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48 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannender und hintergründiger Religionsthriller
Der Roman bedient sich zweier Zeitebenen, die sich von Kapitel zu Kapitel abwechseln. Der zeitlich ältere und weniger umfangreiche Handlungsstrang ereignet sich im Jahre 62 n. Chr. in Galiläa und Jerusalem. In der im ersten Quartal des Jahres 2007 spielenden Haupthandlung gelangt die israelische Archäologin Dr. Sarah Rosenthal auf einer abenteuerlichen...
Veröffentlicht am 20. August 2007 von timediver®

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Genretypisch ...
Die israelische Archäologin Sarah stößt mit ihrem Team bei Grabungsarbeiten auf einen höchst interessanten Fund - zwei sehr gut erhaltene etwa 2000 Jahre alte Mumien in einer unterirdischen Kammer, nebst diversen Grabbeigaben. Alles deutet darauf hin, dass es sich bei den Leichen um Maria Magdalena und Jakobus, den Bruder von Jesus, handelt...
Veröffentlicht am 22. September 2011 von Valentine


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48 von 53 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannender und hintergründiger Religionsthriller, 20. August 2007
Von 
timediver® "Geschichte - Reisen - Rezensionen" (Oberursel/Taunus, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Gegenpäpstin: Roman (Taschenbuch)
Der Roman bedient sich zweier Zeitebenen, die sich von Kapitel zu Kapitel abwechseln. Der zeitlich ältere und weniger umfangreiche Handlungsstrang ereignet sich im Jahre 62 n. Chr. in Galiläa und Jerusalem. In der im ersten Quartal des Jahres 2007 spielenden Haupthandlung gelangt die israelische Archäologin Dr. Sarah Rosenthal auf einer abenteuerlichen Reise von ihrer Heimat über Deutschland nach Rom, wo es schließlich zu einem dramatischen Showdown kommen soll.....

Marina André verknüpft beide Zeitebenen zu einer inhaltlichen Kontinuität. Neben alten Mythen und Überlieferungen orientiert sie sich hierbei an aktuellen Themen und Forschungsergebnissen. Hierzu zählt die religiöse Rolle der Frau in den antiken Matriarchaten und im frühen Christentum, und die angestrebte Gleichstellung und Ordinierung der Frauen in der römisch-katholischen Kirche. Wie die Autorin in ihrem Nachwort hervorhebt, haben ihr in diesem Kontext die Bücher von Jörg-Walter Langbein ("Das Sakrileg und die Heiligen Frauen", "Maria Magdalena" und das "Lexikon der Biblischen Irrtümer") besondere Einsichten gewährt. Daneben hat sie Erfahrungen von Gleichberechtigungsinitiativen innerhalb der Kirche, sowie neue Erkenntnissen in der Genforschung (Mitochondrien-DNA) und deren Bedeutung für die Archäologie in den Roman einfließen lassen.

Als besonderen Spannungsfaktor kommt noch eine uralte Sekte ins Spiel, die nach Jahrtausenden eine dunkle Prophezeiung erfüllen will......

Angefangen bei seinem gelungenen Cover (Rankenkreuz mit Lichtstrahl vor einem düsteren Hintergrund) bietet das Buch reichlich (Wort)symbolik, z. B. in den Namen der Akteure. Aufgrund seiner naturwissenschaftlichen Elemente erinnert es manchmal an die Thriller von Michael Cordy, wie "Das Nazareth-Gen" oder "Lucifer". Benötigt hierbei jedoch weitaus weniger übernatürliche Mystik als Scott McBains "Judasfluch".

"Die Gegen-Päpstin" ist ein gelungener deutschsprachiger Erstling, der sich durchaus nicht hinter anderen Genreromanen zu verstecken braucht. Gegenüber dem internationalen Erfolgsautor Dan Brown zieht Martina André nicht nur in ihrem Nachwort eine klare Trennung zwischen Fakten und Romanfiktion, sie kommt sogar ohne Heiligen Gral und Tempelritter aus.........

....was jedoch ihren bereits für September 2007 avisierten zweiten Roman "Das Rätsel der Templer" mit Spannung erwarten lässt.

5 Sterne, weil der Werbe-/Umschlagstext: "Packend, brisant und hintergründig: ein Religionsthriller der besonderen Art" absolut zutreffend ist.
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61 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannender und hintergründiger Religionsthriller, 13. Oktober 2007
Von 
timediver® "Geschichte - Reisen - Rezensionen" (Oberursel/Taunus, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Die Romangeschichte bedient sich zweier Zeitebenen, die sich von Kapitel zu Kapitel abwechseln. Der zeitlich ältere und weniger umfangreiche Handlungsstrang ereignet sich im Jahre 62 n. Chr. in Galiläa und Jerusalem. In der im ersten Quartal des Jahres 2007 spielenden Haupthandlung gelangt die israelische Archäologin Dr. Sarah Rosenthal auf einer abenteuerlichen Reise von ihrer Heimat über Deutschland nach Rom, wo es schließlich zu einem dramatischen Showdown kommen soll.....

Marina André verknüpft beide Zeitebenen zu einer inhaltlichen Kontinuität. Neben alten Mythen und Überlieferungen orientiert sie sich hierbei an aktuellen Themen und Forschungsergebnissen. Hierzu zählt die religiöse Rolle der Frau in den antiken Matriarchaten und im frühen Christentum, und die angestrebte Gleichstellung und Ordinierung der Frauen in der römisch-katholischen Kirche. Wie die Autorin in ihrem Nachwort hervorhebt, haben ihr in diesem Kontext die Bücher von Jörg-Walter Langbein ("Das Sakrileg und die Heiligen Frauen", "Maria Magdalena" und das "Lexikon der Biblischen Irrtümer") besondere Einsichten gewährt. Daneben hat sie Erfahrungen von Gleichberechtigungsinitiativen innerhalb der Kirche, sowie neue Erkenntnissen in der Genforschung (Mitochondrien-DNA) und deren Bedeutung für die Archäologie in den Roman einfließen lassen.

Als besonderen Spannungsfaktor kommt noch eine uralte Sekte ins Spiel, die nach Jahrtausenden eine dunkle Prophezeiung erfüllen will......

Der vorgelesene Roman bietet reichlich (Wort)symbolik, z. B. in den Namen der Akteure. Aufgrund seiner naturwissenschaftlichen Elemente erinnert es manchmal an die Thriller von Michael Cordy, wie "Das Nazareth-Gen" oder "Lucifer". Benötigt hierbei jedoch weitaus weniger übernatürliche Mystik als Scott McBains "Judasfluch".

"Die Gegen-Päpstin" ist ein gelungener deutschsprachiger Erstling, der sich durchaus nicht hinter anderen Genreromanen zu verstecken braucht. Gegenüber dem internationalen Erfolgsautor Dan Brown zieht Martina André nicht nur in ihrem Nachwort eine klare Trennung zwischen Fakten und Romanfiktion, sie kommt sogar ohne Heiligen Gral und Tempelritter aus.........

Die Hörbuchumsetzung des Romans ist der professionellen Rundfunksprecherin und Ensemblemitglied des Münsteraner Wolfgang Borchert Theaters, Anja Bilabel, auf der ganzen Linie gelungen. Mit ihrer (dem Zuhörer bereits von Beginn an irgendwie vertrauten) Stimme erweckt sie die verschiedenen Charaktere zum Leben. Sie verleiht dem gesamten Szenario eine besondere Plastizität und fördert die bereits im Roman vorhandene Spannung. Die Hörbuchversion der "Gegen-Päpstin" kann besonders für, bzw. gegen lang(e)-weilige Autobahnfahrten empfohlen werden.
5 Amazonsterne.
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44 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Super spannend!!!, 23. April 2007
Rezension bezieht sich auf: Die Gegenpäpstin: Roman (Taschenbuch)
Eine israelische Archäologin findet in Israel 2 alte Leichen. Bei einer soll es sich um Maria von Magdala handeln. Schnell wird bekannt, was da gefunden wurde. Von da an wird das ruhige Leben von Sara völlig umgeworfen. Sie flieht nach Deutschland, da ihr irgendjemand nach dem Leben trachtet. Dort angekommen geht alles erst so richtig los..., sie findet Hilfe und Unterstützung bei dem Beginen-Orden...und zu allem Überfluß verliebt sie sich auch noch.....
Mit einer mitreißenden Geschwindigkeit geschrieben, einmal angefangen, konnte ich nicht mehr aufhören....Spannung pur plus Romantik und Gefühle.Ich konnte mich zu jeder Zeit in die Geschichte hineinversetzen, die Orte und Personen in den Szenen sind sehr gut beschrieben, ohne, dass es langweilig wurde. Gut gefallen hat mir der Wechsel zwischen den kurzen geschichtl. Szenen und der heutigen Zeit. Wirklich sehr empfehlenswert!!!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Genretypisch ..., 22. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Die Gegenpäpstin: Roman (Taschenbuch)
Die israelische Archäologin Sarah stößt mit ihrem Team bei Grabungsarbeiten auf einen höchst interessanten Fund - zwei sehr gut erhaltene etwa 2000 Jahre alte Mumien in einer unterirdischen Kammer, nebst diversen Grabbeigaben. Alles deutet darauf hin, dass es sich bei den Leichen um Maria Magdalena und Jakobus, den Bruder von Jesus, handelt.

Bei einem routinemäßigen DNA-Abgleich kommt der ganz große Knaller zutage: Sarahs mitochondriale DNA ist so gut wie identisch mit der der weiblichen Mumie - was hieße, dass sie eine direkte Nachfahrin der berühmten biblischen Gestalt ist.

Die Freude über den spannenden Fund währt jedoch nur kurz, schon beim Abtransport der Mumien wird der Fahrzeugkonvoi überfallen, die Mumien gestohlen, der Ausgrabungsleiter entführt und ein Mitarbeiter lebensgefährlich verletzt. Sarah flieht gemeinsam mit einem deutschen Gastarchäologen nach Köln, wo sie einen katholischen Frauenorden kennenlernt, der sich für das Frauenpriestertum und eine generelle Stärkung der Frau in der Kirche einsetzt. Sarah als Abkömmling Maria Magdalenas kommt der Ordensleiterin Regine von Brest gerade recht. Bei einer großen Demonstration in Rom soll sie symbolisch zur Gegenpäpstin ausgerufen werden.

Doch bald wird klar, dass Sarah und ihr Umfeld auch in Deutschland nicht in Sicherheit sind. Ein rätselhafter Geheimorden scheint großes Interesse an den Funden zu haben - und an Sarah selbst. Auch von anderer Seite stehen Sarah und die Frauen um Regine unter Beobachtung. Der Vatikan hat den jungen Pater Padrig nach Köln geschickt, um Informationen über die Frauenbewegung zu sammeln, die den altehrwürdigen Strukturen der Kirche gefährlich werden könnte.

Nach dem spannenden, humorvollen und äußerst unterhaltsamen "Rätsel der Templer" bin ich mit hohen Erwartungen an dieses Buch herangegangen, die es leider nicht erfüllen konnte.

Es handelt sich um einen nicht unspannenden Kirchenthriller der routinierten Art mit eher flachen Charakteren, einigem Blutvergießen, einem merkwürdigen Geheimbund, niederträchtigen Bösewichtern und einem misstrauisch-wachsamen Vatikan. Same procedure as every book, könnte man sagen - nichts, was sich aus der breiten Masse der Vatikanthriller großartig abhebt. Eine vorhersehbare Liebesgeschichte inbegriffen (die meinem romantischen Herzen aber trotzdem ganz gut gefallen hat).

Im Genre gibt's wesentlich Schlechteres, aber man muss das Buch nicht unbedingt gelesen haben ...
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Gegenpäpstin/Hörbuch. Zwei Gesichter einer Geschichte., 4. September 2009
Warum ist es für mich so schwer, Bücher von Martina Andre zu besprechen? Vermutlich liegt es daran, dass mir als erstes -Das Rätsel der Templer- in die Hände fiel. Das fand ich wirklich hervorragend. Danach folgte -Schamanenfeuer- und ich war leidlich enttäuscht. Jetzt war -Die Gegenpäpstin- an der Reihe. Hier gab es für mich zwei Seiten einer Geschichte, was den Aufbau, die Rahmenhandlung und das Ende anging. Aber dazu später mehr.

Die israelische Archäologin Sarah Rosenbaum macht in Jerusalem einen unglaublichen Fund. Sie stösst auf die Gebeine Maria Magdalenas und mehrere Dokumente. Aber noch vor der Bekanntgabe des Fundes gerät Sarah in Gefahr. Der Fund verschwindet, Menschen sterben und Sarah muss nach Deutschland fliehen. Dort versucht sie mit Hilfe des Beginen-Ordens ihr Wissen zu veröffentlichen. Aber eine uralte Sekte und ein Pater, der im Auftrag des Vatikans handelt, versuchen Sarah zum Schweigen zu bringen. Das scheint zunächst von Erfolg gekrönt zu sein, aber dann kommt alles anders...

Die Geschichte hat ein interessantes Thema und wird sehr gut vorgelesen. Der Aufbau und der Mittelteil der Story ist wirklich spannend und interessant. Ich war schon fast an -Das Rätsel der Templer- erinnnert, als sich urplötzlich ein Bruch im Storybook auftat. Als das Schicksal unserer Helden wirklich auf der Kippe steht, schwenkt Martina Andre von einem Thriller mit Geschichtshintergrund urplötzlich auf den Plot eines Julia-Fortsetzungsromans um. Es wird, ohne Vorwarnung, kitschig und komplett unrealistisch. Das macht den Genuss des Hörbuchs zum Teil wieder wett.

Bleibt für mich festzuhalten: -Die Gegenpäpstin- ist in den ersten zwei Dritteln richtig gute Hörbuchunterhaltung, die am Ende stark nachlässt. Das kann natürlich auch meine subjektive Empfindung sein. Da es keine 3,5 Sterne gibt, ziehe ich vier zu Gunsten des Angeklagten. Sie müssen das wieder einmal für sich selbst entscheiden.
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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen KANN man lesen..., 2. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Gegenpäpstin: Roman (Taschenbuch)
Dieser recht spannende Thriller um Maria Magdalena und ihre Nachfahrin Sarah verbindet Vergangenheit und Gegenwart unter dem Thema "Frauen in der katholischen Kirche".
Natürlich kämpfen dann die "Bösen" um das gefundene Skelett, und wieder einmal ist die Rolle des Vatikan nicht so ganz klar.
Da mich das Thema "Maria" schon seit langem interessiert, habe ich schon einiges dazu gelesen; dieser Roman liegt so im Mittelfeld - es gibt auch viele bessere (aber auch viele schlechtere!).
Der Schluß ist vorhersehbar - das eingestreute "Tagebuch" Marias ist klasse.
Nunja, kann man lesen, MUSS es aber nicht.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schöner Roman, 18. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Gegenpäpstin: Roman (Taschenbuch)
Die Geschichte ist nicht neu.
Man findet die sterblichen Überreste der Maria Magdalena, es stellt sich heraus, dass es Nachkommen gibt, zwielichtige Schurken machen einem das Leben schwer und eine Dämonen anbetende Sekte die versucht die Weltherrschaft an sich zu reißen.
Alles schon da gewesen.
Trotzdem: Eine tolle Geschichte, flüssig erzählt.
Matina André versteht es, den Figuren Leben einzuhauchen, sodass man nicht lange lesen muss um Sympathie und Antipathie den Protagonisten gegenüber zu empfinden.
Mein Fazit: Ein leicht lesbarer, gut geschriebener Roman, mit dem man gut mal in der Wanne liegen kann bis das Wasser kalt ist.....
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15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nach anfänglicher Skepsis: Ein hörenswertes und lange anhaltendes Vergnügen. Hörbuchfresserfutter vom Feinsten., 13. September 2008
Von 
Apicula (Apiculis) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (#1 REZENSENT)   
Ich bin so eher der bequeme altmodische Typ und reiße mich nicht um MP3-Hörbücher, solange es die silbernen Scheiben noch zu vernünftigen Preisen gibt und ich mir dann deren Inhalt beim Kochen oder Autofahren zu Gemüte führen kann. Das als eine Art Eingangs-Plädoyer für dieses Hörbuch im CD-Format.

Mit der Lesung bin ich nicht gleich bei der ersten CD warm geworden, denn im Gegensatz zu gekürzten und bearbeiteten Fassungen der großen Hörbuch-Verlage, deren Produkte ich sonst gewohnt bin zum Zeitvertreib zu konsumieren, ist dieses hier eine ungekürzte Fassung und wird noch dazu von keiner weithin bekannten Sprecherin vorgetragen. Das fällt auf und zunächst nicht ganz so positiv. Doch die anfängliche Skepsis wird sehr schnell durch den an Spannung zunehmenden Roman wettgemacht. An Anja Bilabels Stimme gewöhnt man sich schnell, sie trägt ruhig und unüberstürzt vor, ja sie erzählt, und interpretiert nicht, was gelegentlich in die Hose gehen kann.

Den Inhalt mag ich hier nicht als Zusammenfassung wiedergeben, ich denke der Erfolg des Romans von Martina André spricht mittlerweile für sich. Die Geschichte um Sarah Rosental, die sogar eine direkte Nachkommin von Maria Magdalena ist wird fesselnd erzählt und die Geschehnisse die sie aus ihrer Heimat, Israel, flüchten lassen und die sich dann in Köln und Rom fortsetzen wirken nicht wie "alles schon mal da gewesen". Die historischen Einschübe, ihre Vorfahren betreffend, sind ein geschicktes Stilmittel, das nur am Anfang etwas irritiert.

Ein faszinierendes und mit knapp 14 Stunden ganz schön opulentes Hörvergnügen! - Hörenswert!
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18 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Viel zu didaktisch!, 24. September 2008
Von 
Daniel Jacob (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Gegenpäpstin: Roman (Taschenbuch)
Nachdem ich hier einige sehr begeisterte Rezensionen gelesen hatte, beschloss ich, mir "Die Gegenpäpstin" in Form des Audiobuchs einmal anzuhören. Vorweg muss ich sagen, dass ich schon sehr viele Vatikan- und Religionssthriller gelesen und gehört habe. Der Da Vinci Code, Illuminati, Der Engelspapst, Das Buch der Namen, Scriptum und wie sie alle heißen.

Man merkt sehr schnell, wie sich immer die gleiche Formel häufig wiederholt. Das ist an sich nicht schlimm, schließlich bestehen Geschichten spätestens seit Aristoteles aus immer denselben Zutaten, stets neu zusammen gestellt, leicht variiert oder schamlos abgekupfert. Fast schon witzigerweise ist die in diesen Büchern so häufig kritisierte, gelobte und analysierte Bibel eines der besten Belege dafür. Irgendwoher kennt man die ganzen geschichten doch...

Um nicht allzu sehr abzuschweifen: "Die Gegenpäpstin" setzt an einer noch gar nicht so häufig bespielten Storyline an. Während Maria Magdalena oft nur als Jesus' Gefährtin galt, als "Gebärmutti" für den Heiligen Gral, wird sie hier als Aufhänger für die Forderung nach mehr Frauenrechten innerhalb der katholischen Kirche benutzt. So weit, so gut.

Doch leider wird es genau hier problematisch. Das ganze Buch ist mit heißer Nadel um eben dieses Thema gestrickt. Der Plot selbst ist, man möge mir den Ausdruck verzeihen, sterbenslangweilig.

Nicht nur, dass die einzige echte Überraschung schon recht zu Anfang des Buches auftritt und man sich gleichzeitig fragt "Warum das den jetzt? Will die Autorin uns von Gottes Existenz in ihrem Buchkosmos überzeugen?", passiert in der Folge nichts, aber auch gar nichts Überraschendes mehr.

Und selbst diesen Umstand kann ich vielen Büchern noch verzeihen, wenn wenigstens etwas passiert, durch Variation des alten Musters etwas Spannung aufkommt, also die "Action" gut ist. Oder andersrum: Ein etwas dahin dümpelnder Plot wird aufgewogen mit spannenden, konspirativen Sitzungen, in denen es immer etwas zu entdecken gibt. Nur: Hier ist nichts davon der Fall.
Gleich zu Anfang häufen sich die absurden Zufälle. Ein Besucher aus Deutschland ist zufällig da, der kennt in der Gefahr eine, die zufällig auch mit dem Thema zu tun hat, der Papa kennt einen engagierten Polizisten... und die Protagonistin selbst ist zufällig... okay, ich verrate es nicht.

Dann tritt der Mann ins Spiel. Gleich mit glasklarem Auftrag, man ist den Protagonisten über mit auktorialer "Gottgleichheit" stets überlegen, weiß von jedem alles - mal abgesehen von den ganz bösen Jungs. Ja, der Mann also. Der Auftrag, die Liebe, der Verrat, die reumütige Rückkehr. Verrate ich da wirklich etwas vom Plot oder ist das nicht herzallerliebstes Schema F?

Wie schon gesagt kann man ja auch etwas Gutes draus stricken. Leider sieht Martina André ihre Hauptaufgabe darin, die Gefühle und - ähem - körperlichen Erfahrungen ihrer Protagonisten möglichst intensiv darzustellen. Statt einer spannenden Handlung gibt es noch und nöcher Sätze wie "sie fühlte sich, als würde der Boden unter ihr schwanken"; ""sie spürte, wie ihr Magen sich zusammen ziehen wollte"; "ihr Herz begann wie wild zu pochen". Bei allem Verständnis für das Anliegen von Frauen, worum es hier ja auch geht, muss einem solchen Buch doch nicht an jeder verdammten Klischeeformel anzumerken sein, dass es von einer Frau geschrieben wurde. Manchmal wähnte ich mich in einem Groschenroman angekommen oder wenigstens in einem Pilcher-Machwerk.

Unglaublich nervig auch die ständigen Sprünge ins Jahr 62 nach Christus, die der eh schon Gegenwartshandlung ihre letzte Dynamik rauben und dazu noch jeden Fakt, den man die Protagonisten wunderschön investigativ erkunden lassen könnte, auf dem Silbertablett serviert.

Gut, irgendwas zur Ehrenrettung? Erstmal nicht, denn nun zur "Action", die manche Bücher ja retten kann, wie bereits erwähnt. Leider ist das hier nicht der Fall. Wenn die einzige Action der ersten zwei Drittel darin besteht, sich einmal in ein Flugzeug zu setzen, zweimal einen Anschlag zu überstehen, um dann doch noch in den Schlamassel zu geraten... stets passiv und nur vom Feind getrieben, dann frage ich mich schon, ob frau André sich lieber der Spannung als einer allzu ausschweifenden Beschreibung von Gefühlen widmen sollte. Das Ende schließlich wirkt, als sei ihr schlicht nichts mehr eingefallen. Befreiungsaktion, Schlamassel rein, Rettung naht, wieder zurück, Rettung naht nochmal, wieder zurück, .... Also ein stetes rein-raus aus dem Höhle des Löwen, ohne dass sich auch nur irgend etwas Relevantes abspielt. Und dann: Deus Ex Machina, das Kapitalverbrechen der Buchabschlüsse.

Und ich bin noch nicht am Ende, denn ich muss auf meine Überschrift eingehen. Mit "didaktisch" meine ich, dass der ganze, dünne Plot mit heißer Nadel um die Botschaft gestrickt ist, die uns die Autorin näher bringen möchte: "Frauen sollten in der Kirche den Männern gleichberechtigt sein" und "Der wahre Glaube ist nicht an Stand und Rang gebunden". Das ist sehr löblich, aber leider zieht sich dieser didaktische Anspruch wie Kaugummi durch die Story, gipfelnd im kitschigen Schluss, wo - wie ich es erwartet hatte - eine bessere Entwicklung nur angedeutet wird. Nichts gegen sinnvolle offene Enden, aber hier bekommt man den Eindruck, dass die Autorin sich schlicht erstens keinen überzeugenderen Schluss ausdenken konnte und zweitens noch einmal völlig redundante Dialoge über die Überzeugung zum Besten geben musste, wie sehr Frauen doch in der Kirche... blablabla. Wem das nicht nach der Lektüre (bzw. dem Hören) der ganzen Story davor schon klar war, der ist wahrscheinlich beim Hören eingeschlafen respektive hat er aus Langeweile zig Seiten überblättert.

Auf eine Erklärung für die eingetretenen Wunder (so nenne ich es mal, wenn der Feind einen offensichtlichen Fakt trotz intensiver und moderner Untersuchungen nicht erkennt) habe ich vergeblich gewartet. Wenn mir die Autorin ihren Gottesglauben (oder sagen wir: Sehnsucht nach einem Gott) so mit dem Holzhammer vor den Schädel kloppt, dann wundern mich auch die anderen Schwächen des Buches nicht weiter. Oder ist es nur ein für dieses Genre typisches Herauswinden aus dem Schlamassel, an irgendeiner Stelle auch mal Stellung beziehen zu müssen. Ein kleines Wunder hier, ein frommes Gebet da - und schon ist das Werk auch kompatibel für die Regale frommer Katholiken. Aber da muss ich ausnahmsweise zu ihrer Ehrenrettung einschreiten: Das hat sie nun wirklich nicht exklusiv.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen hervorragend!!!, 2. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Gegenpäpstin: Roman (Kindle Edition)
ein tolles Buch, sehr gut geschrieben .Von der ersten bis zur letzten Seite Spannung pur. Freue mich auf weitere Bücher von Martina Andre zu lesen
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Die Gegenpäpstin: Roman
Die Gegenpäpstin: Roman von Martina André
EUR 7,99
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