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4.0 von 5 Sternen Unterhaltung und mehr
Sina Beerwald schafft es mir ihrem neuen Buch "Das Mädchen und der Leibarzt" wieder mit Leichtigkeit, die Leser zu fesseln und in ihren Bann zu ziehen.
Die Geschichte um die Hebamme Helena und ihre Versuche, ein Heilmittel gegen die sich ausbreitenden Blatternerkrankungen zu finden, zeichnet sich durch gewohnt sehr gute Recherchearbeit und einen flüssigen,...
Veröffentlicht am 3. Juli 2011 von unbekannt

versus
6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kurzweilige Unterhaltung mit kleinen Einschränkungen in Bezug auf Glaubwürdigkeit
Die junge Hebamme Helena ist von dem Gedanken besessen, ein Heilmittel gegen die Schwarzen Blattern" (gefährlichste Form der Pocken) zu finden, nachdem im Laufe der letzten Jahre ihre gesamte Familie dieser Seuche zum Opfer fiel. Als ihr Verlobter, der Sohn eines Arztes, sich von ihren "frauenuntypischen" Ambitionen nicht begeistert zeigt, läuft sie ihm davon...
Veröffentlicht am 31. Juli 2011 von €nigma


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kurzweilige Unterhaltung mit kleinen Einschränkungen in Bezug auf Glaubwürdigkeit, 31. Juli 2011
Von 
€nigma - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Die junge Hebamme Helena ist von dem Gedanken besessen, ein Heilmittel gegen die Schwarzen Blattern" (gefährlichste Form der Pocken) zu finden, nachdem im Laufe der letzten Jahre ihre gesamte Familie dieser Seuche zum Opfer fiel. Als ihr Verlobter, der Sohn eines Arztes, sich von ihren "frauenuntypischen" Ambitionen nicht begeistert zeigt, läuft sie ihm davon und gerät eher zufällig in das Quedlinburger Damenstift, wo sie bei dem dortigen Leibarzt der Fürstäbtissin in die Lehre gegen darf. Obwohl ihr Lehrmeister sich eher durch penetrante Arroganz und Geldgier als durch Kompetenz auszeichnet und außerdem im Damenstift Zickerein und Intrigen den Alltag der dorthin abgeschobenen adeligen Fräulein bestimmen, versucht Helena unbeirrt, ihren Lebenstraum zu verwirklichen...

Mir ging dieser Roman zu sehr in die Richtung der gängigen historischen Romane mit Schwarz-Weiß-Malerei der Charaktere, die entweder sehr sympathisch und selbstlos oder egoistisch, rücksichtslos und intrigant ausfallen. Der Handlungsverlauf erschien mir stellenweise widersprüchlich und nicht nachvollziehbar, bzw. glaubwürdig.
Dennoch bot mir das in einem flüssigen Sprachstil verfasste Buch kurzweilige Unterhaltung zu einer interessanten medizinhistorischen Thematik und regte mich auch zu weiteren Recherchen zum Thema "Schwarze Blattern" an. Die Autorin hat offensichtlich hierzu selbst sehr gründlich recherchiert.
Gut gefallen haben mir auch das historische Nachwort und das Glossar.
Insgesamt vergebe ich 3,5 Sterne und würde "Das Mädchen und der Leibarzt" Lesern empfehlen, die Wert auf gepflegte Unterhaltung ohne vulgäre Szenen (wie sie in vielen anderen Romanen des Genres leider zu beklagen sind) legen und dabei im Hinblick auf die Glaubwürdigkeit auch mal ein Auge zudrücken können.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unterhaltung und mehr, 3. Juli 2011
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Sina Beerwald schafft es mir ihrem neuen Buch "Das Mädchen und der Leibarzt" wieder mit Leichtigkeit, die Leser zu fesseln und in ihren Bann zu ziehen.
Die Geschichte um die Hebamme Helena und ihre Versuche, ein Heilmittel gegen die sich ausbreitenden Blatternerkrankungen zu finden, zeichnet sich durch gewohnt sehr gute Recherchearbeit und einen flüssigen, ansprechenden Schreibstil aus.
Zudem ist es wirklich sehr interessant, vieles über die Lebensweise im Damenstift zu Quedlinburg zu erfahren.
Die Story folgt ihren eigenen Regeln, es läuft manchmal nicht unbedingt so, wie es sich vielleicht mancher Leser erhofft - aber trotzdem, oder gerade deswegen, überzeugt der Roman und bietet beste Unterhaltungsliteratur mit der Option, sein Wissen in bestimmten Bereichen wie z. B. Blatternerkrankungen zu erweitern.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Toller Roman mit geschichtlichem Hintergrund, 6. Juli 2011
Von 
Kleeblatt "Monika" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Als Helena's Großmutter an den Blattern (Pocken) stirbt, bricht für sie eine Welt zusammen. Ihre Großmutter war die letzte, die ihr noch von ihrer Familie geblieben ist. Zusammen mit ihr stirbt auch die Hoffnung, ein Heilmittel gegen die Pocken gefunden zu haben. Während der Pockenepidemie hatte sich Helena Aufzeichnungen über die Krankheitsverläufe bei den verschiedenen Personen gemacht und stellte einen Zusammenhang zwischen den Melkerknoten und den Pocken dar. Die Personen, die in ihrem Leben die Melkerknoten hatten, waren immun gegen die Pocken, nur warum funtionierte es bei dieser Epidemie nicht bei ihrer Großmutter, die letzte hatte sie doch auch gut überstanden?
Mit dem Wissen, dass seine Verlobte Helena Kenntnisse über die Heilung der Pocken haben könnte, konfrontiert Friedemar sie mit der Tatsache, dass er damit reich zu werden gedenkt. Helena wird nach der Hochzeit nur noch für Herd und Schlafzimmer benötigt, denn er ist der Mann im Haus. Sie erkennt erst jetzt, zu was für ein Mann ihr Verlobter Friedemar geworden ist und flieht vor ihm.
Auf der Flucht lernt sie die Fürstäbtissin des Damenstifts zu Quedlinburg, Prinzessin Sophie Albertine von Schweden, kennen, deren Leben sie rettet.
Aus Dankbarkeit setzt diese durch, dass Helena in die Lehre von ihrem Stiftsarzt gehen kann. Dieser sträubt sich anfangs vehement dagegen, denn nach seiner Meinung sind Frauen absolut nicht in der Lage, die Zusammenhänge der Medizin zu begreifen. Nur widerwillig lässt er sie an seinem Wissen teilhaben, bis er erkennt, dass sie fundamentales Wissen um die Bekämpfung der Pockenepidemie hat, was er sich schließlich zu Nutzen macht.

Der Roman spielt zu Beginn des 19. Jahrhunderts zur Zeit der letzten Äbtissin des Damenstifts zu Quedlinburg. Das Stift wurde gegründet, um unverheiratete adlige Frauen und Witwen zu versorgen. In dieses kann sich Helena flüchten, nachdem sie vor ihrem Verlobten auf der Flucht ist. Das Leben in diesem Stift mit all seinen Bewohnerinnen, der Missgunst untereinander und den Bösartigkeiten wird von der Autorin lebensnah übermittelt.
Helena, die Protagonistin will sich medizinisch bilden, trifft aber damit beim Stiftsarzt nicht auf offene Ohren, im Gegenteil, er lehnt es ab, Frauen auszubilden. Helena lässt nicht locker und beisst sich durch.
So ganz nebenbei erfährt der Leser auch ein wenig aus der deutschen Geschichte, so spielt der Roman zur Zeit der Säkularisierung, der Übernahme geistlicher Örtlichkeiten durch weltliche Fürsten.

Alles in allem ein wunderbar recherchierter Roman, der mich das Buch in einem Ritt durchlesen ließ. Nur gut, dass ich am Sonntag nichts besseres zu tun hatte.
Mich hat das Buch so überzeugt, dass ich mir von der Autorin anschließend gleich 2 weitere Bücher gekauft habe.
Dieses Buch empfehle ich sehr gern weiter.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gesellschaftsporträt des frühen 19. Jahrhunderts, 15. Juni 2011
Von 
Skatersally "skatersally" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Der größte Wunsch der Hebamme Helena Fechtner ist es, Medizin an der Universität zu studieren. 1802 ist diese Möglichkeit für Frauen aber nahezu undenkbar. Vielmehr soll sie den Sohn des Medikus aus Wernigerode heiraten. Als dieser mal wieder grob zu ihr ist, flieht sie Hals über Kopf. Auf dem Weg nach Halle wird sie Zeugin eines Unfalls, bei dem die Fürstäbtissin des Damenstifts aus Quedlinburg um ihr Leben kämpft. Helena greift selbstlos ein und aus Dankbarkeit bietet die Äbtissin ihr eine Ausbildung bei ihrem doch recht hochmütigen Leibarzt an. Nur schwer gewöhnt sich Helena an den barschen Ton des Arztes.

Sina Beerwald ist es auch in ihrem vierten historischen Roman gelungen, ein farbenprächtiges Bild vergangener Zeiten zu zeichnen. Das beginnende 19. Jahrhundert war sowohl politisch als auch gesellschaftlich vom Umbruch geprägt. Die Protagonistin Helena möchte nach dem Tod ihrer Familie durch die Blattern unbedingt eine Medizin zur Heilung entwickeln. Sie hat auch bereits eine Idee, welcher Stoff helfen würde. Die seinerzeit vorherrschende Meinung über Frauen lässt sie jedoch immer wieder scheitern. Diese gesellschaftliche Stellung hat die Autorin eindringlich geschildert. Den liebevoll gestalteten Charakteren verleiht sie Ecken und Kanten, sodass sie authentisch in ihrem Handeln wirken. Der Leibarzt Äskulap bietet hier aus heutiger Sicht eine unglaublich rüde Plattform, die andersherum auch einige humorvolle Dialoge hervorbringt. Dennoch wirken seine Äußerungen nie überzogen.

Weitere Themen, die am Rande mit einfließen sind beispielsweise die politische Lage Europas unter den Angriffen Napoleons. Die Fürstäbtissin Sophie Albertine war eine Cousine von Friedrich II, der ihr immer wieder die Auflösung des Damenstiftes wegen finanzieller Unterstützung des Krieges androhte. Das Damenstift bot vielen adeligen Frauen ein Zuhause. Ihre Familien nutzten diese Möglichkeit, eine vielleicht derzeitig schlechte Partie später besser verheiraten zu können, oder eben nicht mehr im direkten Kontakt zu haben. All diese Aspekte werden in diesem Roman zu einem Strang verknüpft, der die historische Zeit näher bringt. Die ausführliche Recherche zu den Themen, die geschickte Mischung von historisch belegten und fiktiven Personen und nicht zuletzt der gewohnt flüssige Schreibstil machen es fast unmöglich, das Buch wieder aus der Hand zu legen.
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5.0 von 5 Sternen Buchbewertung Dez. 11, 6. Januar 2012
Die Lieferung des bestellten Buches erfolgte prompt und in einwandfreiem Zustand. Auch die Bezahlung funktionierte einwandfrei.
Bin sehr zufrieden, danke!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Leider einige Lücken in der Geschichte, 5. August 2011
Von 
Christine Behncke (Quickborn) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Ich habe das Buch ziemlich zügig in ein paar Stunden gelesen. Grundsätzlich fand ich das Buch nicht schlecht oder langweilig. Nur fehlte mir hin und wieder der Zusammenhang oder es stellten sich mir Fragen.

Zum Beispiel gab es eine Unterredung zwischen Helena und der Fürstäbstin, nachdem Helena aus dem Gefängnis "geflohen" ist. Zu dem Inhalt dieser Unterredung gab es kein einziges Wort. Nur hatte die Fürstäbstin danach eine andere Meinung über Helena.

Auch über den Verbleib von Gergor ist nichts geschrieben worden. Sicher kann man sich hier Einiges denken, aber ich finde, dass der Leser hier im Regen stehen gelassen wird. Ich hatte das absolute Bedürfnis zu googeln, denn ich war mir plötzlich nicht sicher, ob ich eine Seite überblättert hatte. Auch verstand ich nicht, warum es Aurelia gesundheitlich so lange so viel besser ging als Gregor. Auch wenn das Ende hier nicht so glücklich ist, wie man sich das für Helena wünscht, fehlt irgendwie ein Abschied zwischen Helena und Gergor.

Und Gergor und Helena wurden vom Leibarzt im Sternenzimmer angetroffen und der Leibarzt wusste, wer oder was Gergor ist. Helena war dabei. Und doch fragte sie Gergor einige Zeit später, woher der Leibarzt Dinge über ihn wusste. Das war für mich total unlogisch. In der nächsten Szene schickt der Leibarzt Gergor weg, weil er angeblich ein Druckmittel hat, damit Gergor alles tut was der Leibarzt von ihm will. Und Gergor dürfe Helena und Aurelia nichts verraten. Ich habe nicht gleich verstanden worum es ging und hoffte, dass es sich aufklärt, wenn ich weiterlese. Aber auch hier konnte ich mir nur meinen Teil denken. Denn das was der Leibarzt wollte, stand für Gergor ja eh schon irgendwie fest.

Das Ende fnde ich schnell und holperig. Hier konnte ich zum Teil nicht abtauchen und mich in die Situation verstetzen, weil immer was Neues passierte und dies auch schnell hintereinander. Ich hatte kaum Zeit mir alles bildlich vorzustellen und mir Zeit zu nehmen, um mich in die Gefühle einzelner Personen hineinzuversetzen. Und dann war das Buch auch schon zu Ende.

Gut gefallen hat mir die Bescheibung der Behandlungsmetoden diverser Krankheiten. Und auch der Aberglaube, der damals unter den Menschen weit verbreitet war. Ich hatte das Gefühl, dass für den Roman gut recherchiert wurde. Auch das Nachwort und die Erklärungen von Begriffen war gut geschrieben.

Alles in Allem: Das Buch ist ein netter Zeitvertreib und auch recht informativ. Inhaltlich hat es Schwächen im Verlauf der Geschichte, aber es ist trotzdem lesenswert.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Ende einer Welt, 14. Juni 2011
Sina Beerwald beschreibt in ihrem Roman das Ende einer Welt. Seit 800 Jahren besteht das Damenstift in Quedlinburg, seit ewigen Zeiten schieben Adlige ihre unverheiratbaren Töchter dorthin ab und können die Damen in einer Welt ohne den Zwang der kirchlichen Gelübde einerseits und ohne den Zwang für einen Mann dasein zu müssen andererseits in Ruhe und Wohlstand leben. Diese Welt ist im Jahre 1802 bedroht durch Napoleons Vordringen und durch die Gier der Fürsten nach dem Gold der Kirche. In Quedlinburg glaubt man aber nicht an die Bedrohung von außen, man hat auch genug zu tun mit einer sehr viel naheliegenderen Bedrohung- den Blattern (Pocken). In dieser Situation kommt die junge Hebamme Helena in das Schloß in Quedlinburg, weil sie der Fürstäbtissin das Leben rettet und soll bei dem Leibarzt der Fürstin in die Lehre gehen. Erst eine promovierte Ärztin gab es zu dieser Zeit, aber der Leibarzt ist ganz Mann seiner Zeit, Frauen sind aufgrund der ihnen mitgegebenen Beschränkungen schlicht nicht in der Lage so etwas verantwortliches zu unternehmen wie die Krone der Schöpfung- eben der Mann. Die Fürstin besteht auf der Ausbildung und der Leibarzt unternimmt alles Helena zu demütigen bis er bemerkt, dass diese eine Entdeckung gemacht hat, wie die Blattern zu bekämpfen, ja zu besiegen seien.

Sina Beerwald stellt plastisch das Leben im Stift dar, die zickigen adligen Damen, das Personal und der hochmütige Leibarzt, die Bevölkerung des Städchens werden lebendig und in ihren jeweiligen Lebensumständen beschrieben. Die Zeit des Jahres 1802 wird greifbar, die Auswirkungen der großen Politik im fernen Paris auf die kleinen und die gar nicht so großen Leute. Sie zeigt die Zerissenheit auch zwischen Tradition und Moderne, die wissenschaftliche Erkenntnis einerseits und der alte Aberglaube andererseits, Aderlass gegen Hygiene, Amulette gegen Impfung. Dabei verwebt sie die Geschichte und die Geschichten um ihre Protagonisten zu einem dichten Bild, das Buch entwickelt Spannung, einen regelrechten Lesesog und das berühmte Kopfkino stellt sich ein, ein wirklich schönes Buch, das nicht zuletzt reizt Quedlinburg selbst zu besuchen.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Rendezvous mit dem Tod, nicht aber ohne für Unterhaltung und ein Happy End zu sorgen, 10. Mai 2011
"Das Mädchen und der Leibarzt" von Sina Beerwald versetzt den Leser zurück in die Vergangenheit. Eine Zeit, in der die Blattern ein ständiger Begleiter sind und die Menschen dieser Zeit sie als Ausleseverfahren Gottes akzeptiert haben. Nicht so jedoch die junge Hauptperson des Buches - die Hebamme Helena sieht darin nur eine Krankheit, die es zu bekämpfen gilt. Doch mit dem Tod ihrer Großmutter verliert sie jede Hoffnung auf ein Heilmittel und darauf, ihrer unsäglichen Verlobung zu entgehen. Die weibliche Hauptfigur wurde von der Autorin, wie es für dieses Genre üblich ist, mit einer gehörigen Portion Mut und Entschlossenheit versehen, die es ihr ermöglicht einen eigenen Weg zu gehen.

Außer der Hauptfigur zaubert die Autorin aber noch andere, mehr dem Rollenschema entsprechende Figuren, die aber auch nicht zu verachten sind. Zum einen sorgt Sina Beerwald so für mindestens einen Nebenschauplatz zur eigentlichen Handlung mit der Figur Helena, auch wenn diese von ihrer Bedeutung her auch nicht unterschätzt werden dürfen.
Neben der Blatterngefahr sorgt die Autorin außerdem auch durch eine Prise Intrigen und Herzschmerz für zusätzliche Spannung, die den Leser bei der Stange hält. Abgerundet wird der Roman durch ein Nachwort, eine Begriffserläuterung sowie ein Dankeswort.

"Das Mädchen und der Leibarzt" bietet ein Rendezvous mit dem Tod, nicht aber ohne für Unterhaltung und ein Happy End zu sorgen. Damit bietet dieses Buch alles, was man von einem historischen Roman erwarten kann.
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7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nicht empfehlenswert!, 3. Juli 2011
Ich habe mir das Buch gekauft weil ich wirklich sehr gern historische Romane lese und es toll fand das es nun auch ein Buch aus meiner Heimat gibt (Quedlinbung und Umgebung).
Aber für mich kam es so vor als hätte die Autorin einfach nur einen Ort mit einem Stift benötigt um der Story eine Heimat zu geben. Ausser die Erwähnung des Stiftes und des Münzberges (welche eher nebenbei passieren) gibt es nichts was an Queldinburg erinnert. Auch Wernigerode, die Heimat der Hauptfigur Helena wird nur nebenbei erwähnt.

Die Story ist sicherlich nicht schlecht aber für mich persönlich absolut nicht schön geschrieben. Teilweise ergibt alles keinen Sinn und "dreht" sich irgendwie. Ich habe sonst Bücher von Iny Lorentz und Sabine Ebert in meinem Regal stehen und bin daher anderes gewohnt. Für mich war das Buch eher eine Entäuschung.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Von Spannung keine Spur, 25. August 2011
Von 
Christa "Leseratte" (Hessenland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Auch wenn es mir bekannt ist, dass man mit negativen Rezensionen in diesem Forum nicht nur unpopulär, sondern auch unbeliebt ist, teile ich meine Meinung zu diesem Roman mit.

Ich lese vorzugsweise historische Romane, mit mehr oder weniger historischen Hintergründen. Das ist auch hier der Fall in der Person der Fürstäbtissin des Damenstifts von Quedlinburg sowie die Erforschung nach einem Heilmittel gegen die tödlichen Blattern. Obwohl die Hauptprotagonistin Helena sehr liebenswert und der schrullige Leibarzt mehr als unsympathisch rüber kommen, reicht das nicht aus, dass der Lesestoff mich gefesselt hat. Ich habe mich durch das Buch gequält und es bis zum Ende gelesen - das war dann noch einmal richtig spannend.

Schade, liebe Frau Beerwald, meinen Geschmack haben Sie leider nicht getroffen.
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