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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Famoses, unterhaltendes Alterswerk
Schon seit fast einem halben Jahrhundert hat der Franzose Robert Merle eine weltweit unüberhörbare Stimme, und mit Romanen wie "Der Tod ist mein Beruf", "Malevil", "Madr pour" und natürlich "Die geschützten Männer" hat er sich auch bei seinen ostdeutschen Lesern nachdrücklich empfohlen. Beim Berliner...
Am 16. August 1999 veröffentlicht

versus
1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen nicht immer top
Diese Buch ist eines der schwaecheren der im ganzen hervorragenden Fortune de France Reihe. Sicherlich kann Merle auch hier wiederum sprachlich ueberzeugen und auch kurzweilig die Geschichte am Franzoeischen Hof weitererzaehlen, doch nicht mit derselben Euphorie, Spannung und Qualitaet wie in seinen anderen Buechern. das geschraech mit "der schoenen Leserin" wirkt oft...
Veröffentlicht am 16. September 2006 von B. Krueger


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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Famoses, unterhaltendes Alterswerk, 16. August 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Königskind (Gebundene Ausgabe)
Schon seit fast einem halben Jahrhundert hat der Franzose Robert Merle eine weltweit unüberhörbare Stimme, und mit Romanen wie "Der Tod ist mein Beruf", "Malevil", "Madr pour" und natürlich "Die geschützten Männer" hat er sich auch bei seinen ostdeutschen Lesern nachdrücklich empfohlen. Beim Berliner Aufbau-Verlag wird derzeit das Alterswerk des Neunzigjährigen, eine lose Folge von Romanen unter dem Motto "Fortune de France" herausgegeben, und mit "Das Königskind" liegt nunmehr der fünfte Band dieser Reihe in der vorzüglichen deutschen Übersetzung von Christel Gersch vor. Als zu Beginn des 17. Jahrhunderts Ludwigs Vater Henry, seines Zeichens König von Frankreich und verheiratet mit der nach Macht strebenden Maria von Medici, ermordet wird, beginnt für den Jungen eine schwere, an Demütigungen, Unterdrückung und Herzenskälte von Seiten der Mutter reiche Zeit, bis er sich schließlich sieben Jahre später durch einen Staatsstreich an die legitime und ihm in der Erb- und Thronfolge zustehende Position des Monarchen bringen kann. Dabei hat der sympathische Junge, dessen schwere Kindheit Merle mit viel Verständnis und gelungenen Einbindungen in die damalige Zeit schildert, vor allem einen Helfer, seinen Ersten Kammerherrn Pierre-Emmanuel, dessen Geschichte es vor allem ist, die hier erzählt wird. Ohne je auszuufern gestaltet Robert Merle in seinem Roman ein wundervolles, farbenfrohes und obendrein spannend erzähltes Geschichtspanorama aus einer längst vergangenen Zeit, das den Leser in ein Frankreich der Glaubens- und Machtkämpfe entführt und ihm dort unterhaltsame Stunden bereitet, nicht zu vergessen den Zuwachs an gut recherchierten Fakten, den er für sich verbuchen kann. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vom Königskind über Kindkönig zum König, 20. Oktober 2004
Von 
timediver® "Geschichte - Reisen - Rezensionen" (Oberursel/Taunus, Europe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
"Meine Herren, Ihr wisst, wie dieses Land regiert wird, wie wenig meine Person geachtet wird und dass man mir keinen Teil an den Geschäften des Reiches gewährt. Dem muss abgeholfen werden!"
(Ludwig XII. gegenüber seinen engsten Vertrauten)
Die Romanhandlung beginnt am 27.05.1610, dem Tag der Hinrichtung Ravaillacs, dem Mörder "Henri Quatres" und der darauf erfolgten Salbung seines neunjährigen Sohnes Ludwig XIII. in Reims....
......für den seine Mutter Maria von Medici als Regentin eingesetzt ist. Ihr Favorit Concino Concini, Marqis D'Ancre übt jedoch großen Einfluss auf sie aus und lässt sich von ihr reich beschenken. Die Großen (Seigneurs) des Landes verfolgen eigene Machtinteressen. Sie lassen sich ihre Anwesenheit bei Hofe gut bezahlen und verwenden die so erhaltenen Mittel zum Aufstellen von Truppen. Der von Heinrich IV. für Notzeiten angesammelten Staatschatz und die Kriegskasse werden dadurch allmählich verschleudert und die von ihm aufgebaute Einigung des Landes droht zu zerfallen Die machtgierige Maria von Medici, die auch ihren anderen Kindern keine mütterlichen Gefühle entgegenbringt, hält in den folgenden Jahren ihren Sohn Ludwig als "das Kind" bewusst klein und unterlässt jegliche Erziehung, die ihn auf die Wahrnehmung seines Königtums vorbereiteten könnte. Als Nichte Kaiser Karls V. selbst habsburgerischer Abstammung, verheiratet sie den 14-jährigen Ludwig und dessen 12-jährige Schwester Elisabeth in einer Doppelhochzeit mit den Infanten des spanischen Erbfeindes. Dem von Agenten seiner Mutter ständig bespitzelten vermeintlichen Kind gelingt es jedoch einen engen Kreis von Vertrauten um sich zu scharen und durch einen Gewaltakt am 23.04.1617 auch faktisch zum König zu werden.
"Das Königskind" ist der zweite Teil der Memoiren des Chevaliers Pierre-Emanuels de Siorac, der als Erster Kammerherr zu einem engen Vertrauten des jungen Königs wird. Pierre-Emanuel ist entgegen seinem nunmehr hundertjährigen Großvater Jean und seinem Vater Pierre, die keinem Liebesabenteuer aus dem Weg gingen, allein seiner Ulrike von Lichtenberg in treuer Liebe verbunden.......
Der im Frühjahr 2004 verstorbenen Autor Robert Merle hat auch mit dem achten Teil (von insgesamt 13) seines Epos "Fortune de France" einen Roman geschaffen, der aufgrund seiner Präzision das Prädikat "historisch" vollauf verdient. Der Leser erhält einen Einblick in die Machtverhältnisse Frankreichs des frühen 17. Jahrhunderts und wird Zeuge der letzten Versammlung der Generalstände (vor 1789), bei der erstmals ein gewisser Armand Jean du Plessis auftritt, der später als Kardinal Richelieu zum Architekt des Absolutismus werden soll. Psychologisch interessant ist besoners die Darstellung des Verhältnisses zwischen dem jungen König und seiner Mutter und wie sich Ludwig schließlich dieser demütigen Bevormundung entledigt.
Der spannende Roman bietet zudem Information über Vorgeschichte und Hintergrund für die Alexandre Dumas Klassiker "Die drei Musketiere" und "Der Mann mit der Eisernen Maske" und ist mit 5 Amazonsternen zu bewerten.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Abenteuer zwischen Seidenröcken und Weltpolitik., 15. Dezember 2000
Von Ein Kunde
Robert Merle hat mit der Fortune de France Reihe wiedermal eine Glanzleistung hingelegt. Er erzählt spannend und eindringlich. In "Das Königskind" beschreibt Pierre de Siorac, der erster Kammerherr des Königs wird, wie Ludwig sich von der Herrschaft seiner Mutter befreit und selber die Regierungsgeschäfte in die Hand nimmt. Wer dieses Buch gelesen hat, verwechselt die französischen Könige nie mehr!!!!
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4.0 von 5 Sternen gut recherchiert, 16. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Königskind: Roman (Fortune de France) (Kindle Edition)
Robert Merle führt die Geschichte der Sioracs und der Könige Henry II bis Ludwig XIII kontinuierlich fort. Ludwig verliert seinen geliebten Vater Henry IV durch Mord. Maria von Medici, seine Mutter, wird durch eine Verfügung bis zur Amtsübernahme durch Ludwig die Regierungsgeschäfte übernehmen. Machthungrig und ihrer "Milchschwester" hörig, plündert und vergeudet sie den Staatsschatz an die Prinzen, denen sie mehr und mehr Einfluss nimmt und den Concini, die mehr und mehr Macht und Einfluss gewinnen. Die freudlose Jugend, lieblose Behandlung seiner Mutter treibt den kleinen erst 9 jährigen Ludwig
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5.0 von 5 Sternen Fesselnd!, 26. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Königskind: Roman (Fortune de France) (Kindle Edition)
Wie auch die Vorgänger, ist auch dieser Roman von Robert Merle kaum aus der Hand zu legen. Ursprünglich gab es den ersten Band der Reihe, Fortune de France, umsonst von Amazon zu Weihnachten. Ich muss zugeben, dass es mir erst ein wenig schwer fiel, in die Geschichte zu finden, aber plötzlich ist man drin und liest und liest und kauft alle weiteren Bände.

Was mir besonders gefällt: Es ist ein wirklich fundierter historischer Roman und der geschichtliche Hintergrund ist nicht nur Nebensache wie in vielen anderen Büchern, die sich "historische Romane" nennen. Klar gefällt das nicht jedem, aber wenn man es gut findet, dass Daten und dargestellte Fakten auch wirklich stimmen und nicht nur herbeigezaubert sind, dann kann ich diese Reihe nur ans Herz legen. Selten hat es so viel Spaß gemacht, etwas über Geschichte zu lernen.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Robert Merle, 20. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wer einmal mit der Romanserie begonnen hat, kann sich nur schwer davon los reissen. Die schreibweise war für mich anfangs etwas ungewohnt, da sich der Autor immer wieder an die Leserin/den Leser wendet.
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4.0 von 5 Sternen Danke, 16. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
super Ware und super schnell, Ich Ware zum angegebenen Datum erhalten. Danke, es war alles einwandfrei gut vepackt. Bin sehr zufrieden
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Noch ein Lesegenuss, 5. Dezember 2000
Wieder hat Piere - Emanuel , diesmahl als Kammerherr Ludwigs XIII., zu Feder gegriffen und schildert die Kindheit des Jungen Königs . Schnell gewinnt er dessen freundschaft und der junge König hängt sich nach der ermordung des Königs sehr an "Sioac" wie er ihn nennt da er kein "r " sprechen kann .
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nach zwei schwächeren Teilen, ist dieser achte Teil wieder richtig gut!, 12. August 2008
Von 
Doris K. (Hamm NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Ein wieder toll gewählter Titel, denn wer den vorigen Teil gelesen hat, weiß nun, dass, nachdem Henri Quatre ermordet wurde, nun sein 9-Jähriger Sohn, der kleine Dauphin Louis an seine Stelle treten wird. "Das Königskind" wird uns ab diesem achten Teil der "Fortune de France" Serie als König Ludwig der XIII. begleiten. Neben den stets gut gewählten Titeln möchte ich diesmal auch die immer passenden Titelbilder erwähnen. Sie zeigen, wie man den Buchinformationen entnehmen kann, einige Gemälde (meist aber nur Ausschnitte) aus der Zeit des 16./17. Jahrhundert, die zu den Titeln angemessen gewählt wurden. Auf dem Titelbild dieses Buches ist, was ganz besonders gut passt, ein Ausschnitt eines Gemäldes, welches die Volljährigkeit Ludwigs XIII. (1614) zeigt. Die Volljährigkeit erreichte er übrigens mit 13 Jahren.

"Das Königskind" schließt sich nahtlos an "Der wilde Tanz der Seidenröcke" an. Hier wird als erstes von der Hinrichtung Ravaillacs, dem Mörder König Henris IV. erzählt. Sein Sohn Louis ist zu dem Zeitpunkt gerade mal neun Jahre alt und durchlebt eine schwierige Kindheit, da seine Mutter Maria de Medici ihn isolieren und bespitzeln lässt und ihn bewusst in Unwissenheit über die Staatsangelegenheiten gelassen hat. Da er seinem Vater zwar auf dem Thron folgt, kann er als Kind aber noch nicht regieren und so übernimmt seine Mutter die tatsächliche Macht als Regentin. Aber statt sich für ihren Sohn zu interessieren, überlässt sie ihren Favoriten Concino Concini (Marqis D'Ancre) zu viel Einfluss und überschüttet ihn mit Gunstbeweisen zum großen Nachteil für die Staatskasse. Dies wird zu einen Problem für das ganze Land. In tiefste Verzweiflung stürzt Ludwig aber, als seine Mutter eine Doppelhochzeit, nämlich seine eigene mit der spanischen Prinzessin Anna von Österreich und die seiner Schwester Elisabeth mit dem spanischen Thronfolger arrangiert. Aber Ludwig wurde von allen unterschätzt. Umso größer ist die Überraschung, dass er als kaum 16-Jähriger, am 24. April 1617 Concino Concini ermorden lässt und die Macht selbst übernimmt. Seine Mutter schickte er in die Verbannung. Endlich kann er König sein...

Pierre-Emmanuel erzählt auch hier wieder aus seiner Sicht das Geschehen, rund um den kleinen Louis. Pierre wird einer der engsten Vertrauten des kleinen Königs, da er sich das Amt des Ersten Kammerherrn erkauft und so immer in seiner Nähe ist. Das Erkaufen von Ämtern war neben den historischen Begebenheiten ein interessant geschildertes Thema und zeigte die Problematik, die zwischen den verschiedenen Ständen erzeugt wurde. Weiterhin sind fast alle Personen sehr sympathisch dargestellt. Durch die Ich-Form ist aber immer der erzählende Siorac zu meinem Lieblingscharakter geworden. Pierre-Emmanuel, der dritte im Bunde, sticht vor allem durch seine Treue zu seiner Ulrike von Lichtenberg heraus, was ihn besonders liebenswert macht. Auch sonst ist alles beim alten geblieben, so wie der wunderbare Schreibstil mit der Niveauvollen Sprache. Vermisst habe ich nur (und das schon seid dem letzten Teil), die sonst so genial zur Geschichte passenden Zitate, die immer wieder mit eingebaut wurden. Erst wurden sie immer weniger und nun scheint Merle leider ganz darauf zu verzichten. Meiner Meinung nach ist das echt schade. Aber der historische Hintergrund ist wieder gut recherchiert und perfekt mit der fiktiven Geschichte verknüpft. Und die politischen Ereignisse sind verständlich erläutert worden und wir lernen so langsam den bekannten Kardinal Richelieu kennen, der in der französischen Geschichte noch eine wichtige Rolle spielen wird.

Nachdem ich die beiden letzten Teile nur mit vier Sternen bewertet habe, bekommt dieses Buch wieder volle fünf Sterne, da die von mir negativ empfundenen Kritikpunkte nur noch sehr selten auftreten und mein Lesevergnügen diesmal in keinster Weise gemindert wurde. Ganz im Gegenteil! Da mir diese Geschichte so gut gefällt und ich dem Lesen gar nicht mehr aufhören mag, bin ich nach bis jetzt acht hintereinander gelesenen Teilen weder gelangweilt, noch dem ganzen überdrüssig, sondern ich werde mich mit Vergnügen dem nächsten Band widmen. Und da die Geschichte immer weiter erzählt wird, kommen auch immer neue Ereignisse dazu, ohne dass überflüssige Wiederholungen dabei gebraucht werden. Kleine Erinnerungsstützen kommen hier zwar vor, aber die sind so klein gehalten, dass sie nicht langweilen, sondern behilflich sind. Also kann ich auch den achten Teil wieder wärmstens weiter empfehlen.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fortune de France - Teil 8, 10. August 2007
Von 
Beatrice Berger (Oberfranken) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Das Buch ist eines des schwächeren der Serie.
Ludwig XIII., mit zehn Jahren nach der Ermordung seines Vaters König geworden, muß sich in den nächsten sieben Jahren von der Mutter, "die ihn nicht liebte" und ihren Günstlingen emanzipieren. Und dazu kommt eine vom ersten Tag an schwierige Ehe mit Anna von Österreich.

Diesen historischen Hintergrund lässt Merle seinen Helden Pierre-Emmanuel de Siorac schildern. Merle kommt das Verdienst zu, den von der historischen Forschung manchmal stiefmütterlich behandelten bzw. nicht hinreichend gewürdigten und von der Romanliteratur zu Unrecht geschmähten Louis XIII. eine Ehrenrettung zuteil werden zu lassen, zeichnet andererseits aber allzu schattenloses Bild von ihm; dies mag auch seine wohl hauptsächlich verwendete Quelle, das Tagebuch des Arztes Heroard, zurückzuführen sein. Die Person der Maria di Medici wird jedoch meines Erachtens zu wenig kritisch hinterfragt und damit vorschnell verurteilt.

Die auf diese Weise leicht einseitige Darstellung sorgt dafür, daß das Buch stellenweise Längen aufweist, die den Lesegenuß erheblich beeinträchtigen. Diese Tendenz wird sich, um das vorauszuschicken, in den Folgebänden noch verstärken.
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Das Königskind: Roman (Fortune de France)
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