt zum Ausdruck, wie unzählige Puzzleteile zusammengeführt werden müssen, damit eine Fallösung möglich wird und dass auch der Zufall bei der Polizeiarbeit eine nicht unwesentliche Rolle spielt.

Rebus, seinerseits abgeschoben aus seinem alten Bezirk in diese miese Gegend Edinburghs, ohne eigenen Schreibtisch geschweige denn eigenes Büro trägt die Abgeklärtheit und den Frust vieler Dienstjahre auf dem Rücken. Er ermittelt zusammen mit der jüngeren Kollegin Siobhan Clark.

Das ungleiche Ermittlerpaar - er der desillusionierte Cop kurz vor der Pensionierung, sie die engagierte und empatische junge Kollegin, begibt sich gleich in mehreren Fällen auf Spurensuche, die zunächst scheinbar nichts miteinander zu tun haben.

Gut gefallen hat mir die sehr dichte und düstere Atmosphäre im Buch, man ist mitten drin in dem Millieu, in dem die Polizisten sich bewegen.

Auch die Figuren wirken authentisch und ihre Handlungen nachvollziehbar. Die beklemmende Situation in Ghettos kommt sehr gut rüber, das gefällt mir immer ganz gut, dass auch ein bisschen Sozialkritik in fiktive Geschichten einfließt. Auch Rebus'verhaltene Art bei der Begegnung mit anderen Menschen gefällt mir gut, macht ihn sehr sympatisch.

Siobhan Clark geht ziemlich weit, es ist fraglich, ob eine Polizistin "im wirklichen Leben" wirklich so handeln würde. Aber auch ihr Verhalten macht sie angenehm sympatisch, und schließlich ist es ja ein Unterhaltungsroman.

Manches wirkte zwar etwas konstruiert (ich verrate wohl nichts wenn ich sage: z.B. die Skelette im Fundament), aber alles in allem ein spannender, leicht lesbarer Roman. Gute Krimi-Unterhaltung.
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am 19. September 2005
Die Romane Ian Rankins um den Detective Inspector John Rebus aus Edinburgh gehören zum Besten, was Krimilektüre zu bieten hat, gleich aus welchem Herkunftsland die auch sein mag. Erst relativ spät wurde die Rebus-Reihe für den deutschen Markt entdeckt. Zunächst erschienen die Bücher in der Reihenfolge der Erstauflagen in Grioßbritannien, dann wurden die neuesten Bücher in Hardcoverausgaben dazwischen veröffentlicht. So wechselte der Rebus-Fan zuletzt mit „Das Souvenir des Mörders“ vom John Rebus aus dem Jahre 1997 mit dem neuesten Buch „So soll ersterben“ zum Rebus aus dem Jahre 2004.
Doch da Ian Rankins Hauptdarsteller sich selbst immer treu bliebt , ist dies kein wirkliches Problem. Dennoch: eine große Hilfestellung für den Fan und vor allem, die, die es werden möchten, ist ein dem Buch beigefügtes Heftchen, in dem der Verlag neben einem sehr aufschlussreichen, langen Interview mit Rankin alle Bücher mit englischem Originaltitel, deutscher ISBN und jeweils kurzer Inhaltsangabe in der chronologischen Reihenfolge veröffentlicht.
Im neuen Fall aus dem Jahre 2004 ermittelt John Rebus zusammen mit seiner Kollegin Siobhan Clarke im Milieu des auch in Schottland grassierenden Menschenhandels mit Asylbewerbern. Auch Big Ger Cafferty spielt wieder eine nicht unerhebliche Hauptrolle.
Mehr wird nicht verraten. Ian Rankin gelingt es wieder einmal, seiner Edinburger Sozialgeschichte, als die man seiner Krimireihe ach lesen kann, ein aktuelles, spannendes und aufwühlendes Stück hinzuzufügen.
Eins kann nach der Lektüre des Interviews mit Ian Rankin verraten werden: er hat noch lange nicht vor, John Rebus in Pension zu schicken. Gut so !
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am 20. Januar 2009
Dies war mein erster Rankin Roman, und sicherlich nicht mein letzter. Da ich nun keinen Vergleichsroman zu von ihm habe, muss ich sagen, dass ich doch schon etwas angetan bin vom Schreibstil und der geschaffenen Atmosphäre. Beim Lesen wurde mir nie langweilig und die Stimmung wurde stets aufrecht erhalten.

Ich fand die Charaktere als Nicht-Rebus-Kenner gut beschrieben und man kommt als Außenstehender gut rein und versteht doch die eine oder andere Personenkonstellation.

Das Thema der Asylproblematik ist natürlich stets präsent und nicht nur in Schottland an der Tagesordnung. Somit ist es für mich auch leicht gewesen einen Bezug zu Deutschland herzustellen.

Im Grunde ist es ein solider Roman und nachdem ich von Schätzing den "Schwarm" gelesen hatte endlich ein Buch, bei dem man sich nicht zweihundert Seiten quälen muss, bis wieder etwas passiert. Für Kenner von Rankin sicherlich ein Muss, für Ansteiger ebenso lesenswert. Der absolute Hammer ist es bestimmt nicht, doch für 4 Sterne reicht es meiner Ansicht nach allemal.
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am 5. September 2005
Kaum zu glauben, aber der Schotte Jan Rankin bleibt auch mit dem neuesten Buch der beste unter den internationalen Krimiautoren. Sein Stil ist so einfach wie raffiniert, die Psychologie seiner "Helden" - hier sind es zum Beispiel illegale Einwanderer, die Eltern verschwundener Teenage-Mädchen, Edinburghs Kneipenbesitzer - von Anfang an glaubwürdig, vielschichtig, überraschend. Und Rebus, der Edinburgher Detektiv, schafft etwas, was keiner seiner derzeit so beliebten Kollegen aus Skandinavien fertig bringt: Er ist melancholisch, verzweifelt, immer müde, (fast) gebrochen, aber er versinkt nie völlig im schwarzen Weltschmerz. Er jammert nicht, sondern erledigt, was getan werden muss. Obwohl es in der schottischen Hauptstadt so oft regnet, nebelt, nieselt, schneit, wirken Rankins Bücher nicht so depressiv grau-in-grau wie die Krimis aus Schweden und Norwegen. John Rebus erhält sich immer einen Funken Hoffnung, dass sich das Überleben auch dann noch lohnt, wenn er einen grauenvollen Kater hat, die Vorgesetzten nur Dummheiten machen, die Verbrecher weit überlegen erscheinen. Das macht Jan Rankins Bücher - jedes Mal wieder - zu einer Lesefreude. Trotz aller so glaubwürdig wie großartig geschilderten Tristesse.
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