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53 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abenteuer Geschichte
Robert Merle zeigt sich wieder einmal ganz als Meister des Romans auf der Grundlage historischer Fakten. Die romanhafte Spannung eines Alexandre Dumas verbindet sich hier mit der historischen Deatilkenntnis eines Geschichtsforschers. Bemerkenswert finde ich vor allem die Weltsicht dieser für Frankreich und Europa prägenden Zeit aus der Ich-Perspektive eines...
Veröffentlicht am 13. August 2003 von Dr. Ulf Altmann

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Fortune de France
Anfangs ein langweiliges Buch, das jedoch infolge an Spannung zunimmt. Alle an der Historie interessierte Leser könnten sich damit anfreunden und möglicherweise Spass haben.
Vor 19 Monaten von Sabine veröffentlicht


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53 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abenteuer Geschichte, 13. August 2003
Rezension bezieht sich auf: Fortune de France: Roman (Taschenbuch)
Robert Merle zeigt sich wieder einmal ganz als Meister des Romans auf der Grundlage historischer Fakten. Die romanhafte Spannung eines Alexandre Dumas verbindet sich hier mit der historischen Deatilkenntnis eines Geschichtsforschers. Bemerkenswert finde ich vor allem die Weltsicht dieser für Frankreich und Europa prägenden Zeit aus der Ich-Perspektive eines Zeitgenossen. Man lernt die historische Epoche der ausgehenden Valois-Zeit aus dem Blickwinkel und mit der Denkweise eines Renaissancemenschen zu erleben - eine interessante Erfahrung, die das Gelesene wertvoller macht.
Die Abenteuer des noch jungen Pierre de Siorac und seines Vaters lassen die Menschen der frühen Glaubenskriege im Frankreich des 16. Jahrhunderts lebendig und vertraut werden. Dafür darf man Robert Merle dankbar sein - ebenso wie für die vielen spannenden Stunden die zumindest ich mit den Sioracs seither verbrachte und die mich jeden neuen Band der Serie mit Ungeduld erwarten lassen. Unbedingt empfehlenswert!
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29 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fulminanter Auftakt eines historischen Klassikers, 7. Juli 2003
Von 
timediver® "Geschichte - Reisen - Rezensionen" (Oberursel/Taunus, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Fortune de France: Roman (Taschenbuch)
Der Roman beginnt im Jahre 1545, als zwei Veteranen der normannischen Legion König Franz I. von Frankreich im Périgord die Burg Mespech erwerben und sich dort niederlassen.
Die ehemaligen Hauptleute, die beide den Vornamen Jean tragen und gemeinsam gegen die Habsburger gekämpft haben, verbindet eine tiefe brüderliche Freundschaft und ihr gemeinsamer reformierter (calvinistischer) Glaube. Während der zum Baron geadelte Jean de Siorac eine Familie, gründet bleibt Jean de Sauveterre unverheiratet. Den beiden "Hugenotten" (=franz. Ableitung von Eidgenossen) gelingt es, das Gesinde und fast die gesamte Familie zu "Anhängern der reformierten Religion" zu machen. Während Siorac's Söhne Francois, Pierre und Samson konvertieren, bleibt seine Ehefrau dem Katholizismus treu.....
Im Königreich polarisieren sich die Kräfte, da die Familien des Hochadels die religiösen Kontroversen mit ihrem Kampf um Machterweiterung auf Kosten der Krone miteinander verbinden. Louis de Bourbon Prinz von Condé und den (militärischen) Führern aus der Familie Coligny auf hugenottischer, steht das lothringische und katholische Geschlecht des Herzogs Franz de Guise gegenüber. Der infolge der Silberinflation (Import aus den Kolonien) verarmte Landadel begibt sich auf Raubzüge, während bürgerliche Hugenotten gegen ihre Feudalherren aufbegehren. Während die eine Seite sogenannte "Ketzer" dem Scheiterhaufen überantwortet und deren Eigentum beschlagnahmt, zeichnet sich die andere Seite durch fanatische Zerstörung /Plünderung von Kirchen, Ermordung von Priestern und Mönchen sowie Grabschändungen aus.
In diesen Wirren, zu denen auch noch die Pest und weitere Kriege hinzukommen machen die beiden Jeans, getreu ihrer calvinistischen Geschäftigkeit, aus Mespech ein stetig wachsendes und florierendes Gemeinwesen. Der Roman endet damit, das Pierre de Siorac und sein Bruder Samson zum Universitätsstudium in Montpellier aufbrechen. Während Pierre, der auch der
Erzähler der Romangeschichte ist, dort (wie zur'vor auch sein Vater) Medizin studieren wird, soll Samson in der Jurisprudenz ausgebildet werden.
Fortune de France ist der bereits 26 Jahre alte erste Teil (Original erschien 1977) eines insgesamt achtbändigen Klassikers über die 100-jährige Geschichte der Familie de Siorac vor dem Hintergrund der französischen Religionskriege. Der Roman weist viele historische Fakten vor und gewährt tiefe Einblicke in die calvinistisch-reformierte Glaubenswelt. Die Anmerkungen am Ende des Buches geben dem Leser weiteres Hintergrundwissen. Eine kleine Ungenauigkeit weist dieser ansonsten historisch exzellente Roman jedoch vor:
Heinrich III stammte in neunter Generation zwar von Karl, dem Grafen von Valois und Bruder Phillips IV (des Schönen) ab. Er war aber nicht der letzte König aus dem Hause Valois (das war Karl VIII), sondern der letzte aus dem Haus Orléans-Angoulême.
Da die Freunde historischer Romane voll auf ihre Kosten kommen, gibt es (trotz Fehlens eines wünschenswert gewesenen Stammbaumes der französischen Könige) 5 Amazonsterne für diesen spannenden und ergreifenden Auftakt, der die gefesselten Leser nach der Fortsetzung des Epos "In unseren grünen Jahren" Ausschau halten lässt...
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28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen einmal angefangen und man ist nicht mehr zu bremsen, 18. Dezember 2001
Rezension bezieht sich auf: Fortune de France: Roman (Taschenbuch)
ich habe das buch als großer robert merle fan 1999 das erste mal gelesen und erwarte seitdem jeden neuen erscheinungstermin der einzelnen bände. einen vorteil hat das ganze ja, wer jetzt mit diesem ersten band anfängt, muß nicht so lange warten wie ich und kann nächtelang die historie frankreichs lesen. typisch für merle: die ganzen fakten werden im hintergrund verarbeitet, sodaß alle geschichtlichen eckdaten und deren ursprünge im gedächnis haften bleiben. also wer nichts über die ursprünge der bartholomäus-nacht weiß, kann sich einen geschichtlichen überblick -in einem flüssigen schreibstil- bis hin zu ludwig XIII. "erlesen" und dabei noch über die hauptfigur schmunzeln.
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46 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Historisch richtige Reihenfolge, 8. Oktober 2006
Von 
Kelber Reinhard (Kitzingen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Fortune de France: Roman (Taschenbuch)
Den positiven Resensionen kann ich mich nur anschließen.

Leider erschienen die Bände im Aufbau-Verlag nicht in der richtigen historischen Abfolge. Hier die richtige Reihenfolge:

1. Fortune de France (erschienen in Frankreich 1977)

2. In unseren grünen Jahren (" 1979)

3. Die gute Stadt Paris ("1980)

4. Noch immer schwelt die Glut (1982)

5. Paris ist eine Messe wert (1983)

6. Der Tag bricht an (1985)

7. Der wilde Tanz der Seidenröcke (1991)

8. Das Königskind (1993)

9. Die Rosen des Lebens (1995)

10. Lilie und Purpur (1997)

11. Ein Kardinal vor La Rochelle (1999)

12. Die Rache der Königin (2001)

13. Le glaive et les amours (2004, in Dtl. noch nicht erschienen)
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine unterhaltsame Geschichtsvorlesung, 30. April 2002
Rezension bezieht sich auf: Fortune de France: Roman (Taschenbuch)
In der Romanfolge 'Fortune de France' erzählt Robert Merle die Geschichte Frankreichs von der Mitte des 16. bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts anhand des Schicksals der Adelsfamilie Siorac. Spannend, humorvoll und vielfältig im Stil gewährt er tiefe Einblicke in die französische Gesellschaft dieser Zeit. Die Bücher lassen sich so gut lesen, dass kaum zu merken ist, dass es sich eigentlich um eine Geschichtsvorlesung handelt, allerdings um eine der unterhaltsamsten, die sich denken lässt.
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aufruf zur Toleranz, 15. September 2006
Von 
Holger Petersen (Wolmirstedt, Sachsen-Anhalt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Fortune de France: Roman (Taschenbuch)
Mit „Fortune de France“ eröffnet Robert Merle sein ehrgeiziges Projekt, eine entscheidende Phase der französischen Geschichte am Beispiel des Schicksals einer kleinen hugenottischen Adelsfamilie literarisch aufleben zu lassen. Dabei geht es ihm zur Freude des Lesers nicht um die wissenschaftlich fundierte Rekonstruktion historisch verbürgten Geschehens, sondern um den Menschen inmitten der Wirren dieser Zeit, welche von Kriegen, Pest, Machtkämpfen, vor allem aber von den Auseinandersetzungen zwischen dem katholischen und dem reformierten Glauben geprägt ist.

Erzählt wird die Geschichte vom jungen Pierre de Siorac, in diesem ersten Band erfahren wir vom Aufstieg seiner Familie, von seiner Kindheit bis hin zu seinem Aufbruch zum Studium der Medizin, den als zweitgeborener Sohn besitzt er kein Recht am Erbe und muss sich um ein Auskommen kümmern.

Sein Vater Jean de Siorac entstammt einer Apothekerfamilie, die sich nach einem Landerwerb mit dem „de“ geschmückt hat, hatte aber sein Medizinstudium wegen eines Duells abbrechen müssen und sich als Söldner verdingt. Nach einer sehr erfolgreichen militärischen Karriere hat er nicht nur einen treuen Freund in Jean de Sauveterre gewonnen, sondern auch die offizielle Erhebung in den Adelsstand und eine Menge Geld. Nach Südfrankreich zurückgekehrt erwerben sie die Baronie von Mespech und als Jean mit 32 Jahren die fünfzehnjährige Isabelle de Caumont heiratet, scheint das Glück vollkommen.

Die politischen Ereignisse in Frankreich werden aus dem Mikrokosmos der kleinen Gemeinschaft in Mespech beschrieben, wodurch Geschichte Lebendigkeit erreicht. Schwierigkeiten ergeben sich vor allem dadurch, dass sich der nach einem weiteren Kriegszug zum Baron aufgestiegene Jean de Siorac und sein Freund zum reformierten Glauben bekennen, obwohl Jean de Siorac von seiner Königstreue keinen Hehl macht. Alle Ereignisse der großen Politik finden immer einen ganz realen Niederschlag im Alltag in Mespech, sei es durch Überfälle marodierender Banden im Chaos des Bürgerkriegs oder der Pest, der begegnet werden muss, vor allem aber durch die Tatsache, dass sich Isabelle weigert, von ihrem katholischen Glauben abzurücken.

In diesem Umfeld wächst Pierre auf und dadurch, dass er Vater und Mutter gleichermaßen liebt und von ihnen beeinflusst wird, gewinnt er in religiösen Dinge ein in damaligen Verhältnissen seltenes Gefühl der Toleranz.

Der Roman zieht den Leser vor allem durch das Vergnügen des Autors, Details zu schildern, das mögliche Leben in vielfältigen Facetten darzustellen, in seinen Bann, die Figuren wirken ungemein lebendig.
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So gut und doch (noch) kein "Star", 1. Dezember 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Fortune de France: Roman (Taschenbuch)
Fortune de France hab' doch wohl nicht nur ich gelesen. Warum ist hier noch kein Stern? Es ist eins der seltenen Bücher, bei denen man traurig ist über jede Seite, die man sich dem Ende nähert. Die Handlung ist so geschickt mit dem geschichtlichen Hintergrund verschmolzen, daß man das Gefühl hat, mitten drin zu stehen. Auch ist es von Edgar Völkl super in's deutsche gesetzt. Ich hatte nicht das Gefühl, durch die Übersetzung um gewisse Redensarten betrogen worden zu sein. Fünf Sterne für einen wirklich gelungenen Roman.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Schicksal Frankreichs - Band 1, 9. Oktober 2005
Von 
Lilian Grobis "Lilian" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Fortune de France: Roman (Taschenbuch)
Frankreich Mitte des 16. Jahrhunderts: Katholiken und Protestanten machen sich gegenseitig das Leben schwer. Kämpften die Franzosen gegen die Engländer noch Seite an Seite, fallen Katholiken nun über die Hugenotten her, welche ihrerseits bei Gelegenheit die verhassten Papisten niedermetzeln. Von christlicher Nächstenliebe keine Spur. In diese Zeit wird Pierre de Siorac als zweiter Sohn eines hugenottischen Barons und einer katholischen Adligen geboren. Im vorliegenden ersten Band erlebt der Leser Kindheit und Jugend Pierres auf der Burg Mespech im Périgord.
Ein interessanter Roman, der dem Leser einen unerfreulichen Teil der Französischen Geschichte näher bringt. Die Romanserie sollte jedoch unbedingt in der richtigen Reihenfolge gelesen werden:
1. Fortune de France
2. In unseren grünen Jahren
3. Die gute Stadt Paris
4. Noch immer schwelt die Glut
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fulminanter Auftakt eines historischen Klassikers, 14. Juli 2003
Von 
timediver® "Geschichte - Reisen - Rezensionen" (Oberursel/Taunus, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Fortune de France: Roman (Taschenbuch)
Der Roman beginnt im Jahre 1545, als zwei Veteranen der normannischen Legion König Franz I. von Frankreich im Périgord die Burg Mespech erwerben und sich dort niederlassen.
Die ehemaligen Hauptleute, die beide den Vornamen Jean tragen und gemeinsam gegen die Habsburger gekämpft haben, verbindet eine tiefe brüderliche Freundschaft und ihr gemeinsamer reformierter (calvinistischer) Glaube. Während der zum Baron geadelte Jean de Siorac eine Familie, gründet bleibt Jean de Sauveterre unverheiratet. Den beiden "Hugenotten" (=franz. Ableitung von Eidgenossen) gelingt es, das Gesinde und fast die gesamte Familie zu "Anhängern der reformierten Religion" zu machen. Während Siorac's Söhne Francois, Pierre und Samson konvertieren, bleibt seine Ehefrau dem Katholizismus treu.....
Im Königreich polarisieren sich die Kräfte, da die Familien des Hochadels die religiösen Kontroversen mit ihrem Kampf um Machterweiterung auf Kosten der Krone miteinander verbinden. Louis de Bourbon Prinz von Condé und den (militärischen) Führern aus der Familie Coligny auf hugenottischer, steht das lothringische und katholische Geschlecht des Herzogs Franz de Guise gegenüber. Der infolge der Silberinflation (Import aus den Kolonien) verarmte Landadel begibt sich auf Raubzüge, während bürgerliche Hugenotten gegen ihre Feudalherren aufbegehren. Während die eine Seite sogenannte "Ketzer" dem Scheiterhaufen überantwortet und deren Eigentum beschlagnahmt, zeichnet sich die andere Seite durch fanatische Zerstörung /Plünderung von Kirchen, Ermordung von Priestern und Mönchen sowie Grabschändungen aus.
In diesen Wirren, zu denen auch noch die Pest und weitere Kriege hinzukommen machen die beiden Jeans, getreu ihrer calvinistischen Geschäftigkeit, aus Mespech ein stetig wachsendes und florierendes Gemeinwesen. Der Roman endet damit, das Pierre de Siorac und sein Bruder Samson zum Universitätsstudium in Montpellier aufbrechen. Während Pierre, der auch der
Erzähler der Romangeschichte ist, dort (wie zuvor auch sein Vater) Medizin studieren wird, soll Samson in der Pharmazie ausgebildet werden.
Fortune de France ist der bereits 26 Jahre alte erste Teil (Original erschien 1977) eines insgesamt achtbändigen Klassikers über die 100-jährige Geschichte der Familie de Siorac vor dem Hintergrund der französischen Religionskriege. Der Roman weist viele historische Fakten vor und gewährt tiefe Einblicke in die calvinistisch-reformierte Glaubenswelt. Die Anmerkungen am Ende des Buches geben dem Leser weiteres Hintergrundwissen. Eine kleine Ungenauigkeit weist dieser ansonsten historisch exzellente Roman jedoch vor:
Heinrich III stammte in neunter Generation zwar von Karl, dem Grafen von Valois und Bruder Phillips IV (des Schönen) ab. Er war aber nicht der letzte König aus dem Hause Valois (das war Karl VIII), sondern der letzte aus dem Haus Orléans-Angoulême.
Da die Freunde historischer Romane voll auf ihre Kosten kommen, gibt es (trotz Fehlens eines wünschenswert gewesenen Stammbaumes der französischen Könige) 5 Amazonsterne für diesen spannenden und ergreifenden Auftakt, der die gefesselten Leser nach der Fortsetzung des Epos "In unseren grünen Jahren" Ausschau halten lässt...
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Niveauvoller Roman, gut recherchiert..., 14. August 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fortune de France: Roman (Taschenbuch)
Nachdem ich das Buch in fünf Tagen durchgelesen habe, nachfolgend meine Rezension des Taschenbuches vom Aufbau-Verlag, welches sich in einem edlen, sehr schön gestalteten Cover präsentiert und 396 eng beschriebene Seiten umfasst.

Mit Fortune de France eröffnet Robert Merle seine 13-bändige Romanreihe über eine hugenottische Adelsfamilie zur Zeit der Religionskriege in Frankreich im Zeitraum 1550 bis 1650. Informativ und spannend erzählt Merle von den Religionskriegen zwischen Katholiken und Hugenotten im 16. Jahrhundert. Leider verstarb der Autor während der Arbeit am 14. Band im Jahre 2004, im gesegneten Alter von 95 Jahren.

Erzählt wird die Geschichte vom jungen Pierre de Siorac aus der Ich-Perspektive. In diesem ersten Band erfahren wir vom Aufstieg seiner Familie, von seiner Kindheit bis hin zu seinem Aufbruch zum Studium der Medizin. Als zweitgeborener Sohn besitzt er keinen Anspruch auf die Baronie seines Vaters und muss deshalb aus eigener Kraft etwas aus seinem Leben machen.

Der Erzählstil ist der damaligen altertümlichen Sprache angepasst und zu Beginn sicherlich für den geneigten Leser etwas gewöhnungsbedürftig. Wenn man sich daran gewöhnt hat, aber mitreißend und flüssig zu lesen. Während der ersten Hälfte des Buches vermisste ich ein wenig die Identifikationsfigur in Gestalt des Erzählers, da er hier den Aufstieg seiner Familie und die Hauptcharaktere beschreibt. Dies ändert sich aber im zweiten Teil, wo er selbst immer mehr in den Mittelpunkt rückt.

Der geschichtliche Hintergrund ist historisch korrekt recherchiert, wie selten bei anderen Autoren. Hier lernt man Geschichte in spielerischer Leichtigkeit. Die Dialoge sind teilweise höchst amüsant gestaltet und entbehren auch nicht einer bemerkenswerten Witzigkeit.

Ich werde auf jeden Fall dabei bleiben und freue mich auf den nächsten Band In unseren grünen Jahren...

Hier die chronologische Reihenfolge:
1. Fortune de France (erschienen in Frankreich 1977)
2. In unseren grünen Jahren ( 1979)
3. Die gute Stadt Paris (1980)
4. Noch immer schwelt die Glut (1982)
5. Paris ist eine Messe wert (1983)
6. Der Tag bricht an (1985)
7. Der wilde Tanz der Seidenröcke (1991)
8. Das Königskind (1993)
9. Die Rosen des Lebens (1995)
10. Lilie und Purpur (1997)
11. Ein Kardinal vor La Rochelle (1999)
12. Die Rache der Königin (2001)
13. Der König ist tot (2003)
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Fortune de France: Roman
Fortune de France: Roman von Robert Merle
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