Kundenrezensionen


19 Rezensionen
5 Sterne:
 (11)
4 Sterne:
 (7)
3 Sterne:
 (1)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:    (0)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannung - Dramatik - Witz - Charme
König Heinrich der III. von Frankreich fällt am 12.05.1589 dem Attentat eines fanatischen Jakobinermönches zum Opfer. Mit ihm stirbt der letzte Spross aus dem Hause Orléans-Angoûleme, einer Valois-Nebenlinie. Vor seinem Tode hatte der kinderlose Monarch seinen Schwager, Heinrich König von Navarra, zu seinem Nachfolger bestimmt. Navarra stammt...
Veröffentlicht am 7. Oktober 2003 von timediver®

versus
8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Viel Information - Weniger Spannung
Endlich erschien nach wiederum einem Jahr der zweite der drei fehlenden Bände der Fortune de France-Reihe von Robert Merle. Warum der Aufbau-Verlag "diese Lücke" schuf und nunmehr so langsam füllt, ist nicht nachvollziehbar, man tut damit dem Autor und seiner sehr anspruchsvollen Roman-Reihe keinen Gefallen. Denn, sollte ein Erstleser und nicht der treue...
Veröffentlicht am 1. Oktober 2003 von Dr. Matthias Schön


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannung - Dramatik - Witz - Charme, 7. Oktober 2003
Von 
timediver® "Geschichte - Reisen - Rezensionen" (Oberursel/Taunus, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
König Heinrich der III. von Frankreich fällt am 12.05.1589 dem Attentat eines fanatischen Jakobinermönches zum Opfer. Mit ihm stirbt der letzte Spross aus dem Hause Orléans-Angoûleme, einer Valois-Nebenlinie. Vor seinem Tode hatte der kinderlose Monarch seinen Schwager, Heinrich König von Navarra, zu seinem Nachfolger bestimmt. Navarra stammt aus dem Hause Bourbon, das ebenso wie das der Valois auf Ludwig IX. (den Heiligen) zurückgeht. Navarra ist jedoch Anführer der französischen Reformierten (Hugenotten).
Neben den Hugenotten und ihren erbitterten Feinden aus dem Haus de Guise, die sich mit Philipp II. von Spanien und dem Papst in der Heiligen Liga zusammengeschlossen haben, hatte sich eine dritte Partei gebildet. Die katholischen Anhänger der von Jean Bodin entwickelten, epochemachenden Lehre vom "Monarchen als Verkörperung der staatlichen Souveränität", die das nationale Interesse Frankreichs über jeglichen religiösen Integralismus stellte, wurden "die Politischen" genannt. Da viele von ihnen Heinrich IV. unterstützen, werden sie von den Ligisten häufig heftiger bekämpft als die Protestanten. Heinrich IV. muss noch vier Jahre Krieg und etliche diplomatische Verhandlungen führen, um das gespaltene Land zu befrieden. Neben der Abwehr von Invasionstruppen, die von den spanischen Niederlanden in sein Reich eingefallen sind muss er auch die ligatreue Hauptstadt Paris belagern......
Pierre de Siorac, bekannt aus den ersten vier Teilen der Fortune de France Reihe, ist auch diesmal Protagonist des Romans. Mittlerweile zum Baron geadelt, Leibarzt und Geheimagent des ermordeten Königs, ist er nun in den Dienst des noch nicht allgemein anerkannten Monarchen getreten. Von Heinrich wird er zusammen mit seinem Sekretär Miroul in Verkleidung und geheimer Mission ins belagerte Paris geschickt, wo der vom Hunger zur Verzweiflung getriebenen Bevölkerung nicht nur die Hunde und Katzen zum Opfer fallen....
Trotz Krieg, Not und Politik kommen auch diesmal wieder die amourösen Abenteuer des Protagonisten Pierre de Siorac nicht zu kurz.Interessant ist die sympathische Darstellung Heinrich IV., der sich in jeglicher Hinsicht von seinem Vorgänger unterscheidet und auch in der höfischen Mode eine neue Zeit einläutet. Auch im fünften Band ist die Romanhandlung von Witz und Charme, als auch von Spannung und Dramatik geprägt. Robert Merle macht zudem deutlich, dass sich gerade für Konvertiten wie seinen Protagonisten Pierre und auch "Henry Quatre" (der insgesamt sechsmal die Konfession wechselte!) jedes Dogma nicht nur relativiert, sondern der pragmatischen Vernunft unterzuordnen hat."Paris ist eine Messe wert" bedeutet daher vor allem auch die damit verbundene Friedenstiftung und Integration für die französischen Nation.
Auch der fünfte Teil des einzigartigen Zyklus aus der französischen Geschichte verdient es mit 5 Amazonsternen bewertet zu werden. Der historisch interessierte Leser, der wissen will, wie es im unmittelbaren Anschluss weitergeht, muss sich bis zum Erscheinen des sechsten Bandes im Jahr 2004 gedulden, wenn er nicht die französische Ausgabe "La Pique de Jour" oder schon den siebten Band "Der wilde Tanz der Seidenröcke" lesen möchte.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Schicksal Frankreichs - Band 5, 29. Oktober 2005
Von 
Lilian Grobis "Lilian" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Frankreich im Jahre 1588: Obwohl seit der Bartholomäusnacht bereits 16 Jahre vergangen sind, herrscht noch immer Bürgerkrieg zwischen Hugenotten und Katholiken. In Frankreich rangeln mehrere Parteien um die Herrschaft, selbst der König wird bedrängt und unter Druck gesetzt. Nach dem Tod seines erbittertsten Gegners fällt auch Heinrich III. einem Attentat zum Opfer. Nun soll der protestantische König von Navarra sein Erbe antreten und König von Frankreich werden - kein leichtes Unterfangen, hält doch die Liga die Hauptstadt Paris besetzt...
Im fünften Roman der Serie sind einmal mehr die unterschiedlichen Begabungen von Pierre de Siorac gefragt. Im Dienst von Heinrich von Navarra hat der charmante Held wieder etliche Abenteuer zu bestehen. Wer historische Romane mag, wird viel Vergnügen an diesem Band haben. Die Serie "Fortune de France" sollte aber unbedingt in der richtigen Reihenfolge gelesen werden:
1. Fortune de France
2. In unseren grünen Jahren
3. Die gute Stadt Paris
4. Noch immer schwelt die Glut
5. Paris ist eine Messe wert
6. Der Tag bricht an
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Grandiose Erzählkunst, 1. September 2003
Endlich ist ein weiterer Band des Romanzyklus Fortune de France von Robert Merle erschienen. Der Band schließt nun weiter die Lücke zwischem dem 3. Band und dem 7. Band. Hoffentlich erscheint bald der 6. Band, damit diese endlich geschlossen ist.
Dieser Band erzählt die Geschichte vom Tod des Herzogs von Guise, dem Tod Heinrich III. bis hin zur Einnahme der Stadt Paris durch Heinrich IV. Dieser prägte auch den Spruch "Paris ist eine Messe wert" als er, um König werden zu können, zum Katholizismus übertrat.
Der Roman ist wieder grandios geschrieben. Es ist genial, wie Merle reale Geschichte, deren Fakten stimmen (nicht wie bei Dumas), mit fesselnder Erzählkunst verbindet.
Jedoch trübt die Übersetzung leicht den Lesegenuß. Oft wünscht man sich kürzere Sätze, denn die verwendeten Schachtelsätze muß man mehrmals lesen, um sie zu verstehen.
Alles in allem unbedingt empfehlenswert!
Lesen würde noch mehr Freude machen, wenn es noch mehr solch geniale Schrifsteller gebe!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Viel Information - Weniger Spannung, 1. Oktober 2003
Endlich erschien nach wiederum einem Jahr der zweite der drei fehlenden Bände der Fortune de France-Reihe von Robert Merle. Warum der Aufbau-Verlag "diese Lücke" schuf und nunmehr so langsam füllt, ist nicht nachvollziehbar, man tut damit dem Autor und seiner sehr anspruchsvollen Roman-Reihe keinen Gefallen. Denn, sollte ein Erstleser und nicht der treue Merle-Fan diesen Roman lesen, dann legt er diesen sicherlich nach der ersten Hälfte zur Seite.
Robert Merle führt uns wieder in das feudale Frankreich. Diesmal die Zeit von 1589 bis 1594 - vom Tod Heinrich III. bis zum Einzug von Heinrich IV. in Paris. Der Autor informiert den Leser hierzu so detailreich, daß die Spannung doch etwas leidet. Am besten versteht man den Roman, wenn man sich alle Handelnden notiert, möglichst als Stammbaum (da manch Adliger mehrere Namen besitzt oder die im Laufe der Geschichte ändert) und zusätzlich den Pariser Stadtplan und die Frankreich-Karte hinzuholt. Auch nervt ein wenig, daß unser fiktiver Romanheld Pierre de Siorac in James-Bond-Manier an jedem relevanten Geschichtsereignis teilnimmt bzw. für dieses sogar den Anstoß gibt. Man fragt sich ironisch: Was wäre ohne ihn aus Frankreich geworden?
Insgesamt ist dieser Roman nicht so gut wie manch anderer der Merle-Serie, aber das findet man bei anderen Autoren auch. Das Gesamtbild jedoch wird wieder um ein großes Teilstück komplettiert und macht die Fortune de France-Reihe zu einem fesselnden Porträt der Zeitgeschichte.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein weiterer Erfolg in der Reihe Fortune de France, 23. September 2003
Endlich ist er da, ein weiterer Band der Serie Fortune de France und schließt eine weitere Lücke zwischen dem Band
"Noch immer schwelt die Glut" und den Fortsetzungsromanen.
Ich habe alle Bände "verschlungen" und bin auch von diesem hier restlos begeistert.
Robert Merle schaffte es abermals, mich in den Bann der Familie Siorac zu ziehen und vermittelt Geschichte hautnah und spannend.
Einziger Wermutstropfen:
Die Chronologie der Veröffentlichungen auf Deutsch stimmt nicht und ein weiterer Band (aus der Mitte der Reihe)fehlt noch.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Überraschend lesenswert....., 10. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Paris ist eine Messe wert: Roman (Fortune de France 5) (Kindle Edition)
Amazon hat hat den ersten Band "Fortune de France" dieser mehrteiligen "Biographie" kostenlos als Kindleedition zu Weihnachten 2012 verteilt.... Als ein Mensch, den die Geschichte des "Mittelalters" mit seinen Zahlen und "Wer-heiratet-wen" in der Schule absolut abgeschreckt hat, hatte ich dieses Amazongeschenk nur als als den absoluten Notfall geladen....der dann eintrat.
Im Krankenhaus las ich dann diesen ersten Band (Fortune de france), die lebendige Schilderung des Lebens des Frankreichs Ende des 16. Jahrhunderts war absolut fesselnd und kurzweilig.... und dann - war das Buch zu Ende!
Dabei war die Hauptperson als Ich-Erzähler gerade 16 und auf dem Sprung in seine persönliche Entwicklung!! Das kann nicht sein!
Dann erst sah ich, dass sich Fortune de France über 14 Bücher ausbreitet, und der Autor Robert Merle hat es wirklich auf phantasistische Weise verstanden, seinen Protagonisten auf eine spannende (und natürlich fiktive) Weise nahe am Geschehen durch die Wendepunkte der französischen Geschichte zu führen..... Inzwischen bin ich bei Band 14, und erst hier sürt man eine Ermüdung des Autors, auf dem Weg dahin fing ich tatsächlich an, diesezunächst völlig uninterassente Zeit mit ihren Wendepunkten in Wikipedia nachzulesen.....
Für Geschichtsinteressierte ohne Bezug zu Frankreich unbedingt empfehlenswert, da gerade auch allgemeinere Themen, das Leben in dieser Zeit, Entwicklung der Medizin, die Religionsstreitigkeiten, die Verhältnisse am Hof des sich entwickelnden Absolutismus, dessen eigene Probleme auf lebendige Art dargestellt werden.
Und wenn sogar noch ein Bezug des Lesers zu Frankreich vorhanden ist: Unbedingt, bis zum letzten Band!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen die französischen Religionskriege: vom Tode Heinrichs III. bis zur Eroberung von Paris, 22. Oktober 2012
Von 
Beatrice Berger (Oberfranken) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Auch nach der Ermordung des Herzogs von Guise findet Heinrich III. keine Ruhe. Die Liga hat so viel Zulauf in Paris, dass der König aus der Stadt flüchten muß, und doch dem Attentat eines Mönches namens Jacques Clement zum Opfer fällt. Auch das schafft keinen Frieden: Heinrich von Navarra ist der Thronfolger, muß sich aber sein widerstrebendes Reich erst erobern, in dem die Liga deutlich macht, dass ein Hugenotte nicht als französischer König anerkannt werden kann, ein konvertierter Hugenotte aber auch nicht. Heinrich von Navarra muß seine eigene Hauptstadt belagern, um die Liga zum Einlenken zu bewegen. Pierre de Siorac, der vorher Heinrich III. gedient hat, wird nun Geheimdiplomat im Dienste des nächsten Heinrich: unter Lebensgefahr und in Verkleidung lässt er sich ins belagerte Paris einschleusen, um den Witwen und Töchtern des Hauses Guise beizustehen…

Die letzten drei Bände der Memoiren von Pierre de Siorac ("Noch immer schwelt die Glut", "Paris ist eine Messe wert" und "Der Tag bricht an" verschieben den Focus zunehmend von privaten und halbprivaten Erlebnissen hin zu den großen Linien der französischen und europäischen Politik. Pierre de Siorac sieht den Protagonisten der europäischen Geschichte über die Schulter und erklärt so, Detail für Detail, Winkelzug für Winkelzug die politischen Ver- und Entwicklungen seiner Zeit. Damit schafft Robert Merle ein Werk, dass nicht nur unterhaltsamer ist als jedes Sachbuch zum gleichen Thema, sondern auch genauer und detailreicher als das meiste, was als Fachliteratur greifbar ist. Daher gilt meine uneingeschränkte Empfehlung für die Serie auch für diese drei Bände.

Aber: der Unterschied zwischen den ersten drei Serienbänden ("Fortune de France", "in unseren grünen Jahren" und "die gute Stadt Paris") ist deutlich und nicht zu überschätzen. Während die ersten drei Bände das Schicksal der Familie Siorac schildern und die hohe Politik nur dann Thema wird, wenn sie die hugenottischen Sioracs direkt betrifft (das ist schon oft genug), ordnen die letzten drei Bände das Private nahezu vollends dem Politischen unter: Privates wird mit wenigen Ausnahmen nur noch dann geschildert, wenn es, wie die Beziehungen zur "Pasticceria" in "der Tag bricht" an, benötigt wird, um die verschlungenen Wege der Geheimdiplomatie nachvollziehbar zu machen. Das geht bis zu einem Zeitsprung von zehn Jahren, in denen Pierre de Siorac eine glückliche Ehe führt und seine sechs Kinder heranwachsen sieht, bevor die Politik wieder zuschlägt. Eine vergleichbare (noch deutlichere) Entwicklung werden die Memoiren von Pierre-Emmanuel im zweiten Teil des Fortune-de-France-Zyklus nehmen, der sich am Schluß nur noch als Abspulen historischer Ereignisse darstellt. Auch wenn ich verstehe, dass mehrere Jahrzehnte Arbeit an diesem Zyklus auch bei Robert Merle an die Substanz gehen, kann ich mit dem Endergebnis nicht so glücklich sein wie ich es gerne wäre.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geschichte kann spannend sein! Kleine Macken übersieht man gern, 29. Juli 2010
Ich habe die dreizehnteilige Fortune de France Reihe (von welcher dies das 5. Buch ist) nun bis zum Ende dieses Buches gelesen und, vorab angemerkt, werde auch noch weiter lesen.
Zum Inhalt muss ich wohl nichts sagen, dass haben schon die Anderen zur genüge getan. Die Geschichte ist spannend erzählt, liefert sehr viele Hintergrundinformationen und Robert Merles Sprache ist einfach der Wahnsinn.
Negativ kann ich eigentlich nur benennen:

- Nach inzwischen fünf Büchern ist es doch lächerlich, wie Pierre de Siorac (der Protagonist) wirklich in JEDES bedeutendes Ereignis mitverstrickt ist und auch ALLES überlebt (egal ob er die Bartholomäusnacht in Paris als Hugenotte verbringt oder in den Krieg reitet in einer Reiterstaffel welche geschlagen wird...)
- Ich habe gerade versucht mich zu erinnern, mit wie vielen Frauen, in den fünf bisherigen Büchern, er NICHT geschlafen hat.... ich denke es waren sechs.... Da ist es auch egal ob er mit der Frau des Gouverneurs von Monpellier, einer Hexe, seiner Erzfeindin am Pariser Hof (zu welcher er geht um einen Mordanschlag auf sich auszusetzten), seiner Milchschwester oder eine Händlerin schläft.
Die Lüsternheit der Frauen in dieser Romanreihe geht soweit, dass sich eine Vergewaltigte beschwert, als sie gerettet wird (und der Vergewaltiger erschlagen) weil sie "entehrt sei aber nun nichteinmal etwas davon hat" Solche (durch ihre Sukurillität unfreiwillig belustigenden) Momente sind schade, nehmen sie dem ersten Buch doch die Seriösität und somit auch ein wenig die Stimmung.
- Meiner Meinung nach nicht schlimm, aber der Lektor hat, insbesondere bei den Satzzeichen, geschlampt. Hier tauchen teilweise abenteuerliche Konstruktionen auf. Zudem fallen die wechselnden Übersetzter teilweise unschön auf, zum Beispiel bei der Währung welche von Dukaten über Ecu bis Francs benannt wurde (Es handelt sich immer um die selbe Währung!)

Da jedoch keine dieser Macken (Mäckchen...) gravierend ist gebe ich eine volle Kaufempfehlung! 5*
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannung - Dramatik - Witz - Charme, 20. Juni 2004
Von 
timediver® "Geschichte - Reisen - Rezensionen" (Oberursel/Taunus, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
König Heinrich der III. von Frankreich fällt am 12.05.1589 dem Attentat eines fanatischen Jakobinermönches zum Opfer. Mit ihm stirbt der letzte Spross aus dem Hause Orléans-Angoûleme, einer Valois-Nebenlinie. Vor seinem Tode hatte der kinderlose Monarch seinen Schwager, Heinrich König von Navarra, zu seinem Nachfolger bestimmt. Navarra stammt aus dem Hause Bourbon, das ebenso wie das der Valois auf Ludwig IX. (den Heiligen) zurückgeht. Navarra ist jedoch Anführer der französischen Reformierten (Hugenotten).
Neben den Hugenotten und ihren erbitterten Feinden aus dem Haus de Guise, die sich mit Philipp II. von Spanien und dem Papst in der Heiligen Liga zusammengeschlossen haben, hatte sich eine dritte Partei gebildet. Die katholischen Anhänger der von Jean Bodin entwickelten, epochemachenden Lehre vom "Monarchen als Verkörperung der staatlichen Souveränität", die das nationale Interesse Frankreichs über jeglichen religiösen Integralismus stellte, wurden "die Politischen" genannt. Da viele von ihnen Heinrich IV. unterstützen, werden sie von den Ligisten häufig heftiger bekämpft als die Protestanten. Heinrich IV. muss noch vier Jahre Krieg und etliche diplomatische Verhandlungen führen, um das gespaltene Land zu befrieden. Neben der Abwehr von Invasionstruppen, die von den spanischen Niederlanden in sein Reich eingefallen sind muss er auch die ligatreue Hauptstadt Paris belagern......
Pierre de Siorac, bekannt aus den ersten vier Teilen der Fortune de France Reihe, ist auch diesmal Protagonist des Romans. Mittlerweile zum Baron geadelt, Leibarzt und Geheimagent des ermordeten Königs, ist er nun in den Dienst des noch nicht allgemein anerkannten Monarchen getreten. Von Heinrich wird er zusammen mit seinem Sekretär Miroul in Verkleidung und geheimer Mission ins belagerte Paris geschickt, wo der vom Hunger zur Verzweiflung getriebenen Bevölkerung nicht nur die Hunde und Katzen zum Opfer fallen....
Trotz Krieg, Not und Politik kommen auch diesmal wieder die amourösen Abenteuer des Protagonisten Pierre de Siorac nicht zu kurz.Interessant ist die sympathische Darstellung Heinrich IV., der sich in jeglicher Hinsicht von seinem Vorgänger unterscheidet und auch in der höfischen Mode eine neue Zeit einläutet. Auch im fünften Band ist die Romanhandlung von Witz und Charme, als auch von Spannung und Dramatik geprägt. Robert Merle macht zudem deutlich, dass sich gerade für Konvertiten wie seinen Protagonisten Pierre und auch "Henry Quatre" (der insgesamt sechsmal die Konfession wechselte!) jedes Dogma nicht nur relativiert, sondern der pragmatischen Vernunft unterzuordnen hat."Paris ist eine Messe wert" bedeutet daher vor allem auch die damit verbundene Friedenstiftung und Integration für die französischen Nation.
Auch der fünfte Teil des einzigartigen Zyklus aus der französischen Geschichte verdient es mit 5 Amazonsternen bewertet zu werden. Der historisch interessierte Leser, der wissen will, wie es im unmittelbaren Anschluss weitergeht, muss sich bis zum Erscheinen des sechsten Bandes ("Der Tag bricht an") im August 2004 gedulden, wenn er nicht die französische Ausgabe "La Pique de Jour" oder schon den siebten Band "Der wilde Tanz der Seidenröcke" lesen möchte.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4.0 von 5 Sternen gute serie, 4. Juli 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Paris ist eine Messe wert: Roman (Fortune de France 5) (Kindle Edition)
sehr gute historische reihe, interessant geschrieben und anscheinend ausgezeichnet recherchiert, habe bereits fast alle bücher gelesen, der übergang des schreibers von vater auf sohn ist sehr gut gemacht
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen