Kundenrezensionen


 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


40 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lucianis dritter Fall
Nachdem er keinen Schlaf gefunden hat, keinen Espresso zum Trinken bekam wird Commissario Luciani jetzt die Pizza entzogen. Sein Erfinder Claudio Paglieri ist Journalist in Genua und dort lässt er auch seinen 2-Meter-Mann Luciani für die Gerechtigkeit kämpfen.
Paglieri entwirft nicht nur eine lebensnahe Konkurrenzfigur zu Montalbano, Brunetti,...
Veröffentlicht am 3. Juli 2010 von Christoph Martin Wieland

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht nur eine Statue ist kopflos
Lang und dünn wie eine Bohnenstange mit einer Abneigung gegen das Essen (alles nur Auswirkungen seiner Weizenallergie?), einer Vorliebe fürs Laufen (die Teilnahme an einem Marathon ist sein Ziel), Schwierigkeiten mit seinen Vorgesetzten und einem ausgeprägten Unvermögen, sein Privatleben in den Griff zu bekommen, wirkt Commissario Luciani mehr als...
Veröffentlicht am 20. Juni 2011 von Brigitte Hilgner


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

40 von 44 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lucianis dritter Fall, 3. Juli 2010
Von 
Christoph Martin Wieland (Oldenburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Nachdem er keinen Schlaf gefunden hat, keinen Espresso zum Trinken bekam wird Commissario Luciani jetzt die Pizza entzogen. Sein Erfinder Claudio Paglieri ist Journalist in Genua und dort lässt er auch seinen 2-Meter-Mann Luciani für die Gerechtigkeit kämpfen.
Paglieri entwirft nicht nur eine lebensnahe Konkurrenzfigur zu Montalbano, Brunetti, Guarnaccia & Co., er schildert vielleicht klarer und kritischer als andere Autoren die von Berlusconi geprägte politische Landschaft Italiens. Ludovici Ranieri, absolut kein Frauenverächter, regelt seine Karrierelaufbahn durchs Bett, ehelich abgesichert durch einen einflussreichen Schwiegervater, der ihm die Universitätslaufbahn ebnet und den Weg ins Parlament und später ins Kabinett in Rom in die Wege leitet, sexuell befriedigt durch Studentinnen, besonders Sabrina Dongo hat es ihm angetan.
Ranieris Vater, der gleich am Anfang des Romans das Zeitliche segnet, ist ein ähnlicher Hallodri, so gar mit einer 'Leiche' im Keller. Diese Leiche erweist sich als bronzene Themis, die Göttin der Gerechtigkeit, ein kopfloses Kunstwerk von Lysipp, für dessen Erwerb er über Leichen gehen musste. Die Beichte bringt es an den Tag und Ranieri muss alle seine Beziehung spielen lassen, damit die Schandtat seines Vaters ihm nicht die Karriere verhagelt.
Aus dieser Konstellation heraus entwickelt sich Lucianis dritter Fall. Der Autor arbeitet dabei variantenreich mit zeitlich versetzten Erzählsträngen, die einerseits die Geschichte der Statue aufarbeiten, anderseits die Vertuschungsstrategie des nicht nur karrieregeilen Ranieri begleiten. Morde in Genua und Rom geraten so in Verbindung, filmreif auch der Schluss in den alten Gemäuern eines Gefängnisses. Commissario Luciano ist fallbezogen wieder perfekt, allerdings bringt ihn seine spartanische Ernährung sportlich immer wieder zum Fall, ohnmächtig bricht er allein zweimal während seiner kilometerlangen Trainingsrunden zusammen. Dem Leser passiert das nicht, den fasziniert auch der dritte Fall des Genueser Kriminalisten.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr von meinem LIEBLINGSKrimiautor!!!, 16. September 2010
Meine zweite Urlaubslektüre war Claudio Paglieri, der sowieso seit "Kein Espresso für Commssario Luciani" einer meiner Lieblingskrimiautoren ist! Obwohl er seinen anorektischen, miesepetrigen Commissario diesmal ganz schön weit von Genua wegführt und die Handlung meist zu einer Jahreszeit spielt, die selbst im heißesten Sommerurlaub eine erfrischende Gänsehaut bereitet.

Auch wieder ein Krimi für Leute, die nicht immer das ewig gleiche Commissario-Klischee aufgetischt bekommen wollen und keine Lust haben, dass zur Begründung der wildesten Verbrechen stets das Mafia-As aus dem Ärmel gezaubert wird. Es gibt auch genug andere Kriminalität und Korruption in unserem liebsten Urlaubsland.
So nett, genussfreudig und intuitiv Nelly Rosso ist, so kantig, genussfeindlich und verkopft ist Marco Luciani. Trotzdem ist er einem sympatisch, wohl, weil er so aufrichtig und ernsthaft nach dem rechten Weg sucht. Das ist irgendwie rührend. Witzigerweise haben Nelly und Luciani denselben Arbeitsplatz (das Polizeipräsidium im Foce-Viertel, habe ich mir auch angeguckt!), und sie scheinen sich dort auch zu begegnen ;-)

In "Keine Pizza für Commissario Luciani" (Focaccia hätte besser gepasst), greift Paglieri ein brisantes Thema auf: Kunstraub. Unglaublich raffiniert erzählt er aus verschiedenen Perspektiven von einem in den 60ern begangenen Kunstraub, der nun, 50 Jahre später, zwei Todesopfer fordert, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Alles wird schön schnell zu den Akten gelegt (dafür gibt es in Italien Prämien, wie wir erfahren), aber unser guter Luciani hat sich mal wieder an einem Detail festgebissen, das ihm nicht einleuchtet, und lässt nicht locker, bis er nicht hinter des Rätsels Lösung gekommen ist. Parallel dazu hat er wieder mal einige private Probleme und Problemchen zu meistern, so zum Beispiel den Rauswurf aus seiner Wohnung, den Kummer um seinen (im letzten Band) ermordeten Vize Giampieri, eine Glutenallergie (wegen der er seine geliebte Focaccia nicht mehr essen darf) etc.

Was Paglieri auch in diesem Band wieder mal grandios macht, ist, neben, über, in der Handlung ein Motiv zu variieren, dass es eine reine Freude ist. In diesem Fall: "Gerechtigkeit" (nicht von ungefähr ist das geraubte Kunstwerk eine Statue der Gerechtigkeit). Und natürlich schreibt er einfach mit einem grandios trockenen und politisch oft wenig korrekten Humor.
Am Ende hat man eine spannende und witzige Lektüre genossen, viel über Italien erfahren, und ist zu dem Schluss gekommen, dass es manchmal nicht so einfach ist, darüber zu entscheiden, was nun eigentlich gerecht ist.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nicht nur eine Statue ist kopflos, 20. Juni 2011
Von 
Brigitte Hilgner (Vienna Austria) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Lang und dünn wie eine Bohnenstange mit einer Abneigung gegen das Essen (alles nur Auswirkungen seiner Weizenallergie?), einer Vorliebe fürs Laufen (die Teilnahme an einem Marathon ist sein Ziel), Schwierigkeiten mit seinen Vorgesetzten und einem ausgeprägten Unvermögen, sein Privatleben in den Griff zu bekommen, wirkt Commissario Luciani mehr als leicht karikiert. Aber nicht nur dem wackeren Kriminalisten mangelt es an Glaubwürdigkeit, der ganze Krimi schneidet in einem Plausibilitätstest nicht besonders gut ab.
Würde ein skrupelloser Antiquitätenhändler eine wertvolle antike Statue wirklich 40 Jahre lang verstecken, um nicht mit einem Mord in Verbindung gebracht zu werden? Ist es nicht wahrscheinlicher, dass er Mittel und Wege zur Lösung des Problems finden würde - wie sein bis dahin eher passiver Sohn, der nach dem Tod des Vates von dem Prachtstück und dessen Geschichte erfährt? Gerade diesem Sohn (außer Ehebruch scheint er sich bisher keines größeren Vergehens schuldig gemacht zu haben) traut man kaum viel kriminelle Energie zu.
Wer sind die beiden geheimnisvollen Damen, die den Kommissar auf die richtige Spur bringen? Was geschah wirklich mit seinem Vize (der offenbar in einem früheren Krimi zu Tode kam), den Luciani vermisst und mit dessen Ableben ein Verbrecher in diesem Krimi etwas zu tun gehabt haben will (was und wie wird nicht erklärt)? Wie glaubwürdig ist die schubweise Altersdemenz, die den ehemaligen Fischer Marietto Risso zu befallen scheint (ich finde sie wenig überzeugend)? Am Ende ist da noch ein Baby, das im Leben des Commissarios wohl in künftigen Krimis für Unruhe sorgen wird ...
Es mag modern sein, eine Geschichte nicht mehr fortlaufend zu erzählen, sondern zusammenhanglose Puzzlestücke aus der Sicht ganz unterschiedlicher Personen zu bieten (wie schnelle Schnitte im Film), die am Ende ein mehr oder weniger komplettes Ganzes bilden, sehr leserfreundlich finde ich die Methode nicht.
Commissario Luciani wird mich nicht dazu bewegen, Commissario Montalbano untreu zu werden.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Commissario Luciani auf Diät, 23. Juli 2010
Von 
Amazon Kundenrezensionen "wolfgang_neubacher" (A - 5203 Köstendorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Keine Pizza, keine Pasta, keine Focaccia - für einen Italiener fast der Weltuntergang. Und doch muss unser Commissario auf all diese Köstlichkeiten verzichten, denn er hat eine Weizenmehlallergie.
Das hindert ihn aber keineswegs an der Arbeit - ganz im Gegenteil. Er läuft, nachdem er seine gesundheitlichen Probleme in den Griff bekommen hat, zur Hochform auf (was bei diesem komplizierten Fall auch notwendig ist): Nach dem Tod seines Vaters zieht Luciani wieder zu seiner Mutter in das Elternhaus in Camogli. Hier wird im Meer die Leiche eines alten Fischers gefunden, der seinen Lebensabend in einem Altenheim verbrachte. Sein Name ist Giuseppe Risso; wenige Tage vor seinem Tod hatte er das Heim verlassen, um - angeblich - seine Nichte in Rom zu besuchen.
Einige Tage später landet er auf dem Tisch des Pathologen. Dieser entdeckt in einer Hand des Toten einige Steinchen. Darunter ist ein blaues Glasstückchen, das für den Commissario der Schlüssel zur Klärung des Falles wird...
Claudio Paglieri hat einen meisterhaften Krimi geschrieben, der die Spannung bis zum Schluss hält. Interessant die Kapitelanordnung mit den verschiedenen Handlungssträngen und Zeitebenen; beklemmend die Anspielungen auf die aktuellen politischen Probleme Italiens.
Ein Krimi, den man in einem Zug liest!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Teil 3 der großartigen Krimis von Claudio Paglieri - ein zynischer und trauriger Blick in die italienische Seele, 2. September 2013
Von 
Fürsprech "Meine Meinung gehört mir!" (Kernen im Remstal) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Keine Pizza für Commissario Luciani: Roman (Commisario Luciani 3) (Kindle Edition)
Mit einigem Zögern habe ich mich zu dieser etwas theatralischen Überschrift durchgerungen. Sie passt allerdings. Claudio Paglieri stellt zwar scheinbar einen ungewöhnlichen Commissario in den Vordergrund. Tatsächlich geht es in diesem Buch um die kranke Nation Italien.
"Kein Espresso..." ist der erste von bisher vier Krimis rund um Commissario Marco Luciani. Es folgen - in dieser Reihenfolge -
- "Kein Schlaf..."
- "Keine Pizza..."
- "Kein Grappa..."
Diese vier Krimis hängen eng zusammen. Sie bilden zusammen eine einzige größere Geschichte, da sie inhaltlich aufeinander aufbauen und fast nahtlos aneinander anschließen. Außerdem ziehen sich eine ganze Reihe von Nebenfiguren durch die vier Romane. Die Handlung ist durchweg gut konstruiert, psychologisch plausibel und hat selten Stellen, bei denen man sich wundert. Doch die erfreulich spannende und unterhaltsame Handlung ist nur das eine. Ich habe große Freude daran, wenn Claudio Paglieri sehr liebevoll Portraits seiner Protagonisten zeichnet. Bis in die Nebenrollen hinein beschäftigt er sich mit den psychologischen Beweggründen der handelnden Personen. Besonders genau ist er beim Ausleuchten des Hauptdarstellers, eines Mannes knapp an der Grenze zur Midlife-Crisis, der sich im Laufe der Geschichte mit den typischen Problemen herumplagt. Der äußerst schwierige Vater stirbt und hinterlässt ein emotionales Chaos. Der Sohn, der sein von Enttäuschung geprägtes Verhältnis zu seinem Vater nicht mehr wird bereinigen können, ist mit der Betreuung der Mutter alleine gelassen. Die Partnerin ist unerträglich und er trennt sich endlich. Die nachfolgenden Frauen benutzen ihn. Er lässt sich benutzen und benutzt sie. Der Job und die Vorgesetzten wie Kollegen und Untergebenen sind teilweise unerträglich. Das großartige Land Italien ist im Niedergang begriffen. Und trotzdem bleibt unser Held sich selbst treu. Unbestechlich, bis zur Selbstkasteiung und trotz allem sympathisch.
Mehr sei nicht verraten. Marko Luciani gehört meiner Ansicht zu den besten Krimiautoren seiner Generation.
Ich mag Marco Luciani. Und ich mag dieses Krimis.
Dringende Leseempfehlung. Fünf Sterne.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen ungewöhnlicher und toller Krimi - bekloppter Titel, 14. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Über den Inhalt möchte ich hier keine Worte verlieren. Die meisten Vor-Rezensenten haben hier schon gute Arbeit geleistet. Als Krimi-Fan ganz unterschiedlicher Genre und Geografien bin ich begeistert, endlich einmal - neben Camileri - einen anarchischen, herrlich politischen und ebenso feingeistigen wie zynischen italienischen Autoren getroffen zu haben. Paglieri zeichnet mit dem anorektischen, lebensklugen, teils psychotischen, teils extrem sensiblen, wunderbar versauten, schier archaischen Commissario Luciani einen Protagonisten, der endlich (ENDLICH!) erkennt, dass es durch die Justiz niemals Gerechtigkeit geben kann. Unser (demokratisches!?) Rechtssystem sieht dies nicht vor. Und Paglieri schreibt es so herrlich wahr, dass im Fokus von Justitia in Italien (wie bei uns!) meistens NUR der/die Täter(in) steht/stehen.

Es ist diese Ausweglosigkeit, bar jeder Illusion, die die Figur von Luciani so interessant und lebensecht macht. Auch die Nebendarsteller überzeugen durch ihr Handeln und auch Nichthandeln. Selten habe ich Kriminalromane so "verschlungen". Meine Kritik gilt allen Büchern von Paglieri, in denen Commissario Luciani den Ton angibt.

Aber, lieber Aufbau-Verlag! Was haben Sie sich bei den Titeln bloß gedacht? Wollen Sie damit Groschenromanleser/innen zum Kauf anregen? Oder halten Sie die Leser für bescheuert? Warum nicht die Titel aus dem Italienischen übersetzen? Anfangs hatte ich wegen der Titel gezögert, wurde jedoch durch einen Freund motiviert, das 1. Buch zu kaufen. Ein Glücksgriff. Doch trotzdem möchte ich den/die Verantwortlichen im Verlag einmal kennenlernen. Vielleicht machen wir dann mal eine Fahrt nach Santo Stefano - so im Dunkeln; allein im Boot! Ich freue mich drauf!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Keine Pizza for Commissario Luciani, 27. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Keine Pizza für Commissario Luciani: Roman (Commisario Luciani 3) (Kindle Edition)
Ich habe sämtliche Fälle des Kommissars auf meinem Kindle. Gut zu lesen, unterhaltsam. Meine "italienischen Momente!. Empfehlenswert für jeden, der Krimis mit Lokalkolorit mag
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4.0 von 5 Sternen Begnadeter Erzähler, 9. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Paglieri erzählt anders, als Donna Leon - ja irgendwie immer die Referenz für Italien-Krimis -, aber nicht weniger fesseld. Luciani ist ein Gegenentwurf zu Brunetti. Innerlich zerrissen, ohne familiären Rückzugsraum. Paglieris Sujets haben, stärker als bei Leon, immer typisch italienische (?) gesellschftssystematische Fragwürdigkeiten zum Ursprung. Jede seiner Figuren bewegt sich auf ihre individuelle Weise in diesem System. Durch seinen hohen Anspruch an die eigene Integrität gerät Luciani bei seiner Art von Kampf gegen Windmühlenflügel oft an den Rand der Verzweiflung. Abgesehen von den Krimihandlungen stellt dies in Paglieris Büchern einen zweiten Handlungsstrang dar, der nicht weniger spannend ist. Wie Paglieri dies mit hohem Unterhaltungswert und flüssig zu lesen vermitteln kann, ist hohe Erzählkunst.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1.0 von 5 Sternen (K) ein Krimi, 2. Juli 2014
Verschiedene Zeitstränge, die jede Spannung nehmen. Ganz zum Schluss kommt diese zwar ein bisschen auf - aber insgesamt: einfach nur langweilig.
Auf keinen Fall zu vergleichen mit Camilleri: der Atmosphäre in seinen Romanen (hier Fehlanzeige), der Person Montalbano und seinen Gewohnheiten.
Bei den Rückblenden hab ich schließlich immer mehr Seiten quergelesen und dann überschlagen - es war zu ersichtlich, was hier stand. Die Aufklärung lieferte schließlich auch nicht der Kommissar, sondern der Erzähler mit eben diesen Rückblenden.
Tut mir leid, das sagen zu müssen: diesen Krimi zu lesen war einfach nur vergeudete Zeit.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2.0 von 5 Sternen Kommt nicht in die Gänge, 10. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Bis der Fall mal ins Rollen kommt ist das halbe Buch mit Nebensächlichkeiten durch, und man weis (bis auf kleinere Wendungen)was passieren wird. Rassismus und Selbstjustiz, politische Verwicklungen und Geldschiebereien, bestechliche Priester... typisch italienisch??
Die Zeitsprünge machen die Geschichte auch nicht besser, obwohl Claudio Paglieri gute Figuren erschafft und gut erzählen kann.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen